6 Zum Gespräch, bitte! in:

Bettina Stackelberg

Karrierestart für Hochschulabsolventen, page 87 - 108

Selbstbewusst. Erfolgreich. Authentisch.

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4247-2, ISBN online: 978-3-8006-4248-9, https://doi.org/10.15358/9783800642489_87

Series: Vahlen Praxis

Bibliographic information
Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 91 6 Zum Gespräch, bitte! Prima – die erste große Hürde, an der viele schon scheitern, haben Sie geschafft! Sie sind zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden. Das Unternehmen hatte also einen guten ersten Eindruck durch Ihre Unterlagen – jetzt geht es vorrangig darum zu sehen: Passen Sie und das Unternehmen zusammen? Für beide Seiten ist dies ein wichtiger Punkt: Klar, das Unternehmen möchte den Richtigen einstellen. Es ist jetzt besonders neugierig auf Ihre Persönlichkeit, Ihre Motivation und Leistungsbereitschaft – die fachliche Eignung wurde in der Regel schon recht gut aus Ihren Unterlagen ersichtlich. Aber auch Sie sollten sich diese Frage unbedingt mit ins Gespräch nehmen. Auch Sie sollten in dem Gespräch herausfinden: Passt es? Kann ich es mir vorstellen, in diesem Unternehmen zu arbeiten? Werde ich mich dort voraussichtlich wohlfühlen? Wenn Sie Augen und Ohren in dem Gespräch offen haben, dann erfahren Sie viel über das Unternehmen: Wie transparent agiert es – wie geht Ihr Gegenüber auf unangenehme Fragen ein, z. B. auf derzeitig schlechte Presse? Wie ist das Betriebklima und die Wertschätzung – dies sehen Sie z. B. schon daran, ob Ihnen Kaffee oder Wasser angeboten wird, ob Sie pünktlich und freundlich hereingebeten werden und ob sich Ihr Gegenüber gut auf das Gespräch vorbereitet hat (oder muss er erst mühsam in Ihren Unterlagen blättern, um Sie mit Namen anzusprechen?). Zwei wichtige Punkte fürs Bewerbungsgespräch Dies ist ein Gespräch auf Augenhöhe! Sie sind nicht der Bittsteller, der lediglich brav auf Fragen antwortet. Derjenige, der das Gespräch mit Ihnen führt, erwartet, dass Sie sich gut vorbereitet haben, Ihre Stärken kennen und diese – auch proaktiv – selbstbewusst an den Tag legen können. Das Bewerbungsgespräch ist kein Kampf! Sie müssen nicht der Beste sein und alle anderen aus dem Feld schlagen! Sie müssen „nur“ der Richtige sein – der, der am besten passt. Und der sich von den Mitbewerbern angemessen unterscheidet. Und dies macht sich nicht nur fest an den besten Noten, Qualifikationen, den meisten Praktika. Sondern, wie gesagt, am Gesamtbild und da spielt Ihre Persönlichkeit eine entscheidende Rolle. Sie können auch auf keinen Fall damit punkten, Mitbewerber schlecht zu machen, um sich selbst ins bessere Licht zu rücken. Das haben Sie doch nicht nötig, oder? Messen Sie sich nicht mit anderen, sondern stellen Sie einfach selbstbewusst Ihre eigenen Stärken in den Vordergrund – das reicht völlig. Nach einer Umfrage des CRF Instituts unter Personalern, womit Bewerbungskandidaten am meisten Eindruck machen, liegt der Punkt „Persönlichkeit“ ganz oben mit 88 %, dicht gefolgt von „Kommunikationsfähigkeit“ mit 73 % und praktischen Erfahrungen mit 51 %. Bleiben Sie authentisch! Ja, ich weiß: Ein inzwischen ziemlich inflationär verwendeter Begriff. Aber hier passt er. Passen Sie zusammen? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 93 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 92 6 Zum Gespräch, bitte!92 Spielen Sie Ihrem Gegenüber nichts vor – seien Sie Sie selbst. Was haben Sie davon, wenn Sie sich aufgrund großartiger schauspielerischer Leistungen den Job ermogeln? Dann werden Sie aufgrund falscher Vorannahmen eingestellt und haben es sicher vom ersten Tag Ihres Jobs an alles andere als leicht – schließlich müssen Sie dann immer weiterspielen, damit der Fake nicht auffliegt. Und das ist sehr, sehr anstrengend! Also: Vergessen Sie es. Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Persönlichkeit punktet. Und wenn nicht: Dann ist das Unternehmen auch nicht das richtige für Sie. Punkt. 6.1 Gute Vorbereitung ist die halbe Miete „Was ziehe ich nur an?“ „Was soll ich nur anziehen?“ ist nicht nur die typische abendliche Frage von Frauen, wenn sie auf eine Party gehen. Das sollte auch eine Frage vor Ihrem Bewerbungsgespräch sein. Sie werden sicher nicht hauptsächlich wegen Ihrer Kleidung eingestellt – es sei denn, Sie stellen sich mit dem selbst designten Kleid in der Modebranche vor. Die Kleidung sollte jedoch erstens angemessen sein und zweitens bequem und –wieder mal – authentisch sein. In der Regel tragen Sie also ein typisches Businessoutfit. Machen Sie sich kundig, wie die Kleiderordnung in dem jeweiligen Unternehmen aussieht. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen geschehen: •• Wenn Sie im Web stöbern, achten Sie lieber auf „echte Mitarbeiter“ des Unternehmens, also z. B. Videointerviews mit Geschäftsführern oder Ähnliches – die Menschen auf den Bildern einer Unternehmensseite sind oft keine „echten“ Mitarbeiter. •• Sie können natürlich auch auf Tagungen, Kongressen oder Messen beobachten, wie die Mitarbeiter des Unternehmens gekleidet sind. •• Und schließlich haben Sie noch eine ganz einfache Möglichkeit: Stellen Sie sich morgens oder abends vor das Unternehmen und beobachten die Mitarbeiter, die zur Arbeit gehen oder von der Arbeit kommen. Nicht viel falsch machen können Sie mit folgenden Outfits: Als Mann tragen Sie einen dunklen Anzug – bitte einen, der sitzt! Also keine Wunschgröße, sondern die passende. Das Sakko ist am besten einreihig mit drei Knöpfen, wobei der unterste nie geschlossen wird. Dazu ein am besten weißes (gebügeltes!) oder hellblaues, u. U. auch zartrosafarbenes Hemd mit Manschetten, die ein wenig unten aus dem Sakkoärmel herausschauen sollten. In der Regel passt zu konservativeren Unternehmen (z. B. Finanzbranche) unbedingt eine Krawatte, die korrekt gebunden ist und deren Länge ca. Bleiben Sie authentisch Kleiderordnung recherchieren Was Sie als Mann tragen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 93 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 92 6.1 Gute Vorbereitung ist die halbe Miete 93 bei der Gürtelschnalle endet. Auch hier gilt: Machen Sie sich kundig. Im Agenturbusiness wirkt eine Krawatte evtl. overdressed. Schließlich passt zum perfekten Outfit der klassische schwarze (gut geputzte!) Schnürschuh und dazu die dunkle Socke, die zur Anzug- oder Schuhfarbe passen sollte. Unterstehen Sie sich, weiße Socken zu tragen – oder zu kurze! Da gruselt es nicht nur uns Frauen! Für die Frauen gilt Folgendes: Das Kostüm oder der Anzug sollte perfekt passen – machen Sie unbedingt auch eine Sitzprobe: Manch ein Rock oder Blazer sitzt im Sitzen lang nicht so gut wie im Stehen. Ein Rock sollte die klassische italienische Länge haben, also knapp über das Knie reichen. Der Blazer darf nicht kneifen oder aufklaffen – er sollte mit geschlossenen und mit offenen Knöpfen sitzen. Die Bluse dazu ist dezent und klassisch unifarben. Der Ausschnitt ist selbstverständlich nicht zu gewagt, der Stoff ist nicht durchsichtig, kein BH blitzt hervor. Sie tragen nur dezent Schmuck – wenig und unauffällig. Eine Uhr, einen Gürtel, vielleicht noch ein oder zwei Ringe und unauffällige Ohrringe, die nicht zu lang herunterbaumeln, sind passend. Die Absätze Ihrer Schuhe sollten nicht viel höher als 5 cm sein, also keine gewagten Highheels. Und Sie sollten in den Schuhen unbedingt laufen können– also tragen Sie neue Schuhe daheim zur Probe. Außerdem sind Sie angemessen zurückhaltend, aber perfekt geschminkt. Abschließend und zusammenfassend gilt für die Kleidung: Angemessen sollte sie sein und bequem. Sie sind während des Gesprächs nervös genug – da können Sie keine unbequeme, zwickende und kneifende Kleidung gebrauchen, an der Sie dann herumnesteln, die Sie ablenkt und keinen guten Eindruck macht. Bleiben Sie außerdem auch hier bitte authentisch – ein erfahrener Personaler merkt, wenn Sie sich verkleidet fühlen. Auch hier gilt: Ein Personaler mag keine Katze im Sack kaufen. Woher soll er wissen, ob sich Sie dann im Joballtag in diesen Klamotten wohlfühlen, wenn Sie ständig nervös daran herumzupfen? Alle Botschaften, die Sie aussenden, sollten zusammenpassen – sie sollten kongruent sein, also in eine Richtung gehen: Das gilt für die verbale Sprache, Ihre Körpersprache und auch für Ihre Kleidung. „Habe ich alles dabei?