10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung in:

Michael Frenkel, Klaus Dieter John

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, page 201 - 227

7. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3763-8, ISBN online: 978-3-8006-4307-3, https://doi.org/10.15358/9783800643073_201

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

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Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 195 Vierter Teil: Nebenrechnungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 197 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 1. Zielsetzung der Input-Output-Rechnung Bei der Aggregation der einzelwirtschaftlichen Produktionskonten zum nationalen Produktionskonto fallen die Vorleistungen der inländischen Sektoren weg. Damit lassen sich auf höchstem Aggregationsniveau die internen Verflechtungen des Produktionsbereichs nicht mehr erkennen. Für viele ökonomische Fragestellungen ist jedoch die Kenntnis dieser Verflechtungen von großem Interesse. Hier ist insbesondere an Untersuchungen über den strukturellen Wandel in der Bundesrepublik zu denken, wie sie etwa im Rahmen der Strukturberichterstattung der Bundesregierung vorgenommen werden. Darüber hinaus sind Informationen über die Verflechtungen des Produktionsbereichs auch im internationalen Zusammenhang von Bedeutung, um Vergleiche zwischen den Produktionsstrukturen verschiedener Volkswirtschaften anstellen zu können. So sind etwa Kenntnisse über die Produktionsstrukturen sowie ihrer zeitlichen Veränderung eine wesentliche Informationskomponente für die internationale Energie- und Rohstoffpolitik. Diese Informationsbedürfnisse versucht die Input-Output-Rechnung zu befriedigen. Ihr wichtigstes Ziel ist die detaillierte quantitative Darstellung und Analyse der güter- und produktionsmäßigen Verflechtungen zwischen den Sektoren einer Volkswirtschaft sowie der Beziehungen zur übrigen Welt. Die Input-Output-Rechnung lässt sich in zwei Hauptgebiete gliedern, nämlich in die Erstellung und deskriptive Auswertung von Input-Output-Tabellen einerseits sowie die analytische Weiterverarbeitung dieser Tabellen im Rahmen der Input-Output-Analyse andererseits. 2. Die Grundstruktur einer Input-Output-Tabelle Üblicherweise wird eine Input-Output-Tabelle in Matrix-Form dargestellt. Zwar wären prinzipiell auch die anderen, weiter oben im Zusammenhang mit der Kreislaufanalyse besprochenen Darstellungsformen denkbar, jedoch hat die Matrix-Darstellung den Vorzug größerer Übersichtlichkeit. Darüber hinaus erlaubt sie eine direkte Weiterverarbeitung der aufgestellten Tabellen in der Input-Output-Analyse. Am anschaulichsten lässt sich der prinzipielle Aufbau einer Input-Output- Tabelle durch Rückgriff auf das Produktionskonto eines Sektors erläutern. Ein solches sektorales Produktionskonto ergibt sich aus den Produktionskonten der einzelnen Unternehmen durch Aggregation innerhalb des betreffenden Sektors und wird hier als Konto 10-1 gezeigt. Das Aggregationsniveau liegt somit zwischen dem eines einzelwirtschaftlichen und dem des gesamtwirtschaftlichen Produktionskontos. Im Unterschied zu letzterem hat insbesondere keine Kon- 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 198 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR198 solidierung stattgefunden, so dass die Lieferung und der Empfang von Vorleistungen erkennbar bleiben. Darüberhinaus wurde die Bruttowertschöpfung auf die beiden Einkommensarten Arbeitnehmerentgelt und Betriebsüberschuss aufgeteilt. Konto 10-1: Sektorales Produktionskonto Empfangene Vorleistungen von Sektor 1 Sektor i Sektor n Gütersteuern abzgl. Gütersubventionen Arbeitnehmerentgelt (im Inland) Sonstige Produktionsabgaben abzgl. sonstige Subventionen Betriebsüberschuss (brutto) Importe gleichartiger Güter zu cif- Preisen Gelieferte Vorleistungen an Sektor 1 Sektor i Sektor n Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen Exporte Gesamtes Aufkommen an Gütern des Sektors i Gesamte Verwendung an Gütern des Sektors i Stellt man sich die Gesamtwirtschaft in insgesamt n-Sektoren zerlegt vor, so erhält man auch genau n sektorale Produktionskonten. Für diese sektoralen Produktionskonten sollen nun die linken und die rechten Seiten gedanklich voneinander getrennt und so umgeordnet werden, dass zunächst die linken Seiten der Konten und dann die rechten – in der umgekehrten Reihenfolge – nebeneinander gestellt werden. Dreht man nun den Block der rechten Seiten dergestalt um 90° gegen den Uhrzeigersinn, dass sich die Vorleistungskäufe und -verkäufe vollständig überlagern, dann erhält man die Grundstruktur einer Input-Output-Tabelle. In Abbildung 10-1 wird dieser Gedankengang für ein vereinfachtes System veranschaulicht, das nur drei Sektoren enthält. K und V bezeichnen hierbei die Käufe (Inputs) und Verkäufe (Outputs) der einzelnen Sektoren. Abbildung 10-2 zeigt das so entstandene Matrix-Schema noch einmal im Detail. Die Zeilen (1)–(3) im oberen Teil der Input-Output-Tabelle zeigen die Verwendung der produzierten Güter der betrachteten Produktionssektoren. Dabei handelt es sich einerseits um intermediäre Verwendung, nämlich Vorleistungen (V), und andererseits um die letzte Verwendung von Gütern, nämlich Privater Konsum (Cpr), Staatskonsum (CSt), Bruttoanlageinvestitionen (IA), Vorratsinvestitionen  (IV) sowie Exporte  (X). Die Verwendung von Gütern als Vorleistung für die Produktion anderer Güter wird in den Spalten (1)–(3), die Verwendung zur Befriedigung der gesamtwirtschaftlichen Endnachfrage wird in den Spalten (4)–(8) gezeigt. Dargestellt wird also die Output-Struktur. Die Input-Struktur der betrachteten Volkswirtschaft wird dagegen durch die Spalten (1)–(3) des linken Teils der Input-Output-Tabelle beschrieben. Hier kann zwischen intermediären (Vorleistungen, die in der laufenden Periode untergehen) und primären Inputs (von den primären Produktionsfaktoren erbrachte Leistungen, Produktionssteuern abzüglich Subventionen) unterschieden werden. Der Einsatz der Vorleistungen für die Güterproduktion wird in den Zei- Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 199 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 199 len (1)–(3), die einzelnen Beiträge zur Bruttowertschöpfung, nämlich sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen (Tp – ZP), Arbeitnehmerentgelt (L) und Betriebsüberschuss (G) werden in den Zeilen (5)–(7) gezeigt. Da die Darstellung in den Input-Output-Tabellen zu Herstellungspreisen erfolgt, Abb. 10-1: Von den sektoralen Produktionskonten zur Input-Output-Tabelle Abb. 10-2: Matrixschema der Input-Output-Rechnung Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 200 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR200 werden die auf den Gütern lastenden Nettogütersteuern (TNG) in Zeile (4) gesondert ausgewiesen. Zeile (9) zeigt die Importe (M). Vor diesem Hintergrund lässt sich eine Input-Output-Tabelle in Quadranten einteilen. Im ersten Quadranten (oben links) wird die Vorleistungs- oder Zentralmatrix abgebildet. Sie zeigt die intersektorale Verflechtung, also die Lieferung und den Empfang von Vorleistungen zwischen den Sektoren. Auf der Hauptdiagonalen der Vorleistungsmatrix werden die Vorleistungen ausgewiesen, die die Sektoren für sich selbst erbringen (sogenannte In-sich-Ströme). Der zweite Quadrant der Input-Output-Tabelle (oben rechts) wird als Endnachfragematrix bezeichnet. Sie zeigt die Lieferungen der Produktionssektoren für den letzten Verbrauch. Den dritten Quadranten der Input-Output-Tabelle (unten links) nennt man die Primäraufwandsmatrix. Sie weist die sonstigen Produktionsaufwendungen nach, die keine inländischen Vorleistungen sind (Importe, Nettoproduktionsabgaben und die Faktoreinkommen). Bei der hier verwendeten Darstellung ist die Vorleistungsmatrix notwendigerweise quadratisch. Für die Endnachfrage- und die Primäraufwandsmatrix trifft dies im allgemeinen jedoch nicht zu. Da die Spalten der Input-Output-Tabelle nichts anderes darstellen als die linken Seiten der (unkonsolidierten) sektoralen Produktionskonten und die Zeilen aus den rechten Seiten der sektoralen Produktionskonten hervorgingen, folgt, dass die Spaltensummen mit den entsprechenden Zeilensummen übereinstimmen müssen. Der Aussagegehalt einer Input-Output-Tabelle lässt sich am einfachsten anhand eines konkreten Beispiels verdeutlichen. Dazu