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Henner Schierenbeck, Simon Zaby, 14.5 Fazit in:

Hans-Hermann Francke, Heinz Rehkugler (Ed.)

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung, page 477 - 477

2. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3808-6, ISBN online: 978-3-8006-4342-4, https://doi.org/10.15358/9783800643424_477

Bibliographic information
Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 474 Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 475 14 Die Immobilie im Spannungsfeld474 beispielsweise in Form eines Grundstücks, ist dieses zu seinem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren (vgl. IAS 20.23). Die Ertragsrealisierung erfolgt planmäßig im Verlauf der Perioden, die erforderlich sind, um die Zuwendungen mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Eine direkte Verrechnung mit dem Eigenkapital ist nicht vorgesehen (vgl. IAS 20.12). 14.5 Fazit Forciert durch die Globalisierung der Märkte, die damit einhergehende Internationalisierung der Rechnungslegungsvorschriften und durch spezifische gesetzgeberische Maßnahmen sehen sich viele Unternehmen mit der Notwendigkeit der Umstellung ihrer Rechnungslegung von HGB auf IFRS/IAS konfrontiert. Aus den Differenzen von Gläubigerschutzprinzip im Sinne der „traditionellen“ kontinentaleuropäischen Rechnungslegung und der primär investorenorientierten Sichtweise der IFRS/IAS resultiert eine Reihe von Umstellungseffekten beim Übergang auf die neue Bilanzierungsusance. Für Unternehmen der Immobilienbranche fallen diese Effekte in Abhängigkeit von der bilanziellen Kategorisierung der Immobilien unterschiedlich stark aus. Die Erstansatz- und Folgebewertungsvorschriften bei „zur Veräußerung bestimmten Immobilien“ offenbaren keine strukturellen Unterschiede zwischen HGB und IFRS/IAS. Aus der Umstellung bei „eigengenutzten Immobilien“ und „Bestandsimmobilien“ können dagegen deutliche Wertänderungen resultieren – insbesondere durch Wahl jenes Ansatzes, zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bilanzieren. Dem Anspruch auf größtmögliche Werttransparenz für potenzielle Investoren wird die Fair-Value-Bilanzierung für Immobilien nach IFRS/IAS prinzipiell gerecht, da die Möglichkeit zur Bildung stiller Reserven konsequenterweise stark eingeschränkt wird. Kritisch bleibt der Aspekt der Zuverlässigkeit im Rahmen der Ermittlung beizulegender Zeitwerte, da für Immobilienvermögen (objektive) Marktwerte häufig nur bedingt zu Verfügung stehen. Selbst mit Berücksichtigung gestiegener Volatilität der Abschlüsse überwiegen jedoch die zu erwartenden positiven Effekte auf das Rating und damit letztendlich auf die Möglichkeiten zum Kapitalmarktzugang für Unternehmen der Immobilienbranche, die mit der Umstellung auf eine Rechnungslegung nach IFRS/IAS einhergehen. 14.6 Literaturverzeichnis Beisse, H. (1993): Gläubigerschutz, in: Beisse, H./Lutter, M./Närger, H. (Hrsg.), Festschrift für Karl Beusch, Berlin, S. 77–98. Djanani, C./Brähler, G./Lösel, C. (2010): Ertragsteuern, 4. Auflage, Frankfurt am Main. IASB (2010): Exposure Draft ED/2010/01, Leases, London.

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References

Zusammenfassung

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung:

Alles für die immobilien-wirtschaftliche Ausbildung.

Rund um die Immobilie

Das Werk enthält Beiträge zur Entwicklung und Analyse von

* Immobilienprodukten,

* Immobilienmärkten sowie zur

* Immobilienbewertung.

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung

Anschaulich und kompakt werden zentrale Stoffinhalte der immobilienwirtschaftlichen Ausbildung dargestellt: von der Analyse der dominanten Einflussfaktoren der Entwicklung von Immobilienmärkten über die Diskussion um das angemessene Bewertungsverfahren für Immobilien und Immobiliengesellschaften bis hin zu Fragestellungen der Bilanzierung von Immobilien nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften.