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Ergänzende Literatur in:

Wolfgang Eisele, Alois Paul Knobloch

Technik des betrieblichen Rechnungswesens, page 182 - 184

Buchführung und Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Sonderbilanzen

8. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3784-3, ISBN online: 978-3-8006-4350-9, https://doi.org/10.15358/9783800643509_182

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
4 Warenverkehr162 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 162 Status: Imprimatur Die private Nutzung des Pkw unterliegt nicht der Umsatzsteuer. Dafür ist auch die auf die Aufwendungen des Unternehmens entfallende Vorsteuer nur zum Teil (50 %) abziehbar (für Fahrzeuge, die nach dem 1. 1. 2004 angeschafft werden, ist die Vorsteuer zu 100 % abziehbar; entsprechend müsste eine Nutzungsversteuerung des Privatanteils erfolgen; vgl. S. 152). 12) 4731 141 Kfz- Betriebskosten Vorsteuer 250,00 25,00 an 162 Privateinlagen 275,00 13) 422 426 4731 4714 141 Kfz-Steuer Kfz- Versicherungen Kfz- Betriebskosten Instandhaltung Pkw Vorsteuer 150,00 350,00 3.000,00 600,00 360,00 an 131 162 Bank Privateinlagen 3.960,00 500,00 Die Vorsteuern, die bei der betrieblichen Nutzung des Pkw anfallen, kann die Firma vollständig abziehen, da sie Leistungsempfängerin ist, die Umsätze also für das Unternehmen bestimmt sind (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG) und da der Pkw zu 100 % betrieblich genutzt wird. 14) 161 Privatentnahmen 9.600,00 an 24211 Steuerfreie Mieterträge 9.600,00 161 Privatentnahmen 1.650,00 an 4711 141 Instandhaltung Gebäude Vorsteuer 1.500,00 150,00 4711 Instandhaltung Gebäude 200,00 an 141 Vorsteuer 200,00 15) 205 Verluste aus dem Abgang von Umlaufvermögen 5.000,00 an 311 Wareneinkauf 5.000,00 16) 161 421 Privatentnahmen Gewerbesteuer 20.000,00 10.000,00 an 131 Bank 30.000,00 17) 161 207 Privatentnahmen Spenden 300,00 200,00 an 131 Bank 500,00 18) 161 4021 Privatentnahmen Gehalt (Sachbezüge) 400,00 200,00 an 151 Kasse 600,00 Die USt wird im vorliegenden Fall der Warenbeschaffung aus privaten Mitteln (Haushaltsgeld) beim Einkauf bezahlt. Ergänzende Literatur zu: 4 Warenverkehr Bähr/Fischer-Winkelmann/List, Buchführung, S. 70–109 Bea, Umsatzsteuern, S. 31–33 Bornhofen/Bornhofen, Steuerlehre 1, S. 120–420 Engelhardt/Raffée/Wischermann, Buchhaltung, S. 75–101 Falterbaum/Bolk/Reiß/Kirchner, Buchführung, S. 164–173; 177–190 Falterbaum, Mehrwertsteuerbuchungen, S. 7–66 4.7 Unfreiwillige Dezimierung von Warenvorräten 163 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 163 Status: Imprimatur Geissler/Breul, Mehrwertsteuer, S. 2–10; 22 f.; 198–201; 229–265 Haase, Finanzbuchhaltung, S. 40–64 Hahn/Kortschak, Umsatzsteuer Klimmer, Buchführung, S. 171–191; 216–223; 310–329 Lippross, Umsatzsteuer Sauerland, Umsatzsteuer, S. 23–39; 132–141; 175–184; 411–422 Schiederer/Loidl, Buchführung, S. 71–101; 161–166 Schmidt, Buchführung, S. 54–67 Schöttler/Spulak, Rechnungswesen, S. 78–94; 115–128 Vormbaum, Grundlagen, S. 91–103 Wengel, Umsatzsteuer Wöhe, Bilanzierung, S. 97–107 Wöhe/Bieg, Grundzüge, S. 130–150 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 164 Status: Imprimatur 5 Sonderfälle des Warenverkehrs Im Zentrum der handelsbetrieblichen Buchführung steht die Erfassung des Warenverkehrs. Dieser weist in der Praxis über die bisher behandelten „Normalfälle“ des Ein- und Verkaufs von Waren hinaus eine ganze Reihe von Besonderheiten auf, deren buchmäßiger Niederschlag teilweise eine Sonderbehandlung verlangt. Zu diesen als Sonderfälle des Warenverkehrs bezeichneten Erscheinungsformen werden das Kommissions-, das Partizipations-, das Abzahlungs- und das Nachnahmegeschäft gerechnet. Dabei sind es insbesondere die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, die neben der rechtlichen Konstruktion die Kriterien für deren Buchung und Bilanzierung abgeben. Vor allem die Kommissionsgeschäfte nehmen in der Praxis des Warenein- und -verkaufs eine bedeutende Stellung ein. 5.1 Kommissionsgeschäfte Kommissionsgeschäfte (rechtliche Einzelheiten §§ 383–406 HGB) sind dadurch gekennzeichnet, dass ein Beauftragter (Kommissionär) gegenüber Dritten im eigenen Namen, jedoch im Auftrag und für Rechnung eines anderen (Kommittenten), gewerbsmäßig Waren (auch Wertpapiere) ein- oder verkauft (Einkaufsbzw. Verkaufskommission). Der Kommissionär ist Beauftragter oder Vermittler eines oder mehrerer Auftraggeber; er tritt jedoch im Außenverhältnis selbst als Lieferant oder Abnehmer in Erscheinung. Regelmäßig wird seine Tätigkeit auf Provisionsbasis honoriert: Er erhält von der Auftragssumme eine mit dem Auftraggeber vereinbarte Vergütung (Provision) sowie Ersatz für angefallene Aufwendungen. Die zusätzliche Beteiligung an Mehrerlösen aus günstigem, das Preislimit bei Verkäufen über-, bei Einkäufen unterschreitendem Vertragsabschluss kann als besonderer Anreiz zu Provision und Aufwandsersatz hinzukommen. Für die Inkassohaftung des Kommissionärs als besondere Leistung ist regelmäßig eine Delkredereprovision vereinbart. Umsatzsteuerlich wird der Kommissionär wie ein Eigenhändler behandelt: Die Entgelte der Lieferungen zwischen Kommittent und Kommissionär unterliegen folglich der Umsatzbesteuerung und Kommissionsrechnungen gelten als Rechnungen i. S. v. § 14 Abs. 1 UStG, soweit die dort angeführten Voraussetzungen zutreffen. Damit sind vom Liefernden erhaltene bzw. an den Abnehmer getätigte Lieferungen zu versteuern, was den jeweiligen Abnehmer gegebenenfalls zum Vorsteuerabzug berechtigt. Bei der Verkaufskommission gilt der Kommissionär, bei der Einkaufskommission der Kommittent als Abnehmer (§ 3 Abs. 3 UStG). Die Lieferung des Kommittenten an den Kommissionär führt erst im Zeitpunkt der Lieferung des Kommissionsgutes an den Abnehmer zur Umsatzsteuer-

