Content

8.1.1 Der Aufbau von betrieblichen Zielsystemen in:

Hartmut Bieg

Bankbilanzierung nach HGB und IFRS, page 957 - 959

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3566-5, ISBN online: 978-3-8006-4456-8, https://doi.org/10.15358/9783800644568_957

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
F-.:() F$>-."%:: 8%( X!.)(>!$>-.&*>>U7&%:%# 1() M)(1%:L *"1 3%"!"'1%(">:&(%>:*"+>%">:%:*:( 8.1 Die Grundlagen der Jahresabschlusspolitik der Kredit4 und Finanz4 dienstleistungsinstitute........................................................................ 929 8.1.1 Der Aufbau von betrieblichen Zielsystemen............................ 929 8.1.2 Das institutsspezifische Zielsystem.......................................... 930 8.1.3 Die Mittel zur Zielerreichung................................................... 936 8.1.4 Die Daten der Jahresabschlusspolitik der Kredit4 und Finanzdienstleistungsinstitute .................................................. 942 8.2 Die Ziele der Jahresabschlusspolitik der Kredit4 und Finanzdienst4 leistungsinstitute ................................................................................. 945 8.2.1 Grundsätzliches ........................................................................ 945 8.2.2 Die finanzpolitischen Ziele der Jahresabschlusspolitik............ 946 8.2.3 Die publizitätspolitischen Ziele der Jahresabschlusspolitik ..... 953 8.2.4 Die Zielkonflikte der jahresabschlusspolitischen Ziele............ 973 8.2.5 Die Konzernjahresabschlusspolitik .......................................... 974 8.3 Die Instrumente der Jahresabschlusspolitik der Kredit4 und Finanz4 dienstleistungsinstitute........................................................................ 976 8.3.1 Die Systematisierung der jahresabschlusspolitischen Instru4 mente ........................................................................................ 976 8.3.2 Die Kriterien zur Beurteilung jahresabschlusspolitischer Instrumente ............................................................................... 981 8.3.3 Die jahresabschlusspolitischen Instrumente der Finanz4 politik........................................................................................ 984 8.3.4 Die jahresabschlusspolitischen Ziele der Publizitätspolitik ... 1012 n 8%( X!.)(>!$>-.&*>>U7&%:%# 1() M)(1%:L *"1 3%"!"'1%(">:&(%>:*"+>%">:%:*:( n9[ 8%( 0)*"1&!+(" 1() X!.)(>!$>-.&*>>U7&%:%# 1() M)(1%:L *"1 3%"!"'1%(">:&(%>:*"+>%">:%:*:( n9[9[ 8() F*=$!* 67" $(:)%($&%-.(" W%(&>^>:(;(" Nach allgemein üblicher Auffassung unterscheidet man in der Betriebswirt4 schaftslehre zwischen der Probleme beschreibenden, analysierenden und er4 klärenden ].(7)%( und der Politik. Jede Art von <7&%:%# ist darauf gerichtet, durch bewussten Einsatz geeignet erscheinender Instrumente Sachverhalte so zu gestalten und darzustellen, dass die angestrebten Ziele im Rahmen der rechtlichen Vorschriften erreicht wer4 den. Akzeptiert man die Interpretation einer Unternehmung als Koalition von Interessengruppen (vgl. Abschnitt 1.1.2), so gibt es grundsätzlich keine vor4 gegebenen Unternehmungsziele. Vielmehr ergibt sich aus einem Verhand4 lungsprozess der Koalitionsmitglieder ein pluralistisches Zielbündel (vgl. auch Q'01-H+01- 1993c, S. 235). Damit setzt jede in einer Unternehmung durch Entscheidungsträger verfolgte Politik, also auch die Jahresabschlusspolitik der Institute, voraus, dass in der Unternehmung Klarheit über die angestrebten W%(&( besteht. Diese geben den gewünschten Zustand der Realität an, der in der Zukunft durch entsprechende Handlungen verwirklicht werden soll. Nur wer sich über die angestrebten Zie4 le klar ist, kann verschiedene Alternativen, die ihm zur Zielerreichung zur Verfügung stehen, miteinander vergleichen und aufgrund des unterschiedli4 chen Grades der Zielerreichung eine Auswahl zwischen diesen Alternativen treffen (vgl. 3,**5'22 1993, Sp. 2245). Unternehmungen können dabei so4 wohl monetäre (z. B. Gewinn, Umsatz) als auch nichtmonetäre Ziele (z. B. Streben nach Macht, Prestige und/oder Unabhängigkeit) verfolgen, wobei in der marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaft das Gewinnziel nach wie vor dominierend ist (vgl. auch Q'01-H+01- 1993c, S. 235). Die für eine Unternehmung Verantwortlichen verfolgen in der Regel nicht nur ein Ziel, sondern gleichzeitig mehrere Ziele. Man unterscheidet zwischen Ober4, Zwischen4 und Unterzielen. Z$()'%(&( beinhalten die allgemeinen Zielvorstellungen der Unternehmung. Da sie sich aufgrund fehlender Operati4 onalität in der Regel nicht als Handlungsanweisungen oder 4anleitungen für e 3(, 8'-#,0'H01-*+004"*(%(= .,# F20%(%+%,930 die operativen, unteren Unternehmungshierarchien eignen, müssen aus ihnen für die verschiedenen Unternehmungsebenen Unterziele abgeleitet werden. Sind auch diese Unterziele noch nicht operabel – und dies dürfte die Regel sein –, so ist eine weitere Zielebene zu bilden, auf der die jeweiligen Unterzie4 le (jetzt: W?%>-.("'%(&(Q wiederum in (kleinere) Unterziele zerlegt werden. Dieser Vorgang ist solange zu wiederholen, bis auf der untersten Zielebene die von der Unternehmungsleitung gewünschte Operationalität erreicht ist. Die Erfüllung dieser @":()'%(&( leistet schließlich einen Beitrag zur Erfüllung der Oberziele, so dass sich ein Zweck4Mittel4Verhältnis zwischen Ober4, Zwi4 schen4 und Unterzielen ergibt (vgl. G(.*(2/5'(,# 1964, S. 76477). Die Ge4 samtheit der nebeneinander existierenden bzw. hierarchisch geordneten – teil4 weise sogar miteinander konkurrierenden – Ziele wird als W%(&>^>:(; einer Unternehmung bezeichnet. Es beinhaltet insbesondere die in der Unterneh4 mung verfolgte Rang4 und Präferenzordnung. In der Regel werden Ziele unter Beachtung bestimmter S($("$(1%"+*"+(" verfolgt, die dem Entscheidungsprozess vorgeschaltet sind. Sie reduzieren die Menge der möglichen auf die Menge der '*&A>>%+(" F&:()"!:%6(". Aus dieser zulässigen Alternativenmenge wird die optimale Alternative anhand des ver4 folgten Zieles bzw. Zielsystems ausgewählt. n9[9B 8!> %">:%:*:>>U('%=%>-.( W%(&>^>:(; n9[9B9[ 8%( W%("'(U:%7" Das W%(&>^>:(; von Instituten ist komplex. Die einzelnen Ziele sind von un4 terschiedlicher Bedeutung und stehen in vielfältiger Beziehung zueinander. Neben der reinen Festlegung der Ziele (W%(&$%&1*"+) ist es daher eine wesent4 liche Aufgabe der Entscheidungsträger, die bestehenden Ziele hierarchisch zu ordnen und den Mitarbeitern zu vermitteln (W%(&?(%:()+!$(). Die Entschei4 dungsträger haben nicht zuletzt auch die Aufgabe, die Einhaltung der Ziele im täglichen Entscheidungsgeschehen zu überwachen (W%(":)7&&(). Aufgabe der Führungsinstanzen ist es aber auch, die einmal erarbeitete Ziel4 konzeption – insbesondere anlässlich großer und bedeutender Unterneh4 mungsentscheidungen – immer wieder selbst in Frage zu stellen, gegebenen4 falls zu modifizieren bzw. zu bestätigen. Im Konflikt widerstreitender Interes4 sen und im Lichte neuer Entwicklungen und Erkenntnisse muss sich das Ziel4 system immer wieder bewähren und gegebenenfalls angepasst werden (W%(&L !"U!>>*"+). Diese Zusammenhänge verdeutlicht nachfolgende

