Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen in:

Gerhard Scherrer

Konzernrechnungslegung nach HGB, page 320 - 353

Eine anwendungsorientierte Darstellung mit zahlreichen Beispielen

3. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4298-4, ISBN online: 978-3-8006-4299-1, https://doi.org/10.15358/9783800642991_320

Series: Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Bibliographic information
Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 309 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 311 Status: Druckdaten A. Prinzip der Equity-Methode I. Konzept der Equity-Methode Die Bewertung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode weicht entscheidend von der Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen und der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab. Während bei der Vollkonsolidierung und der Quotenkonsolidierung an die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den Tochterunternehmen bzw. an dem Gemeinschaftsunternehmen die Vermögensgegenstände, Schulden, Sonderposten und Rechnungsabgrenzungsposten des Unternehmens treten, werden bei Anwendung der Equity-Methode (Equity- Bewertung) die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des assoziierten Unternehmens, soweit sie dem Mutterunternehmen zuzurechnen sind, durch Ansatz der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz repräsentiert. Der konsolidierungsähnliche Vorgang beschränkt sich auf den Ausweis lediglich nur einer Zeile des assoziierten Unternehmens in der Konzernbilanz. Entsprechend wird die Equity-Bewertung als Einzeilenkonsolidierung (one line consolidation) bezeichnet. Die in der Konzernbilanz angesetzte Beteiligung erfährt bei Anwendung der Equity- Methode eine besondere Bewertung. Nach der Grundkonzeption der Equity-Bewertung wird der Wert der Beteiligung des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens an dem assoziierten Unternehmen fortgeschrieben. Dies erfolgt durch Erhöhung oder Verminderung der Anschaffungskosten der Beteiligung des einbezogenen Unternehmens, an dem assoziierten Unternehmen in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals eines assoziierten Unternehmens. • Die von dem assoziierten Unternehmen erzielten Jahresüberschüsse werden im Jahr ihrer Entstehung anteilig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Sie erhöhten den Wert der Beteiligung des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz. • In entsprechender Weise werden die in den Jahresabschlüssen des assoziierten Unternehmens angesetzten Jahresfehlbeträge anteilig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand behandelt. Sie vermindern den Wert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz. • Auch Gewinnausschüttungen mindern den Wert der Beteiligung des einbezogenen Unternehmens in der Konzernbilanz. Einzahlungen in das Eigenkapital des assoziierten Unternehmens durch Einbeziehung von Unternehmen erhöhen den Beteiligungswert der Beteiligung in der Bilanz des assoziierten Unternehmens. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung in der Bilanz des die Anteile an dem assoziierten Unternehmen haltenden Mutterunternehmens oder eines in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens und dem anteiligen Ei- Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 312 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 312 genkapital des assoziierten Unternehmens, der sich bei der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode ergibt, wird in den Folgejahren entsprechend den Regeln der Vollkonsolidierung fortgeschrieben, d.h. erfolgswirksam abgeschrieben oder aufgelöst. II. Voraussetzungen zur Anwendung der Equity-Methode Als Voraussetzungen für die Anwendung der Equity-Methode nach § 311 HGB gelten die folgenden Festlegungen: • Wird von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik eines nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, an dem das Unternehmens nach § 271 Abs. 1 Satz 3 HGB beteiligt ist, ausgeübt (assoziierten Unternehmens), so ist nach § 311 Abs. 1 Satz 1 HGB diese Beteiligung in der Konzernbilanz unter einem besonderen Posten mit entsprechender Bezeichnung auszuweisen. • Ein maßgeblicher Einfluß wird nach § 311 Abs. 1 Satz 2 HGB vermutet, wenn ein Unternehmen bei einem anderen Unternehmen mindestens 20 % der Stimmrechte der Gesellschafter innehat. • Auf eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen brauchen § 311 Abs. 1 und § 312 HGB nicht angewendet zu werden, wenn die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. • Nach DRS 8 umfasst der Geltungsbereich alle Mutterunternehmen, die nach § 290 HGB auch in Verbindung mit § 264a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss aufstellen. Dies gilt nicht für Unternehmen, die nach § 315a HGB freiwillig einen Konzernabschluss nach den IFRS aufstellen. 1. Beteiligung eines einbezogenen Unternehmens Das Bestehen eines in den Konzernabschluss assoziierten Unternehmens im Sinn des 311 Abs. 1 Satz 1 HGB setzt voraus, dass ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen, (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen), an dem andere Unternehmen (assoziierten Unternehmen) beteiligt ist. Dies gilt nicht für nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen oder andere assoziierte Unternehmen. Fraglich ist, ob das Beteiligungsmerkmal auch dann angenommen werden kann, wenn ein einzelnes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen aufgrund einer geringen Kapitalanteilsquote, eine Beteiligung an dem anderen Unternehmen (assoziierten Unternehmen) nicht hält; in den Konzernabschluss mehrere einbezogene Unternehmen zusammen jedoch Anteile an dem anderen Unternehmen (assoziierten Unternehmen) halten (Gesamtbetrachtung), die die Merkmale der Beteiligung erfüllen. Bei Abstellen auf die fiktive, rechtliche Einheit des Konzerns ist die Gesamtbetrachtung maßgeblich. Danach sind die Anteile, die die einzelnen, in den Konzernabschluss ein- Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 313 Status: Druckdaten A. Prinzip der Equity-Methode 313 bezogenen Unternehmen an dem Beteiligungsunternehmen halten, nicht dem einzelnen Unternehmen, sondern der fiktiven rechtlichen Einheit zuzurechnen. Sie übt aus den Anteilen den maßgeblichen Einfluss auf das assoziierte Unternehmen aus. Die Beteiligung nach § 271 Abs. 1 HGB muss an einem nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehalten werden. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen sind nicht einbezogene Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen. Gemeinschaftsunternehmen unterscheiden sich von assoziierten Unternehmen durch die stärkere Einflussnahme auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des die Anteile haltenden Unternehmens im Rahmen der gemeinsamen Führung nach § 310 Abs. 1 HGB, die anders als der maßgebliche Einfluss nach § 311 Abs. 1 HGB ein Wahlrecht zwischen Quotenkonsolidierung und Equity-Konsolidierung (Equity-Bewertung) des anderen Unternehmens im Konzernabschluss gewährt. Eine Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen liegt vor, wenn § 271 Abs. 1 HGB erfüllt ist. Das setzt voraus: • das Vorliegen von Mitgliedschaftsrechten, • das Bestehen eines Unternehmens und • die Zweckbestimmung, nach der die Anteile durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu jenem Unternehmen dem Geschäftsbetrieb des die Anteile haltenden Unternehmens dienen. Damit bei einer Kapitalgesellschaft (AG, KGaA, GmbH) eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen vorliegt, muss das beteiligte Unternehmen (einbezogenes Unternehmen, Mutterunternehmen oder Tochterunternehmen) i.d.R. eine bestimmte Anteilsquote an dem anderen Unternehmen (assoziierten Unternehmen) halten, die mit entsprechenden Stimmrechten verbunden ist. Eine Beteiligung besteht unstreitig bei Anteilen an einer Personenhandelsgesellschaft (oHG, KG) als assoziiertem Unternehmen. Dies gilt auch dann, wenn von den Vollhaftern, d.h. den Gesellschaftern der oHG oder den Komplementären der KG, keine Einlage geleistet wurde. 2. Maßgeblicher Einfluss des Beteiligungsunternehmens Das für die Bestimmung des assoziierten Unternehmens relevante Kriterium des maßgeblichen Einflusses wird in § 311 Abs. 1 HGB definiert als die Mitwirkung an der Geschäfts- und Finanzpolitik eines Beteiligungsunternehmens (Mutterunternehmen, in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen), ohne dass damit die Beherrschung des Unternehmens (assoziiertes Unternehmen) verbunden ist. Bezüglich der Ausübung des maßgeblichen Einflusses auf das Beteiligungsunternehmen (assoziiertes Unternehmen) lassen sich für die Konzernrechnungslegung eine Reihe von Fällen unterscheiden. Hierunter fällt: • Der maßgebliche Einfluss wird von dem Mutterunternehmen oder einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ausgeübt. • Der maßgebliche Einfluss wird nicht von einem einzigen, sondern von mehreren in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgeübt. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 314 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 314 • Der maßgebliche Einfluss wird ausschließlich durch Tochterunternehmen ausgeübt, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind und der tatsächliche Einfluss nicht dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, so dass ein Assoziierungsverhältnis nicht vorliegt. • Die Beteiligung wird an dem anderen Unternehmen von einem Gemeinschaftsunternehmen, an dem das Mutterunternehmen Partner ist, gehalten. Ein Assoziierungsverhältnis liegt nicht vor, weil das Gemeinschaftsunternehmen nicht als einbezogenes Unternehmen zu qualifizieren ist. Das Merkmal des maßgeblichen Einflusses auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des assoziierten Unternehmens ist weder einer exakten Umschreibung zugänglich noch in Bezug auf die tatsächliche Ausübung des Einflusses auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens durch Mutterunternehmen oder in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen messbar. Der Objektivierung dient die widerlegbare Vermutung, nach der ein maßgeblicher Einfluss besteht, wenn ein Unternehmen bei einem anderen Unternehmen (assoziierten Unternehmen) direkt oder indirekt mindestens 20 % der Stimmrechte der Gesellschafter innehat. Das für die Definition des assoziierten Unternehmens entscheidende Merkmal des maßgeblichen Einflusses auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens ist im Gesetz nicht umschrieben. Zur Positionierung des Kriteriums innerhalb der Einflussarten muss der maßgebliche Einfluss über der normalen Einflussmöglichkeit stehen. Maßgeblicher Einfluss wird dahingehend abgegrenzt, dass unternehmerische Entscheidungen, die die Geschäfts- oder Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens berühren, nicht ohne die Mitwirkung bzw. nicht gegen den Willen des den maßgeblichen Einfluss ausübenden Unternehmens getroffen werden Der maßgebliche Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen muss von dem Mutterunternehmen oder einem in den Konzernabschluss einbezogenen (Tochterunternehmen) ausgeübt werden. Die Messung des Einflusses erfolgt über die Gesamtbetrachtung. Unklar ist, ob Voraussetzung für die Anwendung der Equity-Methode eine dauernde Ausübung des maßgeblichen Einflusses ist oder auch bei zeitlich vorübergehendem Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens maßgeblicher Einfluss im Sinn des § 311 Abs. 1 Satz 1 HGB vorliegt. Der Gegenstand des maßgeblichen