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6.5 Fragen und Aufgaben in:

Marcus Oehlrich

Betriebswirtschaftslehre, page 440 - 454

Eine Einführung am Businessplan-Prozess

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4545-9, ISBN online: 978-3-8006-4546-6, https://doi.org/10.15358/9783800645466_440

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428 6 Rechnungswesen rungsstruktur bildet hiefür den Ausgangspunkt. In diesem Zusammenhang wird aufgelistet, wann und in welchem Umfang dem Unternehmen Eigen-, Fremdkapital oder sonstige Fördermittel zugeführt werden und wer als Kapitalgeber in Frage kommt. Die Positionen innerhalb der Gliederung orientieren sich dabei einerseits nach Eigen- und Fremdkapital, andererseits aber auch nach der Dauer der Kapitalverfügung. Der Zeitpunkt der Kapitalbereitstellung sollte mit der im Finanzbedarfsplan bestimmten Verwendung übereinstimmen. Mithilfe der in der Finanzierungstheorie beschriebenen Regelungen (goldene Finanzierungsregel und goldene Bilanzregel), ist es dann möglich zu entscheiden, welcher Bedarf mit welchen Mitteln gedeckt wird. 6.5 Fragen und Aufgaben Aufgabe 6-1: Multiple-Choice-Fragen Wählen Sie bei den folgenden Multiple-Choice-Fragen die jeweils richtigen Antworten aus. (1) Das betriebliche Rechnungswesen beinhaltet … a) das externe und interne Rechnungswesen. b) die Planungsrechnung. c) die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. d) die betriebliche Statistik und Vergleichsrechnung. (2) Der Businessplan … a) gibt in finanzieller Hinsicht nur die grobe Richtung vor. b) besteht aus Geschäftsmodell und Finanzmodell. c) besteht aus Geschäftsmodell und Ertragsmodell. d) enthält eine detaillierte Finanzplanung. (3) Eine Abschreibung einer betrieblich genutzten Maschine ist … a) eine Auszahlung. b) eine Ausgabe. c) ein Aufwand. d) Kosten. (4) Eine Abschreibung … a) hat die Aufgabe, die Wertminderung als Aufwand in der GuV zu berücksichtigen. b) verändert den Wertansatz in der Bilanz. c) ist nur als zeitproportionale Abschreibung zulässig. d) wird bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in der Regel als außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. (5) Die leistungsproportionale Abschreibung eignet sich zur Abschreibung von … a) Gebäuden. b) Lastkraftwagen. c) Maschinen. d) Maschinen, die einem schnellen technischen Fortschritt unterliegen. (6) Für Vermögensgegenstände, die einer schnellen technischen Alterung unterliegen, eignet sich die … a) degressive Abschreibung. OehlrichBWL.pdf 452 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 429 b) progressive Abschreibung. c) lineare Abschreibung. d) Substanzwertabschreibung. (7) Rückstellungen … a) können nach § 249 HGB gebildet werden für ungewisse Verbindlichkeiten und als Aufwandsrückstellungen. b) dürfen nur in der Bilanz einer Kapitalgesellschaft ausgewiesen werden. c) dienen dem Gläubigerschutz. d) führen im Jahr der Bildung der Rückstellung zur Antizipation von Aufwand. (8) Zusatzkosten sind etwa … a) der kalkulatorische Unternehmerlohn. b) Steuerberateraufwendungen. c) die „fiktive“ Miete für Räume, die der Unternehmenseigner kostenlos für betriebliche Zwecke zur Verfügung stellt. d) plötzliche Lohnsteigerungen. (9) Der handelsrechtliche Jahresabschluss … a) wird auch als Bilanz bezeichnet. b) umfasst mindestens die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. c) dient dem Schutz der Jahresabschlussadressaten. d) ist Bemessungsgrundlage für die Besteuerung. (10) Der handelsrechtliche Jahresabschluss … a) hat rein informative Funktion, da er die Ergebnisse des Wirtschaftens in der vergangenen Periode abbilden soll. b) dient der Bemessung der Ausschüttung an die Eigenkapitalgeber. c) vernachlässigt aufgrund der Zahlungsbemessungsfunktion den Gläubigerschutz. d) dient aufgrund der Zahlungsbemessungsfunktion dem Gläubigerschutz. (11) Kleine Kapitalgesellschaften … a) müssen keinen handelsrechtlichen Jahresabschluss erstellen. b) müssen den Jahresabschluss nicht von einem Wirtschaftsprüfer prüfen lassen. c) müssen keinen Lagebericht erstellen. d) dürfen die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung in vereinfachter Form erstellen. (12) Eine kleine Kapitalgesellschaft … a) hat den Jahresabschluss innerhalb von 3 Monaten aufzustellen und innerhalb von 6 Monaten zu veröffentlichen. b) hat den Jahresabschluss innerhalb von 