10 Lagebericht/Konzernlagebericht in:

Michael Beyer, Reinhard Heyd, Daniel Zorn

Bilanzierung nach HGB in Schaubildern, page 163 - 181

Die Grundlagen von Einzel- und Konzernabschlüssen

1. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4502-2, ISBN online: 978-3-8006-4503-9, https://doi.org/10.15358/9783800645039_163

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10 Der Lagebericht ist ein verbales Berichterstattungsinstrument, durch das die Angaben des Jahresabschlusses, bestehend aus Bilanz, GuV-Rechnung und Anhang, ggf. noch Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Segmentberichterstattung, ergänzt werden sollen. 10.1 Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht Für große und mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 HGB ist ein Lagebericht zwingend aufzustellen (§ 289 HGB). Konzerne haben generell eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernlageberichts (§ 315 HGB). Sie müssen ihn innerhalb der ersten drei Monate nach Geschäftsjahresende aufstellen. Kleine Kapitalgesellschaften sind von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts entbunden (§264 Abs.1 Satz 4 HGB), ebenso Nicht-Kapitalgesellschaften mit Ausnahme der Kapitalgesellschaften und Co. Der Lagebericht selbst ist nicht Bestandteil des Jahresabschlusses, sondern steht neben dem Abschluss. Im Lagebericht nach §289 HGB und im Konzernlagebericht nach §315 HGB sind der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft darzustellen. Leitlinie für die Berichterstattung Lagebericht/Konzernlagebericht Abb. 142: Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht Geschäftsverlauf Geschäftsergebnis Lage der Gesellschaft Ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit entsprechende Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes Für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Gesetzliche Vertreter versichern, dass der Lagebericht nach bestem Wissen dargestellt ist, den Tatsachen entspricht und die Chancen und Risiken beschrieben sind Lagebericht (§ 289 Abs. 1 HGB)/Konzernlagebericht (§ 315 Abs. 1 HGB) 10 Lagebericht/Konzernlagebericht160 im Lagebericht ist die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes. Entsprechend den internationalen Vorstellungen der Management’s Discussion and Analysis hat er eine ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit entsprechende Analyse des Geschäftslaufs und der Lage der Gesellschaft zu enthalten. Dabei sind die bedeutsamsten finanziellen und bei großen Kapitalgesellschaften auch nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einzubeziehen und unter Bezugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben zu erläutern. Schließlich ist die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und zu erläutern, wobei die zugrunde liegenden Annahmen anzugeben sind. Der „Bilanzeid“, wonach die gesetzlichen Vertreter einer kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaft versichern, dass die Lageberichtsangaben nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln und die wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend beschreiben, ist ebenfalls Teil des Lageberichts. DRS 20 spezifiziert die Berichtspflichten im Konzernlagebericht nach §315 HGB und wird zur analogen Anwendung im Lagebericht nach §289 HGB empfohlen. Der Lagebericht soll das Geschäftsmodell des Konzerns einschließlich des intern eingesetzten Steuerungssystems beschreiben. Der Wirtschaftsbericht als Kernstück des Lageberichts stellt die Lage des Konzerns in den Zusammenhang gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Rahmenbedingungen. Entwicklungen und Ereignisse, die für den Geschäftsverlauf ursächlich waren und besondere Bedeutung für den Konzern haben, sind gesondert zu erwähnen. Dabei geht es um die Darstellungs- und Analyseobjekte Ertragskraft und Wachstum, Finanzlage, Kapitalstruktur und Vermögenslage. Angaben zum Geschäftsverlauf Mit der Darstellung des Geschäftsverlaufs ist die Entwicklung des Unternehmens im abgeschlossenen Geschäftsjahr aufzuzeigen. Dies legt Angaben zu folgenden Themenbereichen nahe: • Entwicklung der Marktstellung und der strategischen Positionierung im wirtschaftlichen Umfeld, • Entwicklung des Auftragseingangs, • Umsatzverlauf, • Investitionen, • Kostenentwicklung, • Beschäftigungsgrad, • Kapazitätsauslastung, 10.1 Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht 161 • Finanzierung, • Rationalisierung, • Personalentwicklung, • eingegangene Risiken sowie das Produktionsprogramm. Angaben zum Geschäftsergebnis Angaben zum Geschäftsergebnis betreffen die Darstellung, Interpretation und Analyse des Jahresüberschusses/-fehlbetrags, einschließlich seiner Komponenten Betriebsergebnis, Finanzergebnis und außerordentliches Ergebnis. Wenn möglich erfolgt die Darstellung und Analyse auf Konzern- und Segmentbasis. Dabei sind auch wesentliche Aufwands- und Ertragspositionen in ihrer Höhe und zeitlichen Entwicklung zu analysieren. Angaben zur Lage des Unternehmens Angaben zur Lage des Unternehmens beziehen sich auf den Abschlussstichtag und zeigen die Entwicklungserwartungen auf. Beispiele sind • Marktstellung, • Auftragsbestand, • Eigen- und Fremdkapitalausstattung, • Rentabilität, • Liquidität, • Bilanzstruktur, • Veränderungen in den Gesellschaftsverhältnissen, • Abschluss oder Beendigung wichtiger Verträge, • Erwerb und Veräußerung von Immobilien und Beteiligungen, • schwebende Geschäfte von besonderer Bedeutung, • besondere Verluste sowie • Kurzarbeit. Kapitalmarktorientierte Unternehmen haben sieben weitere Anforderungen im Zusammenhang mit dem Konzernlagebericht zu erfüllen: • Darstellung des unternehmensinternen Steuerungssystems und Steuerungskennzahlen (DRS 20.K45-K47), • Beschreibung der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements (DRS 20.K79-K80), • Beschreibung des Risikomanagementsystems (DRS 20.K137-K145), • Darstellung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den (Konzern)Rechnungslegungsprozess (DRS 20.K168-K178), • Veröffentlichung übernahmerelevanter Angaben (DRS 20.K188-K223), • die Erklärung zur Unternehmensführung (DRS 20.K224-K231) sowie • die Versicherung der gesetzlichen Vertreter (DRS 20.K232-K235). 