Einflusses auf die Leitung des Unternehmens ist die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens. Zu der angeführten Politik rechnen: • die wesentlichen unternehmenspolitischen Entscheidungen im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses des Beteiligungsunternehmens, im Forschungs- und Entwicklungs-, Beschaffungs-, Fertigungs- und Absatzbereich, des Investitions- und Finanzierungsbereichs; • der Bereich von Unternehmenszusammenschlüssen, Verschmelzungen und Umwandlungen durch Spaltungen; • des Standortbereiches; • der Organisations- und Personalbereich. Jeder der angeführten Bereiche hat bei Grundsatzentscheidungen eine derartige Bedeutung für die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens, dass die Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 315 Status: Druckdaten A. Prinzip der Equity-Methode 315 Einflussnahme allein auf einen der Bereiche ausreicht, um einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Beteiligungsunternehmens und damit das Vorliegen der Merkmale des § 311 Abs. 1 HGB für assoziierte Unternehmen anzunehmen. Bei der Berechnung der Stimmrechtsquote kommt es nicht darauf an, ob die Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Einflussvermutung stellt darauf ab, ob bei entsprechendem Anteilsbesitz ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des anderen Unternehmens durch die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und nicht einbezogenen Unternehmen tatsächlich ausgeübt wird. Soll die Vermutung des maßgeblichen Einflusses widerlegt werden, sind bei der angegebenen Stimmrechtsquote Gründe darzulegen, aus denen sich ergibt, warum ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des anderen Unternehmens nicht ausgeübt wird. Die Vermutung eines maßgeblichen Einflusses auf das Beteiligungsunternehmen kann durch die Darlegung von Gründen, aus denen sich ergibt, dass ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des anderen Unternehmens nicht besteht, widerlegt werden. Widerlegungsgründe sind u.a.: • Fehlende Voraussetzungen für die Ausübung des maßgeblichen Einflusses auf die Geschäfts- und die Finanzpolitik eines nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, an dem das Unternehmen nach § 271 Abs. 1 HGB beteiligt ist, ausgeübt, so ist diese Beteiligung in der Konzernbilanz unter einem besonderen Posten mit entsprechender Bezeichnung auszuweisen. • Ergebnislose Versuche eine Vertretung in den Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorganen des Beteiligungsunternehmens zu erreichen. 3. Beherrschender Einfluss eines Mutterunternehmens An Stelle des § 311 Abs. 1 HGB, der auf den maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsund Finanzpolitik nicht einbezogenen Unternehmens, an dem das Unternehmen nach § 271 Abs. 1 HGB beteiligt ist, stellt der DRS 8 auf den beherrschenden Einfluss des Mutterunternehmens auf ein anderes Unternehmen ab. Danach besteht beherrschender Einfluss, wenn: • einem Mutterunternehmen bei einem anderen Unternehmen die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht; • einem Mutterunternehmen bei einem anderen Unternehmen das Recht zusteht, die Mehrheit der Mitglieder des die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmenden Verwaltungs- Leitungs- oder Aufsichtsorgan zu bestellen oder abzurufen, und es gleichzeitig Gesellschafter ist; • einem Mutterunternehmen das Recht zusteht, die Finanz- und Geschäftspolitik auf Grund eines mit einem anderen Unternehmen geschlossenen Beherrschungsvertrags oder auf Grund einer Bestimmung in der Satzung des anderen Unternehmens zu bestimmen; • das Mutterunternehmen bei wirtschaftlicher Beachtung die Mehrheit der Risiken und Chancen eines Unternehmens trägt, das zur Errichtung eines eng begrenzten und genau definierten Ziels des Mutterunternehmens dient (Zweckgesellschaft). Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 316 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 316 Neben Unternehmen können nach allgemeiner Auffassung auch sonstige juristische Personen des Privatrechts oder unselbstständige Sondervermögen des Privatrechts ausgenommen Spezialsondervermögen im Sinn des § 2 Abs. 3 Investmentgesetz sein. III. Erweiterter Anwendungsbereich der Equity-Methode Die Anwendung der Equity-Methode im Rahmen der Konzernrechnungslegung ist nicht auf assoziierte Unternehmen im Sinn des § 311 HGB begrenzt. Die Equity-Methode ist vielmehr unter bestimmten Voraussetzungen bei Verzicht auf die Eibeziehung nach § 296 HGB auch für nicht voll konsolidierte Tochterunternehmen sowie generell als Wahlrecht für nicht quotenkonsolidierte Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden. 1. Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen Die Equity-Methode kann grundsätzlich von denjenigen Tochterunternehmen angewendet wenden, bei denen in Ausübung eines Einbeziehungswahlrechtes nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung eine Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt. Nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB braucht ein Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nicht einbezogen zu werden, wenn es für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneten Bedeutung ist. Bei fortgeführter Beeinträchtigung in der Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung des Tochterunternehmens aufgrund erheblicher und andauernder Beschränkungen nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB ist zu prüfen, ob die Einschränkung der Rechte zu einer Einschränkung des maßgeblichen Einflusses führt. • Ist das Tochterunternehmen, weil nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB die für die Aufstellung des Konzernabschlusses erforderlichen Angabe nicht ohne unverhältnismäßig hohe Kosten oder Verzögerungen zu erhalten, bedeutet das, dass die für die Equity- Bewertung notwendige Angabe gleichfalls nur unter unverhältnismäßig hohen Kosten oder Verzögerungen entstehen. Unter der Annahme, dass die nach dem BilMoG § 312 HGB anzuwendende Buchwertmethode ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens auf der Basis der Buchwerte als Geschäfts- oder Firmenwert interpretiert. • Ist das Tochterunternehmen nach § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht voll konsolidiert, weil die von dem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an dem Tochterunternehmen gehaltenen Anteile ausschließlich zum Zwecke ihrer Veräußerung gehalten werden, liegt nach der Definition des § 271 Abs. 1 Satz 1 HGB keine Beteiligung vor. Die Anteile an dem Unternehmen sind in diesem Fall nicht dazu bestimmt, dem Geschäftsbetrieb des die Anteile haltenden Unternehmens durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu dem anderen Unternehmen zu dienen. Fehlt es jedoch an der Beteiligung, so fehlt es auch an einem Kriterium für das Vorliegen eines assoziierten Unternehmens. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 317 Status: Druckdaten A. Prinzip der Equity-Methode 317 • Wird nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Tochterunternehmen nicht vollkonsolidiert, weil es für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist, hat dieser Sachverhalt zunächst keinen Einfluss auf die Beantwortung der Frage, ob das nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen assoziiertes Unternehmen im Sinn des § 311 Abs. 1 HGB ist. Da die Kriterien des § 296 Abs. 1 HGB nicht greifen, ist davon auszugehen, dass das Mutterunternehmen die Rechte nach § 290 Abs. 1 HGB in Bezug auf das Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung ausübt. Besteht darüber hinaus eine Beteiligung im Sinn des § 271 Abs. 1 HGB an dem Tochterunternehmen, so sind die Voraussetzungen des § 311 Abs. 1 HGB erfüllt. Für Gemeinschaftsunternehmen besteht nach § 310 Abs. 1 HGB ein Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung oder zur Anwendung der Equity-Methode. Wird bei Aufstellung des Konzernabschlusses von der Quotenkonsolidierung durch das Mutterunternehmen nicht Gebrauch gemacht, ist für das Gemeinschaftsunternehmen grundsätzlich die Equity-Methode anzuwenden. Es sei denn, dass das Gemeinschaftsunternehmen für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 2. Maßgeblicher Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens Maßgeblich für die Anwendung der Equity-Methode ist der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens. Stellt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder freiwillig einen Konzernabschluss auf, so ist nach § 312 Abs. 6 Satz 2 HGB bei Anwendung der Equity-Methode von diesem und nicht von dem Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens auszugehen. Bei Anwendung der Equity-Methode kommt dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens entscheidende Bedeutung zu. Bei Zugrundelegung der Konzernbilanz ist die Abgrenzung des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens festzulegen. Dabei stellen sich Probleme: • bei Vorliegen von Ausgleichsposten für Minderheitsgesellschafter und • bei Vorliegen eines passiven Unterschiedsbetrages. Nach § 307 Abs. 1 Satz 1 HGB ist in der Konzernbilanz für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ein Ausgleichsposten für die Minderheitsgesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals gesondert auszuweisen. Aus dieser Zuordnung darf für die Anwendung der Equity-Methode nicht der Schluss gezogen werden, dass der Ausgleichsposten für die Minderheitsgesellschafter dem Eigenkapital zuzurechnen und in die Equity-Bewertung der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen einzubeziehen ist. Wird in der Konzernbilanz des assoziierten Unternehmens ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Anwendung der Equity-Methode ausgewiesen, ist eine Einbeziehung des Postens in die Bemessungsgrundlage des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 318 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 318 nur dann zulässig, wenn der passive Unterschiedsbetrag Eigenkapitalcharakter hat. Dies ist der Fall, wenn am Abschlussstichtag feststeht, dass der Unterschiedsbetrag einem realisierten Gewinn entspricht. Nach § 312 Abs. 6 Satz 1 HGB ist für die Anwendung der Equity-Methode jeweils der letzte Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens zu Grunde zu legen. Bei Aufstellung eines Konzernabschlusses durch das assoziierte Unternehmen ist entsprechend der letzte Konzernabschluss heranzuziehen. Die Regelung beinhaltet eine Vereinfachung insoweit, als im Gegensatz zur Vollkonsolidierung die Aufstellung von Zwischenabschlüssen auch dann nicht erforderlich ist, wenn der Stichtag des verwendeten Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses des assoziierten Unternehmens mehr als drei Monate vor dem Stichtag des Konzernabschlusses liegt. Stimmt der Stichtag des Jahresabschlusses des assoziierten Unternehmens mit dem Stichtag des Konzernabschlusses überein, ist grundsätzlich der auf den gleichen Stichtag aufgestellte Jahresabschluss zugrunde zu legen. Bei Abweichungen ist die Zugrundelegung eines freiwillig auf den Konzernabschlussstichtag aufgestellten und geprüften Zwischenabschlusses zulässig. 3. Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens Grundlage für die Anwendung der Equity-Methode ist die Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens oder im Konzernabschluss, der der Equity-Bewertung der Beteiligung zugrunde liegt, Bewertungsmethoden anzuwenden sind die mit den auf den Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden übereinstimmen. Der maßgebliche Einfluss des Konzerns auf das assoziierte Unternehmen reicht vielfach nicht aus, um das Unternehmen zur Aufstellung einer Handelsbilanz zu erzwingen bzw. die hierzu notwendigen Informationen über die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zu erlangen. Hinzu kommt, dass in den Fällen, in denen mehrere Mutterunternehmen unterschiedlicher Konzerne maßgeblichen Einfluss auf das assoziierte Unternehmen ausüben, dieses zur Aufstellung mehrerer Handelsbilanzen auf der Grundlage der jeweiligen Bewertungsmethoden in den Konzernabschlüssen der Unternehmen, die die Anteile an dem assoziierten Unternehmen halten, verpflichtet wäre. Um die Aufstellung mehrerer Handelsbilanzen mit unterschiedlichen Bewertungen der Vermögensgegenstände und Schulden des assoziierten Unternehmens zu vermeiden, sieht § 312 Abs. 5 Satz 1 HGB ein Wahlrecht vor, so dass auf die Wertanpassung verzichtet werden kann. Wird eine Wertanpassung nicht vorgenommen, ist dies im Konzernanhang anzugeben. a) Einheitliche Bewertung Bezüglich der Anpassung abweichender Bewertungsmethoden im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens an die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden gilt § 308 HGB. Aus dessen Anwendung folgt, dass auch die Wahlrechte für die einheitliche Bewertung im Rahmen der Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens gelten. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 319 Status: Druckdaten A. Prinzip der Equity-Methode 319 Neben der generellen Verpflichtung nach § 312 Abs. 5 Satz  2 HGB zur Angabe der Bewertung im Konzernanhang in den Fällen, in denen die Bewertung im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens nicht angepasst wird, besteht bei assoziierten Unternehmen die Pflicht, grundsätzlich die konzerneinheitliche Bewertung nach § 308 HGB vornehmen, aber von den Wahlrechten des § 308 Abs. 2 HGB Gebrauch machen. In dem Fall der untergeordneten Bedeutung besteht an Stelle der Aufnahme in den Konzernabschluss die Verpflichtung zu der entsprechenden Angaben im Konzernanhang. b) Neuausübung von Ansatzwahlrechten § 312 Abs. 5 Satz 1 HGB beschränkt die vorzunehmenden Anpassungen im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens auf die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden. Die Beschränkung der Anpassungen auf die Bewertung hat zum Ergebnis, dass Sachverhalte, die die gleiche Wirkung auf die Veränderung des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens ausüben, unterschiedlich behandelt werden. Im Schrifttum wird ganz allgemein die Gleichbehandlung von Bilanzierungs- und Bewertungsanpassungen im Jahresabschluss bzw. im Konzernabschluss des assoziierten Unternehmens verlangt. Danach gilt das Anpassungswahlrecht für die Bewertung in gleicher Weise für die Bilanzierung. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 320 Status: Druckdaten B. Ausweis und Ansatz in der Konzernbilanz I. Beteiligungsausweis mit entsprechender Bezeichnung Nach § 311 Abs. 1 Satz 1 HGB ist die nach der Equity-Methode bewertete Beteiligung in der Konzernbilanz unter einem besonderen Posten mit entsprechender Bezeichnung auszuweisen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind Finanzanlagen im Sinn des § 266 Abs. 2 A. III. HGB dar. Der Ausweis der Beteiligung ist daher zwingend unter dem Posten „Finanzanlagen“ vorzunehmen. Da das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB einen entsprechenden Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen« nicht vorsieht, ist entweder der Posten „Beteiligungen“ entsprechend § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB weiter zu untergliedern oder, es ist entsprechend § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ein neuer Posten hinzuzufügen. Auszuweisen unter dem Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ sind die Beteiligungen im Sinn des § 311 Abs. 1 Satz 1 HGB. Nach § 311 Abs. 2 HGB braucht auf eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen § 311 Abs. 1 HGB nicht angewendet zu werden, wenn diese von untergeordneter Bedeutung ist. Nichtanwendung bedeutet in Bezug auf den Beteiligungsausweis, dass die nicht nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, auch wenn es sich um Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt, unter dem Posten „Beteiligungen“ auszuweisen sind. Die unter dem Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ ausgewiesenen Beteiligungen haben eine besondere Bewertung nach der Equity-Methode. Dies gilt auch für die at equity bewerteten Beteiligungen an Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Aus der Anwendung gleicher Bewertungsprinzipien auf Beteiligungen sind die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen in der Konzernbilanz zusammen in einem Posten auszuweisen. Beinhaltet der Ausweis nach der Equity-Methode auch Beteiligungen an Tochterunternehmen, so ist ein Vermerk der Mitzugehörigkeit zu dem Posten „Anteile an verbundenen Unternehmen“ nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 265 Abs. 3 HGB erforderlich. Gleiches gilt für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Die Inanspruchnahme der Befreiungsregelung des § 311 Abs. 2 HGB ändert nichts an der konzernbezogenen Stellung des anderen Unternehmens; es bleibt assoziiertes Unternehmen. Dagegen wird mit dem Verzicht auf die Anwendung der Equity-Methode auf die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen nach § 312 auch der Ausweis der Beteiligung unter dem Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ in Frage gestellt. Dabei gilt: • Sollen Beteiligungen, bei denen besondere Einflussmöglichkeiten (maßgeblicher Einfluss) bestehen, in der Konzernbilanz getrennt von anderen Beteiligungen ausgewiesen werden, sind die nicht nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 321 Status: Druckdaten B. Ausweis und Ansatz in der Konzernbilanz 321 an assoziierten Unternehmen unter dem Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ auszuweisen. • Sollen Beteiligungen, auf die abweichend von dem Anschaffungswertprinzip eine Bewertung nach der Equity-Methode erfolgt ist, gesondert ausgewiesen werden, sollen die wegen § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen unter dem Posten „Beteiligungen“ ausgewiesen werden. II. Ansatz der Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung Nach § 311 Abs. 2 HGB brauchen auf eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen § 311 Abs. 1, § 312 HGB nicht angewendet zu werden, wenn die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Regelung enthält den Grundsatz der Wesentlichkeit für den Ausweis von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. Die Begr. RegE BT-Drucks. 10/3440, S. 41 hat versäumt klarzustellen, worauf sich der Grundsatz der Wesentlichkeit (materiality) im Sinn des § 311 Abs. 2 HGB bezieht: • auf die einzelne Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen und die Wirkung ihrer nicht vorgenommenen Equity-Bewertung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns oder • auf die Wirkung aller nach der Equity bewerteten Beteiligungen auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns. Es gilt die untergeordnete Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes für die Vermögens-, die Finanz oder die Ertragslage des Konzerns. Ist die Equity-Bewertung der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen von Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, so ist § 311 Abs. 2 HGB nicht anwendbar. Nicht gesetzlich vorgegeben ist die Messung der Wesentlichkeit: • an der einzelnen Beteiligung eines assoziierten Unternehmens (Einzelbetrachtung) oder • an der Summe aller nicht at equity bewerteten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (Gesamtbetrachtung). Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 322 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode I. Verfahren der Equity-Methode Der Anwendung der Equity-Methode steht nach der Änderung durch das BilMoG lediglich noch ein Verfahren, nämlich die Buchwertmethode zur Verfügung. Bei Anwendung der Buchwertmethode ist der Geschäfts- oder Firmenwert in den Konzernbilanzposten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ einzubeziehen. Es erfolgt ein Einzeilenausweis (One Line Consolidation). Nach dem die für nicht kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen geltenden DRS 8 sind die erworbenen Anteile an dem assoziierten Unternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode mit den Anschaffungskosten zu bilanzieren. 1. Verrechnungspflichtige Posten Im Gegensatz zur Vollkonsolidierung erfolgt bei der Equity-Methode nicht die Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile (Beteiligung) mit dem auf die Anteile entfallenden anteiligen Betrag am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens. Die einzelnen Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten und Schulden des assoziierten Unternehmens werden nicht in die Konzernbilanz übernommen. Sie sind keine in der Konsolidierung der assoziierte Posten verrechnungspflichtige Posten. Die Equity-Methode stellt ein vereinfachtes Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen dar. Bei ihrer Anwendung wird, anders als bei Vollkonsolidierung, die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss übernommenen. Die Beteiligung selbst ist der ansatzpflichtige Posten. Mit dem Erwerb der Anteile an dem assoziierten Unternehmen werden nicht nur dessen Buchwerte des Nettovermögens, sondern auch die den Vermögensgegenständen und Schulden zuordenbaren stillen Reserven und ein bestehender Geschäfts- oder Firmenwert anteilig erworben. Nach der Anwendung der Equity-Methode gehen neben dem anteiligen Buchwert des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens die anteiligen stillen Reserven und ein erworbener Geschäfts- oder Firmenwert ein. 2. Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen Die nach § 312 Abs. 1 HGB anzuwendende Buchwertmethode zur Bewertung der Beteiligung eines assoziierten Unternehmens schreibt als Equity-Wert der Bewertung den Buchwert der Beteiligung vor. Der Buchwert entspricht den Anschaffungskosten der Beteiligung, wenn die Anwendung der Equity-Methode auf den Zeitpunkt des Erwerbs Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 323 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 323 der Beteiligung erfolgt. Maßgebend für die Anschaffungskosten sind die Konzernanschaffungskosten. Wird die Equity-Methode nicht auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen angewendet, kann der Buchwert der Beteiligung von den Anschaffungskosten abweichen. Die Abweichung kann in vorgenommenen Wertminderungen von Vermögensgegenständen nach § 253 Abs. 3 HGB begründet sein. Hat das assoziierte Unternehmen die Rechtsform der Personenhandelsgesellschaft, kann der Buchwert der Beteiligung höher sein als die Anschaffungskosten. Das die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen haltende, in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften) kann neben der Beteiligung weitere Anteile an dem assoziierten Unternehmen erworben haben, die spekulativ gehalten werden. Diese Anteile sind nicht der Beteiligung zuzuordnen und entsprechend nicht in die Anwendung der Equity-Methode einzubeziehen. Halten mehrere in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen Anteile an einem assoziierten Unternehmen, sind für die Anwendung der Equity-Methode die Buchwerte der Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an dem assoziierten Unternehmen zusammenzufassen. Dabei sind in Abweichung der Prüfung der Assoziierungsvermutung Anteile an dem assoziierten Unternehmen, die von nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehalten werden, nicht zu berücksichtigen. Das Gesetz beinhaltet keine Regelung für die Fälle, in denen Anteile an dem assoziierten Unternehmen nicht nur von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sondern von Gemeinschaftsunternehmen gehalten werden. Damit bleibt unklar, ob die Anteile, soweit sie auf den Konzernabschluss entfallen, nach der Equity-Methode oder der Anschaffungskostenmethode zu bewerten sind. 3. Anteiliges Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (1) Das anteilige Eigenkapital eines assoziierten Unternehmens umfasst als Kapitalgesellschaft die Bilanzposten „Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen; Gewinn- und Verlustvortrag, Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag“. Darüber hinaus sind die auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Korrekturposten zum Eigenkapital, z.B. ausstehende, eingeforderte Einlagen oder nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag, bei der Ermittlung des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens zu berücksichtigen. Welche Quote der Anteile an dem assoziierten Unternehmen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehört, bestimmt sich bei Kapitalgesellschaften nach dem Verhältnis des Nennbetrages der ihnen gehörenden Anteile zum Gesamtnennkapital. Eigene Anteile des assoziierten Unternehmens sowie Anteile, die andere für Rechnung des assoziierten Unternehmens halten, sind vom Gesamtnennbetrag abzusetzen. Zu berücksichtigen sind Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Soweit ein nicht in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen Anteile an dem assoziierten Unternehmen hält, bleiben bei der Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals bei Anwendung der Equity-Methode unberücksichtigt. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 324 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 324 (2) Ist das assoziierte Unternehmen eine Personenhandelsgesellschaft (oHG, KG) im Sinn des § 264a HGB, gilt § 264c Abs. 2 HGB. Als Eigenkapital sind gesondert auszuweisen „Kapitalanteile, Rücklagen, Gewinnvortrag/Verlustvortrag, Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag“. Nicht dazu rechnen die den Gesellschaftern zugeordneten Gewinnanteile, soweit sie von der jeweiligen Gesellschaftern jederzeit entnommen werden können. Zugeordnete Gewinnanteile haben aus Sicht der Personenhandelsgesellschaft den Charakter von Fremdkapital. Soweit ein auf den persönlich haftenden Gesellschafter entfallender Verlust den Kapitalanteil übersteigt, ist auf der Aktivseite der Bilanz ein Posten „Einzahlungsverpflichtungen persönlich haftender Gesellschafter“ auszuweisen. Entsprechendes gilt für Einlagen von Kommanditisten. Für assoziierte Unternehmen, die in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft nicht unter die Regelung des § 264a HGB fallen, besteht keine explizite Ausweisregelung für das Eigenkapital. Werden Eigenkapitalkonten für die einzelnen Gesellschafter der Personenhandelsgesellschaft geführt, und ordnen die Gesellschafter die auf sie entfallenden Gewinne nicht einem Forderungskonto, sondern dem Beteiligungskonto zu, entspricht das anteilige Eigenkapital dem im Jahresabschluss der Personenhandelsgesellschaft ausgewiesenen Kapital für den jeweiligen Gesellschafter. Bei Zugrundelegung der so genannten Spiegelbildmethode stimmen Buchwert der Beteiligung an der Personenhandelsgesellschaft in der Bilanz des die Beteiligung haltenden Mutter- oder Tochterunternehmens und anteiliges Eigenkapital des assoziierten Unternehmens, soweit es auf den entsprechenden Gesellschafter entfällt, überein. Welche Anteile an dem assoziierten Unternehmen in der Rechtsform der Personenhandelsgesellschaft den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehört, bestimmt sich nach dem vertraglich festgelegten Eigenkapitalanteil der Personenhandelsgesellschaft. Bei der Berechnung der Beteiligungsquote sind ebenso wie bei assoziierten Unternehmen in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft nur Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu berücksichtigen. (3) Hat ein assoziiertes Unternehmen mit Sitz im Ausland seinen Jahresabschluss bzw. seinen Konzernabschluss in fremder Währung aufgestellt, ist die Bilanzierung (Ansatzfestlegung) und Bewertung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung den Rechnungslegungsvorschriften des für das Mutterunternehmen geltenden Rechts anzupassen. Zudem ist der in fremder Währung erstellte Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens in die Währung des Mutterunternehmens nach § 308a HGB umzurechnen. II. Konsolidierungsunterschied zwischen Vollkonsolidierung und Equity-Methode Nach den Änderungen durch das BilMoG ist die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen ausschließlich die Neubewertung vorzunehmen. Entsprechend beschränken sich die folgenden Ausführungen auf diese Variante der Neubewertungsmethode. Die Kapitalkonsolidierung als Erstkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode bei Bestehen von Minderheitsgesellschaftern an einem Tochterunternehmen wird entsprechend dem obigen Vorgehen an dem folgenden Beispiel verdeutlicht. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 325 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 325 Eine abweichende Änderung durch das BilMoG ist die Einschränkung der Konsolidierung assoziierter Unternehmen auf die Buchwertmethode. Nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unterenhmen sowie ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert oder passiver Unterschiedsbetrag im Konzernanhang anzugeben. Beispiel: Das Mutterunternehmen M sei mit 45 % an dem Tochterunternehmen T beteiligt. 55 % der Anteile halten eine Vielzahl von anderen Gesellschaftern. Die Handelsbilanz von M und T beinhalten die folgenden Daten (Beträge in Tsd. €): M Handelsbilanz Anteile an T Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Vermögensgegenstände 621 504 4.475 Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 2.400 1.300 1.900 5.600 5.600 T Handelsbilanz Vermögensgegenstände 3.800 Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.380 1.400 1.020 3.800 3.800 Die Anteile des Mutterunternehmens an dem Tochterunternehmen von 45 % des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 1.380 in Höhe von 621 sind unter dem Posten „Anteile an T“ von 621 ausgewiesen. Der auf die Handelsbilanz von M entfallen Geschäfts- oder Firmenwert ist 504. Posten Summenbilanz Konsolidierung Konzernbilanz Soll Haben Soll Haben Aktiva Passiva M Anteile an T Sonst. Vermögensgegenst. Vermögensgegenstände T Geschäfts-/Firmenwert Unterschiedsbetrag Gezeichnetes Kapital M Gezeichnetes Kapital T Rückstellungen Verbindlichkeiten 621 4475 3800 504 2400 1380 2700 2920 1) 1380 1) 504 1) 876 621 4475 3800 876 2400 2700 2920 9400 9400 8896 8896 Beispiel: Angenommen das Mutterunternehmen M sei mit 45 % an dem assoziierten Unternehmen E beteiligt. Mit 55 % sind Gesellschafter an E beteiligt. Die Handelsbilanz von M und E beinhalten die folgenden Daten (Beträge in Tsd. €): M Handelsbilanz Anteile an T Geschäfts- oder Firmenwert Sonstige Vermögensgegenstände 621 504 4.475 Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 2.400 1.300 1.900 5.600 5.600 Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 326 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 326 T Handelsbilanz Vermögensgegenstände 3.800 Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.380 1.400 1.020 3.800 3.800 Die Anteile des Mutterunternehmens an dem Equity-Unternehmen E von 45 % des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 1.380 sind mit 621 in der Handelsbilanz von M ausgewiesen. Gegenüber dem Buchwert der Anteile an T in Höhe von 621. Der Betrag erhöht sich um den Geschäfts- oder Firmenwert um 504. III. Zeitbezogene Anwendungen der Equity-Methode 1. Bewertungsprinzip und Verfahrensschritte Nach der Änderung durch das BilMoG ist für die Equity-Bewertung ausschließlich die Anwendung der Buchwertmethode zulässig. Entsprechend werden die folgenden Ausführungen, die auf die erstmalige Anwendung der Equity-Methode auf die Buchwertmethode des § 312 HGB beschränkt. Nach dem Bewertungsprinzip der Buchwertmethode ist die von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen) gehaltene Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen mit ihrem Buchwert des beteiligten Unternehmens in die Konzernbilanz zu übernehmen. Sie ist unter dem gesonderten Posten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ in der Konzernbilanz auszuweisen. Der in der Konzernbilanz anzusetzende Buchwert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen entspricht den in der Bilanz des beteiligten Unternehmens fortgeschriebenen Anschaffungskosten der Beteiligung. Sie ergeben sich aus den historischen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von vorgenommenen Abschreibungen und Zuschreibungen als Korrektur vorheriger Abschreibungen, von Einzahlungen aufgrund von Kapitalerhöhungen und Werterhöhungen bei thesaurierten Gewinnanteilen. Die Verfahrensschritte der Equity-Bewertung bei Anwendung der Buchwertmethode stellen sich wie folgt dar: (a) Erstellung der Handelsbilanz des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Zweckgesellschaft), das einen Beteiligungsanteil an dem assoziierten Unternehmen hält sowie unveränderte Übernahme des Beteiligungsbuchwertes in die Konzernbilanz. (b) Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals auf der Basis der Buchwerte der Handelsbilanzen des assoziierten Unternehmens. Bei einer von der konzerneinheitlichen Bewertung abweichenden Bewertung in der Handelsbilanz erfolgt die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens auf der Basis der Buchwerte im Jahresabschluss. (c) Bei aktivem Unterschiedsbetrag zwischen Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital auf der Basis der Buchwerte erfolgt in einer Nebenrechnung die Zu- Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 327 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 327 schreibung. In der Nebenrechnung ist ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert zu behandeln. Im Konzernabschluss ist durch einen Davon-Vermerk in der Konzernbilanz oder durch Angabe im Konzernanhang der Gesamtbetrag aus dem Geschäfts- oder Firmenwert anzugeben. (d) Bei passivem Unterschiedsbetrag zwischen Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital auf der Basis der Buchwerte erfolgt gleichfalls ein Vermerk in der Konzernbilanz oder eine Angabe im Konzernanhang. 