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II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts in:

Gerhard Mussel, Jürgen Pätzold

Grundfragen der Wirtschaftspolitik, page 214 - 223

8. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4261-8, ISBN online: 978-3-8006-4374-5, https://doi.org/10.15358/9783800643745_225

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F. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht214 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 ßenwirtschaftliches Gleichgewicht ist eine entscheidende Voraussetzung für eine ausgeglichene Wirtschaftsentwicklung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die bisherigen Überlegungen bezogen sich auf Ungleichgewichte des güterwirtschaftlichen Sektors. Internationale Spannungen können aber auch entstehen, falls sich die Devisenströme bei geldwirtschaftlichen Transaktionen nicht ausgleichen. Betreibt etwa das Inland eine Hochzinspolitik, um seine Inflation zu bekämpfen, so locken die attraktiven Zinsen auch ausländische Anleger ins Land. Dadurch übertreffen die Devisenzuflüsse die Devisenabflüsse, wiederum baut sich im Inland ein Devisenüberschuss auf. Das Ausland verliert auf diese Weise einen Teil des Geldvermögens. Dies kann zu zweierlei Reaktionen führen: • um ,,mithalten“ zu können, müsste das Ausland seine Zinsen ebenfalls heraufsetzen. Dies läuft möglicherweise dem dortigen nationalen wirtschaftspolitischen Kurs zuwider. Unter Umständen bleibt dem Ausland aber letztlich doch nichts anderes übrig, als sich dem höheren Zinsniveau anzupassen; • oder das Ausland übt auf das Inland einen derart großen Druck aus, dass schließlich die heimischen Zinsen gesenkt werden, obwohl dies dem angestrebten stabilitätspolitischen Kurs des Inlandes zuwiderläuft. In jedem Falle ist auch bei dieser Konstellation mit Spannungen zwischen den beteiligten Nationen zu rechnen. Diese kämen erst gar nicht auf, wenn die durch Kapitaltransaktionen ausgelösten Devisenströme sich die Waage hielten. Somit ist unter monetären Gesichtspunkten ebenfalls eine Situation wünschenswert, in der sich die entgegenlaufenden Devisenströme ausgleichen. Die bisherigen Überlegungen gingen vorwiegend von einer vergleichsweise engen Definition des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts im Sinne eines Ausgleichs der Handels- und Dienstleistungsbilanz aus. Es ist erforderlich, dieses Ziel genauer zu operationalisieren, was im Folgenden geschieht. II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts Außenwirtschaftliches Gleichgewicht wurde umschrieben als eine Situation, die dadurch gekennzeichnet ist, dass von den wirtschaftlichen Transaktionen des Inlands mit dem Ausland keine negativen Wirkungen auf die binnenwirtschaftliche Entwicklung ausgehen, und umgekehrt, die heimischen Probleme nicht auf Kosten des Auslandes gelöst werden. Zur Operationalisierung dieser Zielumschreibung bietet es sich an, von der Zahlungsbilanz auszugehen. Dieses außenwirtschaftliche Rechenwerk soll daher kurz vorgestellt werden. 1. Aufbau der Zahlungsbilanz In der Zahlungsbilanz werden sämtliche ökonomischen Transaktionen erfasst, die innerhalb einer bestimmten Zeitperiode zwischen Inländern (Gebietsansässige) und Ausländern (Gebietsfremde) anfallen. Entscheidend ist dabei der ständige Wohnsitz der Personen bzw. der Sitze des Betriebes. Es kommt also II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts 215 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 nicht auf die Nationalität an. Genau genommen handelt es sich bei diesem volkswirtschaftlichen Rechnungswerk nicht um eine ,,Bilanz“, sondern um eine Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgsbilanz, Bewegungsbilanz) mit dem Ausland. Der Begriff „Zahlungsbilanz“ ist daher irreführend. Denn die hierin erfassten ökonomischen Transaktionen sind keine Bestandsgrößen, sondern Stromgrößen. Gleichwohl hat