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F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick in:

Michael Broer, Klaus-Dirk Henke, Horst Zimmermann

Finanzwissenschaft, page 210 - 218

Eine Einführung in die Lehre von der öffentlichen Finanzwirtschaft

11. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4547-3, ISBN online: 978-3-8006-4548-0, https://doi.org/10.15358/9783800645480_210

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 190 F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im ÜberblickF. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit A. Steuern auf das Einkommen und Vermögen2 1. Einkommensteuer a) veranlagte Einkommensteuer Einkünfte aus 7 Einkunftsarten3 ./. Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben ./. Sonderausgaben ./. außergewöhnliche Belastungen = zu versteuerndes Einkommen 1 0 – 8.004 € Grundfreibetrag 2. 8.005 – 13.469 € 14 % – 23,97 % 3. 13.470 – 52.881 € 23,97 % – 42 % 4. 52.882 € – 250.400 € 42 % 5. 250.731 € und mehr 45 % Natürliche Personen 31.178,9 5,93 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 42,5 %, Länder 42,5 %, Gemeinden 15 % Bundestag und Bundesrat b) Lohnsteuer Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit ./. Werbungskosten ./. Sonderausgaben ./. außergewöhnliche Belastungen = zu versteuerndes Einkommen wie oben Arbeitgeber (Arbeitnehmer = Steuerschuldner) 127.904,1 24,31 % wie oben Bundestag und Bundesrat c) Steuern auf Kapitalerträge – Abgeltungsteuer auf Zinsen und Veräußerungserträge – Nicht veranl. Steuern vom Ertrag (v. a. Steuern auf Dividenden) Bruttoertrag aus Kapitalvermögen oder tatsächlich ausgezahlter Betrag 25 % (Sparerpauschbetrag: 801 €) Zahler des Kapitalertrags (Empfänger = Steuerschuldner) 8.709,1 1,66 % 12.982,4 2,48 % „Gemeinschaftsteuer“: – Bund 44 %, Länder 44 %, Gemeinden 12 % – Bund und Länder jeweils 50 % Bundestag und Bundesrat 2. Körperschaftsteuer Steuerbilanzergebnis + Zuzählungen ./. Abzüge = zu versteuerndes Einkommen 15 % auf einbehaltene und ausgeschüttete Gewinne (25 %ige Abgeltungsteuer auf Dividenden) Juristische Personen 12.041 2,29 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 50 %, Länder 50 % Bundestag und Bundesrat 3. Solidaritätszuschlag festgesetzte Einkommenund Körperschaftsteuer Günstigerprüfung zwischen X ∙ 5,5 % und (X – € 972) ∙ 20 % mit X als Bemessungsgrundlage Natürliche und juristische Personen 11.712,9 2,23 % Bund Bundestag Tab. A.1: Die Steuern in der Bundesrepublik Deutschland im Überblick, Rechtsstand 1. 1. 2012 Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 191 F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick 191 Mit dieser Tab. A.1 wird ein Überblick über die Steuern in der Bundesrepublik Deutschland gegeben. Diese Darstellung bietet vor dem Hintergrund der denkbaren Anknüpfungspunkte der Besteuerung eine erste Information über die Charakteristika des deutschen Steuersystems. Die Erläuterungen zu den einzelnen Steuern können keineswegs vollständig sein. Dies betrifft insbesondere die Anmerkungen zu Bemessungsgrundlagen und Steuersätzen der Einzelsteuern. Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit A. Steuern auf das Einkommen und Vermögen2 1. Einkommensteuer a) veranlagte Einkommensteuer Einkünfte aus 7 Einkunftsarten3 ./. Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben ./. Sonderausgaben ./. außergewöhnliche Belastungen = zu versteuerndes Einkommen 1 0 – 8.004 € Grundfreibetrag 2. 8.005 – 13.469 € 14 % – 23,97 % 3. 13.470 – 52.881 € 23,97 % – 42 % 4. 52.882 € – 250.400 € 42 % 5. 250.731 € und mehr 45 % Natürliche Personen 31.178,9 5,93 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 42,5 %, Länder 42,5 %, Gemeinden 15 % Bundestag und Bundesrat b) Lohnsteuer Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit ./. Werbungskosten ./. Sonderausgaben ./. außergewöhnliche Belastungen = zu versteuerndes Einkommen wie oben Arbeitgeber (Arbeitnehmer = Steuerschuldner) 127.904,1 24,31 % wie oben Bundestag und Bundesrat c) Steuern auf Kapitalerträge – Abgeltungsteuer auf Zinsen und Veräußerungserträge – Nicht veranl. Steuern vom Ertrag (v. a. Steuern auf Dividenden) Bruttoertrag aus Kapitalvermögen oder tatsächlich ausgezahlter Betrag 25 % (Sparerpauschbetrag: 801 €) Zahler des Kapitalertrags (Empfänger = Steuerschuldner) 8.709,1 1,66 % 12.982,4 2,48 % „Gemeinschaftsteuer“: – Bund 44 %, Länder 44 %, Gemeinden 12 % – Bund und Länder jeweils 50 % Bundestag und Bundesrat 2. Körperschaftsteuer Steuerbilanzergebnis + Zuzählungen ./. Abzüge = zu versteuerndes Einkommen 15 % auf einbehaltene und ausgeschüttete Gewinne (25 %ige Abgeltungsteuer auf Dividenden) Juristische Personen 12.041 2,29 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 50 %, Länder 50 % Bundestag und Bundesrat 3. Solidaritätszuschlag festgesetzte Einkommenund Körperschaftsteuer Günstigerprüfung zwischen X ∙ 5,5 % und (X – € 972) ∙ 20 % mit X als Bemessungsgrundlage Natürliche und juristische Personen 11.712,9 2,23 % Bund Bundestag Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 192 4. Kapitel: Die Staatsfinanzierung192 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 4. Grundsteuer (A und B) Einheitswert der landund forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) und der außerlandwirtschaftlichen bebauten und unbebauten Grundstücke (Grundsteuer B) lt. Bewertungsgesetz tatsächl. Steuersatz ermittelt sich aus Produkt: Steuermesszahl (je nach Art und Lage zwischen 2,6 v. T. und 10 v. T.) x Hebesatz (gewogener Bundesdurchschnitt 2010 bei Typ A 301 % und bei Typ B 410 %) Eigentümer A: 361 0,07 % B: 10.953,6 2,08 % Gemeinden Bundestag und Bundesrat (Hebesatzautonomie der Gemeinden) 5. Gewerbesteuer Gewerbeertrag (Steuer- Bilanzgewinn + Hinzurechnungen./. Kürzungen) tatsächl. Steuersatz aus: Steuermesszahl x Hebesatz (Freibetrag für Personenunternehmen: 24.500 €, einheitl. Steuermesszahl: 3,5 %; Hebesatz (gewogener Bundesdurchschnitt 2010): 390 %) Gewerbebetrieb 35.711,5 6,79 % Gemeinden, Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder Bundestag und Bundesrat (Hebesatzautonomie der Gemeinden) B. Steuern auf Vermögensverkehr2 6. Erbschaftsteuer/ Schenkungsteuer Wert der Erbschaft/Schenkung (1) 7 %–50 % nach Höhe d. Erbschaft/Schenkung u. Verwandtschaftsgrad (2) Freibeträge nach Verwandtschaftsgrad zw. 20.000 € und 500.000 € Erbe, Beschenkter; bei Schenkungen daneben Schenker 4.404,3 