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Heike Merk, Wolfgang Merk, 14.5 Schlusswort in:

Jochen Drukarczyk, Dietmar Ernst (Ed.)

Branchenorientierte Unternehmensbewertung, page 346 - 346

3. Edition 2010, ISBN print: 978-3-8006-3654-9, ISBN online: 978-3-8006-4464-3, https://doi.org/10.15358/9783800644643_346

Bibliographic information
14 Bewertung von Pharmaunternehmen 333 Da in Zeiten, in denen die Maxime „Liquidität, vor Profitabilität, vor Wachstum“ für die meisten Unternehmen gilt und damit ein klarer Fokus auf dem Cash-Flow liegt, konnte sich das „Value Added“- Verfahren in der Pharmaindustrie nicht als Bewertungsverfahren durchsetzen. 14.5 Schlusswort Ein Unternehmen der Pharmazeutischen Industrie zu bewerten ist aufgrund der hohen Komplexität, der zunehmenden Internationalisierung und der starken Regulierung sowie den Besonderheiten des Gesundheitsmarktes ein vergleichsweise schwieriges Unterfangen. Das Unternehmen und die Unternehmensumwelt im Hinblick auf Chancen und Risiken zu untersuchen und erfordert hier ganz besondere Anstrengungen und Kenntnisse. Die „technische“ Seite, welches Bewertungsverfahren in der Pharmaindustrie anzuwenden ist, ist entsprechend nicht der entscheidende Punkt. Vielmehr geht es um die inhaltlich richtige Einschätzung der Risiken und deren adäquater Abbildung in finanzieller Hinsicht. Häufig gibt es dafür keine Standard-Regeln, sondern es hängt allein von der Informationsqualität ab, die der Bewerter hat bzw. wie gut er den Markt und das Unternehmen kennt. Demzufolge zeigt die Praxis der Unternehmensbewertung in der Pharmabranche den Wahrheitsgehalt unseres abschließenden Zitats: „Valuation is 95 % research and analysis. The actual calculation takes about 30 seconds on a calculator“12 14.6 Literatur Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (Hrsg.): Pharmadaten 2008 Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (Hrsg.): Pharmadaten 2005 Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (Hrsg.): Pharmadaten 1998 Brandt, S. M. (2002): Die Berücksichtigung der Unsicherheit in der Planung bei der Bewertung von Pharma-Unternehmen, Berlin 2002. Brockhoff, K.(1995): Der Innovationsaufwand in Unternehmen der forschenden Pharma-Industrie. In: Herzog, R. (Hrsg.): F&E-Management in der Pharma-Industrie, Aulendorf 1995, S. 287–300. Born, K. (1995): Unternehmensanalyse und Unternehmensbewertung, Stuttgart 1995 Dambacher, E.; Schöffski, O. (2002): Vertriebswege und Vertriebswegeentscheidung, S. 243–256, In: Schöffski, O. et. al. (Hrsg.): Pharmabetriebslehre, Berlin 2002 Fischer, D.; Breitenbach, J. (2003): Die Pharmaindustrie: Einblick – Durchblick – Perspektiven, Heidelberg 2003. Herzog, R. (1995): F&E-Management in der Pharma-Industrie, Aulendorf 1995 Köck, C. M. (1996): Das Gesundheitssystem in der Krise: Herausforderung zum Wandel für System und Organisation. In: Heimerl-Wagner, P.; Köck, C. M. (Hrsg.): Management in Gesundheitsorganisationen. Wien 1996, S. 17–71. Merk, W. (1999): Wettbewerbsorientiertes Management von Arztpraxen, Wiesbaden 1999. o.V. (2002): Nicht wieder zu beleben. In: Wirtschaftswoche Nr. 45, v. 31.10.2002, S. 52–56 Salz, J (2009): Der Pillen-knick. In: Wirtschaftswoche Nr. 12, v. 16.3.2009, S. 66–67 Weisbrod, B. A. (1991): The Health Care Quadrilemma: An Essay on Technological Change, Insurance, Quality of Care, and Cost Containment. In: Journal of Economic Literature, 29. Jg. (1991), S. 523–552. 12 zitiert nach Born, K. (1995): Unternehmensanalyse und Unternehmensbewertung, S. 65

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References

Zusammenfassung

Beschäftigt man sich mit der Praxis der Unternehmensbewertung, so zeigt sich, dass hier zahlreiche Spezifika vorliegen, die vom Bewerter berücksichtigt werden müssen. Diese sind zum einen in Marktpotenzialen begründet, in Lebenszyklen, in potenziellen Synergieeffekten oder in Integrationsproblemen.

Eine detaillierte Branchenkenntnis und -analyse ist Basis einer fundierten Unternehmensplanung, die wiederum maßgeblich die Qualität der Unternehmensbewertung beeinflusst.

Es gehört also zum Selbstverständnis, dass sich der Bewerter intensiv mit entsprechenden Branchen sowie deren Besonderheiten beschäftigt.

Dieses Buch wird ihm dabei wertvolle Hilfe sein.

- zur Bewertung von Unternehmen sind Branchenkenntnisse notwendig

- neue Beiträge über die Bewertung von Brauereien und von Infrastrukturprojekten wie dem Eurotunnel

- das maßgebliche Werk zur branchenorientierten Bewertung von Unternehmen

"Die Beiträge sind sehr anschaulich … Das Werk und seine einzelnen Beiträge können jedem empfohlen werden, der sich mit Fragen der Unternehmensbewertung … beschäftigt."

Peter Bömelburg, Die Wirtschaftsprüfung 2/2009

Die einzelnen Beiträge folgen einem einheitlichen und praxisorientierten Grundgerüst:

- Charakterisierung der Branche

- Ermittlung der Plandaten der Unternehmensbewertung

- Branchenspezifische Ansätze der Unternehmensbewertung

- Praxisbeispiele.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jochen Drukarczyk war Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung an der Universität Regensburg. Er hat darüber hinaus zahlreiche Gastprofessuren in England, Frankreich, Österreich und Deutschland wahrgenommen. Seine bevorzugten Arbeitsgebiete sind Bewertung, Sanierung und Analyse institutioneller Regelungen auf Kreditmärkten.

Dr. Dr. Dietmar Ernst ist Professor für Corporate Finance an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen. Ferner ist er Direktor des Deutschen Instituts für Corporate Finance (DICF).

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