6 Monaten aufzustellen und innerhalb von 9 Monaten zu veröffentlichen. c) hat den Jahresabschluss innerhalb von 6 Monaten aufzustellen und innerhalb von 12 Monaten zu veröffentlichen. d) hat den Jahresabschluss innerhalb von 6 Monaten zu veröffentlichen und innerhalb von 12 Monaten aufzustellen. (13) Das Inventar … a) hat jeder Kaufmann zu erstellen. b) gibt alle Vermögensgegenstände und Schulden art- und mengenmäßig an. OehlrichBWL.pdf 453 29.01.2013 08:18:36 430 6 Rechnungswesen c) gibt alle Vermögensgegenstände und Schulden art-, mengen- und wertmäßig an. d) fasst z.B. alle Fahrzeuge unter der Position „Fuhrpark“ zusammen. (14) Die Bilanz … a) zeigt auf der Aktivseite die Mittelherkunft und auf der Passivseite die Mittelverwendung an. b) unterscheidet auf der Aktivseite zwischen Anlage- und Umlaufvermögen. c) zeigt an, ob eine Kapitalgesellschaft evtl. überschuldet ist und damit ein Insolvenzantrag gestellt werden muss. d) fasst z.B. alle Fahrzeuge unter der Position „Fuhrpark“ zusammen. (15) Überschuldung … a) liegt vor, wenn das Fremdkapital das Eigenkapital übersteigt. b) liegt vor, wenn das Eigenkapital auf der Aktivseite der Bilanz erscheint. c) macht bei einer Personengesellschaft einen Insolvenzantrag notwendig. d) macht bei einer juristischen Person einen Insolvenzantrag notwendig. (16) Das Umlaufvermögen … a) enthält alle Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen langfristig dienen sollen. b) beinhaltet etwa die Vorräte. c) enthält niemals Fahrzeuge, da diese zwingend in die Position „Fuhrpark“ im Anlagevermögen gehören. d) beinhaltet auch Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. (17) Das Eigenkapital dient … a) bei Kapitalgesellschaften als Haftungsobergrenze. b) der Sicherung der Zahlungsfähigkeit. c) als Verlustauffangpotential. d) der Messung des Shareholder Values. (18) Die Gewinn- und Verlustrechnung einer Kapitalgesellschaft … a) folgt dem Gliederungsschema nach § 275 HGB. b) kann nach dem Umsatzkosten- oder dem Gesamtkostenverfahren erstellt werden. c) ist in Kontoform zu erstellen. d) führt Einnahmen und Ausgaben auf. (19) Der Jahreserfolg in der GuV einer Kapitalgesellschaft … a) wird als Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag bezeichnet. b) wird nach Ertragssteuern ausgewiesen. c) wird für kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften nach dem identischen Gliederungsschema erstellt. d) wird auch als Cash Flow bezeichnet. (20) Die Kapitalflussrechnung … a) stellt Einzahlungen und Auszahlungen gegenüber. b) ist für alle Kapitalgesellschaften Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses. c) bildet die Finanzlage des Unternehmens ab. d) muss zwingend einen positiven Cash Flow ergeben, da dieser als Position „Liquide Mittel“ in die Bilanz übertragen wird. OehlrichBWL.pdf 454 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 431 (21) Ein negativer Gesamt-Cash Flow … a) führt zwangsläufig zur Insolvenz. b) verringert den Endbestand liquider Mittel. c) darf nicht größer sein als der Anfangsbestand liquider Mittel. d) darf nicht größer sein als der Gewinn. (22) Der Konzenabschluss … a) ersetzt den Einzelabschluss. b) ist der konsolidierte Jahresabschluss für die Posten der Einzelabschlüsse aller Unternehmen, die unter der einheitlichen Leitung oder unter dem beherrschenden Einfluss des Mutterunternehmens stehen. c) ist für kapitalmarktorientierte Unternehmen zwingend nach IFRS statt nach dem HGB aufzustellen. d) verlangt eine Vollkonsolidierung aller Einzelabschlüsse. (23) Die Bilanzanalyse … a) gehört zum Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses. b) wird notwendig u.a. wegen der Möglichkeit der Bilanzpolitik und der Vielzahl von internationalen Rechnungslegungsstandards. c) erfolgt ausschließlich anhand der Bilanz. d) ist nur für interne Entscheidungsträger von Bedeutung. (24) Die Gesamtkapitalrentabilität … a) wird auch als Return on Investment bezeichnet. b) errechnet sich als Gesamtkapital/EBIT. c) kann als Spitzenkennzahl eines Kennzahlensystems verwendet werden. d) errechnet sich als Umsatzrentabiltät × Kapitalumschlag. (25) Die Kostenrechnung … a) ist eine vergangenheitsbezogene, pagatorische Rechnung. b) dient Planungs-, Steuerungs- und Kontrollzwecken. c) ist eine kurzfristige Vorteilhaftigkeitsrechnung bei gegebenen Kapazitäten. d) ersetzt die Investitionsrechnung bei der Prüfung der