sich der Begriff „Zahlungsbilanz“ eingebürgert. Die registrierten ökonomischen Transaktionen können sowohl güterwirtschaftlicher als auch rein geldwirtschaftlicher Natur sein. Außerdem ist zwischen einseitigen und zweiseitigen Transaktionen zu unterscheiden. In jedem Fall werden sämtliche Transaktionen doppelt verbucht. Gemäß diesem Prinzip der doppelten Buchhaltung ist die Zahlungsbilanz unter dem Strich immer ausgeglichen. Eine Konkretisierung des Außenwirtschaftsziels als „Ausgleich der Zahlungsbilanz“ ist damit inhaltsleer. Bei der Konkretisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts geht es folglich um die Frage, welche Teilbilanz sinnvollerweise im „Gleichgewicht“ sein sollte. Der Aufbau der Zahlungsbilanz wurde mehrfach geändert. Seit 1993 orientiert er sich an einem Rahmen, der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt wurde und international üblich ist. In ihrer einfachsten Form hat die Zahlungsbilanz gegenwärtig die in Abbildung F.1 dargestellte Struktur. Die Teilbilanzen der Zahlungsbilanz enthalten stets wirtschaftlich gleichartige Transaktionen. Ihre Verbuchung geschieht in der Form, dass alle Vorgänge, die zu Devisenzuflüssen führen, auf der Aktivseite der jeweiligen Teilbilanz registriert werden; umgekehrt erfolgt die Erfassung von grenzüberschreitenden Transaktionen, welche Devisenabflüsse nach sich ziehen, auf der Passivseite der Teilbilanz. Sind die Devisenzuflüsse innerhalb einer Teilbilanz größer als die Devisenabflüsse, so ist diese „aktiv“, es liegt ein Überschuss vor. Entsprechend ist eine Teilbilanz „passiv“ bzw. defizitär, falls die Devisenabflüsse größer als die Devisenzuflüsse sind. Die Zahlungsbilanz ist also eine Art Erfolgsrechnung mit Ausland. In Abbildung F.1 wird auch deutlich, dass die Zahlungsbilanz „unter dem Strich“ immer ausgeglichen ist, denn jeder Leistung seht immer eine Gegenleistung gegenüber. In der Leistungsbilanz werden die Leistungs- Quelle: Daten Bundesbank Abb. F.1: Die Struktur der Zahlungsbilanz I. Leistungsbilanz (+ 141,4) I.a Handelsbilanz (+ 143,1) I.b Dienstleistungsbilanz (– 8,0) I.c Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 44,5) I.d Laufende Übertragungen (–38,1) (Übertragungsbilanz) I.e Vermögensübertragungen (0,0) II. Kapitalbilanz (– 141,4) II.a Kapitalbilanz i. e. S. (– 129,7) II.b Devisenbilanz der Zentralbank (– 1,6) II.c Saldo der statistisch nicht aufgliederbaren Transaktionen (–10,1) Zahlungsbilanz (Mit Angabe der Salden für 2010 in Mrd. Euro) F. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht216 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 transaktionen verbucht. In der Kapitalbilanz werden die spiegelbildlichen Ver- änderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland (Kapitalexporte bzw. -importe) erfasst. Bei der Interpretation der Salden in der Kapitalbilanz ist zu beachten, dass negative Vorzeichen per Saldo eine Zunahme der Forderungen des Inlands an das Ausland bedeuten. Denn es handelt sich in diesen Fällen regelmäßig um einen Netto-Kapitalexport, also um Netto- Forderungen von Inländern an das Ausland. Zu den Teilbilanzen im Einzelnen: Die Gruppe Leistungsbilanz (I.) heißt auch ,,Bilanz der laufenden Posten“. Sie enthält sämtliche güterwirtschaftlichen Vorgänge sowie wiederkehrende einseitige Wertübertragungen. Der Export und Import von Waren findet Eingang in die Handelsbilanz (I.a). Immaterielle Güter werden in der Dienstleistungsbilanz (I.b) erfasst. Hierzu zählen die Bereiche Tourismus, Transport, bestimmte Versicherungsleistungen, Messewesen oder Patent- und Lizenzgebühren. Fasst man die Handels- und Dienstleistungsbilanz zusammen, so erhält man den Außenbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt (Ex – Im). Der dritte Posten innerhalb der Leistungsbilanz erfasst die Erwerbs- und Vermögenseinkommen (I.c), die zwischen Inländern und Ausländern fließen. Hierzu gehören etwa die