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7.4 Zusammenfassende Kritik an den Modellen der simultanen Unternehmungsplanung in:

Hartmut Bieg, Heinz Kußmaul

Investition, page 249 - 254

2. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3658-7, ISBN online: 978-3-8006-4434-6, https://doi.org/10.15358/9783800644346_249

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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7.4 Zusammenfassende Kritik 227 theoretischen Modellen formulierten Bedingungen. Bei der Modellformulierung wird explizit auf die Möglichkeit, Ganzzahligkeitsbedingungen zu berücksichtigen, hingewiesen. Auf die mathematische Darstellung soll an dieser Stelle verzichtet werden.397 Die Lösung des Problems ist wieder mit dem Simplex-Algorithmus möglich (eventuell verbunden mit einer Ganzzahligkeitsbedingung). 7.3.3.2 Die Modellbeurteilung Die Vorteile des Ansatzes von Hax und Weingartner gegenüber dem Einperiodenfall von Albach liegen zum einen im Verzicht auf den problematischen Kalkulationszinssatz, zum anderen in der Darstellung eines Mehrperiodenmodells. Unrealistisch ist auch bei diesem Modell die Voraussetzung, die Investitionsprojekte seien isolierbar und unabhängig, sowohl untereinander als auch von den Finanzierungsmöglichkeiten. Durch die Einführung von Ganzzahligkeitsbedingungen können allerdings gewisse Abhängigkeiten zwischen den Investitionsprojekten dargestellt werden. Die weiteren dem Modell zugrunde gelegten Prämissen stimmen mit den Voraussetzungen der bisher betrachteten Modelle weitgehend überein. So wird weiterhin unterstellt, dass das optimale Produktionsprogramm vorgegeben ist; die Berücksichtigung des Absatzes erfolgt auch beim Modell von Hax und Weingartner nur in Obergrenzen.398 Zusammenfassende Kritik 7.4 Zusammenfassende Kritik an den Modellen der simultanen Unternehmungsplanung 7.4.1 Die grundsätzlichen Kritikpunkte bezüglich der Modelle zur simultanen Unternehmungsplanung 7.4.1.1 Die Datenbeschaffungsprobleme Die praktische Anwendbarkeit der Modelle zur simultanen Investitions- und Finanzplanung wird bei den Mehrperiodenmodellen dadurch erschwert, dass nicht nur die zu Beginn des Planungszeitraums anstehenden Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten und ihre zukünftigen Auswirkungen erfasst werden müssen, sondern auch sämtliche Daten der während des gesamten Planungszeitraums zu treffenden Investitions- und Finanzierungsentscheidungen mit ihren entsprechenden Auswirkungen. Die Schwierigkeiten liegen dabei in der Vielzahl der Daten, die gerade bei sehr komplexen Modellen (vor allem bei Einbeziehung des Produktionsplans) zu erheblichen Datenbeschaffungsproblemen führt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Daten nicht von einer zentralen Quelle in der Unternehmung bezogen werden können, sondern aus den einzelnen Abteilungen mühsam zusammengetragen werden müssen.399 Die benötigten Daten sind zudem prognoseabhängig und mit zunehmender Län- 397 Das zum Modell gehörende Gleichungssystem findet sich beispielsweise bei Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 290-294; Götze, Uwe: Investitionsrechnung. 5. Aufl., Berlin u.a. 2006, S. 311-322; Perridon, Louis/Steiner, Manfred: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 14. Aufl., München 2007, S. 88-91. 398 Zur Kritik vgl. insbesondere Perridon, Louis/Steiner, Manfred: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 14. Aufl., München 2007, S. 91. 399 Vgl. dazu Kruschwitz, Lutz: Investitionsrechnung. 12. Aufl., München 2009, S. 283. 