“ Sie kommen natürlich bestens vorbereitet in das Gespräch – das bedeutet auch, dass Sie alles Wichtige dabeihaben: •• Alle Unterlagen im Duplikat, die Sie dem Unternehmen mit Ihrer Bewerbung geschickt haben. •• Die Stellenanzeige – evtl. gleich mit Fragen und Anmerkungen dazu. Was Sie als Frau tragen Angemessene und bequeme Kleidung Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 95 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 94 6 Zum Gespräch, bitte!94 •• Wenn bereits Mail- oder Briefverkehr stattgefunden hat, bringen Sie auch diesen als Ausdruck mit. •• Wenn es z. B. Anzeigen oder PR-Kampagnen des Unternehmens gibt, die Ihnen besonders gefallen oder zu denen Sie Fragen haben – mitnehmen! •• Sie sollten sich hin und wieder wichtige Notizen machen können (das bedeutet nicht, dass Sie die ganze Zeit mitschreiben, statt aufmerksam und höflich zuzuhören!): Also nehmen Sie einen Block und Stift mit – achten Sie hier auch auf ordentliches Aussehen (keinen Billigstift, keinen Block mit Flecken oder Eselsohren). •• Selbstverständlich haben Sie auch den korrekten Namen Ihres Ansprechpartners sowie seine Position in der Firma dabei – also im Kopf. Das ist ein wirklicher Fauxpas, wenn Sie den Namen nicht mehr wissen! Was außerdem noch wichtig ist Kommen Sie bitte überpünktlich – planen Sie also genug Zeit für die Anreise ein, vor allem, wenn Sie dieses Unternehmen das erste Mal besuchen. Überlegen Sie auch, welche Anreise die entspannteste für Sie ist: Öffentliche Verkehrsmittel (in der Nähe? Sonst leidet die Kleidung u. U. bei strömendem Regen), eigenes Auto (Stau, Berufsverkehr mit einplanen und sich vorher erkundigen, ob es Parkplätze gibt – gegebenenfalls Platz in TG reservieren lassen!), zu Fuß (eventuell gut, um Nervosität abzubauen). Es ist unglaublich und für mich völlig unverständlich, dass Bewerber immer wieder deutlich zu spät kommen und sich damit sofort ins Aus schießen. Das ist eine der Unwägbarkeiten, die sich nun wirklich vermeiden lassen. Lieber setzen Sie sich noch in ein nahe gelegenes Café, bleiben noch im Auto oder im Foyer sitzen. Das beruhigt den Puls und die Nerven, Sie können sich noch mal die Nase pudern, ein wenig akklimatisieren, Ihre Unterlagen durchsehen – oder auch (mein Geheimtipp als Turbo-Mini-Meditation!) auf dem Klo noch ein paar Augenblicke zur Ruhe kommen, die Augen schließen, sich konzentrieren: Nehmen Sie bewusst tiefe Atemzüge – atmen Sie vor allem aus, das vergessen wir vor lauter Nervosität dann nämlich gerne mal. Schütteln und lockern Sie Arme und Beine, lächeln Sie. Lampenfieber? Ja bitte! Machen Sie es sich doch nicht so schwer! Was ist so schlimm an Lampenfieber? Warum meinen Sie, ein guter Bewerber ist ein cooler Bewerber? Sorry, aber das ist Quatsch. Erstens haben Sie noch nicht jahrzehntelange Übung in Bewerbungsgesprächen – und zweitens dürfen Sie in einer relativ unbekannten Situation ruhig nervös sein. Und viel wichtiger noch ist: Sie sollen sogar Lampenfieber haben! Schließlich geht es um etwas. Pünktlichkeit Entspannen Sie sich Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 95 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 94 6.1 Gute Vorbereitung ist die halbe Miete 95 Wenn Sie zu lässig und cool in dem Gespräch sind, interpretiert das der Personaler schnell als „Der hat kein Interesse, keinen wirklichen Biss, der scheint den Job nicht nötig zu haben“. Ein bekannter Bühnenschauspieler, Will Quadflieg – er stand über 60 Jahre auf der Bühne –, sagte einmal: „An dem Tag, an dem ich vor der Aufführung kein Lampenfieber mehr habe, hänge ich den Job an den Nagel.“ Und der berühmte Sammy Davis jr. sagte: „Ein Auftritt ohne Lampenfieber ist wie eine Liebe ohne Gefühl.“ Mit dem richtigen Maß an Lampenfieber steigen Ihre Konzentration und Ihre Aufmerksamkeit. Sie kennen das doch sicher noch aus der Schule bzw. aus Prüfungen: Wenn Sie zu wenig Lampenfieber haben, zu cool sind, dann unterlaufen Ihnen schnell mal Flüchtigkeitsfehler und Sie hören nicht mehr richtig zu. Und das wollen Sie doch im Bewerbungsgespräch ganz gewiss nicht, oder? Also: Bis zu einem bestimmten Punkt der Nervosität steigen Konzentration und Leistung, dies wird auch in dieser Grafik ersichtlich: Lampenfieber mit seinen körperlichen Auswirkungen wie Schweiß auf der Stirn, schwitzende Hände, roter Kopf oder Herzklopfen ist eine ganz natürliche Reaktion auf eine Stresssituation. Hier helfen im Vorfeld, wie schon erwähnt, Entspannungs-, Lockerungs- und Atemübungen (ungestört auf der Toilette!). Und noch etwas ganz Wichtiges zum Lampenfieber: Stehen Sie selbstbewusst dazu. Wenn Sie nun mal nervös sind, einen roten Kopf haben oder Schwitzehändchen, wirkt es unglaubwürdig, wenn Sie dies um jeden Preis verbergen wollen. Gehen Sie offensiv damit um: Nach dem ersten Hände- Lampenfieber steigert Konzentration Gehen Sie offensiv mit der Nervosität um Yerkes-Dodson-Kurve (Quelle: Wikipedia) Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 97 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 96 6 Zum Gespräch, bitte!96 druck grinsen Sie und sagen „Ich bin ganz schön nervös – schließlich geht’s hier um was!“ Das wirkt menschlich und macht Sie sympathisch – und so ist schnell aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke geworden. Absolventin fragt: Mein größtes Problem in der Bewerbungsphase war und ist die Angst vor der Ablehnung. Diese wurde zeitweise so groß, dass ich kaum in der Lage war, eine aussagefähige bzw. positive Bewerbung zu schreiben. Meine Angststarre führte sogar so weit, dass ich, aus Furcht vor der Absage, monatelang keine einzige Bewerbung abgeschickt oder gar geschrieben habe. Meine Frage ist nun: Wie lerne ich, mit eben dieser Angst umzugehen und sie schlussendlich zu besiegen? Vielen Dank schon mal im Voraus. Coach antwortet: Guten Tag! Erst mal finde ich es schon sehr beachtlich, dass Sie sich damit „outen“. Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen diese Ängste haben und alles versuchen, das zu verbergen. Weil sie meinen, die Erfolgreichen dieser Welt sind „Tschakka!“ und haben keine Angst. Was ganz großer und gefährlicher Blödsinn ist! Wir müssen alle viel mehr darüber reden, dass wir immer mal wieder Ängste oder (Selbst-)Zweifel haben. Wenn wir sehen, dass es vielen anderen auch so geht, dann sind wir mit diesen Problemen gleich nicht mehr so allein. Und wir können uns austauschen: Wie hast du das denn gemacht? Zuerst einmal: Angst ist ein Gefühl. Wie Liebe, Trauer, Wut, Freude. Und alle Gefühle verdienen es, wertgeschätzt und ernst genommen zu werden. Die Angst will Ihnen nichts Böses, sie hat im Kern sicher eine gute Absicht und Botschaft. Ungewöhnlicher Tipp (sehr bewährt im Coaching): Sprechen Sie mit Ihrer Angst. Nehmen Sie zwei Stühle, auf einen setzen Sie sich und der andere steht für die Angst. Schauen Sie, mit welchem Abstand Sie sich wohlfühlen, und dann reden Sie! Fragen Sie die Angst, warum sie gar so hartnäckig auf Ihren Schultern sitzt, was sie Ihnen sagen will, wovor sie Sie beschützen oder warnen will. Und im nächsten Schritt überlegen Sie sich, wer aus Ihrem „inneren Team“ Ihnen denn zur Seite stehen kann? Das „innere Team“ ist ein Persönlichkeitsmodell des Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun. Man kann sich das menschliche Innenleben als eine Art Team mit einem Leiter vorstellen. In zwiespältigen Situationen kann diese Metapher helfen, sich über sich selbst klar zu werden. In Ihrem inneren Team hat offenbar die Angst eine ganz herausragende, laute Rolle, oder!? Welche anderen Teammitglieder finden Sie noch in sich? Mut? Zuversicht? Das innere Kind? Welche Idee haben Sie da? Und beziehen Sie diese „Person“ (Frau oder Mann? Alt oder jung?) mit ein ins Gespräch. Wie kann diese zweite Person Sie unterstützen? Noch eine Idee für das Gespräch mit Ihrer Angst: Wie gesagt, die Angst will gehört und nicht weggejagt werden. Worauf sie sich aber unter Umständen einlassen kann: Auf ein klares und bestimmtes „Jetzt nicht! Komm später wieder!“. Wenn die Angst Ihnen z. B. bei einem Bewerbungsschreiben gerade besonders im Weg ist – verhandeln Sie einen späteren Zeitpunkt, zu dem sie wiederkommen darf. Betonen Sie, dass Sie jetzt etwas zu tun haben und ihr kein Gehör schenken können. Später dann wieder. Sie sind der Chef Ihres inneren Teams! Sie bestimmen, wer wann was zu sagen und wer wann mal die Klappe zu halten hat. Gehen Sie in kleinen Schritten vor. Beachten Sie ganz genau die kleinen Fortschritte … nicht erst die 7-Meilen-Schritte. Wie machen Sie das, dass Sie an einem Tag ein klein bisschen weniger Angst haben? Wie haben Sie das geschafft? Kleine Schritte, kleine Erfolge und ganz wichtig: Immer genau beobachten, was Ihr eigener Anteil dabei war! Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 97 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 96 6.2 Die richtigen Antworten, Sie müssen nicht über alles reden! 97 6.2 Die richtigen Antworten und: Sie müssen nicht über alles reden! Klar, dass Sie im Bewerbungsgespräch jede Menge Fragen zu beantworten haben. Schließlich will sich Ihr Gegenüber ein möglichst umfassendes und konkretes Bild von Ihnen machen. Auf viele dieser Fragen können Sie sich vorbereiten. Diese Vorbereitung jedoch sollte sinnvoll und zielführend sein. Ganz und gar unsinnig wäre es zum Beispiel, auf „die häufigsten 50 Fragen im Bewerbungsgespräch“ (eine beliebte Headline einschlägiger Zeitungsartikel oder Buchkapitel) Antworten zu finden und diese auswendig zu lernen! Sie sollen nicht fehlerfrei Goethe rezitieren können, sondern frei, spontan und gekonnt auf die Fragen antworten. Im Gegenteil: Wenn Sie den abstrusen Ehrgeiz haben, auf jede Frage sofort eine Antwort zu haben, und zwar die eine richtige, wird der Personaler sicher sofort misstrauisch: Er hat den Verdacht, dass Sie einfach fleißig auswendig gelernt haben – und das kommt nicht gut an. Sie dürfen nachfragen, Sie dürfen auch immer ein paar Augenblicke nachdenken. Haben Sie mehr Mut zu Pausen. Sie dürfen durchaus den Eindruck machen, ernsthaft und konzentriert über die Frage nachzudenken und sich Ihre Antwort zu überlegen. Schweigen Sie lieber einen Augenblick lang – das ist tausendmal besser, als sich fahrig um Kopf und Kragen zu reden und den armen Personaler zuzutexten. Es gibt sicher Antworten, die besser sind als andere und solche, die besonders unglücklich sind. Es gibt aber keine richtigen und falschen Antworten. Kein Personaler hat unter seinem Tisch den Katalog mit den richtigen Antworten – Sie bekommen nicht automatisch den Job, wenn Sie mehr als X % richtig beantwortet haben – das gilt nur im Preisausschreiben. Worauf Sie sich jedoch vorbereiten können, sind die Fragenkategorien, die höchstwahrscheinlich drankommen werden. Diese Kategorien dienen allesamt dazu, Sie besser kennenzulernen. Und noch mal, weil es mir so wichtig ist: Sie dienen dazu, Sie kennenzulernen und herauszufinden, ob Sie die/der Geeignete für die Stelle sind. Sie dienen nicht dazu, Sie fies und manipulativ in die Pfanne zu hauen. Kein seriöser Personaler macht das, weil er davon schlichtweg nichts hat. Außer, er ist ein kleiner Sadist und mag es, Sie ratlos und stotternd leiden zu sehen. Und wenn er das ist – in so einer Firma wollen Sie nicht wirklich arbeiten, oder? Mit welchen Fragegruppen können Sie also auf jeden Fall rechnen? Ihre Motivation Wollen Sie einfach irgendeinen Job in irgendeiner Firma – oder möchten Sie unbedingt gerade diesen und keinen anderen Job? Dies gilt es herauszufinden. Wenn Sie also gefragt werden, was Sie motiviert oder warum Sie unbedingt diesen Job bekommen wollen, sollte die Antwort 6.2 Die richtigen Antworten, Sie müssen nicht über alles reden! Nicht auswendig lernen Es gibt keine richtigen und falschen Antworten Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 99 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 98 6 Zum Gespräch, bitte!98 gut überlegt sein. Ein banales „Sie sind ein Weltkonzern“ entlockt dem Personaler höchstens ein müdes „Das weiß ich!“ – ein nichtssagendes „Der Aufgabenbereich interessiert mich!“ zeigt eine völlig unzureichende Vorbereitung. Zeigen Sie, dass Sie sich Gedanken gemacht haben. Zeigen Sie, dass dieser Job eine logische und nachvollziehbare Weiterführung Ihres bisherigen Weges darstellen würde. Binden Sie also diesen zukünftigen Job argumentativ gut ein in Ihren bisherigen Werdegang – Studium, Interessen, Schwerpunkte, Praktika. Was bewegt Sie dazu, sich gerade diesen Job zum Ziel zu machen? Weil vielleicht dieser Job im Marketing des Unternehmens eine konsequente Vertiefung Ihrer bisherigen Kenntnisse bedeuten würde und Sie dafür wertvolle Erfahrungen aus den Praktika in Agentur xy mitbringen? Hier werden Sie also sicher mit Fragen konfrontiert wie z. B. •• Was ist Ihnen in unserer Anzeige besonders ins Auge gestochen? •• Warum würden Sie sich für unser Unternehmen entscheiden? •• Was bringen Sie denn bereits mit für diese Aufgabe? •• Worin läge Ihr Ehrgeiz – was möchten Sie in diesem Job erreichen? •• Was erwarten Sie sich von diesem Job? •• Worauf würden Sie bei der Einarbeitung besonderen Wert legen? •• Wie stehen Sie zu Überstunden? •• In welchen Unternehmensbereichen könnten wir Sie noch einsetzen? •• Würden Sie für diese Aufgabe auch ins Ausland gehen? •• Was würde eine Absage bedeuten für Sie – wie würden Sie damit umgehen? •• Wie müsste Ihr Arbeitsumfeld beschaffen sein, damit Sie erfolgreich werden können? •• Wo wollen Sie in zwei/fünf/zehn Jahren stehen? •• Wo haben Sie sich sonst noch beworben? •• Würden Sie sich selbst einstellen? Ihr Werdegang Bei Fragen zu Ihrem Werdegang wird es nicht in erster Linie darum gehen, die Zahlen, Daten und Fakten Ihrer Unterlagen und Zeugnisse zu wiederholen. Ihre Gesprächspartner möchten mit diesen Fragen zum Beispiel herausfinden, wie stringent und kontinuierlich Sie Ihre Interessen und Fähigkeiten weiterentwickelt haben. Und er möchte beurteilen können, ob und in welchem Maße Sie sich für Ihren Studiengang begeistert haben, wie viel Herzblut Sie investiert haben. Warum haben Sie sich gerade für diesen Studiengang entschieden? Auf diese Frage gibt es gute und viele schlechte Antworten. Verkneifen Sie Weiterführung des bisherigen Weges Mögliche Fragen Studiengang Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 99 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 98 6.2 Die richtigen Antworten, Sie müssen nicht über alles reden! 99 sich also Antworten wie „Weil es Freunde von mir auch studieren“, „Ach, mit BWL kann man ja immer etwas anfangen“ oder „Alle in unserer Familie sind Juristen, da gab es nicht viel zu überlegen“. Häufig kommt auch die Frage nach Ihrer Abschlussarbeit. Komplizierter Fachjargon und ellenlange Ausführungen sind hierbei unangebracht – im Zweifelsfall ist Ihr Gegenüber sowieso nicht allzu firm in diesem Spezialthema. Es geht vielmehr darum, ob Sie in kurzen, klaren Sätzen einen komplexen Sachverhalt darstellen können. Wählen Sie also allgemeinverständliche Worte und fassen Sie sich kurz. Die Kür bei dieser Antwort wäre es, wenn es Ihnen gelänge, einen praktischen Bezug zwischen Ihrer Abschlussarbeit und dem angestrebten Job herzustellen. Sicherlich sollten Sie auch eine schlüssige Antwort parat haben auf die Fragen: „Würden Sie dieses Studium wieder wählen – wenn ja, warum?“ oder „Was hat Ihnen im Studium besonders gefallen und was waren Ihre größten Erfolge?“. Und da Sie ja nicht nur strahlen sollen, sondern auch souverän mit Ihren Schattenseiten umgehen müssen, kommen gern auch Fragen nach Ihren Krisen, Zweifeln, schlechten Noten in Nebenfächern oder Brüchen im Lebenslauf. Ganz wichtig an dieser Stelle: Es geht nicht darum, ob Sie Brüche haben oder nicht. Wenn Sie z. B. mitten im Studium das Fach gewechselt haben, dann ist das so. Das können und sollen Sie nicht beschönigen und schon gar nicht gänzlich verschweigen. Lücken im Lebenslauf fallen dem geübten Personalerauge auf – und er wird fragen. Nein, es geht vielmehr darum, wie Sie mit solchen Talfahrten umgehen. Zeigen Sie, dass Sie aus Fehlern lernen. Zeigen Sie, dass Sie nichts haben schleifen lassen, nachdem Sie den Spaß an einem Fach verloren haben. Und beweisen Sie Eigenverantwortung – schieben Sie Ihre Krisen und Probleme nicht auf die universitären Umstände, die weltfremden Professoren oder die zu vollen Hörsäle. Und finden Sie die passenden rosa Schleifchen. Auf die Frage, warum Sie Ihr erstes Studium abgebrochen haben, können Sie entweder antworten: „Ach, ich wusste nach der Schule nicht recht, was ich machen will, und da hab ich einfach mal ein bisschen rumstudiert und das Studentenleben genossen!