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10.3.1 Vorbemerkung in:

Hanspeter Gondring, Thomas Wagner

Real Estate Asset Management, page 299 - 299

Handbuch für Studium und Praxis

1. Edition 2010, ISBN print: 978-3-8006-3608-2, ISBN online: 978-3-8006-4468-1, https://doi.org/10.15358/9783800644681_299

Bibliographic information
292 10 Controlling und Reporting im Real Estate Asset Management nur die Identifizierung der „richtigen“ Strategie, sondern auch deren Überführung in ein umsetzungsorientiertes Modell. Die Kommunikation und Konkretisierung der Strategie in der zweiten Stufe überführt die Gesamtstrategie in hierarchisch nachfolgende Ebenen und erhöht somit das Verständnis für die langfristigen Zielsetzungen des Portfoliomanagements. In der dritten Stufe führen die Verabschiedung strategischer Aktionen und die strategieorientierte Zuordnung von Ressourcen zu einer Verankerung der Strategie in konkrete Planungen. Vierte und letzte Stufe ist die kritische Reflektion über erzielte Ergebnisse und gewählte Maßnahmen, die zu einem strategischen Lernen führt. 10.3 Value Reporting im Real Estate Asset Management 10.3.1 Vorbemerkung Der Asset Manager hat in seinem Aufgabengebiet zwischen Portfoliomanagement auf der Investorenseite und Property bzw. Facility Management auf der Nutzerseite eine wichtige Schnittstellenfunktion. Hierauf basierend muss ein großer Informationsfluss aller Beteiligten über die Stelle des Asset Managers koordiniert werden, da er eine Art Vermittlerfunktion einnimmt.45 Dieser Informationsfluss muss, um eine hohe Qualität und Quantität der Arbeit zu gewährleisten, gut organisiert und unter hohen Sicherheits- und Managementrichtlinien ablaufen. Dies können Informationen externer oder interner Quellen sein. Der Ursprung der Informationen kann auf Seiten der Investoren liegen, auf Seiten der Nutzer, oder Dritter. Der Asset Manager hat also eine hohe Verantwortung hinsichtlich der Qualität der Informationen, ihrer Verwendung und der Transparenz des Managements. Folglich liegt ein großer Teil der Steuerung der Effektivität des Informationsflusses in den Händen des Real Estate Asset Managers. Die Funktionalität des Reportingsystems und der Datenverarbeitung, muss auf diese komplexen Anforderungen ausgelegt sein, um den Prozess des Real Estate Asset Managements transparent und effizient zu gestalten. 10.3.2 Ausgangspunkt des Value Reporting Generell wird unter Reporting der Prozess der Organisation von grundlegenden statischen und dynamischen Informationen verstanden, um die Entscheidungsfindung des Managements zu unterstützen. Im Value Reporting erfolgt diese Berichtserstattung an Informationen bezogen auf Unternehmenswerte, insbesondere dem Shareholder Value. In diese wertemäßige Betrachtung wird der Gedanke des Shareholder Value Ansatzes einbezogen.46 Nach diesem soll das Management jegliche unternehmerische Entscheidung so treffen, dass das Einkommen und die Vermögensposition des Eigenkapitalgebers verbessert werden.47 Auf diese Weise kann den neuen Anforderungen an die Rechnungslegung, die durch neue Denkansätze und Entwicklungen in der Betriebswirtschaftslehre hervorgerufen werden, Genüge geleistet werden. Außerdem werden auf diese Weise Mängel in der traditionellen Rechnungslegung vermieden.48 45 Vgl. Bosak, A. (2007), S. 13 ff. 46 Vgl. Geduhn, C./Zeglen, K. (2006), S. 4. 47 Vgl. Wöhe, G. (2008), S. 29. 48 Vgl. Geduhn, C./Zeglen, K. (2006), S. 4.

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References

Zusammenfassung

Asset Management ist das beherrschende Thema der immobilienwirtschaftlichen Fachöffentlichkeit seit Anfang 2006. Grund für diese beachtliche Entwicklung ist die dominierende Präsenz ausländischer Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt in der jüngeren Vergangenheit. Diese Investoren - zumeist aus dem angelsächsischen Raum - importierten gleichermaßen ein neues Anspruchsdenken, was die professionelle Betreuung von Immobilien betrifft. Ausgehend von dem Asset Management-Ansatz aus der Finanzwirtschaft wird das aktive Wertmanagement der Immobilien nach international kompatiblen Standards erwartet. Diese Entwicklung bedeutet auch einen kontinuierlichen Reifeprozess der Assetklasse Immobilie als kapitalmarktfähige Anlage. Die immer stärkeren Auswirkungen der globalen Finanzmärkte (vgl. Subprime-Krise) erfordern ein professionelles Asset Management für Immobilien auch in Deutschland.

Dieses Handbuch stellt das komplexe Thema in übersichtlicher und umfassender Form dar.

- Begriffsdefinition und Einordnung

- Ziele und Aufgaben

- Der Wertschöpfungsprozess

- Theoretische Grundlagen

- Immobilien und Kapitalmarkt

- Aspekte der Bewertung und Bilanzierung

- Performancemessung für Immobilienportfolios

- Investment- und Wertschöpfungsstrategien

- Risikomanagement für Immobilien

- Controlling und Reporting

- Informationsmanagement und Informationstechnologie

- Real Estate Asset Management in der Investment-Phase

- Real Estate Asset Management in der Bestandsphase

- Real Estate Asset Management in der Exit-Phase

- Markt und Wettbewerb im Real Estate Asset Management

- Anbieter Real Estate Asset Management

- Immobilienkennzahlen und Formeln

Prof. Dr. oec. Hanspeter Gondring FRICS, Studiengangsleiter Immobilienwirtschaft im Institut für Finanzwirtschaft an BA Stuttgart/University of Cooperative Education und wissenschaftlicher Leiter der ADI Akademie der Immobilienwirtschaft.

Dipl.-Kfm. Thomas Wagner, MRICS war über 8 Jahre Leiter des Bestands- und Portfoliomanagements bei der Union Investment

Real Estate AG. Seit 2005 betreut er internationale Investoren in den Bereichen Asset Management und Investment Management.

Das Buch richtet sich in erster Linie an Praktiker, die ihr Wissen in diesem Bereich erweitern wollen. Hier kommen insbesondere Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen in Betracht, die mittelbar oder unmittelbar mit Asset Management Themen konfrontiert sind, d.h. Immobilienverwalter, Projektentwickler, Immobilien-Berater, Makler, Fonds, Immobilien-AGs etc.

Es richtet sich aber auch an Studenten immobilienwirtschaftlicher Studiengänge und Teilnehmer von Aufbaustudiengängen bzw. Weiterbildungslehrgängen.