7 Die Investitionsprogrammentscheidungen228 ge des Planungszeitraums durch ein immer höheres Maß an Unsicherheit charakterisiert. Blohm/Lüder/Schaefer sprechen von einem mit dem Planungshorizont verbundenen Dilemma: „Um Fehlentscheidungen in der Gegenwart zu vermeiden, sollte der Planungshorizont so festgelegt werden, dass die nach diesem Zeitpunkt gegebenen Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten auf die gegenwärtige Entscheidung ohne Einfluss sind. Unter dem Gesichtspunkt der Datenbeschaffung sollte der Planungshorizont hingegen möglichst nahe an der Gegenwart liegen“.400 Das Scheitern der praktischen Umsetzung an der Schwierigkeit, die für eine Optimierung benötigten Informationen bereitzustellen, wird in der Literatur als die entscheidende Restriktion bezüglich der Anwendbarkeit von Simultanmodellen angesehen.401 7.4.1.2 Die rechentechnischen Probleme Bei Modellen, die eine große Zahl von Investitions- und Finanzierungsprojekten berücksichtigen, steigt die Zahl der Variablen und der Nebenbedingungen sehr stark an. Dadurch wird die dem linearen Programm zugrunde liegende Matrix zu groß, so dass noch vor zehn Jahren sowohl bezüglich des Speicherplatzes als auch bei der Rechenzeit die zur Verfügung stehende Hardware und Software überfordert war. Insbesondere bei gemischt-ganzzahligen oder ganzzahligen LP-Modellen konnten auch bei sehr leistungsfähigen Rechenanlagen die Grenzen der rechentechnischen Durchführbarkeit sehr rasch erreicht sein. Mittlerweile hat sich dies durch den technischen Fortschritt der Hard- und Software jedoch geändert. Blohm/Lüder/Schaefer sehen rechentechnische Schwierigkeiten allenfalls „noch bei großen ganzzahligen und gemischt-ganzzahligen Programmen mit Blick auf die Laufzeit“.402 Aufgrund des technischen Fortschritts stoße die praktische Anwendung des Mehrperiodenmodells kaum noch auf Schwierigkeiten.403 7.4.2 Die weiter gehenden Kritikpunkte bezüglich der Modelle zur simultanen Unternehmungsplanung 7.4.2.1 Die grundsätzliche Kritik Die bisherigen Kritikpunkte spiegeln die gängige Kritik des Schrifttums an den Modellen der simultanen Unternehmungsplanung wider. Sie stellen die Modelle nicht grundsätzlich in Frage und lassen „den Eindruck entstehen, als ob einer praktischen Anwendung solcher Modelle nichts mehr im Wege stünde, wenn nur diese [...] besprochenen Engpässe beseitigt werden könnten“.404 Heinhold übt an den Modellen eine sehr viel schärfere Kritik; er versucht, die Legitimation für die Forschungsarbeit bezüglich der Simultanplanungsmodelle grundsätzlich in Frage zu stellen und schlägt vor, „die Modelle aus der aktuellen betriebs- 400 Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 295. 401 So z.B. Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 304-305; Kern, Werner: Investitionsrechnung. Stuttgart 1974, S. 231-232;. Kühn, Richard: Grundzüge eines heuristischen Verfahrens zur Erarbeitung von Planungskonzeptionen. In: Die Betriebswirtschaft 1985, S. 533. 402 Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 295. 403 Vgl. Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 295. 404 Heinhold, Michael: Simultane Unternehmensplanungsmodelle – ein Irrweg? In: Die Betriebswirtschaft 1989, S. 694. 7.4 Zusammenfassende Kritik 229 wirtschaftlichen Diskussion herauszunehmen und ihnen einen Platz im Kapitel „Geschichte der Betriebswirtschaftslehre“ zuzuweisen“.405 Angesichts der Akzeptanzprobleme, auf die die Planungsmodelle in der Praxis stoßen,406 ist eine tiefergehende kritische Betrachtung der Modelle tatsächlich auch notwendig. 7.4.2.2 Das entscheidungslogische Konzept der Modelle Schon bei der Definition eines Simultanmodells soll der Anspruch erfüllt werden, dass die Menge der Handlungsalternativen, deren Interdependenzen und ihre Auswirkungen auf das Entscheidungskriterium sowie alle möglichen Umweltzustände bekannt sind. Die dazu notwendige Informationsbeschaffung ist jedoch nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Quantität, sondern auch aus qualitativer Sicht nicht realisierbar, so dass dieser Modellanspruch nicht einlösbar ist.407 Als weiterer fundamentaler Kritikpunkt ist die zeitliche Begrenzung des Planungszeitraums zu nennen. Während in der Realität eine Unternehmung normalerweise auf Dauer geführt wird, ist in den Modellen zur simultanen Unternehmungsplanung eine Begrenzung des Planungszeitraums aus Gründen der Datenbeschaffung und der Prognosemöglichkeiten unabdingbar. Somit begehen alle Simultanmodelle den Fehler, über den Planungszeitraum hinausgehende Auswirkungen der Handlungsalternativen zu vernachlässigen. 