wird auf die als Tabelle  10-1 gezeigte aggregierte Fassung (12 Produktionsbereiche) der großen, 59 Produktionsbereiche umfassenden Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen. Es handelt sich hierbei um die neueste in der Fachserie 18, Reihe 2, vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Tabelle, obwohl sie sich auf das Jahr 2000 bezieht. Auf die Gründe, warum Input-Output-Tabellen erst mit größerer zeitlicher Verzögerung veröffentlicht werden können, kommen wir im letzten Abschnitt dieses Kapitels zurück. Ein Vergleich zwischen dieser Tabelle und Abbildung 10-2 zeigt die strukturelle Ähnlichkeit, lässt aber auch einige Unterschiede erkennen, auf die im nächsten Abschnitt noch einzugehen sein wird. Im folgenden sollen jedoch zunächst exemplarisch einige Felder der Tabelle 10-1 interpretiert werden. Zeile 3 zeigt die Lieferungen von chemischen und Mineralölerzeugnissen sowie Steinen, Erden usw. In den Spalten der Zentralmatrix wird gezeigt, in welchem Umfang diese Lieferungen als Inputs für die Produktion verwendet wurden. So wurden z. B. Waren im Wert von 5,2 Mrd. Euro für die Erzeugung von land- und forstwirtschaftlichen sowie von Fischereiprodukten geliefert (Feld [3,1]). Hinter dieser Zahl verbergen sich in erster Linie Düngemittel, aber auch Treib- und Schmierstoffe. Auffällig bei den Lieferungen der chemischen Industrie ist, dass der größte Abnehmer chemischer Produkte die chemische Industrie selbst ist: Im Jahr 2007 waren das Waren im Wert von 134,8 Mrd. Euro (Feld [3,3]). Dies zeigt, dass die chemische Industrie in großem Umfang die Weiterverarbeitung ihrer eigenen Produkte betreibt. (Eine ganz andere Struktur zeigt sich etwa bei den Produkten der Land- und Forstwirtschaft: Hier wurde der größte Teil Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 201 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 201 der Erzeugnisse als Input an die nahrungsmittelerzeugende Industrie geliefert (Feld [1,7]).) Insgesamt wurden Waren der chemischen Industrie im Wert von 271,1 Mrd. Euro als Vorleistungen bei der Produktion anderer Güter eingesetzt (Feld [3,13]). Der Wert des gesamten Endverbrauchs an Gütern der chemischen Industrie betrug 238,5 Mrd. Euro (Feld [3,20]). Bei der Zusammensetzung des Endverbrauchs fällt die große Bedeutung des Exports für die chemische Industrie auf: Waren im Wert von 188,6 Mrd. Euro wurden exportiert (Feld [3,18]), während nur Waren im Wert von 44,9  Mrd.  Euro in den inländischen Konsum flossen (Feld  [3,14]). Betrachtet man die Input-Struktur der chemischen Industrie,so fällt im Bereich der Zentralmatrix auf, dass neben den eigenen Lieferungen und den Lieferungen von Dienstleistungen insbesondere die Lieferungen der Grundstoffindustrie (Wasser, Energie und Bergbau) eine herausragende Rolle spielen (Feld [2,3]). Dies ist vor allem Reflex der Tatsache, dass die Chemieindustrie sehr energieintensiv produziert. Insgesamt setzt die chemische Industrie Vorleistungen im Werte von 271,8 Mrd. Euro ein (Feld [13,3]). In der Primäraufwandsmatrix ist der Produktionswert der chemischen Industrie mit 355,6 Mrd. Euro ausgewiesen. Zieht man hiervon die Vorleistungen in Höhe von 271,8 Mrd. Euro ab, erhält man die Bruttowertschöpfung, die 81,9 Mrd. Euro betrug. Der Wert des gesamten Güteraufkommens der chemischen Industrie betrug ca. 510 Mrd. Euro (Feld [25,3]) und entspricht notwendigerweise dem Wert der gesamten Güterverwendung (Feld [3,21]). Bei der Betrachtung von Tabelle 10-1 fallen einige konzeptionelle Unterschiede zu der elementaren, in Abbildung  10-2 gezeigten Input-OutputTabelle auf. Letztere wurde aus den Produktionskonten der nach Wirtschaftsbereichen gegliederten Sektoren der Entstehungsrechnung des Inlandsprodukts abgeleitet. Die Abgrenzung in Tabelle 10-1 erfolgt dagegen nach Produktionsbereichen. Die Güterströme sind in Tabelle 10-1 zu Herstellungspreisen bewertet und nicht, wie etwa in der Verwendungsrechnung üblich, zu Marktpreisen. Auf die konzeptionellen Aspekte der Erstellung von Input-Output-Tabellen soll nun etwas näher eingegangen werden. 3. Konzeptionelle Aspekte der Tabellenerstellung A. Sektorenbildung Wie in der Inlandsproduktsberechnung ist es auch im Rahmen der Input-Output-Rechnung notwendig, die auf der einzelwirtschaftlichen Ebene anfallenden Daten zusammenzufassen, um sie überschaubar und einer weiteren Analyse zugänglich zu machen. Es stellt sich dann die Frage, nach welchen Kriterien und in welchem Umfang eine Aggregation erfolgen soll. Neben der geplanten Verwendung der Input-Output-Tabelle spielt bei der Antwort auf diese Frage auch die Verfügbarkeit des statistischen Materials eine wichtige Rolle. Grundsätzlich bieten sich die beiden folgenden Wege einer Sektorenbildung an: ●● Man fasst produktionstechnische Einheiten (Betriebe, Betriebsteile) unabhängig von der Unternehmenszugehörigkeit nach dem Gesichtspunkt Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 202 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR202 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Gütergruppen2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) 8,8 1,5 5,2 0,5 1,4 0,3 4,4 0,3 3,5 8,2 0,7 0,3 35,2 0,1 38,4 2,4 2,0 6,3 0,5 – 1,4 5,8 11,0 0,6 5,1 73,5 0,5 54,3 134,8 4,6 5,3 5,3 1,7 1,0 19,4 39,3 3,6 2,0 271,8 – 13,5 10,8 136,5 5,9 3,6 – 0,8 15,4 14,8 1,3 0,9 203,6 – 6,1 37,0 88,4 285,5 9,9 – 1,4 43,5 76,1 1,8 4,0 553,8 2,9 5,2 13,0 3,2 2,3 54,9 0,1 0,6 14,7 19,8 1,2 3,9 121,7 32,9 3,8 5,3 1,2 1,4 3,2 32,3 0,4 16,5 19,4 0,9 1,3 118,6 – 1,9 28,9 12,7 13,3 6,2 0,0 9,9 12,9 32,5 0,8 1,7 120,7 0,9 8,0 19,5 3,3 15,0 9,6 9,9 3,8 165,7 112,8 6,2 7,0 361,5 0,7 3,0 2,8 0,4 3,4 8,5 0,0 20,8 11,9 274,3 7,9 18,9 352,6 0,8 4,1 8,9 1,5 5,0 4,1 5,2 3,9 12,1 32,2 19,4 4,1 101,4 1,2 3,5 2,6 0,9 7,0 3,2 1,3 3,8 12,6 27,0 4,3 26,9 94,3 48,8 143,2 271,1 255,1 351,6 109,3 55,0 48,2 334,1 667,4 48,8 76,1 2 408,6 16,5 40,9 44,9 3,8 75,7 75,3 96,6 3,6 339,5 320,0 102,9 78,7 1 198,2 – 0,2 11,8 – 2,9 0,1 0,2 – 15,9 7,1 225,4 166,3 429,9 3,4 0,2 0,9 14,6 161,1 11,9 – 164,2 21,7 37,3 – 4,3 419,6 3,2 4,4 –7,7 –5,9 2,3 –10,9 6,3 – –2,0 – – 0,3 –10,0 7,5 11,8 188,6 109,5 498,6 87,5 39,0 0,2 111,3 59,9 – 2,4 1 116,3 5,8 8,4 127,3 77,0 293,8 63,4 32,7 0,1 65,4 28,5 – 1,4 703,8 30,6 57,6 238,5 122,0 740,6 163,8 142,2 167,9 486,3 424,2 328,3 252,0 3 154,1 79,4 200,7 509,6 377,1 1 092,2 273,1 197,2 216,1 820,4 1 091,7 377,0 328,1 5 562,7 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 203 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 203 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Gütergruppen2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) 8,8 1,5 5,2 0,5 1,4 0,3 4,4 0,3 3,5 8,2 0,7 0,3 35,2 0,1 38,4 2,4 2,0 6,3 0,5 – 1,4 5,8 11,0 0,6 5,1 73,5 0,5 54,3 134,8 4,6 5,3 5,3 1,7 1,0 19,4 39,3 3,6 2,0 271,8 – 13,5 10,8 136,5 5,9 3,6 – 0,8 15,4 14,8 1,3 0,9 203,6 – 6,1 37,0 88,4 285,5 9,9 – 1,4 43,5 76,1 1,8 4,0 553,8 2,9 5,2 13,0 3,2 2,3 54,9 0,1 0,6 14,7 19,8 1,2 3,9 121,7 32,9 3,8 5,3 1,2 1,4 3,2 32,3 0,4 16,5 19,4 0,9 1,3 118,6 – 1,9 28,9 12,7 13,3 6,2 0,0 9,9 12,9 32,5 0,8 1,7 120,7 0,9 8,0 19,5 3,3 15,0 9,6 9,9 3,8 165,7 112,8 6,2 7,0 361,5 0,7 3,0 2,8 0,4 3,4 8,5 0,0 20,8 11,9 274,3 7,9 18,9 352,6 0,8 4,1 8,9 1,5 5,0 4,1 5,2 3,9 12,1 32,2 19,4 4,1 101,4 1,2 3,5 2,6 0,9 7,0 3,2 1,3 3,8 12,6 27,0 4,3 26,9 94,3 48,8 143,2 271,1 255,1 351,6 109,3 55,0 48,2 334,1 667,4 48,8 76,1 2 408,6 16,5 40,9 44,9 3,8 75,7 75,3 96,6 3,6 339,5 320,0 102,9 78,7 1 198,2 – 0,2 11,8 – 2,9 0,1 0,2 – 15,9 7,1 225,4 166,3 429,9 3,4 0,2 0,9 14,6 161,1 11,9 – 164,2 21,7 37,3 – 4,3 419,6 3,2 4,4 –7,7 –5,9 2,3 –10,9 6,3 – –2,0 – – 0,3 –10,0 7,5 11,8 188,6 109,5 498,6 87,5 39,0 0,2 111,3 59,9 – 2,4 1 116,3 5,8 8,4 127,3 77,0 293,8 63,4 32,7 0,1 65,4 28,5 – 1,4 703,8 30,6 57,6 238,5 122,0 740,6 163,8 142,2 167,9 486,3 424,2 328,3 252,0 3 154,1 79,4 200,7 509,6 377,1 1 092,2 273,1 197,2 216,1 820,4 1 091,7 377,0 328,1 5 562,7 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 204 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR204 möglichst großer Homogenität der produzierten Güter zusammen. Diese Form der Gliederung bezeichnet man als funktionelle Sektorengliederung. Die Registrierung der Lieferung und Verwendung von Vorleistungen ergibt dann ein Bild der gesamtwirtschaftlichen Produktionsverflechtung. Man bezeichnet die durch funktionelle Sektorengliederung entstandene Input- Output-Tabelle daher auch als Produktionsverflechtungstabelle. Im Idealfall wird in jedem Sektor nur eine Produktionstechnologie verwendet und nur ein einziger Produkttyp hergestellt. Gleichzeitig wird jeder Produkttyp auch nur in einem einzigen Sektor erzeugt. Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert darunter: Firmeninterne Lieferungen und Leistungen Importe gleichartiger Güter zu cif-Preisen darunter: Importe gleichartiger Güter aus EU-Ländern zu cif-Preisen Gesamtes Aufkommen an Gütern 1,2 36,4 8,2 –6,2 7,4 10,6 20,0 56,4 6,5 23,0 13,9 79,4 1,5 75,0 19,2 –0,1 13,3 16,5 48,9 123,8 7,5 76,9 20,0 200,7 2,0 273,7 49,0 1,9 12,6 18,4 81,9 355,6 52,8 154,0 107,5 509,6 1,6 205,2 43,2 1,8 7,4 17,9 70,2 275,4 50,4 101,7 72,5 377,1 3,6 557,5 157,9 4,2 24,4 38,2 224,6 782,1 27,4 310,2 173,6 1 092,2 1,6 123,3 34,6 1,3 8,4 13,7 58,0 181,2 5,6 91,8 50,0 273,1 2,2 120,8 21,9 0,5 5,2 5,9 33,6 154,4 5,6 42,8 33,2 197,2 1,6 122,3 53,2 0,9 4,8 31,6 90,4 212,7 – 3,4 2,3 216,1 11,8 373,3 248,9 11,6 46,5 92,1 399,1 772,4 – 48,1 28,1 820,4 15,0 367,6 210,0 18,1 160,1 281,2 669,4 1 037,0 – 54,6 30,7 1 091,7 12,1 113,5 185,0 –4,7 34,9 48,1 263,3 376,7 – 0,3 0,2 377,0 11,2 105,5 149,4 –0,8 34,7 34,1 217,3 322,8 – 5,3 2,6 328,1 65,5 2 474,0 1 180,4 28,3 359,6 608,3 2 176,6 4 650,6 155,8 912,1 534,4 5 562,7 144,8 1 343,0 5,7 435,6 35,9 455,5 – –10,0 –0,2 1 116,2 –0,1 703,8 186,2 3 340,3 251,6 5 814,3 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-1: Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion und Importe – Mrd. Euro Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 3 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 205 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 205 ●● Man fasst Unternehmen, Betriebe oder fachliche Unternehmens- und Betriebsteile (also institutionelle Einheiten) zusammen und untersucht die Käufe und Verkäufe von Vorleistungen zwischen Wirtschaftszweigen, was dann ein Bild der gesamtwirtschaftlichen Marktverflechtung ergibt. Diese Form der Input-Output-Tabelle wird daher auch als Marktverflechtungstabelle bezeichnet. Bei der Entscheidung, welche institutionellen Einheiten zusammengefasst werden sollen, kann man sich daran orientieren, ob ähnliche Güter produziert oder ähnliche Produktionsverfahren eingesetzt Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert darunter: Firmeninterne Lieferungen und Leistungen Importe gleichartiger Güter zu cif-Preisen darunter: Importe gleichartiger Güter aus EU-Ländern zu cif-Preisen Gesamtes Aufkommen an Gütern 1,2 36,4 8,2 –6,2 7,4 10,6 20,0 56,4 6,5 23,0 13,9 79,4 1,5 75,0 19,2 –0,1 13,3 16,5 48,9 123,8 7,5 76,9 20,0 200,7 2,0 273,7 49,0 1,9 12,6 18,4 81,9 355,6 52,8 154,0 107,5 509,6 1,6 205,2 43,2 1,8 7,4 17,9 70,2 275,4 50,4 101,7 72,5 377,1 3,6 557,5 157,9 4,2 24,4 38,2 224,6 782,1 27,4 310,2 173,6 1 092,2 1,6 123,3 34,6 1,3 8,4 13,7 58,0 181,2 5,6 91,8 50,0 273,1 2,2 120,8 21,9 0,5 5,2 5,9 33,6 154,4 5,6 42,8 33,2 197,2 1,6 122,3 53,2 0,9 4,8 31,6 90,4 212,7 – 3,4 2,3 216,1 11,8 373,3 248,9 11,6 46,5 92,1 399,1 772,4 – 48,1 28,1 820,4 15,0 367,6 210,0 18,1 160,1 281,2 669,4 1 037,0 – 54,6 30,7 1 091,7 12,1 113,5 185,0 –4,7 34,9 48,1 263,3 376,7 – 0,3 0,2 377,0 11,2 105,5 149,4 –0,8 34,7 34,1 217,3 322,8 – 5,3 2,6 328,1 65,5 2 474,0 1 180,4 28,3 359,6 608,3 2 176,6 4 650,6 155,8 912,1 534,4 5 562,7 144,8 1 343,0 5,7 435,6 35,9 455,5 – –10,0 –0,2 1 116,2 –0,1 703,8 186,2 3 340,3 251,6 5 814,3 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-1: Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion und Importe – Mrd. Euro Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 3 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 206 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR206 werden. Soll die Input-Output-Tabelle noch überschaubar gehalten werden, muss die Anzahl von Sektoren begrenzt werden. Daher wird es sich nicht vermeiden lassen, dass in den gewählten institutionellen Einheiten mehr als ein Produkt hergestellt oder mehr als ein Produktionsverfahren angewendet wird. Die Zuordnung einer institutionellen Einheit zu einem Sektor erfolgt daher im allgemeinen nach dem Schwerpunktprinzip, d. h. die betreffende Organisationseinheit wird dem Sektor zugerechnet, in dem der größte Teil der Produktion erbracht wird. Dies impliziert, dass bei der institutionellen Sektorengliederung in einem Sektor sehr verschiedenartige Produkte erfasst sein können. Als Beispiel kann man sich ein Unternehmen vorstellen, das Nahrungsmittel erzeugt und den Transport zu den Händlern selbst vornimmt. Bei funktioneller Sektorengliederung würde die Nahrungsmittelproduktion dem Sektor „Nahrungsmittel“, die Transportleistungen jedoch dem Sektor „Transport“ zugerechnet werden. Bei institutioneller Gliederung würde man nach dem Schwerpunktprinzip sowohl die Nahrungsmittelerzeugung als auch die Transportleistungen dem Sektor „Nahrungsmittel“ zuordnen, da hier der Schwerpunkt der Aktivitäten des Unternehmens liegt. Es hängt in erster Linie von der verfolgten Fragestellung ab, ob eine Gliederung der Sektoren nach funktionellen oder institutionellen Gesichtspunkten vorgenommen wird. Dennoch lässt sich festhalten, dass in der Praxis ganz überwiegend nach der funktionellen Gliederung aufgebaute Tabellen anzutreffen sind. In der Bundesrepublik wurden nach institutionellen Gesichtspunkten konstruierte Input-Output-Tabellen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) entwickelt. Die weiter oben vorgestellte Tabelle des Statistischen Bundesamtes sowie Tabellen des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) sind nach dem funktionellen Kriterium aufgebaut. Über die Frage hinaus, ob man sich in erster Linie für die technisch bedingten Produktions- oder aber für die Marktverflechtungen interessiert, lassen sich für beide Gliederungsprinzipien eine Reihe von Vor- und Nachteilen nennen: ●● Eine generelle Schwierigkeit bei der Erstellung einer Input-Output-Tabelle ist es, das entsprechende Datenmaterial zu erhalten. Dieses Problem lässt sich bei institutioneller Sektorengliederung leichter lösen. Das für die Inlandsproduktsberechnung benötigte Zahlenmaterial wird nämlich auf Betriebs- bzw. Unternehmensebene erhoben und kann damit prinzipiell auch für die Erstellung einer Marktverflechtungstabelle genutzt werden. Für die Erstellung einer am funktionellen Prinzip orientierten Input-Output-Tabelle muss dagegen das vorhandene Datenmaterial in (möglichst homogene) Produktgruppen aufgeschlüsselt werden. Dieses Verfahren ist jedoch z. T. mit erheblichen Ungenauigkeiten verbunden, da für die Aufschlüsselung keine präzisen Kriterien existieren. ●● Wird die Aufschlüsselung jedoch erfolgreich vorgenommen, so dass tatsächlich homogene Produktgruppen vorliegen, dann führt die Sektorengliederung nach dem funktionellen Prinzip zu einer besseren Abbildung der technisch bedingten Beziehungen zwischen den Sektoren. Bei institutionell Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 207 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 207 gegliederten Tabellen basiert die Sektoreneinteilung – wie oben erwähnt – in der Regel auf dem Schwerpunktprinzip. Dies impliziert einerseits, dass die erfassten Transaktionen zwischen den Sektoren recht heterogene Güter umfassen können; andererseits kann es sein, dass die gleichen oder ähnliche Produkte in verschiedenen Sektoren erfasst werden. ●● In der größeren Heterogenität der nach dem institutionellen Prinzip gebildeten Sektoren wird insofern manchmal ein Vorteil gesehen, als Marktverflechtungstabellen deswegen weniger empfindlich auf strukturelle Änderungen reagieren. Dagegen lässt sich jedoch einwenden, dass es bei Veränderungen der Produktionsschwerpunkte von Unternehmen auch bei Marktverflechtungstabellen zu erheblichen Veränderungen der Input-Struktur kommen kann. Es kann nämlich der Fall auftreten, dass bei einer nur geringen Veränderung des Produktionsprogramms ein Unternehmen aufgrund des Schwerpunktprinzips in einem anderen Sektor erfasst wird. Handelt es sich dabei um ein großes Unternehmen, so führt eine relativ kleine Veränderung des Produktionsprogramms zu einer relativ großen Veränderung der Tabellenstruktur. Der Vorteil einer größeren Strukturkonstanz erweist sich aber auch dann als ein scheinbarer, wenn mit Hilfe der Input-Output-Tabelle gerade der