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4.2.1 Überblick in:

Hartmut Bieg

Bankbilanzierung nach HGB und IFRS, page 642 - 642

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3566-5, ISBN online: 978-3-8006-4456-8, https://doi.org/10.15358/9783800644568_642

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
J9B 8%( (?():*"+ "!-. 2345 J9B9[ N$()$&%-# Die umfangreichsten Positionen in Institutsbilanzen sind Forderungen, Wert4 papiere und Verbindlichkeiten (vgl. dazu Abschnitt 1.3.1.2), so dass für Kre4 ditinstitute die Frage nach der Bewertung dieser Positionen eine große Rolle spielt. IAS 39 regelt die Bewertung von Finanzinstrumenten, wozu auch die genannten Positionen zählen; deswegen wird im Folgenden näher auf die Re4 gelungen dieses Standards eingegangen. Dabei greifen die Ausführungen auf G(,/U9"00&,*.U7+Y5'+*UQ'01-H+01- 2009 (S. 1494193) zurück. Darüber hinaus enthält IAS 39 auch Vorschriften zur Bewertung von Deriva4 ten sowie zur bilanziellen Berücksichtigung von Absicherungszusammenhän4 gen (-,./, '11"+2%(2/). Neben IAS 39 spielt auch IAS 21 bei Kreditinstituten für Bewertungsfragen eine Rolle, da er Regelungen zur Währungsumrechnung enthält. J9B9B (?():*"+ 67" 3%"!"'%">:)*;(":(" J9B9B9[ 0)*"1&!+(" *"1 8(=%"%:%7" 67" 3%"!"'%">:)*;(":(" Die Vorschriften zur Behandlung von Finanzinstrumenten im Jahresabschluss sind auf 1)(% 5:!"1!)1> verteilt. IAS 32 und IFRS 7 regeln Ausweis4 und Offenlegungsfragen, während sich die Regelungen zu Ansatz und Bewertung, um die es hier in erster Linie gehen soll, in IAS 39 finden. IAS 32.11 enthält zudem eine Reihe von Definitionen, die nach IAS 39.8 auch für diesen Stan4 dard Gültigkeit besitzen. 3%"!"'%">:)*;(":( sind nach IAS 32.11 Verträge, die gleichzeitig bei einer Unternehmung zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts (&(2'21('* '00,%) und bei einer anderen Unternehmung zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit (&(2'21('* *('H(*(%O) oder eines Eigenkapitalinstruments (,i+(%O (20%#+5,2%) führen. Entgegen dem Wortlaut des IAS 32.11 muss sich die For4 derung der bilanzierenden Unternehmung nicht unbedingt gegen eine Unter4 nehmung richten; entsprechendes gilt für Verbindlichkeiten. Die wortgetreue Anwendung würde Forderungen und Verbindlichkeiten unberücksichtigt las4 sen, deren Partner keine Unternehmung ist. Dies ist nicht als sachgerecht an4 zusehen. Insgesamt gehören zu den Finanzinstrumenten nach dieser sehr weiten Defini4 tion also sowohl originäre Finanzinstrumente als auch alle derivativen Finanz4

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Zusammenfassung

Kreditinstitute haben ihrer besonderen Geschäftstätigkeit und ihrer Sonderstellung in der Volkswirtschaft wegen Vorschriften für die handelsrechtliche Rechnungslegung anzuwenden, die sich von denen anderer Unternehmungen unterscheiden. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und der Finanzkrise wird diese Sonderstellung noch einmal verstärkt, insbesondere hinsichtlich der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte.

Dieses einzigartige Werk hat eine umfassende Erläuterung dieser von Kreditinstituten zu beachtenden Normen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zum Ziel. Dabei werden die Einzelnormen vor dem Hintergrund bilanztheoretischer Erwägungen betrachtet und in diese eingebettet.

Das Buch ist einerseits für Studierende an Universitäten und Fachhochschulen etc. geeignet, andererseits aber auch für im externen Rechnungswesen tätige Praktiker bzw. für deren Ausbildung, weil über neu auftretende Bilanzierungsprobleme immer nur unter bilanztheoretischen Überlegungen entschieden werden kann. Für Theoretiker wie Praktiker gleichermaßen interessant sind die immer auch von bankaufsichtsrechtlichen Überlegungen geprägten jahresabschlusspolitischen Maßnahmen, die bei den verschiedenen Normen erläutert werden. Schließlich berücksichtigt das Werk auch die Internationalisierung der deutschen (Bank-) Rechnungslegung.

- das maßgebliche Werk in diesem Bereich

- verarbeitet die für Kreditinstitute relevanten Bereiche des BilMoG

- inkl. der wichtigen Thematik zur Bewertung von Finanzinstrumenten

- Die Grundlagen

- Die Bilanz der Kredit- und Finanzinstitute

- Die Gewinn- und Verlustrechnung

- Die Bewertung im Jahresabschluss

- Der Inhalt von Anhang und Lagebericht

- Die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

- Die Besonderheiten der Konzernrechnungslegung

- Die Rechungslegung nach den International Accounting Standards

- Die Jahresabschlusspolitik

Für Studierende mit dem Schwerpunkt Bankbetriebslehre an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien sowie Kaufleute im Rechnungswesen der Kredit- und Finanzinstitute.