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Kapitel B: Das Güterangebot der Unternehmungen in:

Klaus Herdzina, Stephan Seiter

Einführung in die Mikroökonomik, page 65 - 70

11. Edition 2009, ISBN print: 978-3-8006-3630-3, ISBN online: 978-3-8006-4346-2, https://doi.org/10.15358/9783800643462_65

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52 2. Teil: Einführung in die Nachfrage- und Angebotstheorie Haushalts. Als weitere Nachfragedeterminante kommt lediglich die Zahl der Nachfrager hinzu. Auf die Frage, ob die Zahl der am Markt auftretenden Haushalte leicht oder weniger leicht zu ermitteln ist, soll hier noch nicht eingegangen werden. An der Nachfragefunktion i. e. S. soll lediglich demonstriert werden, wie sich die Addition der Nachfragemengen technisch vollzieht. Wegen der Addition der auf der Abszisse abgetragenen Mengen spricht man auch von einer Horizontaladdition der individuellen Nachfragekurven. In Abb. 2.3. wurde unterstellt, dass der Markt aus zwei Nachfragern besteht. Abb. 2.3. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde für die Marktnachfrage kein neues Symbol eingeführt. Im Folgenden wird aus dem Zusammenhang jeweils deutlich werden, ob die individuelle Nachfrage eines Haushalts oder ob die Marktnachfrage gemeint ist. Marktnachfragekurven haben prinzipiell den gleichen Verlauf wie individuelle Nachfragekurven und sie verschieben sich aus den gleichen Gründen. Ein zusätzlicher Grund für Verschiebungen ist eine Änderung der Zahl der Nachfrager. Steigt die Zahl der Nachfrager, so wird die nachgefragte Menge bei jedem denkbaren Preis größer und die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts. Geht die Zahl der Nachfrager zurück, so wird die jeweils nachgefragte Menge kleiner und die Nachfragekurve verschiebt sich nach links. Kapitel B: Das Güterangebot der Unternehmungen B. Das Güterangebot der Unternehmungen I. Das individuelle Angebot einer Unternehmung 1. Die Determinanten des Angebotes und die globale Angebotsfunktion Die Aussagen zum Güterangebot der Unternehmungen (Determinanten des Angebots, Angebotsfunktion usw.) folgen dem gleichen Argumentationsmuster wie die Aussagen zur Güternachfrage. Auf die Darstellung verschiedener Details, die für das Angebot ebenso gelten wie für die Nachfrage, kann daher verzichtet werden. Andere Aussagen können vergleichsweise kurz gefasst werden. Besonderheiten, die speziell für das Güterangebot gelten, sind herauszuheben. Kapitel B: Das Güterangebot der Unternehmungen 53 Gesucht werden zunächst die Determinanten der Angebotsmenge eines Gutes X (Ax) pro Zeiteinheit (t) durch eine Unternehmung, abgebildet durch eine Angebotsfunktion mit Ax als abhängiger Variabler und den noch zu benennenden Determinanten. Wie bei der Erörterung der Nachfrage bereits angesprochen, ist es gerade bezüglich der Angebotsdeterminanten von erheblicher Bedeutung, welche Zielsetzung die Unternehmung verfolgt. Verschiedene, zum Teil stark voneinander abweichende Ziele sind denkbar und auch empirisch nachweisbar, z. B. die Umsatzmaximierung, die Absatzmengenmaximierung, die Gewinnmaximierung, diverse Zwischenformen (etwa Umsatzmaximierung unter Nebenbedingungen), sowie Zielsetzungen, die über den rein ökonomischen Bereich hinausgehen (z. B. Prestigestreben). Da die Zielsetzung die weiteren Determinanten des Angebotes maßgeblich beeinflusst, muss im Folgenden eine Einengung auf rein ökonomische Ziele (Umsatz, Absatz, Gewinn) bzw. noch enger auf den Gewinn der Unternehmung vorgenommen werden (tiefer gehende Analysen seien betriebswirtschaftlichen Untersuchungen vorbehalten). Unter der Annahme, dass Unternehmungen prinzipiell nach Gewinn streben, können diverse Angebotsdeterminanten benannt werden, die sich in folgender Weise entwickeln lassen. Sehr einfach und dennoch umfassend kann die globale Angebotsfunktion zunächst in der Form (2.8) Ax/t = f(Gx, Gw, Q, . . .) geschrieben werden. Sie besagt, dass die Angebotsmenge eines Gutes X abhängig ist von den Gewinnen, die beim Angebot des Gutes X im Vergleich zu jenen Gewinnen anfallen, die beim Angebot alternativer Güter W (W1, . . ., Wn) entstehen würden, sowie von entsprechenden Gewinnerwartungen Q. Bei den Gütern W1, . . ., Wn kann es sich um Güter handeln, die das Unternehmen bereits in seinem Produktionsprogramm hat, oder um solche, auf deren Produktion es sich prinzipiell umzustellen vermag. So dürfte ein Landwirt neben Kartoffeln i. d. R. auch Zuckerrüben, verschiedene Arten von Gemüse sowie Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen im Produktionsprogramm haben bzw. es dürfte ihm nicht schwer fallen, unter Umständen auf Erdbeeren oder auf Schnittblumen umzustellen. Ein Automobilhersteller bietet in der Regel verschiedene Typen von PKW an, beispielsweise Kleinwagen, Mittelklasseautos und Cabrios, und es dürfte ihm möglich sein, beispielsweise auch Vans in sein Produktionsprogramm aufzunehmen und dafür das Angebot an Kleinwagen zu reduzieren. Als weitere Angebotsdeterminante sind in (2.8) noch Erwartungen (Q) enthalten, die in dieser Formulierung als Gewinnerwartungen zu interpretieren sind, beispielsweise als die Gewinnerwartungen des Landwirtes bezüglich der alternativen Güter Kartoffeln und Zuckerrüben oder die des Automobilproduzenten bezüglich Personenkraftwagen mit Otto- oder mit Dieselmotor. Funktion (2.8) kann nun in verschiedener Weise umgewandelt werden. Da Gewinne definiert sind als Differenz von Erlösen (R) und Kosten (K), kann die Angebotsfunktion auch in der Form (2.9) Ax/t = f(Rx, Kx, Rw, Kw, Q, . . .) 