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10.4.5 Einige Modellerweiterungen zum Öko-Dumping in oligopolistischen Weltmärkten in:

Eberhard Feess, Andreas Seeliger

Umweltökonomie und Umweltpolitik, page 260 - 264

4. Edition 2013, ISBN print: 978-3-8006-4668-5, ISBN online: 978-3-8006-4365-3, https://doi.org/10.15358/9783800643653_260

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Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 250 10 Internationale Aspekte des Umweltproblems250 10.4.5 Einige Modellerweiterungen zum Öko-Dumping in oligo polistischen Weltmärkten Wir wollen nun kurz einige weitere Modelle anreißen, um die Intuition für die Abhängigkeit der Resultate von den jeweiligen Annahmen weiter zu schärfen. 10.4.5.1 Auflagen in oligopolistischen Weltmärkten Die gerade geschilderten Grundgedanken und Ergebnisse wurden von Barrett73 von Emis sionssteuern auf Auflagen übertragen. Im Unterschied zu den beschriebenen Modellen handelt es sich um kein dreistufiges, sondern lediglich um ein zweistufiges Spiel, weil die Unternehmen bei Auflagen nicht mehr selbst über ihre Emissionsintensität entscheiden müssen – diese wird durch die Auflagenpolitik ja gerade administriert. In der ersten Spiel stufe entscheiden die beiden Umweltbehörden in den Ländern A und B über die Höhe der Auflagen und in der zweiten Spielstufe kommt es zu einem Gütermarktwettbewerb. Betrachtet wird ausschließlich die Situation, in der die betreffenden Länder A und B für den Konsum in einem Drittland C produzieren. Die von Barrett untersuchte Frage lautet, ob die Umweltbehörde unter Berücksichtigung international unvollständiger Konkurrenz einen Anreiz hat, die Auflage oberhalb oder unterhalb des Ausgleiches von Grenznutzen und Grenzkosten der Schadstoffverminderung zu setzen. Im ersten Fall kann man von einem (gemessen am unbeschränkten Pareto-Optimum) zu harten und im zweiten Fall von einem zu niedrigen Standard sprechen. Das zentrale Ergebnis lautet, dass sich die Überlegungen zu Emissionssteuern recht umstandslos auf Auflagen übertragen lassen. Erneut hängen die strategischen Anreize da von ab, ob man einen Mengenwettbewerb (strategische Substitute) oder einen Preiswett bewerb (strategische Komplemente) betrachtet. Für den Mengenwettbewerb gilt folgende Kausalkette: • Eine niedrige Auflage im Land A reduziert die Produktionskosten des Unternehmens A; • dies führt ceteris paribus zu einer Mengenerhöhung und einer Gewinnsteigerung von Unternehmen A; • da die Produktionsmengen strategische Substitute sind, reduziert das Unternehmen B aus Angst vor einem zu niedrigen Marktpreis ceteris paribus seine Produktionsmenge, wenn A seine Produktionsmenge erhöht; • dies ist günstig für A und liefert der Umweltbehörde in Land A einen Anreiz für eine zu weiche Auflage; • da die gleiche Argumentation spiegelbildlich für Land B gilt, kommt es in beiden Ländern zu zu niedrigen Auflagen. Dieses Resultat für den Mengenwettbewerb entspricht genau dem, was wir auch aus der Analyse von Emissionssteuern kennen. Interessant ist, dass Barrett auch die Situati on untersucht, in der international kein Duopol, sondern ein weiteres Oligopol vorliegt. Dies kann die Resultate nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ ändern. Stellen Sie sich dazu den Fall vor, in dem auf dem Markt des Drittlandes nur ein ausländisches 73 Vgl. Barrett (1994b). Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 251 10.4 Öko-Dumping und strategische Handelspolitik 251 Unternehmen (Land B), aber viele inländische Unternehmen aus dem Land A produzieren. In diesem Fall weicht die Produktionsmenge weit von der Monopolmenge ab, wobei die Abweichung umso größer ist, je mehr Unternehmen am Markt sind. Dieser Sachverhalt ist vom Standpunkt des Landes A aus bedauerlich, weil die Gesamtgewinne der Unternehmen dann recht niedrig sind (die Konsumentenrente interessiert ja nicht, weil der Konsum ausschließlich im Drittland stattfindet). Wenn die Auflage niedrig ist, führt dies zu zwei gegenteiligen Effekten: • Erstens werden die inländischen Unternehmen aggressiver, d.h. sie erhöhen ihre Produktionsmengen, was zur gewünschten Transferierung der Gewinne ins