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8.7 Bewertung nicht-handelbarer Güter in:

Norbert Hirschauer, Oliver Mußhoff

Modernes Agrarmanagement, page 532 - 539

Betriebswirtschaftliche Analyse- und Planungsverfahren

3. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4743-9, ISBN online: 978-3-8006-4457-5, https://doi.org/10.15358/9783800644575_532

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524 8 Bewertung und Taxation tungsfaktor ܽ = 1 gewichtet. Das reine Substanzwertverfahren (ܽ = 0) und damit eine Bewertung mitdem Teilreproduktionswert wird nicht ernsthaft vorgeschlagen. Die Wahl eines Gewichtungskoeffizientenܽ = 0 entspräche einer irrtümlichen a priori Festlegung des Unternehmenswertes auf den einfachen Er-satzwert (vgl. Abb. 8-3); d.h. die Opportunitätskosten in Form des Geschäftswertes, die durch die Minder-leistung des Ersatzobjektes „zusammengekaufte Menge der Vermögensgegenstände“ entstehen, würdenvon vornherein nicht berücksichtigt werden. Abb. 8-4: Systematik der Unternehmensbewertungsverfahren a) a) Die „Zwischengruppe“ der teilobjektivierten Verfahren, die zwar Ertragswertverfahren sind, bei denenaber die meisten wertbestimmenden Größen formal vorgegeben sind, ist hier nicht dargestellt. Das inder Abbildung verwendete „ܽ“ kennzeichnet den Gewichtungsfaktor für den Geschäftswert.Der in Abb. 8-4 nicht abgebildete Liquidationswert, der die untere Grenze des Unternehmenswertes mar-kiert, kann als Marktwert (Verkaufswert) des Unternehmens angesehen werden, der in der Situation rele-vant ist, in der das Unternehmen bei Zerschlagung und Verkauf mehr wert ist als bei Fortführung. Er kannaber auch gedanklich in die vorliegende Systematik integriert werden. Hierzu ist er als spezieller Ertrags-wert zu betrachten, der relevant ist, wenn die Nutzung des Unternehmens durch Zerschlagung den ratio-nalen (ertragsmaximalen) Umgang mit dem Bewertungsobjekt „Unternehmen“ darstellt. 8.7 Bewertung nicht-handelbarer GüterBereits die in Abschnitt 8.6 behandelte Bewertung von Unternehmen war aufgrund der Einzigartigkeit desBewertungsobjektes „Unternehmen“ und des damit verbundenen Fehlens eines (eindeutigen) Marktprei-ses schwierig. Allerdings lassen sich Unternehmen noch als herkömmliche Wirtschaftsgüter bewerten, dader Unternehmenswert als Ertragswert aus Marktvorgängen hergeleitet werden kann. Im Vergleich dazumacht das Fehlen marktbezogener Preisinformationen nicht-handelbare Güter zu besonderen Bewer-tungsobjekten, für die spezifische Bewertungsverfahren erforderlich sind. Diese Verfahren sind teilweisesehr komplex. Dies ist insbesondere der Fall, wenn beim Vergleich verschiedener Alternativen mehrerenicht-handelbare Güter zu bewerten sind. Noch mehr als bei der Taxation herkömmlicher Wirtschafts-güter gilt, dass die Bewertung nicht-handelbarer „Güter“ in einem einzelnen Kapitel eines management-orientierten Lehrbuchs nicht umfassend dargestellt werden kann. Wir beschränken uns deshalb im Rah-men des vorliegenden Kapitels darauf, das Problem systematisch darzustellen (Punkt 8.7.1) und die wich-tigsten Verfahren für die Bewertung von Umwelt- und Sozialgütern (Punkt 8.7.2) im Überblick zu be-schreiben. Nettoverfahren Unternehmensbewertungsverfahren Subjektive Unternehmensbewertung(Ertragswertverfahren) ObjektivierteUnternehmensbewertung Bruttoverfahren a = 1 Mischung aus Er-trags- und Substanz-wertverfahren Reines Substanz-wertverfahren 0 < a < 1 a = 0 (1) Zahlungs-strombasiert(2) Erfolgs-größenbasiert (3) Zahlungs-strombasiert(4) Erfolgs-größenbasiert (i) Direkte Ermitt-lung der Ertrags-wertkomponente(ii) Übergewinn-methode 8.7 Bewertung nicht-handelbarer Güter 525 8.7.1 Arten nicht-handelbarer GüterEs gibt viele Eigenschaften (Attribute) der natürlichen und sozialen Umwelt von Menschen, derenExistenz einen Nutzen stiftet, die aber nicht als Güter oder Dienstleistungen gehandelt werden. Man denkean so unterschiedliche Dinge wie ein sicherer Schulweg für Kinder, ein lebenswertes Wohnumfeld,berufliche Anerkennung, ein gesichertes Einkommen, der Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Tierart,die Rettung eines Menschenlebens, die Reduzierung des