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7.1 Gewinnermittlung und Gewinnverteilung in:

Dieter Schneeloch

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Band 1: Besteuerung, page 345 - 345

6. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-4197-0, ISBN online: 978-3-8006-4341-7, https://doi.org/10.15358/9783800643417_345

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7 Besonderheiten bei Personengesellschaften 7.1 Gewinnermittlung und Gewinnverteilung Der steuerliche Gewinn einer Personengesellschaft wird nach den §§ 179 und 180 AO gesondert und einheitlich festgestellt124. Dies bedeutet, dass zunächst der steuerliche Gewinn für die Gesamtheit der Mitunternehmer festzustellen ist. Danach ist der Gesamtgewinn auf die einzelnen Mitunternehmer zu verteilen. Hierbei sind zunächst etwaige Vorabgewinne denjenigen Gesellschaftern zuzurechnen, die sie bezogen haben. Vorabgewinne sind ,,... die Vergütungen, die der Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen hat“ (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG)125. Allen Arten von Vorabgewinnen ist gemeinsam, dass sie handelsrechtlich Aufwendungen der Gesellschaft darstellen, steuerrechtlich aber Gewinnbestandteile sind. Typische Vorabgewinne sind folgende Einnahmen, die ein Gesellschafter von der Gesellschaft bezieht: • Gehaltszahlungen für eine Geschäftsführertätigkeit, • Zinseinnahmen für ein der Gesellschaft gewährtes Darlehen, • Miet- oder Pachteinnahmen für ein an die Gesellschaft vermietetes oder verpachtetes Grundstück. Der nach der Zurechnung der Vorabgewinne verbleibende Gewinn ist nach dem Gewinnverteilungsschlüssel auf die Gesellschafter zu verteilen. Die zivilrechtliche Gewinnverteilung ist in den Gesellschaftsverträgen meist abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen (§§ 121, 168 HGB) geregelt. Dies ist zulässig, da die Vorschriften des HGB nach § 109 HGB insoweit dispositives Recht beinhalten. Der Gesamtgewinn der Gesellschaft unterliegt, sofern die Mitunternehmerschaft die Voraussetzungen des § 15 Abs. 2 EStG erfüllt126, grundsätzlich als Gewinn aus Gewerbebetrieb der Gewerbesteuer. Die einzelnen Mitunternehmer haben die ihnen zugerechneten Gewinnanteile der Einkommensteuer zu unterwerfen. 7.2 Bilanz der Gesellschaft Grundlage der Ermittlung des steuerlichen Gewinns einer Mitunternehmerschaft ist die aus der Handelsbilanz abgeleitete Steuerbilanz der Gesellschaft. Häufig ist die Steuerbilanz mit der Handelsbilanz identisch, weil die Gesellschaft nur eine Bilanz erstellt und in dieser nach steuerrechtlichen Grundsätzen bilanziert und bewertet (Einheitsbilanz). 124 Vgl. Teil II, Gliederungspunkt 2.2.5; Teil VI, Gliederungspunkt 3.4.3. 125 Hinsichtlich der Vorabgewinne vgl. Teil II, Gliederungspunkt 2.2.5.2. 126 Hinsichtlich dieser Voraussetzungen s. Teil II, Gliederungspunkte 2.2.1.1 und 4.2.1.

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Zusammenfassung

Die betriebswirtschaftliche Steuerlehre für BWLer.

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Der »Klassiker« zur betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist gerade für Studierende der Betriebswirtschaft an Universitäten und Fachhochschulen ein hervorragendes Lehrbuch. Durch die integrierten Aufgaben mit Lösungen kann der Wissensstoff gleich angewendet werden.

Die Schwerpunkte im Überblick

* Grundlagen und Grundbegriffe, Durchführung der Besteuerung

* Ertragsteuern

* Steuerbilanzen

* Bewertungsgesetz und Substanzsteuern

* Verkehrsteuern

* Prinzipien des Steuerrechts und Besteuerungsverfahren.