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Heinz Rehkugler, 13.5 Zusammenfassung in:

Hans-Hermann Francke, Heinz Rehkugler (Ed.)

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung, page 454 - 454

2. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3808-6, ISBN online: 978-3-8006-4342-4, https://doi.org/10.15358/9783800643424_454

Bibliographic information
Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 450 Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 451 13 Die Bewertung von Immobiliengesellschaften450 13.5 Zusammenfassung Als Quintessenz lässt sich festhalten: Es gibt keinen strukturellen Grund für eine unterschiedliche Logik und unterschiedliche Verfahren der Bewertung von bestandshaltenden Immobiliengesellschaften, die durch ihr spezifisches rechtliches „Kleid“ (Fonds, Immobilien- AGs, REITs) verursacht oder gerechtfertigt wäre(n). Die Bewertung auf der Basis von DCF-Verfahren stellt −wie bei Unternehmen anderer Branchen auch − die fundamental zutreffende Vorgehensweise dar. In der praktischen Anwendung ist sie mit den gleichen Schwierigkeiten der Schätzung der „richtigen“ Zahlungsströme und der Wahl des „richtigen“ Diskontierungsfaktors wie bei anderen Unternehmen konfrontiert. Auch die relative Bewertung über Multiples ist mit gleichen Schwächen wie bei anderen Unternehmen behaftet. Die große Bedeutung von meist unregelmäßig anfallenden Veräußerungserträgen erschwert sogar noch das Ansetzen eines Periodenergebnisses als repräsentative „Startbasis“ für die Multiplikatoren. Die Bewertung nach dem NAV erweist sich als eine meist gute Näherung. Weil sie auf Zukunftserfolgswerten der einzelnen Immobilienobjekte aufsetzt und damit den überwiegenden Teil künftiger Zahlungsströme von Unternehmen erfasst, ist sie für Immobiliengesellschaften eine angemessene Methode. Des Weiteren ist sie für Offene Immobilienfonds die gesetzlich vorgeschriebene Wertermittlungsmethode. Ausgehend vom NAV bedarf es der zusätzlichen Analyse von Ursachen gerechtfertigter Abweichungen des Unternehmenswertes und der Abschätzung von deren Umfang. Überrenditemodelle vermögen durch die Verknüpfung und den Vergleich von Bewertungen nach DCF und nach dem NAV hierzu einen wichtigen Beitrag zu leisten. Das Verfahren des NAV erweist sich damit als ein durchaus sinnvolles, auch international übliches Bewertungskonzept für Immobilienunternehmen, oder genauer: als ein brauchbarer Ausgangspunkt dafür, dem aber eine durchgängige theoretische Fundierung analog zu den DCF-Verfahren fehlt. Angesichts seiner praktischen Tauglichkeit als Näherung für den „wahren“ Wert von Immobilienbestandshaltern geht es daher viel zu weit, mit Schulte/Matzen „die Abwendung von der NAV-Methode (als, Einf. des Verf.) eine wesentliche Voraussetzung für die wünschenswerte Entwicklung der Immobilien-Aktiengesellschaft in Deutschland“314 zu fordern. 13.6 Literaturverzeichnis Baik, B./Billings, B.K./Morton, R.M. (2006): The Effect of Increased Transparency on Manipulation and Value Relevance of Non-GAAP Disclosures by Real Estatate Investment Trusts (REITs), Working Paper Florida State University 2006 Ballwieser, W. (2007): Unternehmensbewertung, 2. Aufl., Stuttgart 2007 314 Vgl. Schulte/Matzen (2003).

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Zusammenfassung

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung:

Alles für die immobilien-wirtschaftliche Ausbildung.

Rund um die Immobilie

Das Werk enthält Beiträge zur Entwicklung und Analyse von

* Immobilienprodukten,

* Immobilienmärkten sowie zur

* Immobilienbewertung.

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung

Anschaulich und kompakt werden zentrale Stoffinhalte der immobilienwirtschaftlichen Ausbildung dargestellt: von der Analyse der dominanten Einflussfaktoren der Entwicklung von Immobilienmärkten über die Diskussion um das angemessene Bewertungsverfahren für Immobilien und Immobiliengesellschaften bis hin zu Fragestellungen der Bilanzierung von Immobilien nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften.