Content

7.8 Aufgaben 17 - 23 in:

Dieter Schneeloch

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Band 1: Besteuerung, page 361 - 362

6. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-4197-0, ISBN online: 978-3-8006-4341-7, https://doi.org/10.15358/9783800643417_361

Bibliographic information
332 Teil III: Steuerbilanzen 7.8 Aufgaben 17 - 23 Aufgabe 17 A, B und C sind die Gesellschafter einer KG. Die KG erzielt im Jahr 1 einen Gewinn von 100 T€. Den Gewinn haben folgende Aufwendungen gemindert: a) Gehaltszahlungen an den Geschäftsführer A in Höhe von 300 T€, b) Zinsen an B in Höhe von 50 T€ für dessen der KG gewährtes Darlehen von 500 T€, c) Pachtzinsen an C für die Zurverfügungstellung eines Grundstücks 70 T€. Das Grundstück dient dem Betrieb der KG zu 100 %. Die Gewinnverteilung lt. Gesellschaftsvertrag beträgt nach Abzug der sich aus a) bis c) ergebenden Gehalts-, Zins- und Pachtaufwendungen 40 : 30 : 30. Beurteilen Sie den Sachverhalt unter steuerlichen Gesichtspunkten. Aufgabe 18 Wie ist steuerlich bei der Gründung einer Personengesellschaft a) gegen Bareinlage, b) gegen Sacheinlage zu bilanzieren und zu bewerten? Aufgabe 19 Welche steuerlichen Folgen treten ein, wenn der Gesellschafter einer Personengesellschaft seinen Mitunternehmeranteil a) zum Buchwert, b) zu einem höheren Wert als dem Buchwert veräußert und das Kapitalkonto positiv ist? Aufgabe 20 Der bisherige Einzelinhaber eines Großhandels V beabsichtigt, seinen bisher als Prokuristen in seinem Unternehmen beschäftigten volljährigen Sohn S als vollhaftenden Gesellschafter aufzunehmen. S soll zunächst ohne Kapitaleinlage aufgenommen werden. Er soll sich aber verpflichten, jährlich 20 % seines Gewinnanteils im Unternehmen zu belassen, bis sein Kapitalkonto 200 T€ beträgt. Es ist folgende Gewinnverteilung vorgesehen: a) Die Kapitalkonten zum 1.1. eines Jahres werden mit 10 % verzinst, b) der Restgewinn wird auf V und S im Verhältnis 60 % zu 40 % verteilt. Würdigen Sie den Sachverhalt aus ertragsteuerlicher Sicht. Aufgabe 21 Welche Grundsätze gelten für die Gewinnverteilung bei Familienpersonengesellschaften? Aufgabe 22 Ein Vater nimmt seine beiden minderjährigen Kinder in sein bisheriges Einzelunternehmen als Gesellschafter (Kommanditisten) auf. Ein Ergänzungspfleger wird für den Abschluss des Gesellschaftsvertrages nicht bestellt. Die Kinder leisten weder eine Kapitaleinlage, noch arbeiten sie im Unternehmen mit. Kapitalanteile sollen ihnen aus künftigen Gewinnen erwachsen. Innerhalb der ersten drei Jahre sind sie an den stillen Reserven einschließlich des Geschäftswertes nicht beteiligt. Welche steuerlichen Folgen entstehen? Aufgabe 23 Wie die vorstehende Aufgabe, jedoch schenkt der Vater seinen Kindern Kapitalanteile von je 50 T€. Der Abschluss des Gesellschaftsvertrages erfolgt unter Einschaltung eines Ergänzungspflegers. Die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts wird erteilt. Die Kinder sind an sämtlichen stillen Reserven beteiligt. 8 Besteuerung der Renten und Raten im betrieblichen Bereich 8.1 Einführung und Überblick Der Begriff der Renten und rentenähnlichen Leistungen ist bereits erläutert worden. In Teil II, Gliederungspunkt 2.6.2, findet sich eine Einteilung der Renten nach unterschiedlichen Kriterien. Unterschieden wird dort zwischen 1. betrieblichen und privaten Renten, 2. Veräußerungs-, Versorgungs-, Schadensersatz- und Unfallrenten, 3. Leibrenten und Zeitrenten. In Teil II, Gliederungspunkt 2.6.3, ist die Besteuerung der Renten und rentenähnlichen Leistungen im privaten Bereich dargestellt worden. Die nachfolgenden Ausführungen hingegen haben die Rentenbesteuerung im betrieblichen Bereich zum Inhalt. Untergliedert wird hierbei nach 1. betrieblichen Veräußerungsrenten, 2. betrieblichen Versorgungsrenten, 3. betrieblichen Schadensersatz- und Unfallrenten. Alle diese Renten können sowohl die Form der Leib- als auch die der Zeitrenten haben. Zu betrachten ist nachfolgend jeweils die steuerliche Behandlung sowohl beim Rentenberechtigten als auch beim Rentenverpflichteten. Eingegangen wird außerdem in knapper Form auf steuerliche Probleme bei der Vereinbarung von Kaufpreisraten im betrieblichen Bereich. 8.2 Betriebliche Veräußerungsrenten 8.2.1 Begriff und Abgrenzung Betriebliche Veräußerungsrenten sind Renten, die zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber von Betriebsvermögen vereinbart werden. Der Kaufpreis wird in derartigen Fällen nicht in einer Summe gezahlt, vielmehr wird er verrentet. Auch eine Aufteilung des Kaufpreises in einen Barbetrag und in eine Rente ist möglich. Voraussetzung für das Vorliegen einer betrieblichen Veräußerungsrente ist, dass die Leistung des Käufers (der Wert der Rente) und die Gegenleistung des Verkäufers (der Wert des übertragenen Betriebs oder der übertragenen betrieblichen Wirtschaftsgüter) einander entsprechen. Leistung und Gegenleistung müssen also nach kaufmännischen Gesichtspunkten ermittelt worden sein141. Das wird bei 141 Vgl. BFH-Urteile vom 30.7.1959, IV 265/58 U, BStBl 1959 III, S. 406; vom 16.7.1969, I R 186/66, BStBl 1970 II, S. 56; vom 26.1.1978, IV R 62/77, BStBl 1978 II, S. 301; vom 22.9.1982, IV R 154/79, BStBl 1983 II, S. 99; vom 20.12.1988, VIII R 121/83, BStBl 1989 II, S. 585; vom 16.12.1993, X R 67/92, BStBl 1996 II, S. 669; s. auch BMF-Schreiben vom 11.3.2010, IV C 3 - S 2221/09/10004, BStBl 2010 I, S. 227; Jansen, R./Myßen, M./Killat-Risthaus, A., Renten, 2009, Teil C, Rz. 617 ff.; Stuhrmann, G., in: Blümich, Kommentar, § 22 EStG, Rz. 129.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Die betriebswirtschaftliche Steuerlehre für BWLer.

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Der »Klassiker« zur betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist gerade für Studierende der Betriebswirtschaft an Universitäten und Fachhochschulen ein hervorragendes Lehrbuch. Durch die integrierten Aufgaben mit Lösungen kann der Wissensstoff gleich angewendet werden.

Die Schwerpunkte im Überblick

* Grundlagen und Grundbegriffe, Durchführung der Besteuerung

* Ertragsteuern

* Steuerbilanzen

* Bewertungsgesetz und Substanzsteuern

* Verkehrsteuern

* Prinzipien des Steuerrechts und Besteuerungsverfahren.