Risikos einer Naturkatastrophe oder eines Atom-unfalls, die Verlängerung der Lebenserwartung, die Verringerung des Hungers auf der Welt etc. Diesenutzenstiftenden Attribute der Lebensumwelt werden nicht gehandelt und werden der Kürze halber oftsummarisch als nicht-handelbare „Güter“ (non-market goods) bezeichnet. Die Verwendung desBegriffes „Güter“ impliziert, dass sie - trotz des Fehlens eines Preises - knapp sind und einen Wert haben,der bei bestimmten Anlässen explizit bestimmt werden muss. Das heißt, die aus Tab. 8-1 bekannteÜbersicht der Bewertungsobjekte war unvollständig. Sie bezog sich lediglich auf „herkömmliche“, d.h. handelbare Wirtschaftsgüter. Daneben stellen auch die nicht-handelbaren Umwelt- und Sozialgütersowie das Risiko eigenständige „Bewertungsobjekte“ dar (vgl. Abb. 8-5). Abb. 8-5: Systematik der Bewertungsobjekte Die Umwelt- und Sozialgüter lassen sich in zwei Gruppen, die „Use Goods“ und die „Non-Use Goods“ un-terteilen. Unter Use Goods versteht man nicht handelbare Attribute der Lebensumwelt, die direkt indi-viduell genutzt werden können und deren Verfügbarkeit dem Einzelnen aus einer materiell-egoistischen Motivation heraus einen Nutzen stiftet. Beispiele sind der Zugang zu einem wohnortnahenPark, eine ruhige Lage der eigenen Wohnung oder die eigene Gesundheit und Lebensdauer. Als Non- Use Goods bezeichnet man dagegen Attribute der Lebensumwelt, die der Einzelne nicht direkt nutzenkann, deren Existenz aber aus einer immateriell-altruistischen Motivation heraus einen Nutzen stiftet.Man bezeichnet sie deshalb in Anlehnung an den angelsächsischen Sprachgebrauch auch gelegentlichals Existenzgüter (existence goods). Beispiele sind die Verringerung des Hungers auf der Welt oder derErhalt einer vom Aussterben bedrohten Tierart in Afrika. Auch die Reduzierung des Risikos ist als er-strebenswertes Gut zu betrachten. Hier unterscheidet man die Perspektive des einzelnen Unterneh-mens von der gesellschaftlichen Perspektive (vgl. Punkt 7.2.2a). In beiden Fällen stellt sich die Frage,welchen Wert eine Reduzierung der Streuung einer Zufallsvariable hat. HandelbareWirtschaftsgüter Bewertungsobjekte Umwelt- undSozialgüter Risiko Use Goods Non-Use Goods MaschinenBodenGebäudeUnternehmen Nicht handelbare„Güter” Zugang zueinem Park inWohnortnähe Erhalt einerbedrohtenTierart Verringerungdes Hungersin der WeltRuhige Lageder eigenenWohnung TiereVorräte Unternehme-rische Risiken Gesellschaft-liche RisikenPreis-risiken Atom-unfallKlima-wandelMengen-risiken 526 8 Bewertung und Taxation Bei der Bewertung von nicht-handelbaren Umwelt- und Sozialgütern geht es nur vordergründig um dieBemessung des Wertes von „Gütern“. Von der Sache her handelt es sich auch hier um eine entscheidungs-träger- und anlassbezogene Bewertung von Handlungsalternativen. Regelmäßig geht es ja darum, zu ent-scheiden, welche finanziellen Ressourcen für die Bereitstellung oder die Erhaltung welcher nicht-handelbarer Güter verwendet werden sollen. Beispiele sind umwelt-, gesundheits-, sozial- und kulturpoli-tische Maßnahmen oder Programme zur Reduzierung verschiedener Risiken. Solche Programme undMaßnahmen sind sinnvoll, wenn ihre Kosten geringer sind als die (zunächst nicht bekannte) Nutzenstei-gerung, die durch die Veränderung der verschiedenen nutzenstiftenden Attribute erzielt wird. 8.7.2 Bewertung von Umwelt- und SozialgüternBei der Wahl zwischen Handlungsalternativen, die nicht-handelbare Güter betreffen, müssen diese expli-zit bewertet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass ihr Wert falsch eingeschätzt wird und es zuFehlentscheidungen kommt. In Abb. 8-6 werden die wichtigsten Bewertungsverfahren für nichtmarktgängige Güter systematisiert. Abb. 8-6: Systematik der Bewertungsverfahren für nicht-marktgängige Güter Für die Charakterisierung und Abgrenzung der Verfahren, die für die Bewertung nicht-handelbarer Güterzur Verfügung stehen, werden sechs zentrale Begriffspaare benötigt:1. Monetäre/nicht-monetäre Nutzenmessung,2. Willingness-to-Pay-/Willingness-to-Accept-Analysen, Beobachtungen(Revealed-Preference-Ansätze; nur für UseGoods) Bewertung nicht-marktgängiger Güter Kosten-Nutzen-analyse Æ Bildung einerDifferenz zwischenNutzen (monetär) undKosten (monetär) Kosten-Wirksam-keitsanalyse Æ Verhältnisbildungzwischen Kosten(monetär) und Nutzen(nicht-monetär) Befragungen(Stated-Preference-Ansätze; für Use undNon-Use Goods)HedonicPricingTravel-Cost-Methode ContingentValuation(HedonicPricing) Kardinale Modelleder Nutzenmessung(Scoring-Modelle) OrdinalePräferenzmodelle Befragungen(Stated-Preference-Ansätze; für Use undNon-Use Goods) Nutzwert-analyse Æ Bildung einerRangordnung aufder Nutzenseite Befragungen(Stated-Preference-Ansätze; für Use undNon-Use Goods) Monetäre Bewertung(Willingness-to-Pay-/ Willingness-to-Accept-Analysen) Nicht-monetäre Nutzenbewertung (Travel-Cost-Methode) 8.7 Bewertung nicht-handelbarer Güter 527 3. Revealed-Preference-/Stated-Preference-Methoden,4. Nutzenmessung für Use Goods/Non-Use Goods,5. Kardinale/ordinale Nutzenmessung und6. Einkriterielle/mehrkriterielle Nutzenmessung.Der gedankliche Ausgangspunkt der dargestellten Verfahren ist, dass man zwar die Kosten der meistenMaßnahmen (z.B. im Umwelt- und Naturschutz oder in der Gesundheitspolitik) oftmals eindeutig bestim-men kann, sich aber der Nutzen der Bereitstellung nicht-handelbarer Güter mangels Marktpreisen nicht inder herkömmlichen Form als Leistung (d.h. als Produkt aus Gütermenge und Preis) quantifizieren lässt.Grundsätzlich unterscheidet man die verschiedenen Verfahren zunächst danach, ob sie eine monetäreoder nicht-monetäre Nutzenmessung des zu bewertenden Gutes vornehmen. Kosten-NutzenanalysenDie monetären Verfahren zur Bewertung nicht-handelbarer Güter werden auch als Kosten- Nutzenanalysen (cost-benefit-analysis) bezeichnet. Kosten-Nutzenanalysen ermöglichen die Bildung ei-ner Differenz zwischen dem Nutzen (in €) und den Kosten (in €) von Handlungen, und zwar ganz analogzu der Bewertung des unternehmerischen Handelns in Form der Leistungs-Kostenrechnung (vgl. Ab-schnitt 3.4). Gelegentlich bezeichnet man deshalb auch unternehmerische Analysen und Planungsrech-nungen, bei denen eine expertenbasierte Einschätzung des monetären Wertes qualitativer Nutzenkompo-nenten (Mitarbeiterzufriedenheit, Produktqualität, Kundenzufriedenheit etc.) vorgenommen wird, alsKosten-Nutzenanalyse. In aller Regel wird der Begriff jedoch eher mit der öffentlichen Daseinsvorsorgeund der Entscheidungsunterstützung für die öffentliche Hand assoziiert.Im Rahmen von Kosten-Nutzenanalysen zur Bewertung von Umwelt- und Sozialgütern nutzt manWillingness-to-Pay- (WTP-) oder Willingness-to-Accept- (WTA-) Analysen. Mit WTP-Analysen versuchtman herauszufinden, wie viel ein Individuum für das zu bewertende Gut (z.B. die ruhige Lage der eigenenWohnung oder den Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Tierart) zahlen würde. Bei WTA-Analysengeht es um die Quantifizierung des Geldbetrags, für dessen Zahlung ein bestimmtes Individuum den Ver-lust des zu bewertenden Gutes (z.B. den Verlust einer ruhigen Wohnlage oder das Aussterben einer Tier-art) akzeptieren würde.Sowohl die WTP als auch die WTA können mit Revealed- oder mit Stated-Preference-Ansätzen erfasstwerden. Die Revealed-Preference-Ansätze werden i.d.R. als zuverlässiger angesehen, da sie auf der Be-obachtung des tatsächlichen Entscheidungsverhaltens beruhen. Beim Hedonic Pricing wird der Wert desnicht-handelbaren Gutes aus dem Preis eines gehandelten Kuppelgutes abgeleitet, der in Abhängigkeit vonder Ausformung des zu bewertenden Attributes variiert. Ein Beispiel ist die Bewertung einer „ruhigenWohnlage“ durch einen Preisvergleich von Wohnungen, die bis auf ihre Lage (z.B. an einer ruhigen oderan einer verkehrsreichen Straße) identisch sind. Die Mehrzahlungsbereitschaft für die Wohnung in derruhigen Wohnlage wird dann als Wert der ruhigen Wohnlage interpretiert. Bei der Travel-Cost-Methodeerfolgt die Bewertung ebenfalls auf der Grundlage empirisch beobachteten Verhaltens. Anstelle einerPreisdifferenzierung zwischen Marktgütern, die mit verschiedenen Ausformungen des Umweltattributesgekoppelt sind, werden nun die Reisekosten erfasst, die ein Individuum auf sich nimmt, um das zu bewer-tende nicht-handelbare Gut zu nutzen. Ein Beispiel sind die Reisekosten in