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A. Gegenstand in:

Thomas Foscht, Bernhard Swoboda, Joachim Zentes

Handelsmanagement, page 352 - 352

3. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4265-6, ISBN online: 978-3-8006-4425-4, https://doi.org/10.15358/9783800644254_352

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Drittes Kapitel Die Dynamik der Betriebs- und Vertriebstypen A. Gegenstand Die Wahl der Betriebs- und Vertriebstypen stellt eine zentrale Aufgabe des Handelsmanagements dar. Deren Vielzahl und Dynamik begründen die Notwendigkeit einer Typologisierung, die der Differenzierung der unterschiedlichen Ausprägungen des Großund Einzelhandels dient. Die Begriffe Betriebsform bzw. Betriebstyp werden zwar teilweise in der Literatur differenziert interpretiert (Barth/Hartmann/Schröder 2007, S. 43f.), analog zur Definition im Katalog E wird hier jedoch bei synonymer Verwendung auf den Begriff Betriebstyp zurückgegriffen: Als Betriebstyp (Betriebsform) wird eine Gruppe von Handelsbetrieben mit gleichen oder ähnlichen Merkmalsausprägungen bezeichnet, die über einen längeren Zeitraum beibehalten werden. Bei der Definition von Betriebstypen wird auf Merkmale zurückgegriffen, mit denen das Erscheinungsbild des Handelsbetriebes gegenüber den Kunden gestaltet wird (Aussschuss für Definition zu Handel und Distribution 2006, S. 22). Der Betriebstyp ist meist auf stationäre Erscheinungsformen des Handels einzuengen; nicht-stationäre Formen, z.B. der Versandhandel, sind als Vertriebstypen einzustufen (Tietz 1993b, S. 29ff.). Im Folgenden werden nach einer Diskussion der theoretischen Grundlagen der Entwicklung von Betriebstypen wesentliche Betriebstypen des Groß- und Einzelhandels sowie der Handelsvermittlung behandelt. Darüber hinaus wird auf nichtstationäre Erscheinungsformen sowie Entwicklungen bzgl. neuerer Standorte und der Konkurrenz zum Handel eingegangen. Der abschließende Abschnitt thematisiert die Bestimmungsfaktoren der Entwicklung und die Evaluationsmethoden zur Wahl von Betriebs- und Vertriebstypen. Deutlich hervorzuheben ist, dass erstens Betriebstypen nachfolgend komparativ, so anhand bestimmter Kriterien voneinander abgrenzbar gemacht werden. Zweitens bestehen innerhalb der Betriebstypen (z.B. Supermärkte) jenseits von Normkriterien natürlich Unterschiede zwischen Unternehmen. Drittens unterliegen Betriebstypen Veränderungen; erfolgreiche Unternehmen entwickeln den Betriebstyp weiter, „erfinden sich“ im angestammten Betriebstypenkonzept jede Dekade selbst „neu“ (Relaunch), um imWettbewerb bestehen zu können. B. Theoretische Grundlagen der Entwicklung der Betriebs- und Vertriebstypen I. Eine Synopse zu den Ansätzen der Prozessforschung Im Zeitablauf kann eineWeiter- und Neuentwicklung der Betriebs-/Vertriebstypen im Markt beobachtet werden, wobei einzelne Typen an Bedeutung verlieren, andere an Bedeutung gewinnen und neue entstehen. Konzeptionell können dieser Wandel und die Wahl von Betriebs- und Vertriebstypen auf Umfeld- und Unternehmensfaktoren, i.S.

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References

Zusammenfassung

Modernes Handelsmanagement.

Zentes/Swoboda/Foscht, Handelsmanagement

3. Auflage. 2012.

ISBN 978-3-8006-4265-6

Handelsmanagement komplett

Handelsunternehmen bauen ihre Wertschöpfungstiefe sowohl »up-stream« als auch »down-stream« aus. Auch Industrieunternehmen gestalten ihre Wertschöpfungsarchitekturen zunehmend um: Durch absatzmarktorientierte Vertikalisierung werden auch sie zu »Händlern«. Das Buch führt in die neuen Ansätze und Methoden des modernen Handelsmanagements ein und erklärt die Zusammenhänge in der Handelspraxis.

Handelsmanagement in der Praxis

Diese Ansätze und Methoden des Handelsmanagements werden vorgestellt:

* Strategien, Betriebs- und Vertriebstypen des Handels

* Optionen des Absatzmarketing

* Gestaltung der Supply-Chain

* Konzepte der Führung in Handelsunternehmen.