Inland führt; • auf der anderen Seite führt die damit verbundene gesamte Erhöhung der Produktionsmengen aber auch zu einem Preisverfall (zu einer Annäherung an den Preis, der sich bei vollständiger Konkurrenz ergeben würde), der die Gewinne reduziert; • sofern der zweite Effekt den ersten überwiegt, kommt es nicht zu einer zu weichen, sondern zu einer zu harten Auflage, um die Produktionsmengen zu reduzieren. Betrachten wir nun wieder den Preiswettbewerb, für den sich die Kausalkette folgendermaßen darstellt: • Eine niedrige Auflage im Land A reduziert die Produktionskosten des Unternehmens A; • dies führt ceteris paribus zu einer Preissenkung und einer Gewinnsteigerung von Unternehmen A; • da die Preise strategische Komplemente sind, reduziert das Unternehmen B aus Angst vor einem zu hohen Umsatzverlust seinen Preis, wenn A seinen Preis senkt; • dies ist ungünstig für A und liefert der Umweltbehörde in Land A einen Anreiz für eine zu harte Auflage; • da die gleiche Argumentation spiegelbildlich für Land B gilt, kommt es in beiden Ländern zu zu hohen Auflagen. Barrett zeigt also erstens, dass sich die Resultate von Emissionssteuern im Kern auf Auflagen übertragen lassen und die Ergebnisse zweitens komplizierter werden, wenn man berücksichtigt, dass unterschiedlich viele in- und ausländische Unternehmen auf dem Markt des Drittlandes tätig sind. 10.4.5.2 Reglementierung der Emissionsintensität versus Reglementierung der Gesamtemissionen Ein etwas komplizierteres Modell wurde von Verdier74 vorgelegt, der Emissionsintensitätsauflagen (von ihm als „design standards“ bezeichnet) mit der Reglementierung von Gesamtemissionen (von ihm als „performance standards“ bezeichnet) vergleicht. Emissionsintensitätsauflagen entsprechen dem Stand der Technik, bei dem ein Unternehmen beispielsweise pro m3 Luft nur eine bestimmte Menge SO2 emittieren darf. Dagegen be deutet eine Reglementierung der Gesamtemission, dass ein Unternehmen insgesamt eine bestimmte Menge des Schadstoffes ausstoßen darf. 74 Vgl. Verdier (1993). Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 252 10 Internationale Aspekte des Umweltproblems252 Der ökonomisch entscheidende Unterschied zwischen beiden Varianten ist, dass die Unternehmen im zweiten Fall (also bei Gesamtemissionsauflagen) mehrere Möglichkeiten haben, ihren Schadstoffausstoß zu reduzieren – sie können entweder die Emissionen pro Einheit Output (also die Emissionsintensität) oder den Output selbst vermindern. Bei Emissionsintensitätsauflagen ist dagegen die Verminderung der Emissionsintensität verbindlich, so dass eine Senkung der Gesamtemissionen durch eine Verminderung des Outputs keine Möglichkeit bietet, die Auflage einzuhalten. Ökonomen sind sich nun schon lange darüber einig, dass die Verwendung von Gesamtemissionsauflagen vorzuziehen ist, weil die Unternehmen in ihrem Entscheidungsspielraum dann weniger stark beschränkt sind. Sie können dann je nach ihrer individuellen Situation (d.h. vor allem: Nach ihren individuellen Grenzkostenfunktionen der Schadstoff verminderung) entscheiden, ob sie lieber die Emissionsintensität oder lieber den Output vermindern. Da diese Möglichkeit bei Emissionsintensitätsauflagen nicht besteht, kommt es genau zu der aus der allgemeinen Diskussion von Auflagen75 bekannten Ineffizienz, dass Unternehmen mit unterschiedlichen Grenzkostenfunktionen der Schadstoffverminderung die gleichen Emissionsintensitäten wählen müssen. Verdier zeigt nun, dass es auf international unvollständigen Märkten strategische Anreize gibt, die es im nationalen Interesse erscheinen lassen, dennoch Emissionsintensitätsauflagen gegenüber Gesamtemissionsauflagen vorzuziehen. Der Grund ist, dass die „eigentlich“ effiziente Outputverminderung bei Gesamtemissionsauflagen unter Berück sichtigung internationaler Konkurrenz unerwünscht ist, weil damit eine Verminderung des Marktanteils und eine Verlagerung der Gewinne inländischer Unternehmen auf aus ländische Unternehmen einhergeht. Die Setzung von Emissionsintensitätsauflagen ist also eine glaubhafte Ankündigung, auf die – eigentlich effizienten – Outputverringerungen zu verzichten, wodurch ausländische Konkurrenten von einer hohen Produktionsmenge abge schreckt werden. Wenn dieser strategische Effekt stark genug ist, so kann es sich lohnen, die mit Emissionsintensitätsauflagen gegenüber Gesamtemissionsauflagen verbundenen Ineffizienzen in Kauf zu nehmen. Daraus lässt sich einmal mehr die Schlussfolgerung ziehen, dass eine Liberalisierung der Weltmärkte auch von einer Koordination der Um weltpolitik begleitet sein muss, um die Ineffizienzen zu vermindern, die sich aus den bei unvollständiger Konkurrenz allgegenwärtigen strategischen Effekten ergeben. 