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V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung in:

Gerhard Mussel, Jürgen Pätzold

Grundfragen der Wirtschaftspolitik, page 132 - 141

8. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4261-8, ISBN online: 978-3-8006-4374-5, https://doi.org/10.15358/9783800643745_143

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D. Preisniveaustabilität132 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Die beschriebenen Maßnahmen zur Drosselung der Hochkonjunktur sind nicht vollständig. Weitere Instrumenteneinsätze sind denkbar. Erfolgversprechender als ein fallweises kontraktives Eingreifen ist jedoch eine Wirtschaftspolitik, die durch eine stetige und stabilitätsgerechte Gestaltung der Geld- und Finanzpolitik inflationäre Entwicklungen gar nicht erst aufkommen lässt. Für eine derartige Verstetigung der Wirtschaftspolitik treten vor allem Monetaristen ein. Wenn die Inflation bereits in Gang gekommen ist, wenn das Kind also schon in den Brunnen gefallen ist, dann braucht es erhebliches politisches Standvermögen, um die vorhandene Inflationsmentalität zu brechen. Denkt man etwa an bevorstehende Wahlen, so erscheint es alles andere als gesichert, dass die an der Macht befindlichen Politiker unpopuläre Maßnahmen beschließen und dann auch durchhalten. Selbst eine unabhängige Notenbank kommt im Zweifel in eine schwierige Situation, denn letztlich ist auch sie kein Gebilde in einem völlig politikfreien Raum. Eine zusammenfassende Übersicht über die Arten, Ursachen und Bekämpfungsmöglichkeiten der Nachfrageinflation gibt Abbildung D.12. V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 1. Inflation und Verteilungskampf Die Nachfrageinflation ist, wie ausgeführt, das Resultat einer nachfrageseitigen Überforderung der Produktionsmöglichkeiten in konjunkturellen Aufschwungsphasen. Sie ist daher nur mit Boomphasen vereinbar. Empirische Erfahrungen zeigen nun aber, dass Preisniveausteigerungen durchaus auch in rezessiven Phasen auftreten. Hierfür müssen folglich andere Ursachenfaktoren als die Nachfrage verantwortlich sein. Sie sind auf der Angebotsseite der Volkswirtschaft bzw. bei den mit Macht ausgetragenen Verteilungskämpfen zu suchen. Tritt Inflation gleichzeitig in Verbindung mit Rezession bzw. Stagnation (und damit Arbeitslosigkeit) auf, so spricht man von Stagflation. Stagflationäre Entwicklungen wurden insbesondere in den siebziger Jahren beobachtet. Erfahrungsgemäß ist mit der Angebotsinflation vorwiegend in Abschwungsphasen zu rechnen. Der Grund hierfür sind geringere Verteilungsspielräume, die härtere Verteilungskämpfe zur Folge haben. Jedoch muss angebotsseitige Inflation keineswegs nur auf Rezessionsphasen beschränkt sein, sondern sie kann durchaus auch in der Hochkonjunktur auftreten. In einem solchen Fall wird die Inflation durch die Nachfrage- und Angebotsseite, also doppelt angeheizt. Wie bereits eingangs erwähnt, ist Inflation letztlich ein gesellschaftliches Phänomen. Sie geht auf den Versuch einzelner Individuen oder mächtiger gesellschaftlicher Gruppen zurück, den eigenen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Produktion (am realen Inlandsprodukt bzw. Volkseinkommen) auf Kosten anderer zu erhöhen. Übersteigt dabei die Summe der Einkommensforderungen die realen Produktionsmöglichkeiten, so erfolgt der Ausgleich über das V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 133 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Ventil steigender Preise. Deshalb nennt man diesen Inflationstypus auch Verteilungskampfinflation. Da die Verteilungskämpfe ihren Niederschlag auf der Angebotsseite der Volkswirtschaft finden, spricht man häufig auch von Angebotsinflation. Prinzipiell finden die Verteilungskämpfe auf drei Ebenen statt: • zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern • zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor • zwischen dem Inland und dem Ausland Um daraus inflatorische Prozesse erwachsen zu