Content

2.4.1 Überblick in:

Eberhard Feess, Andreas Seeliger

Umweltökonomie und Umweltpolitik, page 29 - 29

4. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4668-5, ISBN online: 978-3-8006-4365-3, https://doi.org/10.15358/9783800643653_29

Bibliographic information
Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 16 2 Einige spieltheoretische Grundlagen der Analyse16 lichen Preisen des Konkurrenten auch ein anderer eigener, ge winnmaxi maler Preis gehört. Solchen spieltheoretischen Entscheidungssituationen ohne dominante Strategien wenden wir uns daher nun zu, weil sie auch für das Umweltproblem typischer sind als das Gefangenendilemma. 2.4 Nash Gleichgewichte 2.4.1 Überblick Im vorhergehenden Abschnitt haben wir darauf hingewiesen, dass die Existenz dominanter Strategien besonders dann unplausibel ist, wenn wir eine stetige Strategienwahl zulassen. Wir werden daher in Abschnitt 2.4.3 auf ein stetiges Beispiel eingehen, das wir erneut der Oligopoltheorie entnehmen. Wir beginnen allerdings unsere Erläuterung spieltheoretischer Entscheidungssituationen ohne dominante Strategien mit einem Beispiel mit diskreten Strategien, weil dies ein erstes Verständnis erleichtert. Auch geneigte Leser/innen werden sich möglicherweise im Verlauf des Abschnitts 2.4 fragen, ob es in einem Lehrbuch zur Umweltökonomie wirklich nötig ist, so ausführlich auf die Oligopolpreisbildung einzugehen. In der Tat wäre beispielsweise der Unterabschnitt 2.4.3.4 für ein Verständnis des Nash-Gleichgewichts alleine nicht mehr notwendig. Die moderne Umweltökonomie beschäftigt sich indes intensiv mit dem Zusammenhang von Marktstruktur und Umweltpolitik, weil etwa der Anreiz zu umwelttechnischem Fortschritt oder die internationalen Konsequenzen umweltpolitischer Vorreiterrollen stark von der Marktstruktur abhängen. Innerhalb der Modelle mit oligopolistischen Märkten hängen die Ergebnisse aber wiederum entscheidend davon ab, welche konkrete Wettbewerbsform unterstellt wird, so dass wir auf statische und dynamische Mengenwettbewerbe sowie den einfachen Preiswettbewerb eingehen müssen. 2.4.2 Diskrete Entscheidungssituationen Zur Erläuterung diskreter Entscheidungssituationen ohne dominante Strategien betrachten wir Abbildung 2.3. In Abbildung 2.3 haben wir im Unterschied zu Abbildung 2.2 angenommen, dass jeder Spieler über drei Strategien verfügt, wobei wir uns über die ökonomische Logik der eingetragenen Ergebnisse im Moment keine Gedanken machen wollen (wir können ja annehmen, dass jede Strategie eigentlich ein Bündel zahlreicher Einzelmaßnahmen bezüglich Preissetzung, Marketing und ähnlichem ist, so dass wir alle Resultate plausibel Unternehmen B B1 A1 10/10 0/6 2/2 Unternehmen A A2 15/0 5/5 4/4 A3 3/5 7/8 6/6 B2 B3 Abbildung 2.3: Nash-Gleichgewicht bei diskreter Strategienwahl

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Umweltökonomie – neue Aspekte

Die rasanten Entwicklungen in der Umweltpolitik in den vergangenen Jahren führten zu umfangreichen Anpassungen in diesem beliebten Lehrbuch, die insbesondere die anwendungsorientierten Abschnitte betreffen. Hier wurden vor allem die Kapitel über die Umweltinstrumente (Auflagen, Steuern, Zertifikate), die Kosten-Nutzen-Analyse sowie die internationalen Umweltaspekte (bspw. Klimakonferenzen) grundlegend aktualisiert. Darüber hinaus enthält das Kapitel zur Ressourcenökonomie nun ebenfalls eine anwendungsbezogene Diskussion.

Umweltökonomie – die Schwerpunkte

- Spieltheoretische Grundlagen

- Theorie externer Effekte

- Auflagen

- Steuern und Abgaben

- Zertifikate

- Verhandlungslösungen

- Umwelthaftung

- Umwelttechnischer Fortschritt

- Internationale Aspekte des Umweltproblems

- Umweltpolitik bei asymmetrischer Informationsverteilung

- Kosten-Nutzen-Analyse

- Ressourcenökonomie

Zielgruppe

Studierende der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an Universitäten und Hochschulen sowie interessierte Praktiker in Wirtschaft, Politik und Verwaltung

Prof. Dr. Eberhard Feess ist seit 2008 Professor für Managerial Economics an der Frankfurt School of Finance and Management. Zuvor hatte er Lehrstühle an der EBS, der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und der RWTH Aachen.

Prof. Dr. Andreas Seeliger lehrt seit 2011 Volks- und Energiewirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. Zuvor war er bei Frontier Economics, der Trianel European Energy Trading sowie dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln beschäftigt.