Vorteilhaftigkeit von Kapazitätsänderungen. (26) Einzelkosten … a) sind immer variable Kosten. b) können einem Kalkulationsobjekt direkt zugeordnet werden; sie können aber auch als unechte Gemeinkosten verrechnet werden. c) werden auch als sprungfixe Kosten bezeichnet. d) sind von der Ausbringungsmenge unabhängig. (27) Variable Kosten … a) sind immer Einzelkosten. b) sind von der Ausbringungsmenge unabhängig. c) werden auch als primäre Kosten bezeichnet. d) sind etwa die verbrauchsabhängigen Stromkosten. (28) Die Gesamtkostenfunktion K = 10x + 50 … a) führt zu variablen Stückkosten in Höhe von 10. b) führt zu variablen Stückkosten in Höhe von 50. OehlrichBWL.pdf 455 29.01.2013 08:18:36 432 6 Rechnungswesen c) hat bei einer Ausbringungsmenge von 10 Durchschnittskosten in Höhe von 15. d) hat einen proportionalen Gesamtkostenverlauf mit Fixkostenblock. (29) Die Kostenartenrechnung … a) baut auf der Kostenstellenrechnung auf. b) baut auf der Gewinn- und Verlustrechnung auf. c) geht der Frage nach, wo die Kosten angefallen sind. d) spaltet die Kosten in Einzelkosten und Gemeinkosten auf. (30) Der Materialverbrauch … a) wird bei der Inventurmethode ermittelt nach der Gleichung Verbrauch = Anfangsbe-stand + Zugang – Endbestand. b) wird bei der Skontrationsmethode statistisch geschätzt. c) wird bei der Rückrechnung als planmäßiger Materialverbrauch bei ordentlicher Wirtschaftsführung ermittelt. d) kann anhand mehrerer Verfahren parallel ermittelt werden, um die Ursachen für Abweichungen aufdecken zu können. (31) Die verbrauchten Vorräte … a) werden mit der Hifo-Methode zunächst mit höheren Werten belegt. b) werden mit der Lifo-Methode immer zunächst mit höheren Werten belegt. c) werden mit der Lofo-Methode zunächst mit niedrigeren Werten belegt. d) werden mit der Fifo-Methode bei steigenden Wiederbeschaffungskosten zunächst mit höheren Werten belegt. (32) Kalkulatorische Zinsen … a) stellen immer Einzelkosten dar. b) beinhalten neben den Fremdkapitalzinsen auch kalkulatorische Eigenkapitalzinsen. c) sind in der Regel variable Kosten. d) werden auf Basis des zinsberechtigten betriebsnotwendigen Kapitals ermittelt. (33) Der kalkulatorische Unternehmerlohn … a) dient der Steuerersparnis. b) ist Voraussetzung für die Auszahlung des Unternehmergehalts. c) ist zur Ermittlung der Preisuntergrenze notwendig. d) ist eine vom HGB gesetzlich vorgeschriebene Größe. (34) Eine Kostenstelle … a) besteht nur aus einem Mitarbeiter. b) besteht nur aus einem Raum. c) wird üblicherweise nach dem Ort der Kostenentstehung, den betrieblichen Funktionen und der Verantwortungsbereichungen gebildet. d) darf nur Einzelkosten beinhalten. (35) Hilfskostenstellen … a) tragen unmittelbar zur betrieblichen Leistungserstellung bei. b) führen zu primären Gemeinkosten, die auf andere Hilfs- und Hauptkostenstellen umgelegt werden müssen. c) tragen nach Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung nur noch Gemeinkosten. d) sind etwa Kantine, Arbeitsvorbereitung oder Reparaturstelle. OehlrichBWL.pdf 456 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 433 (36) Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung … a) nach dem mathematischen Gleichungsverfahren führt immer zu einer exakten Abbildung des innerbetrieblichen Leistungsaustausches. b) nach dem Stufenleiterverfahren führt nur bei einseitigem Leistungsaustausch zu exakten Ergebnissen. c) nach dem Anbauverfahren führt nur bei einseitigem Leistungsaustausch zu exakten Ergebnissen. d) wird im Rahmen der Kostenartenrechnung durchgeführt. (37) Im Betriebsabrechnungsbogen … a) werden die Hauptkostenstellen vor den Hilfskostenstellen abgerechnet. b) sind sowohl für die Haupt- als auch für die Hilfskostenstellen die primären Gemeinkosten und die abgegebenen bzw. empfangenden Leistungseinheiten aufgeführt. c) verbleiben nach Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung Gemeinkosten nur noch bei den Hauptkostenstellen. d) werden zunächst die Hilfskostenstellen untereinander und dann die Hauptkostenstellen abgerechnet. (38) Die einstufige Divisionskalkulation ist anwendbar … a) bei Serienfertigung. b) bei Massenfertigung. c) im Einproduktunternehmen. d) wenn keine Lagerbestandsveränderungen vorliegen. (39) Die Äquivalenzziffernkalkulation … a) ist anwendbar bei Sortenfertigung. b) ist anwendbar bei Massenfertigung. c) unterscheidet zwischen Einzel- und Gemeinkosten. d) setzt