Soft Skills: Weich, aber wichtig in:

Tomas Bohinc

Soft Skills, page 10 - 18

1. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3618-1, ISBN online: 978-3-8006-4458-2, https://doi.org/10.15358/9783800644582_10

Series: Vahlen Praxis

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9 Soft Skills: Weich, aber wichtig Soft Skills können darüber entscheiden, ob Sie einen Job bekommen oder die Karriereleiter hinaufklettern – auch dann, wenn Sie ein exzellen ter Fachmann auf Ihrem Gebiet sind. Das zeigt der Dialog zwischen ei nem Personalleiter und einer Führungskraft. Gemeinsam entscheiden sie über die Besetzung einer Stelle. Fachwissen oder Teamfähigkeit wichtiger? Führungskraft: „Herr Arnold ist ein Experte. Hier ist sein Lebenslauf. Er hat in seinem Unternehmen fast alle Themen bearbeitet, für die wir ihn auch hier brauchen. Und auch ein Patent kann er sein Eigen nennen. Die Zeugnisse sind ebenfalls exzellent: Abitur mit 1,1 bestanden, eine Eins als Abschlussnote seines Studiums. Und alle Zeugnisse seiner Arbeitgeber bescheinigen ihm sehr gute Fachkenntnisse.“ Personalleiter: „Das ist alles richtig. Von allen Bewerbern ist er nach den Unterlagen der Qualifizierteste. Aber trotzdem habe ich meine Bedenken. Erinnern Sie sich: Im Vorstellungsgespräch hat er sich schlecht verkauft. Aus seiner Selbstdarstellung hätten wir nicht erkennen können, was er geleistet hat. Auf unsere Fragen hat er sofort mit vielen Details geantwortet, sodass wir kaum verstehen konnten, was er meint. Man ahnte immer nur, dass seine Ideen gut waren. Auf meine Frage ‚Was bedeutet für Sie Teamarbeit?‘ hat er alle negativen Eigenschaften von Teams aufgezählt und für mich auch deutlich gemacht, dass er lieber allein in einem Einzelbüro arbeitet. Und jetzt vergleichen Sie das mit den Anforderungen an unsere Stelle: Fast jedes Thema bearbeiten wir im Team. Unsere Experten müssen eng mit denen der Nachbarabteilung zusammenarbeiten. Aus diesem Grund haben wir ja auch eingeführt, dass die Bürotüren immer offen stehen sollen. Außerdem müssen unsere Mitarbeiter die Ergebnisse nicht nur erarbeiten, sie müssen sie auch vor dem Management vertreten und ihre Lösungen unseren Kunden erklären. Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Arnold dazu fähig ist.“ Selbst wenn Herr Arnold die Stelle bekommt, dann wird es für ihn schwer werden, sich zu behaupten. Er muss Fähigkeiten haben, die er vielleicht bei seinen bisherigen Arbeitgebern nicht brauchte: mit Kolle gen reden können, im Team arbeiten und seine Chefs und Kunden von seinen Leistungen überzeugen. In diesem Kapitel erhalten Sie Antworten auf die Fragen: • Warum sind Soft Skills so wichtig? • Was sind Soft Skills? Bsp. Soft Skills: Weich, aber wichtig 10 • Was ist emotionale Intelligenz? • Welche Soft Skills brauche ich wann? Soft Skills auf dem Vormarsch Eine Umfrage unter 80 Personalchefs großer und mittelständischer Un ternehmen zeigt, was viele intuitiv schon wissen: Soft Skills entscheiden heute genauso über den beruflichen Erfolg wie Fachwissen. Von den 80 Befragten gaben 52 % an, dass Soft Skills sogar wichtiger seien als Fach wissen und 43 % stellen Soft Skills in ihrer Bedeutung auf die gleiche Stufe wie Fachwissen. Nur für 5 % war das Fachwissen wichtiger. Zu Beginn des Industriezeitalters waren Tugenden wie Fleiß, Ordnung und Pünktlichkeit gefragt. Seither hat sich viel ver ändert: Die Industriegesellschaft hat sich zu einer Dienstleis tungs und Informationsgesellschaft gewandelt. Heute entscheiden nicht nur die Produktionsverhältnisse über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Genauso entscheidend ist, wie die Mitarbeiter unterein ander und vor allem mit den Kunden sprechen. Unternehmen verlangen, dass ihre Beschäftigten überzeugend auftreten und über kommunikative Fähigkeiten verfügen. Flache Hierarchien und das Arbeiten in Projekt teams machen Soft Skills wie Eigenmotivation, Einfühlungsvermögen und Konfliktfähigkeit unverzichtbar. Heute sind Mitarbeiter mit solchen Soft Skills gefragt, denn sie helfen Unternehmen, den technologischen und gesellschaft lichen Wandel zu meistern. Die Komplexität selbst einfachster Produkte und Dienstleistungen nimmt zu und kaum ein Konzept, kaum eine Produktidee kann ohne die Abstimmung mit vielen Abteilungen entwickelt werden. Dieser Prozess ist nur dann erfolgreich, wenn sich die Beteiligten gegenseitig informieren, abstimmen und Interessen aushan deln können. Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig die Soft Skills ihrer Mitarbeiter sind. Unternehmen, die auf die Entwicklung ihrer Mitarbei ter setzen, haben folgende Vorteile: • Informationsaustausch und Abstimmung zwischen Abteilungen laufen besser. • Mitarbeiter lernen voneinander und bauen gemeinsam Wissen auf. • Die Teams in Abteilungen und Projekten arbeiten effektiver. • Die Mitarbeiterzufriedenheit steigt, wenn die Kommunikation im Unternehmen gut läuft und Konflikte bewältigt werden. Soft Skills und Fachwissen gleich wichtig Komplexität von Produkten nimmt zu Soft Skills sind gesucht, aber schwer zu fassen 11 Soft Skills sind gesucht, aber schwer zu fassen Begriffe wie„Soft Skills“ oder „Schlüsselkompetenzen“ sind schon seit 15 Jahren in aller Munde. Dieter Mertens, ehemaliger Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung prägte in den 1970er Jahren den Begriff der „Schlüsselkompetenzen“, denn er erkannte, dass sich Fach wissen durch den technischen Fortschritt innerhalb eines Menschenle bens entwertet und Fähigkeiten wichtiger werden, mit denen Mitarbeiter ihre Qualifikation ständig erweitern. Lernbereitschaft und Lernfähigkeit sind die Schlüsselkompetenzen, mit denen sich Mitarbeiter an die ständi ge Veränderung im Arbeitsleben anpassen können. Abbildung 1 zeigt, wie Soft Skills mit Fachwissen und methodischen Fä higkeiten zusammenhängen. Abbildung 1: Soft Skills stehen im Mittelpunkt der Kompetenzen. Merksatz: „Soft Skills“ Der Begriff „Soft Skills“ umfasst eine nicht genau definierte Reihe von menschlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und Charakterzügen. Sie sind über das Fachwissen hinaus notwendig, um eine Aufgabe zu erfüllen, die eigenen Ziele durchzusetzen und mit anderen Mitarbeitern im Unternehmen und außerhalb gut zurechtzukommen. Soft Skills: Weich, aber wichtig 12 Fachwissen entsteht, indem Informationen zu bereits bestehendem Wis sen hinzugefügt werden. Dazu gehören alle Wissensgebiete, die im Be rufsleben eine Rolle spielen – angefangen beim technischen Wissen bis hin zum dem, das z. B. in Kunst und Politik erforderlich ist. Fachwissen ist erlernbar und wird in Schule, Lehre und Studium erworben. Während das Fachwissen beschreibt, was zu tun ist, beschrei ben methodische Fähigkeiten, wie Arbeitsaufgaben gelöst wer den. Wichtige methodische Fähigkeiten sind: Fähigkeit zur Problemlösung, analytisches und strukturiertes Denken, Umgang mit In formationen, Erkennen von Zusammenhängen und Wechselwirkungen, systematisches und vernetztes Denken. Fachwissen und methodische Fähigkeiten sind sog. harte Kompetenzen. Soft Skills dagegen sind weiche Fähigkeiten, die wir erwerben, indem wir mit anderen Menschen zusammenleben und mit ihnen kommunizieren. In der Sozialisation entwickeln wir die Fähigkeit, uns mit anderen Men schen unabhängig von Alter, Herkunft und Bildung verantwortungsbe wusst auseinanderzusetzen und uns gruppen und beziehungsorientiert zu verhalten – zusammenfassend auch bezeichnet als „soziale Kompe tenz“. Wir entwickeln aber auch die Fähigkeit, unsere eigene Begabung, Motivation und Leistungsbereitschaft zu entfalten – „Ich Kompetenz“ genannt. Zur Sozialkompetenz gehört die Fähigkeit zur Kommunikation, Kooperation, Durchsetzung, Teamarbeit, Delegation, Konflik taustragung und lösung sowie Empathie. Zur Ich Kompetenz gehört die Bereitschaft zur Selbstentwicklung, Selbstreflexion, Leistung, Offenheit, Risiko, die Fähigkeit zur Flexibilität, Glaubwürdigkeit, eigene Motivation zu entfalten, Identität zu entwickeln und zu erhalten. Emotionale Intelligenz: So punkten Sie mit weichen Fähigkeiten Im Leben und im Film gibt es sie, die intelligenten und fleißigen Schüler und die Sonnyboys. Die guten Schüler glänzen durch ihre Noten, versa gen aber im Kontakt mit ihren Mitschülern. Die Sonnyboys haben zwar schlechte Noten, sind aber der soziale Mittelpunkt und die Wortführer in der Klasse. Beide Schülertypen haben unterschiedliche Fähigkeiten entwickelt. Die intelligenten Schüler haben das, was man „kognitive Intelligenz“ nennt: die geistige Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und Problemlösun Methodische Fähigkeiten Sozialkompetenz Emotionale Intelligenz: So punkten Sie mit weichen Fähigkeiten 13 gen zu finden. Die Sonnyboys haben eine ganz andere Art