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4. Literatur zum I. Kapitel in:

Otmar Issing

Einführung in die Geldtheorie, page 26 - 29

15. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3810-9, ISBN online: 978-3-8006-4315-8, https://doi.org/10.15358/9783800643158_26

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Brunner, Karl; Monissen, Hans G.; Neumann, Manfred J. M. (Hrsg.), Geldtheorie, Köln 1974. Gibson, William E. and Kaufmann, Georg G. (eds.), Monetary Economics: Readings on Current Issues, New York u.a. 1971. Und als Nachschlagwerk: Newman, Peter; Milgate, Murray; Eatwell, John (eds.), The New Palgrave Dictionary of Money and Finance, 3 Bände, Neuauflage 1999, London. Als regelmäßige Lektüre eindringlich empfohlen: Europäische Zentralbank – Monatsberichte: geben einen Überblick über die aktuelle Lage mit eingehender Analyse der monetären Situation. Enthalten darüber hinaus wichtige Aufsätze zu einschlägigen Themen (Übersicht über bisher erschienene Aufsätze in jedem Bericht). Wichtig auch die statistischen Übersichten. – Jahresberichte – Working Paper Series Deutsche Bundesbank – Monatsberichte: wie Monatsberichte der Europäischen Zentralbank – Geschäftsberichte – Diskussionspapiere des volkswirtschaftlichen Forschungszentrums 4. Literatur zum I. Kapitel Zur geschichtlichen Entstehung des Geldes siehe etwa: Born, Karl E., Geldtheorie und Geldpolitik, II: Geldgeschichte, in: Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, 3. Band, ungekürzte Studienausgabe, Stuttgart u.a. 1988, S. 360–374. Eine gute Übersicht. Davies, G., A History of Money: From ancient times to the present day, University of Wales, 3. Auflage, 2002. Gerloff, Wilhelm, Die Entstehung des Geldes und die Anfänge des Geldwesens, 3. Auflage, Frankfurt 1947. Sieht das Geld als eine „Schöpfung sozialen Handelns‘‘. Laum, Bernhard, Heiliges Geld, Tübingen 1924. Laum versucht hier anhand vieler Beispiele den Nachweis des sakralen Ursprungs des Geldes zu erbringen. Schwartz, Anna J. (ed.), Commodity Monies, Vol. I and II, Aldershot u.a. 1992. Sammlung von Artikeln zu historischen Erscheinungsformen des Warengeldes und ihren Problemen. Zur Produktivität bzw. zum Nutzen des Geldes: Brunner, Karl and Meltzer, Allan H., The Uses of Money: Money in the Theory of an Exchange Economy, American Economic Review, Vol. 61, 1971, S. 784–805. Eine gekürzte deutsche Übersetzung dieses Beitrages enthält der unter der allgemeinen Literatur genannte, von Brunner, Monissen und Neumann herausgegebene Sammelband. 4. Literatur zum I. Kapitel 19 Chick, Victoria, Unresolved Questions in Monetary Theory: A Critical Review, De Economist, Vol. 126, 1978, S. 37–60. Guter Überblick über die Entstehung von Geld sowie Kosten und Nutzen der Existenz von Geld. Niehans, Jürg, Money and Barter in General Equilibrium with Transactions Costs, American Economic Review, Vol. 61, 1971, S. 773–783. Deutsche Übersetzung im oben genannten Reading-Band von Badura/Issing. Zum Problem des Geldbegriffs und der Geldmenge: Friedman, Milton and Schwartz, Anna J., Monetary Statistics of the United States, New York u.a. 1970. In der Einleitung (S. 1–85) finden sich die statistischen Reihen für die Entwicklung der verschiedenen Geldmengengrößen in den USA von 1867– 1968; Teil I (S. 89–198) ist einer ausführlichen Diskussion der Definition des Geldes und der Literaturanalyse gewidmet. Ferner: Federal Reserve Bank of St. Louis, Review, März/April 1994, Sonderheft über Money Stock Measurement. Zusammenstellung ausführlicher Untersuchungen zur Abgrenzung und Messung monetärer Aggregate (bezogen auf das US-Geldsystem). Der Begriff der monetären Basis wurde zuerst in den USA entwickelt: Andersen, Leonall C. and Jordan, Jerry L., The Monetary Base – Explanation and Analytical Use, Federal Reserve Bank of