einen Naturpark, die als Zah-lungsbereitschaft für den Naturpark interpretiert werden. Sowohl das Hedonic Pricing als auch die Travel-Cost-Methode können nur zur Bewertung von Use Goods eingesetzt werden, also von Gütern, die zwarnicht handelbar sind, für die aber ein Nutzungsverhalten beobachtet werden kann.Die Stated-Preference-Ansätze beruhen dagegen darauf, dass man Individuen zu ihren Präferenzen be-fragt und ihre Antworten (Statements) zur Wertbestimmung nutzt. Das grundlegende Verfahren hierbeiist die sog. Contingent Valuation, bei der direkt nach der WTP oder der WTA für nicht-handelbare Güter 528 8 Bewertung und Taxation gefragt wird. Der Vorteil der Stated-Preference-Ansätze im Vergleich zu den Revealed-Preference-Ansätzen besteht in der größeren Flexibilität: Neben Use Goods kann auch nach der Zahlungsbereitschaftfür Non-Use Goods (z.B. die Existenz einer Tierart in Afrika) gefragt werden, für die es kein empirisch be-obachtbares Nutzungsverhalten gibt. Das große Problem der Contingent Valuation besteht - verkürzt ge-sagt - darin, dass die Befragten „nach Belieben“ antworten können und ihre Antworten nicht unbedingt inEinklang mit ihrer tatsächlichen Zahlungsbereitschaft oder den Budgets stehen müssen, die ihnen zur Ver-fügung stehen. Bei Use Goods kann man auch innerhalb von Stated-Preference-Ansätzen auf die grund-sätzliche Idee des Hedonic Pricing oder der Travel-Cost-Methode zurückgreifen. Anstelle einer beobachte-ten Preisdifferenzierung fragt man dann bspw. nach der Mehrzahlungsbereitschaft für ein Gut mit einembestimmten Zusatzattribut. Aus einer Vielzahl von Stated-Preference-Untersuchungen ist deutlich gewor-den, dass die konstatierte Zahlungsbereitschaft für Umwelt- und Sozialgüter häufig von der empirisch be-obachteten Zahlungsbereitschaft abweicht. Es gibt einerseits Fälle, in denen die Befragten „dann dochnicht so viel zahlen, wenn es ernst wird“ (z.B. für ein Ökoprodukt im Vergleich zu einem konventionellenProdukt). Andererseits gibt es aber auch Fälle, in denen sie faktisch mehr zahlen als sie bei Befragungenangegeben haben (z.B. beimWiderstand gegen den Bau einer Mastanlage im eigenen Dorf). Kosten-Wirksamkeitsanalysen und NutzwertanalysenDie nicht-monetäre Nutzenbewertung ähnelt dem Verfahren der qualitativen Risikobewertung (vgl. Ab-schnitt 7.3). Das zentrale nicht-monetäre Verfahren zur Bewertung nicht-handelbarer Güter stellt die Kosten-Wirksamkeitsanalyse (cost-effectiveness-analysis) dar. Sie wird einerseits bei der Bewertung vonMaßnahmen der öffentlichen Hand eingesetzt. Andererseits wird sie auch für die Bewertung von Unter-nehmensentscheidungen verwendet, bei denen es bspw. um strategische Ziele wie die Verbesserung desUnternehmensimages oder die Marktdurchdringung geht, die dem wirtschaftlichen Erfolg vorgeschaltetsind, aber nicht monetär erfasst werden können. Auch derartige Unternehmerziele kann man als nicht-handelbare Güter betrachten, deren Erreichung bzw. Bereitstellung Kosten verursacht und die explizitbewertet werden müssen, da kein Preis existiert.Im Gegensatz zur Kosten-Nutzenanalyse wird bei der Kosten-Wirksamkeitsanalyse der Nutzen nicht in monetären Einheiten quantifiziert. Eine Differenzbildung zwischen Nutzen und Kosten ist daher nichtmehr möglich. Im einfachsten Fall einer eindimensionalen Zielsetzung unterscheiden sich die zubewertenden Maßnahmen auf der „Outputseite“ nur in einem nutzenstiftenden Attribut. In diesem Fallkann die Wirksamkeit einkriteriell, d.h. durch eine physische Messgröße erfasst werden. Dies ermöglichtdie Bildung eines Verhältnisses zwischen den Kosten und der Wirkung (oder umgekehrt). Ein Beispielsind die Kosten pro Tonne vermiedenes CO2. Ein anderes Beispiel ist die Lärmreduzierung, die sich beiunterschiedlich teuren Straßenbelägen ergibt. Verschiedene Maßnahmen (Verwendung unterschiedlicherBeläge) lassen sich über das Wirksamkeits-Kostenverhältnis (Lärmreduzierung in Dezibel pro Kostenin €) vergleichen.In der Regel verfolgt man aber mit bestimmten Maßnahmen eine mehrdimensionale Zielsetzung und be-einflusst gleichzeitig mehrere nutzenstiftende Attribute der Lebensumwelt. In diesem Fall muss zwingendeine