“ – Sie können denselben Inhalt besser verpacken und mit besagtem rosa Schleifchen versehen, indem Sie antworten: „Ich werfe nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn es schwierig wird. Ich wollte mir die Zeit geben, genau herauszufinden, ob sich wirklich kein Spaß an diesem Studiengang einstellt. Nach verschiedenen Erfahrungen … habe ich jedoch gemerkt, dass ich besser aufgehoben bin im Studiengang ABC, und zwar weil …“ Zeigen Sie Lösungswillen, Kreativität und aktive Bewältigungsstrategien für Probleme und jammern Sie nicht bei Fragen wie „Was war besonders schwierig während Ihres Studiums?“. Wenn Sie über volle Hörsäle und zu wenig Bücher in den Bibliotheken klagen, dann sieht das so aus, als ob Abschlussarbeit Brüche im Lebenslauf Rosa Schleifchen finden Positiv bleiben! Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 101 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 100 6 Zum Gespräch, bitte!100 Sie gerne die Schuld bei anderen suchen und sich bequem darauf zurückziehen. Wenn Sie also etwas genervt, frustriert oder geärgert hat, legen Sie den Schwerpunkt Ihrer Antwort darauf, wie Sie mit diesen Problemen umgegangen sind und welche Lösungen Sie gefunden haben. Gerne dürfen Sie bei den Fragen nach Ihrem Werdegang auch außeruniversitäre Qualifizierungen und Aufgaben erwähnen, ob das nun zusätzliche Wahlfächer waren oder auch Ihr Engagement in der Studentenvertretung oder als Tutor. Das Unternehmen Wollen Sie einfach irgendwo arbeiten, wollen Sie nur mit dem renommierten Namen Ihres Arbeitgebers prahlen – oder wollen Sie dezidiert in diesem und keinem anderen Unternehmen arbeiten, und zwar aus gutem Grund? Dies gilt es herauszufinden bei dieser Art der Fragen. Natürlich wünschen sich Unternehmen Mitarbeiter, die sich voll und ganz mit Ihrem Arbeitgeber identifizieren – denn ein gutes „Wir-Gefühl“ steigert Motivation und Leistungsbereitschaft. Und da reicht es nicht aus, das Unternehmen chic zu finden, weil es einen tollen Namen hat oder weil es coole Produkte auf den Markt bringt. Heutzutage ist es ein Leichtes, im Internet umfangreiche Informationen zu finden – recherchieren Sie, was das Zeug hält. Beschäftigen Sie sich mit den Zahlen, Daten, Fakten (Zahl der Mitarbeiter, Jahresumsatz, Firmengeschichte, Standorte, Aktienentwicklung) – setzen Sie sich aber auch intensiv mit dem Unternehmensleitbild auseinander. Machen Sie sich genau mit den Produkten oder Dienstleistungen dieses Unternehmens vertraut. Setzen Sie sich mit den Mitbewerbern und dem Markt auseinander. Lesen Sie auch Presseberichte über das jeweilige Unternehmen – so lernen Sie mehr über das Renomee der Firma in der Öffentlichkeit. Finden Sie Besonderheiten, die Sie besonders ansprechen – Auslandstätigkeit, eine gemeinsame Philosophie oder Werte bzw. interessante Projekte. Darüber wissen Sie dann Bescheid und können später im Gespräch proaktiv Fragen stellen. Ihre Persönlichkeit und Ihre Lebensplanung Qualifikationen, Zeugnisse, Noten, Praktika – alles schön und gut und wichtig. Aber Sie als Mensch mit all seinen Facetten interessieren Ihren Gesprächspartner mindestens genauso stark. Auch hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur ein „für uns geeignet oder nicht“. Sie sollen künftig eine Rolle spielen in diesem Unternehmen, in Ihrem Team. Sie sollen Leistung bringen, für das Unternehmen einen Mehrwert darstellen. Dies bedeutet, dass Ihr Gesprächspartner möglichst viel herausfinden möchte – über Ihre Teamfähigkeit, Ihre Stärken und Schwächen, Ihre Belastbarkeit, Kritikfähigkeit, Kreativität und Lösungsorientie- Ausführliche Recherche im Vorfeld Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 101 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 100 6.2 Die richtigen Antworten, Sie müssen nicht über alles reden! 101 rung, Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion (hier kommt z. B. gerne die Frage „Wie würde Ihr bester Freund/Ihr Professor/Ihr letzter Arbeitgeber Sie beschreiben?“). Zukünftigen Chefs ist es außerdem wichtig, dass Sie in einem stabilen privaten Umfeld leben – dort können Sie nämlich Kraft schöpfen für Ihren Job und sich ausruhen und fallenlassen. Zeigen Sie außerdem, dass Sie in Ihrer Freizeit gleichermaßen aktiv sein und abschalten können. Nicht zu viel Sport (dann liegt die Gefahr nahe, dass Sie viel für Wettkämpfe trainieren und das bedeutet u. U. Fehlzeiten – oder dass Sie verbissen ehrgeizig sind), Ehrenämter erwähnen, ansonsten bitte nicht explizit und ausführlich auf alle Hobbys eingehen (es sei denn natürlich, Sie werden danach gefragt). Eigentlich unzulässige Fragen (siehe nächstes Kapitel) sollten Sie trotzdem möglichst nicht brüsk abschmettern oder die Antwort ganz und gar verweigern. Überlegen Sie im Vorfeld, was Sie zu Familienplanung etc. sagen wollen. Finden Sie außerdem Antworten auf Fragen wie: •• Wie definieren Sie Arbeit für sich? •• Was bedeutet Erfolg/Misserfolg für Sie? •• Wie gehen Sie mit Kritik oder Lob um? •• Wie reagieren Sie, wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen? •• Was waren während des Studiums Ihre größten Fehler und wie sind Sie damit umgegangen? (Zeigen Sie, dass Sie diese Fehler analysiert und daraus gelernt haben!) •• Was ist Ihnen im Leben wichtig? (Erklärungen dazu liefern und nicht zu viel Privates erwähnen.) •• Welche Vorbilder haben Sie? •• Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern? (Hier nicht auf die Mitbewerber eingehen, auch wenn Sie sie z. B. bereits aus dem Assessment Center kennen! Kein Herabsetzen der anderen! Bringen Sie Ihre Stärken auf den Punkt, sozusagen Ihr Alleinstellungsmerkmal.) •• Was bedeutet Work-Life-Balance für Sie? •• Wie sieht Ihr idealer Vorgesetzter aus? •• Wie sieht Ihr idealer Kollege aus? •• Möchten Sie lieber gleich alte oder ältere Kollegen? Warum? •• Welche Rolle übernehmen Sie im Team? (Vorsicht! Hier nicht unbedingt festlegen, sondern Flexibilität und Tendenz zeigen und begründen.) •• Mit welchen Menschen kommen Sie gar nicht klar, welche Eigenschaften stören Sie am meisten? •• Welche Erwartungen haben Sie an zukünftige Kollegen? Stabiles privates Umfeld Mögliche Fragen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 103 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 102 6 Zum Gespräch, bitte!102 •• Was denkt Ihr Partner über diesen evtl. zukünftigen Job? •• Wie entspannen Sie sich? •• Was machen Sie in Ihrer Freizeit? •• Wofür schlägt Ihr Herz noch, außer für Ihre Arbeit? Unzulässige und unbequeme Fragen Sie werden sicher nicht das Glück haben, nur angenehme Fragen zu hören oder Fragen, die Sie in Ruhe und gut vorbereiten konnten. Was nun? Fragen, die juristisch gesehen nicht zulässig sind, müssen Sie nicht beantworten. Eine Antwort rundweg brüsk abzulehnen, ist allerdings auch nicht unbedingt klug. Noch unklüger ist es, mit Ihrem Wissen darüber zu prahlen, zum Beispiel mit „Sie wissen schon, dass dies eine unzulässige Frage ist, oder?“. In der Regel ist dies nämlich dem erfahrenen Personaler durchaus bewusst. Entweder er stellt diese Frage, weil eine ehrliche Antwort wirklich wichtig ist für die Beurteilung Ihrer Eignung. Oder er möchte herausfinden, wie Sie auf diese Frage reagieren – ob Sie also unter Stress noch adäquat, sachlich und freundlich bleiben. Jeder Personaler weiß, dass die berühmten Fragen nach Familienplanung etc. unzulässig sind – Sie sie also nicht beantworten müssen und sogar lügen dürften. Davon können und sollten Sie also ausgehen. Und Sie können schlichtweg nicht wissen, welche Antwort Ihrem Gegenüber am besten gefällt. Sie wissen nicht, was er mit dieser Frage bezwecken will, ob er eine ehrliche Antwort möchte oder ob er vielleicht nur Ihre Reaktion, Ihre Schlagfertigkeit und Souveränität testen möchte. Eine punktgenaue Vorbereitung ist also schwierig. Wählen Sie in Ihrer Vorbereitung darauf eine Variante aus, die Ihnen am besten gefällt, die authentisch ist und die Sie am besten vertreten können. Auf jeden Fall sollten Sie irgendeine Antwort geben, Sie können diese z. B. souverän-charmant einleiten mit einem Lächeln: „Wie Sie ja wissen, muss ich auf diese Frage eigentlich nicht antworten, aber natürlich sage ich Ihnen trotzdem ein paar mir wichtige Punkte dazu!