2. Aktiver Unterschiedsbetrag Übersteigt der Buchwert der Beteiligung eines Aneile an dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens auf der Basis der Buchwerte in der Handelsbilanz. Bei dem Verfahren entsteht ein aktiver Unterschiedsbetrag. Entstehungsursachen sind u.a.: • nicht aktivierte, selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens; • nicht aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert bei Übernahme eines Unternehmens. a) Zuschreibungen an assoziierten Unternehmen Der Wert einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen kann auf unterschiedlichen Grundlagen definiert werden, nämlich als: • Buchwert der Beteiligung in der Handelsbilanz des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen), das die Beteiligung hält; • anteiliges Eigenkapital des assoziierten Unternehmens auf der Basis der Buchwerte der Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss oder in Handelsbilanz. Im Folgenden wird die alternative Zugrundelegung der Buchwerte des Jahresabschlusses der Handelsbilanz assoziierten Unternehmens verkürzend als Buchwerte der Handelsbilanz bezeichnet. Bei Anwendung der Equity-Methode ist der gesamte Unterschiedsbetrag aus dem aktiven Unterschiedsbetrag, der einen Geschäfts- oder Firmenwert darstellt, in dem Buchwert der Beteiligung enthalten. Im Konzernabschluss ist der gesamte Unterschiedsbetrag in der Konzernbilanz zu vermerken oder im Konzernanhang anzugeben. Die Verpflichtung zu dem Vermerk oder zu der Angabe im Konzernanhang besteht nur im Jahr der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. 1) Volle Zuschreibung des Buchwertes Übersteigen die Buchwerte der Beteiligung im Jahresabschluss des in den Konzernabschluss einbezogenen, an dem assoziierten Unternehmen beteiligten Unternehmens das anteilige, in der Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens angesetzte Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen, Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag, Gewinn-/Verlustvortrag) auf der Basis der Buchwerte, ist der aktive Unterschiedsbetrag den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden des assoziierten Unternehmens insoweit zuzuordnen, als deren beizulegender Zeitwert höher Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 328 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 328 oder niedriger ist als der bilanzierte Wertansatz in der Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens. Eine volle Zuschreibung ist abweichend von der Vollkonsolidierung eines Tochterunternehmens dann vorzunehmen, wenn das sich nach Zurechnung ergebende anteilige Gezeichnete Kapital des assoziierten Unternehmens auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte nicht größer ist als der Buchwert der Beteiligung. Beispiel: Erstmalige Behandlung des Unterschiedsbetrags: Das Mutterunternehmen M ist mit 30 % am Kapital des assoziierten Unternehmens E beteiligt. Der Buchwert der Beteiligung von M beträgt 500 Tsd. €. Er entspricht den Anschaffungskosten der Beteiligung. Die Handelsbilanz des assoziierten Unternehmens E stellt sich wie folgt dar (Beträge in Tsd. €): E Handelsbilanz Vermögensgegenstände 4.160 Gezeichnetes Kapital Rückstellungen Verbindlichkeiten 1.380 1.400 1.380 4.160 4.160 Das anteilige Gezeichnete Kapital auf der Basis der Buchwerte des assoziierten Unternehmens E beträgt der Anteil 1380 ∙ 0,3 = 414 Tsd. €. Bei Gegenüberstellung des Buchwertes der Beteiligung von M mit dem anteiligen Eigenkapital auf der Basis der Buchwerte in der Handelsbilanz von E erhält man den gesamten Unterschiedsbetrag mit 500 – 414 = 86 Tsd. €. Zusammengefasst stellen sich die oben dargestellten Werte der Beteiligung von M an E wie folgt dar (Beträge in Tsd. €): Buchwert der Beteiligung von M 500 Anteiliges Eigenkapital von E auf der Basis der Buchwerte 86 Anteiliges Eigenkapital von E auf der Basis der beizulegenden Zeitwerte 414 Bei Anwendung der Buchwertmethode bei der Equity-Bewertung ist die Aufteilung des aktiven Unterschiedsbetrags auf Vermögensgegenstände und Schulden und den verbleibenden Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert weder in der Konzernbilanz zu vermerken noch im Konzernanhang anzugeben. 2) Teilweise Zuschreibung des Buchwertes Der ermittelte aktive Unterschiedsbetrag stellt grundsätzlich die Obergrenze für die Zuschreibung Reserven dar. Sind diese größer als die Höhe des maximal zuordenbaren Betrages, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Zuschreibung des gesamten Unterschiedsbetrags auf die Vermögensgegenstände und Schulden des assoziierten Unternehmens erfolgen kann. b) Buchwertansatz im Konzernabschluss Bei Anwendung der für die Vornahme der Equity-Bewertung anzuwendenden Buchwertmethode ist die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz mit dem Buchwert anzusetzen. Für die Angabe des Unterschiedsbetrages besteht ein Ausweiswahlrecht zwischen der Aufnahme eines Davon-Vermerkes bei dem entsprechenden Posten in der Konzernbilanz und der Angabe im Konzernanhang. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 329 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 329 Beispiel: Die Beteiligung des Mutterunternehmens M an dem assoziierten Unternehmen E wird in der Konzernbilanz mit 500 Tsd. € angesetzt. Bei Anwendung der Buchwertmethode ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Gezeichneten Kapital des assoziierten Unternehmens E auf der Basis der Buchwerte bei erstmaliger Anwendung der Equity-Bewertung in der Konzernbilanz zu vermerken oder im Konzernanhang anzugeben. Die Angabe- bzw. Ausweisalternative für den Unterschiedsbetrag von 224 Tsd. € stellt sich wie folgt dar (Beträge in Tsd. €): (a) Vermerk des Unterschiedsbetrages in der Konzernbilanz: Konzernbilanz Beteiligungen an assoziierten Unternehmen davon Unterschiedsbetrag 500 224 (b) Angabe des Unterschiedsbetrages im Konzernanhang: Konzernbilanz Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 500 Konzernanhang: Der Bilanzposten „Beteiligungen an assoziierten Unternehmen“ enthält einen aktiven Unterschiedsbetrag von 224. Die betragsmäßige Aufteilung ist lediglich in einer internen Nebenrechnung erforderlich, um die zugeschriebenen Reserven in den Folgeperioden fortzuführen, abzuschreiben oder aufzulösen bzw. um den Geschäfts- oder Firmenwert in den Folgeperioden abzuschreiben bzw. mit den Rücklagen zu verrechnen. 3. Passiver Unterschiedsbetrag Ist der Buchwert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in der Handelsbilanz des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens niedriger als das anteilige gezeichnete Kapital des assoziierten Unternehmens, entsteht ein passiver Unterschiedsbetrag. Die Entstehungsursachen sind u.a.: • günstiger Erwerb der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen (lucky buy); • außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung in der Bilanz des die Beteiligung haltenden, in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens; • Übernahme nicht passivierter Verpflichtungen, z.B. als nicht passivierter Pensionsverpflichtungen. Der passive Unterschiedsbetrag ist auf die Entstehungsursachen hin zu untersuchen. Er ist den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden des assoziierten Unternehmens insoweit zuzuordnen, als deren beizulegender Zeitwert höher oder niedriger ist als der bisherige Wertansatz. Der passive Unterschiedsbetrag ist bei Anwendung der Equity-Methode nicht in der Hauptspalte der Konzernbilanz anzusetzen. Nach § 312 Abs. 1 Satz 2 HGB ist ein Vermerk in der Konzernbilanz als Davon-Vermerk bei dem Bilanzposten „Beteiligungen Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 330 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 330 an assoziierten Unternehmen“ vorzunehmen bzw. unter dem Strich oder im Konzernanhang anzugeben. Im Gegensatz zu dem Verfahren der Behandlung des aktiven Unterschiedsbetrages ist nach Auffassung im Schrifttum der Ausweis des passiven Unterschiedsbetrages nicht als Vermerk in der Konzernbilanz, sondern nur als Angabe im Konzernanhang zulässig. Ein Vermerk in der Konzernbilanz wird mit dem Argument abgelehnt, dass die in der Vorspalte der Konzernbilanz vorgenommene Zuschreibung des Unterschiedsbetrages zum Beteiligungsbuchwert mit dem Anschaffungswertprinzip nicht vereinbar sei. Tatsächlich ist die Formulierung eines Davon-Vermerks zum Bilanzausweis nicht möglich, da der passive Unterschiedsbetrag in dem Betrag der Hauptspalte nicht enthalten ist. § 312 Abs. 1 HGB gibt keine Handhabe für die Einschränkung des Ausweiswahlrechts. Danach kommen für den Ausweis des passiven Unterschiedsbetrages zwei Alternativen in Betracht, nämlich: • die zweckgerechte Formulierung für den Vermerk in der Konzernbilanz, in der zum Ausdruck kommt, dass ein passiver Unterschiedsbetrag vorliegt. Die zweckgerechte Umschreibung kann z.B. lauten „passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung“; • Angabe im Konzernanhang mit dem Hinweis, dass ein passiver Unterschiedsbetrag vorliegt, der bei Verrechnung zu einer Erhöhung des Beteiligungswertes in der Konzernbilanz führt. Beispiel: Für das oben angeführte Beispiel stellen sich die Alternativen bezüglich des Beteiligungsansatzes und der Angabe des passiven Unterschiedsbetrages im Konzernabschluss wie folgt dar (Beträge in Tsd. €): (a) Vermerk des passiven Unterschiedsbetrages in der Konzernbilanz: Konzernbilanz Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung 150 126 (b) Angabe des passiven Unterschiedsbetrags im Konzernanhang: Konzernanhang Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 150 Konzernanhang: Mögliche Formulierung: „Aus der Anwendung der Equity-Methode auf das assoziierte Unternehmen E resultiert ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 126“. 4. Maßgeblicher Zeitpunkt der Wertermittlung Nach der Änderung des § 312 Abs. 3 Satz 1 HGB durch das BilMoG ist der Wertansatz der Beteiligung und der Unterschiedsbetrag auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt zu ermitteln, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Können die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig ermittelt werden, sind sie nach § 312 Abs. 3 Satz 2 HGB die innerhalb der darauf folgenden 12 Monate anzupassen. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 331 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 331 IV. Anwendung der Equity-Methode in Folgeperioden 1. Bewertungsprinzip Im Rahmen der folgenden Anwendung der Equity-Methode ist der Wert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen durch Berücksichtigung der eingetretenen Wertänderungen fortzuschreiben. Die Fortschreibungen der bei der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode ist zu berücksichtigen. Darüber hinaus erfolgen Veränderungen des Wertes der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bei Veränderungen des Gezeichneten Kapitals des assoziierten Unternehmens durch Berücksichtigung anteiliger Jahresüberschüsse und Jahresfehlbeträge durch vorgenommene Gewinnausschüttungen und durchgeführte Kapitalerhöhungen und Kapitalherabsetzungen. a) Fortschreibung des Unterschiedsbetrags Die Fortschreibung des Unterschiedsbetrags regelt § 312 Abs. 2 Satz 2 HGB. Soweit der Unterschiedsbetrag den Werten der Vermögensgegenstände und der Schulden aufgrund bestehender Reserven im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugeschrieben wurde, ist er entsprechend der Behandlung der Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, bei denen die Zuschreibung zulässig erfolgt ist, im Konzernabschluss fortzuschreiben. Der Geschäfts- oder Firmenwert bzw. der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung ist, bei der Einbeziehung von Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen zu behandeln. 