mehrkriterielle bzw. multiattributive Nutzenbewertung vorgenommen werden. Ein Beispiel sindMaßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs, die zu einer geringerenLärmbelastung, Umweltverschmutzung und Unfallhäufigkeit führen sollen.Im Rahmen einer multiattributiven Nutzenbewertung müssen zunächst die verschiedenen Teilziele durchmessbare Kriterien operationalisiert werden. Hierfür ist häufig eine Untergliederung der Zieleerforderlich (z.B. Lärmreduzierung tagsüber/nachtsüber, Reduzierung der Feinstaubbelastung/Stickoxid-belastung, Reduzierung der Anzahl schwerer/leichter Verkehrsunfälle). Danach muss die Wirksamkeit derjeweiligen Maßnahme bei den verschiedenen Teilzielen physisch geschätzt werden. Dies ist aufgrund un-vollständiger Informationen und unsicherer Kausalzusammenhänge häufig an sich schon schwierig. 8.7 Bewertung nicht-handelbarer Güter 529 Zudem entsteht ein „Äpfel-Birnen-Problem“, da die jeweiligen Zielerreichungsgrade in unterschiedlichenphysischen Einheiten ausgedrückt werden. Um sie vergleichbar zu machen, müssen sie in einen einheitlichen kardinalen Maßstab - z.B. eine für alle Teilziele gültige Bewertungsskala von 0 bis 10 - „übersetzt“werden, die den „Erfüllungsgrad“ der jeweiligen Teilziele angeben und die man als Zielerträge bezeich-net. Die einheitliche Kardinalisierung ermöglicht zudem, dass sowohl quantitative als auch qualitativeTeilziele berücksichtigt werden können. Während man bei den quantitativ messbaren Teilzielen (z.B.Reduzierung der Stickoxidbelastung) „Übersetzungsvorschriften“ für die Bestimmung der jeweiligen Ziel-erträge benötigt, können die Zielerträge bei qualitativen Zielen (z.B. Verschönerung des Landschafts-bildes) im Rahmen von Expertenschätzungen direkt über die gewählte kardinale Bewertungsskala ge-wonnen werden.In aller Regel werden bei der Kosten-Wirksamkeitsanalyse die Zielerträge ܼ௞;௦, die durch die verschiede-nen Handlungsalternativen ܪܣ௦ bei den einzelnen Teilzielen ܼ௞ erreicht werden, mit einem Faktor ܽ௞gewichtet und z.B. mit einer linearen Nutzenfunktion zu einem Gesamtnutzwert ܼ௦ zusammengeführt:ܼ௦ = ܼ(ܪܣ௦) =෍ܽ௞ ∙ ܼ௞;௦௄௞ୀଵ (8-7)Das Produkt ܽ௞ ∙ ܼ௞;௦ bezeichnet man als Nutzenbeitrag oder Teilnutzwert. Häufig werden die einzelnenZielerträge ܼ௞;௦ in Form von Punkten (Scores) angegeben. In diesem Fall spricht man von Punktbewer-tungsmodellen oder Scoring-Modellen. Unabhängig davon, wie man bei der Bestimmung der einzelnenZielerträge konkret vorgeht, wird im Ergebnis der Kosten-Wirksamkeitsanalyse der Gesamtnutzwerteiner Maßnahme trotz einer mehrdimensionalen Zielsetzung in einer Dimension, dem Gesamtnutzwertoder Gesamtscore, ausgedrückt. Diese Dimension ist zwar nicht monetär, wird aber als ratioskalierteMessgröße (vgl. Punkt 2.5.1) verstanden. Dadurch ist grundsätzlich eine Verhältnisbildung (in Form einesWirksamkeits-Kostenverhältnisses) möglich, wie dies bei der eindimensionalen Zielsetzung der Fall war.Der Vorteil der Kosten-Wirksamkeitsanalyse besteht in der Transparenz der „Stellgrößen“, die für dieBestimmung des Gesamtnutzwertes verwendet werden: Sowohl die (1) Operationalisierung des Zielsys-tems als auch (2) die „Übersetzungsvorschriften“ für die Bestimmung der jeweiligen Zielerträge aus denphysischen Wirksamkeiten sowie (3) die verwendeten Gewichtungskoeffizienten werden offen gelegt. Die Problematik des Verfahrens besteht darin, dass alle drei Stellgrößen einem möglicherweise stark vari-ierenden subjektiven Urteil unterliegen und es dadurch auch bei identischen Annahmen bzgl. der natur-wissenschaftlichen Kausalzusammenhänge zu vollständig unterschiedlichen Gesamtnutzwerten kommenkann. Hinzu kommt ein methodisch-technischer Punkt: Bei der Interpretation der Ergebnisse einer Kos-ten-Wirksamkeitsanalyse ist immer kritisch zu hinterfragen, ob die Aggregation der Teilnutzwerte gemäßGleichung (8-7) tatsächlich adäquat ist. Sie ist nur dann zulässig, wenn die Zielerträge tatsächlich in einemeinheitlichen kardinalen Maßstab gemessen wurden und wenn das Zielsystem so operationalisiert wurde,dass die Teilnutzwerte überschneidungsfrei und linear additiv (nutzenunabhängig) voneinander sind.