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1.5 Fragen und Aufgaben in:

Marcus Oehlrich

Betriebswirtschaftslehre, page 39 - 41

Eine Einführung am Businessplan-Prozess

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4545-9, ISBN online: 978-3-8006-4546-6, https://doi.org/10.15358/9783800645466_39

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20 1 Businessplan und Business Planning notwendigen Modifikation des Produktes bzw. der Dienstleistung oder der Strategie führen können. Notwendige Veränderungen in der Planung sowie in der Umsetzung werden somit für den Gründer offensichtlich. Für die Mitarbeiter sind die im Businessplan dargestellten Bereiche nicht nur in Bezug auf ihren Arbeitsplatz von Bedeutung. Vielmehr kommt der finanziellen Beteiligung am Unternehmenserfolg eine immer größer werdende motivatorische Bedeutung zu. Der Businessplan kann dabei helfen, die Unternehmensziele zu verdeutlichen, detaillierte Informationen zur Gewinnverteilung zu geben oder auch nur als Handlungsanleitung für den täglichen Arbeitsablauf zu dienen. In Bezug auf die Anteilseigner11 hat der Businessplan eher eine kommunikative Bedeutung. Schließlich haben auf interner Ebene sowohl die Gesellschafter die Möglichkeit, durch die Veröffentlichung des Businessplans über zukünftige Planungen und Veränderungen informiert zu werden, als auch potenzielle Gesellschafter auf externer Ebene die Gelegenheit, sich über das Unternehmen zu informieren. In Anbetracht dessen ist der Businessplan Teil der Investor-Relations. 1.5 Fragen und Aufgaben Aufgabe 1-1: Multiple-Choice-Fragen Wählen Sie bei den folgenden Multiple-Choice-Fragen die jeweils richtigen Antworten aus. (1) Welche der folgenden Personengruppen gehört nicht zu den typischen Adressaten eines Businessplans? a) Banken b) Venture Capitalists c) Analysten d) eigene Unternehmensleitung e) Finanzamt (2) Welche der folgenden Aussagen ist korrekt? a) Ähnlich wie bei der Bilanz besteht eine rechtliche Verpflichtung, einen Businessplan aufzustellen. b) Ein Businessplan hilft bei der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital. c) Ein Businessplan wird ausschließlich von Wachstumsunternehmen aufgestellt. d) Der Businessplan ist nur ein Stück Papier, das der eigenen Unternehmensleitung nicht dabei hilft, bessere Entscheidungen zu treffen. (3) Welchen der folgenden Punkte beinhaltet die Executive Summary des Businessplans auf keinen Fall? a) eine Darstellung der Geschäftsidee b) eine Darstellung der Unternehmensstrategie c) die Rechts- und Beteiligungsstruktur 11 Der Begriff „Anteilseigner“ beschreibt allgemein die Eigenkapitalgeber eines Unternehmens, da sich die Begriffe „Gesellschafter“ oder „Aktionäre“ auf bestimmte Rechtsformen beziehen. OehlrichBWL.pdf 44 29.01.2013 08:18:28 1.5 Fragen und Aufgaben 21 d) Erläuterung der (geplanten) Finanzierung e) alle Unterlagen der Buchhaltung wie Rechnungskopien usw. (4) Welche der folgenden Finanzierungsquellen gehört nicht zur Innenfinanzierung? a) neue Gesellschafter bzw. Aktionäre b) Finanzierung aus Gewinnen c) Finanzierung aus Abschreibungen d) Vermögensumschichtung (5) Welche der folgenden Unternehmen sind KMU im Sinne der Definition der EU-Kommission? a) 300 Beschäftigte, 25 Mio. Euro Umsatz und 35 Mio. Euro Bilanzsumme b) 200 Beschäftigte, 25 Mio. Euro Umsatz und 35 Mio. Euro Bilanzsumme c) 200 Beschäftigte, 60 Mio. Euro Umsatz und 50 Mio. Euro Bilanzsumme d) 200 Beschäftigte, 10 Mio. Euro Umsatz und 60 Mio. Euro