lassen, müssen zum einen die beteiligten Gruppen über entsprechende Machtpositionen verfügen. Zum andern bedarf es zur Durchsetzung dieser Forderungen der monetären Alimentierung. Ausgehend von den am Verteilungskampf beteiligten Gruppen können verschiedene Arten der Angebotsinflation unterschieden werden. Setzen die Arbeitnehmer zur Verbesserung ihrer Einkommensposition höhere Löhne durch, so besteht die Gefahr der Lohnkosteninflation. Erhöht der Staat die indirekten Steuern, dann kommt es zur Kostensteuerninflation. Verlangt das Ausland höhere Preise für den Verkauf seiner Güter, so ist importierte Kosteninflation die Folge. In all diesen Fällen führen steigende Kosten zu steigenden Preisen, es liegt eine Kostendruckinflation vor. Sie trägt vielfach die Bezeichnung „cost-push-Inflation“. Verfügen die Unternehmen über genügend Macht auf den Märkten, so können sie ihre Gewinnposition verbessern, indem sie ihre Preise heraufsetzen. In diesem Fall handelt es sich um Marktmachtinflation. Da versucht wird, über die Preiserhöhungen die Gewinne nach oben zu drücken, wird dieser Inflationstyp auch als „Gewinndruckinflation“ bezeichnet. Auf die genannten Arten von Inflation soll im Folgenden genauer eingegangen werden. a. Lohnkosteninflation Die bekannteste Kategorie der Angebotsinflation ist die Kosteninflation, und hier wiederum die Lohnkosteninflation. Ein Anstieg der Lohnsätze (jeweils inklusive Lohnzusatzkosten) ist gleichzusetzen mit einer Verteuerung des Produktionsfaktors Arbeit. Das bedeutet nun jedoch keineswegs, dass jede Lohnsteigerung auch Anlass sein müsste, die Produktpreise entsprechend zu erhöhen. Den Lohnkostensteigerungen stehen nämlich normalerweise Kosteneinsparungen durch Rationalisierung gegenüber. Im Zuge der Rationalisierung steigt die Arbeitsproduktivität. Sie stellt eine Schlüsselgröße für die Lohn- und Preisentwicklung dar. Unter der Arbeitsproduktivität (π) versteht man das Verhältnis von Output (Y) zum Arbeitskräfteinput (A): Y A π = Wird der Arbeitskräfteeinsatz in Personen gemessen, so erhält man die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen. In Deutschland belief sich die durchschnittliche Arbeitsproduktivität im Jahr 2010 auf knapp 62 Tsd. Euro, d. h. der Beitrag eines Erwerbstätigen zum BIP betrug durchschnittlich etwa 62 Tsd. Euro (in Preisen D. Preisniveaustabilität134 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 des Jahres 2010). Wird die insgesamt geleistete Arbeitszeit der Erwerbstätigen (sog. Arbeitsvolumen) als Bezugsgröße im Nenner des Quotienten verwendet, so erhält man die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde (sie lag im Jahr 2010 bei 43 Euro je Stunde). Steigt die Arbeitsproduktivität (bei unterstelltem konstanten Preisniveau), so bedeutet dies, dass • mit einem unverändertem Personaleinsatz und folglich mit einer unveränderten Lohnkostensumme ein höherer Output (BIP), oder • ein unveränderter Output mit einem geringeren Personal- bzw. Stundeneinsatz erzeugt werden kann. In beiden Fällen sinken die Kosten je hergestellter Produkteinheit. Produktivitätssteigerungen bewirken folglich Stückkostensenkungen. Bei Konstanz der übrigen Kostenfaktoren hat dies zur Folge, dass die Lohnstückkosten sinken. Im Ausmaß dieser rationalisierungsbedingten Kosteneinsparung können mithin die Lohnsätze steigen, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Lohnstückkosten hätte. Eine Lohnpolitik, welche die Lohnsteigerungen am Produktivitätsfortschritt ausrichtet, nennt man produktivitätsorientierte Lohnpolitik. Das ,,Eichmaß“ von Lohnerhöhungen ist also nach diesem Konzept die Zunahme der Arbeitsproduktivität. Die nach dieser Regel gestiegenen Lohnsteigerungen sind kostenneutral, da sie durch Rationalisierungsfortschritte vollständig aufgefangen werden. Das heißt beispielsweise: Bei einem Produktivitätsfortschritt von 1,5  Prozent ist eine Lohnsteigerung von ebenfalls 1,5 Prozent stabilitätsgerecht. Lohnsteigerungen, die jedoch über den Produktivitätsfortschritt