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Kreditinstitute haben ihrer besonderen Geschäftstätigkeit und ihrer Sonderstellung in der Volkswirtschaft wegen Vorschriften für die handelsrechtliche Rechnungslegung anzuwenden, die sich von denen anderer Unternehmungen unterscheiden. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und der Finanzkrise wird diese Sonderstellung noch einmal verstärkt, insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte.

Dieses einzigartige Werk hat eine umfassende Erläuterung dieser von Kreditinstituten zu beachtenden Normen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zum Ziel. Dabei werden die Einzelnormen vor dem Hintergrund bilanztheoretischer Erwägungen betrachtet und in diese eingebettet.

Das Buch ist einerseits für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen etc. geeignet, andererseits aber auch für im externen Rechnungswesen tätige Praktiker bzw. für deren Ausbildung, weil über neu auftretende Bilanzierungsprobleme immer nur unter bilanztheoretischen Überlegungen entschieden werden kann. Für Theoretiker wie Praktiker gleichermaßen interessant sind die immer auch von bankaufsichtsrechtlichen Überlegungen geprägten jahresabschlusspolitischen Maßnahmen, die bei den verschiedenen Normen erläutert werden. Schließlich berücksichtigt das Werk auch die Internationalisierung der deutschen (Bank-) Rechnungslegung.

- das maßgebliche Werk in diesem Bereich

- verarbeitet die für Kreditinstitute relevanten Bereiche des BilMoG

- inkl. der wichtigen Thematik zur Bewertung von Finanzinstrumenten

- Die Grundlagen

- Die Bilanz der Kredit- und Finanzinstitute

- Die Gewinn- und Verlustrechnung

- Die Bewertung im Jahresabschluss

- Der Inhalt von Anhang und Lagebericht

- Die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

- Die Besonderheiten der Konzernrechnungslegung

- Die Rechungslegung nach den International Accounting Standards

- Die Jahresabschlusspolitik

Für Studierende mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien sowie Kaufleute im Rechnungswesen der Kredit- und Finanzinstitute.