3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse in:

Bettina Stackelberg

Karrierestart für Hochschulabsolventen, page 38 - 55

Selbstbewusst. Erfolgreich. Authentisch.

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4247-2, ISBN online: 978-3-8006-4248-9, https://doi.org/10.15358/9783800642489_38

Series: Vahlen Praxis

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Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 41 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse Wie alt sind Sie? 23 … 25 … 29? Nun, dann bringen Sie schon jede Menge mit: Sie haben viel erlebt, Erfahrungen gesammelt, Erfolge gehabt und Fehler gemacht, dazugelernt, Fremdes erkundet, haben Menschen schätzen gelernt oder sind von ihnen enttäuscht worden, haben Vorlieben und Abneigungen entdeckt, Ängste und Selbstzweifel ausgehalten und überwunden. Sie haben 12 oder 13 Jahre Schule geschafft, etliche Jahre studiert, Prüfungen und Examen bestanden, Arbeiten verfasst, Praktika absolviert, sind vielleicht dafür auch im Ausland gewesen, haben Sprachen gelernt. Warum ich diese in Ihren Augen vielleicht Selbstverständlichkeiten extra aufzähle? Eben drum! Damit Sie begreifen, dass dies alles eben keine Selbstverständlichkeiten sind, die nicht wirklich zählen. Oft höre ich von Absolventen: „Was kann ich im Bewerbungsgespräch denn schon für Forderungen stellen – ich bring ja noch quasi nichts mit, steh doch noch ganz am Anfang!“ Nein! Ein Baby steht noch ganz am Anfang und selbst ein Baby kann schon jede Menge. Weg mit den Scheuklappen und dem Tiefstapeln – analysieren Sie im Folgenden mal genau, was Sie wirklich alles mitbringen. Sie werden sehen: Es ist sehr viel mehr, als Sie dachten! Das muss Ihnen erst deutlich und klar sein, damit Sie selbstbewusst in Bewerbungsgespräche gehen können. Ab wann meinen Sie sonst damit anfangen zu können, Forderungen zu stellen? Mit zwei Fremdsprachen oder erst mit drei? Mit einem, fünf oder zehn Jahren Berufserfahrung? Mit dem MBA oder erst mit dem Doktortitel? Eben! Es geht schließlich nicht ums Aufschneiden und Angeben, sondern um eine selbstbewusste Präsentation dessen, was Sie mitbringen. Und glauben Sie mir: Nach vielem, was Sie mitbringen, lecken sich viele Unternehmer die Finger! Sie werden gebraucht! 3.1 Meine Stärken Machen Sie doch mal einen kleinen Test: Fragen Sie erst zehn Menschen nach Ihren Stärken und dann zehn andere nach Ihren Schwächen. Was glauben Sie – wer antwortet schneller? Ich mache in Seminaren und im Coaching immer wieder die Erfahrung, dass Menschen sofort und sehr ausführlich über ihre Schwächen reden können und ihnen zig Ansatzmöglichkeiten für Verbesserung und Weiterentwicklung einfallen. Wenn ich z. B. in Rhetorikseminaren anfangen würde, den Redner nach seinem Vortrag zu fragen: „Wie wars?“, dann kämen sehr schnell garan- Sie haben schon viel erlebt Selbstbewusst präsentieren, was Sie mitbringen Schwächen sind präsenter Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 43 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 42 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse42 tiert Antworten wie: „Ich hab gestottert!“ oder „Ich hab den Faden verloren und Augenkontakt hab ich auch nicht genug gehalten!“. Nun habe ich es mir aber angewöhnt, den Redner nach seinem Vortrag als Erstes zu fragen: „Was hat Ihnen selbst gut gefallen?“ … Schweigen im Walde. Verdutzter Blick, Unsicherheit. „Wie? Gefallen?“ „Ja, was war gut, was hat Ihnen gefallen?