von Intelligenz entwickelt: die emotionale Intelligenz. Studien haben herausgefunden, dass Menschen erst dann erfolgreich sind, wenn kognitive und soziale Fähigkeiten zusammentreffen. Um er folgreich im Job zu sein, brauchen Sie beides: kognitive und emotionale Intelligenz. Kognitive Intelligenz ist notwendig, um Sachaufgaben zu be wältigen: z. B. Konzepte zu erstellen, Produkte zu entwickeln oder Aufga ben und Prozesse zu strukturieren. Emotionale Intelligenz ist notwendig, um Gespräche zu führen, Meetings zu leiten, Ergebnisse zu präsentieren oder Menschen zu überzeugen. Tabelle 1 zeigt die Merkmale von kogni tiver und emotionaler Intelligenz. Kognitive Intelligenz Soziale Intelligenz Nachdenken, grübeln Assoziieren Alle Fakten sammeln Neue Ideen finden Sinn erkennen Sinn stiften Nach Logik entscheiden Entscheiden nach Versuch und Irrtum Zeit und Ruhe Tempo, Ungeduld Vom Kopf her Aus dem Bauch heraus Harte Fakten Weiche Informationen Analytisch Ganzheitlich Vom Verstand geleitet Nach Gefühl Links-hemisphärisch Rechts-hemisphärisch Wenn und Aber Hier und Jetzt Abwägen Spontan entscheiden Denken Empfinden Prüfen, überprüfen An die Richtigkeit der eigenen Entscheidung glauben Worte und Zahlen Menschen und Situationen Vergangenheit verstehen In die Zukunft hineinwirken Logik Psycho-Logik Kalt, klar Warm, verschwommen Merksatz: Emotionale Intelligenz Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, intelligent mit eigenen Gefühlen und den Empfindungen anderer umzugehen. Der Grad der emotionalen Intelligenz zeigt sich darin, wie gut es gelingt, sich selbst wahrzunehmen, sich zu kontrollieren und zu motivieren, aber auch sich in andere einzufühlen. Soft Skills: Weich, aber wichtig 14 Kognitive Intelligenz Soziale Intelligenz Distanziert Eingebunden Egozentrisch Gruppenorientiert Isoliert Verbunden Verstand Gefühl Bildung Herzensbildung Tabelle 1: Kognitive und emotionale Intelligenz zusammen machen Menschen erfolgreich. Nette, liebe und verständnisvolle Menschen werden von ihren Kollegen geschätzt, aber das allein reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Erst dann, wenn Sie mit Ihren Kollegen gut auskommen und gleichzeitig Ihre Interessen und die Interessen Ihrer Abteilung durchsetzen können, ha ben Sie Erfolg. Im Beruf sind Sie dann sozial kompetent, wenn Sie Ihre sozialen Fähigkeiten einsetzen, um Ihren Job gut zu machen. Dazu müssen Sie Folgendes können: Professionell kommunizieren: Es reicht nicht, dass Sie nach einem Ge spräch feststellen: „Es war schön, dass wir miteinander geredet haben.“ Professionell wird ein Gespräch dadurch, dass Sie damit ein Ziel errei chen. Nach jedem Gespräch müssen Sie sich sagen können: „Durch das Gespräch habe ich Folgendes erreicht: …“ Andere einschätzen: Sympathisch wirkende Menschen müssen nicht unbedingt verlässlich sein und herumpolternde Chefs können durchaus auch für ihre Mitarbeiter einstehen. Sie können andere dann richtig ein schätzen, wenn Sie Ihre Kollegen, Chefs und Kunden beobachten, Ihre Wahrnehmungen bewerten und daraus die richtigen Schlussfolgerungen für Ihr Handeln ziehen. Menschen verstehen: Menschenkenntnis ist die Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt anderer hineinzuversetzen. Diese Fähigkeit wird mit dem Begriff „Empathie“ bezeichnet. Prozesse und Strukturen erfassen: Menschen zu verstehen reicht allein nicht. Sie müssen durchschauen, wie Menschen zusammenspielen, wie sich soziale Prozesse entwickeln und was sich in der Gefühlswelt der Be teiligten abspielt. Soziale Beziehungen managen: Jede Arbeitsbeziehung hat auch eine soziale Komponente. Viele Sachthemen können Sie leichter bewältigen, wenn Sie eine gute soziale Beziehung zu den Menschen in Ihrem Berufs umfeld haben. Bei guten sozialen Beziehungen gilt Ihr Wort etwas und Soft Skills begleiten den Arbeitsalltag 15 Sie haben einen Draht zu den Menschen, mit denen Sie im Unternehmen etwas bewegen. Sich durchsetzen können: „Frau Mayer ist eine richtige Expertin und be eindruckende Persönlichkeit. Mit ihr kommt man gut aus, aber sie kann sich auch durchsetzen.