10 Lagebericht/Konzernlagebericht162 Prüfung des Lageberichts Der Lagebericht großer und mittelgroßer Kapitalgesellschaften ist mit dem Jahresabschluss zusammen zu prüfen (§326 Abs.1 Satz 1 HGB). Er ist darauf zu prüfen, ob • er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob • die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Unternehmens erwecken, • er mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen des Abschlussprüfers in Einklang steht und ob • der Lagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Unternehmens vermittelt. • Dabei ist auch zu prüfen, ob die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Offenlegung/Publizität Gesetzliche Vertreter mittelgroßer Kapitalgesellschaften müssen den Lagebericht zusammen mit dem Jahresabschluss spätestens vor Ablauf des zwölften Monats nach dem Abschlussstichtag zum Handelsregister einreichen. Sie haben dann ferner unverzüglich im Bundesanzeiger bekanntzumachen, bei welchem Handelsregister die Unterlagen eingereicht wurden (§325 Abs.1 HGB). Gesetzliche Vertreter großer Kapitalgesellschaften haben den Jahresabschluss und Lagebericht zunächst im Bundesanzeiger bekanntzumachen und dann die Bekanntmachung unter Beifügung des Jahresabschlusses und des Lageberichts dem für den Sitz der Kapitalgesellschaft zuständigen Handelsregis- Abb. 143: Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht Vorgänge besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Lagebericht (§ 289 Abs. 2 HGB)/Konzernlagebericht (§ 315 Abs. 2 HGB) Risikomanagementziele und -methoden der Gesellschaft einschl. Methoden zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen, die im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfasst werden Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Bereich Forschung und Entwicklung Zweigniederlassungen der Gesellschaft Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft Sofern für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung von Belang 10.1 Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht 163 ter innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag einzureichen (§325 Abs.2 HGB). Im Lagebericht soll auch besonders eingegangen werden auf • Vorgänge von besonderer Bedeutung, die erst nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind (Nachtragsbericht), einschließlich ihrer Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Lagebericht ist – im Gegensatz zum Jahresabschluss – nicht dem Stichtagsprinzip verpflichtet. Vielmehr soll die Berichterstattung so aktuell wie möglich sein, um neben den Angaben zur Vergangenheit auch zukunftsbezogene Prognosen zu ermöglichen. Ziel ist die Vermeidung einer unzutreffenden Einschätzung der Lage und der Entwicklung in naher Zukunft in der Hauptversammlung. Vorgänge von besonderer Bedeutung können sein – erhebliche Umsatzeinbußen, – Beschäftigungsrückgang, z.B. Kurzarbeit, Betriebsschließungen, – erhebliche Verluste, – Kauf oder Verkauf von Grundstücken und Beteiligungen, – Kapitalerhöhungen oder Kapitalherabsetzungen, – Rechtsformänderungen, – Schäden durch Brand, Delikte, Naturkatastrophen, – erhebliche Änderungen im Marktumfeld oder – im strategischen Umfeld des Unternehmens. • die Risikoberichterstattung in Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumente, d.h. die Beschreibung der Risikomanagementziele und -methoden einschließlich ihrer Methoden zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen, für die Hedge Accounting angewandt wurde, dabei ist auch auf konkrete Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten einzugehen. • spezifisch finanzwirtschaftliche Risiken wie Preisänderungs-, Ausfallund Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, jeweils in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten, sofern dies für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung von Belang ist, • den Bereich Forschung und Entwicklung; hierzu sind Angaben notwendig, wenn eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bestehen oder das Unternehmen Fremdleistungen im FuE-Bereich in Anspruch nimmt. Forschung und Entwicklung umfasst – die Grundlagenforschung, – die angewandte Forschung und – die experimentelle Entwicklung. Konkrete FuE-Ziele, -prozesse und -ergebnisse brauchen nicht mitgeteilt zu werden. Die Eigenschaft dieses Themas als Betriebs- und Geschäftsgeheimnis sollte bei der Berichterstattung nicht unbeachtet bleiben. • bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft; es ist über alle Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu berichten, die im Handelsregister 10 Lagebericht/Konzernlagebericht164 eingetragen sind, nicht aber über Betriebsstätten und Repräsentanzen. Anzugeben sind – Gegenstand und Sitz, – Zusammenlegung und Auflösung, – wichtige Eckdaten der einzelnen Zweigniederlassungen, z.B. – Umsätze, – Vertriebsprogramme, – wesentliche Investitionsvorhaben und – beschäftigte Mitarbeiter, sowie • bei börsennotierten AGs die Grundzüge des Vergütungssystems, sofern diese noch nicht im Anhang benannt wurden. 