Bilanzsumme (6) Welche Exitkanäle ermöglichen einem Business Angel, sich von seinen Anteilen gewinnbringend zu trennen? a) Trade Sale b) Verkauf an die KfW c) Initial Public Offering d) Buy Back (7) Der Unterschied zwischen Venture Capital und Private Equity liegt … a) darin, dass Private Equity von Banken stammt. b) in der typischen Finanzierungsphase und der Höhe des zu tragenden Risikos. c) in der Tatsache, dass Venture Capital-Gesellschaften keinen Businessplan benötigen. d) in der Höhe des für den Kredit geforderten Zinssatzes. Aufgabe 1-2: Verständnisfragen Beantworten Sie die folgenden Fragen: (1) Was versteht man unter einem Businessplan? (2) Welche Adressaten von Business Plänen kennen Sie? (3) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. (4) Skizzieren Sie eine typische Gliederung für einen Businessplan. (5) Welche Bedeutung hat die sogenannte Executive Summary? (6) Nennen Sie mögliche externe Kapitalgeber für Existenzgründungen und beschreiben Sie ihre grundsätzlichen Investitionsziele und Zeithorizonte. (7) Erläutern Sie, was es mit den sogenannten Basel II-Vorschriften auf sich hat. Wenn sich diese Vorschriften an Banken richten, welche Bedeutung haben sie dann für die Unternehmen? (8) Stellt jede Emission von Aktien an der Börse einen IPO dar? (9) Warum sollte man bei allgemeinen Beschreibungen des Begriff „Anteilseigner“ statt „Aktionär“ verwenden? (10) Was versteht man unter Planung? Aufgabe 1-3: Business Angel Analysieren Sie das Google Beispiel in Kapitel 1. Welche Bedeutung kommt dem Business Angel Andreas von Bechtolsheim zu? Welche zusätzlichen finanziellen Mittel flossen Google im Zuge des IPO zu? Welcher Betrag floss den Gründern bzw. den Wagniskapitalgebern zu? OehlrichBWL.pdf 45 29.01.2013 08:18:28 22 1 Businessplan und Business Planning 1.6 Literaturempfehlungen Für einen kurzen Überblick bietet sich an: Kußmaul, Heinz (2003): Der Businessplan am Beispiel, 2. Auflage, Saarbrücken: Betriebswirtschaftliches Inst. für Steuerlehre und Entrepreneurship. Zum Management der Gründungsphase: Klandt, Heinz (2006): Gründungsmanagement: Der integrierte Unternehmensplan, 2. Auflage, München. Zum Businessplan als Dokument: Paxman, Stephan A.; Fuchs, Gerhard (2010): Der unternehmensinterne Businessplan: Neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken, präsentieren, durchsetzen, 2. Auflage, Frankfurt am Main. Die Prinzipien des wissenschaftlichen Arbeitens, die auch beim Verfassen eines Businessplans beachtet werden müssen, beschreibt: Theisen, Manuel René (2011): Wissenschaftliches Arbeiten: Technik – Methodik – Form, 15. Auflage, München. OehlrichBWL.pdf 46 29.01.2013 08:18:28

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Zusammenfassung

Dieses Lehrbuch vermittelt eine verständliche Einführung in die Betriebswirtschaftslehre mit einem Schwerpunkt auf den Managementfunktionen. Die Besonderheit besteht darin, dass es die betriebswirtschaftlichen Funktionen nicht getrennt voneinander darstellt, sondern die Praxiszusammenhänge, z.B. zwischen der Organisation und dem Strategischen Management, deutlich macht. Dies gelingt dadurch, dass der Erstellungsprozess eines Businessplans gemeinsame Grundlage ist.

Aufbau

1. Businessplan und Business Planning

2. Geschäftsmodell, Zielsystem und Strategie

3. Analyse von Markt, Kunden und Konkurrenten

4. Gestaltung der Wertschöpfung

5. Unternehmensstruktur

6. Rechnungswesen

7. Finanzierung, Shareholder Value und Wertmanagement

8. Businessplan