“ Sagt ein Kollege so etwas über Sie, bescheinigt er Ihnen Durchsetzungsvermögen. Sie zeigen auch Verständnis für die Interessen anderer, können aber auch heikle Themen anpacken, wenn Sie damit Ihre Ziele erreichen. Dabei geht es nicht um das Durchboxen der eigenen Interessen. Ihre soziale Kompetenz zeigt sich darin, wie Sie Grenzen setzen und die eigenen Ziele verfolgen, ohne dabei andere Men schen zu verletzen und langfristige Kooperationen zu gefährden. Einfluss nehmen: Einfluss können Sie nehmen, wenn Sie sich in Ihrem Team gut positioniert haben und mit Ihrer Kompetenz im Unternehmen anerkannt sind. Sich überzeugend darstellen: Es ist die Tragik vieler Experten, dass man ihren Wert unterschätzt. Man sieht in ihnen den Profi, aber nicht den jenigen, der Projekte voranbringt, Maßnahmen durchsetzt und andere überzeugt. Sozial kompetente Experten dagegen können ihr Wissen ins Rampenlicht stellen, überzeugend auftreten und sich als eine „Experten persönlichkeit“ im Unternehmen etablieren. Soft Skills begleiten den Arbeitsalltag Ihre Soft Skills zeigen Sie dort, wo Sie etwas tun. Und dazu haben Sie täg lich eine fast unerschöpfliche Fülle von Gelegenheiten: Sie holen Infor mationen ein, besprechen Probleme mit Kollegen und handeln Interes sen aus. Sie kommunizieren im persönlichen Gespräch und am Telefon. Sie arbeiten mit anderen Menschen zusammen: in einem Projektteam, in einer Arbeitsgruppe und in Workshops. Last but not least müssen Sie andere Menschen für sich gewinnen, wenn Sie Ergebnisse präsentieren, Kunden überzeugen oder diejenigen, die Ihre Arbeitsergebnisse nutzen. Dabei brauchen Sie nicht immer alle Ihre Soft Skills in gleichem Maße. Es ist ein Unterschied, ob Sie sich nur mit einem Kollegen besprechen oder im Team mit anderen Kollegen zusammenarbeiten, ob Sie Ergeb nisse in einem Workshop erarbeiten oder vor dem Management präsen tieren. Es ist etwas anderes, wenn Sie Interessen aushandeln oder den Austausch mit Kollegen pflegen. In jeder sozialen Arbeitssituation sind andere soziale Fähigkeiten gefragt. In Abbildung 2 ist dargestellt, welche Soft Skills in welchen Situationen im Vordergrund stehen. Soft Skills: Weich, aber wichtig 16 Abbildung 2: Immer wieder stehen andere Soft Skills im Vordergrund. Mit anderen reden: Immer dann, wenn die Kommunikation zwischen Ihnen und einem Kollegen klappt, läuft die Arbeit besser, sind Informa tionen leicht zu bekommen und Abstimmungen unproblematisch. Pro fessionell kommunizieren Sie, wenn Sie es nicht dem Zufall überlassen, welches Ergebnis dabei herauskommt. Sie wissen, worauf es in der jewei ligen Gesprächssituation ankommt, stellen sich darauf ein und handeln so, wie es der Situation angemessen ist. Im Team arbeiten: Erfolgreiche Teamarbeit ist kein Zufall. Aus vielen Er fahrungen weiß man, welche Bedingungen vorliegen müssen, damit Men schen in Gruppen erfolgreich zusammenarbeiten. Erfolgreich im Team sind Sie, wenn Sie die Gruppenprozesse wahrnehmen und interpretieren können, sich selbst mit Ihren Fähigkeiten in das Team einbringen und die Zusammenarbeit aktiv mitgestalten. Als Teamleiter oder Moderator von Gruppenprozessen sind Sie erfolgreich, wenn Sie den Arbeitsprozess auf der sachlichen und emotionalen Ebene steuern können. Dazu gibt es Arbeitstechniken. Sie zu kennen und anzuwenden ist der Erfolgsfaktor für die Leitung von Teams, Arbeitsgruppen und Workshops. Andere gewinnen: Überzeugen muss Ihr Konzept, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung. Aber sie tut dies nicht von allein. Sie als der Schöpfer Soft Skills begleiten den Arbeitsalltag 17 oder Experte eines Fachgebiets müssen Ihre Ergebnisse „verkaufen“. Da bei geht es nicht darum, diese marktschreierisch anzupreisen, sondern darum, die Argumente zu finden, die Ihre Zielgruppe überzeugen. Zusammenfassung Ihr Erfolg mit Soft Skills: • In der Informations und Wissensgesellschaft sind Soft Skills wichtig, weil Sie sich mit Ihren Kollegen abstimmen, im Team arbeiten und andere für Ihre Ergebnisse gewinnen müssen. • Soft Skills sind menschliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Persön lichkeitsmerkmale, die sich während der Sozialisation entwickeln. • Die soziale Kompetenz befähigt dazu, sich verantwortungsbewusst mit anderen auseinanderzusetzen und sich gruppen und beziehungs orientiert zu verhalten. • Durch die Ich Kompetenz entfaltet sich die eigene Begabung, Motiva tion und Leistungsbereitschaft. • Erfolgreich im Job zu sein heißt, eine gute Fachkompetenz und aus geprägte methodische Fähigkeiten sowie eine große emotionale In telligenz zu besitzen, um intelligent mit eigenen Gefühlen und den Empfindungen anderer umzugehen.

