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Übungsbeispiel in:

Wolfgang Eisele, Alois Paul Knobloch

Technik des betrieblichen Rechnungswesens, page 1004 - 1005

Buchführung und Bilanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Sonderbilanzen

8. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3784-3, ISBN online: 978-3-8006-4350-9, https://doi.org/10.15358/9783800643509_1004

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
8.3 Erlösrechnung 985 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 985 Status: Imprimatur Die Erlösträgerstückrechnung versucht indes, die Erlöse den einzelnen Erlösträgern zuzuordnen. Erlösträger können entweder einzelne Produkte oder aber auch Produktarten oder Dienstleistungen sein. Somit schließt die Erlösträgerstückrechnung auch unmittelbar an die Erlösartenrechnung an, da die Erlösarten der verschiedenen abgesetzten Güter dort erfasst und den Erlösträgern dann auch direkt zugeordnet werden können. Obwohl die Erlösrechnung ein wichtiges Werkzeug für die Erlösplanung und -kontrolle im Betrieb darstellt, wurde und wird sie gegenüber der Kostenrechnung deutlich vernachlässigt. Dies ist insbesondere auf ihre umstrittene praktische Handhabbarkeit sowie die begrenzte Aussagekraft der durch sie erzielbaren Werte zurückzuführen. So sind geschlossene Systeme der Erlösrechnung bis heute kaum erkennbar, was vor allem wohl auf die schwierige Planbarkeit der erlösbeeinflussenden Größen zurückzuführen ist: Während die Wirkungen von Kosteneinflussgrößen in der Produktion (z. B. Preissteigerung von Rohstoffen) auf Grund der regelmäßig bestehenden technischen Zusammenhänge relativ einfach zu ermitteln sind, können die Wirkungen der Erlöseinflussgrößen (z. B. verändertes Wettbewerber-/Konsumentenverhalten) auf die erzielbaren Erlöse nur schwer prognostiziert werden. Übungsbeispiel: Die Handel AG beliefert Großabnehmer mit dem Produkt „Feelgood“ zum Listenpreis von € 59 je Stück. Bei Abnahme einer kompletten Palette (150 Stck.) wird in Preis von € 6.000 angesetzt. Der Versand der Produkte wird pauschal mit € 3 je Stück abgerechnet; bei Abnahme einer Palette werden € 200 Versandpauschale angesetzt. Für den Kunden A liegen die folgenden Prognosen für das kommende Geschäftsjahr vor: Voraussichtlich wird A monatlich zwei komplette Paletten ordern. Zudem ist die Abnahme von 120 Stck. pro Monat in verschiedenen Bestellmengen zu erwarten. Die Handel AG gewährt A als Mengenrabatt eine Gratispalette, wenn der kumulierte Absatz am Jahresende über € 200.000 liegt. Erfahrungsgemäß bezahlt A unter Abzug des eingeräumten Skontos von 3 % unmittelbar nach Erhalt der Rechnung. Zu ermitteln sind die zu erwartenden Erlöse pro Monat für den Kunden A. Lösung: Berechnung der Bruttoerlöse: 2 Paletten (Listenpreis und Versand): BE1 = 2 · € 6.000 + 2 · € 200 = € 12.400 120 Stück (Listenpreis und Versand): BE2 = 120 · € 59 + 120 · € 3 = € 7.440 Berechnung der Erlösschmälerungen: 1 Gratispalette entspricht einem Mengenrabatt von € 500 pro Monat. (Der erwartete Jahresumsatz ist größer als die vorgegebene Zielgröße von € 200.000.) Skonto: S = (€ 12.400 + € 7.440) · 0,03 = € 595,20 Es ergeben sich als monatliche Planerlöse des Kunden A: PEm = € 19.840 – € 500 – € 595,20 = € 18.744,80 8 Leistungsrechnung986 Vahlens Handbücher – Eisele/Knobloch – Technik des betrieblichen Rechnungswesens (8. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.07.2011 Seite 986 Status: Imprimatur Ergänzende Literatur zu: 8 Leistungsrechnung Chmielewicz, Rechnungswesen 2, S. 64–68 und 199–220 Engelhardt, Erlösplanung, S. 656–670 Ewert/Wagenhofer, Interne Unternehmensrechnung, S. 673–680 Hoitsch/Lingnau, Kosten- und Erlösrechnung, S. 208–234 Männel, Bedeutung der Erlösrechnung, S. 631–655 Männel, Erlösrechnung, S. 119–150 Ossadnik, Kosten- und Leistungsrechnung, S. 118–130; 169–177; 218–222; 252–261 Schildbach/Homburg, Kosten- und Leistungsrechnung, S. 169–182 Schweitzer/Küpper, Kosten- und Erlösrechnung, S. 20–26

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References

Zusammenfassung

Ein wahrer Klassiker zum betrieblichen Rechnungswesen.

"Der 'Eisele/Knobloch' gehört mit Sicherheit zum besten, was es auf dem Lehrbuchmarkt zu diesem Thema gibt."

in: Studium 90/2012

Die »Technik des betrieblichen Rechnungswesen« war und ist ein Gesamtwerk:

Es umfasst das betriebliche Rechnungswesen in der Breite ausgehend vom handels- und steuerrechtlichen Einzelabschluss und den dafür einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS), über die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung bis hin zu den Sonderfällen der Bilanzierung und in der Tiefe von der Auslegung der abstrakten Bilanzierungsnormen durch Rechtsprechung, Verwaltung und Schrifttum bis hin zum grundlegenden Buchungssatz.

"Das Werk vermittelt umfassendes anwendungsbezogenes Grundlagenwissen und fordert die Fähigkeit zur selbstständigen Problemlösung."

in: Controller Magazin 1/2012

"Das knapp 1.500 Seiten dicke Lehrbuch ist auch in der 8. Auflage ein Gesamtwerk: Es deckt konsequent alles ab, was man als Student wissen muss, wenn man sich auf das betriebliche Rechnungswesen spezialisiert. [...] Am bewährten didaktischen Konzept hat sich auch bei der Neuauflage nichts geändert: Durch die anwendungs- sowie praxisbezogene Wissensvermittlung wird der Leser schnell zum Profi auf dem Gebiet des betrieblichen Rechnungswesens."

in: Studium 90/2012

Beste Autoren-Kompetenz

Prof. Dr. Wolfgang Eisele war Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen und Finanzierung an der Universität Hohenheim. Prof. Dr. Alois Paul Knobloch ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Rechnungswesen und Finanzwirtschaft, an der Universität des Saarlandes.