0,83 % Länder Bundestag und Bundesrat 7. Grunderwerbsteuer Veräußerungspreis bzw. Grundbesitzwert Steuersatz liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 5 %) i. d. R. Erwerber (Steuerschuldner aber prinzipiell Erwerber und Veräußerer) 5.290,4 1,01 % Länder Bundestag und Bundesrat (Steuersatzautonomie der Länder) C. Steuern auf die Einkommensverwendung2 8. Umsatzsteuer (einschl. Einfuhrumsatzsteuer) Entgelt für: – Lieferungen u. Leistungen – unentgeltliche Wertabgabe – Einfuhr – innergemeinschaftl. Erwerb Allgemeiner Satz (19 %) und ermäßigter Satz (7 %) sowie verschiedene Durchschnittssätze Unternehmer 180.041,6 34,21 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 51,95 %, Länder ca. 45,97 % Gemeinden 2,08 % (Anteile variabel) Bundestag und Bundesrat 9. Versicherungsteuer (1) Versicherungsentgelt oder (2) Versicherungssumme (Hagelversicherung) (1) i. d. R. 19 %, sonst je nach Versicherungsart 3 %–22 % (2) 0,02 % (Hagelversicherung) Versicherer (bei außerhalb der EU/des EWR niedergelassenem Versicherer der Versicherte) 10.283,9 1,95 % Bund Bundestag Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 193 F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick 193 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 4. Grundsteuer (A und B) Einheitswert der landund forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) und der außerlandwirtschaftlichen bebauten und unbebauten Grundstücke (Grundsteuer B) lt. Bewertungsgesetz tatsächl. Steuersatz ermittelt sich aus Produkt: Steuermesszahl (je nach Art und Lage zwischen 2,6 v. T. und 10 v. T.) x Hebesatz (gewogener Bundesdurchschnitt 2010 bei Typ A 301 % und bei Typ B 410 %) Eigentümer A: 361 0,07 % B: 10.953,6 2,08 % Gemeinden Bundestag und Bundesrat (Hebesatzautonomie der Gemeinden) 5. Gewerbesteuer Gewerbeertrag (Steuer- Bilanzgewinn + Hinzurechnungen./. Kürzungen) tatsächl. Steuersatz aus: Steuermesszahl x Hebesatz (Freibetrag für Personenunternehmen: 24.500 €, einheitl. Steuermesszahl: 3,5 %; Hebesatz (gewogener Bundesdurchschnitt 2010): 390 %) Gewerbebetrieb 35.711,5 6,79 % Gemeinden, Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder Bundestag und Bundesrat (Hebesatzautonomie der Gemeinden) B. Steuern auf Vermögensverkehr2 6. Erbschaftsteuer/ Schenkungsteuer Wert der Erbschaft/Schenkung (1) 7 %–50 % nach Höhe d. Erbschaft/Schenkung u. Verwandtschaftsgrad (2) Freibeträge nach Verwandtschaftsgrad zw. 20.000 € und 500.000 € Erbe, Beschenkter; bei Schenkungen daneben Schenker 4.404,3 0,83 % Länder Bundestag und Bundesrat 7. Grunderwerbsteuer Veräußerungspreis bzw. Grundbesitzwert Steuersatz liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 5 %) i. d. R. Erwerber (Steuerschuldner aber prinzipiell Erwerber und Veräußerer) 5.290,4 1,01 % Länder Bundestag und Bundesrat (Steuersatzautonomie der Länder) C. Steuern auf die Einkommensverwendung2 8. Umsatzsteuer (einschl. Einfuhrumsatzsteuer) Entgelt für: – Lieferungen u. Leistungen – unentgeltliche Wertabgabe – Einfuhr – innergemeinschaftl. Erwerb Allgemeiner Satz (19 %) und ermäßigter Satz (7 %) sowie verschiedene Durchschnittssätze Unternehmer 180.041,6 34,21 % „Gemeinschaftsteuer“: Bund 51,95 %, Länder ca. 