Löhne und Gehälter von ,,Grenzgängern“, also Personen, die im Inland (Ausland) ihren Wohnsitz und im Ausland (Inland) ihren Arbeitsplatz haben. Ebenso sind darin grenzüberschreitende Kapitalerträge wie Zinseinkommen erfasst. Bekanntlich bildet der Saldo der Erwerbs- und Vermögenseinkommen in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung den Unterschied zwischen dem Inlandsprodukt und dem Nationaleinkommen (frühere Bezeichnung: Sozialprodukt). Zur Leistungsbilanz gehören schließlich noch die laufenden Übertragungen (I.d). Es handelt sich dabei um wiederkehrende unentgeltliche Leistungen an das Ausland bzw. aus dem Ausland. Derartige einseitige Leistungen ohne Gegenleistung können sowohl öffentlich sein (z. B. Regierungszahlungen an internationale Organisationen wie die EU oder Wiedergutmachungsleistungen), als auch privat (Überweisungen der Gastarbeiter in ihre Heimatländer, Renten und Pensionen). Das entscheidende Kriterium, dass eine Übertragung als ,,laufend“ eingestuft wird, ist deren vorhandener Einfluss auf Einkommen und Verbrauch. Die Bilanz der Vermögensübertragungen (I.e) wurde inzwischen aus der Bilanz der laufenden Übertragungen ausgegliedert. Hierauf wurde in Abbildung F.1 aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Unter die Vermögensübertragungen fallen sämtliche einseitigen Wertübertragungen zwischen Inländern und Ausländern, die einmaliger Natur sind. Sie können ebenfalls von öffentlichen Stellen (z. B. finanzielle Hilfe für ein Land, das sich einer Naturkatastrophe ausgesetzt sah) oder von Privaten (Schenkungen, Erbschaften usw.) stammen. Im Gegensatz zu den laufenden Übertragungen haben Vermögensübertragungen keinen direkten Einfluss auf Einkommen und Verbrauch, denn zunächst verändert sich lediglich das Vermögen der beteiligten Länder. Die Teilbilanzen (I.a) bis (I.e) bilden zusammen die Nettoposition (NP) des Inlandes gegenüber II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts 217 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 dem Ausland, die in einer offenen Volkswirtschaft zu einer Erweiterung der bekannten I-S-Ex-post-Identität führt: I + NP = S Eine aktive (positive) Nettoposition bedeutet, dass das Inland an das Ausland mehr Leistungen abgegeben hat als es vom Ausland bezogen hat. Das Inland hat also mehr produziert als absorbiert (konsumiert oder investiert). In dieser Höhe hat das Inland zugleich Forderungen gegenüber dem Ausland erworben (z. B.  Zunahme der Währungsreserven der Zentralbank oder Zunahme der Forderungen der privaten Wirtschaftssubjekte gegenüber dem Ausland). Eine passive Nettoposition des Inlandes gegenüber dem Ausland bedeutet, dass das Inland „über seine Verhältnisse gelebt“ hat. Es hat im Verlauf des betreffenden Jahres mehr Leistungen importiert als exportiert. Zur Finanzierung dieses Defizits muss es entweder vorher angesammelte Währungsreserven oder Forderungen gegenüber dem Ausland aufgelöst haben, oder es muss sich per Saldo gegenüber dem Ausland verschuldet haben. Beide Vorgänge schlagen sich in der Devisenbilanz oder in der Kapitalbilanz nieder. Kapital- und Devisenbilanz sind zusammen quasi das Spiegelbild der Nettoposition des Inlandes gegenüber dem Ausland. In der Gruppe der Kapitalbilanz (II.) werden sämtliche Transaktionen verbucht, die zu Änderungen der Forderungen oder Verbindlichkeiten des Inlandes gegenüber dem Ausland führen. In der Kapitalbilanz i. e. S. (II.a) erfolgt eine Gegenüberstellung von Kapitalimporten (Devisenzuflüsse) und Kapitalexporten (Devisenabflüsse) der privaten Wirtschaftssubjekte und des Staates (ohne die Zentralbank). Dabei werden die Kapitalimporte auf der Aktivseite verbucht (Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland bzw. Abnahme von Forderungen an das Ausland). Die Buchung der Kapitalexporte erfolgt auf der Passivseite (Zunahme von Forderungen an das Ausland bzw. Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland). Innerhalb der Kapitalbilanz (II.a) wird zwischen vier Posten unterschieden, nämlich Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen, Krediten und sonstigen Kapitalanlagen. Zu den Direktinvestitionen zählen Beteiligungskapital, reinvestierte Gewinne sowie übrige Anlagen. Die Wertpapieranlagen umfassen Dividendenwerte, festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarktpapiere sowie Finanzderivate. Innerhalb der Kredite wird nach Personenkreisen und Fristigkeit unterschieden. Die sonstigen Kapitalanlagen enthalten insbesondere die Veränderung der Beteiligungen des Bundes an internationalen Organisationen. Die Devisenbilanz der Zentralbank (II.b) ist als ein institutionell gesondert ausgewiesener Teil der Kapitalbilanz. Man könnte die Devisenbilanz daher auch als ,,Kapitalbilanz der Zentralbank“ bezeichnen. Sie enthält die Veränderung der von der Zentralbank gehaltenen Währungsreserven. Hierzu zählen Gold, Devisen und Sorten, die Reserveposition beim Internationalen Währungsfonds (IWF bzw. engl. IMF) einschließlich Sonderziehungsrechte, Forderungen an den Europäischen Fonds für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Notenbankkredite und sonstige Forderungen an den Rest der Welt. F. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht218 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Die Devisenreserven der Zentralbank verändern sich überwiegend als Folge von Interventionen der Zentralbank am Devisenmarkt. Kauft sie Devisen (z. B. dänische Kronen), so stützt sie damit den Kronenkurs. Es hängt von der Ausgestaltung des internationalen Währungssystems ab, ob die Zentralbank am Devisenmarkt intervenieren muss oder nicht. Interventionszwang herrscht in einem internationalen Währungssystem mit festen Wechselkursen (häufig mit Bandbreite). Keine Interventionsverpflichtung herrscht in einem internationalen Währungssystem mit flexiblen Wechselkursen (,,Floating“). Innerhalb des Euroraums intervenieren die nationalen Notenbanken allerdings faktisch nicht am Devisenmarkt, es sei denn nach einem gemeinsamen Beschluss des Zentralbankrates der EZB. Die Währungsreserven der Zentralbank können sich allerdings auch verändern, ohne dass Interventionen am Devisenmarkt erfolgen. Ein Beispiel ist die Zuteilung von Sonderziehungsrechten durch den Internationalen Währungsfonds. In diesem Fall würde der Zunahme der Währungsreserven keine Gegenbuchung in einer anderen Teilbilanz der Zahlungsbilanz gegenüberstehen. Die Zahlungsbilanz wäre unter dem Strich nicht mehr ausgeglichen. Um diese Auswirkung zu vermeiden, erfolgt die Gegenbuchung auf einem Sonderkonto ,,Ausgleichsposten zur Auslandsposition der Deutschen Bundesbank“. Hier wird auch die korrespondierende Gegenbuchung für eine Neubewertung der Währungsreserven vorgenommen. Seit der Umstellung der Zahlungsbilanzstatistik erfasst die Deutsche Bundesbank die Veränderung ihrer Auslandsaktiva nur noch als ,,Transaktionswerte“. Die Zahlungsbilanz enthält eine weitere Teilbilanz in Gestalt der Restpostenbilanz (genauer: Saldo der statistisch nicht aufgliederbaren Transaktionen II.c). Wie der Name sagt, werden in dieser Restpostenbilanz sämtliche statistischen Ermittlungsfehler, nicht offiziell erfasste Transaktionen (z. B. ,,Koffergeschäfte“) oder das zeitliche Auseinanderfallen von Warenlieferungen und Zahlungen (insbesondere als Folge der Veränderung der terms of payments) erfasst. Die Restpostenbilanz sorgt dafür, dass die Zahlungsbilanz trotz statistischer Ungenauigkeiten immer ausgeglichen ist. Ökonomisch ist sie als Teil der Kapitalbilanz zu interpretieren. Verändern sich beispielsweise die Zahlungsgewohnheiten, zahlen also etwa die ausländischen Importeure schleppender als üblich, so gewähren die Exporteure den Importeuren faktisch einen Handelskredit. Dieser Kredit schlägt sich jedoch wegen der statistischen Ermittlungsprobleme in der