10.2 Lagebericht/Konzernlagebericht bei kapitalmarktorientierten Unternehmen Große Kapitalgesellschaften haben in die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, wie Environmental- und Human Ressource-relevante Größen einzubeziehen. DRS 20.107 nennt als Beispiele für nicht-finanzielle Leistungsindikatoren • Kundenbelange wie Kundenzufriedenheit etc., • Umweltbelange wie Emissionswerte und Energieverbrauch, • Arbeitnehmerbelange wie Mitarbeiterfluktuation und Mitarbeiterzufriedenheit, • Belange, die die gesellschaftliche Reputation betreffen wie soziales und kulturelles Engagement sowie die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Auch hier ist auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben Bezug zu nehmen. Aus Rationalisierungsgründen und zur Vermeidung von Doppelerwähnungen können Anhang und Konzernanhang zusammengefasst werden. Abb. 144: Grundsätze zum Lagebericht/Konzernlagebericht Große Kapitalgesellschaften: zusätzliche Analyse der für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Lagebericht (§ 289 Abs. 3 HGB) Bezugnahme auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge und Angaben § 289 Abs. 3 HGB Konzernlagebericht (§ 315 Abs. 3 HGB) Zusammenfassung von Konzernanhang und Anhang gemäß § 298 Abs. 3 HGB 10.3 Lagebericht im Einzelabschluss 165 Kapitalmarktorientierte AGs und KGaAs bzw. Mutterunternehmen im Konzern sind verpflichtet, die Eigenkapitalausstattung mit den damit zusammenhängenden Rechten und Pflichten zu analysieren, z.B. Aktiengattungen, Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen, Aktien mit Sonderrechten sowie Stimmrechtskontrollen bei Arbeitnehmeraktien. Kapitalmarktorientierte AGs und KGaAs bzw. Mutterunternehmen im Konzern sind verpflichtet, die Eigenkapitalausstattung mit den damit zusammenhängenden Rechten und Pflichten zu analysieren, z.B. Organbestellungsvereinbarungen, Vorstandskompetenzen für die Emission oder den Rückkauf von Aktien sowie Vorschriften zur Kontrollübernahme sowie die damit zusammenhängenden Entschädigungszahlungen. 10.3 Lagebericht im Einzelabschluss Kapitalgesellschaften im Sinne des §264d HGB, also solche, die den Kapitalmarkt beanspruchen, sowie Konzerne, wenn ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, haben gem. §§289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Lagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Der Umfang der Beschreibungen ist von den individuellen Gegebenheiten eines jeden Un- Abb. 145: Lagebericht/Konzernlagebericht bei kapitalmarktorientierten Unternehmen Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, verbundene Rechte und Pflichten, Anteil am Gesellschaftskapital Kapitalmarktorientierte AGs und KGaAs (§ 289 Abs. 4 HGB) bzw. Mutterunternehmen (§ 315 Abs. 4 HGB) Direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Beschreibung der Sonderrechte Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes Sind diese Angaben im (Konzern-)Anhang zu machen, ist im (Konzern-)Lagebericht darauf zu verweisen Befugnisse des Vorstands, insbesondere die Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen 10 Lagebericht/Konzernlagebericht166 ternehmens abhängig. Eine Einschätzung zur Effektivität des internen Risikomanagementsystems – abweichend vom Sarbanes-Oxley-Act – wird nicht verlangt. Für den Fall, dass kein System eingerichtet wurde, ist dies anzugeben. Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Die Angaben zum internen Risikomanagementsystem können mit dem Risikobericht nach §289 Abs.2 Nr. 2 HGB zusammengefasst im Lagebericht dargestellt werden. Beispiele für Berichtsgegenstände sind • Vorgehen zur ordnungsgemäßen Erfassung, Verarbeitung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen, • Maßnahmen zur Gewährleistung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Buchführungsunterlagen, • Hinweise zur Verwendung von Bilanzierungs-, Kontierungs- und Konsolidierungsrichtlinien, • Aussagen zum Prinzip der Funktionstrennung (Vier-Augen-Prinzip), • Informationen zur Einbeziehung externer Dienstleister in den Prozess der Jahres- oder Konzernabschlusserstellung, • Vorgehen bei der Verwertung von Experten-Stellungsnahmen, • das IT-System betreffende Zugriffsregelungen, • rechnungslegungsbezogene Tätigkeiten der Innenrevision. Ausführungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess können sein (DRS 20.K175): • Bilanzierungsrichtlinien, • Organisation und Kontrolle der Buchhaltung, Ablauf der Abschlusserstellung, • Grundzüge der Funktionstrennung zwischen Abteilungen, • Aufgabenzuordnung bei der Abschlusserstellung, • Zugriffsregelungen im EDV-System, • Kontrollprozesse in Bezug auf die Rechnungslegung. Ausführungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf die Konsolidierung können sein (DRS 20.K176) • konzerninterne Richtlinien zur Abstimmung konzerninterner Liefer- und Leistungsbeziehungen, Abb. 146: Lagebericht zum Einzelabschluss Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften § 264d HGB Lagebericht (§ 289 Abs. 5 HGB) Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess 10.3 Lagebericht im Einzelabschluss 167 • Aufgabenzuordnung bei der Erstellung der Konzernabschlüsse, • von externen Dienstleistern erbrachte Leistungen im Rahmen der Konzernabschlusserstellung, • Expertenstellungnahmen, die bei der Konzernabschlusserstellung von Bedeutung sind, • Zugriffsvorschriften auf Konsolidierungsprogramme, • Kontrollprozesse im Rahmen der Konzernrechnungslegung. Gemäß § 289a Abs. 1 HGB besteht eine Pflicht für alle börsennotierten Aktiengesellschaften sowie Aktiengesellschaften, die andere Wertpapiere als Aktien zum Handel an einem organisierten Markt ausgegeben haben und deren Aktien auf Veranlassung des Unternehmens über ein multilaterales Handelssystem (in Deutschland: Freiverkehr) gehandelt werden, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Dabei besteht ein Publizitätswahlrecht, diese Erklärung entweder als gesonderten Abschnitt in den Lagebericht zu integrieren oder die Erklärung auf die Internetseite des Unternehmens zu veröffentlichen unter Bezugnahme im Lagebericht auf die Internetseite. Der Umfang der Erklärung gemäß §289a Abs.2 HGB umfasst drei Elemente: 1. Erklärung gem. §161 AktG, dass dem deutschen Corporate Governance Kodex der Regierungskommission entsprochen wird bzw. in welchen Punkten hiervon abgewichen worden ist und warum. 