10.4.5.3 Öko-Dumping und strategische Innovationsanreize Sowohl in Abschnitt 10.4.4 als auch in den bisherigen Überlegungen in Abschnitt 10.4.5 gingen wir davon aus, dass die umweltbezogenen Technologien der beteiligten Unterneh men im Grunde gegeben sind – anders formuliert haben wir zwar strategische Effekte auf der Ebene des Gütermarktwettbewerbs, aber nicht auf der Ebene des Innovations wettbewerbs berücksichtigt. Wir wollen daher abschließend zu unserer Strukturierung der theoretischen Literatur kurz auf ein Modell von Ulph76 eingehen, das genau diese stra tegischen Innovationsanreize in den Kontext der strategischen Handelspolitik integriert. Wir können demnach auch sagen, dass das Modell von Ulph eine Verbindung zwischen unseren Überlegungen in den Kapiteln 9 und 10 herstellt. 75 Vgl. oben, Kapitel 4. 76 Vgl. Ulph (1994). Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 253 10.4 Öko-Dumping und strategische Handelspolitik 253 Ulphs Modell knüpft eng an die in Abschnitt 10.4.4 geschilderte Modellstruktur an, unterscheidet sich von dieser aber in einem wichtigen Punkt, der für das Verständnis der unterschiedlichen Ergebnisse zentral ist. In den in Abschnitt 10.4.4 skizzierten Modellen haben wir angenommen, dass die Minimierung der Stückkosten auf der zweiten Spielstufe unabhängig von der Produktionsmenge ist. Es gibt also eine effiziente Technologie, die für jeden Emissionssteuersatz unabhängig von der Produktionsmenge die gewinnmaxima le Schadstoffverminderung angibt, indem die Stückkosten minimiert werden. Bei dieser Minimierung der Stückkosten ergeben sich demnach keine strategischen Effekte, so dass wir auf die zweite Spielstufe (Leser/innen werden dies vielleicht bemerkt haben) auch nicht weiter eingegangen sind. Im Unterschied dazu nimmt Ulph an, dass die Unternehmen auf der zweiten Spielstufe über eine Innovation entscheiden, die bestimmte Kosten verursacht und die Emissionsintensität für die Güterproduktion eindeutig festlegt. Je höher die Innovationskosten, desto niedriger die Emissionsintensität, desto niedriger bei gegebenem Emissionssteuersatz die zu entrichtende Gesamtsteuer. Der entscheidende Punkt ist, dass die gewinnmaximale Innovationshöhe auch von der Produktionsmenge abhängt: Bei einer niedrigen Produkti onsmenge lohnt sich keine hohe Innovation, weil diese viel Geld kostet und die gesamte Steuerzahlung angesichts einer niedrigen Produktionsmenge ohnehin gering ist. Umge kehrt lohnt sich bei einer hohen Produktionsmenge auch eine hohe Innovation, weil sich die Reduktion der Emissionsintensität bei einer höheren Produktionsmenge auch in einer höheren Steuerersparnis niederschlägt. Der entscheidende Punkt ist, dass durch diese Modifikation nun zusätzlich auch strategische Anreize auf der Ebene der Innovationsentscheidung auftreten. Ohne strategische Effekte würde jedes Unternehmen seine Innovation bis zu dem Punkt tätigen, wo ange sichts einer bestimmten Produktionsmenge die Grenzkosten der Innovation gerade der eingesparten Steuer entsprechen. Der strategische Effekt besteht aber darin, dass über das eigene Innovationsverhalten auch die Produktionsmenge des Unternehmens aus dem anderen Land beeinflusst werden kann. Betrachten wir hierzu beispielsweise folgende Kau salkette: • Das Unternehmen in Land A führt eine hohe Umweltinnovation durch, bei der die Grenzkosten der Innovation schon über den eingesparten Emissionssteuern liegen; • dadurch ist die Emissionsintensität gering, was bei gegebenem Emissionssteuersatz niedrige Kosten und damit eine hohe Produktionsmenge impliziert; • dieser Sachverhalt wird im teilspielperfekten Gleichgewicht vom Unternehmen