45,97 % Gemeinden 2,08 % (Anteile variabel) Bundestag und Bundesrat 9. Versicherungsteuer (1) Versicherungsentgelt oder (2) Versicherungssumme (Hagelversicherung) (1) i. d. R. 19 %, sonst je nach Versicherungsart 3 %–22 % (2) 0,02 % (Hagelversicherung) Versicherer (bei außerhalb der EU/des EWR niedergelassenem Versicherer der Versicherte) 10.283,9 1,95 % Bund Bundestag Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 194 4. Kapitel: Die Staatsfinanzierung194 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 10. Feuerschutzsteuer Entgelt für Feuerversicherung (Prämie, Beiträge) 19 bzw. 22 % Versicherer 325,6 0,06 % Länder Bundestag und Bundesrat 11. Energiesteuer4 a) Kraftstoffe – unverbleites, schwefelfreies Benzin – schwefelfreier Dieselkraftstoff 654,50 €/1.000 l 470,40 €/1.000 l Produzent oder Importeur 39.838,1 7,57 % Bund Bundestag b) Flüssiggase, Erdgase 180,32 €/1.000 kg Flüssiggas c) Heizöle und Heizgase – leichtes Heizöl – Flüssiggas – Erdgas 13,90 €/MWh Erdgas 61,35 €/1.000 l 60,60 €/1.000 kg 5,50 €/MWh d) Kohle und Koks 0,33 € je Gigajoule 12. Stromsteuer Stromverbrauch 20,50 €/MWh Versorger/Produzent 6.171,2 1,17 % Bund Bundestag 13. Kraftfahrzeugsteuer5 (1) a) Kraftrad, PKW: Hubraum (erstmalige Zulassung bis 30. Juni 2009) b) PKW (erstmalige Zulassung ab 1. Juli 2009) (1) a) K-rad: 1,84 €/25 cm3, PKW: nach Schadstoffstufe und Zündungsart: 6,75–37,58 €/100 cm3 b) pro 100 cm³: Diesel 9,5 €, Benziner 2 €; zzgl. 2 € je Gramm CO2/km für Werte über 110 g/km Halter des Fahrzeuges 8.487,9 1,61 % Bund Bundestag (2) Wohnmobile (seit 1. Januar 2006): verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht (2) je angefangene 200 kg verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht nach Schadstoffklassen 4 Tarifstufen; höchstens 800 € (S4 und besser) bzw. 1.000 € (S1, S2 und S3) (3) übrige Fahrzeuge: verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht (3) je angefangene 200 kg verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht <=3.500 kg 3 Tarifstufen; über 3.500 kg nach Schadstoffklassen (mit max. Steuerbetrag) (4) Anhänger Gesamtgewicht (4) je 200 kg 7,46 € höchstens 373,24 € bzw. Anhängerzuschlag (nicht für Wohnanhänger) Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 195 F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick 195 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 10. Feuerschutzsteuer Entgelt für Feuerversicherung (Prämie, Beiträge) 19 bzw. 22 % Versicherer 325,6 0,06 % Länder Bundestag und Bundesrat 11. Energiesteuer4 a) Kraftstoffe – unverbleites, schwefelfreies Benzin – schwefelfreier Dieselkraftstoff 654,50 €/1.000 l 470,40 €/1.000 l Produzent oder Importeur 39.838,1 7,57 % Bund Bundestag b) Flüssiggase, Erdgase 180,32 €/1.000 kg Flüssiggas c) Heizöle und Heizgase – leichtes Heizöl – Flüssiggas – Erdgas 13,90 €/MWh Erdgas 61,35 €/1.000 l 60,60 €/1.000 kg 5,50 €/MWh d) Kohle und Koks 0,33 € je Gigajoule 12. Stromsteuer Stromverbrauch 20,50 €/MWh Versorger/Produzent 6.171,2 1,17 % Bund Bundestag 13. Kraftfahrzeugsteuer5 (1) a) Kraftrad, PKW: Hubraum (erstmalige Zulassung bis 30. Juni 2009) b) PKW (erstmalige Zulassung ab 1. Juli 2009) (1) a) K-rad: 1,84 €/25 cm3, PKW: nach