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References

Zusammenfassung

Soft Skills sind im modernen Arbeitsalltag immer gefordert: Je flacher die Hierarchien im Unternehmen, umso mehr werden von den einzelnen Mitarbeitern die Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Organisationstalent oder Redegewandtheit erwartet. Aber vor allem, wenn Sie die Karriereleiter hinaufklettern wollen, entscheiden Sie neben fachlichen Kompetenzen darüber, ob Sie die anvisierte Führungsposition erreichen. Soft Skills – das sind die Fähigkeiten, mit anderen zielgerichtet zu reden – im Meeting, beim Verkaufsgespräch, in einer Verhandlung oder am Telefon, im Team zu arbeiten oder ein Projekt bzw. eine Moderation erfolgreich zu leiten und andere zu überzeugen – zum Beispiel durch eine gelungene Präsentation. In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie Ihre Soft Skills gezielt, z. B. durch Feedback, verbessern und erfolgreich in der Praxis anwenden können. Auf der CD-ROM finden Sie zahlreiche Arbeitsmittel für den direkten Einsatz am Arbeitsplatz.

Der Autor

Dr. Tomas Bohinc kann auf langjährige Erfahrungen in einem großen Unternehmen zurückblicken. Seit 2001 ist er bei T-Systems im Bereich Personalentwicklung tätig. Seit über 15 Jahren erscheinen von ihm regelmäßig Fachartikel und Bücher zu Kommunikations-, Management und HR-Themen. Er ist Trainer zu Themen wie Moderation, Gesprächsführung und Konfliktmanagement. Unter anderem hat er eine Trainingsreihe zu Soft Skills für Projektleiter konzipiert und acht Jahre lang durchgeführt.