2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken. 3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse. Die Erklärung unterliegt gem. Art.46a Abs.2 und 3 der Abschlussprüferrichtlinie inhaltlich nicht der Abschlussprüfung. Es ist lediglich zu prüfen, ob die Erklärung überhaupt abgegeben wurde und ob sie rechtzeitig abgegeben Abb. 147: Lagebericht zum Einzelabschluss Börsennotierte Aktiengesellschaften sowie Aktiengesellschaften, die ausschließlich andere Wertpapiere als Aktien zum Handeln an einem organisierten Markt haben Erklärung zur Unternehmensführung (kann auch auf Internetseite der Gesellschaft öffentlich gemacht werden) Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes Relevante Angaben zu Unternehmenspraktiken Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Zusammensetzung und Arbeitsweisen von den Ausschüssen Sind Informationen auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich, kann darauf verwiesen werden Erklärung zur Unternehmensführung § 289a HGB 10 Lagebericht/Konzernlagebericht168 wurde. Damit kommt es ggf. zu einer Zweiteilung des Lageberichts in einen geprüften und in einen ungeprüften Teil.1 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 Nach der Präambel zu DRS 20 soll der Lagebericht Rechenschaft über die Verwendung anvertrauter Ressourcen geben. Es sollen entscheidungsrelevante Informationen über • den Geschäftsverlauf, • die Lage, • die voraussichtliche Entwicklung und • die damit verbundenen Risiken und Chancen vermittelt werden. Diese allgemeinen Grundsätze sollen konkretisiert werden im Hinblick auf größen-, branchen- und rechtsformspezifische Besonderheiten des jeweiligen Konzerns. Der Konzernlagebericht soll eine geschlossene Darstellung sein, der nach sechs Grundsätzen aufgestellt ist: • Vollständigkeit, • Verlässlichkeit und Ausgewogenheit, • Klarheit und Übersichtlichkeit, • Vermittlung der Sicht der Konzernleitung sowie • Wesentlichkeit und • Informationsabstufung. Vollständigkeit bedeutet, dass sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen vermittelt werden, die zur Beurteilung der Verwendung der anvertrauten Ressourcen, des Geschäftsverlaufs, der Lage, der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken erforderlich sind. Dabei hat die Darstellung verständlich zu sein, grundsätzlich sind positive und negative Aspekte gesondert darzustellen.2 Verlässlichkeit und Ausgewogenheit bedeutet, dass die Informationen zutreffend und nachvollziehbar sein müssen, wobei Tatsachenangaben einerseits und Meinungen, Wertungen und Einschätzungen andererseits als solche erkennbar sein müssen. Ebenso müssen stichtags- und vergangenheitsbezogene Informationen zu unterscheiden sein. Die Angaben müssen plausibel und konsistent bezogen auf allgemein bekannte Wirtschaftsdaten sein und dürfen weder im Widerspruch zu einander noch zu den Angaben im Konzernabschluss stehen.3 Klarheit und Übersichtlichkeit bedeutet, dass der Konzernlagebericht sowohl vom Konzernabschluss als auch von den anderen Informationen der 1 Zum Umgang des Abschlussprüfers mit inhaltlichen Unrichtigkeiten der Entsprechenserklärung vgl. IDW PS 345 Tz 22-22a. 33–35. 2 Vgl. DRS 20.12-16. 3 Vgl. DRS 20.17-19. 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 169 Unternehmensberichterstattung abgrenzbar sein muss. Er ist in geschlossener Form unter der Überschrift „Konzernlagebericht“ aufzustellen und zu ver- öffentlichen. Er ist in inhaltlich abgrenzbare Abschnitte zu gliedern, wobei die Gliederung durch Überschriften kenntlich gemacht werden muss. Es ist die Darstellungsstetigkeit zu beachten, die nur durchbrochen werden darf, wenn dadurch die Klarheit und Übersichtlichkeit verbessert wird und diese Durchbrechung angegeben und begründet wird. Die Darstellungsstetigkeit gilt auch für den Zeitvergleich gegenüber Vorjahresangaben. Auch die Segmentgliederung ist im Zeitvergleich und im Vergleich mit dem Konzernabschluss zu harmonisieren.4 Vermittlung der Sicht der Konzernleitung bedeutet, dass neben Sachdarstellungen auch Einschätzungen und Beurteilungen zum Ausdruck gebracht werden müssen.5 Dabei soll die Lage und Entwicklung des Konzerns „through the Management’s eyes“ betrachtet werden mit dem Ziel, den Außenstehenden eine Vorstellung von der Kompetenz des Managements zu vermitteln. Wesentlichkeit bedeutet, dass ein Informations-Overload vermieden werden soll dadurch dass nur wesentliche Informationen vermittelt werden.6 Wesentlich ist eine Information dann, wenn vernünftigerweise zu erwarten ist, dass ihre falsche Darstellung einschließlich ihres Weglassens im Einzelnen oder insgesamt die auf Basis der Information getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflusst.7 4 Vgl. DRS 20.20-30. 5 Vgl. DRS 20.31. 6 Vgl. DRS 20.32. 7 Vgl. IDW PS 250 Tz 5. Abb. 148: Konzernlagebericht nach DRS 20 Zielsetzung und Grundsätze Rechenschaftslegung über die verwendeten Ressourcen Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen an den Adressaten über - den Geschäftsverlauf, - die Lage, - die voraussichtliche Entwicklung - und die damit verbundenen Risiken und Chancen. Abbildung der individuellen Erfordernisse der Unternehmen verschiedener Branchen und Größe Zi el de r K on ze rn la ge be ric ht er st at tu ng G ru nd sä tz e Vollständigkeit • Verweise mit eindeutiger Zuordnung auf andere Dokumente möglich • Separierung positive/negative Aspekte Verlässlichkeit und Ausgewogenheit • Keine einseitige Darstellung • Nachvollziehbare Darstellung Klarheit und Übersichtlichkeit • Zusammengefasster LB möglich • Stetigkeit hinsichtlich Inhalt und Form Vermittlung der Sicht der Konzernleitung • Vermittlung der Einschätzungen und Beurteilungen der Konzernleitung Wesentlichkeit • Konzentration auf wesentliche Informationen Informationsabstufung • Detaillierung hängt von spezifischen Gegebenheiten des Konzerns ab, z.B. Art, Größe, Kapitalmarktorientierung Neu Neu 10 Lagebericht/Konzernlagebericht170 Informationsabstufung bedeutet schließlich, dass die Ausführlichkeit