voraus, dass alle Produkte in der gleichen Menge hergestellt werden. (40) Die differenzierende Zuschlagskalkulation … a) ist Bestandteil der Kostenartenrechnung. b) ist Bestandteil der Kostenträgerstückrechnung. c) berechnet Zuschlagssätze auf Basis der jeweiligen Einzelkosten bzw. der Herstellkosten. d) berechnet den Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz auf Basis der Vertriebseinzelkosten. (41) Die Herstellkosten umfassen … a) die Fertigungsgemeinkosten. b) die Sondereinzelkosten der Fertigung. c) die Sondereinzelkosten des Vertriebs. d) die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten. (42) Die Teilkostenrechnung … a) soll dem in der Vollkostenrechnung auftretenden Problem der Gemeinkostenschlüsselung und Fixkostenproportionalisierung abhelfen. b) ist der Vollkostenrechnung immer überlegen. c) ist nur möglich auf Basis von variablen Kosten. d) ist möglich auf Basis variabler Kosten bzw. relativer Einzelkosten. OehlrichBWL.pdf 457 29.01.2013 08:18:36 434 6 Rechnungswesen (43) Der Deckungsbeitrag … a) ist die Differenz zwischen Preis und variablen Kosten. b) ist die Differenz zwischen Preis und Fixkosten. c) kann als Stückdeckungsbeitrag und als Gesamtdeckungsbeitrag ermittelt werden. d) wird auch als Break-Even bezeichnet. Aufgabe 6-2: Verständnisfragen Beantworten Sie die folgenden Fragen: (1) Welche Aufgaben hat das Rechnungswesen? (2) Welche Teilgebiete des Rechnungswesens kennen Sie? (3) Worin unterscheiden sich Bestandsgrößen von Stromgrößen? (4) Wie sind die Begriffe Einzahlung, Auszahlung, Einnahme, Ausgabe, Ertrag, Aufwand, Leistung und Kosten definiert? (5) Was versteht man unter Zusatzkosten und Anderskosten? (6) Wer hat aus welchem Grund Interesse am Jahresabschluss? (7) Welche Aufgaben hat der Jahresabschluss? (8) Was sind die Bestandteile des Jahresabschlusses einer Kapitalgesellschaft? (9) Wie sind die Fristen für die Aufstellung und die Feststellung des Jahresabschlusses? (10) Was ist der Unterschied zwischen Inventar und Inventur? (11) Worin unterscheidet sich das Inventar von der Bilanz? (12) Was sind die wichtigsten Bilanzpositionen der Aktivseite und der Passivseite? (13) Wie sind die Begriffe Anlagevermögen und Umlaufvermögen definiert? (14) Was sind die Bestandteile des immateriellen Vermögens in der Bilanz? (15) Was ist der Unterschied zwischen Sachanlagen und Finanzanlagen? (16) Was ist das Umlaufvermögen? (17) Was sind die Bestandteile der Bilanzposition „liquide Mittel“? (18) Was versteht man unter Eigenkapital? (19) Welche Positionen finden sich im Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft? (20) Wie wird der Jahresüberschuss und darauf aufbauend der Bilanzgewinn ermittelt? (21) Was versteht man unter der „Passivierungspflicht“? (22) Wie sind das Gesamtkostenverfahren und das Umsatzkostenverfahren aufgebaut? (23) Was schränkt die Aussagefähigkeit des Jahresabschlusses ein? (24) Was versteht man unter dem dreistufigen Aufbau der Kostenrechnung? Welche Ziele und Aussagefähigkeit haben die jeweiligen Stufen? (25) Welche drei Verfahren zur Ermittlung der Verbrauchsmengen kennen Sie? (26) Was ist der Unterschied zwischen Fifo-Methode, Lifo-Methode bzw. Hifo-Methode? (27) Welches sind die vier Abschreibungsmethoden? (28) Was ist die Zielsetzung von kalkulatorischen Abschreibungen? (29) Welche weiteren kalkulatorischen Kostenarten gibt es? (30) Was sind die Kriterien für die Bildung von Kostenstellen? (31) Was ist der Unterschied zwischen Hilfs- und Hauptkostenstellen? (32) Was sind die Verfahren zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung? (33) Erläutern Sie anhand von Beispielen die drei Kalkulationsverfahren der Kostenträgerstückrechnung. (34) Was sind die Aufgaben der Kostenträgerzeitrechnung? (35) Was ist der Unterschied zwischen dem Gesamtkostenverfahren und dem Umsatzkostenverfahren? OehlrichBWL.pdf 458 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 435 (36) Nehmen Sie zur Problematik der Gemeinkostenschlüsselung Stellung. (37) Die Fixkostenproportionalisierung ist eine Fiktion, weil … (38) Stellen Sie das System des Direct Costing dar. (39) Erklären Sie das Wesen der Break-Even-Analyse. Aufgabe 6-3: Liquidität Was verstehen Sie unter der Liquidität eines Unternehmens? Erläutern Sie anhand eines kurzen Beispiels, warum neu gegründete Unternehmen oft auch bei einem „prächtigen“ Gewinnausweis nicht in der Lage