Schadstoffstufe und Zündungsart: 6,75–37,58 €/100 cm3 b) pro 100 cm³: Diesel 9,5 €, Benziner 2 €; zzgl. 2 € je Gramm CO2/km für Werte über 110 g/km Halter des Fahrzeuges 8.487,9 1,61 % Bund Bundestag (2) Wohnmobile (seit 1. Januar 2006): verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht (2) je angefangene 200 kg verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht nach Schadstoffklassen 4 Tarifstufen; höchstens 800 € (S4 und besser) bzw. 1.000 € (S1, S2 und S3) (3) übrige Fahrzeuge: verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht (3) je angefangene 200 kg verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht <=3.500 kg 3 Tarifstufen; über 3.500 kg nach Schadstoffklassen (mit max. Steuerbetrag) (4) Anhänger Gesamtgewicht (4) je 200 kg 7,46 € höchstens 373,24 € bzw. Anhängerzuschlag (nicht für Wohnanhänger) Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 196 4. Kapitel: Die Staatsfinanzierung196 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 14. Tabaksteuer Tabakwaren (Menge und Kleinverkaufspreis) Je nach Erzeugnis gestaffelt nach Menge und Kleinverkaufspreis (z. B. 9,26 Cent je Zigarette + 21,87 % des Preises) Produzent oder Importeur 13.492,3 2,56 % Bund Bundestag 15. Branntweinsteuer reiner Alkohol (Menge) f.: (1) Trinkzwecke (2) andere Zwecke (1) 1.303 €/hl Alkohol (2) für bestimmte Verwendungen Steuerfreiheit (bzw. Steuer wird vergütet) Branntweinmonopolverwaltung bzw. Produzent oder Importeur 1.990,3 0,38 % Bund Bundestag 16. Alkopopsteuer reiner Alkohol (Menge) 5.500 €/hl Alkohol Produzent oder Importeur 2,4 0,00 % Bund Bundestag 17. Schaumweinsteuer Schaumwein (1) < 6 % Vol.: 51 €/hl (2) ≥ 6 % Vol.: 136 €/hl Produzent oder Importeur 421,5 0,08 % Bund Bundestag 18. Zwischenerzeugnissteuer Getränke m. Alkoholgehalt zw. 1,2 u. 22 % Vol., die nicht als Schaumwein o. Bier zu besteuern sind (1) ≤ 15 % Vol.: 102 €/hl (2) > 15 % Vol.: 153 €/hl (3) Schaumweinstopfen/ Überdruck: 136 €/hl Produzent oder Importeur 21,5 0,00 % Bund Bundestag 19. Biersteuer Bier (Menge) (1) pro Hektoliter 0,787 € je Grad Plato (Stammwürzegehalt) (2) erm. Steuersätze bei Gesamterzeugung < 200.000 hl Produzent oder Importeur 712,5 0,14 % Länder Bundestag und Bundesrat 20. Kaffeesteuer Kaffee (Menge) (1) Röstkaffee: 2,19 €/Kg (2) Lösl. Kaffee: 4,78 €/Kg Importeur bzw. Ersterwerber 1.001,9 0,19 % Bund Bundestag 21. Rennwett- und Lotteriesteuer (1) Wetteinsätze (2) planmäßiger Preis sämtlicher Lose 16 2/3 % Veranstalter (Wettbüro, Totalisator usw.) 1.412,1 0,27 % Länder Bundestag und Bundesrat 22. Sonstige Verbrauch- und Aufwandsteuern im Gemeindebereich6 754,3 0,14 % Gemeinden Land/Gde. Summe der aufgeführten Steuern7 Summe aller kassenmäßig vereinnahmten Steuern7 526.206,5 100 % (526.209,4) (100,00 %) Anmerkungen zu Tab. A.1: 1 Bundesministerium der Finanzen – Referat I A 6, Ergebnis der Steuerschätzung November 2011. 