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Jürgen Brokamp, 7.3 Zusammenfassung in:

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Ed.)

Asset Securitisation in Deutschland, page 123 - 124

4. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4498-8, ISBN online: 978-3-8006-4499-5, https://doi.org/10.15358/9783800644995_123

Bibliographic information
Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 119 7.3 Zusammenfassung 119 sein, sondern lediglich auf die Umsatzsteuer aus der Differenz zwischen dem Nominalbetrag der Forderung und dem gezahlten Kaufpreis beschränkt sein. 7.3 Zusammenfassung Einige steuerliche Fragen insbesondere im Hinblick auf die Umsatzsteuer im Zusammenhang mit der Durchführung von ABS-Transaktionen wurden in den letzten Jahren geklärt. Wünschenswert bleibt es, die kontraproduktive Hinzurechnung von Dauerschuldentgelten auf der Ebene des SPV gesetzlich auszuschließen. Es ist daher zur Stärkung des deutschen Wirtschaftsstandortes und des ABS-Marktes empfehlenswert, die Ausnahmeregelung des § 19 GewStDV insgesamt auf die Verbriefung sämtlicher Forderungen, also insbesondere auf Unternehmens-, Factoring- und Leasingforderungen, auszudehnen und nicht auf Kreditforderungen zu beschränken. Darüber hinaus sollte auf Ebene des Originators sichergestellt werden, dass bei der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung nur der Finanzierungsanteil erfasst wird, da ansonsten ABS-Transaktionen gegenüber der klassischen Kreditaufnahme benachteiligt sein könnten. 7.3 Zusammenfassung Vahlen – Deloitte Press – Asset Securitisation in Deutschland – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 121 Kapitel 8 Rechtliche Aspekte bei Verbriefungen in Deutschland von Johannes Kühn und Philipp von Websky Bei den in Deutschland aufgelegten Verbriefungen haben sich im Wesentlichen zwei Grundtypen herausgebildet, die synthetischen und die True-Sale-Transaktionen. Im Vordergrund unserer Betrachtung stehen hierbei Transaktionen unter Einbeziehung sogenannter (Ein-)Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities, SPE) im Gegensatz zu den Multi-Seller Con-duits, die für mehrere Verbriefungen genutzt werden. Nicht zuletzt wegen der in Deutschland vorherrschenden rechtlichen, regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen handelte es sich in der Vergangenheit (bis ca. 2006) bei CLO- und MBS-Transaktionen mehrheitlich um synthetische Transaktionen. Verschiedene Gesetzesaktivitäten und auch die True-Sale-Initiative haben seitdem zu einer deutlichen Stärkung der True-Sale-Transaktionen geführt. Insbesondere im Bereich der Verbriefung von Auto Loans und Trade Receivables sind True-Sale-Strukturen vorherrschend. Aus rechtlicher Sicht stellen beide Grundtypen (synthetisch und True Sale) durchaus unterschiedliche Anforderungen an die vertragliche Dokumentation, die im Folgenden näher beleuchtet wird. Die Darstellung konzentriert sich in erster Linie auf Verbriefungen von Bankforderungen. Selbst bei Transaktionen, die deutschem Recht unterliegen, hat sich eine anglo-amerikanische Vertragsstruktur etabliert, die sich nicht zuletzt in der Ausführlichkeit der Vertragsdokumentation niederschlägt. Im Folgenden werden zunächst die wesentlichen Vertragsbeziehungen in Form eines Überblicks dargestellt (8.1), und anschließend die in diesem Zusammenhang auftretenden wesentlichen rechtlichen Apekte in Bezug auf die beteiligten Vertragsparteien untergliedert nach den beiden Grundtypen erläutert (8.2). 8.1 Überblick über die wesentlichen Verträge    Agency Agreement: Beteiligte Parteien sind hier in der Regel die Zweckgesellschaft (SPE) und eine Bank als Zahlstelle, wonach Letztere als sogenannter Principal Paying Agent ermächtigt wird, im 8 Rechtliche Aspekte bei Verbriefungen in Deutschland 8.1 Überblick über die wesentlichen Verträge

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References

Zusammenfassung

Höchste Fachkompetenz zum Thema Securitisation.

Deloitte (Hrsg.), Asset Securitisation in Deutschland

4. Auflage. 2012.

ISBN 978-3-8006-4498-8

Asset Securitisation

Dieses Handbuch liefert Ihnen Antworten auf die wesentlichen, bei einer Securitisation auftretenden Praxisfragen. Neben einem Überblick über gängige Securitisation-Strukturen und die Marktentwicklung in Deutschland werden vor allem die Rechnungslegung nach HGB und IFRS aus der Perspektive sowohl des Originators als auch des Investors vorgestellt. Zudem wird auf Bewertungsfragen eingegangen. Den als Reaktion auf die Finanzmarktkrise deutlich verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Verbriefungstransaktionen wird besonderer Raum gegeben. Abgerundet wird das Buch durch Beiträge, die sich mit steuerlichen Aspekten sowie rechtlichen Fragestellungen und deren Lösungsmöglichkeiten beschäftigen.

Alles zu Asset Securitisation:

* Der deutsche Verbriefungsmarkt – Strukturen und Entwicklungen

* Die Bilanzierung von ABS-Transaktionen beim Veräußerer nach deutschem Handelsrecht

* Die Bilanzierung von ABS-Transaktionen beim Originator/Veräußerer nach IFRS

* Bilanzierung von Verbriefungen beim Investor nach IFRS 9

* Bewertung von ABS-Transaktionen

* Aufsichtsrechtliche Behandlung von Verbriefungen

* Steuerliche Aspekte bei Asset-Backed-Securities-Finanzierungen

* Rechtliche Aspekte bei Verbriefungen in Deutschland