St. Louis, Review, Vol. 50, August 1968, S. 7–14. Barnett, William A.; Fisher, Douglas; Serletis, Apostolos, Consumer Theory and the Demand for Money, Journal of Economic Literature, Vol. 30, 1992, S. 2086– 2119. Kritik an traditionellen Summenaggregaten und mikroökonomische Begründung neuerer Geldmengenaggregate. Issing, Otmar; Tödter, Karl-Heinz; Herrmann, Heinz; Reimers, Hans-Eggert, Zinsgewichtete Geldmengenaggregate und M3 – ein Vergleich, Kredit und Kapital, 26. Jg., 1993, S. 1–21. Neuere Geldmengenaggregate und M3 für die Bundesrepublik Deutschland im Vergleich. Krämer, Jörg W., Zinsgewichtete versus herkömmliche Geldmengenaggregate, Tübingen 1996. Empirische Untersuchung für Deutschland. Verneint Überlegenheit zinsgewichteter Aggregate. Tödter, Karl-Heinz, Eine transaktionsorientierte Geldmenge, Kredit und Kapital, 27. Jg., 1994, S. 319–347. Ableitung eines multiplikativen Geldmengenaggregats mit konstanten Gewichten aus einem mikroökonomischen Ansatz zur Minimierung der Transaktionskosten. Zum elektronischen Geld und möglichen Entwicklungen: Bank for International Settlements, Survey of Electronic Money Developments, May 2000. Aktuelle Entwicklungen und Statistiken im Bereich des elektronischen Geldes weltweit. Deutsche Bundesbank, Neuere Entwicklungen beim elektronischen Geld, Monatsbericht Juni 1999, S. 41 – 58. Beschreibt aktuelle Entwicklungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und diskutiert potentielle Auswirkungen auf die Geldpolitik. 20 I. Das Geld Berentsen, Aleksander, Monetary Policy Implications of Digital Money, Kyklos, Vol. 51, 1998, S. 89–117. Diskutiert Einfluss digitalen Geldes auf die Geldnachfrage und die damit verbundenen Folgen. Dorn, J. A. (ed.), The future of money in the information age, Washington, D. C. 1997. Dickertmann, Dietrich und Feucht, Ralf, Der Kreditkartenmarkt in Deutschland – Eine ökonomische Analyse, Neuwied u.a. 1996. Umfassende Analyse neuerer kartengestützter Zahlungsmöglichkeiten. Zur monetären Analyse der EZB: European Central Bank, Enhancing Monetary Analyses, L. Papademos, J. Stark (eds.), 2010. Gibt einen hervorragenden Überblick über umfangreiche und weiterführende Arbeiten zur monetären Analyse. Zum Aspekt Geldmengenabgrenzung, Finanzinnovationen und Sondereinflüsse auf die Geldmengenentwicklung: Bryant, Ralph C., Money and Monetary Policy in Interdependent Nations, Washington 1980. Kapitel 3 enthält eine gute Übersicht zum Problem der Geldmengenabgrenzung in der offenen Volkswirtschaft. European Central Bank, The demand for currency in the euro area and the impact of the euro cash changeover, ECB Monthly Bulletin, Januar 2003, S. 39–51. Erläutert die wesentlichen ökonomischen Determinanten der Bargeldnachfrage sowie den Einfluss der Euro-Bargeldeinführung auf die Bargeldnachfrage im Euro- Raum. European Central Bank, Schätzung zum Umfang der Portfolioumschichtungen von Aktien in die Geldmenge, ECB Monthly Bulletin, Mai 2003, S. 11–14. Beschreibt anschaulich verschiedene statistische und ökonometrische Ansätze, die Portfolioumschichtungen im Rahmen des Rückgangs der Aktienkurse von 2000 bis 2003 zu quantifizieren. European Central Bank, Monetary analysis in real time, Monthly Bulletin, October 2004, S. 43–66. European Central Bank, Money demand and uncertainty, Monthly Bulletin, October 2005, S. 57–73. Mullineux, A. (ed.), Financial Innovation, Banking and Monetary Aggregates, Cheltenham 1996. 4. Literatur zum I. Kapitel 21 II. Die Nachfrage nach Geld Mit der Geldmenge ist im Folgenden immer die Größe M1 gemeint, also die Summe aus Bargeldumlauf und Sichtguthaben der Nichtbanken bei den Kreditinstituten; Abweichungen hiervon werden ausdrücklich hervorgehoben. Unter der Nachfrage nach Geld versteht man den Wunsch der einzelnen Wirtschaftssubjekte, eine bestimmte Geldsumme als Kasse zu halten; aggregiert man diese individuellen Wünsche, erhält man die gesamte Geldnachfrage, die zu einem gegebenen Zeitpunkt in einer Volkswirtschaft existiert. Die Geldnachfragetheorie (Kassenhaltungstheorie) als Teil der Geldtheorie versucht, die Determinanten der Geldnachfrage herauszufinden und in ihrer Bedeutung zu analysieren; in den Abschnitten dieses Kapitels werden die einzelnen Ansätze der Geldnachfragetheorie dargestellt. 1. Kassenhaltung bei vollständiger Voraussicht Das Gesamtvermögen eines Wirtschaftssubjektes ergibt sich als Summe aller ihm gehörenden Aktiva; diese Aktiva lassen sich etwa wie folgt unterscheiden: (1) Geld (2) Geldforderungen (z.B. Pfandbriefe) (3) Sachwerte bzw. Besitztitel (Grundstücke, Aktien usw.). Der Besitz von Anleihen, Pfandbriefen etc. erbringt Zinseinnahmen, aus dem Besitz von Aktien erhält ein Anleger u.a. Dividenden; Sachwerte werfen entweder einen pekuniären Ertrag ab, wenn es sich um Produktionsmittel handelt, indem z.B. Grundstücke vermietet, Maschinen in der Produktion benutzt werden etc., oder stiften als längerlebige Konsumgüter ihrem Besitzer einen Nutzen (beispielsweise der Fernsehapparat). Dem Geld scheinen derartige Eigenschaften zumindest auf den ersten Blick zu fehlen. Stellt man daher fest, dass die Wirtschaftssubjekte stets einen mehr oder minder großen Teil ihres Vermögens in Form von Kasse halten, so ist zu fragen, auf welche Überlegungen diese Geldhaltung zurückgeht, sofern man ökonomisch rationales Handeln unterstellt. Würden sich bei einem Wirtschaftssubjekt Zahlungseingänge und -ausgänge in jedem Augenblick völlig decken, würde sich die Frage Kassenhaltung oder Anlage in anderen Aktiva gar nicht stellen; die Notwendigkeit dieser Entscheidung resultiert also erst aus der unvollständigen Synchronisation von Zahlungsströmen. Ein einfaches Beispiel soll dies verdeutlichen. Es sei angenommen, ein Wirtschaftssubjekt erhalte im Zeitpunkt to eine Einnahme in Höhe von E. Am Ende jeder Periode, erstmals im Zeitpunkt t1, habe es eine Zahlung in Höhe von A zu leisten. Während der ersten Periode ist also ein Betrag von E anlagefähig. In die zweite Periode geht das Wirtschaftssubjekt mit einem Kassenbestand von E A; dieser Betrag könnte für die zweite Periode angelegt werden. Am Ende der zweiten Periode wird wieder eine Zahlung in Höhe von A fällig, der Betrag von E 2A ist also in der dritten Periode zur Anlage in einem anderen Vermögenswert frei usw. Im Zeitpunkt t10 sei schließlich die gesamte Einnahme ausgegeben. Wird der Zins, der sich pro Periode bei einer bestimmten Anlageform erzielen lässt, mit r bezeichnet, und sieht man von Zinseszinsen ab, so ergibt sich folgende Summe für die gesamten Zinseinnahmen (Z), die bei einer Anlage des jeweils freien Geldbetrages anfallen:

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References

Zusammenfassung

Der Klassiker zur Geldtheorie.

Das Lehrbuch zur Geldtheorie

ist eines der erfolgreichsten Bücher dieser Art. Dem Autor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, ehemals Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank und »Vater des Euro«, gelingt es hervorragend, den aktuellen Stand der modernen Geldtheorie einfach und konzentriert darzustellen. Der Band gibt den Studenten eine hilfreiche Orientierung in der Diskussion zwischen Keynesianern, Monetaristen und Liquiditätstheoretikern.

Geldtheorie aktuell

Die Neuauflage enthält unter anderem Ausführungen zu

* den wichtigsten Entwicklungen der Kreditmarkttheorie

* dem Einfluss der Finanzmarktkrise auf den Geldmarkt und

* dem Zusammenhang von Finanzmarktkrise und Liquidität.

Im Überblick

* Das Geld

* Die Nachfrage nach Geld

* Das Geldangebot

* Zinstheorie

* Geldmenge, monetäre Nachfrage, Preisniveau und Beschäftigung

* Die Liquidität

* Inflationstheorie