“ So signalisieren Sie auch, dass Sie sich auch selbst schon intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt haben. Ebenso unzulässig wie die Kinderfrage ist nach dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) die Frage nach Ihrer politischen Ausrichtung, Ihrer Konfession und einer Gewerkschaftsmitgliedschaft – es sei denn, Sie bewerben sich gerade in einer kirchlichen Einrichtung, einer Partei oder bei der Gewerkschaft. Außerdem dürfen Sie nicht gefragt werden nach Ihren Vermögensverhältnissen bzw. eventuellen Schulden oder nach Vorstrafen. Das andere sind unangenehme Fragen – auch hier entscheiden Sie generell am besten schon im Vorfeld, wie Sie reagieren möchten. Hier ein paar Beispiele für solche Fragen bzw. Bemerkungen: Umgang mit unzulässigen Fragen Antwort vorbereiten Unangenehme Fragen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 103 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 102 6.2 Die richtigen Antworten, Sie müssen nicht über alles reden! 103 Beispiele für unangenehme Fragen und Bemerkungen •• Warum haben Sie so lange studiert? •• Ihre Uni hat ja nicht den besten Ruf. •• Wo liegen Ihre Schwächen? •• Was waren Ihre größten Misserfolge? •• Warum meinen Sie, sich mit derart schlechten Noten bei uns bewerben zu können? •• Sie scheinen nicht allzu gerne zu arbeiten. •• Ich zweifle daran, dass Sie der Richtige sind für uns. •• Sie kneifen wohl gerne, wenn es schwierig wird? •• Viel Praxiserfahrung haben Sie ja noch nicht. •• Was spricht eigentlich gegen Sie? •• Sie haben ja sehr theoretisch studiert – scheuen Sie die Praxis? •• Wenn es nichts auszusetzen gibt an Ihnen, warum haben Sie noch keinen Job? •• Warum die vielen Umwege in Ihrem Werdegang? •• Noch haben Sie mich absolut nicht überzeugt. •• Sie sind eigentlich zu alt/zu jung/ zu unerfahren/ zu überqualifiziert für uns, haben zu wenig Auslands-/Praxiserfahrung. •• Sie wirken recht unbeherrscht/impulsiv/sprunghaft/unentschlossen. •• Was haben Sie trotz aller guten Vorsätze noch nicht erreicht? Auf eine Frage darf Ihr Gegenüber eine Antwort erwarten. Sie selbst entscheiden aber, wie diese aussehen wird! Sie wissen selbst, welche Ihre ganz persönlichen Angstfragen sein könnten – seien Sie also ehrlich zu sich und bereiten Sie sich vor. Bleiben Sie selbstverständlich ruhig und höflich. Zeigen Sie mit Ihrer Antwort, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und eine klare Meinung dazu haben. Und stehen Sie selbstbewusst dazu, dass nicht alles optimal und rosig sein kann. Kein Mensch verlangt das nämlich von Ihnen! Ein „guter“ Personaler weiß das nämlich. Ihm ist durchaus klar, dass jeder Mensch Schwächen und Macken hat, manchmal zweifelt und unsicher ist. Diesem Personaler ist wahrscheinlich gar nicht so sehr der Inhalt Ihrer Antwort wichtig als vielmehr, wie sie mit dieser Frage umgehen. Ob Sie souverän, selbstbewusst, klug, ruhig und sachlich reagieren. Er will herausfinden, wie Sie mit ungewohnten, unerwarteten und unangenehmen Situationen umgehen. Und dies ist ein berechtigter Wunsch – schließlich zeigt auch diese Ihre Eignung für den Job. Ganz wichtig bei diesem Thema ist mir noch Folgendes: Wenn Ihnen Fragen zu unangenehm sind oder Sie den Eindruck haben, es wird hier ein typisches Stressinterview geführt (ein Gespräch also, Sie entscheiden über Wie der Antwort Ruhig und höflich bleiben Was tun beim Stressinterview? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 105 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 104 6 Zum Gespräch, bitte!104 das Sie ganz bewusst unter Druck und Stress setzen soll), dann haben Sie die Wahl, wie Sie reagieren! Entscheiden Sie selbst, wo Sie Grenzen setzen. Entscheiden Sie sehr bewusst, welche Fragen und Kommentare Sie sich verbitten. Es gibt sicherlich noch Personaler, die große Stücke auf solche Stressinterviews halten, warum auch immer. Sie argumentieren damit, dass das ganze Leben Stress bedeutet und Sie nur nachprüfen wollen, ob der Kandidat damit auch umgehen kann. Eigentlich ist diese Variante des Bewerbungsgesprächs aber nicht mehr modern. Zum einen gleitet solch ein Stressinterview allzu schnell ins Menschenunwürdige und Unhöfliche ab – die Wertschätzung und der Respekt fehlen. Andererseits haben die „guten“ modernen Personaler andere, respektvollere und angenehmere Ideen, wie sie das von dem Bewerber erfahren, was sie wissen wollen. Wenn das Gespräch also wider Erwarten zum äußerst unangenehmen Stressinterview mutiert, überlegen Sie selbstbewusst: Möchte ich in so einem Unternehmen arbeiten, wo die Visitenkarte des Unternehmens (nichts anderes ist der Personaler) mit derart respektlosen Methoden arbeitet? Möchte ich in einem Unternehmen mit so einem Menschenbild arbeiten (siehe auch das Kapitel über Werte!)? Zeigen Sie auf angemessene Weise, wenn Ihre Grenzen überschritten sind. Sie können gleichzeitig sehr deutlich und trotzdem souverän und gelassen auftreten. Üben Sie das! Sie haben die Wahl, wie Sie reagieren wollen. Und spielen Sie die Konsequenzen durch. 6.3 Nicht nur Worte zählen – die richtige und stimmige Körpersprache Vergessen Sie nicht, dass nicht nur Ihre verbale Sprache Ausdruck Ihrer Persönlichkeit ist, sondern auch die Körpersprache. Es geht hier wieder einmal nicht darum, die „richtige“ Körpersprache einzuüben, sondern einen authentischen, souveränen und selbstbewussten Eindruck zu vermitteln. Körpersprache ist ein spannendes Thema. Ich könnte ganze Bücher darüber schreiben, was mich daran so fasziniert. Hier also nur die wichtigsten Punkte, die für ein Bewerbungsgespräch wichtig sind. Erst einmal: Wir können unsere Körpersprache viel weniger verstellen als unsere verbale Sprache. Wir können es zwar versuchen (Pokerface, coole, lässige Haltung etc.), wenn wir aber nicht so empfinden, halten wir das nicht durch – weil wir uns nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren können und sollen. Wir können nicht gleichzeitig unsere Körpersprache im Auge haben, unsere vorbereiteten Antworten abrufen und außerdem noch auf unser Gegenüber achten und spontan reagieren. Somit ist unsere 6.3 Nicht nur Worte zählen – auch die Körpersprache Körpersprache lügt nicht Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 105 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 104 6.3 Nicht nur Worte zählen – auch die Körpersprache 105 Körpersprache fast so etwas wie ein Lügendetektor für unser Gegenüber. Wenn die verbale Sprache eine andere als die Körpersprache ist (man spricht hier von „inkongruentem Verhalten“) – die Sprache also links lang geht und die Körpersprache rechts lang –, dann geht in der Regel unser Gegenüber auch rechts lang. Die Körpersprache ist also letztendlich glaubwürdiger. Erstens, weil Sie viel älter ist als die Sprache – sowohl in der Menschheitsgeschichte als auch in unserer eigenen Geschichte: Als Baby können wir uns schon lange, bevor wir sprechen können, mit Gestik und Mimik verständlich machen. Und zweitens, weil sie schwieriger zu verstellen ist. Konkret heißt das zum Beispiel: Sie haben sich zwar viele souveräne, coole und selbstbewusst wirkende Floskeln und Antworten zurechtgelegt, nesteln aber ständig nervös an Ihrer Krawatte herum oder sitzen hibbelig auf der vorderen Stuhlkante. Das registriert Ihr Gegenüber und wundert sich, weil er denkt: Na, was denn nun? Was stimmt denn nun? Und diese Reaktion ist nicht gut. Ihre Glaubwürdigkeit leidet. Weil er misstrauisch wird und sehr hellhörig. Schließlich will er keinen Schauspieler einstellen und auch keine Katze im Sack kaufen, sondern ein möglichst realistisches Bild vom Bewerber bekommen. Lassen Sie also das mit dem Verstellen. Hüten Sie sich bitte auch davor (leider kursieren noch viel zu viele Bücher, die genau dies tun), Gestik und Mimik 1:1 zu interpretieren bzw. zu meinen, dies sei möglich. Eine gerunzelte Stirn heißt nicht immer, dass Ihr Gegenüber ungehalten ist. Er kann auch sehr konzentriert zuhören, Kopfschmerzen haben oder seine Brille vergessen haben. Verschränkte Arme bedeuten nicht automatisch Abwehr, es kann auch ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Gegenüber sich bequem eingerichtet hat und Ihnen jetzt konzentriert zuhören mag. Wenn Ihnen dies klar ist, geraten Sie auch nicht in die Gefahr, vermeintlich gewünschte, besonders selbstsicher oder souverän wirkende Gesten oder Haltungen einzustudieren. Das geht schief, glauben Sie mir! Unser Unterbewusstsein ist nämlich schlau und weiß: Die authentische Geste kommt einen Sekundenbruchteil vor dem dazu gesprochenen Wort, die einstudierte Geste jedoch danach. Das ist nichts, was wir bewusst registrieren – dazu geschieht es viel zu schnell. Wir registrieren jedoch sehr wohl ein leichtes Unwohlgefühl, ein kurzes „da stimmt doch was nicht“. Und das reicht, um den Personaler im Gespräch misstrauisch und hellhörig werden zu lassen. Trotzdem ist natürlich das Thema Körpersprache ein wichtiges in puncto Bewerbungsgespräch. Sie sollten sich damit auseinandersetzen und sich zu Ihrer Körpersprache auch Feedback von Freunden holen. Bewusst oder unbewusst – die Körpersprache kommt mit in die Waagschale. Dies meint auch mein Kollege, Jan Sentürk, Experte zum Thema Körpersprache. Ein Artikel von ihm lautet nicht umsonst: „Fachwissen ist Keine 1:1- Interpretation möglich Holen Sie sich Feedback Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 107 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 106 6 Zum Gespräch, bitte!106 uninteressant. Warum wir im Bewerbungsgespräch mehr auf unsere Körpersprache statt auf Kompetenzbeweise achten sollten.