hinausgehen, wirken inflatorisch. Das gilt zumindest dann, wenn es den Unternehmen gelingt, den produktivitätsüberschreitenden Teil der Lohnerhöhungen in höheren Preisen weiterzugeben. Ein extremes Beispiel hierfür war das Jahr 1970; damals wurden Lohnsteigerungen von ca. 16 Prozent durchgesetzt, während der Produktivitätsfortschritt nur knapp 4 Prozent betrug. Die Überwälzung in die Preise gelang jedoch nicht vollständig, mit der Folge, dass die Gewinnquote sank und die Lohnquote stieg. Die damit eingetretene Verschlechterung der Bedingungen für die Finanzierung der Investitionen führte zur Investitionszurückhaltung und zu weniger Wachstum und weniger Beschäftigung. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung errechnet anlässlich seiner Jahresgutachten den sog. „lohnpolitischen Verteilungsspielraum“. Zentrale Bestimmungsgröße ist hierbei die Entwicklung der Arbeitsproduktivität. Abbildung D.13 veranschaulicht, wie in der Vergangenheit dieser lohnpolitische Verteilungsspielraum ausgeschöpft worden ist. Es gibt Phasen einer Überbeanspruchung und Phasen einer Unterbeanspruchung des in der Volkswirtschaft zur Verfügung stehenden Lohnsteigerungsspielraums. Eine Überbeanspruchung wirkt tendenziell stückkostenerhöhend und damit inflatorisch, eine Unterbeanspruchung ist tendenziell mit einer Senkung der Lohnstückkosten für die Unternehmen verbunden; sie wirkt damit beschäftigungsfördernd. Bemerkenswert in der Grafik C.13 ist der sehr starke Anstieg der Lohnstückkosten in den Jahren 2009/2010. Dies war keineswegs V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 135 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Folge hoher Lohnsteigerungen, sondern Ergebnis des Tatbestandes, dass in der Wirtschaftskrise – im Unterschied zu konjunkturellen Einbrüchen in der Vergangenheit – die Belegschaft in deutlich geringerem Maß abgebaut worden ist, als die Produktion eingebrochen ist. Die Folge war ein sehr starker Rückgang der Produktivität je Erwerbstätigen. Insgesamt ist festzustellen, dass die Lohnpolitik in Deutschland, verglichen mit anderen Staaten, in der Vergangenheit ausgesprochen moderat war. Dies hat auch zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation beigetragen. Produktivitätsorientierte Lohnpolitik gilt als kostenneutral. Sie gibt damit, wie erwähnt, keinen Anlass zur Überwälzung in die Produktpreise. Produktivitätsorientierte Lohnpolitik ist zugleich beschäftigungsneutral. Da die Lohnstückkosten unverändert bleiben, gibt es auch keinen Anlass, Arbeitskräfte durch Sachkapital zu substituieren oder ursprünglich im Inland getätigte Investitionen in das kostengünstigere Ausland zu verlagern. Produktivitätsorientierte Lohnpolitik lässt zudem die herrschende Einkommensverteilung unverändert. Lohneinkommen und Gewinneinkommen steigen im gleichen Maße – und zwar mit der Zuwachsrate der Arbeitsproduktivität. Die Lohnquote (der Anteil der Lohneinkommen am Volkseinkommen) und die Gewinnquote (Anteil der Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen am Volkseinkommen) bleiben dadurch unverändert. Es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Quoten unverändert bleiben! Die Einkommen steigen jedoch mit der Rate des Produktivitätsfortschritts. Aus Sicht der Unternehmen ist eine produktivitätsorientierte Lohnerhöhung diejenige Lohnsteigerungsrate, die den Arbeitnehmern maximal zugestanden Quelle: Nach Angaben des Sachverständigenrates, JG 2010/2011 (Anhang) Abb. D.13: Ausschöpfung des lohnpolitischen Verteilungsspielraums in Deutschland D. Preisniveaustabilität136 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 werden sollte. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wird sogar für Lohnsteigerungen unterhalb des Produktivitätsfortschritts plädiert, um die Gewinnquote zu erhöhen und von daher die Bedingungen für die Finanzierung von arbeitsplatzschaffenden Investitionen zu verbessern. Aus Sicht der Gewerkschaften sind produktivitätsorientierte Lohnsteigerungen die Mindestforderung, die es durchzusetzen gilt. Ist im laufenden Jahr zudem mit Inflation zu rechnen, so wird zusätzlich ein Inflationsausgleich gefordert. Gelingt die Durchsetzung dieses Inflationsausgleichs und steigt die Inflation tatsächlich mit der prognostizierten Rate, so bedeutet dies, dass die Reallöhne genau mit der Rate des Produktivitätsfortschritts gestiegen sind. Realwirtschaftlich hat sich also trotz Inflationsausgleich gegenüber der Situation ohne Inflation nichts geändert. Im Grunde ist ein Inflationsausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern unstrittig. Strittig ist in der jeweiligen Tarifauseinandersetzung allerdings die Höhe dieses Inflationsausgleichs. Im Zweifel prognostizieren die Arbeitgebervertreter für die kommende Periode nur eine vergleichsweise geringe Inflationsrate, während die Gewerkschaften mit pessimistischen Prognosen bezüglich der künftigen Entwicklung des Geldwertes in die Verhandlungen gehen. Wie erwähnt, ändert aber auch ein korrekt antizipierter Inflationsausgleich die reale Verteilungsposition der Arbeitnehmer nicht. Die Lohnquote bleibt also unverändert. Gewerkschaften fordern daher in der Regel zusätzlich zur Rate des Produktivitätsfortschritts und zum Inflationsausgleich einen Umverteilungszuschlag. Gelingt es, diesen Umverteilungszuschlag durchzusetzen, so steigen entweder die Preise oder die Arbeitslosigkeit. Preiserhöhungen ergeben sich dann, wenn die Unternehmen den Umverteilungszuschlag in die Produktpreise überwälzen können. Dann ist allerdings für die Arbeitnehmer wiederum nichts gewonnen: Zwar sind die nominellen Einkommen stärker gewachsen, gleichzeitig hat aber auch die Inflation zugenommen. Der Arbeitnehmer hat, bildhaft gesprochen, wohl eine vollere Lohntüte, real ist in dieser Lohntüte jedoch nicht mehr drin als ohne Umverteilungszuschlag. Falls die Unternehmen den Umverteilungszuschlag nicht in die Güterpreise überwälzen können, sinkt die Gewinnquote. Die Folgen sind Investitionszurückhaltung und Arbeitslosigkeit. Diejenigen Arbeitnehmer, die nicht entlassen werden, verfügen nach der Lohnerhöhung über höhere reale Einkommen – allerdings auf Kosten derjenigen Arbeitnehmer, die durch diese Lohnpolitik arbeitslos geworden sind. Erhöhte Beiträge zur Arbeitslosenversicherung können jedoch dazu führen, dass sich auch in diesem Fall der Umverteilungserfolg als Pyrrhus-Sieg erweist. Der produktivitätsorientierte Teil der Lohnerhöhungen steigert dagegen – wie erwähnt – sehr wohl den realen Lebensstandard der Arbeitnehmer. Die Veränderung der Einkommensverteilung ist, wie die Erfahrung lehrt, über die Lohnpolitik nicht bzw. nur unter Inkaufnahme erheblicher Risiken für Beschäftigung, Wachstum und Preise zu erreichen. Eine erfolgreiche Veränderung der Einkommensverteilung kann nur über die Vermögensbildung herbeigeführt werden. Den Tarifparteien kommt daher in einer marktwirtschaftlichen Ordnung ein hohes Maß an Verantwortung zu. Produktivitätsorientierte V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 137 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Lohnpolitik gilt als eine derartige verantwortungsvolle Lohnpolitik. Aus Sicht der Gewerkschaften hat sie jedoch den Nachteil, dass die herrschende Einkommensverteilung mehr oder weniger zementiert wird. Da in der öffentlichen Diskussion häufiger die negativen Beschäftigungseffekte von Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen herausgestellt werden, soll der Wohlstandseffekt des Produktivitätsfortschritts noch aus einem anderen Blickwinkel heraus beleuchtet werden: Eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität um beispielsweise 1,5 Prozent bedeutet, dass mit einem unverändertem Personalbestand eine um 1,5 Prozent höhere Produktion erzeugt werden kann. Produktivitätsfortschritte eröffnen folglich Wachstums- und Verteilungsspielräume, da im gleichen Ausmaß die volkswirtschaftliche Produktionskapazität wächst. Im Ausmaß dieses produktivitätsbedingten Wachstums- und Verteilungsspielraums