sind, auch nur einen geringen Teil des Gewinns an die Anteilseigner auszuschütten. Gehen Sie dabei insbesondere darauf ein, in welcher Form sich die erforderlichen Investitionen auf Gewinn und Liquidität auswirken. Aufgabe 6-4: Bilanz Ein Unternehmen weist am 31.12. die folgenden Vermögensgegenstände auf: Ein bebautes Grundstück 300 000 Euro, Hypothekenschulden 240 000 Euro, Bankguthaben 22 000 Euro, Waren 160 000 Euro, erworbene Patentrechte 60 000 Euro, Darlehensverbindlichkeiten 350 000 Euro, Forderungen a. LL 26 500 Euro, Postbankguthaben 1000 Euro, Wertpapiere des Anlagevermögens 30 000 Euro, Fuhrpark 37 000 Euro, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42 500 Euro, Beteiligung an der XY-AG 20 000 Euro, Maschinen 115 000 Euro, Lieferantenverbindlichkeiten 75 000 Euro, Kasse 11 000 Euro. a) Erstellen Sie die Bilanz in Anlehnung an das gesetzlich vorgeschriebene Schema (§ 266 HGB). b) Wie hoch sind Bilanzsumme und Eigenkapital? c) Welche Mittel werden zur Finanzierung der Unternehmenstätigkeit eingesetzt? Kann aufgrund der Vorlage der Bilanz die Finanzierung einzelner Vermögensgegenstände beurteilt werden? Aufgabe 6-5: Abschreibungen Die Anschaffungskosten einer Spezialfräsmaschine belaufen sich auf 59 500 Euro inkl. 19% MwSt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird vom Hersteller mit 5 Jahren angegeben. Erstellen Sie einen Abschreibungsplan, bei dem die Fräsmaschine am Ende der Nutzungsdauer einen Restwert von 10 000 Euro aufweist. Wenden Sie dabei das lineare Abschreibungsverfahren an. Aufgabe 6-6: Bilanz Die Bad Homburger Industrie GmbH besitzt am 1. Januar des Geschäftsjahres die folgenden Anfangsbestände (alle Werte in Euro): Gebäude 310 000 Technische Anlagen 170 000 Rohstoffe 30 000 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35 000 Kasse 5 000 Bank 55 000 Darlehensschulden 20 000 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46 000 Eigenkapital ? OehlrichBWL.pdf 459 29.01.2013 08:18:36 436 6 Rechnungswesen a) Erstellen Sie eine Eröffnungsbilanz. Verwenden Sie dabei das vereinfachte gesetzliche Gliederungsschema. b) Erstellen Sie eine Schlussbilanz, indem Sie die folgenden Geschäftsvorfälle des laufenden Jahres berücksichtigen: Banküberweisung an den Lieferanten: 11 300 Kauf von Rohstoffen auf Ziel: 7 200 Teilrückzahlung einer Darlehensschuld durch Banküberweisung: 5 000 Kunde überweist Rechnungsbetrag auf das Bankkonto: 5 200 Bareinzahlung aus der Kasse des Unternehmens auf das eigene Bankkonto: 2 200 c) Was versteht man unter der Bilanzposition „immaterielle Vermögensgegenstände“? Welche Einschränkungen bestehen für die Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände nach dem deutschen Recht? Aufgabe 6-7: Bilanz Die Neue Film AG mit einem Grundkapital von 15 Mio. Euro hat am 1.1.2008 die folgenden Bilanzwerte: Liquide Mittel: 20 Mio. Euro Warenbestand: 60 Mio. Euro Verbindlichkeiten: 30 Mio. Euro Ebenso konnten aus den Gewinnen der Vorjahre Rücklagen in nennenswerter Höhe gebildet werden. a) Erstellen Sie auf Basis dieser Angaben eine Eröffnungsbilanz zum 1.1.2008. b) Erstellen Sie eine Schlussbilanz, indem Sie die folgenden Geschäftsvorfälle des Jahres 2008 berücksichtigen. Von dem Warenbestand wurden zwei Drittel verkauft. Die Zahlungsbedingungen waren: Zahlung im Dezember 2008: 30 Mio. Euro Zahlung im Januar 2009: 20 Mio. Euro Im Dezember wurden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Wert von 4 Mio. Euro eingekauft und vollständig bezahlt. Davon wurde 2008 aber nur die Hälfte verbraucht. c) Was versteht man unter der Bilanzposition „immaterielle Vermögensgegenstände“? Nennen Sie dabei auch vier Typen von immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgabe 6-8: Stromgrößen Ihr Buchhalter legt Ihnen die folgenden Geschäftsvorfälle vor. Geben Sie jeweils entsprechend dem dargestellten Muster an, inwieweit diese Geschäftsvorfälle heute mit Ein- und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben, Erträgen und Aufwendungen bzw. Leistungen und Kosten verbunden sind. Ermitteln Sie die Jahressalden und kommentieren Sie kurz etwaige Unterschiede in den Jahressalden. Beispiel (s. Tabelle): Ein Kunde begleicht eine offene Rechnung über 13 000 Euro durch Banküberweisung (nur Einzahlung). Berücksichtigen Sie das Beispiel nicht bei der Berechnung. (1) Verkauf einer gebrauchten Maschine (Buchwert: 60 000 Euro) für 40 000 