2 Die Einteilung in A, B und C folgt den Übersichten im Finanzbericht (vgl. Finanzbericht 2012, a. a. O., z. B. S. 132), so dass neuere Ergebnisse mit den Angaben in dieser Liste verglichen werden können. Eine Einteilung in die im Text (siehe B II) gewählten Gruppierungen ist nicht ratsam, insbesondere weil bei vielen der im betrieblichen Bereich erhobenen Steuern die Zuordnung zur Einkommensentstehung bzw. -verwendung nicht befriedigend lösbar ist. 3 Bei gewerblichen Einkünften: ermäßigte Einkommensteuer gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 1, 2 EStG. 4 Steuertarife für am meisten verwendete Energieerzeugnisse und übliche Verwendungszwecke. Es gibt weitere von der Eigenschaft (z. B. verbleit, verschwefelt) und vom Verwendungszweck (z. B. gewerblicher Einsatz) abhängige Steuertarife. 5 Vom 1.4.2007 bis 31.3.2011 erhöhte sich der jeweilige Steuersatz um € 1,20 je 100 cm3 für Pkw mit Selbstzündungsmotor, wenn das Fahrzeug nicht einer der Partikelminderungsstufen PM 01 und PM 0 bis PM 5 oder PMK 01 und PMK 0 bis PMK 4 entspricht. Nachrüstungen erhalten eine befristete Steuerbefreiung bei Erstzulassung bis 31.12.2006 in Höhe von € 330. In der Zeit vom 5. November 2008 bis zum 30. Juni 2009 sind Pkw von der Kraftfahrzeugsteuer für ein Jahr ab dem Tag der erstmaligen Zulassung von der Steuer befreit. Pkw, welche die Euro-5 oder Euro-6 Norm erfüllen sind für ein weiteres Jahr befreit. Die Steuerbefreiung endet spätestens am 31. Dezember 2010. 6 Getränkesteuer, Vergnügung- einschl. Kinosteuer, Hundesteuer, Jagd- und Fischereisteuer, Schankerlaubnissteuer usw. (Nicht gesondert ausgewiesen, aber im Gesamtaufkommen aller Steuern enthalten). 7 Beträge jeweils ohne Zolleinnahmen i.H.v. 4.377,6 Mio. €. Die Addition der aufgeführten Steuern (absolut und in %) ergibt eine geringere als die Summe aller vereinnahmten Steuern. Die Differenz wird hauptsächlich dadurch hervorgerufen, dass in den letzten Jahren Steuern aufgehoben wurden und folglich in der Liste nicht mehr erscheinen, die aber, beispielsweise durch späte Veranlagung oder Nachzahlung, noch kassenmäßige Einnahmen erbringen. Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Hrsg., Steuern von A bis Z, Berlin 2011. Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 197 F. Anhang: Die Steuern in Deutschland im Überblick 197 Name der Steuer Steuerbemessungsgrundlage Steuersatz Steuerzahler Aufkommen1 2010 Mio. € Anteil Ertragshoheit Gesetzgebungshoheit 14. Tabaksteuer Tabakwaren (Menge und Kleinverkaufspreis) Je nach Erzeugnis gestaffelt nach Menge und Kleinverkaufspreis (z. B. 9,26 Cent je Zigarette + 21,87 % des Preises) Produzent oder Importeur 13.492,3 2,56 % Bund Bundestag 15. Branntweinsteuer reiner Alkohol (Menge) f.: (1) Trinkzwecke (2) andere Zwecke (1) 1.303 €/hl Alkohol (2) für bestimmte Verwendungen Steuerfreiheit (bzw. Steuer wird vergütet) Branntweinmonopolverwaltung bzw. Produzent oder Importeur 1.990,3 0,38 % Bund Bundestag 16. Alkopopsteuer reiner Alkohol (Menge) 5.500 €/hl Alkohol Produzent oder Importeur 2,4 0,00 % Bund Bundestag 17. Schaumweinsteuer Schaumwein (1) < 6 % Vol.: 51 €/hl (2) ≥ 6 % Vol.: 136 €/hl Produzent oder Importeur 421,5 0,08 % Bund Bundestag 18. Zwischenerzeugnissteuer Getränke m. Alkoholgehalt zw. 1,2 u. 22 % Vol., die nicht als Schaumwein o. Bier zu besteuern sind (1) ≤ 15 % Vol.: 102 €/hl (2) > 15 % Vol.: 153 €/hl (3) Schaumweinstopfen/ Überdruck: 136 €/hl Produzent oder Importeur 21,5 0,00 % Bund Bundestag 19. Biersteuer Bier (Menge) (1) pro