Überschneidungsfreie Teilnutzwerte ergeben sich bspw. bei den Zielen „Biodiversität“ und „Schönheit ei-ner Naturlandschaft“, da beide Ziele weitgehend unabhängig voneinander sind. Kritisch zu hinterfragenwäre die Überschneidungsfreiheit bspw. bei Zielen wie „Reduzierung des Verkehrslärms“ und „Reduzie-rung der Schlafstörungen der Anwohner“. Neben der Überschneidungsfreiheit ist die lineare Additivitätauch dann nicht gegeben, wenn es zu andersgearteten Wechselwirkungen kommt. Ein einfaches Beispielstellt eine Situation dar, in der eine schöne Landschaft nur dann einen Nutzen stiftet, wenn ein bestimmterSchwellenwert bei der Lärmbelastung unterschritten wird.Häufig findet man bei Beschreibungen der Kosten-Wirksamkeitsanalyse den Merksatz, dass von zwei Al-ternativen diejenige mit dem höchsten Wirksamkeits-Kostenverhältnis (bzw. mit dem niedrigsten Kosten-Wirksamkeitsverhältnis) auszuwählen sei. Obwohl dieser Merksatz vordergründig einleuchten mag, ist erfalsch! Ein Wirksamkeits-Kostenverhältnis ist für sich nicht als Entscheidungskalkül geeignet. 530 8 Bewertung und Taxation Erzielt man bspw. durch eine 100 000 € teure Maßnahme eine Lärmreduzierung um 5 Dezibel und durcheine 200 000 € teure Maßnahme eine Lärmreduzierung um 8 Dezibel, so hat die erstgenannte Maßnahmezwar eindeutig ein höheres Wirksamkeits-Kostenverhältnis. Die höheren Ausgaben für die zweiteMaßnahme können aber dennoch sinnvoll sein. Ob dies der Fall ist, hängt davon ab, wie viel die Lärm-reduzierung dem Entscheidungsträger wert ist. Anders ausgedrückt: Im Rahmen der Kosten-Wirksamkeitsanalyse werden zwar Informationen und subjektive Expertenbewertungen transparent auf-bereitet und verdichtet. Die Ergebnisse in Form des (nicht-monetär ausgedrückten) Gesamtnutzwertesmüssen dann aber dem Entscheidungsträger übermittelt werden, der modellexogen entscheiden muss,wie hoch seine Zahlungsbereitschaft für eine Erhöhung des Gesamtnutzwertes ist, dessen Zustande-kommen ihm transparent dargelegt wurde.Der Entscheidungsträger wird aber bei seiner Auswahlentscheidung von der Kosten-Wirksamkeitsanalyse„nicht ganz allein gelassen“. Vielmehr können effiziente Kombinationen des monetär gemessenen Inputs(der Kosten) einerseits und des über Punkte gemessenen Outputs (des Gesamtnutzwertes) andererseitsidentifiziert werden. Dies ermöglicht innerhalb des verwendeten Gesamtnutzwertmodells die Eliminie-rung dominierter (eindeutig unterlegener) Alternativen (vgl. Abb. 8-7 sowie die Ausführungen zum Domi-nanzkonzept in Abschnitt 2.2). Abb. 8-7: Ergebnisdarstellung einer Kosten-Wirksamkeitsanalyse (eines Scoring-Modells) Vom Grundsatz her kennen wir den in Abb. 8-7 dargestellten Sachverhalt bereits von der Risikoeffizienz-linie (vgl. Punkt 7.2.1b). Allerdings war dort der Input in Form des zu übernehmenden unternehmeri-schen Risikos die nicht monetär bewertete Größe und der Output wurde monetär erfasst. Bei der Kosten-Wirksamkeitsanalyse ist die Perspektive gerade umgekehrt. Dennoch ergeben sich mit Blick auf die Ent-scheidungsunterstützung ganz ähnliche Konsequenzen: • Eine eindeutige Handlungsempfehlung kann gegeben werden, wenn eine Handlung von einer anderendominiert wird. Dies ist der Fall, wenn eine Handlung bei gleichen Kosten einen geringeren Gesamt-nutzwert liefert als eine andere. So wird ܪܣସ durch ܪܣଷ „in der Vertikalen“ dominiert. Eine Handlungwird auch dominiert, wenn sie denselben Gesamtnutzwert liefert, aber mehr kostet (ܪܣସ wird durchܪܣଵ „in der Horizontalen“ dominiert) oder wenn sie mehr kostet und einen niedrigeren Gesamtnutz-wert hat (ܪܣସ wird durch ܪܣଶ dominiert). • Eine eindeutige Handlungsempfehlung kann nicht gegeben werden, wenn eine teurere Handlungsal-ternative zu einem höheren Gesamtnutzwert führt. Deshalb ist eine Diskriminierung zwischen Hand-lungen, die auf der Effizienzlinie liegen (z.B. ܪܣଵ, ܪܣଶ und ܪܣଷ), nicht a priori möglich.In Abhängigkeit von der Entscheidungssituation kommen also das Minimum- oder das Maximumprinzip(vgl. Abschnitt 1.1) und damit die folgenden Auswahlregeln zur Anwendung: (1) Wähle bei einem vorge-gebenen Kostenbudget die Maßnahme, die zum höchsten Gesamtnutzwert führt. (2) Wähle bei einem vor-gegebenen