Euro gegen Barzahlung. (2) Zulässige bilanzielle Neubewertung eines auf 30 000 Euro abgeschriebenen Gebäudes mit 40 000 Euro. OehlrichBWL.pdf 460 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 437 (3) Ein Kunde bezahlt 1000 Euro für Waren, die er vor zwei Monaten auf Ziel gekauft hat. (4) Barzahlung (6000 Euro) einer notwendigen Reparatur eines betrieblichen Heizungssystems. (5) Verkauf von Waren (Buchwert: 8000 Euro) für 10 000 Euro auf Ziel. (6) Eingang von Schuldnerzinsen in Höhe von 1000 Euro auf ein Girokonto. (7) Eintragung der Erhöhung der Einlage eines Kommanditisten um 10 000 Euro ins Handelsregister. Die sofortige Einzahlung hierauf beträgt 5000 Euro. (8) Weihnachten: Spende an Brot für die Welt im Wert von 1000 Euro. (9) Barentnahme aus der Kasse in Höhe von 5000 Euro für private Zwecke. (10) Eine Maschine (Buchwert: 2000 Euro) wird für 2000 Euro verkauft. Dem Kunden wird ein Zahlungsziel von 3 Monaten eingeräumt, das er ausnutzt. (11) Aufgrund eines Totalschadens wird ein Firmenwagen (Buchwert: 10 000 Euro) nach einer aufwendigen Reparatur auf 3000 Euro abgeschrieben. Die Reparaturkostenrechnung über 3500 Euro wurde noch nicht bezahlt. (12) Verbrauch von Rohstoffen aus dem Lager laut Materialentnahmeschein im Wert von 15 000 Euro. (13) Tilgung einer Darlehensschuld (20 000 Euro) durch Banküberweisung. Aufgabe 6-9: Stromgrößen Geben Sie jeweils entsprechend der vorigen Aufgabe an, inwieweit die folgenden Geschäftsvorfälle heute mit Ein- und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben, Erträgen Geschäftsvorfall Einzahlung + Auszahlung – Einnahme + Ausgabe – Ertrag + Aufwand – Leistung + Kosten – Beispiel + 13 000 Euro 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Jahressaldo OehlrichBWL.pdf 461 29.01.2013 08:18:36 438 6 Rechnungswesen und Aufwendungen bzw. Leistungen und Kosten verbunden sind. Ermitteln Sie die Jahressalden und kommentieren Sie kurz etwaige Unterschiede in den Jahressalden. (1) Wir schreiben Forderungen im Buchwert von 500 Euro ab, weil die Schuldner offensichtlich zahlungsunfähig sind. (2) Der Betrieb kauft auf Ziel einen neuen LKW für 150 000 Euro. (3) Der im Vorjahr gekaufte Computer mit einem Buchwert in Höhe von 1000 Euro ist defekt und wird für 100 Euro an einen Schrotthändler verkauft. (4) Sie verkaufen eine auf 1500 Euro abgeschriebene Maschine für 1000 Euro bar. (5) Sie verkaufen aus den Vorräten einen mit 1500 Euro bewerteten Gegenstand für 1800 Euro. (6) Der Betrieb überweist dem DRK eine Spende von 200 Euro. (7) Sie verkaufen aus den Vorräten einen mit 1000 Euro bewerteten Gegenstand für 1800 Euro. (8) Ein Lieferant verzichtet auf Forderungen im Wert von 500 Euro. (9) Der Betrieb kauft gegen bar einen neuen LKW für 150 000 Euro. (10) Auf den im Vorjahr gekauften Computer wird eine planmäßige Abschreibung in Höhe von 1000 Euro vorgenommen. (11) Sie verkaufen eine auf 1500 Euro abgeschriebene Maschine auf Ziel für 1000 Euro aufgrund einer Betriebsaufgabe. (12) Sie verkaufen aus den Vorräten einen mit 1500 Euro bewerteten Gegenstand für 1800 Euro (13) Sie verkaufen aus den Vorräten einen mit 2000 Euro bewerteten Gegenstand für 1800 Euro Aufgabe 6-10:15 Stromgrößen Folgende Geschäftsvorfälle treten während des Monats März auf. Ermitteln Sie mit Hilfe einer Tabelle die Höhe der Auszahlungen, Ausgaben, Aufwendungen, Kosten, Einzahlungen, Einnahmen, Erträge und Leistungen für den Monat März sowie die Veränderungen der entsprechenden Bestandsgrößen (alle Werte in Euro): (1) Anlieferung von 3000 kg des Rohstoffs X zu 8 Euro/kg. (2) Barverkauf von im März produzierten Waren im Werte von 12 000. (3) Überweisung der Löhne und Gehälter für März von 16 700 sowie einer Nachzahlung für Februar in Höhe von 3300. (4) Gutschrift von 25 000 auf dem Bankkonto. Sie stammen vom Kunden C, der für diesen Betrag im Januar Waren bezogen hatte. (5) Verkauf einer gebrauchten Maschine für 6800 auf Ziel. Der Verkaufspreis liegt 1800 über dem bilanziellen Buchwert. (6) Mahnung des Lieferanten des Rohstoffs X. Die Geschäftsleitung entscheidet, Mitte April zu überweisen. (7) Barkauf von Kleinmaterial im Wert von 5000. (8) Eingang einer Rechnung über 900 des Steuerberaters, der Anfang März ein Gutachten zur geplanten Umwandlung des Einzelunternehmens in eine GmbH angefertigt hatte. 