54 2. Teil: Einführung in die Nachfrage- und Angebotstheorie geschrieben werden. Die Erlöse hängen ihrerseits von den erzielbaren Preisen ab, denn Erlös bzw. Umsatz ist definiert als Verkaufsmenge mal Güterpreis. Kosten sind definiert als das Produkt aus der Menge der eingesetzten Produktionsfaktoren (v) und den zu zahlenden Faktorpreisen (l), also beispielsweise ermittelbar als Zahl der eingesetzten Arbeitskräfte, multipliziert mit dem jeweiligen Entlohnungssatz einschließlich der Lohnnebenkosten. Die Faktoreinsatzmengen und ihre jeweiligen Qualitäten werden vom Stand der Technik (T) determiniert. Insoweit kann die Angebotsfunktion auch in der Form (2.10) Ax/t = f(px, vx, lx, Tx, pw, vw, lw, Tw, Q, . . .) geschrieben werden. Auch hier ist zu beachten, dass vx, lx, pw usw. Sammelausdrücke darstellen, hinter denen sich zahlreiche Variable (Faktormengen, Kostensätze, Preise) verbergen. Die Komplexität der Angebotsfunktion wird daraus bereits deutlich. 2. Reduzierte Angebotsfunktionen und Angebotsfunktion i. e. S. Andererseits ist aber auch der Aussagegehalt der globalen Angebotsfunktion vergleichsweise gering, da sie wie die globale Nachfragefunktion nur eine Aufzählung von Determinanten darstellt. Im Hinblick auf die Frage nach dem Einfluss einzelner Determinanten auf die Angebotsmenge ist es notwendig, reduzierte Angebotsfunktionen zu bilden, z. B. die Funktionen (2.11) Ax = f(px) (2.12) Ax = f(vx) (2.13) Ax = f(lx) (2.14) Ax = f(Tx) (2.15) Ax = f(pw) usw. Auch diese reduzierten Angebotsfunktionen basieren prinzipiell wieder auf der ceteris-paribus-Bedingung. So ist etwa die Funktion (2.11) genau genommen wie folgt zu schreiben: (2.11) =x x x x x wA f(p ) mit v , l , T , p , usw. Wie im 4. Teil bei der vertieften Analyse des Angebots noch zu zeigen sein wird, ist die ceteris-paribus-Aussage bezüglich der Faktoreinsatzmengen vx nicht völlig korrekt, da Änderungen der Angebotsmenge stets Änderungen der Produktionsmenge (von Lagern sei abgesehen) und damit auch Änderungen von Faktoreinsatzmengen implizieren. Auch bezüglich der verschiedenen Angebotsdeterminanten stellt sich die Frage nach ihrer Wirkungsrichtung. Einige Beziehungen sollen hier schon kurz angedeutet werden. So kann davon ausgegangen werden, dass die Angebotsmenge eines Gutes – mit steigendem Preis des Gutes X zunimmt, weil steigende Preise eine Gewinnsteigerung nach sich ziehen, die eine Angebotserweiterung lukrativ erscheinen lässt, – mit steigenden Faktorpreisen und Kosten zurückgeht, weil dadurch der Gewinn schrumpft und dieses Angebot weniger lukrativ werden lässt, Kapitel B: Das Güterangebot der Unternehmungen 55 – bei Kapazitätserweiterungen (Nettoinvestitionen) zunimmt, weil die produzierbare und damit die anzubietende Gütermenge größer wird, – bei Verbesserungen der Technik zunimmt, weil beispielsweise Verfahrensverbesserungen die Produktionskosten senken und den Gewinn ansteigen lassen, – bei steigenden Preisen der alternativen Güter W zurückgeht, weil es dann lukrativer erscheint, vermehrt diese Güter anzubieten, – bei erwarteten Preissteigerungen des Gutes X zunimmt, weil die Gewinnerwartungen bezüglich dieses Gutes sich erhöhen. Wegen der Komplexität der Zusammenhänge sollen genauere Aussagen über die Wirkungsrichtung der einzelnen Angebotsdeterminanten dem 4. Teil vorbehalten bleiben. Im Hinblick auf die im 5. und 6. Teil zu erörternde Preisbildung kommt der Funktion (2.11) Ax = f(px) besondere Bedeutung zu. Sie wird als Angebotsfunktion i. e. S. bezeichnet. Auch hier sei festgelegt: Wenn im Folgenden von der Angebotsfunktion (ohne weiteren Zusatz) gesprochen wird, so ist diese Funktion (2.11) gemeint. Bezüglich der Gestalt der Angebotsfunktion wurde kurz zuvor eine direkte Beziehung zwischen Preis und angebotener Menge angedeutet, die sich in einem steigenden Verlauf der Angebotskurve niederschlägt (vgl. Abb. 2.4.a.). Im 4. Teil wird die genaue Begründung für diesen Verlauf geliefert werden. Im Augenblick möge der Hinweis genügen, dass ein steigender Preis Erlös- und Gewinnsteigerungen impliziert, welche die gewinnorientierte Unternehmung veranlassen werden, die Angebotsmenge auszudehnen. Dieser Ausdehnung sind kurzfristig aber Grenzen gesetzt, da die Unternehmung im Zeitraum t jeweils eine Maximalkapazität aufweist. Selbst wenn der Preis für ein Gut X (z. B. für Tulpen, Streichwurst oder Satellitenschüsseln) extrem steigen würde (z. B. auf 1000 Euro), könnte kein Gärtner, Metzger oder Elektrogerätehersteller unendlich viele Mengeneinheiten anbieten, weil seine begrenzte Produktionskapazität dies kurzfristig