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Ergänzende Literatur in:

Wolfgang Eisele, Alois Paul Knobloch

Technik des betrieblichen Rechnungswesens, page 208 - 209

Buchführung und Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Sonderbilanzen

8. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3784-3, ISBN online: 978-3-8006-4350-9, https://doi.org/10.15358/9783800643509_208

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
5 Sonderfälle des Warenverkehrs188 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 188 Status: Imprimatur einkaufskonto oder: Lastschrift Warenwert auf Wareneinkaufskonto und Nachnahmegebühr auf Konto Warenbezugskosten. 3) Einlösung der Nachnahme: Bei Annahme der Ware und Bezahlung des Nachnahmebetrages durch den Kunden überweist das Postunternehmen unter Einbehaltung der Überweisungsgebühr den Überweisungsbetrag an den Absender. Dieser bucht den Zahlungseingang in Höhe von 230 wie folgt: Postbank(giro-)guthaben 230 an Nachnahme-Forderungen 230 4) Nichteinlösung der Nachnahme: Verweigert der Kunde die Annahme der Nachnahmesendung, dann schickt das Postunternehmen die Ware an den Absender zurück. Dieser hat dann die Rücksendungskosten zu tragen. Das löst folgende Buchung aus (Auslagen für Warenrücksendung: 4): Warenverkauf Versandkosten Mehrwertsteuer 197 12 21 an Nachnahme-Forderungen 230 Versandkosten 4 an Kasse 4 Ergänzende Literatur zu: 5 Sonderfälle des Warenverkehrs Bolk/Reiß, Kommissionsgeschäft, S. 385–391 Falterbaum/Bolk/Reiß/Kirchner, Buchführung, S. 336–344 Hahn/Werner, Bilanzsicherheit, Teil A, S. 81–89; 345–357 Juretzek, Umsatzsteuergesetz, S. 10 f. Klimmer, Buchführung, S. 310–313; 313–322; 322–329 Kresse/Püschel, Fallkommentar, S. 10/19; 10/20 f. Lehmann, Konsortial- und Partizipationsgeschäfte, Sp. 827–833 Münstermann/Hannes, Verbraucherkreditgesetz, S. 1–178; 371–481 Scholz, Verbraucherkreditgesetz, S. 215–219 Tanski, Kommissionsgeschäfte, S. 129–156 Weiss, Kommissionsgeschäft, S. 184–188 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 189 Status: Imprimatur 6 Wechselgeschäfte 6.1 Grundsachverhalte des Wechsels In Verbindung mit Warengeschäften kommt es häufig vor, dass der Kunde den eingeforderten Rechnungsbetrag nicht sofort bezahlen kann und deshalb eine Kreditierung wünscht. Nur selten kann der Betrieb in diesem Falle die Finanzierungsfunktion durch Einräumung eines längerfristigen Zahlungsziels selbst übernehmen. Üblicherweise wird dann die Warenforderung in eine Wechselforderung transformiert: An das Warengeschäft schließt sich ein Wechselgeschäft an. Dabei finden Wechselgeschäfte ihre Begründung nicht nur aus der Geschäftsverbindung zwischen Betrieb und Kunde (Besitzwechsel), sondern auch aus der Verbindung zwischen Betrieb und Lieferant (Schuldwechsel, Akzept); Letztere dienen dann der Finanzierung der Warenbezüge. Die sich aus dem Wechselverkehr ergebenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind streng von anderen Ansprüchen aus Schuldverhältnissen zu trennen; sie dürfen nicht gegenseitig aufgerechnet werden. Dem Wesen nach ist der Wechsel ein an besondere Formerfordernisse (Wechselformular) gebundenes, schuldrechtliches Wertpapier, das ein Zahlungsversprechen enthält und in dem der Aussteller des Wechsels den zur Zahlung Verpflichteten (Bezogener oder Wechselschuldner) anweist, eine bestimmte Geldsumme an den Zahlungsempfänger (Wechselnehmer oder Remittent) zu zahlen (gezogener Wechsel oder Tratte). Als Zahlungsempfänger können auf der Vorderseite des Wechsels entweder ein Dritter oder der bzw. die Aussteller selbst (Wechsel an eigene Order) genannt sein. Im Normalfall stellt der Warenlieferant den Wechsel aus, während der Kunde den Wechsel durch seine Unterschrift anerkennt („Querschreiben“) und sich dadurch verpflichtet, den Wechsel bei Fälligkeit (i. d. R. 90 Tage nach der Ausstellung) einzulösen, d. h. die Wechselsumme an den Aussteller oder aber an einen bestimmten Dritten zu bezahlen. Der Aussteller haftet beim gezogenen Wechsel, falls er diesen weitergibt, jedoch als Rückgriffsschuldner. Zur Verdeutlichung dieser Sachverhalte sind auf der folgenden Seite ein gezogener Wechsel sowie die gesetzlichen Bestandteile nach Art. 1 WG, deren Fehlen den Wechsel unter Umständen nichtig macht („Wechselstrenge“), dargestellt. Verpflichtet sich dagegen der Aussteller selbst zur Zahlung der Wechselsumme, so liegt ein sog. eigener Wechsel oder Solawechsel vor. Grundsätzlich hat der Wechselnehmer drei Möglichkeiten, den Wechsel zu verwerten: – Aufbewahrung des Wechsels im Portefeuille und Vorlage zur Zahlung gegenüber dem Bezogenen am Verfalltag; – Verkauf des Wechsels vor Verfall an die Hausbank (Diskontierung) unter Abzug des auf die Zeitspanne zwischen Einreichung und Fälligkeit entfallenden Wechselzinses (Diskont);

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References

Zusammenfassung

Ein wahrer Klassiker zum betrieblichen Rechnungswesen.

"Der 'Eisele/Knobloch' gehört mit Sicherheit zum besten, was es auf dem Lehrbuchmarkt zu diesem Thema gibt."

in: Studium 90/2012

Die »Technik des betrieblichen Rechnungswesen« war und ist ein Gesamtwerk:

Es umfasst das betriebliche Rechnungswesen in der Breite ausgehend vom handels- und steuerrechtlichen Einzelabschluss und den dafür einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS), über die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung bis hin zu den Sonderfällen der Bilanzierung und in der Tiefe von der Auslegung der abstrakten Bilanzierungsnormen durch Rechtsprechung, Verwaltung und Schrifttum bis hin zum grundlegenden Buchungssatz.

"Das Werk vermittelt umfassendes anwendungsbezogenes Grundlagenwissen und fordert die Fähigkeit zur selbstständigen Problemlösung."

in: Controller Magazin 1/2012

"Das knapp 1.500 Seiten dicke Lehrbuch ist auch in der 8. Auflage ein Gesamtwerk: Es deckt konsequent alles ab, was man als Student wissen muss, wenn man sich auf das betriebliche Rechnungswesen spezialisiert. [...] Am bewährten didaktischen Konzept hat sich auch bei der Neuauflage nichts geändert: Durch die anwendungs- sowie praxisbezogene Wissensvermittlung wird der Leser schnell zum Profi auf dem Gebiet des betrieblichen Rechnungswesens."

in: Studium 90/2012

Beste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Wolfgang Eisele war Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen und Finanzierung an der Universität Hohenheim. Prof. Dr. Alois Paul Knobloch ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Finanzwirtschaft, an der Universität des Saarlandes.