Gesamtnutzwert die Maßnahme, die die geringsten Kosten verursacht. Bei der falschen Aus- Gesamtnutzwert(Gesamtpunktzahl) Kosten (€) Ineffiziente Alternativen(dominierter Bereich)ࡴ࡭૝ ࡴ࡭૜ࡴ࡭૛ࡴ࡭૚ Linie effizienter Kombinationen 8.8 Literaturhinweise 531 wahlregel „höchstes Wirksamkeits-Kostenverhältnis“ würde man dagegen von den in Abb. 8-7 explizit be-nannten Handlungsalternativen immer die Handlung ܪܣଵ wählen. Der genannte Merksatz ist nur dannsinnvoll einsetzbar, wenn sich die einzelnen Handlungsalternativen aus der Kombination von Einzelmaß-nahmen ergeben, die keine Wechselwirkungen aufweisen. Man müsste ihn dazu wie folgt modifizieren: Ordne die Einzelmaßnahmen absteigend nach ihrem Wirksamkeits-Kostenverhältnis und wähle nacheinander die wirksamsten Maßnahmen aus, bis das vorgegebene Kostenbudget erschöpft oder der vorgegebene Gesamtnutzwert erreicht ist. Durch diese Auswahlregel findet man bei kombi-nierbaren Maßnahmen das dominierende Maßnahmenportfolio, d.h. den Maßnahmenmix, der die zu be-vorzugende Handlungsalternative darstellt. Eine ähnliche Auswahlregel hatten wir bereits bei der Be-stimmung des optimalen Investitionsprogramms mit Hilfe des internen Zinsfußkriteriums kennen gelernt(vgl. Punkt 6.7.2).Neben der Kosten-Wirksamkeitsanalyse wird in der Literatur gelegentlich auch die sog. Nutzwertanalyseals eigenständiges multikriterielles Bewertungsverfahren genannt, mit dessen Hilfe verschiedene Hand-lungen auf ihre Nutzenbeiträge zu einem mehrdimensionalen Zielsystem untersucht und gemäß den Prä-ferenzen des Entscheiders geordnet werden sollen. Diese Definition der Nutzwertanalyse wirft die Fragenach der Abgrenzung zur Kosten-Wirksamkeitsanalyse auf. Auch bei der Nutzwertanalyse werdenNutzenbeiträge zu einem Gesamtnutzwert aggregiert, der eine Ordnung verschiedener Alternativen ge-mäß ihren zielrelevanten Handlungsfolgen ermöglicht. Da die beiden Verfahren tatsächlich im Grundsatzsehr ähnlich sind und die Abgrenzung in der Literatur weder einheitlich noch eindeutig ist, können hiernur zwei Assoziationen genannt werden, die mit dem Begriff „Nutzwertanalyse“ (im Gegensatz zur Kos-ten-Wirksamkeitsanalyse) häufig verbunden werden: • Der Begriff „Nutzwertanalyse“ wird - wie das Fehlen des Wortes „Kosten“ in der Verfahrensbezeich-nung schon andeutet - häufig mit der Fokussierung auf die Bewertung der Handlungsfolgen asso-ziiert. Betrachtet man die Kostenseite gar nicht, kann die Nutzwertanalyse als Spezialfall der Kosten-Wirksamkeitsanalyse angesehen werden, bei der schon vorab über ein bestimmtes Kostenbudget ent-schieden wurde und bei der es nur noch darum geht, diejenige Maßnahme zu identifizieren, die denhöchsten Nutzen (Gesamtnutzwert) liefert. Mit Blick auf Abb. 8-7 könnte man auch sagen, es gehe nurnoch um die Identifizierung der „in der Vertikalen“ dominierenden Handlungsalternative. • Gelegentlich wird mit dem Begriff „Nutzwertanalyse“ - wie in Abb. 8-6 bereits angedeutet - auch der Übergang zu einer ordinalen Bewertung der Handlungsfolgen assoziiert. Die Abstände zwischenden Nutzwerten verschiedener Maßnahmen sind in diesem Fall nicht mehr aussagekräftig. Die Rei-henfolge der Maßnahmen spiegelt aber die Präferenzordnung eindeutig wieder. Wenn man weiterhinein bestimmtes Kostenbudget als gegeben annimmt, führt eine ordinale Bewertung der Handlungsfol-gen zu keiner Einschränkung bei der Entscheidungsunterstützung. Die Handlungsalternative, die beieinem gegebenem Kostenbudget die anderen dominiert, kann problemlos bestimmt werden, auchwenn die Nutzwerte nur eine Rangfolge widerspiegeln. Die Frage, ob der zuletzt ausgegebene Euronoch sinnvoll eingesetzt ist, kann allerdings auch modellexogen nicht beantwortet werden, da die Ab-stände zwischen den Alternativen aussagelos sind. 8.8 LiteraturhinweiseDRUKARCZYK, J., SCHÜLER, A. (2009): Unternehmensbewertung. Vahlen, München.BEHRINGER, S. (2012): Unternehmensbewertung der Mittel- und Kleinbetriebe. Erich Schmidt Verlag,Berlin.FREEMAN III, A.M. (2003): The Measurement of Environmental and Resource Values. Theory and Methods.Resources for the Future, Washington.KÖHNE, M. (2007): Landwirtschaftliche Taxationslehre. Ulmer, Stuttgart.