nicht zulässt. Daher verläuft die Angebotskurve an der Kapazitätsgrenze senkrecht. Abb. 2.4. Im Übrigen gelten für die Angebotsfunktion die gleichen Aussagen wie für die Nachfragefunktion. Die Angebotsfunktion gibt Antwort auf die Frage, wie viele 56 2. Teil: Einführung in die Nachfrage- und Angebotstheorie Einheiten des Gutes die Unternehmung anbieten würde, wenn der Preis verschiedene Höhen hätte. Sie drückt also hypothetische Preis-Mengen-Kombinationen aus. Der Verlauf der Kurve kann durch Befragung des Unternehmens empirisch ermittelt werden. So kann gefragt werden: Wie viel würden Sie anbieten, wenn der Preis p1, p2, . . . betragen würde? Wie zuvor bei der Nachfrage enthält auch diese Frage eine für die kommenden Überlegungen wichtige Unterstellung. Es wird auch hier davon ausgegangen, dass der einzelne Anbieter den Preis des Gutes X nicht beeinflussen kann. Auch auf diese Prämisse wird im Folgenden (insbesondere im 5. Teil) noch näher einzugehen sein. Auch bezüglich der Angebotskurve ist zwischen Bewegungen auf der Kurve und Verschiebungen der Kurve zu unterscheiden. Bewegungen auf der Kurve sind Ausdruck für die Reaktion der Unternehmung auf Preisänderungen des Gutes X, während sich Kurvenverschiebungen dann einstellen, wenn die ceteris-paribus- Bedingung aufgehoben wird. So verschiebt sich die Angebotskurve beispielsweise nach rechts (vgl. Abb. 2.4.b.), – wenn die Faktorpreise und Kosten sinken, – wenn die Kapazität durch Nettoinvestitionen erweitert wird, – wenn Verbesserungen der Technik vorgenommen werden, – wenn die Preise der alternativen Güter W fallen (und daraufhin die Kapazität beim Gut X erweitert wird), – wenn dauerhafte Preissteigerungen beim Gut X erwartet werden (und daraufhin die Kapazität beim Gut X erweitert wird). Die aus Kostenänderungen, technischen Veränderungen und Kapazitätsveränderungen resultierenden Verschiebungen von Angebotskurven können im Detail erst nach der Darstellung der produktionstheoretischen Zusammenhänge im 4. Teil genauer behandelt werden. II. Das Marktangebot Das Marktangebot erhält man, indem man die von allen am Markt auftretenden Anbietern offerierten Mengen addiert. Damit wird deutlich, dass das Marktangebot prinzipiell von den gleichen Determinanten abhängig ist wie das individuelle Angebot einer einzelnen Unternehmung. Als weitere Angebotsdeterminante kommt lediglich die Zahl der Anbieter hinzu. Auch hier soll auf die Frage, wie die Zahl der Anbieter zu ermitteln ist, und damit auf das Problem der Marktabgrenzung noch nicht eingegangen werden. Die Marktangebotskurve ergibt sich durch Horizontaladdition der individuellen Angebotskurven (vgl. Abb. 2.5.). Auch für das Marktangebot wird kein neues Symbol eingeführt. Auch Marktangebotskurven haben prinzipiell den gleichen Verlauf wie individuelle Angebotskurven und sie verschieben sich aus den gleichen Gründen. Ein zusätzlicher Grund für Verschiebungen ist eine Änderung der Zahl der Anbieter. Steigt die Zahl der Anbieter, so wird bei jedem denkbaren Preis mehr angeboten und die Angebotskurve verschiebt sich nach rechts. Scheiden Anbieter aus, so wird die jeweils angebotene Menge kleiner und die Angebotskurve verschiebt sich nach links. Kapitel C: Die Elastizitäten der Nachfrage und des Angebotes 57 Abb. 2.5. Kapitel C: Die Elastizitäten der Nachfrage und des Angebotes C. Die Elastizitäten der Nachfrage und des Angebotes Nach der Identifikation maßgeblicher Nachfrage- und Angebotsdeterminanten und nach ersten Überlegungen bezüglich ihrer Wirkungsrichtung gilt es nunmehr, Aussagen über die Stärke der Zusammenhänge zu machen. Derartige Aussagen sind notwendig, um diverse für die unternehmerische sowie für die wirtschaftspolitische Praxis extrem wichtige Fragen zu beantworten wie etwa die – ob ein Anbieter, der seinen Erlös (Umsatz) steigern möchte, den Preis seiner Güter senken oder eher anheben soll, – ob es möglich ist, dass sich bei Einführung einer Ökosteuer gleichzeitig der Benzinverbrauch senkt und das Steueraufkommen erhöht, – ob gleiches bei einer Erhöhung der Tabaksteuer möglich ist oder ob zu erwarten ist, dass sowohl die Zigarettennachfrage als auch das Steueraufkommen sinken. Die Antworten auf derartige Fragen können mit Hilfe eines Messkonzeptes gegeben werden, das in der ökonomischen Theorie als Elastizitätskonzept bezeichnet wird. Eine Elastizität ist prinzipiell immer definiert als ? = prozentuale Änderung der abhängigen Variablen___________________________________________ prozentuale Änderung der unabhängigen Variablen . Da es in der wirtschaftlichen Wirklichkeit unendlich viele Beziehungen zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen gibt, lassen sich unendlich viele Elastizitäten ermitteln. In diesem Zusammenhang interessieren die Elastizitäten der Nachfrage und des Angebotes. I. Die Nachfrageelastizitäten 1. Die direkte Preiselastizität der Nachfrage Die direkte Preiselastizität der Nachfrage bezieht sich auf die Nachfragefunktion i. e. S. (2.3) Nx = f(px), in der Nx als abhängige Variable und px als unabhängige Variable enthalten sind.