“ Er schreibt dort unter anderem: „Mehr als die Hälfte unserer Wirkung auf andere erzielen wir durch unsere Körpersprache. Sie ist die äußere Darstellung unserer inneren Haltung. Zwar erhält man allein aufgrund einer positiven Ausstrahlung noch keinen Arbeitsvertrag; Tatsache allerdings ist auch, dass Fachwissen für ein Bewerbungsgespräch längst nicht ausreicht.“9 Versuchen Sie lediglich, ein paar Grundregeln zu beachten. •• Vermeiden Sie Zeichen von extremer Unsicherheit oder Nervosität wie Stuhlkippeln, Stift klicken oder nervöses Nesteln an Ihrer Kleidung. Ruhig, ganz ruhig! •• Verschränken Sie nicht die ganze Zeit die Arme. Am besten legen Sie die Hände locker auf Ihre Oberschenkel oder eine Hand auf den Tisch. Wenn Sie sich Notizen machen, sind die Hände sowieso beschäftigt. •• Lehnen Sie sich nicht zu betont cool und lässig zurück und strecken Sie schon gar nicht die Beine entspannt von sich. Das ist nur flegelhaft, unangemessen und schießt Sie sofort ins Aus. •• Vermeiden Sie allzu dominante (z. B. die Hand auf die Schulter des Personalers legen) oder gar aggressive Gesten (z. B. Faust ballen). Sie sind zwar kein Bittsteller, aber Sie sind Gast und klar in der tieferen Rangposition – verhalten Sie sich entsprechend. •• Achten Sie wenigstens zwischendurch immer mal wieder auf eine entspannte und offene Grundhaltung: Sitzen Sie aufrecht (locker bitte, kein Zinnsoldat!) auf der ganzen Sitzfläche des Stuhls und halten Sie genügend Abstand zum Tisch, damit Sie Ihre Beine frei bewegen und evtl. auch mal übereinander schlagen können. •• Achten Sie zwischendurch auch immer mal wieder darauf, ob Ihre Schultern vor Anspannung hochgezogen sind – dann einfach kurz bewusst lockern und weiter geht es. •• Halten Sie unbedingt einen angenehmen Blickkontakt. Das bedeutet, dass Sie Ihrem Gegenüber in die Augen blicken, ganz natürlich, ohne Starren, aber auch ohne unsicheres ständiges Weggucken. •• Denken Sie daran, dass Sie Gast sind. Warten Sie also, bis Ihr Gegen- über Ihnen die Hand zur Begrüßung entgegenstreckt, Ihnen einen Platz anbietet, bevor Sie sich hinsetzen etc. 9 Aus dem Artikel in „Der Akademiker“, Ausgabe WS 2011/12, S. 65 von Jan Sentürk, Experte zum Thema Körpersprache, www.jansentuerk.de, und Autor mehrerer Bücher und Hörbücher, u. a. „Positive Körpersprache. Entdecke die Sprache des Lebens.“ Mai 2011, businessvillage Verlag. Grundregeln Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 107 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 106 6.4 Haben Sie noch Fragen? Ja, klar! 107 Und noch einmal der Tipp: Üben Sie mit Freunden so ein Gespräch und wünschen Sie sich explizit Feedback auf Ihre Körpersprache. Wir können meist sehr schlecht selbst einschätzen, wie wir damit wirken. So vorbereitet können Sie sich dann im Bewerbungsgespräch getrost auf anderes konzentrieren als auf Ihre Körpersprache. 6.4 Haben Sie noch Fragen? Ja, klar! Wenn Ihr Gesprächspartner Sie am Ende des Gesprächs fragt, ob Sie noch Fragen haben, unterstehen Sie sich, schüchtern „Och nö, eigentlich nicht, danke!“ zu antworten. Das wäre nämlich ausgesprochen dämlich, damit verspielen Sie eine ganz enorme Chance – in vielerlei Hinsicht! Erstens haben Sie so die Möglichkeit, für Sie noch wirklich interessante Fakten zu erfahren. Und zwar Details, die Sie in keiner Unternehmensbroschüre und auf keiner Website finden, Interna quasi. Und außerdem zeigt dies dem Personaler Ihr Interesse, Ihr Engagement, Ihre Eigeninitiative, Ihre gute und detaillierte Vorbereitung und Ihr Selbstbewusstsein. Also, Sie sehen doch hoffentlich auch, dass diese Antwort dämlich wäre, oder? Und denken Sie daran: Das Vorstellungsgespräch ist ein Gespräch auf Augenhöhe, gleichberechtigt – also stellen selbstverständlich auch Sie Fragen. Überlegen Sie sich im Vorfeld gut, was Sie fragen wollen. Sie punkten nämlich nicht unbedingt mit dummen Fragen. Dumme Fragen sind zum Beispiel die, die mit einem Blick in die Firmenbroschüre oder einem Klick auf die Website beantwortet wären. Ausgesprochen unklug ist es außerdem, wenn Sie als Erstes gleich nach dem Gehalt und der Anzahl der Urlaubstage fragen. Sind Sie nun heiß auf den Job und hoch motiviert zu arbeiten oder nicht? Na also – lassen Sie diese Fragen. Und werden Sie bloß nicht frech: Provokationen wie z. B. „Die Aktienkurse Ihres Unternehmen gehen ja im Moment gewaltig in den Keller!“ sind auch, nun ja, ausgesprochen dämlich. Dann gibt es noch dumme Fragen, die dumm sind, weil sie naiv sind. So wird Ihr Gegenüber sicher nicht mit Ihnen vertraut darüber plaudern, wie denn die Kollegen so sind und ob in der Firma ein gutes Betriebsklima herrscht. Auch die Frage, wie denn Ihre Chancen stehen, passt nicht: Sie müssen sich schon in Geduld üben, es ist ganz klar am Unternehmen, sich zu gegebener Zeit deshalb bei Ihnen zu melden. Jetzt, direkt nach dem Bewerbungsgespräch, werden Sie höchstens nerven mit dieser Frage: Erstens gibt es sicher noch weitere Gespräche mit anderen Bewerbern und zweitens lässt sich der Personaler sicher nicht in die Karten schauen. Wenn Sie sich jedoch zum Beispiel während des Gesprächs Notizen gemacht haben, dann können Sie kluge und ganz konkrete Fragen stel- 6.4 Haben Sie noch Fragen? Ja, klar! Sie können Interessantes erfahren Fragen vorbereiten Keine dummen, naiven Fragen Fragen, die sich aus Notizen ergeben Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 109 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 108 6 Zum Gespräch, bitte!108 len. Haken Sie nach, wo Ihnen etwas noch nicht ganz klar ist oder Ihr Gesprächspartner nicht ins Detail gegangen ist. Stellen Sie Erweiterungsfragen – wenn Sie über Auslandsstandorte gesprochen haben, fragen Sie nach, wo genau Sie eingesetzt werden würden. Mit noch einer speziellen Frageart können Sie meist enorm punkten. Dazu müssen Sie wissen: Ein Personaler ist auch nur ein Mensch. Und der führt vielleicht schon seit vielen Jahren täglich Bewerbungsgespräche. Was meinen Sie, wie der sich freut, wenn ihm mal ein Bewerber ungewöhnliche Fragen stellt? Fragen, die er nicht täglich x-mal gestellt bekommt. Fragen, die er spannend findet, über die er einen Moment lang mal intensiv nachdenken muss. Fragen, die ihn regelrecht aufwecken. Klar, Sie können natürlich auch an eine Schnarchnase geraten, die dröge Routine vorzieht und die so eine ungewöhnliche Frage unangenehm aufschreckt. Aber so viel Fingerspitzengefühl haben Sie sicher im Laufe des Gesprächs entwickeln können, um dies abzuschätzen. Also: Fragen Sie den Personaler doch mal, warum er sich damals für diese Firma entschieden hat und wie seine Erfahrungen seitdem sind; und schon haben Sie interessante Informationen über das Betriebsklima! Oder fragen Sie ihn nach dem Werdegang Ihrer Vorgänger auf dieser Position – dadurch erfahren Sie unter Umständen Wertvolles über die Entwicklungschancen in dem Unternehmen. Auch die Frage danach, wie Ihr Gegenüber ganz persönlich in zwei Sätzen die Firmenkultur beschreiben würde, kann für beide Seiten spannend sein. Hier noch einmal zusammengefasst mögliche Fragen, die Sie stellen können: •• Wie groß ist das Team? •• Bleibt noch kurz Zeit, den Arbeitsplatz zu sehen? •• Können Sie mir einen typischen Arbeitstag auf dieser Position beschreiben? •• Wo liegen die speziellen Herausforderungen in dieser Position? •• Woran würden Sie bzw. meine Vorgesetzten merken, dass ich mich erfolgreich eingearbeitet habe? •• Wann ist dieses Team erfolgreich? •• Wie sieht die Einarbeitung konkret aus und wer wird mein direkter Ansprechpartner sein? •• Wurde diese Stelle neu geschaffen oder gibt es sie schon länger? Wie lang waren meine Vorgänger auf dieser Position? •• Wie ist die Stelle hierarchisch in die betriebliche Organisation eingeordnet? •• Gibt es ein Organigramm