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References

Zusammenfassung

Gemäß dem Motto „Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“ geht es im vorliegenden Lehrbuch darum, Studierenden und Praktikern beim Erwerb analytischer Fähigkeiten und einer problemlösungsorientierten Methodenkompetenz zu helfen.

Für die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren stark verändert. Insbesondere der Wettbewerbsdruck und das unternehmerische Risiko sind infolge der Liberalisierung der Agrarmärkte und des Klimawandels angestiegen. Hinzu kommen ein laufender Anpassungsdruck an veränderte Verbraucherwünsche, neue gesellschaftliche Anforderungen sowie eine zunehmende Verflechtung zwischen den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette. Das vorliegende Lehrbuch trägt diesen Entwicklungen durch die Fokussierung auf die praktische unternehmerische Entscheidungsunterstützung unter Risiko Rechnung.

Dieses Buch schafft zum einen das theoretisch-konzeptionelle Verständnis für die grundlegenden ökonomischen Strukturen der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungsanlässe. Zum anderen vermittelt es das handwerkliche Können im Umgang mit betriebswirtschaftlichen Analyse- und Planungsinstrumenten, über das Manager in einer unsicheren Unternehmensumwelt verfügen müssen, um erfolgreiche Entscheidungen fällen zu können.

Aus dem Inhalt:

• Grundlagen und Ziele unternehmerischen Entscheidens

• Kontrolle und Analyse

• Produktionstheorie

• Produktionsprogrammplanung

• Investitionsplanung und Finanzierung

• Querschnittsaufgabe Risikomanagement

• Bewertung und Taxation

• Corporate Social Responsibility

Über die Autoren:

Prof. Dr. Oliver Mußhoff leitet den Arbeitsbereich für Landwirtschaftliche Betriebslehre am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen.

Prof. Dr. Norbert Hirschauer ist Inhaber der Professur für Unternehmensführung im Agribusiness am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Für Dozenten steht auf der Website ein auf das Buch abgestimmter Foliensatz mit den Abbildungen und Tabellen des Buches zur Verfügung. Für Studierende sind Übungsaufgaben formuliert.