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Ergänzende Literatur in:

Wolfgang Eisele, Alois Paul Knobloch

Technik des betrieblichen Rechnungswesens, page 946 - 947

Buchführung und Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Sonderbilanzen

8. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3784-3, ISBN online: 978-3-8006-4350-9, https://doi.org/10.15358/9783800643509_946

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
5.2 Starre und flexible Normalkostenrechnung 927 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 927 Status: Imprimatur Die Normalkostenrechnung vermag den Abrechnungsprozess, insbesondere die innerbetriebliche Leistungsverrechnung sowie die Kostenträgerstückrechnung erheblich zu vereinfachen und zu beschleunigen. Da die Wertansätze (Normalkosten) aber lediglich aus der Vergangenheit fortgeschrieben werden, besteht insbesondere bei der Kostenkontrolle die Gefahr, dass sich hinter den aus Vergangenheitswerten ermittelten Normalkosten Unwirtschaftlichkeiten verbergen und diese damit keinen geeigneten Maßstab zur Beurteilung der Kostenwirtschaftlichkeit abgeben. Bei Kenntnis von Beschäftigungsänderungen und deren Auswirkungen auf die Kostenentwicklung lässt die flexible Normalkostenrechnung allerdings einige, wenn auch vage, Rückschlüsse auf Ursachen von Unwirtschaftlichkeiten zu. Im Hinblick auf die Erfüllung unternehmerischer Planungsaufgaben führt die Normalkostenrechnung zu keiner Verbesserung gegenüber der Istkostenrechnung, da sie die betrieblichen Gegebenheiten der Vergangenheit lediglich fortschreibt und daher keine in der Zukunft liegenden Informationen über Kosten und Leistungen zur Verfügung stellen kann. Auf Grund der Notwendigkeit, im globalen Wettbewerb durch zukunftsorientierte, vorausschauende Planung zu bestehen (vgl. Teil B, Kap. 7, S. 937 ff.), ist die Weiterentwicklung der Normalkostenrechnung zur Plan- oder Zielkostenrechnung zwingend zu empfehlen. Die Herstellkosten auf Basis von Normalkosten können zur Bewertung des Vorratsvermögens in der Handelsbilanz nur dann herangezogen werden (Hilfsfunktion der Kostenrechnung), wenn zunächst – wie in der Istkostenrechnung – Korrekturen (Zusatzkosten, angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten) vorgenommen werden und wenn folgende Bedingungen zutreffen (Adler/ Düring/Schmaltz, Rechnungslegung, Anm. 226 zu § 255 HGB): – Der als Normalbeschäftigung festgelegte Beschäftigungsgrad entspricht vernünftigen kaufmännischen Überlegungen. – Die Normalkosten entsprechen mindestens den tatsächlichen Kosten. Ergänzende Literatur zu: 5 Normalkostenrechnung Freidank, Kostenrechnung, S. 198–203 Kilger/Pampel/Vikas, Flexible Plankostenrechnung, S. 47–50 Olfert, Kostenrechnung, S. 215–226 Rasche, Kostenrechnung, S. 44–47 Schildbach/Homburg, Kosten- und Leistungsrechnung, S. 197–208 Wilkens, Kosten- und Leistungsrechnung, S. 191–197; 252–256 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 928 Status: Imprimatur 6 Plankostenrechnung Weder die Istkostenrechnung (Teil B, Kap. 3 und 4, S. 799 ff.) noch die Normalkostenrechnung (Teil B, Kap. 5, S. 920 ff.) vermögen allein die an die Kosten- und Leistungsrechnung gestellten Aufgaben der Planung, Disposition und Kontrolle (Teil B, Kap. 1, S. 787 ff.) hinreichend zu erfüllen: In diesen Rechnungssystemen werden weder exakte Kosten als zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit erforderliche Sollgrößen vorgegeben, noch werden zukünftig erwartete Plankosten als grundlegende Information für unternehmerische Entscheidungen prognostiziert. Wird die Normalkostenrechnung jedoch derart weiterentwickelt, dass bei der Ermittlung der Normalkosten verstärkt zukünftig erwartete Kosteneinflüsse Berücksichtigung finden, so vollzieht sich der Übergang zur Plankostenrechnung, die die Kostenrechnung in das Gesamtsystem der betrieblichen Planung integriert und damit sinnvolle Entscheidungsgrundlagen bietet (in der angloamerikanischen Literatur treffend auch als „Managerial Cost Accounting“ bezeichnet). In ihrer reinen Form leitet die Plankostenrechnung (PKR) den Güterverbrauch und die Güterbewertung nicht aus Vergangenheitswerten ab, sondern basiert direkt auf künftig erwarteten, prognostizierten Plangrößen. Die Plankosten werden daher durch Prognose der zukünftigen Verbrauchsmengen nach dem Grundsatz der optimalen Faktorkombination einerseits und durch Festlegung der zu erwartenden Preise der Kostengüter für die Planbeschäftigung andererseits bestimmt. Plankosten ergeben sich somit als Produkt aus Planmengen und Planverrechnungspreisen. Die Systeme der Plankostenrechnung sind zunächst danach zu unterscheiden, ob Beschäftigungsschwankungen berücksichtigt werden (flexible PKR) oder nicht (starre PKR). Darüber hinaus sind Plankostenrechnungssysteme in solche, die alle anfallenden Kosten (Vollkosten) und jene, die nur die entscheidungsrelevanten Kosten (Teilkosten) erfassen und weiterverrechnen, zu unterscheiden. Systeme der Plankostenrechnung Plankostenrechnung (PKR) flexible PKR flexible PKR mit Vollkosten flexible PKR mit Teilkosten (Grenz-PKR) starre PKR

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References

Zusammenfassung

Ein wahrer Klassiker zum betrieblichen Rechnungswesen.

"Der 'Eisele/Knobloch' gehört mit Sicherheit zum besten, was es auf dem Lehrbuchmarkt zu diesem Thema gibt."

in: Studium 90/2012

Die »Technik des betrieblichen Rechnungswesen« war und ist ein Gesamtwerk:

Es umfasst das betriebliche Rechnungswesen in der Breite ausgehend vom handels- und steuerrechtlichen Einzelabschluss und den dafür einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS), über die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung bis hin zu den Sonderfällen der Bilanzierung und in der Tiefe von der Auslegung der abstrakten Bilanzierungsnormen durch Rechtsprechung, Verwaltung und Schrifttum bis hin zum grundlegenden Buchungssatz.

"Das Werk vermittelt umfassendes anwendungsbezogenes Grundlagenwissen und fordert die Fähigkeit zur selbstständigen Problemlösung."

in: Controller Magazin 1/2012

"Das knapp 1.500 Seiten dicke Lehrbuch ist auch in der 8. Auflage ein Gesamtwerk: Es deckt konsequent alles ab, was man als Student wissen muss, wenn man sich auf das betriebliche Rechnungswesen spezialisiert. [...] Am bewährten didaktischen Konzept hat sich auch bei der Neuauflage nichts geändert: Durch die anwendungs- sowie praxisbezogene Wissensvermittlung wird der Leser schnell zum Profi auf dem Gebiet des betrieblichen Rechnungswesens."

in: Studium 90/2012

Beste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Wolfgang Eisele war Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen und Finanzierung an der Universität Hohenheim. Prof. Dr. Alois Paul Knobloch ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Finanzwirtschaft, an der Universität des Saarlandes.