1) Fortschreibung der zugeordneten Reserven Die zugeordneten Reserven sind beizubehalten, wenn die entsprechenden Vermögensgegenstände und Schulden unverändert im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens bewertet werden. Dies gilt für Gegenstände, deren Nutzung zeitlich nicht begrenzt ist, wie die Bilanzierungswahlrechte nach § 248 HGB. Bei Abschreibung der Vermögensgegenstände ist zwischen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen zu unterscheiden. Werden auf einen Vermögensgegenstand, dem Reserven zugeordnet worden sind, aufgrund der zeitlich begrenzten Nutzungsdauer im Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens planmäßige Abschreibungen vorgenommen, sind im Rahmen der folgenden Anwendung der Equity-Methode entsprechende Abschreibungen vorzunehmen. Die Regelung gilt nicht bei außerplanmäßigen Abschreibungen von Vermögensgegenständen, denen Reserven zugeordnet wurden. In diesem Fall sind die zugeordneten Reserven vollständig aufzulösen. Eine entsprechende Behandlung der außerplanmäßigen Abschreibung ist nicht zulässig. 2) Unterschiedsbetrag aus Anwendung der Equity-Methode Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode ist nach der allein zulässigen Buchwertmethode in dem zu vermerkenden Unterschieds- Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 332 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 332 betrag enthalten. Nach § 312 Abs. 2 HGB ist auf einen nach § 312 Abs. 2 Satz 1 HGB verbleibenden Geschäfts- oder Firmenwert bzw. passiven Unterschiedsbetrag § 309 HGB entsprechend anzuwenden. § 309 HGB regelt die Behandlung des Unterschiedsbetrags mit Verweisung auf § 301 Abs. 3 HGB. Die Abschreibung eines auszuweisenden Geschäfts- oder Firmenwertes bestimmt sich nach den Vorschriften für alle Kaufleute. Die Behandlung eines passiven Unterschiedsbetrags aus der Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss unterliegt einer zweifachen Verpflichtung: • Sind die Voraussetzungen des § 309 Abs. 2 HGB nicht erfüllt, ist eine Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Anwendung der Equity-Methode unzulässig. • Ist eine der Voraussetzungen des § 309 Abs. 2 HGB erfüllt, ist insoweit der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam aufzulösen. Der Unterschiedsbetrags in § 309 Abs. 2 HGB ist ergebniswirksam aufzulösen: • soweit eine zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Konsolidierung erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des Unternehmens eingetreten ist oder zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen zu berücksichtigen sind oder • zum Konzernabschluss feststeht, dass er einem Gewinn entspricht. b) Änderungen des Beteiligungswertes Der Wert der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird geändert durch den Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag, die Abschreibung, die Auflösung der zugeordneten Reserven und Lasten sowie eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines passiven Unterschiedsbetrags, Gewinnausschüttungen des assoziierten Unternehmens, Kapitalerhöhungen und Kapitalherabsetzungen sowie den Kauf bzw. Verkauf von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen. Die angeführten Faktoren beeinflussen den Wert der Beteiligung durch Änderung des anteiligen Gezeichneten Kapitals des assoziierten Unternehmens. 1) Änderungen des Eigenkapitals durch Jahresüberschuss Das für die Ermittlung der Veränderungen relevante Gezeichneten Kapital des assoziierten Unternehmens entspricht der Summe der Eigenkapitalposten nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB Abs. 3 A. I HGB. Umgliederungen innerhalb des Eigenkapitals führen nicht zu einer Veränderung des anteiligen Gezeichneten Kapitals des assoziierten Unternehmens und berühren daher nicht den in der Konzernbilanz anzusetzenden Wert der Beteiligung. Das anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfährt eine Veränderung durch Jahresüberschüsse oder -fehlbeträge. Sie beeinflussen die Höhe des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens und damit den Wert der in der Konzernbilanz anzusetzenden Beteiligung. Eine Ausnahme gilt für den Fall, des negativen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens. Es wird die Anwendung der Equity-Methode ausgesetzt. Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen ist im Konzernabschluss mit null anzusetzen. Die darüber hinausgehenden Wertminderungen werden im Konzernabschluss nicht erfasst. Die Fortschreibung des negativen Wertes der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmens erfolgt in einer Nebenrechnung. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 333 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 333 2) Änderungen des Eigenkapitals durch Gewinnausschüttungen Nach § 312 Abs. 4 HGB sind die auf die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen entfallenden Gewinnausschüttungen vom Wert der Beteiligung in der Konzernbilanz abzusetzen. Die Absetzung der Gewinnausschüttungen von dem Beteiligungswert wird damit begründet, dass die auf den Konzern entfallenden anteiligen Gewinne des assoziierten Unternehmens im Jahr ihrer Entstehung den Wert der Beteiligung erhöhen. Werden die Gewinne im Folgejahr an das die Anteile haltende in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ausgeschüttet, entstehen in dessen Jahresabschluss in Höhe der Ausschüttung Beteiligungserträge. Wegen der Einbeziehung des Unternehmens würden ohne die Berichtigung die Beteiligungserträge zweimal ausgewiesen: • im Jahr der Gewinnentstehung bei dem assoziierten Unternehmen durch Erhöhung des Wertes der Beteiligung und • im Ausschüttungsjahr durch Übernahme der Beteiligungserträge des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens in den Konzernabschluss. Zum Ausschluss einer Doppelerfassung der Beteiligungserträge ist im Ausschüttungsjahr der Betrag der Gewinnausschüttung vom Wert der Beteiligung abzusetzen. 3) Änderungen des Eigenkapitals durch Kapitalerhöhungen und Kapitalherabsetzungen Nimmt das die Anteile haltende in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen an einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen des assoziierten Unternehmens teil, gelten für die neu erworbenen Anteile die Grundsätze der erstmaligen Anwendung der Equity- Methode. Die mit dem Erwerb entstehenden Anschaffungskosten erhöhen den Buchwert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen. Strittig ist, ob entsprechend der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der im Rahmen der Kapitalerhöhung erworbenen Anteile und der Erhöhung des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens auf der Basis der Buchwerte als Davon-Vermerk anzugeben oder im Konzernanhang zu vermerken ist. Nimmt das die Anteile haltende, in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen nicht an einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen des assoziierten Unternehmens teil, so vermindert sich die Beteiligungsquote. Die Änderung des damit verminderten anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens ist von der Ausgabestückzahl und dem Ausgabekurs der neuen Anteile abhängig. Der Wert der Beteiligung wird davon nicht berührt. Kapitalherabsetzungen können grundsätzlich ohne oder mit Zahlungen an die Anteilseigner verbunden sein. Eine Kapitalherabsetzung bei dem assoziierten Unternehmen ohne Zahlung an die Anteilseigner führt ausschließlich zu Veränderungen innerhalb des Ausweises des Eigenkapitals. Sie berührt nicht das anteilige Eigenkapital und damit auch nicht den Wert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss. Sind mit der Kapitalherabsetzung Zahlungen an die Anteilseigner erfolgt, vermindert sich das Eigenkapital des assoziierten Unternehmens und entsprechend der für den Wert der Beteiligung maßgebliche Kapitalanteil. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 334 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 334 4) Anteilserwerbe Werden nach der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen weitere Anteile an dem assoziierten Unternehmen erworben, ist nach Auffassung im Schrifttum der nach der zuvor angewandten Equity-Methode zu bewerten. Der Vorgang ist nach Verabschiedung des dem BilMoG nicht mehr relevant, da die Wertermittlung auf den Zeitpunkt des Neuerwerbs vorzunehmen und ausschließlich die Buchwertmethode anzunehmen ist. Ein Problem der Neubewertung der Anteile stellt sich bei der Ermittlung des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens zum beizulegenden Zeitwerte. Die notwendige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden ist Voraussetzung für die Ermittlung des Unterschiedsbetrags. 2. Bewertungsdifferenzen a) Aktiver Unterschiedsbetrag Entsteht bei der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode auf eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ein aktiver Unterschiedsbetrag, so sind die den Vermögensgegenständen und Schulden zugeschriebenen stillen Reserven und die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes fortzuführen, abzuschreiben oder aufzulösen. Darüber hinaus ist der Wert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen aufgrund eingetretener Erhöhungen oder Verminderungen des Eigenkapitals in der Folgeperiode entsprechend zu verändern. Der Vorgang der Behandlung der Differenzen aus der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode in den Folgeperioden wird im Folgenden am Beispiel verdeutlicht. b) Passiver Unterschiedsbetrag Auf einen bei der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode entstehenden passiven Unterschiedsbetrag ist § 309 Abs. 2 HGB über die unzulässige Auflösung des Unterschiedsbetrags bzw. die Pflicht zu seiner erfolgswirksamen Auflösung entsprechend anzuwenden. Im Umkehrschluss des Wortlautes des § 309 Abs. 2 HGB ist, wie oben angeführt, ein nach § 301 Abs. 3 HGB auf der Passivseite auszuweisender Unterschiedsbetrag darf ergebniswirksam nur aufgelöst werden, soweit: • die zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile an dem assoziierten Unternehmen oder der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des assoziierten Unternehmens nicht eingetreten ist; • zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen noch nicht entstanden sind, aber weiterhin erwartet werden; • am Abschlussstichtag noch nicht feststeht, dass der passive Unterschiedsbetrag einem realisierten Gewinn entspricht. Ist eine erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des assoziierten Unternehmens eingetreten oder sind die zu diesem Zeitpunkt erwarteten Aufwendungen entstanden oder steht zum betrachteten Abschlussstichtag fest, dass der passive Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 335 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 335 Unterschiedsbetrag einem realisierten Gewinn entspricht, ist er nach § 309 Abs. 2 HGB ergebniswirksam aufzulösen. Mit dem folgenden Beispiel soll die Anwendung der Equity-Methode in den Folgeperioden verdeutlicht werden. V. Letztmalige Anwendung der Equity-Methode 1. Bewertungsprinzip bei Abgang des assoziierten Unternehmens Die letztmalige Anwendung der Equity-Methode erfolgt bei Veräußerung von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen sowohl bei Veräußerung aller Anteile als auch bei Veräußerung eines Teils der Anteile. Bei der Equity-Methode führt die Veräußerung von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen zu einem Abgang der gesamten Beteiligung oder eines Teils der Beteiligung, indem z.B. ein Beteiligungspaket an einen Dritten oder an ein nicht in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen veräußert wurde. Der Wert des Abgangs bemisst sich nach dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens im Veräußerungszeitpunkt, das auf die verkauften Anteile entfällt. Die Bewertung der nicht veräußerten Anteile bleibt von dem Abgang unberührt soweit nach Abgang der Status des assoziierten Unternehmens verbleibt. Geht durch den Abgang von Anteilen der Status des assoziierten Unternehmens verloren, ist die Beteiligung