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Zusammenfassung

Mikroökonomie leicht und verständlich

Dieses Lehrbuch bietet eine verständliche Darstellung eines zentralen Teilgebiets der Ökonomik. Da Inhalt und Aussagewert der Mikroökonomik häufig dadurch unklar bleiben, dass die Studenten zuviel rechnen müssen und dabei nicht mehr genügend zum Denken kommen, wird die Algebra in nur sparsamer Dosierung eingesetzt. Dafür stellt das Buch die grundlegenden Fragestellungen und Modelle umso klarer und lesefreundlicher dar und unterstützt das Lernen mit zahlreichen Kontrollfragen.

* Grundlagen

* Einführung in die Nachfrage- und Angebotstheorie

* Theorie der Nachfrage

* Theorie des Angebots

* Theorie des Marktgleichgewichts

* Theorie der Marktprozesse

Das Lehrbuch beantwortet unter anderem folgende Fragen:

* Warum und in welcher Menge fragen Haushalte bestimmte Güter nach?

* Welche Ziele verfolgen Unternehmen?

* Wann ist ein Marktpreis stabil?

* Welche Marktform ist effizient?

* Fördert Wettbewerb den technischen Fortschritt?

Die Autoren

Prof. Dr. Klaus Herdzina ist Professor an der Universität Hohenheim.

Prof. Dr. Stephan Seiter ist Professor an der ESB Business School an der Hochschule Reutlingen.