Strukturwandel erfasst werden soll. ●● Am Rande sei noch darauf hingewiesen, dass die Unterschiede zwischen funktioneller und institutioneller Sektorengliederung um so unbedeutender werden, je kleiner die institutionellen Organisationseinheiten einer Marktverflechtungstabelle werden, weil die Heterogenität der Transaktionsströme notwendigerweise abnimmt. Die in Tabelle  10-1 dargestellte Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamtes folgt der funktionellen Sektorengliederung. Sie zeigt in den Spalten der Zentralmatrix die im Inland von den einzelnen Produktionsbereichen verbrauchten Vorleistungen nach Gütergruppen; in den Zeilen der Zentralmatrix ist die Verwendung des Outputs als Vorleistung für die einzelnen produzierenden Bereiche aufgeschlüsselt. Die Abgrenzung der Gütergruppen entspricht der der Produktionsbereiche. Die funktionelle Sektorengliederung bedingt gegenüber der Abgrenzung nach Wirtschaftsbereichen einige wichtige konzeptionelle Unterschiede, auf die nun eingegangen werden soll. B. Bewertung erfasster Transaktionen Die Bewertung der in der Input-Output-Tabelle dargestellten Güterströme kann mit verschiedenen Preiskonzepten vorgenommen werden. Das bei der Verwendungsrechnung benutzte Marktpreis-Konzept ist jedoch ungeeignet, weil z. B. unterschiedliche Absatzwege zu unterschiedlichen Preisen für ein und dieselbe Gütergruppe führen würden. Prinzipiell sind drei Preiskonzepte zur Bewertung der Transaktionen denkbar: Anschaffungspreise, Ab-Werk- Preise und Herstellungspreise. Bei den importierten Gütern entspricht dem Ab-Werk-Preis der Ab-Zoll-Preis und dem Herstellungspreis der cif-Preis.14 Der 14 cif = cost, insurance, freight. Vgl. auch Kapitel 12. Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 208 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR208 Zusammenhang zwischen den verschiedenen Preiskonzepten ergibt sich aus der folgenden Übersicht: Anschaffungspreis (einschl. nichtabzugsfähiger Umsatzsteuer) – Wert der Handels- und Transportleistungen – Nichtabziehbare Umsatzsteuer = Ab-Werk-Preis (ohne Umsatzsteuer) – Gütersteuern (ohne Umsatzsteuer) abzgl. Gütersubventionen = Herstellungspreis Für importierte Güter gilt: Anschaffungspreis (einschl. nichtabziehbarer Umsatzsteuer auf Importe) – Wert der Handels- und Transportleistung im Inland – Nichtabziehbare Umsatzsteuer auf Importe = Ab-Zoll-Preis (ohne Umsatzsteuer) – Importabgaben (ohne Einfuhrumsatzsteuer) abzgl. Importsubventionen = cif-Preis Der Anschaffungspreis ist prinzipiell der Preis, der vom Käufer entrichtet werden muss. Nichtabziehbare Umsatzsteuer, sonstige Gütersteuern, Handels- und Transportleistungen sind eingeschlossen. Werden Güter ab Werk bezogen und die Transportkosten vom Kunden übernommen, so muss der Wert der Transportleistungen dem Wert des Gutes ab Werk zugerechnet werden. Andernfalls würden in der Input-Output-Tabelle gleiche Güter verschieden bewertet werden. Der Ab-Werk-Preis spiegelt für inländische Güter den Wert ohne Handels- und Transportleistungen sowie ohne die Umsatzsteuer wider. Bei Importen gibt das entsprechende Ab-Zoll-Preis-Konzept den Wert der Waren beim Grenzübergang (einschließlich der Einfuhrabgaben) wieder. Insbesondere Handels- und Transportleistungen sind also in den Ab-Werk-Preisen nicht enthalten. Sie werden als eigene Gütergruppen behandelt, und zwar unabhängig davon, ob diese Leistungen bereits in den Preisen der Güter enthalten sind oder gesondert in Rechnung gestellt werden. Der Herstellungspreis unterscheidet sich für inländische Produkte vom Ab- Werk-Preis dadurch, dass die Gütersteuern (abzüglich evtl. Gütersubventionen) des entsprechenden Produktionsbereichs nicht mehr enthalten sind. Analog ergibt sich für Importe der cif-Preis durch Verminderung des Ab-Zoll-Preises um die Zölle, Verbrauchsteuern auf eingeführte Güter und Abschöpfungsbeträge. Schließlich soll noch darauf hingewiesen werden, dass sich die in der Inlandsproduktsberechnung verwendeten Marktpreise von den oben diskutierten Anschaffungspreisen in Hinblick auf die Berücksichtigung von Transportkosten unterscheiden. Es treten dann Unterschiede auf, wenn dem Käufer die Transportkosten eines (vom Hersteller unabhängigen) Transportunternehmens direkt in Rechnung gestellt werden. Die Transportkosten sind in diesem Fall Bestandteil des Anschaffungspreises, nicht jedoch des Marktpreises. Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 209 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 209 Das Statistische Bundesamt bewertete früher die Güterströme in seinen Input- Output-Tabellen einheitlich zu Ab-Werk-Preisen. Mit dem Übergang auf das ESVG 95 werden die Input-Output-Tabellen nunmehr zu Herstellungspreisen ausgewiesen (vgl. Tabelle 10-1). Handelsleistungen, Transportleistungen und Nettogütersteuern werden dementsprechend getrennt nachgewiesen. C. Die Erfassung des Staates Im Zusammenhang mit der Inlandsproduktsberechnung wurde bereits weiter oben darauf hingewiesen, dass eine Bewertung der staatlichen Produktion sehr schwierig ist. Weil die meisten der durch den Staat produzierten Güter nicht auf Märkten gehandelt werden, können für sie auch in der Regel keine Marktpreise bestimmt werden. Um die staatlichen Leistungen in der Inlandsproduktsberechnung erfassen zu können, werden sie daher mit den bei der Leistungserstellung entstehenden Kosten bewertet. Die Leistungsinanspruchnahme wird dabei dem Staat selbst zugeordnet. Das Statistische Bundesamt schließt sich in seiner Input-Output-Rechnung diesem Vorgehen an. In der zusammengefassten Input-Output-Tabelle bildet der Staat einen Bestandteil des Bereichs „Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, sonstige Dienstleistungen und Dienstleistungen privater Haushalte“. Die zur Erstellung der staatlichen Leistungen notwendigen Vorleistungen werden in der entsprechenden Spalte ausgewiesen. Der Output des Staates wird dagegen im wesentlichen als Eigenverbrauch angesehen. Lediglich die Verkäufe von staatlichen Leistungen gegen Gebühren werden in der Vorleistungsmatrix und beim privaten Konsum in der Endnachfragematrix sichtbar. Die als Eigenverbrauch des Staates fingierten Leistungen werden dagegen weder nach tatsächlichen Empfängern (private Haushalte, Unternehmen) noch nach ihrem tatsächlichen Charakter (Vorleistungen, letzter Verbrauch) unterschieden. Diese Vorgehensweise bei der Erstellung von Input-Output-Tabellen ist umstritten. Ein nicht unerheblicher Teil der vom Staat produzierten Leistungen stellt für den Unternehmenssektor Vorleistungen dar – man denke hier etwa an Dienstleistungen im Infrastrukturbereich – und müsste demnach nicht in der Endnachfragematrix, sondern in der Vorleistungsmatrix erscheinen. Durch die unberechtigte Zuweisung dieser Vorleistungen zum staatlichen Eigenverbrauch werden die für die Produktion des privaten Sektors notwendigen Vorleistungen zu gering ausgewiesen. Für die Praxis der Tabellenerstellung hat diese Kritik jedoch keine Wirkung gezeigt, weil der Versuch, die staatlichen Vorleistungen korrekt auszuweisen, mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verbunden ist. Die bisher als Staatsverbrauch fingierten Leistungen müssten nach Leistungsarten und nach Leistungsempfängern aufgeschlüsselt werden. In weiten Bereichen der staatlichen Leistungserstellung existieren für eine solche Zuordnung jedoch keine akzeptablen Kriterien. Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 210 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR210 D. Die Erfassung der Einfuhr In einer offenen Volkswirtschaft wie der deutschen spielen Im- und Exporte eine wichtige Rolle. Die Exporte stellen einen Teil der Endnachfrage dar und werden als solcher in der Endnachfragematrix berücksichtigt. Die Verbuchung der Exporte bereitet daher keine besonderen Schwierigkeiten. Die Berücksichtigung der Importe wirft dagegen konzeptionelle Probleme auf. Importe dienen zum Teil der Befriedigung der Endnachfrage und stellen insoweit letzte Verwendung von Gütern dar, zum Teil werden sie aber auch als Vorleistungen im Produktionsprozess eingesetzt, dienen dann also der intermediären Verwendung. Die umfangreichsten Informationen erhält man, wenn die Einfuhren sowohl nach Verwendung als auch nach Herkunft aufgeschlüsselt werden. Dies lässt sich durch die Verwendung von getrennten Matrizen für heimische und importierte Güter erreichen. In diesem Fall würden sich die Zentral- und die Endnachfragematrix aus zwei jeweils gleichdimensionierten Teilmatrizen zusammensetzen. Die inländische Zentralmatrix zeigt in diesem Fall Aufkommen und Verwendung von inländischen Gütern im Vorleistungsbereich; die Importzentralmatrix weist dagegen Aufkommen und Verwendung importierter Güter nach. Analoges gilt für die Endnachfragematrizen, die die letzte Verwendung von inländischen und importierten Gütern wiedergeben. Das Statistische Bundesamt verzichtet auf eine gesonderte Darstellung von Importmatrizen. Stattdessen wird die Einfuhr in verdichteter Form in den Input-Output-Tabellen präsentiert. Dabei werden zwei unterschiedliche Wege eingeschlagen: Im ersten Fall erfolgt eine Berücksichtigung der Importe nach Ursprungsbereichen, im zweiten nach Verwendungsbereichen. Auf einer Verbuchung der Einfuhr nach Ursprungsbereichen basiert die weiter oben als Tabelle 10-1 gezeigte Input-Output-Tabelle. Dies wird vom Statistischen Bundesamt durch die Bezeichnung „Inländische Produktion und Importe“ im Tabellentitel kenntlich gemacht. Bei dieser Variante werden die Importe denjenigen Produktionsbereichen zugerechnet, die gleiche bzw. gleichartige Güter herstellen. Inländische und eingeführte Güter werden dann gemeinsam, d. h. nicht mehr unterscheidbar, auf die Verwender verteilt. Der Output nach Gütergruppen enthält in diesem Fall also auch die eingeführten gleichartigen Güter. Dies hat zur Folge, dass die Zeilensumme eines Sektors um den Betrag der eingeführten Güter größer ist als die Spaltensumme, weil in den Zeilen neben der Verteilung der Güter aus inländischer Produktion ja auch die Verteilung der importierten Güter dargestellt wird. Um die Gleichheit von Zeilen- und Spaltensummen wieder herzustellen, kann man entweder jeweils die Einfuhr gleichartiger Güter von den Zeilensummen abziehen oder sie zu den Spaltensummen hinzuzählen. Das Statistische Bundesamt folgt dem letzteren Weg. Aus diesem Grund taucht in Tabelle 10-1 die Zeile 23 auf, in der die Einfuhr gleichartiger Güter zu cif-Preisen nachgewiesen wird. Die Gesamtsummen in Spalten und Zeilen stellen das gesamte Aufkommen an Gütern der jeweiligen Sektoren dar. Bei einer Verbuchung der Einfuhr nach Verwendungsbereichen enthält die Zentralmatrix ausschließlich Aufkommen und Verwendung der inländischen Güter. Die importierten Güter werden pauschal in einer zusätzlichen Zeile er- Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 211 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 211 fasst, die die Verwendung der Importe als Vorleistungen bzw. zur Befriedigung der Endnachfrage zeigt. Das Statistische Bundesamt spricht in diesem Fall von einer Darstellung der „inländischen Produktion“. Die entsprechende aggregierte Input-Output-Tabelle ist als Tabelle 10-2 dargestellt. Zeile 14 zeigt die Verwendung der eingeführten Güter als Vorleistungen der einzelnen Produktionsbereiche bzw. als Bestandteil der letzten Verwendung. Rechnet man zur Summe der Vorleistungen aus inländischer Produktion die Einfuhr und die Nettogütersteuern hinzu, erhält man den Gesamtwert der Vorleistungen der jeweiligen Produktionsbereiche. Tabelle 10-2 zeigt in Zeile 22 das Aufkommen an Gütern aus inländischer Produktion. Die gesamte Verwendung von Gütern aus inländischer Produktion wird in Spalte 21 wiedergegeben. Vergleicht man Tabelle 10-2 mit Tabelle 10-1, so erkennt man, dass sich die in den Vorleistungs- und Endnachfragematrizen dargestellten Werte der Güterverwendung unterscheiden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die eingeführten Güter zwar in den entsprechenden Feldern von Tabelle 10-1 enthalten sind, nicht aber in denen von Tabelle 10-2. Zur Unterstützung der (analytischen) Auswertung der Input-Output-Tabellen veröffentlicht das Statistische Bundesamt auch Tabellen mit sogenannten Input- Koeffizienten und Tabellen mit sogenannten inversen Koeffizienten. Hierauf soll im folgenden Abschnitt eingegangen werden. Box 10-1: Kurzbiographie Wassily Leontief Wassiliy Leontief wurde am 5. August 1906 in St. Petersburg geboren. Er studierte zunächst in seiner Geburtsstadt, die zwischenzeitlich Leningrad hieß, dann in Berlin, wo er 1928 promovierte. Im Jahr 1931 ging Leontief in die Vereinigten Staaten und wurde Mitarbeiter des National Bureau of Economic Research. Wenige Monate später nahm er einen Ruf der Harvard University an, wo er für 44 Jahre forschte und lehrte. Im Jahr 1975 wurde er an die New York University berufen; er leitete das dortige Institute of Economic Analysis. Leontief hat sich mit einer Vielzahl von Fragestellungen beschäftigt, am bekanntesten sind aber seine Arbeiten zur Input-Output-Analyse, als deren Vater er angesehen wird. Für seine Arbeiten zur Input-Output-Analyse wurde Leontief 1973 mit dem Nobel-Preis ausgezeichnet. Leontief starb am 5. 2. 1999. Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 212 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR212 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Output nach Gütergruppen2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte 8,3 1,0 2,8 0,4 1,1 0,2 3,7 0,3 3,4 8,2 0,7 0,3 0,0 26,9 1,3 1,6 4,5 0,4 – 1,4 5,0 10,7 0,6 5,1 0,0 11,5 90,3 2,4 4,3 3,8 1,0 0,9 17,5 34,0 3,6 2,0 – 6,1 7,0 91,3 4,4 3,1 – 0,8 14,0 14,2 1,3 0,9 – 5,4 23,0 58,6 185,2 7,5 – 1,4 39,7 72,6 1,8 4,0 2,3 4,3 8,0 1,5 1,5 33,7 0,0 0,6 14,0 19,2 1,2 3,9 23,2 3,1 3,6 0,7 1,1 2,4 24,2 0,4 16,0 19,2 0,9 1,2 – 1,7 23,1 9,4 9,7 5,1 0,0 7,3 12,5 32,3 0,8 1,7 0,4 7,3 11,1 2,2 11,0 7,3 6,8 3,8 137,1 108,7 6,2 6,8 0,7 2,7 1,8 0,4 1,7 7,4 0,0 20,8 10,4 240,7 7,9 18,8 0,4 3,8 4,1 0,6 2,4 3,5 3,9 3,9 11,7 30,1 19,2 4,0 1,0 3,1 1,8 0,7 4,9 2,5 1,0 3,8 10,5 25,1 4,3 23,7 36,4 76,8 177,8 169,7 231,6 76,8 40,7 45,5 291,9 614,9 48,4 72,4 9,4 34,9 28,8 2,9 45,0 40,5 75,4 3,6 333,7 319,1 102,9 77,5 – 0,1 5,6 – 2,2 0,1 0,2 – 15,9 7,1 225,4 166,3 3,4 0,2 0,8 11,4 95,5 8,9 – 163,5 21,7 36,0 – 4,3 2,1 0,2 –10,0 –7,7 7,6 –8,3 3,1 – –2,0 – – 0,3 5,1 11,5 152,7 99,2 400,1 63,2 35,0 0,2 111,3 59,9 – 2,0 3,7 8,1 99,6 69,8 224,5 44,3 29,9 0,1 65,4 28,5 – 1,1 20,0 47,0 177,9 105,7 550,5 104,5 113,7 167,3 480,5 422,1 328,3 250,4 56,4 123,8 355,6 275,4 782,1 181,2 154,4 212,7 772,4 1 037,0 376,7 322,8 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 213 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 213 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Output nach Gütergruppen2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte 8,3 1,0 2,8 0,4 1,1 0,2 3,7 0,3 3,4 8,2 0,7 0,3 0,0 26,9 1,3 1,6 4,5 0,4 – 1,4 5,0 10,7 0,6 5,1 0,0 11,5 90,3 2,4 4,3 3,8 1,0 0,9 17,5 34,0 3,6 2,0 – 6,1 7,0 91,3 4,4 3,1 – 0,8 14,0 14,2 1,3 0,9 – 5,4 23,0 58,6 185,2 7,5 – 1,4 39,7 72,6 1,8 4,0 2,3 4,3 8,0 1,5 1,5 33,7 0,0 0,6 14,0 19,2 1,2 3,9 23,2 3,1 3,6 0,7 1,1 2,4 24,2 0,4 16,0 19,2 0,9 1,2 – 1,7 23,1 9,4 9,7 5,1 0,0 7,3 12,5 32,3 0,8 1,7 0,4 7,3 11,1 2,2 11,0 7,3 6,8 3,8 137,1 108,7 6,2 6,8 0,7 2,7 1,8 0,4 1,7 7,4 0,0 20,8 10,4 240,7 7,9 18,8 0,4 3,8 4,1 0,6 2,4 3,5 3,9 3,9 11,7 30,1 19,2 4,0 1,0 3,1 1,8 0,7 4,9 2,5 1,0 3,8 10,5 25,1 4,3 23,7 36,4 76,8 177,8 169,7 231,6 76,8 40,7 45,5 291,9 614,9 48,4 72,4 9,4 34,9 28,8 2,9 45,0 40,5 75,4 3,6 333,7 319,1 102,9 77,5 – 0,1 5,6 – 2,2 0,1 0,2 – 15,9 7,1 225,4 166,3 3,4 0,2 0,8 11,4 95,5 8,9 – 163,5 21,7 36,0 – 4,3 2,1 0,2 –10,0 –7,7 7,6 –8,3 3,1 – –2,0 – – 0,3 5,1 11,5 152,7 99,2 400,1 63,2 35,0 0,2 111,3 59,9 – 2,0 3,7 8,1 99,6 69,8 224,5 44,3 29,9 0,1 65,4 28,5 – 1,1 20,0 47,0 177,9 105,7 550,5 104,5 113,7 167,3 480,5 422,1 328,3 250,4 56,4 123,8 355,6 275,4 782,1 181,2 154,4 212,7 772,4 1 037,0 376,7 322,8 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 214 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR214 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) aus inländischer Produktion Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) aus Importen Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert darunter: Firmeninterne Lieferungen und Leistungen Nachrichtlich: Erwerbstätige im Inland (in 1000) Arbeitnehmer im Inland (in 1000) 30,4 4,8 1,2 36,4 8,2 –6,2 7,4 10,6 20,0 56,4 6,5 838 433 57,6 15,8 1,5 75,0 19,2 –0,1 13,3 16,5 48,9 123,8 7,5 325 324 171,2 100,5 2,0 273,7 49,0 1,9 12,6 18,4 81,9 355,6 52,8 957 933 142,9 60,7 1,6 205,2 43,2 1,8 7,4 17,9 70,2 275,4 50,4 1 084 1 019 399,1 154,7 3,6 557,5 