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3. Allgemeine Literatur zur Geldtheorie in:

Otmar Issing

Einführung in die Geldtheorie, page 24 - 26

15. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3810-9, ISBN online: 978-3-8006-4315-8, https://doi.org/10.15358/9783800643158_24

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

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grund sind einerseits Statistiken notwendig, die eine detaillierte Analyse und Interpretation der Geldmengenentwicklung erlauben. Neue marktfähige Finanzinstrumente können enge Substitute zu den in die Geldmengendefinition einbezogenen Instrumenten darstellen. Sobald sie eine relevante Größenordnung erreichen, muss die bisher gültige Geldmengenabgrenzung überprüft und gegebenfalls den veränderten Bedingungen angepasst werden. Andererseits sind ausgefeilte Analysemethoden notwendig, um die Finanzmarkteinflüsse, temporärer oder längerfristiger Natur, auf die Geldmengenentwicklung und ihre Implikationen für die mittelfristige inländische Inflationsentwicklung einschätzen zu können. 3. Allgemeine Literatur zur Geldtheorie Gerade auf dem Gebiet des Geldwesens und der Geldtheorie ist die Lektüre älterer Werke besonders zu empfehlen, zumal sie meist ausführliche Darstellungen der Geldgeschichte enthalten und nicht selten auch heute noch interessant zu lesen sind. Aus der Vielzahl bekannter Werke seien genannt: Hawtrey, Ralph G., Currency and Credit, 4. Auflage, London u.a. 1950; Reprint North Stratford 1979. Helfferich, Karl, Das Geld, 6. Auflage, Leipzig 1923. Jevons, William St., Geld und Geldverkehr, Leipzig 1876. Knapp, Georg F., Staatliche Theorie des Geldes, 4. Auflage, München 1923. Mises, Ludwig von, Theorie der Umlaufsmittel, Berlin 1912. Eine meisterhafte Beschreibung des englischen Geldwesens zurzeit seiner absoluten Vormachtstellung in der Welt findet sich bei: Bagehot, Walter, Lombard Street, 14. Auflage, London 1931; wiederabgedruckt in: The collected works of Walter Bagehot, London 1978, Vol. 9, S. 48–233. Einen hervorragenden Überblick über den damaligen Stand der Geldtheorie geben die Artikel zum Stichwort „Geld‘‘ im Handwörterbuch der Staatswissenschaften von Menger, Carl, 3. Auflage, Jena 1909, Bd. IV, S. 555–610 und von Wieser, Friedrich, 4. Auflage, Jena 1927, Bd. IV, S. 681–717. In seiner knappen, überzeugenden Darstellung immer noch lesenswert: Robertson, Dennis H., Das Geld, 2. Auflage, Wien 1935. Einen wichtigen Punkt in der Entwicklung der Geldtheorie markiert das Werk von: Keynes, John M., Vom Gelde (engl. Titel: A Treatise on Money, 1930), 3. Auflage, Berlin 1983. Für einen Gesamtüberblick zum Stand der Geldtheorie: Friedman, Benjamin M. and Hahn, Frank H. (eds.), Handbook of Monetary Economics, 4. Auflage, Amsterdam u. a. 2000, 2 Bände. Gibt einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung auf den verschiedenen Teilgebieten der Geldtheorie, der Geldpolitik und auch der Finanzmarkttheorie. Teilweise technisch relativ komplizierte, teilweise sehr lesenswerte und gut verständliche Abhandlungen auf hohem Niveau. Viele Aspekte, z.B. reale Wirkungen der Geldpolitik oder die optimale Inflationsrate, werden von mehreren Beiträgen aus unterschiedlicher Perspektive behandelt. 3. Allgemeine Literatur zur Geldtheorie 17 Laidler, David (ed.), The Foundations of Monetary Economics, 3 Volumes, Cheltenham 1999. Enzyklopädisch zu nennende Sammlung „klassischer“ Beiträge zur Geldtheorie, die zwischen 1888 und 1996 veröffentlicht wurden, mit Schwergewicht auf den letzten 50 Jahren. An Gesamtdarstellungen sind zu empfehlen: Bofinger, Peter, Monetary Policy – Goals, Institutions, Strategies, and Instruments, Oxford 2001. Champ, Bruce and Freeman, Scott, Modeling Monetary Economies, 2. Auflage, New York 2001. Einführendes Lehrbuch in die modelltheoretische Analyse monetärer Phänomene; Schwergewicht auf neueren Ansätzen der Geldtheorie. Duwendag, Dieter; Ketterer, Karl-Heinz; Kösters, Wim; Pohl, Rüdiger; Simmert, Diethard B., Geldtheorie und Geldpolitik in Europa, 5. Auflage, Berlin 1999. Fuhrmann, Wilfried, Geld und Kredit, 2. Auflage, München u.a. 1994. Görgens, Egon, Ruckriegel, Karlheinz, Seitz, Franz, Europäische Geldpolitik, 5. Auflage, Stuttgart 2008. Geben eine sehr gute Übersicht über die EZB und die monetären Verhältnisse im Euroraum. Harris, Laurence, Monetary Theory, New York 1985. Anspruchsvolles Lehrbuch; deckt das ganze Feld der Theorie ab. Jarchow, Hans-Joachim, Grundriss der Geldtheorie, 12. Auflage, Stuttgart 2010. Ein führendes Lehrbuch zur modernen Geldtheorie. Johnson, Harry G., Geldtheorie und Geldpolitik, sowie: Neuere Entwicklungen in der Geldtheorie, zwei Aufsätze aus dem Sammelband des gleichen Autors: Beiträge zur Geldtheorie und Geldpolitik, Berlin 1969, S. 23–82 und S. 83–114. ders., Neuere Entwicklungen in der Geldtheorie, in: ders., Beiträge zur Geldtheorie und Währungspolitik, Berlin 1976, S. 23–50. Diese drei Aufsätze erfordern vom Leser erhebliche Vorkenntnisse. McCallum, Bennett T., Monetary Economics: Theory and Policy, 6. Auflage, New York u. a. 1994. Anspruchsvolles Lehrbuch, das sich auf Grund seiner verständlichen Aufbereitung auch komplizierter Zusammenhänge gut zur Vertiefung eignet. Mishkin, Frederic S., The Economics of Money, Banking and Financial Markets, 9. Auflage, New Jersey 2009. Einführendes, umfassendes Lehrbuch. Niehans, Jürg, Theorie des Geldes, Bern u.a. 1980. Anspruchsvolles Lehrbuch zur reinen Geldtheorie; nur für fortgeschrittene Leser geeignet. Richter, Rudolf, Geldtheorie, 2. Auflage, Berlin u.a. 1990. Arbeitet die Beziehungen zur allgemeinen Gleichgewichtstheorie und zur Institutionenökonomik heraus; mit umfangreichen Literaturhinweisen. Thieme, H. Jörg (Hrsg.), Geldtheorie, 2. Auflage, Baden-Baden 1987. Enthält als Besonderheit auch Beiträge zur Rolle des Geldes in sozialistischen Planwirtschaften. Walsh, Carl E., Monetary Theory and Policy, 3. Auflage, Cambridge, Mass. 2010. Anspruchsvolle Gesamtdarstellung – Theorie und Empirie. Woodford, Michael, Interest and Prices: Foundations of a Theory of Monetary Policy, Princeton 2003. Gibt einen umfassenden Einblick in die Geldtheorie. An Reading-Bänden seien genannt: Badura, Jürgen und Issing, Otmar (Hrsg.), Geldtheorie, Stuttgart u.a. 1979. Lehnt sich in der Konzeption an die „Einführung in die Geldtheorie‘‘ an und ist daher für das vertiefende Studium gut geeignet. 18 I. Das Geld Brunner, Karl; Monissen, Hans G.; Neumann, Manfred J. M. (Hrsg.), Geldtheorie, Köln 1974. Gibson, William E. and Kaufmann, Georg G. (eds.), Monetary Economics: Readings on Current Issues, New York u.a. 1971. Und als Nachschlagwerk: Newman, Peter; Milgate, Murray; Eatwell, John (eds.), The New Palgrave Dictionary of Money and Finance, 3 Bände, Neuauflage 1999, London. Als regelmäßige Lektüre eindringlich empfohlen: Europäische Zentralbank – Monatsberichte: geben einen Überblick über die aktuelle Lage mit eingehender Analyse der monetären Situation. Enthalten darüber hinaus wichtige Aufsätze zu einschlägigen Themen (Übersicht über bisher erschienene Aufsätze in jedem Bericht). Wichtig auch die statistischen Übersichten. – Jahresberichte – Working Paper Series Deutsche Bundesbank – Monatsberichte: wie Monatsberichte der Europäischen Zentralbank – Geschäftsberichte – Diskussionspapiere des volkswirtschaftlichen Forschungszentrums 4. Literatur zum I. Kapitel Zur geschichtlichen Entstehung des Geldes siehe etwa: Born, Karl E., Geldtheorie und Geldpolitik, II: Geldgeschichte, in: Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, 3. Band, ungekürzte Studienausgabe, Stuttgart u.a. 1988, S. 360–374. Eine gute Übersicht. Davies, G., A History of Money: From ancient times to the present day, University of Wales, 3. Auflage, 2002. Gerloff, Wilhelm, Die Entstehung des Geldes und die Anfänge des Geldwesens, 3. Auflage, Frankfurt 1947. Sieht das Geld als eine „Schöpfung sozialen Handelns‘‘. Laum, Bernhard, Heiliges Geld, Tübingen 1924. Laum versucht hier anhand vieler Beispiele den Nachweis des sakralen Ursprungs des Geldes zu erbringen. Schwartz, Anna J. (ed.), Commodity Monies, Vol. I and II, Aldershot u.a. 1992. Sammlung von Artikeln zu historischen Erscheinungsformen des Warengeldes und ihren Problemen. Zur Produktivität bzw. zum Nutzen des Geldes: Brunner, Karl and Meltzer, Allan H., The Uses of Money: Money in the Theory of an Exchange Economy, American Economic Review, Vol. 61, 1971, S. 784–805. Eine gekürzte deutsche Übersetzung dieses Beitrages enthält der unter der allgemeinen Literatur genannte, von Brunner, Monissen und Neumann herausgegebene Sammelband. 4. Literatur zum I. Kapitel 19

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Zusammenfassung

Der Klassiker zur Geldtheorie.

Das Lehrbuch zur Geldtheorie

ist eines der erfolgreichsten Bücher dieser Art. Dem Autor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, ehemals Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank und »Vater des Euro«, gelingt es hervorragend, den aktuellen Stand der modernen Geldtheorie einfach und konzentriert darzustellen. Der Band gibt den Studenten eine hilfreiche Orientierung in der Diskussion zwischen Keynesianern, Monetaristen und Liquiditätstheoretikern.

Geldtheorie aktuell

Die Neuauflage enthält unter anderem Ausführungen zu

* den wichtigsten Entwicklungen der Kreditmarkttheorie

* dem Einfluss der Finanzmarktkrise auf den Geldmarkt und

* dem Zusammenhang von Finanzmarktkrise und Liquidität.

Im Überblick

* Das Geld

* Die Nachfrage nach Geld

* Das Geldangebot

* Zinstheorie

* Geldmenge, monetäre Nachfrage, Preisniveau und Beschäftigung

* Die Liquidität

* Inflationstheorie