können und müssen die Einkommen (also auch die Lohneinkommen) steigen, wenn gewährleistet werden soll, dass die höhere Produktionskapazität auch tatsächlich genutzt wird. Produktivitätsfortschritte repräsentieren folglich die Grenze des realen Verteilungsspielraumes. Diese Grenze des Verteilungsspielraumes kann nicht dadurch erweitert werden, dass einfach höhere Einkommen ausgezahlt werden. Der produktivitätsüberschreitende Teil ist letztlich wertlos. In diesem Zusammenhang spricht der Sachverständigenrat von funktionslosen Verteilungskämpfen. Die Entwertung der überhöhten Nominaleinkommen findet in einer Marktwirtschaft unweigerlich über höhere Preise, also auf dem Wege der Inflation, statt. b. Kostensteuerninflation Die zweite Art der Angebotsinflation ist die Kostensteuerninflation. Sie kann als Ausdruck des Verteilungskampfes zwischen Staat und privatem Sektor gewertet werden. Der Staat versucht, durch höhere Steuern und Gebühren, d. h. höhere Einnahmen, seinen Anteil am Inlandsprodukt zu vergrößern. Beachtet werden in diesem Zusammenhang insbesondere die indirekten Steuern. Zu ihnen gehören vor allem die Mehrwertsteuer sowie die Mineralöl- und Tabaksteuer. Das Wesen der indirekten Steuern liegt in deren Überwälzbarkeit. Erhöht der Staat etwa die Mehrwertsteuer, so werden die Verkäufer dies in ihren Kalkulationen berücksichtigen und sämtliche alten Preisschilder durch neue auswechseln, die einen höheren Preis tragen. Dies bewirkt einen unmittelbaren Inflationsschub. Er fällt umso stärker aus, je leichter die höheren Preise auf den Märkten durchgesetzt werden können. Ein Beispiel hierfür bietet der Anstieg der Inflationsrate im Jahr 2007 als Folge der Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes von 16 % auf 19 % zum 1. Januar 2007. Hierbei handelte es sich jedoch um Einmaleffekte. Die indirekten Steuern sind allerdings nur eine Kategorie der bereits erwähnten staatlich administrierten Verbraucherpreise. Hinter diesen verbergen sich mittelbar oder unmittelbar vom Staat festgesetzte Preise. Zu unterscheiden sind hierbei vier verschiedene Teilgruppen. Die indirekten Steuern bilden die Gruppe der ,,quasi-administrierten“ Preise. Hierzu gehören die durch Verbrauchsteuern verzerrten Preise für alkoholische Getränke, Tabakwaren, Kraftstoffe, Kaffee usw. Eine zweite Gruppe enthält sog. ,,direkt administrierte D. Preisniveaustabilität138 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Preise“; sie beinhalten die Preise für öffentliche Dienstleistungen, die allein von staatlichen Stellen festgelegt werden (Rundfunk- und Fernsehgebühren, öffentlicher Personennahverkehr, Eintrittsgelder für Kulturdienstleistungen, Müllabfuhrgebühren oder Friedhofsgebühren). Zur dritten Teilgruppe zählen ,,teiladministrierte Verbraucherpreise“ (Versorgungstarife, Wohnungsmieten im öffentlich geförderten Wohnungsbau, Kosten der Gesundheitspflege oder Notargebühren); beispielsweise erhöhte die überwiegend ab Januar 2004 umgesetzte Gesundheitsreform in Deutschland die Inflationsrate im Vorjahresvergleich um 0,65 Prozentpunkte. In der vierten Gruppe der ,,indirekt administrierten Verbraucherpreise“ wirken sich z. B. die EU-Agrarbeschlüsse aus (Preise für Fleisch, Milch, Butter, Obst und Gemüse usw.). Die statistischen Ergebnisse belegen für Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre einen mehr als doppelt so starken Anstieg der administrierten Preise im Vergleich zu den nicht administrierten Preisen. