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Harald Nitsch, 3.6 Literaturverzeichnis in:

Hans-Hermann Francke, Heinz Rehkugler (Ed.)

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung, page 143 - 145

2. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3808-6, ISBN online: 978-3-8006-4342-4, https://doi.org/10.15358/9783800643424_143_1

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Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 124 Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 125 3.6 Literaturverzeichnis 125 dürfte in dieser Größenordnung zu vermuten sein. Für Karlsruhe, die nächstgrößere Stadt, deutet sich bei Annäherung an den Regierungsbezirk ebenfalls eine Abflachung an, die aber deutlich geringer ist als im Fall Freiburgs. Für Stuttgart schließlich ist keine Abflachung zu erkennen. Übertragen auf das Arbitrageverhalten der Anleger bedeutet dies, dass die aus Freiburg induzierten Investitionen sich im wesentlichen auf die Region beschränken dürften, von Karlsruhe in den gesamten Regierungsbezirk ausstrahlen und in Stuttgart noch deutlich über diesen hinaus. Eine seriös fundierte Aussage ist auf der Basis dreier Beobachtungen kaum zu treffen, aber die Ergebnisse sind mit der Annahme vereinbar, dass die q-Werte größerer Städte eine stärkere überregionale Bedeutung besitzen als diejenige kleiner und mittlerer Städte. Dies ist eine nachträgliche Rechtfertigung für die unterschiedliche Gewichtung, mit der die fünf Städte zur Berechnung des Baden-Württembergischen q herangezogen wurden. Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass lokale q-Werte durchaus zur Beschreibung lokaler Marktlagen herangezogen werden können. Bei der Auswertung ist jedoch die regionale Abgrenzung des Marktes von entscheidender Bedeutung, sie darf nicht zu eng erfolgen. 3.5 Fazit q-Werte bieten einen eleganten Analyserahmen, um die Marktlage in einer zentralen Kenngröße zu verdichten. Die Anforderungen an die Datenbeschaffung und die Berechnung sind dabei nicht sehr hoch. q-Werte lassen sich aus dem Preisspiegel des IVD berechnen, wo diese nicht vorliegen, kann aus entsprechenden Kaufpreissammlungen eine eigene Auswertung vorgenommen werden. Beim praktischen Einsatz ist die Orientierung der potenziellen Investoren in die Fläche zu berücksichtigen. Dieses hat zur Folge, dass sich das mehr oder weniger stark ausgeprägte Such- und Arbitrageverhalten der Investoren in eine „Unschärfe“ der Aussagekraft von q überträgt: Sinnvollerweise sind mit q Märkte ab der Größe einer Region bzw. eines Regierungsbezirkes zu beschreiben. Berücksichtigt man diese Einschränkung, so erweist sich q ein praktisches Tool zum Verständnis der regionalen Investitionstätigkeit. 3.6 Literaturverzeichnis Behr, A. und Belgardt, E. (2002): Dynamic Q-investment functions for Germany using panel balance sheet data and a new algorithm for the capital stock at replacement values. Discussion Paper 23/02, Economic Research Centre of the Deutsche Bundesbank, Frankfurt. Francke, H.-H. und Nitsch, H. (2004): Tobins q und Immobilieninvestitionen, in: Hofer, M. B. et al (Hg.): Geld- und Wirtschaftspolitik in gesellschaftlicher Verantwortung, Berlin, S. 269–285. Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 126 Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 127 3 Tobins q: Vom Analyserahmen zum praktischen Tool126 Hayashi, F. (1982): Tobin‘s Marginal q and Average q: A Neoclassical Interpretation, in: Econometrica, S. 213 ff. Nitsch, H. (2004): Die Bedeutung lokaler Marktlagen für die Immobilieninvestition, in: German Journal of Property Research, 2/2004, S. 66–82. Thomas, R.L. (1997): Modern Econometrics, Harlow. Tobin, J. (1961): Money, Capital and other Stores of Value, in: American Economic Review, S. 26 ff. Tobin, J. (1969): A general Equilibrium Approach To Monetary Theory, in: Journal of Money, Credit and Banking, S. 15 ff. Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 126 Vahlen – Allg.Reihe – Francke/Rehkugler – Immobilienmärkte und Immobilienbewertung Herstellung: Frau Deuringer 13.09.2011 Imprimatur Seite 127 4Die demografische Entwicklung in Europa und ihre Implikationen für  Immobilienmärkte Dr. Tobias Just Kapitelübersicht 4.1 Einführung: Droht der Asset Meltdown? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 4.2 Demografische Trends in Europa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 4.2.1 Die natürliche Bevölkerungsentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 4.2.2 Wanderungsbewegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 4.2.3 Bevölkerungsvorausberechnungen für Europa . . . . . . . . . . . . . . . 136 4.2.4 Regionale Unsicherheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 4.3 Auswirkungen für Wohnungsmärkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 4.3.1 Zahl und Struktur der Haushalte entscheidet . . . . . . . . . . . . . . . . 140 4.3.2 Verschiebungen in der Nachfragestruktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 4.3.3 Implikationen für Immobilienpreise und Fertigstellungen . . . . . 145 4.4 Auswirkungen für Büromärkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 4.4.1 Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 4.4.2 Strukturwandel setzt sich fort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 4.4.3 Investitionsrisiken im Vergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153 4.5 Schlussbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156 4.6 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157

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Zusammenfassung

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung:

Alles für die immobilien-wirtschaftliche Ausbildung.

Rund um die Immobilie

Das Werk enthält Beiträge zur Entwicklung und Analyse von

* Immobilienprodukten,

* Immobilienmärkten sowie zur

* Immobilienbewertung.

Immobilienmärkte und Immobilienbewertung

Anschaulich und kompakt werden zentrale Stoffinhalte der immobilienwirtschaftlichen Ausbildung dargestellt: von der Analyse der dominanten Einflussfaktoren der Entwicklung von Immobilienmärkten über die Diskussion um das angemessene Bewertungsverfahren für Immobilien und Immobiliengesellschaften bis hin zu Fragestellungen der Bilanzierung von Immobilien nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften.