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5.3.1 Die Aufgaben des Lageberichts in:

Hartmut Bieg

Bankbilanzierung nach HGB und IFRS, page 859 - 860

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3566-5, ISBN online: 978-3-8006-4456-8, https://doi.org/10.15358/9783800644568_859

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
c9I 8() Y!+($()%-.: c9I9[ 8%( F*=+!$(" 1(> Y!+($()%-.:> Alle Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute haben neben dem Jah4 resabschluss auch einen Lagebericht nach § 289 HGB aufzustellen (vgl. § 340a Abs. 1, 2. Halbsatz HGB sowie zum Folgenden G(,/U7+Y5'+* 2009a, S. 2174222). Dieser soll gemäß dem Grundsatz des %#+, '2. &'(# )(,$ (Gene4 ralnorm des § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB) ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Instituts vermitteln. Dazu sind nach § 289 Abs. 1 Satz 1 HGB zumindest der Geschäftsverlauf und die Lage des Instituts „so darzustellen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird“. Ähnlich wie der Anhang hat auch der Lagebericht eine )(%"( 2"=7);!:%7">L =*"#:%7". Da er nicht zum Jahresabschluss gehört und somit nicht an dessen Konventionen gebunden ist, vermag er allerdings ganz andere Informationen zu vermitteln. Im Lagebericht soll die Situation der Unternehmung innerhalb der Branche dargestellt werden. Die Adressaten der Rechnungslegung sollen durch zusätzliche Informationen im Lagebericht über die Unternehmung und deren Umwelt sowie durch zukunftsorientierte Angaben in die Lage versetzt werden, die tatsächliche Unternehmungsentwicklung im abgelaufenen Ge4 schäftsjahr sowie die voraussichtliche Entwicklung der Unternehmung in der Zukunft einzuschätzen. Ebenso wie beim Anhang hat die Aufstellung des Lageberichts unter Beach4 tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung zu erfolgen. Eine speziel4 le Vorschrift zur Gliederung des Lageberichts ist gesetzlich nicht vorgesehen. Es besteht somit „ein Ermessensspielraum hinsichtlich der Strukturierung der zu vermittelnden Informationen“ (Q'01-H+01- 1992, S. 427). Jedoch ist eine einmal gewählte Form oder Gliederung der Angaben, soweit sie sich als zweckmäßig erwiesen hat, beizubehalten, um eine Vergleichbarkeit mit der Darstellung des Vorjahres zu ermöglichen. Eine mögliche 0&%(1()*"+>=7); ist in -.A=:>6()&!*= und die Y!+( 1(> 2">:%L :*:> darzustellen. Mit dem Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG; BGBl. I 2004, S. 3166) wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Lageberichterstattung er4 weitert und präzisiert. Der Lagebericht hat demnach eine „ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit ent4 sprechende Analyse des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergeb4 nisses und der Lage der Gesellschaft zu enthalten“. Hierbei sind die für die

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Zusammenfassung

Kreditinstitute haben ihrer besonderen Geschäftstätigkeit und ihrer Sonderstellung in der Volkswirtschaft wegen Vorschriften für die handelsrechtliche Rechnungslegung anzuwenden, die sich von denen anderer Unternehmungen unterscheiden. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und der Finanzkrise wird diese Sonderstellung noch einmal verstärkt, insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte.

Dieses einzigartige Werk hat eine umfassende Erläuterung dieser von Kreditinstituten zu beachtenden Normen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zum Ziel. Dabei werden die Einzelnormen vor dem Hintergrund bilanztheoretischer Erwägungen betrachtet und in diese eingebettet.

Das Buch ist einerseits für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen etc. geeignet, andererseits aber auch für im externen Rechnungswesen tätige Praktiker bzw. für deren Ausbildung, weil über neu auftretende Bilanzierungsprobleme immer nur unter bilanztheoretischen Überlegungen entschieden werden kann. Für Theoretiker wie Praktiker gleichermaßen interessant sind die immer auch von bankaufsichtsrechtlichen Überlegungen geprägten jahresabschlusspolitischen Maßnahmen, die bei den verschiedenen Normen erläutert werden. Schließlich berücksichtigt das Werk auch die Internationalisierung der deutschen (Bank-) Rechnungslegung.

- das maßgebliche Werk in diesem Bereich

- verarbeitet die für Kreditinstitute relevanten Bereiche des BilMoG

- inkl. der wichtigen Thematik zur Bewertung von Finanzinstrumenten

- Die Grundlagen

- Die Bilanz der Kredit- und Finanzinstitute

- Die Gewinn- und Verlustrechnung

- Die Bewertung im Jahresabschluss

- Der Inhalt von Anhang und Lagebericht

- Die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

- Die Besonderheiten der Konzernrechnungslegung

- Die Rechungslegung nach den International Accounting Standards

- Die Jahresabschlusspolitik

Für Studierende mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien sowie Kaufleute im Rechnungswesen der Kredit- und Finanzinstitute.