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass ein Preisschub wie etwa die Heraufsetzung des Mehrwertsteuersatzes statistische Konsequenzen für die Inflationsraten hat. Durch die Erhöhung beispielsweise der Mehrwertsteuer kommt es zu einem sofortigen Anstieg des Preisindex und damit einer plötzlichen Zunahme der Inflationsrate. Ein Jahr später wirkt dann die erhöhte Ausgangsbasis notwendigerweise preisdämpfend. Man nennt eine derartige Verzerrung auch den sog. Basiseffekt. c. Importierte Kosteninflation Eine für die Bundesrepublik immer wieder bedeutsame Form der Angebotsinflation war die importierte Kosteninflation. Sie bestimmte das Bild an der Preisfront insbesondere während der beiden Ölkrisen von 1973/74 und 1979/80. Auch die in der jüngeren Vergangenheit (Ende 2010 bzw. 2011) aufgetretene starke Verteuerung von weitgehend unverzichtbaren Importen (Rohöl, Rohstoffe, seltene Erden, aber auch Lebensmittel) zeigte unmittelbare Auswirkungen auf die Preisentwicklung im Inland. Die in diesen Phasen zu verzeichnenden erheblichen Verteuerungen der Importe – zum Teil infolge einer Abwertung der heimischen Währung noch verstärkt – stellten typische importierte Kostenbelastungen dar. Auch in umgekehrter Richtung gibt es Beispiele für den markanten Einfluss von der Entwicklung der Rohstoffpreise auf die Inflationsrate. So war der ab 1982 einsetzende Preisverfall bei Rohöl derart stark, dass es, wie bereits erwähnt, im Jahr 1986 vorübergehend zu leicht deflatorischen Tendenzen in Deutschland kam. Hintergrund der durch gestiegene Rohstoffpreise ausgelösten importierten Kosteninflation war der Versuch der OPEC-Staaten, durch höhere Ölpreise ihre Erlöse zu steigern, um damit mehr Güter aus den westlichen Volkswirtschaften kaufen zu können. Wiederum steht also im Hintergrund ein Verteilungskampf, diesmal allerdings auf internationaler Ebene. Das Ausland versucht, seine Realposition auf Kosten des Inlandes zu verbessern. Die OPEC-Staaten verdienen zusätzliche ,,Petro-Dollars“, mit denen sie einen höheren Anteil des Weltinlandsprodukts (also auch des deutschen Inlandsprodukts) kaufen kön- V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 139 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 nen. Anders ausgedrückt heißt dies, dass der inländische Verteilungsspielraum infolge der Verteuerung der Importe geringer wird. Sollen die Stückkosten aber insgesamt unverändert bleiben, so erfordert dies entsprechend geringere Einkommenssteigerungen der inländischen Wirtschaftssubjekte. Ein solches stabilitätsgerechtes Verhalten bürdet den Beteiligten ein hohes, möglicherweise sogar zu hohes Maß an gesellschaftspolitischer Verantwortung auf. Nach Auffassung des Sachverständigenrates sollten die Lohnerhöhungen um die Verschlechterung der sog. terms of trade (d. h. der Verschlechterung der inländischen gegenüber der ausländischen Realposition) nach unten korrigiert werden. Der Sachverständigenrat bezeichnet eine derartige Lohnpolitik, bei der neben dem Produktivitätsfortschritt noch sonstige Kostenbelastungen bzw. -entlastungen berücksichtigt werden, als kostenniveauneutrale Lohnpolitik. So wie die Macht der Gewerkschaften nicht grenzenlos ist, ist allerdings auch die Macht der Rohstoffe exportierenden Staaten (z. B. OPEC) nicht schrankenlos. Die Erfahrung zeigt, dass die teurer gewordenen Einsatzfaktoren durch nunmehr attraktiver werdende andere Inputs oder durch eine Umstellung der Produktionsverfahren ersetzt bzw. eingespart werden. Mit Blick auf den Faktor Arbeit heißt dies, dass Arbeit durch Sachkapital substituiert wird. Durch die hieraus gegebenenfalls entstehende Arbeitslosigkeit wird die Macht der Gewerkschaften verringert. Entsprechend heißt dies für den Inputfaktor Öl, dass dieses durch andere Energieträger substituiert oder allgemein Energie gespart wird. Die Macht des OPEC-Kartells wird hierdurch ebenfalls in die Schranken verwiesen – die Erfahrung hat dies eindrucksvoll belegt. Auf kurze und mittlere Frist verringern steigende Importpreise allerdings den im Inland zur Verfügung stehenden Verteilungsspielraum, das bedeutet, dass auch die Spielräume für Lohnsteigerungen geringer werden. Allerdings kann verteilungspolitisch auch die umgekehrte Situation vorliegen. Sinken die Importkosten für Rohstoffe, so bedeutet dies, dass für eine Einheit Importe nunmehr entsprechend weniger Exportgüter an das Ausland abgegeben werden müssen, um die Importe zu finanzieren. Der inländische Verteilungsspielraum wird in einem solchen Falle größer. Bezogen auf die Löhne