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Andreas Schüler, 20.9 Literatur in:

Jochen Drukarczyk, Dietmar Ernst (Ed.)

Branchenorientierte Unternehmensbewertung, page 510 - 511

3. Edition 2010, ISBN print: 978-3-8006-3654-9, ISBN online: 978-3-8006-4464-3, https://doi.org/10.15358/9783800644643_510

Bibliographic information
20 Bewertung von Infrastrukturprojekten am Beispiel des Eurotunnels 501 20.9 Literatur Backhaus, K./Köhl, T. (2001): Projektfinanzierung. In: Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens, hrsg. v. Gerke, W./Steiner, M., 3. A., Stuttgart, Sp. 1715–1735. Drukarczyk, J./Schüler, A. (2009): Unternehmensbewertung, 6. A., München. Drukarczyk, J./Schüler, A. (2008): Akquisitionen, Börsengänge & Restrukturierungen, München. Esty, B. (2003): The Economic Motivations for Using Project Finance, Working Paper Harvard Business School. Eurotunnel (1987): Offer for Sale Prospectus. Gatti, S. (2008): Project Finance in Theory and Practice – Designing, Structuring, and Financing Private and Public Projects, Amsterdam u.a. Her Majesty’s Stationery Office (1986a): Treaty between the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and the French Republic concerning the Construction and Operation by Private Concessionaires of a Channel Fixed Link with Exchange of Notes, Cmnd. 9745, London. 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(2002): Principles of Project Finance, Amsterdam u.a. 21 Bewertung von Immobilien von Karl-Werner Schulte und Gerrit Leopoldsberger* 21.1 Charakterisierung der Immobilienbranche 21.1.1 Marktvolumen Gemäß dem im Jahr 2005 vorgestellten Gutachtens zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. belief sich das zu Wiederbeschaffungspreisen bewertete Nettoanlagevermögen in Deutschland Anfang 2003 auf 6.526 Mrd. Euro. Auf das Nettobauvermögen entfielen hiervon 5.533 Mrd. Euro, also rund 85 %. Betrachtet man das so genannte „erweiterte Nettoanlagevermögen“, welches auch die Werte der bebauten Grundstücke als „nichtproduzierte Vermögensgüter“ einbezieht, so vergrößert sich das Immobilienvermögen um 1.684 Mrd. Euro auf 7.217 Mrd. Euro und repräsentiert nun rund 88 % des erweiterten Nettoanlagevermögens. Bedenkt man die Größenordnung dieser Zahlen, wird schnell klar, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienbranche weitgehend unterschätzt wird. Neben dem Nettobauvermögen als Bestandsgröße ist auch die Bruttowertschöpfung als Stromgröße relevant. Die Bruttowertschöpfung der Immobilienbranche kann aus der Dienstleistungsstatistik des Statistischen Bundesamtes abgeleitet werden. Die relevanten Kategorien sind hierbei „Grundstücksund Wohnungswesen“ sowie „Baugewerbe“. Die Bruttowertschöpfung des Wirtschaftszweigs Grundstücks- und Wohnungswesen, in dem sämtliche von Unternehmen mit einschlägigem Schwerpunkt über den Markt abgewickelte immobilienbezogene Leistungen wie Käufe und Verkäufe, Vermietung und Verpachtung, Vermittlung und Verwaltung erfasst werden, erreichte 2002 in jeweiligen Preisen rund 249 Mrd. Euro; das Baugewerbe brachte es auf etwa 89 Mrd. Euro. Der Anteil des Grundstücksund Wohnungswesens an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung von 1.960 Mrd. Euro lag 2002 bei etwa 12,7 %, der des Baugewerbes bei rund 4,5 %. Summiert man die beiden Kategorien, so erreicht die dadurch erzielte Bruttowertschöpfung der Immobilienbranche mit über 17 % der gesamten Bruttowertschöpfung ein beachtlich hohes Gewicht (vgl. ifo Institut für Wirtschaftsforschung). * Prof. Dr. Karl-Werner Schulte, Universität Regensburg, und Prof. Dr. Gerrit Leopoldsberger, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen. 21.1 Charakterisierung der Immobilienbranche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 21.1.1 Marktvolumen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 21.1.2 Markteigenschaften und Trends . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 504 21.1.3 Marktteilnehmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 505 21.2 Grundlagen der Immobilienbewertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 506 21.2.1 Bewertungszweck und Wertbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 506 21.2.2 Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 507 21.2.3 Rechnungslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 516 21.3 Marktdaten als Bewertungsgrundlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 519 21.4 Bewertungsbeispiel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 520 21.5 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 521

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Zusammenfassung

Beschäftigt man sich mit der Praxis der Unternehmensbewertung, so zeigt sich, dass hier zahlreiche Spezifika vorliegen, die vom Bewerter berücksichtigt werden müssen. Diese sind zum einen in Marktpotenzialen begründet, in Lebenszyklen, in potenziellen Synergieeffekten oder in Integrationsproblemen.

Eine detaillierte Branchenkenntnis und -analyse ist Basis einer fundierten Unternehmensplanung, die wiederum maßgeblich die Qualität der Unternehmensbewertung beeinflusst.

Es gehört also zum Selbstverständnis, dass sich der Bewerter intensiv mit entsprechenden Branchen sowie deren Besonderheiten beschäftigt.

Dieses Buch wird ihm dabei wertvolle Hilfe sein.

- zur Bewertung von Unternehmen sind Branchenkenntnisse notwendig

- neue Beiträge über die Bewertung von Brauereien und von Infrastrukturprojekten wie dem Eurotunnel

- das maßgebliche Werk zur branchenorientierten Bewertung von Unternehmen

"Die Beiträge sind sehr anschaulich … Das Werk und seine einzelnen Beiträge können jedem empfohlen werden, der sich mit Fragen der Unternehmensbewertung … beschäftigt."

Peter Bömelburg, Die Wirtschaftsprüfung 2/2009

Die einzelnen Beiträge folgen einem einheitlichen und praxisorientierten Grundgerüst:

- Charakterisierung der Branche

- Ermittlung der Plandaten der Unternehmensbewertung

- Branchenspezifische Ansätze der Unternehmensbewertung

- Praxisbeispiele.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jochen Drukarczyk war Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung an der Universität Regensburg. Er hat darüber hinaus zahlreiche Gastprofessuren in England, Frankreich, Österreich und Deutschland wahrgenommen. Seine bevorzugten Arbeitsgebiete sind Bewertung, Sanierung und Analyse institutioneller Regelungen auf Kreditmärkten.

Dr. Dr. Dietmar Ernst ist Professor für Corporate Finance an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen. Ferner ist er Direktor des Deutschen Instituts für Corporate Finance (DICF).

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