Restpostenbilanz nieder. Sind die Leistungsexporte größer als die Leistungsimporte, so weist die Leistungsbilanz einen Aktivsaldo auf. Wie bereits erwähnt, bedeutet ein solcher Leistungsbilanzüberschuss, dass mehr Leistungen an das Ausland abgegeben worden sind, als vom Ausland bezogen wurden. In Höhe dieses Überschusses erwirbt das Inland Forderungen gegenüber dem Ausland. Diese Zunahme der Forderungen wird in der oben dargestellten Kapitalbilanz auf der rechten Seite erfasst, und zwar entweder in Form einer Zunahme der Nettoforderungen der privaten Wirtschaftssubjekte gegenüber dem Ausland oder in Form einer Zunahme der Nettoforderungen der Zentralbank gegenüber dem Ausland; letztere tritt in der Devisenbilanz in Erscheinung. Weist die Leistungsbilanz beispiels- II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts 219 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 weise wie im Jahr 2010 einen Überschuss von 141,4 Mrd. Euro aus, so bedeutet dies (unter Vernachlässigung der Vermögensübertragungen), dass wegen des Prinzips der doppelten Buchhaltung auch die Kapitalbilanz [einschließlich der Transaktionen der Notenbank (II.b) und einschließlich der statistisch nicht aufgliederbaren Transaktionen (II.c)] einen Passivsaldo von 141,4  Mrd.  Euro ausweist. Die Zahlungsbilanz ist dann unter dem Strich wiederum formal ausgeglichen. Da die Zahlungsbilanz insgesamt definitionsgemäß immer ausgeglichen ist, wäre es nicht sinnvoll, das Ziel des „außenwirtschaftlichen Gleichgewichts“ als Ausgleich der Zahlungsbilanz zu interpretieren. In den Teilbilanzen der Zahlungsbilanz können allerdings durchaus Salden auftreten. Diese partiellen Ungleichgewichte in den Teilbilanzen bilden die Ansatzpunkte zur qualitativen Operationalisierung des Ziels des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts. 2. Definitionen des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts Die Zahlungsbilanz bildet den Rahmen für die qualitative Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts. Eine einheitliche Methode zur Operationalisierung des Außenwirtschaftsziels gibt es allerdings nicht; vielmehr sind folgende inhaltliche Umschreibungen dieses Ziels anzutreffen: • Ausgleich der Leistungsbilanz, • ein bestimmter Überschuss im Außenbeitrag, • Ausgleich der Devisenbilanz. Am weitesten verbreitet ist die Interpretation des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts als ,,Ausgleich der Leistungsbilanz“. Dahinter steht die Überlegung, dass mit dauerhaften Überschüssen oder Defiziten der Leistungsbilanz negative Konsequenzen, wie sie oben beschrieben wurden, einhergehen. Um diese zu vermeiden, ist eine ausgeglichene Leistungsbilanz erforderlich. Strukturelle (anhaltende) Leistungsbilanzüberschüsse sind aus gesamtwirtschaftlicher Sicht problematisch. Sie gehen ex definitione mit einer entsprechenden Zunahme der Nettokapitalexporte einher – und zwar entweder der Privaten oder der Zentralbank. Durch private Nettokapitalexporte wird im Ausland zusätzliches Vermögen geschaffen. Den Nettokapitalexporten des Überschusslandes (Inland) entsprechen immer betragsgleiche Nettokapitalimporte der Defizitländer (Ausland). Die Nettoschuldnerposition des Auslandes erhöht sich also immer mehr. Es ist abzusehen, wann das Defizitland seinen Zinsendienst nicht mehr aufbringen kann und völlig zahlungsunfähig wird. Spätestens dann zeigt sich, dass Exportüberschüsse ohne Gegenleistung des Auslandes ,,verschenkt“ worden sind. Im Inland wurde dann zwar produziert und gearbeitet, es wurde jedoch nicht der Wohlstand der Bürger erhöht. Darüber hinaus führen strukturelle Leistungsbilanzüberschüsse regelmäßig zu importierter Inflation. Entweder dadurch, dass die Exportnachfrage die Preise in die Höhe zieht, oder dadurch, dass infolge von Devisenmarktinterventionen (Käufe) der Zentralbank die inländische Geldmenge steigt und von daher die Inflation anheizt. F. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht220 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Strukturelle Leistungsbilanzdefizite sind – wie oben am Beispiel des Auslandes erläutert – auf Dauer nicht finanzierbar. Sie führen zudem zu importierter Wachstumsschwäche und zu Arbeitslosigkeit. Das Finanzierungsproblem ergibt sich daraus, dass die Leistungsimporte letztlich ja immer in fremder Währung bezahlt werden müssen. Sind die Devisenreserven erst einmal aufgebraucht, so kommt nur noch die Auslandsverschuldung also Kapitalimporte in Betracht. Um die Kapitalimporte in das Inland zu locken, müssen im Zweifel hohe Zinsen geboten werden. Da der Zinsendienst an das Ausland in der Dienstleistungsbilanz verbucht wird, belastet er die Leistungsbilanz zusätzlich. Auf Dauer wird das Inland gegenüber dem Ausland kreditunwürdig. Es gilt als überschuldet; weitere Leistungsbilanzdefizite können dann nicht mehr finanziert werden. Die hohen Zinsen bremsen auch die wirtschaftliche Aktivität im Inland. Die Folgen sind Wachstumsschwäche und Arbeitslosigkeit. Zudem trägt das Defizitland infolge des Importüberschusses Wachstum und Beschäftigung in das Ausland, während es selbst an Unterbeschäftigung leidet. Die Notenbank kann ein Defizit der Leistungsbilanz nur solange finanzieren, wie sie über eigene Währungsreserven oder Kreditlinien im Ausland (z. B. beim Internationalen Währungsfonds) verfügt. Bei anhaltenden Defiziten stößt auch sie an eine Finanzierungsgrenze (Liquiditätsproblem der Zentralbank). Die Definition des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts in Form einer ausgeglichenen Leistungsbilanz setzt sich in der wirtschaftspolitischen Praxis immer mehr durch. Gleichwohl sind, wie bereits erwähnt, noch zwei weitere Wege der Operationalisierung des Außenwirtschaftsziels üblich, die am Außenbeitrag bzw. an der Devisenbilanz ansetzen, nämlich der Außenbeitrag sowie die Devisenbilanz. Die Forderung nach einem bestimmten Überschuss im Außenbeitrag bildete in der Vergangenheit teilweise den Ansatzpunkt der Bundesregierung (1,5 bis 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts). Begründet wird dies in der Weise, dass durch einen Überschuss in der Handels- und Dienstleistungsbilanz Devisen verdient werden müssen, um das traditionelle Defizit in der Dienstleistungsbilanz und ggf. der Übertragungsbilanz zu finanzieren. Ist der Saldo im Außenbeitrag gerade so groß bemessen, dass das Defizit in der Übertragungsbilanz abgedeckt wird, so läuft diese Definition im Ergebnis auf die Forderung nach einer ausgeglichenen Leistungsbilanz hinaus. Da die Bundesregierung gemäß Stabilitäts- und Wachstumsgesetz auf die Sprache der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung verpflichtet ist, wählt sie diese Umschreibung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts. Schließlich kann außenwirtschaftliches Gleichgewicht auch als Ausgleich der Devisenbilanz definiert werden. In einem internationalen Währungssystem mit festem Wechselkurs (z. B. Bretton-Woods-System) spielte die Devisenbilanz eine dominierende Rolle. Bei güterwirtschaftlichen Ungleichgewichten mussten die Zentralbanken intervenieren. Die Interventionen gehen mit einer Zunahme oder einer Abnahme der Währungsreserven einher. Eine Abnahme der Währungsreserven galt als Schwäche, eine Zunahme der Reserven als Stärke des betreffenden Landes. Darüber hinaus gehen mit den Devisenmarktinterventionen expansive (inflatorische) oder kontraktive (deflatorische) Geldmengeneffekte II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts 221 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 einher. Gegenüber dem Dollar wurde der Interventionszwang im Frühjahr 1973 aufgehoben. Ein Fest-Wechselkurs-System herrschte auch längere Zeit innerhalb der Europäischen Währungen im Rahmen des Europäischen Währungssystems (EWS). Mit dem Übergang zur Gemeinschaftswährung wurde diese Regelung logischerweise hinfällig. Gegenwärtig bestehen nur noch Festkurse zwischen dem Euro und der dänischen und schwedischen Krone sowie einigen Beitrittsländern zur Eurozone. Die Bedeutung der Devisenbilanz als Indikator für außenwirtschaftliche Gleichgewichte oder Ungleichgewichte ist seit dem weitgehenden Verschwinden fester Wechselkurse stark gesunken. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Außenwirtschaftsposition eines Landes wohl am besten durch die Leistungsbilanz widergespiegelt wird. 3. Empirischer Befund Die Entwicklung der wichtigsten Posten der Zahlungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland ist in Tabelle F.1 dargestellt. Ein Blick in die darin enthaltenen internationalen Wirtschaftsbeziehungen zeigt ein sehr differenziertes Bild. Das typische Kennzeichen der westdeutschen Zahlungsbilanz waren in der Vergangenheit hohe Überschüsse im Außenhandel, d. h. eine aktive Handelsbilanz (siehe auch Abbildung F. 1). Der Überschuss (jeweils einschließlich der Ergänzungen zum Außenhandel) stieg seit 1991 nahezu ungebrochen und erreichte im Jahr 2007 – dem Jahr vor der Wirtschaftskrise – einen Spitzenwert von 186 Mrd. Euro. Die Krise der Weltwirtschaft hat in Deutschland einen drastischen Einbruch der Exporte bewirkt. Der Handelsbilanzüberschuss sank stark auf „nur noch“ 127 Mrd. Euro; er hat sich im Zuge des raschen Aufschwungs nach der Krise jedoch wieder sehr rasch erhöht (2010: 143 Mrd. Euro). Diese Entwicklung kann als Beleg für die Wertschätzung gewertet werden, die deutsche Waren im Ausland genießen. Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht August 2011, S. 69* Tab. F.1: Wichtige Posten der Zahlungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland F. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht222 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Die Dienstleistungsbilanz ist in Deutschland traditionell passiv. Hauptgrund ist der Reiseverkehr, der im Jahr 2010 zu Devisenabflüssen von per Saldo rund 32  Mrd.  Euro führte. Die übrigen Dienstleistungen [Transport (+ 7,1 Mrd. Euro), Finanzdienstleistungen (+ 3,7 Mrd. Euro), Patente und Lizenzen (+ 1 Mrd. Euro), Regierungsleistungen (+ 2,5 Mrd. Euro), Bau- und Montageleistungen (+ 2,9 Mrd. Euro)] entwickelten sich im Wesentlichen positiv; sie konnten das Minus im Reiseverkehr jedoch nicht kompensieren. Der Saldo aus empfangenen und geleisteten Erwerbs- und Vermögenseinkommen zeigt seit Jahren ein deutliches Bild. Insbesondere bei den Kapitalerträgen werden erhebliche Überschüsse erzielt (2010: + 45 Mrd. Euro). Diese Entwicklung ist auch nicht überraschend. Die Exportüberschüsse Deutschlands korrespondieren mit einer Zunahme des Auslandsvermögens der Bundesrepublik Deutschland. Die Erträge hieraus schlagen sich als Vermögenseinkommen („Kapitalerträge“) in der Dienstleistungsbilanz nieder. Weniger eklatant ist die Entwicklung der Erwerbseinkommen mit dem Ausland („Grenzgängereinkommen“). Sie sind mit – 0,3 Mrd. Euro weitgehend vernachlässigbar. Ein ,,klassisches“ Minus, und zwar mit steigender Tendenz, weist auch die Bilanz der laufenden Übertragungen auf (–38,9 Mrd. Euro). Hinter den Devisenabflüssen stehen beispielsweise die Überweisungen ausländischer Gastarbeiter in ihre Heimatländer (– 3,0  Mrd.  Euro), vor allem aber die vom öffentlichen Bereich getätigten Zahlungen an internationale Organisationen, einschließlich der Europäische Gemeinschaft (– 23 Mrd. Euro). Die Leistungsbilanz war in Westdeutschland in der Zeit vor der deutschen Einheit traditionell aktiv (Abbildung F.2). 