und der Detailliertheitsgrad der Ausführungen von den spezifischen Gegebenheiten des Konzerns abhängen, insbesondere der Art der Geschäftstätigkeit, Grö- ße, Inanspruchnahme des Kapitalmarktes etc. Allerdings ist damit kein Weglassen von Informationen zu einzelnen Berichtssachverhalten gerechtfertigt.8 Der Prognose-, Chancen- und Risikobericht soll ein zutreffendes Bild von der voraussichtlichen Entwicklung unter Berücksichtigung der mit ihr einhergehenden wesentlichen Chancen und Risiken vermitteln. Die Prognosen sollen sich auf die wichtigsten für die interne Steuerung verwendeten Leistungsindikatoren beziehen, wobei der Prognosezeitraum mindestens ein Jahr beträgt. Erwartete Veränderungen der prognostizierten Kennzahlen sind darzustellen. Sowohl Einzelrisiken wie auch die Risikolage insgesamt sind abzubilden, ebenso die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Risikowirkungen sind zu quantifizieren, sofern dies auch zur internen Steuerung erfolgt. Die Aufgliederung in Risikokategorien ist genauso angezeigt wie eine Risikorangfolge. Analoges gilt für die Berichterstattung über Chancen.9 Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung: Die gesetzlichen Vertreter teilen in diesem Abschnitt des Lageberichts ihre Einschätzung über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens mit. Hierzu sind nach geltendem Recht keine Prognoseberechnungen, Planbilanzen, Planerfolgsrechnungen oder Finanzpläne offenzulegen, vielmehr reichen verbale Angaben aus. DRS 20 sieht weitergehende quantitative und qualitative Angaben im Konzernlagebericht vor. 8 Vgl. DRS 20.34-35. 9 Vgl. DRS 20 Zusammenfassung. Abb. 149: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Definition DRS 20 enthält im Vergleich zu DRS 15 einen modifizierten und erweiterten Katalog an Definitionen Wesentliche Anpassungen gegenüber DRS 15 Änderung der Definitionen für die Begriffe „Risiken“ und „Chancen“ → Fokussierung auf Abweichung als Maßstab für die Existenz eines Risikos oder einer Chance Abgrenzung der Begriffe „Angabe“, „Darstellung“, „Analyse“, „Erläuterung“ und „Beurteilung“ - Festlegung des Detaillierungsgrades der offenzulegenden Informationen - Sicherstellung einer einheitlichen Verwendung Risiko Mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können Chance Mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können Definitionen 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 171 Die Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung sollen ausgewogen sein. Das bedeutet, • dass über positive und negative Entwicklungen gleichermaßen berichtet wird und • dass alle betrieblichen Teilbereiche in die Berichterstattung einbezogen werden (z.B. Beschaffung, Produktion, Absatz, Personal, Finanzierung). Da Prognoseangaben stets mit Unsicherheit behaftet sind, sollte dies auch in den Formulierungen zum Ausdruck kommen. Statt punktuellen Feststellungen empfehlen sich Angaben in einer gewissen Bandbreite. Der Prognosezeitraum sollte ca. zwei Jahre betragen. Bei längerfristigen Prognosezeiträumen sollte dies im Einzelfall kenntlich gemacht werden. Der Berichtsumfang für den (Konzern-)Lagebericht variiert je nachdem ob es sich um • Konzerne mit börsennotierten Mutterunternehmen, • Konzerne mit sonstigen kapitalmarktorientierten Mutterunternehmen oder • sonstige Konzerne handelt. DRS 20.36-52 beschreibt die Berichtsanforderungen zu den Grundlagen des Konzerns. Es geht dabei einerseits um die Darstellung des Geschäftsmodells, seine strategischen Ziele, die in operationaler Weise zu beschreiben sind der Modifikationen im Zielsystem gegenüber dem Vorjahr und dem Ausmaß der Zielerreichung. Schließlich ist bei kapitalmarktorientierten Unternehmen das Steuerungssystem des Konzerns darzustellen mit den relevanten Kennzahlen Abb. 150: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Bestandteile Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Komponente des DRS 20 Konzerne mit börsennotierten MU Konzerne mit sonstigen kapitalmarktorientierten MU Sonstige Konzerne Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Nachtragsbericht Prognose-, Chancen- und Risikobericht Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem für die Konzernrechnungslegung (auch bei kapitalmarktorientierten TU) Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Übernahmerelevante Angaben Erklärung zur Unternehmensführung Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Inlandsemittenten) (Inlandsemittenten) 10 Lagebericht/Konzernlagebericht172 finanzieller und nicht-finanzieller Art. Auch hier ist auf evtl. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr aufmerksam zu machen. Unter Wirtschaftsbericht versteht man die Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns im Kontext gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Rahmenbedingungen.10 Ziel ist es, dem Adressaten zu ermöglichen, sich ein Bild von der voraussichtlichen zukünftigen Entwicklung des Konzerns zu machen. Dabei sind die relevanten Rahmenbedingungen und ihre Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zu erfassen. Im Kontext dessen sind die Entwicklungen und Ereignisse, die den Geschäftsverlauf in der Berichtsperiode geprägt haben, darzustellen und zu würdigen. Die Beschreibung der Lage der Gesellschaft bezieht sich auf deren Vermögens-, Finanzund Ertragslage. Die Darstellung und Analyse der Ertragslage umfasst das Ergebnis einschließlich der Ergebniskomponenten sowie deren wesentliche Parameter, also die maßgeblichen Ertrags- und Aufwandskategorien. Wichtiger Bestandteil ist die Darstellung der rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die auf die Erträge und Aufwendungen und damit die Ergebnisse eingewirkt haben und zukünftig einwirken werden. Veränderungen gegen- über dem Vorjahr sind genauso zu erfassen wie die Strukturierung nach Segmenten, sofern dies für das Verständnis der Ertragslage und