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2.1 Steuerfolgen der Gründung in:

Dieter Schneeloch

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Band 2: Betriebliche Steuerpolitik, page 329 - 329

3. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3697-6, ISBN online: 978-3-8006-4432-2, https://doi.org/10.15358/9783800644322_329

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2 Vorteilsvergleich zwischen Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften ohne Berücksichtigung von Umwandlungsvorgängen 2.1 Steuerfolgen der Gründung Die Steuerfolgen einer Unternehmensgründung sind weitgehend rechtsformunabhängig. So ist die Zufuhr von Eigenkapital bei allen Rechtsformen ein Vorgang, der sich in der Vermögens- und nicht in der Einkommenssphäre abspielt. Gründungskosten gehören bei allen Rechtsformen zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben, d. h. sie mindern den steuerlichen Gewinn im Gründungsjahr des Unternehmens. Im Rahmen von Steuerbelastungsvergleichen ist es sinnvoll, diese Steuerfolgen nicht gesondert, sondern im Rahmen der laufenden Besteuerung im Gründungsjahr zu berücksichtigen. Hiervon soll nachfolgend stets ausgegangen werden. Umsatzsteuerlich entstehen bei der Gründung eines Einzelunternehmens regelmä- ßig nur nichtsteuerbare Vorgänge. Die Ausgabe von Gesellschaftsrechten sowohl an einer Personen- als auch an einer Kapitalgesellschaft führt zwar zu steuerbaren sonstigen Leistungen, doch sind diese nach § 4 Nr. 8 UStG steuerbefreit. Bareinlagen durch den Unternehmer bzw. die Gesellschafter stellen regelmäßig nichtsteuerbare Vorgänge dar. Ausnahmen können sich lediglich in den Fällen ergeben, in denen Sacheinlagen getätigt werden, allerdings nur dann, wenn dies im Rahmen eines Unternehmens geschieht. Da es sich dann regelmäßig um Umwandlungsvorgänge handelt, soll hierauf an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Gründungsvorgang selbst regelmäßig nur Steuerentlastungen bewirkt, die zweckmäßigerweise im Rahmen der laufenden Besteuerung des Jahres der Gründung erfasst werden. Sind die Ertragsteuersätze des Personenunternehmens einerseits und der alternativ zu gründenden Kapitalgesellschaft andererseits in etwa gleich hoch, so sind dies auch die Steuerentlastungen der Alternativen. Als relevante Ertragsteuersätze kommen nur die Differenzsteuersätze und nicht etwa die Durchschnittsteuersätze in Betracht. 2.2 Unterschiede in der laufenden Besteuerung Unterschiede in der laufenden Besteuerung gibt es insbesondere bei den Ertragsteuern. Ein Unterschied ergibt sich aus § 11 Abs. 1 GewStG. Nach dieser Vorschrift steht einem Personenunternehmen bei Ermittlung des Gewerbeertrags ein Freibetrag von 24.500 € jährlich zu, Kapitalgesellschaften hingegen nicht.

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Zusammenfassung

Die betriebswirtschaftliche Steuerlehre für BWLer.

Band 2 dieses zweibändigen Werkes behandelt die Steuerplanung aus der Sicht der einzelnen Unternehmen – das Kerngebiet der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Dabei geht es vor allem um methodische Grundlagen, die Steuerbilanzpolitik, die Berücksichtigung von Steuern im Rahmen von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen sowie um die steuerlichen Aspekte bei der Rechtsformwahl und beim Rechtsformwechsel. Die Neuauflage beruht auf dem im Sommer 2009 geltenden Rechtsstand. Berücksichtigt sind somit bereits die Anfang 2009 in kraft getretenen Erbschaftsteuerreform, das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz 2009 sowie das im Rahmen des Konjunkturpakets II erlassene Gesetz zur Sicherung der Beschäftigung und Stabilität in Deutschland mit dem veränderten Einkommensteuertarif des Jahres 2010.

* Grundlegende Zusammenhänge und Instrumentarium der betrieblichen Steuerpolitik

* Steuerbilanzpolitik, sonstige zeitliche Einkommensverlagerungspolitik

* Berücksichtigung von Steuern im Rahmen von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen

* Rechtsformwahl und Rechtsformwechsel

* Lösungen zu den Aufgaben

Das Buch wendet sich an Studierende der Betriebswirtschaft an Universitäten und Fachhochschulen, Angehörige steuerberatender Berufe, Unternehmensberater und Juristen.

Der Autor

Prof. Dr. Dieter Schneeloch, Steuerberater, ist o. Professor der Betriebswirtschaftslehre an der FernUniversität in Hagen.