7.4.2.3 Der Ablauf des Entscheidungsprozesses Bezüglich der Vorgehensweise bei der Entscheidungsfindung lässt sich feststellen, dass die zeitliche Struktur der Entscheidungsfindung nicht dem in der Realität zu findenden Ablauf von Entscheidungsprozessen entspricht.408 Die Tatsache, dass in der Praxis die Sukzessivansätze dominieren, ist ein Zeichen dafür, dass die sukzessive Vorgehensweise (d.h. die schrittweise Abstimmung der betrieblichen Teilpläne) dem in der Praxis üblichen System der Unternehmungsplanung eher entspricht.409 7.4.2.4 Die Zielfunktion der Modelle versus Zielbildung in der Realität Bezüglich der Zielfunktion der Simultanmodelle wird von Heinhold die Vernachlässigung theoretischer Erkenntnisse und empirischer Untersuchungen, die die Mehrdimensionalität des Zielsystems in der Realität nachweisen, beanstandet. Stattdessen wird bei den Modellen zur simultanen Unternehmungsplanung eine einheitliche Zielfunktion vorausgesetzt. Nach 405 Heinhold, Michael: Simultane Unternehmensplanungsmodelle – ein Irrweg? In: Die Betriebswirtschaft 1989, S. 689-690. 406 Vgl. Bäuerle, Paul: Zur Problematik der Konstruktion praktikabler Entscheidungsmodelle. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft 1989, S. 176-177; Little, John D. C.: Models and Managers: The Concept of a Decision Calculus. In: Management Science 1970, S. B 466-B 485. 407 Vgl. auch Bretzke, Wolf-Rüdiger: Der Problembezug von Entscheidungsmodellen. Tübingen 1980, S. 131. 408 Vgl. z.B. Witte, Eberhard: Phasen-Theorem und Organisation komplexer Entscheidungsverläufe. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung 1968, S. 628. 409 Vgl. dazu auch Schierenbeck, Henner/Wöhle, Claudia B.: Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre. 17. Aufl., München 2008, S. 387. 7 Die Investitionsprogrammentscheidungen230 empirischen Untersuchungen410 setzt sich das Zielsystem einer Unternehmung mindestens aus Marktzielen (z.B. Marktanteil, Umsatz), Leistungszielen (z.B. Qualität der Produkte, Prestige) und Ertragszielen (z.B. Gewinn) zusammen. Die klassischen Modellziele der Vermögens- bzw. Einkommensmaximierung können höchstens mit dem Gewinnziel verglichen werden, es ist jedoch keine Zielidentität zwischen dem Ziel der Gewinnmaximierung und den beiden klassischen Modellzielen gegeben.411 Auch bei der Formulierung der Zielfunktion vernachlässigen die Modelle der Unternehmungsplanung die realen Gegebenheiten. Hauschildt hat in einer empirischen Untersuchung nachgewiesen, dass „das Streben nach dem Optimum als ausschließliche Form der Zielfunktion“412 nicht auftritt. Anstelle des Erzielens eines Optimalwerts wird in der Praxis vielmehr versucht, ein bestimmtes Mindestniveau zu erreichen. Häufig wird auch einfach nur die Verbesserung der Situation angestrebt, ohne dass dabei ein Zielerreichungsgrad spezifiziert wird. Eine Übereinstimmung mit der Zielfunktion simultaner Planungsmodelle liegt in der Praxis nicht vor. Voraussetzung der Optimierungsmodelle ist das Vorliegen einer Zielfunktion, anhand derer die Entscheidungsalternativen bewertet und ausgewählt werden. In der Realität besteht jedoch ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis bezüglich Zielbildung, Problemdefinition und der Suche nach Handlungsmöglichkeiten, so dass Zielklarheit nicht gegeben ist.413 Damit sind auch die Annahmen, die bezüglich der Zielbildung getroffen werden, empirisch nicht haltbar. Die Modelle der simultanen Planung berücksichtigen keine Konflikte zwischen den individuellen Zielvorstellungen der Entscheidungsträger und den vorgegebenen Unternehmungszielen. Individuelle Ziele können eine wesentliche Rolle im Entscheidungsprozess spielen. Wenn das vorgegebene Unternehmungsziel nicht mit den Individualzielen der Mitarbeiter übereinstimmt, kann es zu einer bewussten oder unbewussten Ablehnung kommen. Daraus können sich Leistungsveränderungen ergeben, die dazu führen, dass die ursprünglich als optimal anzusehende Lösung unter den neuen Gegebenheiten nicht mehr optimal ist.414 Bei sukzessiver Vorgehensweise kann im Allgemeinen eine bessere Beteiligung der einzelnen Organisationsmitglieder am Entscheidungsprozess erreicht werden, wodurch die Identifikation mit den Planwerten i.d.R. erhöht wird. 410 Vgl. dazu und zum Folgenden Fritz, Wolfgang/Förster, Friedrich/Wiedmann, Klaus-Peter/Raffée, Hans: Unternehmensziele und strategische Unternehmensführung. In: Die Betriebswirtschaft 1988, S. 573-586. 411 Vgl. dazu Heinhold, Michael: Simultane Unternehmensplanungsmodelle – ein Irrweg? In: Die Betriebswirtschaft 1989, S. 704. 412 Hauschildt, Jürgen: Entscheidungsziele. Tübingen 1977, S. 67. 413 Vgl. Heinhold, Michael: Simultane Unternehmensplanungsmodelle – ein Irrweg? In: Die Betriebswirtschaft 1989, S. 698-708; Witte, Eberhard: Entscheidungsprozesse. In: Handwörterbuch der Organisation, hrsg. von Erich Frese, 3. Aufl., Stuttgart 1992, Sp. 551-565. 414 Vgl. dazu und zum Folgenden Perridon, Louis/Steiner, Manfred: Finanzwirtschaft der Unternehmung. 14. Aufl., München 2007, S. 91-92. 7.4 Zusammenfassende Kritik 231 7.4.3 Zusammenfassende Beurteilung Die Modelle zur simultanen Unternehmungsplanung werden in den Lehrbüchern ausführlich behandelt.415 Schon allein deshalb ist eine Auseinandersetzung mit den Simultanmodellen im Bereich der Investitions- und Finanzplanung notwendig. Angesichts der realitätsfremden Prämissen ist jedoch eine kritische Betrachtung erforderlich. Die Kritik der Lehrbücher geht dabei oft nicht weit genug. Gerade bezüglich jener Modelle, die durch die Einbeziehung möglichst vieler Teilbereiche der Unternehmung ein möglichst realitätsnahes Entscheidungsmodell darzustellen versuchen, ist Vorsicht angebracht. Wöhe wertet die Modelle der Simultanplanung als Versuche, „der komplexen Investitionsentscheidung gerecht zu werden“, und sieht ihre Bedeutung „in den theoretischen Einsichten, die man mit ihrer Hilfe über die Beziehungen von Investition, Finanzierung, Produktion und Absatz gewinnen kann“.416 Somit liegt die Bedeutung der Simultanmodelle in erster Linie in ihrer Funktion als Erklärungsmodelle. Als Entscheidungsmodelle sollten sie nicht herangezogen werden. 415 Vgl. z.B. Blohm, Hans/Lüder, Klaus/Schaefer, Christina: Investition. 9. Aufl., München 2006, S. 271-305; Götze, Uwe: Investitionsrechnung. 5. Aufl., Berlin u.a. 2006, S. 289-342; Kruschwitz, Lutz: Investitionsrechnung. 12. Aufl., München 2009, S. 225-285. 416 Wöhe, Günter: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 18. Aufl., München 1993, S. 812; aktuell nicht mehr enthalten. 8 Die Beurteilung der Investitionsrechnungsverfahren 8.1 Die Investitionsrechnungsverfahren in der Theorie Bei der Frage, welches Investitionsrechnungsverfahren in welchen Entscheidungssituationen zur Anwendung kommen sollte, kann man nicht zu einer allgemein gültigen Antwort kommen. In der Folge wird anhand von Abbildung 53 zuerst ein zusammenfassender Überblick über die verschiedenen statischen und dynamischen Verfahren der Investitionsrechnung gegeben. Vermögensendwertmethode Methode des internen Zinsfußes Kapitalwertmethode Annuitätenmethode Amortisationsrechnung Sollzinssatzmethoden Kapitalwertrate Statische Verfahren Dynamische Verfahren Verfahren der Investitionsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Amortisationsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Kostenvergleichsrechnung Abbildung 53: Statische und dynamische Verfahren der Investitionsrechnung Aus Abbildung 53 wird ersichtlich, dass sich im Grundsatz die Gewinnvergleichsrechnung und die Annuitätenmethode entsprechen, wobei im einen Fall mit statischen Berechnungsweisen und im anderen Fall mit finanzmathematischen Techniken gearbeitet wird. Die Annuitätenmethode wiederum stellt nichts anderes als eine Variation der Kapitalwertmethode dar, während die Gewinnvergleichsrechnung einen Ausbau der Kostenvergleichsrechnung beinhaltet. Als Renditemaße haben sich in den klassischen Verfahren die Rentabilitätsvergleichsrechnung im statischen Bereich bzw. die Methode des internen Zinsfußes im dynamischen Bereich durchgesetzt. Zur Beurteilung der Rücklaufzeit im Sinne eines Risikomaßes wird in beiden Bereichen jeweils die Methode der Amortisationsrechnung herangezogen. Für den Fall abweichender Soll- und Haben-Zinssätze ergibt sich als Alternative und Weiterentwicklung zur Kapitalwertmethode die Vermögensendwertmethode. Als Alternative zur Methode des internen Zinsfußes stellen sich die Sollzinssatzmethode und die bisher noch nicht behandelte Kapitalwertrate dar. Bei der Kapitalwertrate wird der Kapi-