Hektoliter 0,787 € je Grad Plato (Stammwürzegehalt) (2) erm. Steuersätze bei Gesamterzeugung < 200.000 hl Produzent oder Importeur 712,5 0,14 % Länder Bundestag und Bundesrat 20. Kaffeesteuer Kaffee (Menge) (1) Röstkaffee: 2,19 €/Kg (2) Lösl. Kaffee: 4,78 €/Kg Importeur bzw. Ersterwerber 1.001,9 0,19 % Bund Bundestag 21. Rennwett- und Lotteriesteuer (1) Wetteinsätze (2) planmäßiger Preis sämtlicher Lose 16 2/3 % Veranstalter (Wettbüro, Totalisator usw.) 1.412,1 0,27 % Länder Bundestag und Bundesrat 22. Sonstige Verbrauch- und Aufwandsteuern im Gemeindebereich6 754,3 0,14 % Gemeinden Land/Gde. Summe der aufgeführten Steuern7 Summe aller kassenmäßig vereinnahmten Steuern7 526.206,5 100 % (526.209,4) (100,00 %) Anmerkungen zu Tab. A.1: 1 Bundesministerium der Finanzen – Referat I A 6, Ergebnis der Steuerschätzung November 2011. 2 Die Einteilung in A, B und C folgt den Übersichten im Finanzbericht (vgl. Finanzbericht 2012, a. a. O., z. B. S. 132), so dass neuere Ergebnisse mit den Angaben in dieser Liste verglichen werden können. Eine Einteilung in die im Text (siehe B II) gewählten Gruppierungen ist nicht ratsam, insbesondere weil bei vielen der im betrieblichen Bereich erhobenen Steuern die Zuordnung zur Einkommensentstehung bzw. -verwendung nicht befriedigend lösbar ist. 3 Bei gewerblichen Einkünften: ermäßigte Einkommensteuer gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 1, 2 EStG. 4 Steuertarife für am meisten verwendete Energieerzeugnisse und übliche Verwendungszwecke. Es gibt weitere von der Eigenschaft (z. B. verbleit, verschwefelt) und vom Verwendungszweck (z. B. gewerblicher Einsatz) abhängige Steuertarife. 5 Vom 1.4.2007 bis 31.3.2011 erhöhte sich der jeweilige Steuersatz um € 1,20 je 100 cm3 für Pkw mit Selbstzündungsmotor, wenn das Fahrzeug nicht einer der Partikelminderungsstufen PM 01 und PM 0 bis PM 5 oder PMK 01 und PMK 0 bis PMK 4 entspricht. Nachrüstungen erhalten eine befristete Steuerbefreiung bei Erstzulassung bis 31.12.2006 in Höhe von € 330. In der Zeit vom 5. November 2008 bis zum 30. Juni 2009 sind Pkw von der Kraftfahrzeugsteuer für ein Jahr ab dem Tag der erstmaligen Zulassung von der Steuer befreit. Pkw, welche die Euro-5 oder Euro-6 Norm erfüllen sind für ein weiteres Jahr befreit. Die Steuerbefreiung endet spätestens am 31. Dezember 2010. 6 Getränkesteuer, Vergnügung- einschl. Kinosteuer, Hundesteuer, Jagd- und Fischereisteuer, Schankerlaubnissteuer usw. (Nicht gesondert ausgewiesen, aber im Gesamtaufkommen aller Steuern enthalten). 7 Beträge jeweils ohne Zolleinnahmen i.H.v. 4.377,6 Mio. €. Die Addition der aufgeführten Steuern (absolut und in %) ergibt eine geringere als die Summe aller vereinnahmten Steuern. Die Differenz wird hauptsächlich dadurch hervorgerufen, dass in den letzten Jahren Steuern aufgehoben wurden und folglich in der Liste nicht mehr erscheinen, die aber, beispielsweise durch späte Veranlagung oder Nachzahlung, noch kassenmäßige Einnahmen erbringen. Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Hrsg., Steuern von A bis Z, Berlin 2011. Vahlens Handbücher – Zimmermann/Henke/Broer – Finanzwissenschaft (11. Aufl.) – Herst. Frau Deuringer Stand: 14.09.2012 Status: Druckdaten Seite 198 4. Kapitel: Die Staatsfinanzierung198 Fragen zum 4. Kapitel Zu Teil A: 1. Wie beurteilen Sie die Anwendungsmöglichkeiten einer totalen marktmäßigen Äquivalenz? 