im Land B antizipiert, was in einem Mengenwettbewerb wegen des Vorliegens strategischer Substitute die Produktionsmenge im Land B ceteris paribus reduziert; • dies ist wiederum günstig für Unternehmen A, was zu einem überhöhten Innovationsanreiz führt. Ulph zeigt, dass diese strategischen Anreize zwar auf der Unternehmensebene eindeu tig sind, dass sich aber dadurch keine eindeutigen Anreize für die Umweltbehörde ableiten lassen. Dies wird deutlich, wenn wir beispielsweise eine Emissionssteuererhöhung im Land A betrachten, die zwei gegenläufige Effekte hat: • Erstens erhöht eine Erhöhung der Emissionssteuer den Innovationsanreiz, weil ja für jede emittierte Einheit ein höherer Emissionssteuersatz entrichtet werden muss, so Vahlen – Allg. Reihe – Feess/Seeliger, Umweltökonomie und Unweltpolitik, 4. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 18.09.2013 Status: Imprimatur Seite 254 10 Internationale Aspekte des Umweltproblems254 dass die gewinnmaximale Emissionsintensität sinkt. Dies macht das Unternehmen aggressiver, was gewünscht ist; • zweitens steigen aber auch die Kosten bei gegebener Emissionsintensität, was das Unternehmen weniger aggressiv macht und daher unerwünscht ist. Zwar kann Ulph unter leicht restriktiven Annahmen Resultate ableiten, doch machen die Überlegungen deutlich, dass allgemeine Schlussfolgerungen noch schwieriger werden, wenn wir strategische Anreize auf der Ebene der Technologiewahl mitberücksichtigen. Wenn Sie sich an Kapitel 9 erinnern, so können Sie sich leicht klarmachen, dass sich dabei vor allem noch die Varianten mit und ohne Patentschutz unterscheiden lassen. Im gerade beschriebenen Modell sind die Innovationen grundsätzlich unabhängig voneinander (non -tournament-Wettbewerb), so dass weder Patentschutz noch spillover-Effekte einbezogen werden. Die strategischen Effekte kommen also durch die Auswirkungen der Innovation auf den Gütermarktwettbewerb zustande. Ulph betrachtet ferner eine Modellvariante mit Patentschutz, in der sich analog zur allgemeinen Literatur über Innovationen strategische Überinvestitionsanreize ergeben, die nur im Rahmen einer kooperativen Umweltpolitik überwunden werden können. 10.4.6 Zusammenfassende Schlussfolgerungen: Protektionisti sche Maßnahmen gegen Öko-Dumping? Ausgangspunkt unserer Überlegungen in Abschnitt 10.4 waren die vor allem in den USA erhobenen Forderungen, protektionistische Maßnahmen gegen Öko-Dumping zuzulassen. Diese Forderung setzt an der Kritik des Ursprungslandprinzips des GATT an, das al len beteiligten Ländern ermöglicht, ihre Produktionsstandards (und somit den Grad der Internalisierung externer Effekte) selbst zu wählen. Der große Vorteil des Ursprungs landprinzips ist es, dass es konsequent den Sachverhalt berücksichtigt, dass die pareto effizienten nationalen Umweltstandards unterschiedlich sind und damit den naiven For derungen nach einer internationalen Vereinheitlichung der Umweltpolitik eine Absage er teilt. Niedrigere Umweltstandards in Entwicklungsländern können keineswegs umstandslos als Öko-Dumping bezeichnet werden. Auf der anderen Seite zeigten unsere Überlegungen zu international unvollständiger Konkurrenz aber, dass es neben dem schon länger bekannten Problem grenzüberschreitender Schadstoffe auch noch einen zweiten Grund gibt, externe Effekte unzureichend zu internalisieren und in diesem Sinne Öko-Dumping durchzuführen. Eine zusammenfassende Beurteilung ist daher schwierig, so dass wir an dieser Stelle lediglich noch mal auf zwei, drei unter empirischen und praktischen Gesichtspunkten wichtige Aspekte hinweisen können.77 Unter empirischen Gesichtspunkten stellt sich zunächst die Frage, welche Bedeutung unterschiedliche Umweltstandards für die internationale Wettbewerbsfähigkeit eigentlich spielen. Dabei verwundert es nicht, dass es angesichts unterschiedlicher Sozialstandards auf der einen, aber auch unterschiedlicher Infrastrukturleistungen und Produktivitäten auf der anderen Seite schwer fällt, den Faktor „Umweltschutz“ statistisch zu isolieren. 77 De Santis/Stähler (2004) kommen in ihrem Modell zu dem Ergebnis, dass ausländische Direktinve stitionen keine Anreize für Öko-Dumping liefern.