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Zusammenfassung

Zu Beginn dieses Lehrbuches wird auf die grundlegenden Prinzipien und Bestandteile der Finanzwirtschaft eingegangen. Daran schließt sich die umfangreiche Auseinandersetzung mit der Investition (und hier vor allem mit den Verfahren der Investionsrechnung) an. Dabei werden alle theorie- und praxisrelevanten Facetten behandelt. Zur Veranschaulichung der Inhalte dient ein durchgehendes Beispiel. Im letzten Kapitel wird sich mit Fragen der Unternehmensbewertung (inkl. DCF-Verfahren) auseinandergesetzt.

- Einführendes Lehrbuch in die Verfahren der Investitionsrechnung

- Behandelt werden theoretische wie praxisrelevante Fragestellungen.

- Zusammenhänge und finanzwirtschaftliche Entscheidungskriterien

- Einordnung von Investitionsrechnung und Investitionsentscheidungen

- Statische und dynamische Verfahren der Investitionsrechnung

- Dynamische Verfahren der Investitionsrechung

- Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer und des Ersatzzeitpunktes von Investitionen

- Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen

- Investitionsprogrammentscheidungen

- Entscheidungen über Finanzinvestitionen

"Insgesamt betrachtet liegt hier ein beachtliches Nachschlagewerk zum Themenkomplex Investition und Finanzierung vor, das jede einschlägige Frage in ihren Grundzügen beantwortet… Angehenden Betriebswirten und Praktikern kann das Handbuch uneingeschränkt empfohlen werden."

Ingo Nautsch in "Die Bank" zur Vorauflage der Bände.

Prof. Dr. Hartmut Bieg ist Inhaber des Lehrstuhls für Bankbetriebslehre an der Universität des Saarlandes.

Professor Dr. Heinz Kußmaul ist Direktor des Betriebswirtschaftlichen Instituts für Steuerlehre und Entrepreneurship am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, an der Universität des Saarlandes.

Für Studierende der Betriebswirtschaftslehre im Bachelor für das Fach Investition & Finanzierung an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien. Das Buch bietet aber auch Praktikern zahlreiche Anhaltspunkte zur Lösung von Investitionsproblemen.