“ Sehr viele haben große Mühe (und verdanken es nur meiner Hartnäckigkeit!), überhaupt Antworten auf diese Frage zu finden. Was fällt Ihnen zum Beispiel hier als Erstes spontan auf? 3 + 5 = 8 2 + 4 = 6 10 – 5 = 5 8 – 6 = 2 3 × 3 = 9 5 + 4 = 7 3 + 2 + 4 = 9 2 + 6 – 4 = 4 Geben Sie es zu – Ihre spontane Antwort war: Eine Rechnung ist falsch! Sehen Sie, Sie sagen nicht: Sieben Rechnungen sind richtig. Sie haben ihn also auch verinnerlicht, den Fehlerfokus, auch Sie haben eher die Schwächen- als die Stärkenbrille auf der Nase. Das haben wir unter anderem unserem Schulsystem zu verdanken – nur die Fehler werden angemerkt, nicht all das, was richtig ist. Um beim Beispiel von eben zu bleiben: Es gibt ja sehr viele Trainer, die Präsentations-, Rhetorik- oder Vortragsseminare anbieten. Und es gibt Kollegen, die z. B. damit werben, der „härteste Rhetoriktrainer Deutschlands“ zu sein. Oder gar – die Steigerung davon – „Deutschlands brutalster Rhetoriktrainer“, der mit einem ausgeklügelten Bestrafungssystem in seinen Seminaren arbeitet. Die Seminare von ihm boomen, sind extrem teuer und – ja, das will ich nicht in Abrede stellen – ausgesprochen erfolgreich. Redner und Verkäufer, die an seinen Seminaren teilnehmen, sind hinterher bessere Redner und Verkäufer. Dieser Kollege würde meine Art zu arbeiten sicher als ineffektiven Kuschelkurs bezeichnen. Und trotzdem arbeite ich sehr viel lieber mit und an den Stärken von meinen Teilnehmern, Coaching-Klienten oder Ihnen, meinen Lesern. Ich sage Ihnen auch, warum: Wenn wir das Augenmerk v. a. auf unsere Schwächen richten, dann tun wir das mit nicht besonders viel Lust darauf: „Wir müssen jetzt endlich mal was ändern“. „Müssen“ macht keinen Spaß! „Müssen“ hat die Qualität von „Ich muss nachsitzen und 100-mal schreiben ,Ich darf nicht schwätzen!‘“. Und wenn wir dann mit viel Selbstdisziplin und Übung und harter Arbeit tatsächlich besser geworden sind, werden aus unseren Schwächen deshalb noch lange kei- Schuld daran: der Fehlerkokus Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 43 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 42 3.1 Meine Stärken 43 ne Stärken. Wir sind besser geworden, vielleicht sind wir jetzt gesundes Mittelmaß. Wenn wir uns stattdessen vor allem auf unsere Stärken konzentrieren, machen wir das von vornherein mit deutlich mehr Spaß an der Sache. Wir kommen weg vom Mangeldenken „Ich kann das nicht“ hin zum Fülledenken „Ich kann das!“. Ich werde mir klar darüber, wo meine Stärken liegen. Ich begreife vielleicht das erste Mal überhaupt bewusst, dass ich überhaupt Stärken habe. Dies macht mich natürlich selbstbewusster und ich gehe mit mehr Lust und Leichtigkeit daran, diese Stärken auszubauen. Das erfordert lange nicht so viel Selbstdisziplin und harte Arbeit und Blut, Schweiß und Tränen. Und mit der Zeit verfeinere und erweitere ich diese Stärken – und aus Stärken kann etwas Exzellentes werden. Also, los geht’s! Beschäftigen wir uns mit Ihren Stärken, denn: „Das Verstehen deiner Stärken macht sie größer!“, wusste schon Marquis de Luc de Clapiers Vauvenargues (1715–1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller. Übung: Stärken 1 – Selbstbild Schreiben Sie bitte auf die Liste in der CD mindestens (!!!) zehn Ihrer Stärken. Nicht zwei, nicht fünf, sondern mindestens zehn. Beziehen Sie sich dabei bitte sowohl auf den Job als auch auf das Privatleben. Welche Stärken haben Sie? Und es dürfen natürlich auch mehr als zehn sein – nur nicht weniger. Wichtig dabei: Filtern Sie nicht, werten Sie nicht, beurteilen Sie nicht – sammeln Sie nur. Meine Stärken: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Fragen zur Liste: •• Fiel es Ihnen schwer, zehn Stärken zu finden? Wenn ja, warum? Haben Sie vielleicht zu schnell gewertet, war vieles in Ihren Augen keine Stärke, sondern Selbstverständlichkeit? Oder sind Sie vielleicht mit einem großen Perfektionsanspruch vorgegangen? •• Wenn es anfangs schwer fiel: Wie haben Sie es dann doch geschafft, mindestens zehn Stärken aufzuschreiben? Fülledenken statt Mangeldenken Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 45 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 44 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse44 •• Wenn Sie jetzt Ihre Liste ansehen: Ist etwas Verwunderliches, Neues zu entdecken? •• Mögen Sie bestimmte Stärken besonders – welche und warum? •• Finden Sie bestimmte Stärken