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IX. Fazit in:

Thomas Foscht, Bernhard Swoboda, Joachim Zentes

Handelsmanagement, page 628 - 629

3. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4265-6, ISBN online: 978-3-8006-4425-4, https://doi.org/10.15358/9783800644254_628

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
I. Fallstudie: bauMax 585 Teilzahlung: Ab einem Kaufpreis von 300 EUR können volljährige, kreditwürdige Kunden eine Teilzahlung vereinbaren, wobei 20% des Kaufpreises anzuzahlen sind. Bankomatkassa: Kunden der bauMax-Märkte können mittels Bankomat- oder Euroscheckkarte an allen Kassen bargeldlos bezahlen. Garantien bei bauMax Geld-zurück-Garantie: Gegen Vorlage des Kassabons werden originalverpackte Waren vier Wochen lang zurückgenommen und der Kunde erhält den Einkaufsbetrag refundiert. Wachstumsgarantie: bauMax führt nur ausgesuchte und erstklassige Qualitäten. Bei allen Gärtnermeister-Topfpflanzen und -Hydrokulturen sowie bei Laubgehölzen, Rosen und Koniferen wird ein Jahr Garantie gewährt. Im Falle einer berechtigten Reklamation erhält der Kunde gegen Vorlage des Kassabons Ersatz oder er bekommt den Kaufpreis rückerstattet. Quelle: www.baumax.at, 01. September 2011. Darüber hinaus bietet bauMax einen Kabelzuschnitt, einen Spülenausschnitt, Holz nach Maß sowie einen Schärfdienst für Klingen, Kanten oder Bohrer an. In den Mega-bauMax- Märkten werden weitere Services angeboten, wie bspw. Farbenmischungen, Bodenbelags- oder Bilderrahmenzuschnitte. Anregungen, Wünsche und Beschwerden können auch über die Website des Unternehmens mitgeteilt werden. Die mobilen Projektberater Die mobilen Projektberater unterstützen Kunden kostenlos von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Fertigstellung bei Neu- oder Umbau sowie bei der Renovierung oder Sanierung. Zum Leistungsangebot zählen z.B. Fachberatung und Energiekostenberatung vor Ort, Hilfestellung bei der Planung, Ausmess-Service, Vermittlung der Lieferung direkt auf die Baustelle oder die Vermittlung von Handwerkern über die HausProfis. Die mobilen Projektberater sind in allen Mega bauMax-Märkten und weiteren ausgewählten bauMax-Märkten für die Kunden da. Quelle: www.baumax.at, 01. September 2011. Auf der Website werden weiters verschiedene Online-Tools wie z.B. 3D-Bad-Planer oder Carport- und Farb-Konfiguratoren angeboten. Des Weiteren bieten Rechner Unterstützung bei der Berechnung von benötigtem Material z.B. im Bereich Fliesen, Tapeten und Zäunen sowie für die zeitliche Planung der anfallenden Arbeiten im Garten einen Gartenarbeits- und einen Mondkalender. IX. Fazit Die Geschäftsstrategie von bauMax war und ist auf die Erschließung neuer Märtke – v.a. in Zentral- und Osteuropa ausgerichtet. Das Sortiment umfasst sowohl Hersteller- als auch Eigenmarken, die zu Dauertiefstpreisen angeboten werden. Das entwickelte Vier- Welten-Konzept wird in allen Marketinginstrumenten umgesetzt, erhöht aber v.a. im In- Store-Management die Transparenz für die Kunden. Das Servicemanagement wird als zentrales Differenzierungsinstrument zum Wettbewerb eingesetzt. Um die Ansprache von neuen Kunden – v.a. „Nicht-Heimwerker“ – zu erreichen, wird zudem ein umfassendes Service angeboten. In der Kommunikation gewinnen neben TV-, Radio- und Printwerbung die Kanäle Internet und hier im Speziellen Social Media immer mehr an Bedeutung. Fünftes Kapitel Die Gestaltung der Supply Chain A. Gegenstand I. Überblick Die Supply Chain-Prozesse bilden – wie in Abbildung 1.41 im Ersten Kapitel dargestellt – zusammen mit den