15 Quelle: Haberstock, L., Kostenrechnung I, 9. Aufl., Hamburg, 1997, S. 197f. OehlrichBWL.pdf 462 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 439 (9) Versand und Inrechnungstellung von im März produzierten Waren im Wert von 48 500 an Großabnehmer G, der diese im Januar mit 40 000 angezahlt hatte. Der Rest wird im März mit Scheck beglichen. (10) Spende an die Kirchengemeinde von 300 in bar. (11) Für den Firmeninhaber wird kalkulatorischer Unternehmerlohn in Höhe von 8000 pro Monat verrechnet. (12) Außerdem fallen im März sonstige Kosten in Höhe von 11 000 an, die zugleich Aufwand sind, aber nicht in diesem Monat zu Ausgaben und Auszahlungen führen. (13) Die Finanzbuchhaltung (Lagerbuchhaltung) gibt folgende wertmäßigen Inventur- Endbestände (Anfangsbestände in Klammern) an: Rohstoff X = 14 000 (2 000) Kleinmaterial = 1 000 (2 000) Waren = 45 000 (30 000) Abweichend von den obigen bilanziellen Werten werden für die Warenbestände aufgrund des anteilig enthaltenen kalkulatorischen Unternehmerlohns für Zwecke der Betriebsergebnisrechnung (kurzfristigen Erfolgsrechnung) 50 000 (32 000) angesetzt. Aufgabe 6-11: Liquiditätsplan Für die Beantragung eines Bankkredits benötigt einer Ihrer Kommilitonen dringend einen Liquiditätsplan. Er bittet Sie, mit den nachfolgenden Angaben einen Liquiditätsplan für die ersten beiden Monate seiner Geschäftstätigkeit zu erstellen. Kommentieren Sie kurz Ihr Ergebnis und erklären Sie ihm, warum die Bank einen Liquiditätsplan von ihm verlangt. Einmalige Investitionen: Im ersten Monat wird eine Büroausstattung für insgesamt 20 000 Euro angeschafft; die PC-Ausstattung kostet ca. 9000 Euro. Mit dem Verkäufer der PC-Ausstattung wurde eine Ratenzahlung vereinbart, als Anzahlung werden sofort 3000 Euro fällig; der Rest ist in monatlichen Raten zu 600 Euro fällig – beginnend mit dem nächsten Monat. Die Ausstattung der Werkstatt mit den benötigten Gerätschaften kostet ca. 100 000 Euro. Laufende Auszahlungen: Das Büro hat eine Fläche von 100 qm zu einem Mietpreis von 16 Euro/qm. Die angrenzende Werkstatt mit einer Fläche von 35 qm wird zu einem Quadratmeterpreis von 10 Euro angemietet. Drei Pkw-Stellplätze kosten pro Monat zusammen 180 Euro. An laufenden Bürokosten ist pro Monat eine Summe von 1000 Euro zu veranschlagen. Die Telefonanlage wird von der Telekom für 10 Jahre gemietet und kostet monatlich 150 Euro. Der Kopierer, das Faxgerät und ein für den Verkauf notwendiges Videogerät werden für zusammen 200 Euro pro Monat geleast. Der Leasingvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren. An Kleinteilen werden pro Monat durchschnittlich ca. 1500 Euro benötigt, die in jedem Monat zu berücksichtigen sind, egal wie hoch der Absatz ist. In der ersten Phase wird an Personal eine Sekretärin benötigt. Glücklicherweise hat die Freundin des Existenzgründers eine entsprechende Ausbildung. Sie verlangt einen Bruttolohn von 2500 Euro. Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage erklärt sie sich jedoch bereit, für zwei Monate auf die Auszahlung des Gehalts zu verzichten. Der Existenzgründer möchte ein Produkt anbieten, für das er folgende Absatzerwartungen besitzt: OehlrichBWL.pdf 463 29.01.2013 08:18:36 440 6 Rechnungswesen Aufgabe 6-12: Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Der folgende Betriebsabrechnungsbogen (BAB) zeigt die Daten für die innerbetriebliche Leistungsverrechnung der Ingelheimer Pharma KG. Die primären Gemeinkosten (in Euro) wurden über Schlüsselgrößen den jeweiligen Kostenstellen (KS) bereits zugerechnet. Aus dem innerbetrieblichen Leistungserstellungsprozess sind in der Tabelle für diese Kostenstellen sowohl die abgegebenen als auch die empfangenen Leistungseinheiten (LE) dargestellt. Nehmen Sie die Kostenumlage nach dem Stufenleiterverfahren vor, indem Sie zunächst die Verrechnungssätze für die Hilfskostenstelle Kraftwerk, anschließend Wasseraufbereitung und zuletzt Instandhaltung berechnen. Aufgabe 6-13: Differenzierende Zuschlagskalkulation Die MOHAG stellt unter anderem Walzmaschinen für industrielle Bleche her. Für die Kalkulation einer Walzmaschine erhalten Sie aus der Fertigungsabteilung die folgenden Daten: Angefallene Einzelkosten für die Produktion einer Walzmaschine: Fertigungsmaterial 30 000,00 Euro Fertigungslöhne 15 000,00 Euro Sondereinzelkosten der Fertigung 1 500,00 Euro Sondereinzelkosten des Vertriebs 750,00 Euro Produkt Nettomarktpreis in Euro je Stück Einkaufspreis der Komponenten in Euro je Stück