ihrer Entwicklung von Bedeutung ist. 10 Vgl. DRS 20.53. Abb. 151: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Grundlagen des Konzerns Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Grundlagen des Konzerns Angaben zum Konzern Ziele und Strategien Steuerungssystem Berücksichtigung - organisatorische Struktur - Segmente/Standorte - Produkte und Dienstleistungen - Geschäftsprozesse - Märkte - externe Einflussfaktoren Darstellung wesentlicher Änderungen gegenüber Vorjahr notwendig Angabe Forschung & Entwicklung Darstellung der Strategien auf Konzernebene (z.B. mittel- und langfristig) Darstellung strategischer Zielgrößen (z.B. Marktanteile) Ausmaß und Zeitbezug der Ziele sollten angegeben werden Wesentliche Veränderungen der Ziele und Strategien gegenüber Vorjahr sind anzugeben Stand der Zielerreichung Darstellung des im Konzern verwendeten Steuerungssystems Einbeziehung der verwendeten Kennzahlen Wesentliche Veränderung des Steuerungssystems und der Kennzahlen gegenüber Vorjahr sind anzugeben Freiwillige Angabe (dann jedoch vollumfänglich) Nur für kapitalmarktorientierte UN 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 173 Als Berichts- und Analysegegenstand der Finanzlage ist die Kapitalstruktur, die Investitionstätigkeit und die Liquidität zu nennen. Je nach Bedeutung kommen Angaben zu Fremdwährungspositionen u.Ä. in Betracht. Die Darstellung kann anhand von Kennzahlen erfolgen einschließlich einer Analyse ihrer Entwicklung. Kapitalflussrechnungen als Pflichtbestandteilen von HGB- Konzernabschlüssen erleichtern die Einsicht in die relevanten Cashflows. Die Diskussion der Vermögenslage betrifft die Höhe und die Veränderungen im Anlage- und Umlaufvermögen (working capital) einschließlich der maßgeblichen Einflussgrößen und der Prognose voraussichtlicher Entwicklungen. Abb. 152: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Wirtschaftsbericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf Lage Darstellung der Rahmenbedingungen und ihrer Veränderungen gegenüber dem Vorjahr Branchenbezogene Rahmenbedingungen beinhalten, z.B. - Branchenkonjunktur - Wettbewerbssituation - Marktstellung des Konzerns Darstellung der Entwicklungen und Ereignisse, die für den Geschäftsverlauf ursächlich waren, z.B. - Restrukturierungen - Käufe und Verkäufe - Abschluss wesentlicher Verträge - Saisonale Einflüsse - Wettbewerbsveränderungen Darstellung, Analyse und Beurteilung der - Vermögenslage - Finanzlage - Ertragslage Verdichtung zu einer Gesamtaussage inkl. Beurteilung der Unternehmensführung, ob die Geschäftsentwicklung insgesamt günstig oder ungünstig war Einbeziehung der bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren in die Darstellung Vergleich der in Vorperioden berichteten Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf Sofern eine freiwillige Berichterstattung über die Ziele und Strategien erfolgt → Angabe zum Grad der Zielerreichung der strategischen Ziele Abb. 153: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Wirtschaftsbericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Wirtschaftsbericht Ertragslage • Darstellung der Ertragslage anhand der Ergebnisquellen • Darstellung wesentlicher Veränderungen gegenüber dem Vorjahr und Herausarbeitung von Trends und ungewöhnlichen Ereignissen • Analyse des Umsatzes und wesentlicher Aufwands- und Ertragsarten sowie wesentlicher Inflations- und Wechselkurseffekte • Sofern Segmentberichterstattung veröffentlicht wird → segmentbezogene Angaben notwendig • Angabe Auftragslage Finanzlage Vermögenslage • Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage anhand der folgenden Komponenten: - Kapitalstruktur → Art der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeits-, Zins- und Währungsstruktur sowie wesentlichen Konditionen; Angabe und Analyse außerbilanzieller Verpflichtungen - Investitionen → Umfang und Zweck, Fortführung wichtiger Investitionsvorhaben, Umfang wesentlicher Investitionsverpflichtungen zum Stichtag und deren Finanzierung segmentbezogen - Liquidität → Basis grundsätzlich Kapitalflussrechnung; Fähigkeit des Konzerns, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, steht im Mittelpunkt • Für kapitalmarktorientierte UN → Erläuterung der Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements • Darstellung wesentlicher Veränderungen des Vermögens • Erläuterung wesentlicher Inflations- und Wechselkurseffekte 10 Lagebericht/Konzernlagebericht174 Durch die Kommunikation finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren können Schlussfolgerungen über das Anreiz- und Incentive-System vermittelt werden. Dies betrifft insbesondere wertorientierte Steuerungsgrö- ßen und die Orientierung am shareholder value Prinzip. Die Verwendung nicht-finanzieller Leistungsindikatoren weißt auf ein ausgebautes Frühwarnsystem hin. Die wesentlichen Chancen und Risiken und daraus folgend die voraussichtliche Entwicklung ist aus der Sicht der Konzernleitung zu beurteilen und zu erläutern. Damit sollen die sachverständigen Adressaten in die Lage versetzt werden, sich in sachlichem Zusammenhang mit dem Konzernabschluss ein zutreffendes Bild von der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns zu machen einschließlich der damit zusammenhängenden Chancen und Risiken.11 Die Prognosen der Konzernleitung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns sind im Prognosebericht zu erläutern und zu beurteilen. Der Prognosecharakter diesbezüglicher Annahmen muss in der Formulierung deutlich werden. Dabei sind auch die Prognoseannahmen anzugeben, die mit den Prämissen des Konzernabschlusses kompatibel sein müssen. Prognosen anderer Organisationen als Grundlage eigener Annahmen sind als solche kenntlich zu machen. Prognosen haben sich insbesondere auf Leistungsindikatoren zu beziehen. Der Prognosezeitraum beträgt mindestens ein Jahr ab Konzernabschlussstichtag. Bei den Prognoseangaben ist insbesondere auch auf erwartete Veränderungen gegenüber den Istwerten des Berichtszeitraums einzu- 11 Vgl. DRS 20.116. Abb. 154: Konzernlagebericht von DRS 20 – Wirtschaftsbericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Wirtschaftsbericht Einbeziehung von Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Sofern Leistungsindikatoren im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung verwendet werden, so ist das darzustellen und das verwendete Rahmenkonzept zu erläutern. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Einbeziehung der finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung verwendet werden Darstellung der Berechnung dieser Indikatoren, sofern dies nicht im Konzernabschluss erfolgt Überleitung auf Zahlen des Konzernabschlusses, sofern möglich Einbeziehung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung verwendet werden → aggregiertere Darstellung zulässig Angaben sind zu quantifizieren, sofern auch in der internen Steuerung quantitative Angaben erfolgen Beispiele: - Kundenstamm, -zufriedenheit - Emissionswerte, Energieverbrauch - Mitarbeiterfluktuation, -zufriedenheit - Indikatoren hinsichtlich der Wahrnehmung gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 175 gehen. Besonders starke Abweichungen sind besonders zu kennzeichnen. Herrscht aufgrund gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit, welche die Prognosefähigkeit wesentlich beeinträchtigt, so sind komparative Prognosen oder alternative Zukunftsszenarien unter Angabe der jeweiligen Annahmen angezeigt.12 Ein Verzicht auf den Prognosebericht wäre auch unter diesen Umständen nicht zulässig. Die Risikoberichterstattung13 soll den Adressaten die Risikosituation der Kapitalgesellschaft bewusst machen. Unter Risiken versteht man Verlustgefahren, die stets mit einer unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und aus der Unsicherheit über die Ergebnisse unternehmerischen Handelns bzw. aus der Unsicherheit über die Entwicklung der Umweltfaktoren resultieren. Hier- 12 Vgl. DRS 20.118-134. 13 Vgl. DRS 20.135-164. Abb. 155: Konzernlagebericht von DRS 20 – Prognose-, Chancen- und Risikobericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Möglichkeit der Darstellung: • Risikobericht kann getrennt vom oder gemeinsam mit dem Chancenbericht erfolgen • Integration von gemeinsamen Risiko-/Chancenbericht (oder den einzelnen Berichten) mit Prognosebericht → Entscheidung aus Sicht der Konzernleitung, welche Form der Darstellung eine klarere Informationsvermittlung für den Adressaten ermöglicht Chancenbericht Risikobericht Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung sowie ihrer Chancen und Risiken Abb. 156: Konzernlagebericht von DRS 20 – Prognosebericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Prognosebericht Grundsätze • Ausführungen sind zu einer Gesamtaussage zu verdichten • Angabe der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognose beruht • Sofern externe Prognosen verwendet werden, ist dies anzugeben → öffentlich zugängliche Prognosen sind nur in dem Maße darzustellen, wie zum Verständnis notwendig Prognosezeitraum Prognoseinhalt • Prognosezeitraum mindestens 1 Jahr ab dem Bilanzstichtag • Aber: absehbare Sondereinflüsse nach dem Prognosezeitraum sind darzustellen und zu analysieren • Abgabe von Prognosen zu den bedeutsamsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren • Angabe der Richtung und der Intensität der Veränderung gegenüber Istwert • Zulässige Prognosearten → Punktprognose (z.B. + 7%), Intervallprognose (z.B. Steigerung zwischen 80 und 100 Mio. EUR), qualifiziert komparative Prognose (z.B. leicht steigender EBITDA) • Ausnahme: Sofern eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht → Zulässigkeit - komparativer Prognosen (z.B. steigender EBITDA) - Szenarioanalyse unter Angabe der jeweiligen Annahmen 10 Lagebericht/Konzernlagebericht176 unter sind alle Verlustmöglichkeiten und Gefahren zu verstehen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, die seinen Geschäftsverlauf begleiten und seine Lage und zukünftige Entwicklung negativ beeinflussen können sowie die aus den betrieblichen Aktivitäten aufgrund der Entscheidungen der Geschäftsführung entstehen können. Um eine ausufernde Berichterstattung über alle denkbaren Risiken zu vermeiden, ist über allgemeine unternehmerische Risiken nicht zu berichten, sondern nur über die speziellen Risiken der Kapitalgesellschaft. Dabei ist auf alle wesentlichen speziellen Risiken der künftigen Entwicklung, ggf. unterteilt nach Geschäftsbereichen einzugehen. Es wird von einer Vorschau auf zwei Jahre ausgegangen. Eine Saldierung der Risiken mit ggf. in der Zukunft liegenden Chancen und damit eine Darstellung nur der Restrisiken entsprechen nicht dem Gesetzeszweck. Eine Risikodarstellung darf auch nicht unterbleiben, wenn die Geschäftsleitung Anpassungsmaßnahmen zur Veränderung der Risiken getroffen hat oder Ausgleichspotenziale und Sicherheitsreserven vorhanden sind. Auf Dritte überwälzte Risiken (Versicherungen) sind von der Berichterstattung ausgenommen. Die Detailliertheit der Risikoberichterstattung gibt einen Eindruck von der Risikosensibilität und der Risikoeinstellung der Geschäftsführung. Zu berichten ist über Risiken, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der näheren Zukunft spürbar einwirken, z.B. Preisentwicklungen, Mengenabweichungen, Wechselkurs- und Zinsentwicklungen, Lohnforderungen, Risiken wichtiger Geschäftsführungsmaßnahmen, Risiken im operativen Bereich, branchenbezogene Risiken (Marktveränderungen, Wettbewerbs- oder Verbrauchsverschiebungen), Störereignisse, gefährdete Bereiche, Engpässe, Schwachstellen, Abhängigkeiten im Produktions-, Absatz-, Beschaffungs-, Personal-, Finanzierungs- und Investitionsbereich. Abb. 157: Konzernlagebericht nach DRS 20 – Chancen und Risikobericht Bestandteile des Lageberichts nach DRS 20 Risiken-/Chancenbericht