Marktbearbeitungs-Prozessen die Kernprozesse von Handelsunternehmen und stehen zugleich mit diesen in enger Verbindung. So setzt die Gestaltung der Supply Chain im Handel an der Nachfrage an, d.h., sie geht von den Absatzmärkten aus und nicht – wie dies in der Vergangenheit der Fall war – von den Beschaffungsmärkten. Insofern hat sich diesbezüglich ein Paradigmenwechsel im Handel vollzogen. Daher wird auch von „Demand & Supply Chain Management“ gesprochen (Hertel/Zentes/ Schramm-Klein 2011, S. 10f.). Eine weitere Grundausrichtung kommt bereits in dem Begriff „Supply Chain“ selbst zum Ausdruck: Das Prozessdenken fordert nicht nur, die Beziehungen zwischen den logistischen Subsystemen innerhalb des Handelsunternehmens zu betrachten, sondern auch die Wirkungszusammenhänge mit den Logistiksystemen der anderen, in die Versorgungskette integrierten Unternehmen. Die Supply Chain bezeichnet dabei sowohl die beteiligten Partner bzw. Akteure als auch die Verbindungen und Prozesse, die zwischen ihnen bestehen. Dieser unternehmensübergreifende Ansatz, der somit auf eine Gesamtsystemoptimierung abzielt und von einer partnerschaftlichen Grundhaltung ausgeht, die zu sog. Win-Win- Lösungen führen soll, wird ermöglicht durch die Verfügbarkeit kostengünstiger und leistungsstarker I&K-Technologien: Integrierte (rechnergestützte) Warenwirtschaftssysteme stellen das technische „Rückgrat“ der modernen Supply Chain-Lösungen dar. Sie bilden auch die Grundlage moderner Logistikkonzepte, die im Bereich der Lagerhaltung auf Bestandsreduzierung oder gar -abbau oder im Bereich des Transports auf die Optimierung der Kapazitätsauslastung, einschließlich der Reduzierung von Leerfahrten o.Ä., abzielen. IT-gestützte Warenwirtschaftssysteme haben zugleich eine weiter gehende Funktion. Sie liefern nicht nur die informatorischen Grundlagen zur Steuerung der Supply Chain, sondern auch zur Messung und Evaluierung im Hinblick auf ihre Performance. Darüber hinaus bilden sie eine wichtige Basis zur Lieferantenanalyse und -bewertung im Rahmen des Supplier Relationship Managements sowie zur Sortimentsanalyse und zum Wirkungscontrolling im Rahmen des Category Managements und des Customer Relationship Managements. Im Folgenden stehen die Supply Chain-Prozesse im Vordergrund; sie werden aus analytischen Gründen getrennt nach Beschaffungsprozessen, Logistikprozessen und Informationsprozessen, wenngleich diese Prozesse stets simultan ablaufen. Die prozessuale Sichtweise wird ergänzt um eine Charakterisierung der wesentlichen Ausprägungsformen, Komponenten und Funktionalitäten der Beschaffung, der Logistik und der Warenwirtschaftssysteme. Den Abschluss bildet die Fallstudie Zara.

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References

Zusammenfassung

Modernes Handelsmanagement.

Zentes/Swoboda/Foscht, Handelsmanagement

3. Auflage. 2012.

ISBN 978-3-8006-4265-6

Handelsmanagement komplett

Handelsunternehmen bauen ihre Wertschöpfungstiefe sowohl »up-stream« als auch »down-stream« aus. Auch Industrieunternehmen gestalten ihre Wertschöpfungsarchitekturen zunehmend um: Durch absatzmarktorientierte Vertikalisierung werden auch sie zu »Händlern«. Das Buch führt in die neuen Ansätze und Methoden des modernen Handelsmanagements ein und erklärt die Zusammenhänge in der Handelspraxis.

Handelsmanagement in der Praxis

Diese Ansätze und Methoden des Handelsmanagements werden vorgestellt:

* Strategien, Betriebs- und Vertriebstypen des Handels

* Optionen des Absatzmarketing

* Gestaltung der Supply-Chain

* Konzepte der Führung in Handelsunternehmen.