heißt dies, dass diese im Ausmaß des Produktivitätsfortschritts und zusätzlich im Ausmaß der importierten Kostenentlastung angehoben werden könnten, ohne dass die Lohnstückkosten entsprechend steigen. Bei hoher Arbeitslosigkeit ist es jedoch geboten, diesen Verteilungsspielraum nicht voll für Lohnsteigerungen zu nutzen, sondern unterhalb dieser Grenze zu bleiben. In diesem Fall verbessert sich die Gewinnsituation der Unternehmen; dies begünstigt wiederum die Bedingungen für die Investitionstätigkeit. Mittelfristig wird hierdurch auch eine höhere Beschäftigung möglich. Tatsächlich ist die Lohnentwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren hinter dem Verteilungsspielraum zurückgeblieben. Die Lohnquote ist folglich gesunken und die Gewinnquote gestiegen. Diese Entwicklung hat dazu beigetragen, dass sich die Beschäftigungssituation in der jüngeren Vergangenheit deutlich verbesserte. D. Preisniveaustabilität140 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 d. Marktmachtinflation Eine weitere Form der Angebotsinflation stellt die Marktmachtinflation dar. Sie basiert auf dem Versuch der Unternehmen, ihre Machtposition auf den Gütermärkten auszunutzen, um damit die Einkommens- und Gewinnposition auf Kosten anderer zu verbessern. Typische Beispiele sind Kartelle und marktbeherrschende Unternehmen. Die Gewinnsteigerung erfolgt in diesem Fall über das unternehmenspolitische Instrument der Preiserhöhung. Man spricht daher vielfach auch von der Gewinndruckinflation („profit-push-inflation“). Sind die Nachfrager auf die Produkte des Kartells bzw. des marktbeherrschenden Unternehmens angewiesen, liegt also Marktmacht vor, so können die Nachfrager durch die Anbieter „ausgebeutet“ werden. Der Sachverhalt wird daher in der Wettbewerbsliteratur auch als Ausbeutungsmissbrauch bezeichnet. Kennzeichnend für den Ausbeutungsmissbrauch der Anbieter sind vielfach höhere Preise, als sie sich ergeben hätten, wenn wirksamer Wettbewerb bestanden hätte. Es können allerdings auch marktmächtige Nachfrager, beispielsweise große Einzelhandelsunternehmen, ihre Lieferanten ,,ausbeuten“. Dann liegt ein Nachfragemachtmissbrauch vor; Indiz hierfür sind in diesem Fall nicht zu hohe, sondern zu niedrige Preise. Analog zum OPEC-Kartell erweist sich auch auf binnenländischer Ebene die „Macht“ auf die Dauer als brüchig. Wer seine Machtposition ausnutzt, beraubt sich damit letztlich seiner eigenen Grundlagen. Denn entweder locken die hohen Gewinne neue Konkurrenten an. Oder aber die Nachfrager versuchen, die zu teuer gewordenen Produkte durch andere Waren bzw. Dienste zu substituieren. Die Erfahrung zeigt, dass die Beaufsichtigung des Preisverhaltens der marktbeherrschenden Unternehmen im Zuge einer Missbrauchsaufsicht durch die Kartellbehörden (Bundeskartellamt und/oder die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen – RegNetze) teilweise wenig wirksam ist. 2. Bekämpfungsmöglichkeiten der Angebotsinflation Die Analyse der Ursachen der Angebotsinflation macht zugleich auch die Ansätze zu ihrer Bekämpfung deutlich. Das Ziel der Antiinflationspolitik muss generell darin bestehen, die preistreibend wirkenden Verteilungsauseinandersetzungen einzudämmen. Eine Wirtschaftspolitik, die das Ziel verfolgt, die Verteilungskämpfe in stabilitätsgerechte Bahnen zu lenken, wird auch als Einkommenspolitik („income-policy“) bezeichnet. Verteilungsauseinandersetzungen sind ein legitimes Element einer pluralistischen Gesellschaft. Die direkte Kontrolle dieser Verteilungsauseinandersetzungen durch den Staat (beispielsweise durch Lohnkontrollen) kommt daher höchstens in Ausnahmesituationen in Betracht. Einkommenspolitische Maßnahmen sind folglich auf die indirekte Beeinflussung des Verteilungsverhaltens zu beschränken. Die Schwierigkeit zur staatlichen Bekämpfung der Verteilungskampfinflation wird insbesondere bei der Lohnkosteninflation deutlich. Bekanntlich finden in Deutschland die Lohnverhandlungen unter Wahrung der Tarifautonomie statt. V. Angebotsinflation