des Unternehmens? •• Gibt es bei dieser Stelle Reisetätigkeit und wenn ja, wie viel? •• Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich an? Punkten Sie mit spannenden Fragen Mögliche Fragen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 109 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 108 6.5 Und dann? Die Warteschleife bewältigen 109 •• Welche Entwicklungsmöglichkeiten hätte ich im Unternehmen? •• Warum haben Sie sich damals für dieses Unternehmen entschieden und wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen? •• Wie würden Sie ganz persönlich Ihre Firmenkultur beschreiben? •• Wo arbeiten meine Vorgänger mittlerweile? •• Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen? 6.5 Und dann? Die Warteschleife bewältigen Wenn Sie nach dem Bewerbungsgespräch ein gutes Gefühl haben, vielleicht sogar ein euphorisches, wenn Sie also unbedingt möglichst gestern in dieser Firma anfangen wollen, dann erscheinen Ihnen die Tage oder sogar Wochen des Wartens hinterher sicher schier unerträglich zu sein. Zudem fühlen Sie sich völlig ohnmächtig und der Personalabteilung mit Haut und Haar ausgeliefert, zum Warten und Däumchendrehen verdammt. Stimmt gar nicht! Sie können etwas tun. Nachbereiten Zuerst einmal bereiten Sie das Gespräch bitte sehr zeitnah nach. Machen Sie sich jede Menge Notizen. Wir unterschätzen nämlich oft, wie schnell wir Details vergessen. Protokollieren Sie also quasi die wichtigen Aussagen, die guten Fragen, die für Sie interessanten neuen Details, die Sie erfahren haben. Und üben Sie sich darin, unabhängig vom Unternehmen mal eine Entscheidung zu treffen. Überlegen Sie also: •• Wollen Sie in diesem Unternehmen arbeiten? •• Wissen Sie jetzt genau, worum es geht bei dieser Position? •• Haben Sie wirklich zufriedenstellende Antworten auf Ihre Fragen bekommen? •• Welchen Eindruck haben Sie von der Atmosphäre in dieser Firma? Hektisch? Offen? Offene oder verschlossene Türen? Freundlich? Bunt? Wie ist das Gebäude? Würde es Ihnen gefallen, dort zu arbeiten? •• Haben Sie sich in dem Gespräch wohlgefühlt? War es ungestört? In einem angenehmen Raum? War der Personaler freundlich/sympathisch/gut vorbereitet oder eher unangenehm/anstrengend/undurchsichtig? •• Haben Sie sich willkommen gefühlt? •• Hat der Personaler Ihrer Einschätzung nach die Karten auf den Tisch gelegt, also transparent agiert oder schien er Details zurückhalten zu wollen? 6.5 Und dann? Die Warteschleife bewältigen Das sollten Sie sich überlegen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 111 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 110 6 Zum Gespräch, bitte!110 •• Wissen Sie jetzt, wie die Einarbeitungszeit aussehen wird? •• Haben Sie ein klares Bild davon, wie die Anforderungen sind? •• Sehen Sie sich in dieser Position wirklich – auch noch in ein oder zwei Jahren? Bedanken Eine ganz wunderbare Möglichkeit, sich noch einmal dezidiert in Erinnerung zu bringen und nachhaltiger dort zu verankern, ist die gute alte Kinderstube – bedanken Sie sich für das Gespräch. Ist zwar „alte“ Kinderstube, wird aber in deutschen Unternehmen noch viel zu selten praktiziert – in den USA ist dies bereits üblich und erwünscht. Schreiben Sie also sehr zeitnah – damit der Personaler noch einen frischen Eindruck von Ihnen hat und sich sofort an Sie erinnert, eine Mail oder einen kurzen Brief. Darin bedanken Sie sich für das Gespräch, für die Zeit, die Ihnen der Personaler eingeräumt hat, und auch für das Essen, wenn Sie eingeladen worden sind. Außerdem begründen Sie mit einem oder zwei konkreten Details bzw. Erkenntnissen aus dem Gespräch, warum Sie mehr denn je davon überzeugt sind, dort arbeiten zu wollen. Vielleicht sollten Sie auch noch etwas gerade rücken, das in dem Gespräch unglücklich gelaufen ist. Oder Sie liefern noch Details und Informationen nach, die Sie im Gespräch angekündigt haben. Dies können auch Buchtipps sein, die Ihnen im Nachhinein zu einem bestimmten Thema eingefallen sind, oder der Verweis auf einen interessanten Artikel. Und Sie schließen mit der Vorfreude auf eine baldige Antwort. Nachhaken Erfahrungsgemäß dauert eine Antwort in großen Konzernen länger als in kleinen und mittleren Unternehmen – das können vier bis sechs Wochen werden. Wenn Sie also nicht bereits im Bewerbungsgespräch gefragt haben, wann Sie mit einer Entscheidung und Nachricht rechnen können: Warten Sie ein bisschen ab und fragen nach ca. einer Woche in der Personalabteilung nach, wie der aktuelle Stand ist und wann Sie mit einer endgültigen Antwort rechnen können. Inhaltliche Fragen sind überflüssig, es sei denn, Sie haben den Gesprächspartner bzw. Entscheider direkt am Telefon. Aber in der Regel rufen Sie in der Personalabteilung an und die haben sowieso keine detaillierten Kenntnisse bzw. reden nicht darüber. Stellen Sie also nur formale Fragen nach Fristen etc. Wenn Sie sehr ungeduldig sind, dann können Sie in diesem Gespräch sehr freundlich fragen, wann Sie sich noch einmal melden dürfen. Und dann: Klappe halten! Trotz aller Begeisterung, Unruhe und Ungeduld – Mail oder kurzer Brief Bekräftigen Sie Ihr Interesse Details und Informationen nachliefern Der richtige Zeitpunkt Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 111 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 110 6.5 Und dann? Die Warteschleife bewältigen 111 wenn Sie jetzt wöchentlich dort anrufen und nachfragen, nerven Sie nur alle und das nutzt Ihnen ganz sicher nicht. Manche Prozesse dauern eben etwas länger – vielleicht weil dazwischen eine wichtige Branchenmesse liegt und alle damit beschäftigt sind, oder ein Entscheider ist im Urlaub oder krank – oder warum auch immer. Mit Drängelei erreichen Sie also gar nichts, bleiben Sie freundlich, zeigen Sie Verständnis – und warten Sie ab und üben Sie sich in Geduld! Tja, und wenn sich das Unternehmen dann gar nicht mehr meldet? Auch das passiert, immer wieder. Wenn Ihnen sehr an der Position gelegen ist, fragen Sie drei Wochen später noch einmal nach. Einmal! Wenn sich dann immer noch niemand meldet, wenn Sie noch nicht mal eine Information bekommen, dass es noch dauert – dann trauern Sie einen Tag heftig oder ärgern sich … Und dann haken Sie diesen Laden ab! Die haben Sie nicht verdient. Die sind einfach lahm und/oder grob unhöflich und respektlos. Kurz weinen, am Boden liegen, dann schnell aufstehen, sich schütteln und weitermachen! Mehrere Eisen im Feuer Machen Sie nicht den Fehler, eine Bewerbung nach der anderen abzuschicken und immer erst das Ergebnis abzuwarten, bevor Sie ins nächste Gespräch gehen. Das dauert ewig und ist ausgesprochen unproduktiv. Sie bremsen sich dadurch selbst und messen der einzelnen Bewerbung, dem einzelnen Gespräch zudem viel zu viel Gewicht bei. Wenn Sie von vornherein wissen, da stehen noch zwei oder drei Bewerbungen aus und vielleicht sogar noch ein Gespräch, dann fällt Ihnen das Warten auch leichter. Das wiederum tut Ihrem Selbstbewusstsein gut. Sie sollten nie alle Hoffnung auf nur eine Stelle setzen und, wenn sich da nichts tut, sich als gescheitert betrachten. Denken Sie immer daran: Nicht nur Sie wollen einen Job, sondern auch die Unternehmen wollen frische, gute, qualifizierte Topleute wie Sie. Sie haben es nicht nötig, sich nur auf eine einzige Stelle zu versteifen. Sicher, es gibt die Traumjobs, bei denen es dann bei einer Absage oder beim Sich-nicht-mehr-Melden des Unternehmens deutlich schwerer fällt loszulassen. Aber glauben Sie mir (und das ist nicht so esoterisch gemeint, wie es klingt!): Wenn die Zeit reif ist, dann geht es ganz leicht. Wenn dieser vermeintliche Traumjob jetzt nicht klappt – dann war er noch nicht der richtige für Sie! Vertrauen Sie darauf! Das sage ich Ihnen aus voller Überzeugung und eigener Lebens- und Berufserfahrung von doch schon mehr als 20 Jahren. Es kommt was Besseres nach! Haushalten Sie gut mit Ihren Nerven, Sie brauchen sie! Verkriechen Sie sich also nicht vor lauter Gram, Wut, Trauer oder Selbstzweifel, wenn es nicht geklappt hat. Das bringt Wenn Sie gar keine Antwort bekommen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 113 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 112 6 Zum Gespräch, bitte!112 Ihnen auf Dauer nichts. Eine Weile dürfen Sie, meinetwegen auch ein paar Tage. Aber dann, wie gesagt: aufstehen – sich schütteln – weitergehen. Der Traumjob kommt noch.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Selbstbewusst starten.