Erwarteter Absatz pro Monat in Stück Primus 57,50 15,00 100 Hilfskostenstellen Kraftwerk Wasseraufbereitung Instandhaltung Primäre Gemeinkosten € 200 000 € 160 000 € 500 000 Insgesamt abgegebene LE 1 000 000 kWh 20 000 cbm 5 000 Std. Davon an Hauptkostenstellen abgegebene LE 720 000 kWh 17 000 cbm 4 500 Std. Empfangene LE von der KS Kraftwerk 100 000 kWh 80 000 kWh 100 000 kWh Empfangene LE von der KS Wasseraufbereitung 0 cbm 800 cbm 2 200 cbm Empfangene LE von der KS Instandhaltung 500 Std. 0 Std. 0 Std. OehlrichBWL.pdf 464 29.01.2013 08:18:36 6.5 Fragen und Aufgaben 441 Während des Monats März entstanden in der MOHAG folgende Gesamtkosten: Materialeinzelkosten 170 650,00 Euro Fertigungseinzelkosten 298 235,00 Euro Sondereinzelkosten der Fertigung 15 800,00 Euro Sondereinzelkosten des Vertriebs 42 325,00 Euro Materialgemeinkosten 35 000,00 Euro Fertigungsgemeinkosten 513 000,00 Euro Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten 235 300,00 Euro Kalkulieren Sie die Selbstkosten der Walzmaschine mit Hilfe der differenzierenden Zuschlagskalkulation. Aufgabe 6-14: Eigenkapital- und Gesamtkapitalrentabilität Ein Unternehmen weist zum 31.12.2013 folgende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung auf. Ermitteln Sie die Eigenkapitalrentabilität sowie die Gesamtkapitalrentabilität. Aufgabe 6-15: Kurzfristiger Finanzplan Die neu gegründete Medico AG plant für die folgenden Monate die in der Tabelle angegebenen Ein- und Auszahlungen. Eine Eigenkapitalaufnahme ist nicht möglich. Berechnen Sie die Höhe des bei der KfW auzunehmenden Existenzgründerkredits. Geben Sie zudem die Entwicklung des Schul- Aktiva Passiva Anlagevermögen 6 000 Umlaufvermögen 37 600 Gezeichnetes Kapital 24 000 Gewinn 3 600 Verbindlichkeiten 16 000 Bilanzsumme 43 600 Bilanzsumme 43 600 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse 20 000 – Materialaufwand 6 000 – Personalaufwand 9 440 – Schuldzinsen 960 = Jahresüberschuss 3 600 Monat 0 1 2 3 4 5 6 Einzahlungen 0 40 80 120 240 120 120 Auszahlungen 160 80 80 80 160 80 80 OehlrichBWL.pdf 465 29.01.2013 08:18:36 442 6 Rechnungswesen denstands an, wenn Einzahlungsüberschüsse (Cash Flows) zur Kredittilgung verwendet werden. Gehen Sie vereinfachend davon aus, dass der Kredit im ersten Jahr zinsfrei gewährt wird. Aufgabe 6-16: Umsatzrentabilität in der Praxis Recherchieren Sie im Internet die Umsatzrentabilität von einem Produktionsunternehmen, einem Dienstleister und einem Handelsunternehmen. Erklären Sie, warum die Rentabilitätszahlen unterschiedlich sind. 6.6 Literaturempfehlungen Das Standardlehrbuch zur Bilanzierung nach HGB und IFRS ist: Coenenberg, Adolf G.; Haller, Axel; Schultze, Wolfgang (2009): Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 21. Auflage, Stuttgart. Die Diskussion um die Kapitalflussrechnung wurde wesentlich durch den Arbeitskreis der Schmalenbach-Gesellschaft geprägt: Schmalenbach-Gesellschaft (1996): Finanzierungsrechnung im Konzern: Empfehlungen des Arbeitskreises „Finanzierungsrechnung“ der Schmalenbach-Gesellschaft – Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V., hrsg. von Helmut Mansch; Klaus v. Wysocki, Düsseldorf. Eine Einführung in das wertorientierte interne Rechnungswesen findet sich in: Dahmen, Andreas; Oehlrich, Marcus (2001): Controlling, 3. Auflage, München. Eine sehr gute Monographie zur Unternehmensplanung ist: Hahn, Dietger; Hungenberg, Harald (2001): PuK: Planung und Kontrolle, Planungs- und Kontrollsysteme, Planungsund Kontrollrechnung, 6. Auflage, Wiesbaden. OehlrichBWL.pdf 466 29.01.2013 08:18:36

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Zusammenfassung

Dieses Lehrbuch vermittelt eine verständliche Einführung in die Betriebswirtschaftslehre mit einem Schwerpunkt auf den Managementfunktionen. Die Besonderheit besteht darin, dass es die betriebswirtschaftlichen Funktionen nicht getrennt voneinander darstellt, sondern die Praxiszusammenhänge, z.B. zwischen der Organisation und dem Strategischen Management, deutlich macht. Dies gelingt dadurch, dass der Erstellungsprozess eines Businessplans gemeinsame Grundlage ist.

Aufbau

1. Businessplan und Business Planning

2. Geschäftsmodell, Zielsystem und Strategie

3. Analyse von Markt, Kunden und Konkurrenten

4. Gestaltung der Wertschöpfung

5. Unternehmensstruktur

6. Rechnungswesen

7. Finanzierung, Shareholder Value und Wertmanagement

8. Businessplan