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3.9 Zusammenfassung in:

Péter Horváth

Controlling, page 292 - 293

12. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3878-9, ISBN online: 978-3-8006-4455-1, https://doi.org/10.15358/9783800644551_292

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
3.9 Zusammenfassung 281 Vahlens Handbücher – Horváth – Controlling (12. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 19.09.2011 Status: Imprimatur Seite 281 3.9 Zusammenfassung Wir haben in den vorangegangenen Abschnitten das Planungs- und Kontrollsystem in erster Linie unter den Aspekten der ergebniszielorientierten Koordination diskutiert. Unsere wichtigsten Aussagen sind: r Für den Controller ist die Mitwirkung an Planung und Kontrolle eine zentrale Aufgabe. r Planung und Kontrolle sind als ein einheitliches System zu sehen. r Das Planungs- und Kontrollsystem differenzieren wir in funktionale (Pläne, Planungsaktivitäten), instrumentale (ideelle und reale Instrumente) und institutionale (Planungsorgane, Planungsprozess) Subsysteme, die jeweils eigene Koordinationsprobleme haben. r Der Fokus der Koordination durch das Controlling ist auf das Ergebnisziel gerichtet. r Die koordinierenden Aufgaben des Controllings betreffen die Gestaltung des PK- Systems (systembildende Koordination) und das Planungsmanagement (systemkoppelnde Koordination). r Die Koordinationsaufgaben des Controllings erstrecken sich auch auf die Stufe der strategischen Planung. Man spricht hier vom strategischen Controlling. Durch die zunehmende Dynamik wird dabei Strategieflexibilität immer wichtiger. r Ein mögliches Instrument zur Schließung der Lücke zwischen strategischer und operativer Planung/Maßnahmen ist die Balanced Scorecard. r Wichtig für die Controllingpraxis ist die Differenzierung in sachzielorientierte und in formalzielorientierte Planung. Wir sprechen von Aktionsplanung und von Budgetierung. Die Kritik an der traditionellen Budgetierung nimmt dabei wegen ihrer Abb. 3.78: Subsysteme und Gestaltungsmerkmale des Budgetierungssystems in der Untersuchung von Horváth et al. (1985) 3 Koordination des Planungs- und Kontrollsystems282 Vahlens Handbücher – Horváth – Controlling (12. Auflage) – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 19.09.2011 Status: Imprimatur Seite 282 hohen Komplexität und des hohen Aufwands zu. Es werden Verbesserungspotenziale und sogar der Verzicht auf die Budgetierung diskutiert. r Ein in der Praxis ständig an Bedeutung zunehmendes Gebiet ist die Planung und Kontrolle der Gemeinkosten im Verwaltungsbereich. Die eingesetzten Instrumente können input-, output-, prozess- oder strukturorientiert sein. r Als ein weiteres bedeutsames Gebiet der formalzielorientierten Planung ist die Steuerplanung anzusehen. r Die Planungspraxis zeigt, dass die von uns herausgearbeiteten Koordinationsaspekte in der betrieblichen Realität großes Gewicht haben. Testfragen zu Kapitel 3: 1. Welche Funktionen besitzt die Planung in der Unternehmung? 2. Welche Elemente hat ein Planungssystem? 3. Aus welchen Gründen werden Planung und Kontrolle als Einheit aufgefasst? 4. Was sind die wesentlichen Aufbauprinzipien von Planungs- und Kontrollsystemen? 5. Nehmen Sie eine Abgrenzung der Begriffe strategische, taktische und operative Planung vor! 6. Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen sachzielorientierter und formalzielorientierter Planung! Was heißt Ergebniszielorientierung? 7. Welche Lösungsansätze gibt es zur Koordination von Teilplänen? 8. Welche praktischen Möglichkeiten gibt es zur flexiblen Gestaltung von Plänen? 9. Wie lassen sich Planungsinstrumente klassifizieren? 10. Welche Arbeitsteilung gibt es hinsichtlich Metaplanung und operationaler Planung zwischen Controlling und Linienmanagement? 11. Nennen Sie die wichtigsten Organisationsformen der Planungskoordination! 12. Welche Aufgaben hat die Ablauforganisation der Planung zu lösen? 13. Nennen Sie die wichtigsten Planungsdokumente! 14. Was versteht man unter „Strategischem Controlling“? 15. In welcher Form wird die Steuerbelastung in der Planung berücksichtigt? 16. Nennen Sie die wichtigsten Kritikpunkte an der traditionellen Budgetierung 17. Welche Neuentwicklungen in der Planung gibt es? Literaturempfehlung zu Kapitel 3: Eine umfassende Darstellung von ergebnisorientierter Planung, Kontrolle und Informationsversorgung mit Beispielen aus der Unternehmungspraxis bietet das Buch von Hahn und Hungenberg mit dem Titel „PuK-Wertorientierte Controllingkonzepte“ (6. Aufl., Wiesbaden 2001). Literaturverzeichnis zu Kapitel 3 Agthe, K., „Controller“, in: Grochla, E. (Hrsg.), Handwörterbuch der Organisation, Stuttgart 1969, S.351–362 (3. Aufl. 1992). Agthe, K., Strategie und Wachstum der Unternehmung – Praxis der langfristigen Planung, Baden-Baden, Bad Homburg v. d.h. 1972. Al-Laham, A., Strategieprozesse in deutschen Unternehmen, Wiesbaden 1997. Andrews, K. R., The Concept of Corporate Strategy, Homewood, III. 1971, (3. Ed. 1987). Ansoff, H. I., Corporate Strategy – An Analytic Approach to Business Policy for Growth and Expansion, New York, San Francisco, Toronto etc. 1965.

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References

Zusammenfassung

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Auch nach über dreißig Jahren verfolgt dieses Buch weiterhin das ehrgeizige Ziel, mit jeder Neuauflage den »State of the Art« in Wissenschaft und Praxis des Controllings wiederzugeben. Unverändert geblieben ist dabei die Intention dieses Standardwerkes. Es liefert eindeutige Antworten auf drei umfassende Fragen:

* Was ist die Grundidee des Controllingkonzepts?

* Welche Aufgaben umfasst die Controllingfunktion?

* Wie wird die Controllingfunktion organisatorisch realisiert?

Höchste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth gehört zu den renommiertesten Persönlichkeiten im Controlling. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates einer Managementberatung und Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Controlling.