157,9 4,2 24,4 38,2 224,6 782,1 27,4 2 776 2 719 90,1 31,6 1,6 123,3 34,6 1,3 8,4 13,7 58,0 181,2 5,6 1 202 1 100 96,3 22,3 2,2 120,8 21,9 0,5 5,2 5,9 33,6 154,4 5,6 885 816 103,6 17,1 1,6 122,3 53,2 0,9 4,8 31,6 90,4 212,7 – 2 217 1 759 308,6 53,0 11,8 373,3 248,9 11,6 46,5 92,1 399,1 772,4 – 10 431 9 187 313,2 39,4 15,0 367,6 210,0 18,1 160,1 281,2 669,4 1 037,0 – 7 050 6 063 87,5 13,9 12,1 113,5 185,0 –4,7 34,9 48,1 263,3 376,7 – 6 617 6 048 82,3 11,9 11,2 105,5 149,4 –0,8 34,7 34,1 217,3 322,8 – 5 342 4 887 1 882,8 525,8 65,5 2 474,0 1 180,4 28,3 359,6 608,3 2 176,6 4 650,6 155,8 39 724 35 288 1 073,6 124,6 144,8 1 343,0 422,9 7,0 5,7 435,6 345,8 73,9 35,9 455,5 –14,7 4,7 – –10,0 940,1 176,2 –0,2 1 116,2 575,1 128,7 –0,1 703,8 2 767,8 386,3 186,2 3 340,3 4 650,6 912,1 251,6 5 814,3 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-2: Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – Mrd. Euro Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 8 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 215 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 215 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Letzte Verwendung von Gütern Gesamte Verwendung von Gütern Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Landu. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, etechn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichten- übermittlung, Beherb.u. Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts- DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte zusammen Private Konsumausgaben im Inland Konsumausgaben des Staates Bruttoanlageinvestitionen Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen Exporte zusammen zusammen darunter: in EU- Länder 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) aus inländischer Produktion Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) aus Importen Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche (Sp. 1 bis Sp. 12) bzw. letzte Verwendung von Gütern (Sp. 14 bis Sp. 19) zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert darunter: Firmeninterne Lieferungen und Leistungen Nachrichtlich: Erwerbstätige im Inland (in 1000) Arbeitnehmer im Inland (in 1000) 30,4 4,8 1,2 36,4 8,2 –6,2 7,4 10,6 20,0 56,4 6,5 838 433 57,6 15,8 1,5 75,0 19,2 –0,1 13,3 16,5 48,9 123,8 7,5 325 324 171,2 100,5 2,0 273,7 49,0 1,9 12,6 18,4 81,9 355,6 52,8 957 933 142,9 60,7 1,6 205,2 43,2 1,8 7,4 17,9 70,2 275,4 50,4 1 084 1 019 399,1 154,7 3,6 557,5 157,9 4,2 24,4 38,2 224,6 782,1 27,4 2 776 2 719 90,1 31,6 1,6 123,3 34,6 1,3 8,4 13,7 58,0 181,2 5,6 1 202 1 100 96,3 22,3 2,2 120,8 21,9 0,5 5,2 5,9 33,6 154,4 5,6 885 816 103,6 17,1 1,6 122,3 53,2 0,9 4,8 31,6 90,4 212,7 – 2 217 1 759 308,6 53,0 11,8 373,3 248,9 11,6 46,5 92,1 399,1 772,4 – 10 431 9 187 313,2 39,4 15,0 367,6 210,0 18,1 160,1 281,2 669,4 1 037,0 – 7 050 6 063 87,5 13,9 12,1 113,5 185,0 –4,7 34,9 48,1 263,3 376,7 – 6 617 6 048 82,3 11,9 11,2 105,5 149,4 –0,8 34,7 34,1 217,3 322,8 – 5 342 4 887 1 882,8 525,8 65,5 2 474,0 1 180,4 28,3 359,6 608,3 2 176,6 4 650,6 155,8 39 724 35 288 1 073,6 124,6 144,8 1 343,0 422,9 7,0 5,7 435,6 345,8 73,9 35,9 455,5 –14,7 4,7 – –10,0 940,1 176,2 –0,2 1 116,2 575,1 128,7 –0,1 703,8 2 767,8 386,3 186,2 3 340,3 4 650,6 912,1 251,6 5 814,3 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-2: Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – Mrd. Euro Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 8 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 216 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR216 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Input der Produktionsbereiche zusammen Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, e-techn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichtenübermittlung, Beherb.- u. Gaststätten- DL DL der Kredit inst. u. Vers., DL des Grund st.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinäru. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorgungs-DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Output nach Gütergruppen 2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungs- u. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur-DL u. Ä., DL priv. Haushalte Vorleistungen der Produktionsbereiche aus inländ. Produktion Vorleistungen der Produktionsbereiche aus Importen Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert 14,8 1,8 5,0 0,6 1,9 0,3 6,6 0,5 6,1 14,5 1,3 0,5 53,9 8,5 2,2 64,6 14,5 –11,1 13,1 18,9 35,4 100 0,0 21,7 1,0 1,3 3,7 0,3 – 1,2 4,1 8,7 0,5 4,1 46,5 12,8 1,2 60,5 15,5 –0,1 10,7 13,3 39,5 100 0,0 3,2 25,4 0,7 1,2 1,1 0,3 0,3 4,9 9,5 1,0 0,6 48,1 28,3 0,5 77,0 13,8 0,5 3,6 5,2 23,0 100 – 2,2 2,5 33,2 1,6 1,1 – 0,3 5,1 5,1 0,5 0,3 51,9 22,0 0,6 74,5 15,7 0,6 2,7 6,5 25,5 100 – 0,7 2,9 7,5 23,7 1,0 – 0,2 5,1 9,3 0,2 0,5 51,0 19,8 0,5 71,3 20,2 0,5 3,1 4,9 28,7 100 1,3 2,4 4,4 0,8 0,8 18,6 0,0 0,3 7,7 10,6 0,7 2,1 49,7 17,4 0,9 68,0 19,1 0,7 4,6 7,5 32,0 100 15,1 2,0 2,3 0,5 0,7 1,6 15,7 0,3 10,4 12,4 0,6 0,8 62,4 14,4 1,5 78,3 14,2 0,3 3,4 3,8 21,7 100 – 0,8 10,9 4,4 4,5 2,4 0,0 3,5 5,9 15,2 0,4 0,8 48,7 8,0 0,8 57,5 25,0 0,4 2,2 14,9 42,5 100 0,0 0,9 1,4 0,3 1,4 0,9 0,9 0,5 17,7 14,1 0,8 0,9 39,9 6,9 1,5 48,3 32,2 1,5 6,0 11,9 51,7 100 0,1 0,3 0,2 0,0 0,2 0,7 0,0 2,0 1,0 23,2 0,8 1,8 30,2 3,8 1,4 35,4 20,2 1,7 15,4 27,1 64,6 100 0,1 1,0 1,1 0,2 0,6 0,9 1,0 1,0 3,1 8,0 5,1 1,1 23,2 3,7 3,2 30,1 49,1 –1,2 9,3 12,8 69,9 100 0,3 1,0 0,5 0,2 1,5 0,8 0,3 1,2 3,3 7,8 1,3 7,3 25,5 3,7 3,5 32,7 46,3 –0,3 10,7 10,6 67,3 100 0,8 1,7 3,8 3,6 5,0 1,7 0,9 1,0 6,3 13,2 1,0 1,6 40,5 11,3 1,4 53,2 25,4 0,6 7,7 13,1 46,8 100 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung enspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-3: Input-Koeffizienten der Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – in Prozent des Produktionswertes Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 11 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 217 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 217 Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Input der Produktionsbereiche zusammen Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, e-techn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichtenübermittlung, Beherb.- u. Gaststätten- DL DL der Kredit inst. u. Vers., DL des Grund st.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinäru. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorgungs-DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Output nach Gütergruppen 2) (Zeile 1 bis Zeile 12) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungs- u. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur-DL u. Ä., DL priv. Haushalte Vorleistungen der Produktionsbereiche aus inländ. Produktion Vorleistungen der Produktionsbereiche aus Importen Gütersteuern abzüglich Gütersubventionen Vorleistungen der Produktionsbereiche zu Anschaffungspreisen Arbeitnehmerentgelt im Inland Sonstige Produktionsabgaben abzüglich sonstige Subventionen Abschreibungen Nettobetriebsüberschuss Bruttowertschöpfung Produktionswert 14,8 1,8 5,0 0,6 1,9 0,3 6,6 0,5 6,1 14,5 1,3 0,5 53,9 8,5 2,2 64,6 14,5 –11,1 13,1 18,9 35,4 100 0,0 21,7 1,0 1,3 3,7 0,3 – 1,2 4,1 8,7 0,5 4,1 46,5 12,8 1,2 60,5 15,5 –0,1 10,7 13,3 39,5 100 0,0 3,2 25,4 0,7 1,2 1,1 0,3 0,3 4,9 9,5 1,0 0,6 48,1 28,3 0,5 77,0 13,8 0,5 3,6 5,2 23,0 100 – 2,2 2,5 33,2 1,6 1,1 – 0,3 5,1 5,1 0,5 0,3 51,9 22,0 0,6 74,5 15,7 0,6 2,7 6,5 25,5 100 – 0,7 2,9 7,5 23,7 1,0 – 0,2 5,1 9,3 0,2 0,5 51,0 19,8 0,5 71,3 20,2 0,5 3,1 4,9 28,7 100 1,3 2,4 4,4 0,8 0,8 18,6 0,0 0,3 7,7 10,6 0,7 2,1 49,7 17,4 0,9 68,0 19,1 0,7 4,6 7,5 32,0 100 15,1 2,0 2,3 0,5 0,7 1,6 15,7 0,3 10,4 12,4 0,6 0,8 62,4 14,4 1,5 78,3 14,2 0,3 3,4 3,8 21,7 100 – 0,8 10,9 4,4 4,5 2,4 0,0 3,5 5,9 15,2 0,4 0,8 48,7 8,0 0,8 57,5 25,0 0,4 2,2 14,9 42,5 100 0,0 0,9 1,4 0,3 1,4 0,9 0,9 0,5 17,7 14,1 0,8 0,9 39,9 6,9 1,5 48,3 32,2 1,5 6,0 11,9 51,7 100 0,1 0,3 0,2 0,0 0,2 0,7 0,0 2,0 1,0 23,2 0,8 1,8 30,2 3,8 1,4 35,4 20,2 1,7 15,4 27,1 64,6 100 0,1 1,0 1,1 0,2 0,6 0,9 1,0 1,0 3,1 8,0 5,1 1,1 23,2 3,7 3,2 30,1 49,1 –1,2 9,3 12,8 69,9 100 0,3 1,0 0,5 0,2 1,5 0,8 0,3 1,2 3,3 7,8 1,3 7,3 25,5 3,7 3,5 32,7 46,3 –0,3 10,7 10,6 67,3 100 0,8 1,7 3,8 3,6 5,0 1,7 0,9 1,0 6,3 13,2 1,0 1,6 40,5 11,3 1,4 53,2 25,4 0,6 7,7 13,1 46,8 100 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung enspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-3: Input-Koeffizienten der Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – in Prozent des Produktionswertes Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 11 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 218 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR218 4. Zur Auswertung von Input-Output-Tabellen A. Deskriptive Auswertung Die weiter oben gegebenen Erläuterungen zu den einzelnen Feldern der Input- Output-Tabelle stellen gleichzeitig eine erste Möglichkeit zur deskriptiven Auswertung der Tabelle dar. Als deskriptiv bezeichnet man die Auswertung einer Input-Output-Tabelle, wenn hierfür keine zusätzlichen modelltheoretischen Annahmen getroffen werden müssen. Durch die Betrachtung der Felder erhält man einen Eindruck von der produktionsmäßigen Verflechtung zwischen den einzelnen Bereichen einer Volkswirtschaft. Die Struktur der Verflechtung lässt sich leichter erkennen, wenn man die absoluten Feldwerte einer Input-Output- Tabelle normiert. Die Normierung kann in Hinblick auf die Spaltensumme oder in Hinblick auf die Zeilensumme vorgenommen werden. Im ersten Fall bezeichnet man die so ermittelten strukturellen Koeffizienten als Input-Koeffizienten, im zweiten Fall als Output-Koeffizienten. Ein Input-Koeffizient (auch technischer Koeffizient oder Produktionskoeffizient genannt) ist definiert als Quotient aus einem bestimmten Feldwert und der zugehörigen Spaltensumme. Er gibt somit die relative Bedeutung der primären bzw. intermediären Inputs für die Produktion eines bestimmten Bereichs wieder. Die Gesamtheit der Input-Koeffizienten einer Spalte spiegelt daher die Input-Struktur des betrachteten Produktionsbereichs wider. Tabelle 10-3 enthält die Input-Koeffizienten für die aggregierte Fassung der Input-Output-Tabelle der inländischen Produktion, dargestellt als Prozentzahlen. Beispielsweise hat der Koeffizient in Feld [2,3] den Wert 3,2 Prozent. Er ergibt sich als Quotient aus 11,5 und 355,6 (Feld [2,3] und Feld [22,3] in Tabelle 10-2) und besagt, dass der Bezug von Vorleistungen der Gütergruppe Energie, Wasser und Bergbauerzeugnisse 3,2 Prozent des Produktionswerts der chemischen Industrie ausmacht. Ein Output-Koeffizient (auch Verteilungskoeffizient genannt) ist definiert als Quotient aus einem gegebenem Feldwert und der zugehörigen Zeilensumme. Er gibt somit an, welcher Anteil des Outputs eines Sektors in einem anderen Sektor als Vorleistung verwendet wird bzw. welcher Anteil in eine bestimmte Komponente der Endnachfrage fließt. Im Bereich der Primäraufwandsmatrix zeigen die Output-Koeffizienten die relative Bedeutung der einzelnen Sektoren z. B. für die Entstehung der Einkommen aus unselbständiger Arbeit. B. Analytische Auswertung Über die deskriptive Auswertung der Input-Output-Tabellen hinaus kommt der analytischen Auswertung im Rahmen der Input-Output-Analyse eine große Bedeutung zu. Da die Fragestellungen der Input-Output-Analyse jedoch über den Rahmen dieses Buches hinausgehen, können hier nur einige Grundlagen angesprochen werden. Nach den bisherigen Überlegungen sollte deutlich geworden sein, dass die deskriptive Auswertung von Input-Output-Tabellen notwendigerweise ver- Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 219 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 219 gangenheitsbezogen sein muss. Für Prognosezwecke oder zur Beantwortung von „Was wäre, wenn …“-Fragen lassen sich Input-Output-Tabellen nicht direkt verwenden. Es müssen vielmehr wirtschaftstheoretische Annahmen getroffen werden. Im einfachsten Fall wird angenommen, dass die Produktionsverhältnisse einer Volkswirtschaft durch eine lineare Produktionstechnologie gekennzeichnet sind. Diese Annahme impliziert eine Konstanz des Verhältnisses von Inputs und produzierten Gütermengen. Ferner wird davon ausgegangen, dass die Input-Struktur des Zeitraums, auf den sich die Analyse bezieht, die gleiche ist wie die des Jahres, aus dem die zugrundegelegte Tabelle stammt. Unter diesen Annahmen lassen sich mit Hilfe von Input-Output-Matrizen z. B. die Auswirkungen von Lohnsatzveränderungen einzelner oder aller Produktionsbereiche auf die Güterpreise analysieren. Eben-so lassen sich z. B. die Konsequenzen von Veränderungen der Konsum- oder der Investitionsnachfrage (nach allen oder auch einzelnen Gütergruppen) für die Wertschöpfung oder die Höhe der Beschäftigung der einzelnen Produktionsbereiche untersuchen. Es ist hervorzuheben, dass die Input-Koeffizienten die Auswirkungen etwa von Nachfrageänderungen nicht vollständig beschreiben. Erhöht sich beispielsweise die Nachfrage nach inländischen Bauleistungen um 1000 Euro, dann zeigen die Input-Koeffizienten nur den direkten Effekt dieser Nachfrageerhöhung. So ist zur Befriedigung des gestiegenen Bedarfs an inländischen Bauleistungen eine Zunahme der Güterproduktion in der Gütergruppe „Mineralölerzeugnissen, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden“ um 109 Euro erforderlich (vgl. Tabelle 10-3, Feld [3,8]), weil diese als Vorleistungen im Baubereich gebraucht werden. Die zusätzlich benötigten Erzeugnisse dieser Gütergruppe müssen ihrerseits jedoch selbst produziert werden, was wiederum den Einsatz von Vorleistungen erforderlich macht usw. Man sieht an diesem Beispiel zweierlei: Erstens hat die Erhöhung der Nachfrage nach den Gütern eines Produktionsbereichs aufgrund der Produktionsverflechtungen im allgemeinen eine Erhöhung des Produktionswertes aller Produktionsbereiche zur Folge. Zweitens weist die ursprüngliche Nachfrageerhöhung neben den unmittelbaren direkten Effekten offensichtlich auch noch indirekte Wirkungen auf. Es lässt sich nun zeigen, dass der Gesamteffekt durch die sogenannten inversen Koeffizienten wiedergegeben wird. Tabelle 10-4 enthält die inversen Koeffizienten der Input-Output-Tabelle 2000 zu Herstellungspreisen für die inländische Produktion. Der Koeffizient des Feldes [i,j] gibt an, in welchem Umfang Güter aus inländischer Produktion der i-ten Gütergruppe insgesamt benötigt werden, um eine Werteinheit der Güter aus inländischer Produktion des j-ten Produktionsbereichs für die letzte Verwendung zur Verfügung stellen zu können. Die Erhöhung der Nachfrage nach inländischen Bauleistungen um 1000 Euro führt daher zu einer direkten und indirekten Erhöhung des Bedarfs an Gütern der Gütergruppe „Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse usw.“ um 163 Euro (Feld [3,8]). Da die direkte Bedarfserhöhung 109 Euro betrug, ergibt sich offenbar ein indirekter Effekt über die Vorleistungsverflechtungen von 163 –109 = 54 Euro. Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 220 Vierter Teil: Nebenrechnungen der VGR220 5. Ausblick Es erregt manchmal Verwunderung, dass zwischen Berichtsjahr und Veröffentlichungszeitpunkt der Input-Output-Tabellen ein größerer Zeitraum liegt. Diese zeitliche Verzögerung beruht vor allem darauf, dass für die Input-Output- Rechnung keine eigenen Daten erhoben werden. Vielmehr muss auf eine große Zahl unterschiedlicher und aus anderen Gründen erhobener Statistiken zurückgegriffen werden. Das zur Verfügung stehende Material entspricht daher in aller Regel nicht den Erfordernissen der Input-Output-Rechnung. Es werden andere Darstellungseinheiten und andere Bewertungskonzepte benutzt, es liegen andere Abgrenzungen vor, die Primärstatistiken sind unvollkommen usw. Trotz des Versuchs die existierenden Datenquellen möglichst vollkommen abzuschöpfen bleiben Lücken, die nur mit Hilfe von Schätzungen sowie Konsistenz- und Plausibilitätsüberlegungen geschlossen werden können. All dies erfordert Zeit. Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, e-techn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichtenübermittlung, Beherb.- u. Gaststätten- DL DL der Kredit inst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Output nach Gütergruppen2) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungs- u. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte Alle Gütergruppen 1,190 0,038 0,092 0,020 0,038 0,013 0,095 0,014 0,119 0,292 0,022 0,018 1,951 0,001 1,284 0,028 0,035 0,067 0,010 0,001 0,021 0,079 0,187 0,010 0,063 1,787 0,002 0,060 1,348 0,020 0,028 0,022 0,006 0,010 0,094 0,206 0,018 0,017 1,830 0,001 0,048 0,059 1,503 0,038 0,025 0,002 0,009 0,107 0,146 0,011 0,012 1,961 0,001 0,021 0,063 0,150 1,319 0,022 0,001 0,008 0,102 0,206 0,008 0,015 1,916 0,020 0,045 0,082 0,021 0,022 1,235 0,004 0,011 0,133 0,225 0,014 0,037 1,848 0,214 0,044 0,062 0,017 0,026 0,031 1,205 0,013 0,186 0,297 0,016 0,023 2,135 0,001 0,024 0,163 0,080 0,071 0,039 0,002 1,043 0,103 0,271 0,010 0,019 1,827 0,004 0,019 0,030 0,010 0,027 0,018 0,013 0,012 1,230 0,246 0,013 0,019 1,641 0,001 0,006 0,009 0,004 0,006 0,013 0,001 0,028 0,023 1,321 0,012 0,027 1,452 0,004 0,017 0,022 0,006 0,013 0,015 0,014 0,015 0,050 0,135 1,056 0,017 1,364 0,005 0,016 0,015 0,008 0,025 0,014 0,005 0,017 0,053 0,136 0,017 1,084 1,396 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-4: Inverse Koeffizienten der Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 13 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 221 10. Kapitel: Die Input-Output-Rechnung 221 Schlüsselbegriffe: Input-Output-Tabelle Produktionsverflechtungstabelle Input-Struktur Marktverflechtungstabelle Output-Struktur Ab-Werk-Preis Vorleistungsmatrix Herstellungspreis Zentralmatrix Ab-Zoll-Preis Endnachfragematrix cif-Preis Primäraufwandsmatrix Input-Koeffizient Funktionelle Sektorengliederung Output-Koeffizient Institutionelle Sektorengliederung Inverser Koeffizient Lfd. Nr. Verwendung Aufkommen Input der Produktionsbereiche1) Lfd. Nr.Erzg. v. Prod. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Gew. v. Bergbauerz., Steinen u. Erden, Erzg. v. Energie und Gew. v. Wasser H. v. Mineralölerz., chemischen Erz., Glas, Verarb. v. Steinen u. Erden Erzg. und Bearb. von Metallen H. v. Maschinen, Fahrzeugen, DV- Geräten, e-techn. Geräten H. v. Textilien, Bekleidung, Leder, Holz, Papier, Sekundärrohstoffen u. Ä. H. v. Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren Bauarbeiten DL des Handels u. Verkehrs, DL der Nachrichtenübermittlung, Beherb.- u. Gaststätten- DL DL der Kredit inst. u. Vers., DL des Grundst.- u. Wohn.wesens u. untern. bezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialw., Erziehungsu. Unterrichts-DL, Entsorgungs- DL DL der öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., sonst. DL, DL privater Haushalte 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Output nach Gütergruppen2) Erzeugn. der Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Energie und Wasser Mineralölerzeugnisse, chemische Erzeugnisse, Glas, Keramik, bearbeitete Steine und Erden Metalle Maschinen, Fahrzeuge, DV-Geräte, e-techn. Geräte Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren, Erz. des Holz-, Papiergewerbes, Sekundärrohstoffe u. Ä. Nahrungs- und Futtermittel, Getränke, Tabakerzeugnisse Bauarbeiten Handelsleistungen, Verkehrs- und Nachrichtenübermittlungs-DL, Gaststätten-DL DL der Kreditinst. u. Versicherungen, DL des Wohnungsw. und sonstige unternehmensbezogene DL DL des Gesundheits-, Veterinär- u. Sozialwesens, Erziehungs- u. Unterrichts-DL, Entsorg.leist. DL d. öffentl. Verwaltung, Verteid., Sozialvers., DL von Kirchen, Kultur- DL u. Ä., DL priv. Haushalte Alle Gütergruppen 1,190 0,038 0,092 0,020 0,038 0,013 0,095 0,014 0,119 0,292 0,022 0,018 1,951 0,001 1,284 0,028 0,035 0,067 0,010 0,001 0,021 0,079 0,187 0,010 0,063 1,787 0,002 0,060 1,348 0,020 0,028 0,022 0,006 0,010 0,094 0,206 0,018 0,017 1,830 0,001 0,048 0,059 1,503 0,038 0,025 0,002 0,009 0,107 0,146 0,011 0,012 1,961 0,001 0,021 0,063 0,150 1,319 0,022 0,001 0,008 0,102 0,206 0,008 0,015 1,916 0,020 0,045 0,082 0,021 0,022 1,235 0,004 0,011 0,133 0,225 0,014 0,037 1,848 0,214 0,044 0,062 0,017 0,026 0,031 1,205 0,013 0,186 0,297 0,016 0,023 2,135 0,001 0,024 0,163 0,080 0,071 0,039 0,002 1,043 0,103 0,271 0,010 0,019 1,827 0,004 0,019 0,030 0,010 0,027 0,018 0,013 0,012 1,230 0,246 0,013 0,019 1,641 0,001 0,006 0,009 0,004 0,006 0,013 0,001 0,028 0,023 1,321 0,012 0,027 1,452 0,004 0,017 0,022 0,006 0,013 0,015 0,014 0,015 0,050 0,135 1,056 0,017 1,364 0,005 0,016 0,015 0,008 0,025 0,014 0,005 0,017 0,053 0,136 0,017 1,084 1,396 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 1) Zusammengefasste Produktionsbereiche entsprechend der Übersicht im Anhang. 2) Abgrenzung entspricht derjenigen für Produktionsbereiche. Tab. 10-4: Inverse Koeffizienten der Input-Output-Tabelle 2007 zu Herstellungspreisen – Inländische Produktion – Quelle: Statistisches Bundesamt (2010, S. 13 f.) Fotosatz Buck – Vahlens Kurzlehrbücher – Frenkel/John – Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, 2. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Stand: 03.05.11 Status: Druckdaten Seite: 223 11. Kapitel: Die Vermögensrechnung 1. Zielsetzung der Vermögensrechnung Im Zusammenhang mit der Kreislaufanalyse wurde die Bildung von Vermögen als eine Möglichkeit der Einkommensverwendung betrachtet. Bei den dort angestellten Überlegungen ging es um eine Rechnung in Stromgrößen. Bei den verschiedenen Vermögensarten handelt es sich jedoch um Bestandsgrößen. Im Rahmen der Inlandsproduktsberechnung lassen sich daher nur Aussagen über die Veränderung der Vermögensbestände treffen. Um auch Kenntnisse über das Niveau des Vermögens einer Volkswirtschaft und ihrer Sektoren zu erhalten, ist die Inlandsproduktsberechnung daher durch eine Vermögensrechnung zu ergänzen. Informationen über die Höhe der Vermögensbestände genießen aus einer Reihe von Gründen eine große Bedeutung: ●● Neben der Einkommensverteilung spielt auch die Verteilung des Vermögens auf die Mitglieder einer Gesellschaft eine wichtige Rolle für die Frage, wie gerecht die materiellen Möglichkeiten in der betreffenden Gesellschaft verteilt sind. Ohne die statistische Erfassung der Vermögensverteilung lässt sich weder ein objektives Bild der Verteilungssituation gewinnen noch eine rationale Umverteilungspolitik betreiben. ●● Der Besitz von Vermögen ermöglicht nicht nur ein höheres materielles Wohlergehen, sondern er verleiht auch Macht. Zu den Aufgaben der Wirtschaftspolitik zählt es auch, dafür zu sorgen, dass wirtschaftlich begründete Macht nicht ungezügelt Einfluss auf die verschiedensten Bereiche der Gesellschaft nimmt. Eine solche Kontrolle im Spannungsfeld zwischen Macht und Freiheit lässt sich jedoch nur dann rational gestalten, wenn entsprechende Kenntnisse über die Vermögenssituation vorliegen. ●● Für die Schätzung der Produktionsbeziehungen der Gesamtwirtschaft oder einzelner Sektoren ist es erforderlich, den tatsächlichen oder den potentiellen Umfang des Kapitaleinsatzes zu kennen. Da der Kapitaleinsatz selbst nicht direkt zu erfassen ist, behilft man sich mit dem Kapitalstock als Näherungsgröße. Der Kapitalstock seinerseits stellt einen Teil des Vermögens der betrachteten Wirtschaft dar. ●● Unter Verwendung der Angaben über den Kapitalstock lassen sich Kapitalkoeffizient und Kapitalintensität eines Sektors oder einer Volkswirtschaft berechnen; der Kapitalkoeffizient ist das Verhältnis von Einsatz des Produktionsfaktors Kapital zum Produktionsergebnis (Bruttowertschöpfung), die Kapitalintensität das Verhältnis von Kapital- zu Arbeitseinsatz. ●● Ferner lässt sich – wie in Kapitel 8 gezeigt wurde – mit Hilfe des Kapitalstocks das Produktionspotential einer Volkswirtschaft schätzen. 11. Kapitel: Die Vermögensrechnung

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References

Zusammenfassung

Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Dieses Buch informiert umfassend über die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Ausgehend von der theoretischen Fundierung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung geht es ausführlich auf das in Deutschland (und den anderen Ländern der Europäischen Union) verwendete Gesamtrechnungssystem ESVG 95 ein. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Anwendung und den Weiterentwicklungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. So erhält der Leser nicht nur einen fundierten Überblick über die quantitativen Verhältnisse der deutschen Volkswirtschaft, er wird beispielsweise auch ausführlich über die aktuelle Diskussion um die Aussagefähigkeit des Bruttoinlandsprodukts, die Entwicklung alternativer Konzepte zur Wohlfahrtsmessung sowie die Bestrebungen informiert, die Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu quantifizieren.

Die Autoren

Prof. Dr. Michael Frenkel ist Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der WHU – Otto-Beisheim School of Management, Vallendar.

Prof. Dr. Klaus Dieter John ist Inhaber der Professur für Wirtschaftspolitik an der Technischen Universität Chemnitz.