im Konzernabschluss höchstens mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Die in den Vorjahren vorgenommenen Equity-Bewertungen sind aufzuheben. Bei Veräußerung von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen ist ein gesondert aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe der veräußerten Anteilsquote als buchtechnischer Abgang zu behandeln. Wurde der Geschäfts- oder Firmenwert nach § 309 Abs. 1 HGB erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet, muss die Verrechnung im Zeitpunkt der Veräußerung anteilig erfolgswirksam behandelt werden. Die Stornierung erfolgt durch Erhöhung des Beteiligungswertes und der Rücklagen, mit denen die Verrechnung erfolgt ist. 2. Veräußerung der gesamter Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen Bei Veräußerung der gesamten Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen ist eine letztmalige Anwendung der Equity-Methode vorzunehmen, auch wenn die zuvor von dem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehaltene Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in dessen Jahresabschluss nicht mehr bilanziert wird. Dessen ungeachtet ist die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen in die Konzernabschlussübersicht zu übernehmen. Die Übernahme ist erforderlich, damit die Beteiligung als Abgang im Konzernanlagenspiegel ausgewiesen werden kann. Gleichzeitig ist das Veräußerungsergebnis als Veräußerungsgewinn oder Veräußerungsverlust aus Sicht des Konzerns festzustellen und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 336 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 336 Neben der Darstellung des Abgangs der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen sind im Rahmen der letztmaligen Anwendung der Equity-Methode Wertänderungen der Beteiligung zu erfassen, soweit sie sich aus einem anteiligen Jahresüberschuss des assoziierten Unternehmens für den Zeitraum bis zur Veräußerung der Beteiligung aus Abschreibungen, zugeschriebenen stillen Reserven und aus Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes ergeben. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass sich die Bilanzierung der Beteiligung der Konzernbilanz in den der Veräußerung vorhergehenden Anwendungen der Equity- Methode erfolgswirksam ausgewirkt hat. Diese Erfolgswirkungen sind bei der Veräu- ßerung zu berichtigen. Für die letztmalige Anwendung der Equity-Methode bei vollständiger Veräußerung der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen gelten die Regeln der Behandlung der Veräußerung von Teilen der Beteiligung. Das Veräußerungsergebnis aus Sicht des Konzerns bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem der Beteiligung zum Veräußerungszeitpunkt. Von dem Grundsatz ist abzuweichen bei erfolgsneutraler Rücklagenverrechnung eines bei der erstmaligen Anwendung der Equity- Methode entstehenden Geschäfts- oder Firmenwertes. Der Verrechnungsbetrag ist in den Abgangswert der Beteiligung einzubeziehen. Er wirkt sich im Konzernabschluss c.p. ergebnismindernd auf das Veräußerungsergebnis der Beteiligung aus. Erfolgt die Veräußerung der Beteiligung während des Geschäftsjahres, sind die bis zu dem Veräußerungszeitpunkt erzielten Beteiligungserträge werterhöhend, Abschreibungen auf zugeordnete stille Reserven und ein Geschäfts- oder Firmenwert ergebnismindernd zu berücksichtigen. Stellt das assoziierte Unternehmen zum Veräußerungs zeitpunkt während des Geschäftsjahres keinen Zwischenabschluss auf, ist der Abgangswert der Beteiligung nicht genau zu ermitteln. Es fehlt der die Höhe des anteiligen Eigenkapitals bestimmende anteilige Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag, der zu schätzen ist. 3. Veräußerung eines Beteiligungsteiles an einem assoziierten Unternehmen Werden von dem einbezogenen Unternehmen Teile der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen an einen nicht einbezogenen Dritten veräußert, ohne dass sich die Eigenschaft des Beteiligungsunternehmens als assoziiertes Unternehmen ändert, gelten in Bezug auf die veräußerten Anteile die oben angeführten Grundsätze zur Endkonsolidierung. Bei der Veräußerung erfolgt eine Aufspaltung der von dem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an dem assoziierten Unternehmen gehaltenen Anteile, wobei die weiterhin gehaltenen Anteile at equity konsolidiert werden, während die veräußerten Anteile als Abgang in der Konzernbilanz zu behandelt sind. Der Wert des Beteiligungsabgangs ist nach dem Teil des Buchwertes der Beteiligung zum Veräußerungszeitpunkt zu bestimmen, der auf die veräußerten Anteile entfällt. Werden Teile der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen veräußert bei fortgesetzter Anwendung der Equity-Methode auf die weiterhin gehaltenen Anteile, so sind wie angeführt die veräußerten Anteile im Konzernabschluss als Abgang zu behandeln. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 337 Status: Druckdaten C. Anwendung der Equity-Methode 337 Für die veräußerten Anteile ist eine letztmalige Anwendung der Equity-Methode vorzunehmen. Bei Anwendung der nach dem BilMoG alleine zulässigen Buchwertmethode ist ein noch bestehender, nicht abgeschriebener, verrechneter oder aufgelöster Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens anteilig aufzulösen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich ein Veräußerungsgewinn bzw. ein Veräußerungsverlust als Differenz zwischen dem Veräußerungspreis der Anteile und dem anteiligen Buchwert der Beteiligung zum Zeitpunkt der Veräußerung. Werden Anteile an dem assoziierten Unternehmen in einem Umfang veräußert, nach dem für die verbleibenden Anteile die Equity-Methode nicht mehr anwendbar ist, sind die verbleibenden Anteile nach dem Anschaffungswertprinzip im Konzernabschluss anzusetzen. Das Gesetz beinhaltet keine explizite Regelung bezüglich der Umstellung des Equity-Wertes der bisherigen Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen. Unklar ist, ob als Anschaffungskosten des verbleibenden Equity-Wertes auf die Bewertung im Jahresabschluss des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens, das die Anteile an dem früher assoziierten Unternehmen hält oder auf die Bewertung der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen im letzten Konzernabschluss abzustellen ist. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 338 Status: Druckdaten D. Behandlung von Zwischenergebnissen I. Pflicht zur Zwischenergebniseliminierung 1. Grundsätze der Zwischenergebniseliminierung Bei Anwendung der Equity-Methode ist § 304 HGB über die Zwischenergebniseliminierung bei Vollkonsolidierung entsprechend anzuwenden. Die Verpflichtung zur Eliminierung von Zwischenergebnissen lässt sich bei assoziierten Unternehmen nicht mit der Einheitstheorie begründen, da sie nicht Teil der fiktiven rechtlichen Einheit „Konzern“ sind. Die Verpflichtung zur Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen und Leistungen zwischen assoziierten Unternehmen und in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Zweckgesellschaften) wird mit dem Argument der Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns durch Bereinigung des anteiligen Jahresergebnisses begründet. Zwischenergebniseliminierungen können auf unterschiedlichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen beruhen. Zu unterscheiden sind: • Lieferungen und Leistungen eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens an ein assoziiertes Unternehmen (downstream transaction); • Lieferungen und Leistungen des assoziierten Unternehmens an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen (upstream transaction); • Lieferungen und Leistungen eines assoziierten Unternehmens A an ein gleichfalls assoziiertes Unternehmen B (crossstream transaction). Nach § 304 Abs. 1 HGB ist Voraussetzung der Zwischenergebniseliminierung das Vorliegen eines im Konzernabschluss anzusetzenden Vermögensgegenstandes. Diese Voraussetzung ist bei Lieferungen und Leistungen eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens an ein assoziiertes Unternehmen nicht gegeben. Bei Anwendung der Equity-Methode werden im Konzernabschluss die Vermögensgegenstände eines assoziierten Unternehmens nicht angesetzt. Nach h.M. ist daher eine Zwischenergebniseliminierung in diesen Fällen nicht vorzunehmen. Nach § 312 Abs. 5 HGB wird grundsätzlich eine volle Eliminierung der Zwischenergebnisse, d.h., der Zwischengewinne und Zwischenverluste verlangt. Die Vorschrift stellt strengere Anforderungen an die Zwischenergebniseliminierung bei assoziierten Unternehmen als § 310 Abs. 2 HGB für Gemeinschaftsunternehmen, nach dem die Eliminierung anteilig auf die konsolidierte Quote vorzunehmen ist. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 339 Status: Druckdaten D. Behandlung von Zwischenergebnissen 339 2. Zwischenergebniseliminierung bei Upstream-Geschäften Bei entsprechender Anwendung des § 304 Abs. 1 HGB sind in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens und assoziierten Unternehmen beruhen, in der Konzernbilanz mit einem Betrag anzusetzen. Bei upstream-Geschäften zwischen assoziierten Unternehmen und in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist Voraussetzung für die Zwischenergebniseliminierung, dass die auf Lieferungen des assoziierten Unternehmens zurückgehenden Vermögensgegenstände bei dem in dem Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Stichtag des Konzernabschlusses vorhanden und in der Handelsbilanz des Unternehmens angesetzt sind. Die Lieferung der Vermögensgegenstände muss bei dem assoziierten Unternehmen zu einem Zwischengewinn oder Zwischenverlust führen. Hierzu ist der Lieferpreis den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögensgegenstandes bei dem assoziierten Unternehmen gegenüberzustellen. Der Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten kann der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens zugrunde gelegt werden. Die Verpflichtung zur Zwischenergebniseliminierung besteht soweit die für die Beurteilung maßgebenden Sachverhalte bekannt oder zugänglich sind. Dies gilt für die Feststellung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der von dem assoziierten Unternehmen an das in de Konzernabschluss einbezogene Unternehmen gelieferten Vermögensgegenstände. • Die Zwischenergebniseliminierung kann vollständig durch Abwertung der von dem assoziierten Unternehmen gelieferten, in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angesetzte Vermögensgegenstände auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des assoziierten Unternehmens vorgenommen werden. Die Abwertung wird erfolgsneutral gegen einen Sonderposten im Konzerneigenkapital vorgenommen. Gleichzeitig ist der Wert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen um den anteiligen Zwischengewinn erfolgswirksam gegen Beteiligungserträge zu vermindern. • Wird die Zwischenergebniseliminierung anteilig nach dem Anteil des Mutterunternehmens an dem assoziierten Unternehmen weggelassen, sind die in dem Konzernabschluss der in dem Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angesetzten, von dem assoziierten Unternehmen gelieferten Vermögensgegenstände mit dem Betrag der Anschaffungskosten des einbezogenen Unternehmens abzüglich eines anteiligen Zwischengewinns im Konzernabschluss anzusetzen. Die anteilige Abwertung der von dem assoziierten Unternehmen an ein in dem Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen gelieferten Vermögensgegenstände ist erfolgsneutral gegen einen Sonderposten im Konzerneigenkapital. Gleichzeitig ist der Wert der Beteiligung um das anteilige Zwischenergebnis erfolgswirksam zu vermindern. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 340 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 340 3. Zwischenergebniseliminierung bei Downstream-Geschäften Unter Downstream-Geschäften sind Lieferungen und Leistungen von in dem Konzernabschluss einbezogener Unternehmen an assoziierte Unternehmen zu verstehen. Es liegen keine in den Konzernabschluss zu übernehmende, im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung zu berichtigende Vermögensgegenstände vor. Aus § 304 Abs. 1 HGB folgert die h.M., dass bei Downstream-Geschäften Zwischenergebniseliminierungen nicht vorgeschrieben sind. Abweichend davon wird auch die Auffassung einer Pflicht zur Zwischenergebniseliminierung bei Downstream-Lieferungen vertreten. Sie gründet auf dem Argument, dass sich in § 312 Abs. 5 HGB kein ausdrücklicher Hinweis dahingehend findet, dass Zwischenergebniseliminierungen nur bei Upstream-Lieferungen vorzunehmen sind. 4. Eliminierungswahlrechte Die Pflicht zur Zwischenergebniseliminierung bei Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen ist durch die Gewährung mehrerer Wahlrechte, nach denen auf die Zwischenergebniseliminierung verzichtet werden kann, aufgeweicht worden. Mit dem Verweis in § 312 Abs. 5 HGB auf die entsprechende Anwendung des § 304 HGB die für vollkonsolidierte Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften gelten die Ausnahmeregelungen von der Pflicht zur Zwischenergebniseliminierung. Sie braucht nicht vorgenommen zu werden, wenn die Behandlung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist. Das Angeführte gilt dann, wenn die fehlende Zwischenergebniseliminierung den Konzernabschluss nicht in einer Weise beeinflusst, die bei den Rechnungslegungsempfängern der Konzernrechnungslegung falsche Entscheidungen verursacht. In diesen Fällen braucht eine Zwischenergebniseliminierung aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen selbst dann nicht vorgenommen zu werden, wenn der Zwischengewinn bzw. Zwischenverlust aus einer Lieferung oder Leistung den Rechnungslegungsempfängern der assoziierten Unternehmen bekannt ist. § 312 Abs. 5 HGB gewährt ein weiteres Wahlrecht insoweit, als die Zwischenergebniseliminierung nur verlangt wird, wenn die für die Beurteilung maßgeblichen Sachverhalte bekannt und zugänglich sind. II. Durchführung der Zwischenergebniseliminierung 1. Zwischenergebniseliminierungen als Upstream-Geschäfte Die in § 312 HGB geforderte entsprechende Anwendung der Vorschrift des § 304 HGB über die Behandlung der Zwischenergebnisse stellt bezüglich des zu eliminierenden Anteils eines Zwischenergebnisses aus der Upstream-Lieferung eines assoziierten Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 341 Status: Druckdaten D. Behandlung von Zwischenergebnissen 341 Unternehmens an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen (Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Zweckgesellschaft). Dies gilt nicht für die anderen Gesellschafter an einem assoziierten Unternehmen. Die Gesellschafter sind nicht in den Konzernabschluss einbezogene Dritte. Der auf sie entfallende Gewinn aus der Upstream-Lieferung eines assoziierten Unternehmens an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist realisiert. Aus dieser Sicht ist die im Gesetz vorgenommene sprachliche Einordnung des zu eliminierenden Gewinns unter dem Begriff des Zwischengewinns irreführend. Zumindest liegt für den Teil des Gewinns aus der Lieferung des assoziierten Unternehmens an ein nicht in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen, der auf den anderen Teil des assoziierten Unternehmens entfällt, kein Zwischengewinn vor. Beispiel: Das Mutterunternehmen M hält 30 % der Kapitalanteile an dem asso ziierten Unternehmens E. Der Wertansatz der Beteiligung von M beträgt 500 Tsd. €. Die Equity-Bewertung wird unter Anwendung der Buchwertmethode durchgeführt. E liefert Vorräte mit Anschaffungskosten von 200 Tsd. € zum Preis von 300 Tsd. € an M. Die Vorräte befinden sich zum Stichtag des Konzernabschlusses im Bestand von M. In der Handelsbilanz von M werden die Beteiligung an E mit 500 Tsd. €, die Vorräte mit 300 Tsd. € angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung von E werden Umsatzerlöse von 300 Tsd. € bei dem Materialaufwand von 200 Tsd. € ausgewiesen. Bei E entsteht aus der Upstream-Lieferung an M ein Zwischengewinn von 100 Tsd. €. Um den Betrag erhöht sich das Eigenkapital von E. Das anteilige Eigenkapital, von M wird um 100 ∙ 0,3 = 30 Tsd. € erhöht. Die Erhöhung des anteiligen Eigenkapitals von E führt zur Erhöhung des Wertansatzes der Beteiligung an E in der Konzernbilanz. Der Vorgang schlägt sich bei fehlender Korrektur im Konzernabschluss wie folgt nieder (Beträge in Tsd. €): Posten Summenbilanz Anwendung der Equity-Methode Konzernbilanz/ Konzern-GuV Soll Haben Soll Haben Aktiva Aufwd. Passiva Erträge Anteile an E Vorräte Eigenkapital Beteiligungserträge 500 300 800 1) 30 1) 30 530 300 800 30 800 800 830 830 Mit Buchung 1) wird der Wert der Beteiligung von 30 Tsd. € an E at equity zum anteiligen Eigenkapital von E erhöht. Die anteilige Eliminierung des bei dem assoziierten Unternehmen aus der Upstream- Lieferung an ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen übertragen wird, muss zu einer Reduzierung der Beteiligungserträge mit entsprechender Reduzierung des Wertansatzes der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen führen. Mit diesem Vorgehen sind gleichzeitig die Anschaffungskosten der aus der Upstream-Lieferung an das in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen um den entsprechenden Betrag zu vermindern. Die Gegenbuchung ist erfolgsneutral über Gewinn-/Verlustvortrag vorzunehmen. Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 342 Status: Druckdaten Neunter Teil: Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen 342 Beispiel: Fortführung der obigen Daten: Bei anteiliger Eliminierung des bei E aus der Upstream-Lieferung an M entstandenen Gewinns (Zwischengewinn) von 100 ∙ 0,3 = 30 Tsd. € wird das Konzernergebnis mit 30 Tsd. € belastet. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Jahresüberschuss aus den Beteiligungserträgen von 30 Tsd. € wird null. Entsprechend sind die Anschaffungskosten des Vorrates um 30 Tsd. € erfolgsneutral zu vermindern. Die Vornahme der Zwischenergebniseliminierung stellt sich mit dem Ergebnis wie folgt dar (Beträge in Tsd. €): Posten Summenbilanz Anwendung der Equity-Methode Konzernbilanz/ Konzern-GuV Soll Haben Soll Haben Aktiva Aufwd. Passiva Erträge Anteile an E Vorräte Eigenkapital Gewinn-/Verlustvortrag Beteiligungserträge 500 300 800 1) 30 3) 30 2) 30 2) 30 3) 30 1) 30 500 270 30 800 800 800 800 800 Mit Buchung 1) wird der Wertansatz der Beteiligung an E at equity entsprechend der Erhöhung des anteiligen Eigenkapitals von E gegen Beteiligungserträge auf Grund des Zwischenergebnisses von 30 erhöht. Mit Buchung 2) wird die Werterhöhung der Beteiligung an E und der Ausweis der Beteiligungserträge storniert. Buchung 3) stellt die Zwischenergebniseliminierung in Höhe von 30 dar. 2. Zwischenergebniseliminierungen als Downstream-Geschäfte Mit der Eliminierung der Zwischenergebnisse aus der eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens an ein assoziiertes Unternehmen erbrachten Lieferung (Downstrean-Lieferung) soll konsolidierungstechnisch der im Jahresabschluss des liefernden, in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens das Geschäft betreffende angesetzte Gewinn, soweit er auf den Konzern entfällt, eliminierd werden. Soweit der Gewinn des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens aus der Lieferung an das assoziierte Unternehmen den Teil der Lieferung betrifft, der auf die anderen Gesellschafter des assoziierten Unternehmens entfällt, gilt er aus Sicht der fiktiven rechtlichen Einheit „Konzern“ als realisiert und ist entsprechend in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz anzusetzen. § 312 Abs. 5 Satz 4 HGB lässt eine Eliminierung für das gesamte und das anteilige Zwischenergebnis entsprechend der Anteile des Mutterunternehmens am Kapital des assoziierten Unternehmens zu. Nach der Vorschrift dürfen die Zwischenergebnisse auch anteilig entsprechend den dem Mutterunternehmen gehörenden Anteilen am Kapital des assoziierten Unternehmens weggelassen werden. Das Wahlrecht ist konzeptionell nicht haltbar. Zudem widerspricht es der Regelung zur Zwischenergebniseliminierung bei Geschäften der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen. Diese dürfen nicht nur in Höhe des Anteils des Mutterunternehmens vorgenommen werden. Sie sind zwingend nur in dieser Höhe vorzunehmen. Bei entsprechender Anwendung der Regelung von Vahlens Handbücher – Scherrer – Konzernrechnungslegung nach HGB (3. Aufl.) – Hersteller: Frau Deuringer Stand: 29.03.2012 Seite 343 Status: Druckdaten D. Behandlung von Zwischenergebnissen 343 Zwischenergebnissen auf assoziierte Unternehmen sind nach h.M. auch Zwischenergebniseliminierungen mit assoziierten Unternehmen nur in Höhe der Anteilsquote der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an dem assoziierten Unternehmen vorzunehmen. Beispiel: Das Mutterunternehmen M hält 30 % der Kapitalanteile an dem assoziierten Unternehmens E. Der Wertansatz der Beteiligung von M beträgt 500 Tsd. €. Die Equity-Bewertung wird unter Anwendung der Buchwertmethode durchgeführt. M liefert einen Vorrat mit Anschaffungskosten von 200 Tsd. € zum Preis von 300 Tsd. € an E. Der Vorrat befindet sich zum Stichtag des Konzernabschlusses im Bestand von E. In der Handelsbilanz von E werden die Vorräte mit 300 Tsd. € angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung von M werden Umsatzerlöse von 300 Tsd. € und der entsprechende Materialaufwand von 200 Tsd. € ausgewiesen. Bei M entsteht aus der Downstream-Lieferung ein Zwischengewinn von 100 Tsd. €. Das Eigenkapital von E wird von der Downstream-Lieferung nicht berührt. Der Vorgang schlägt sich im Konzernabschluss wie folgt nieder (Beträge in Tsd. €): Posten Summenbilanz Anwendung Equity-Methode Konzernbilanz/ Konzern-GuV Soll Haben Soll Haben Aktiva Aufwd. Passiva Erträge M Beteiligung an E M Forderungen an E Gezeichnetes Kapital M Gewinn M Gewinn-/Verlustvortrag Verbindlichkeiten 500 300 500 100 200 2) 30 2) 30 500 300 500 70 30 200 Umsatzerlöse Aufwendungen Gewinn 200 100 300 1) 90 1) 60 1) 30 140 70 210 1100 1100 1010 1010 Mit Buchung 1) werden die Umsatzerlöse, der Materialaufwand und der Gewinn, soweit er einen Zwischengewinn darstellt, korrigiert. Der verbleibende Umsatzerlös, Materialaufwand und Gewinn betrifft den Teil der Lieferung von M an E, der nicht auf in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen entfällt. Buchung 2) korrigiert den in der Bilanz von M aus E angesetzter Gewinn.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Konzernabschluss – darauf kommt es an.

Konzernrechnungslegung nach HGB

Dieses Werk ist als Lehr- und Nachschlagewerk konzipiert und für Studierende sowie für Praktiker bestens geeignet. Das Handbuch liefert eine umfassende und problembezogene Darstellung der Konzernrechnungslegung nach HGB, die durch Regelungen der einschlägigen internationalen Standards ergänzt wird.

Thematische Schwerpunkte

Die inhaltliche und formale Gestaltung des Konzernabschlusses sowie die weiteren Berichtserfordernisse, wie Segmentberichterstattung, Konzernlagebericht und Konzernanhang, werden praktisch erläutert.