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References

Zusammenfassung

Ein wahrer Klassiker zum betrieblichen Rechnungswesen.

"Der 'Eisele/Knobloch' gehört mit Sicherheit zum besten, was es auf dem Lehrbuchmarkt zu diesem Thema gibt."

in: Studium 90/2012

Die »Technik des betrieblichen Rechnungswesen« war und ist ein Gesamtwerk:

Es umfasst das betriebliche Rechnungswesen in der Breite ausgehend vom handels- und steuerrechtlichen Einzelabschluss und den dafür einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS), über die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung bis hin zu den Sonderfällen der Bilanzierung und in der Tiefe von der Auslegung der abstrakten Bilanzierungsnormen durch Rechtsprechung, Verwaltung und Schrifttum bis hin zum grundlegenden Buchungssatz.

"Das Werk vermittelt umfassendes anwendungsbezogenes Grundlagenwissen und fordert die Fähigkeit zur selbstständigen Problemlösung."

in: Controller Magazin 1/2012

"Das knapp 1.500 Seiten dicke Lehrbuch ist auch in der 8. Auflage ein Gesamtwerk: Es deckt konsequent alles ab, was man als Student wissen muss, wenn man sich auf das betriebliche Rechnungswesen spezialisiert. [...] Am bewährten didaktischen Konzept hat sich auch bei der Neuauflage nichts geändert: Durch die anwendungs- sowie praxisbezogene Wissensvermittlung wird der Leser schnell zum Profi auf dem Gebiet des betrieblichen Rechnungswesens."

in: Studium 90/2012

Beste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Wolfgang Eisele war Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen und Finanzierung an der Universität Hohenheim. Prof. Dr. Alois Paul Knobloch ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Finanzwirtschaft, an der Universität des Saarlandes.