Sie haben die Uni hinter sich, die letzten Prüfungen sind geschrieben und jetzt scharren Sie mit den Füßen: Sie wollen endlich loslegen und selbstbewusst ins Berufsleben starten!

Dabei hilft Ihnen dieses Buch und zwar mit ungewöhnlichen Ideen. Sie finden hier viele Tipps und Infos für die gelungene Bewerbung und das gute Bewerbungsgespräch.

Klare Vorteile:

* Standort- und Potenzialanalyse: So klappt der Start ins Berufsleben

* Authentisch bleiben: Auf Dauer können Sie sich nicht verstellen!

* Ratgeber, der Mut macht und bei der Jobauswahl wirklich hilft.

"Erfrischend. [...] Stackelberg berichtet auch von ihren langjährigen Erfahrungen als Trainerin, von besonderen Erlebnissen mit Bewerbern und vergisst auch die Sicht des Personalmanagers nicht. Klar, dass dabei viele brauchbare Tipps herauskommen, selbstverständlich auch für die Bewerbungsunterlagen, die richtigen Formulierungen bei Anschreiben und Lebenslauf sowie fürs Vorstellungsgespräch. Selbst die ersten hundert Tage im Job werden nicht vergessen. Die lockere und unprätentiöse Sprache macht das Buch im Übrigen sehr unterhaltsam." in: WISU-KARRIERE 5/2012

Autorin:

Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein®, unterstützt als Coach mit Leidenschaft, Empathie und Know-how Menschen dabei, selbstbewusster zu werden. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ratgeber "Selbstbewußtsein" (2009) und "Angstfrei arbeiten" (2010).