Berichterstattung über die Risiken • Bestandteile: - Angaben zu den einzelnen Risiken und zum Risikomanagementsystem - Integration der Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten zulässig - Zusammenfassende Darstellung der Risikolage • Für kapitalmarktorientierte Unternehmen: - Darstellung der Merkmale des konzernweiten Risikomanagementsystems (Ziele, Strategie, Struktur, Prozesse, Risikokonsolidierungskreis) - Integration der Berichterstattung zum internen Kontrollsystem und dem Risikomanagementsystem bezogen auf die Konzernrechnungslegung in den Risikobericht zulässig Berichterstattung über die Chancen • Berichterstattung entsprechend der Vorgaben für die Risikoberichterstattung • Ausgewogene Darstellung der Risiken und Chancen • Explizite Bezeichnung bestandsgefährdender Risiken • Einzeldarstellung wesentlicher Risiken einschließlich der zu erwartenden Konsequenzen, Quantifizierung notwendig, sofern dies in der internen Steuerung ebenfalls erfolgt • Brutto- bzw. Nettodarstellung der Risiken zulässig, bei Nettodarstellung Angabe Maßnahmen notwendig • Beurteilung der Risiken auf der Grundlage eines adäquaten Zeitraums, mindestens Prognosezeitraum • Risikodarstellung muss deren Bedeutung widerspiegeln → Möglichkeit der Kategorisierung/Rangfolge 10.4 Konzernlagebericht nach DRS 20 177 Es ist die sachliche Risikosituation der künftigen Entwicklung unter Angabe der Ursachen und Auswirkungen dieser Risiken und der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten durch die Geschäftsführung darzustellen. Zur Darstellung der Risiken gehört auch eine Risikobewertung, d.h. eine verbale Quantifizierung des Risikos nach Verlusthöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei nur auf Risiken mit wesentlicher Eintrittswahrscheinlichkeit einzugehen ist. Zur Risikoberichterstattung gehört insbesondere die Darstellung der den Fortbestand gefährdenden Risiken. Hierzu ist eine Verbindung zwischen der Fortbestandsprognose und dem Risikobericht gegeben. Das Ziel der Risikoberichterstattung besteht darin, den Adressaten des Konzernlageberichts entscheidungsrelevante und verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen, sich ein zutreffendes Bild über die Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns zu machen. Berichtspflichtig sind alle Risiken, die die Entscheidungen der Adressaten des Konzernlageberichts beeinflussen könnten. Schwerpunkt der Berichterstattung sollten die mit den spezifischen Gegebenheiten des Konzerns und seiner Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bilden. Jedes Unternehmen sollte so über seine Risiken berichten wie sie intern – im Rahmen des Risikomanagements – eingeteilt werden (Management Approach). Der Standard fordert eine Risikoquantifizierung, wenn verlässliche und anerkannte Methoden zur Quantifizierung der Risiken vorhanden sind, die Risikoquantifizierung wirtschaftlich vertretbar ist und die Quantifizierung eine entscheidungsrelevante Information für die Adressaten des Konzernlageberichts darstellt. Grundsätzlich ist über Risiken nach Berücksichtigung der Risikobewältigungsmaßnahmen zu berichten. Falls die Maßnahmen das Risiko nicht sicher kompensieren können, sind die Risiken vor Bewältigungsmaßnahmen sowie die Maßnahmen gesondert anzugeben. Über Risiken, für die im Jahresabschluss z.B. durch Rückstellungen bereits bilanzielle Vorsorge getroffen wurde, ist nur insoweit zu berichten, als dies zur Gesamteinschätzung der Risikosituation des Konzerns erforderlich ist. Bei der Risikoeinschätzung ist von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum auszugehen. Das Risikomanagement ist in angemessenem Umfang zu beschreiben. Dabei ist auf die Strategie, den Prozess und die Organisation des Risikomanagements einzugehen. Die Grundsätze des Risikoberichts sind analog auch auf den Chancenbericht anzuwenden.14 14 Vgl. DRS 20.165.

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Zusammenfassung

Ziel dieses Buches ist es, Ihnen eine strukturierte Durchdringung der doch sehr komplexen gesetzlichen Regelungen der einzelnen Bilanzierungsnormen des Einzel- und Konzernabschlusses zu ermöglichen. Dabei soll ein Grundverständnis für den Gesamtkontext der Rechnungslegung nach HGB geschaffen werden mit dem Ziel, einen sicheren Umgang mit den gesetzlichen Bilanzierungsregeln zu ermöglichen.

Die „Übersetzung“ der Bilanzierungsnormen in 260 Schaubilder hilft Ihnen, sich auf anschauliche Art und Weise einfach und schnell den Inhalt einer Bilanzierungsnorm zu erschließen. Um das Gesamtverständnis zu schärfen, wird jede grafische Darstellung zusätzlich mit einem Begleittext unterlegt, der anwendungsorientiert die illustrierten Sachverhalte beschreibt.

Aus dem Inhalt: Grundlagen der Bilanzierung nach HGB, Jahresabschluss und Jahresabschlusserstellung, Bilanzinhalt, Ansatz- und Bewertungsvorschriften, Gliederung der Bilanz und Bilanzpositionen, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, spezielle Bilanzsachverhalte, Konzernabschluss, Offenlegung und Corporate Governance

Zielgruppe: Leser ohne Vorkenntnisse als auch erfahrenere Anwender, wie Bilanzbuchhalter oder Abschlussprüfer, erhalten mit diesem kompakten Band einen visuell orientierten Einstieg und Überblick über die zentralen Bilanzierungsnormen zur Einzel- und Konzernabschlusserstellung sowie zur Abschlussprüfung und Corporate Governance nach HGB.

Die Autoren: Prof. Dr. Reinhard Heyd ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Bilanzierung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Aalen und Honorarprofessor an der Universität Ulm. Dr. Michael Beyer ist Leiter Finanzen der Sparda-Bank Berlin. Daniel Zorn LL.M. (WSU) arbeitet als Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsassistent bei der H/W/S Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH & Co. KG in Stuttgart und ist Lehrbeauftragter an der Hochschule Nürtingen-Geislingen.