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References

Zusammenfassung

Umweltökonomie – neue Aspekte

Die rasanten Entwicklungen in der Umweltpolitik in den vergangenen Jahren führten zu umfangreichen Anpassungen in diesem beliebten Lehrbuch, die insbesondere die anwendungsorientierten Abschnitte betreffen. Hier wurden vor allem die Kapitel über die Umweltinstrumente (Auflagen, Steuern, Zertifikate), die Kosten-Nutzen-Analyse sowie die internationalen Umweltaspekte (bspw. Klimakonferenzen) grundlegend aktualisiert. Darüber hinaus enthält das Kapitel zur Ressourcenökonomie nun ebenfalls eine anwendungsbezogene Diskussion.

Umweltökonomie – die Schwerpunkte

- Spieltheoretische Grundlagen

- Theorie externer Effekte

- Auflagen

- Steuern und Abgaben

- Zertifikate

- Verhandlungslösungen

- Umwelthaftung

- Umwelttechnischer Fortschritt

- Internationale Aspekte des Umweltproblems

- Umweltpolitik bei asymmetrischer Informationsverteilung

- Kosten-Nutzen-Analyse

- Ressourcenökonomie

Zielgruppe

Studierende der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an Universitäten und Hochschulen sowie interessierte Praktiker in Wirtschaft, Politik und Verwaltung

Prof. Dr. Eberhard Feess ist seit 2008 Professor für Managerial Economics an der Frankfurt School of Finance and Management. Zuvor hatte er Lehrstühle an der EBS, der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und der RWTH Aachen.

Prof. Dr. Andreas Seeliger lehrt seit 2011 Volks- und Energiewirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. Zuvor war er bei Frontier Economics, der Trianel European Energy Trading sowie dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln beschäftigt.