1989 wurde mit 54,8 Mrd. Euro der bis dahin höchste Überschuss erzielt. Defizite waren zuvor lediglich in den Quelle: Nach Angaben der Deutschen Bundesbank Abb. F.2: Leistungsbilanzsalden der Bundesrepublik Deutschland (ab 1991: Gesamtdeutschland) II. Operationalisierung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts 223 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Jahren 1979 bis 1981 als Folge der zweiten Ölkrise und der dadurch verteuerten Importe zu verzeichnen. Ab 1991 sind im Zuge der deutschen Einheit jedoch bis zum Jahr 2000 hohe Defizite in der Leistungsbilanz aufgetreten. Faktisch wurde Auslandsvermögen in dieser Zeit abgebaut. Anders formuliert: über die Passivierung der Leistungsbilanz wurde ein Teil der Lasten der Deutschen Einheit „außenwirtschaftlich“ finanziert. In 2001 schwenkte der Saldo jedoch wieder in den positiven Bereich und erreichte 2007 mit 181 Mrd. Euro seinen bisherigen Rekordwert. 2010, dem ersten Jahr nach der Wirtschaftskrise, wurde bereits wieder ein Überschuss von 141,4 Mrd. Euro erzielt. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung waren die hohen Überschüsse in der Handelsbilanz. Die Kapitalbilanz schloss bis 1990 mit einem Defizit ab. Dies überrascht nicht, denn Nettokapitalexporte sind ja logische Konsequenz der Leistungsbilanz- überschüsse. Das negative Vorzeichen in der Kapitalbilanz ist ökonomisch allerdings ein ,,Plus“, denn in Höhe des ausgewiesenen Minusbetrages in der Kapitalbilanz haben die Nettoforderungen des Inlands gegenüber dem Ausland zugenommen, d. h. inländische Wirtschaftssubjekte haben im Ausland Geld- und Kapitalanlagen getätigt. Die Bundesrepublik hat also in dieser Zeit überwiegend Auslandsvermögen gebildet. Im Zeitraum von 1991 bis 1998 war jedoch eine Umkehr in der Kapitalbilanz festzustellen; die in diesen Jahren auftretenden Nettodevisenzuflüsse fielen dabei unterschiedlich hoch aus. Die Bundesrepublik wurde also während dieser Zeit Nettokapitalimporteur und hat damit Auslandsvermögen abgebaut. Ab dem Jahr 2001 drehte die Leistungsbilanz und damit auch die spiegelbildliche Kapitalbilanz (einschließlich des Restpostens) wieder ins Plus. Seither ist der für Deutschland typische Status eines Gläubigerlandes zu verzeichnen. Innerhalb der Kapitalbilanz findet der Posten „Direktinvestitionen“ immer wieder große Beachtung in der Öffentlichkeit. Er weist seit vielen Jahren ein Defizit auf. Das bedeutet, dass deutsche Firmen in hohem Umfang im Ausland investieren, während ausländische Firmen in vergleichsweise geringem Maße in Deutschland Produktionsstätten aufbauen oder Beteiligungen eingehen. Aus diesem Tatbestand wird immer wieder die Schlussfolgerung gezogen, der „Wirtschaftsstandort Deutschland“ sei in Gefahr. Allerdings erweist sich eine derartige Interpretation als problematisch. Denn die Tätigung deutscher Direktinvestitionen im Ausland darf nicht nur gleichgesetzt werden mit einer Entscheidung gegen den Produktionsstandort Deutschland. Vielmehr ist die verstärkte Präsenz deutscher Firmen im Ausland auch als Ausdruck der zunehmenden Globalisierung zu sehen. Außerdem muss eine so erfolgreiche Exportnation wie Deutschland auf seinen Auslandsmärkten mit entsprechenden Produktions- und After-sale-Leistungen vertreten sein. In 2010 war bei den Direktinvestitionen wiederum ein negativer Saldo zu verzeichnen (– 44 Mrd. Euro). Bei der Interpretation der Devisenbilanz der Deutschen Bundesbank ist die Vorzeichenregelung zu beachten. Eine Zunahme der Währungsreserven wird mit einem ,,Minus-Vorzeichen“ und eine Abnahme mit einem ,,Plus-Vorzeichen“ ausgewiesen. Diese Vorzeichengebung ist aus zahlungsbilanztechnischer Sicht zwar richtig, kann aber zu Problemen bezüglich der Verständlichkeit führen.

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References

Zusammenfassung

Wirtschaftspolitik verständlich erklärt.

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in: Studium 90/2012

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in: www.rezensionen.ch 15.5.12

Autoren

Prof. Dr. Gerhard Mussel unterrichtet Volkswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule

Baden-Württemberg Stuttgart.

Prof. Dr. Jürgen Pätzold ist Honorarprofessor an der Universität Hohenheim.