und ihre Bekämpfung 141 Mussel/Pätzold – Grundfragen der Wirtschaftspolitik, 8. Auflage – Verlag: Vahlen Herstellung: Frau Deuringer – Status: Imprimatur – Ausgabedatum: 16.01.2012, 11:17 Staatliche Eingriffe in den Lohnbildungsprozess kommen daher prinzipiell nicht in Betracht. Lohnstopps oder Lohnkontrollen sollten nur im äußersten Fall in Erwägung gezogen werden. Für den Staat bieten sich in erster Linie indikative (richtungsweisende) Maßnahmen wie Appelle, Ermahnungen oder unverbindliche (Lohn-)Leitlinien an. Mit Hilfe dieser sog. indikativen Einkommenspolitik sollen die gesellschaftlichen Gruppen stärker als bisher in die gesamtwirtschaftliche Verantwortung eingebunden werden. In diesem Zusammenhang werden Sozialkontrakte, Konzertierte Aktionen, partnerschaftlicheres Verhalten u. a. m. empfohlen. Derartige Formen der indirekten Einkommenspolitik bezeichnet man auch als ,,kooperative Einkommenspolitik“. Insbesondere die in § 3 des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes verankerte sog. Konzertierte Aktion stellte in den Jahren 1967 bis 1976 den Versuch dar, die gesellschaftlichen Gruppen quasi ,,am runden Tisch“ auf ein stabilitätsgerechtes Verhalten einzuschwören. Die Beschlüsse der Konzertierten Aktion waren allerdings unverbindlich. Die Autonomie der gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere die der Sozialpartner, wird nicht angetastet. In der Praxis hat sich diese Einrichtung jedoch als wenig effizient erwiesen. Seit dem Austritt der Gewerkschaften im Jahr 1976 werden Konzertierte Aktionen, zumindest in der Form, wie sie das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz vorsieht, nicht mehr praktiziert. Eine unmittelbare Verantwortung für Preissteigerungen trifft den Staat, falls er Kostensteuern erhöht. Gegen solche Steuern bestehen zum einen sozialpolitische Bedenken, denn sie belasten einkommensschwache Personen relativ stärker als die Bezieher höherer Einkommen. Zum andern haben sie einen direkten Preiseffekt, denn sie werden regelmäßig in die Güterpreise überwälzt. Um derartige Steuererhöhungen zu vermeiden, muss der Staat entweder seine Ausgaben kürzen oder aber das Steuersystem zugunsten der direkten Steuern (wie Lohn- und Einkommensteuer) umgestalten. Die importierte Kosteninflation entzieht sich naturgemäß einer direkten Beeinflussbarkeit der Wirtschaftspolitik. In einer ersten Phase müssen die exogen vorgegebenen Preissteigerungen wohl oder übel hingenommen werden. Kompensationen bei anderen Kostenentwicklungen (etwa eine zurückhaltende Lohnentwicklung) sind in der Praxis sehr schwer durchsetzbar. Erfahrungsgemäß lösen die Preissteigerungen jedoch Einsparungs- und Substitutionseffekte aus. Wie die Beispiele der Ölpreiserhöhungen zeigen, entwickelte die Automobilindustrie benzinsparende Motoren; gleichzeitig wurde die Suche nach alternativen Energieformen verstärkt. Hier kann der Staat durch eine gezielte Technologiepolitik unterstützend eingreifen. Zur Neutralisierung der gestiegenen Importpreise käme auch eine Aufwertung der heimischen Währung in Betracht. Voraussetzung hierfür ist aber die Fakturierung beispielsweise der Ölrechnungen auf Dollarbasis. Beim Einsatz dieses Instruments müssten jedoch die Vorteile der wechselkursbedingten Preissenkungen sorgfältig mit den Nachteilen, etwa für die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft, abgewogen werden. Es dürfte schwer sein, unter den derzeit 17 Mitgliedstaaten eine einheitliche Position herbeizuführen.

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References

Zusammenfassung

Wirtschaftspolitik verständlich erklärt.

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in: Studium 90/2012

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in: www.rezensionen.ch 15.5.12

Autoren

Prof. Dr. Gerhard Mussel unterrichtet Volkswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule

Baden-Württemberg Stuttgart.

Prof. Dr. Jürgen Pätzold ist Honorarprofessor an der Universität Hohenheim.