2. Welche Argumente sprechen für eine verstärkte Anwendung der Entgeltfinanzierung? 3. Was spricht für das Abgabeprinzip der kostenmäßigen Äquivalenz der Finanzierung öffentlicher Ausgaben? 4. Inwiefern können auch öffentliche Erwerbseinkünfte den Charakter von Gebühren oder Beiträgen annehmen? 5. Wie würden Sie die als zu stark angesehene Benutzung eines Sees mit Motorbooten über Entgelte beeinflussen? 6. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen dem Umfang der Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten und der finanziellen Leistungsfähigkeit. 7. Halten Sie das Einkommen für einen geeigneten Indikator der steuerlichen Leistungsfähigkeit? 8 Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Nutzenverlauf und Einkommensteuertarif. 9. Wodurch unterscheiden sich die drei Varianten des Opferprinzips? 10. Welches ist der Grundgedanke des Familienlastenausgleichs, und wie sieht das sog. Vollsplitting aus? 11. Wie beurteilen Sie die „Leistungsfähigkeit des Leistungsfähigkeitsprinzips“? 12. Welche drei grundsätzlichen Möglichkeiten der Ehegattenbesteuerung gibt es? 13. Worin liegt der Unterschied zwischen einem Freibetrag und einer Freigrenze? Zu Teil B: 1. Welche Möglichkeiten einer Besteuerung lassen sich im Bereich der Einkommensentstehung unterscheiden? 2. Inwiefern lässt sich eine besondere Besteuerung der Unternehmen rechtfertigen? 3. Wodurch unterscheidet sich eine persönliche Ausgabensteuer von einer Umsatzsteuer? 4. Erklären Sie an der Tab. 4.3 die Wirkungsweise einer Brutto- und einer Nettoumsatzsteuer. 5. Skizzieren Sie die Möglichkeiten einer Vermögensbesteuerung. 6. Welche Grenzen sind einer Erhöhung der Einkommensteuer gesetzt? 7. Anhand welcher Kriterien würden Sie einen Vergleich zwischen der Einkommensund Verbrauchsbesteuerung vornehmen? 8. Worin unterscheidet sich eine Flat-Tax von einem direkt progressiven Tarif. 9. Wie ist eine Flat-Tax unter Gerechtigkeitsaspekten und im Lichte der Opfertheorien zu beurteilen? 10. Erläutern Sie mittels eines Beispiels das Problem der sog. kalten Progression. Wie kann dieses Problem gelöst werden? 11. Was ist damit gemeint, wenn bestimmte Einnahmen (z. B. Elterngeld) steuerfrei sind, aber dem Progressionsvorbehalt unterliegen? Zu Teil C: 1. Welche Rolle spielen die Sozialabgaben in der Bundesrepublik Deutschland?

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References

Zusammenfassung

Das Standardwerk zur Finanzwissenschaft.

Finanzwissenschaft kompakt

Dieses Lehrbuch verschafft einen gezielten Überblick über die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben

– der EU,

– des Bundes,

– der Länder und Gemeinden

sowie der verschiedenen Zweige der Sozialversicherung. Wissenschaftlich fundiert bringt das Werk die spannende Thematik einer Ausbalancierung zwischen privatem und öffentlichem Sektor näher.

Die 11. Auflage

berücksichtigt die vielfältigen aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen, u.a. die Staatsschuldenkrise der Euro-Staaten sowie das Problem der »kalten Progression«.