nicht besonders toll – welche und warum? •• Welches sind Ihre drei Hauptstärken/Lieblingsstärken? Warum sind sie das? •• Muss „man“ bestimmte Stärken haben? Sind einige Ihrer Stärken besonders politisch korrekt, weil „man“ sich in dieser Gesellschaft so verhalten sollte? •• Wenn Sie sich Ihre drei Hauptstärken herauspicken: Woran merke ich genau, dass dies Ihre Stärken sind? Beschreiben Sie bitte drei konkrete Situationen aus dem Alltag. Übung Stärken 2 – Fremdbild cd Schreiben Sie bitte eine zweite Liste – diesmal geht es um die Sichtweise anderer: •• Was würde Ihr bester Freund/Ihre beste Freundin sagen, wenn ich ihn/sie nach Ihren Stärken fragen würde (wenn Sie eine Frau sind, fragen Sie eine Frau, wenn Sie ein Mann sind, fragen Sie einen Mann)? •• Was würde ein wichtiger Mann/Ihr Freund bzw. eine wichtige Frau/Ihre Freundin sagen, wenn ich ihn/sie nach Ihren Stärken fragen würde (jetzt das jeweils andere Geschlecht, bitte)? •• Was würde Ihnen eine für Sie wichtige ehemalige Chefin oder Ihr ehemaliger Chef sagen? Was würden Ihnen wichtige (ehemalige) Kollegen sagen? Fragen zur Liste: •• Welche Stärken kamen noch hinzu? •• Gibt es Unterschiede, ob ein Mann oder eine Frau Ihre Stärken nennt? •• Wie geht es Ihnen damit, dass diese Menschen dies als Ihre Stärken ansehen? Freuen Sie sich darüber? Ist Ihnen die eine oder andere der genannten Stärken eher unangenehm – sehen Sie es anders? •• Wie sehr stimmen Selbst- und Fremdbild überein? Wo unterscheiden sie sich? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 45 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 44 3.1 Meine Stärken 45 •• Wie sehr ist Ihr Wohlbefinden von der Meinung anderer abhängig? Wollen Sie unbedingt, dass bestimmte Menschen bestimmte Stärken an Ihnen schätzen oder ist Ihnen das gleichgültig? •• Auf die Meinung welcher Menschen legen Sie besonders viel Wert? Ein letzter mir wichtiger Punkt zum Thema Stärken: Wenn Sie sich schon so viele Gedanken zu Ihren Stärken machen, tun Sie mir bitte noch einen Gefallen: Werden Sie konkret! Verschenken Sie keine wertvollen Chancen allein dadurch, dass Sie sich in Floskeln und Standardformulierungen verlieren. Versuchen Sie also möglichst, solche 08/15 Stärken zu vermeiden wie „innovativ“, „flexibel“, „teamfähig“, „dynamisch“ oder „motiviert“. Nur weil Sie meinen, diese „Tugenden“ sind gefragt und machen Sie besonders attraktiv, punkten Sie damit noch lange nicht, weil: Diese Begriffe werden inzwischen einfach viel zu häufig benutzt, diese „Stärken“ sind dadurch inzwischen so allgemeingültig, dass sie austauschbar und beliebig werden. Sie gehen damit unter im Meer der Motivierten, Teamfähigen, Dynamischen! Sie verlieren an Kontur, an Wiedererkennungswert und an individueller Eigenart. Außerdem langweilen Sie den armen Personaler, der vor Ihnen sitzt, unsäglich, weil der Arme sich das jeden Tag zigmal anhören muss! Und: Neben der Tatsache, dass diese Stärken derart abgegriffen sind, sagen sie zudem auch nichts aus: Wer schließlich würde von sich sagen: „Ich bin unmotiviert, ganz und gar nicht dynamisch, sehr altmodisch und festgefahren“? Wenn Sie unbedingt darauf bestehen, eine dieser Stärken zu nennen, dann werden Sie konkret! Konkrete Stärken •• „Dynamisch sein bedeutet bei mir, dass ich nicht darauf warte, bis mir neue Aufgaben zugeteilt werden – ich suche aktiv danach und bin neugierig darauf!“ •• „Ja, ich bin teamfähig. Ich kann mich also gut einfügen in eine Gruppe Menschen – wir können dann gemeinsam mehr leisten. Ich weiß aber auch genau, wann Teamarbeit nicht angebracht ist, weil ich alleine konzentrierter und schneller vorankomme.“ •• „Eine innovative Idee von mir? Ich habe unser Examensfest organisiert, das Ganze fand an einem der Sternschnuppen-Abende in einer Sternwarte statt und ich habe dafür zahlreiche Sponsoren aus der Wirtschaft akquirieren können.“ Denken Sie daran: Sie wollen herausstechen aus der Masse, hängen bleiben im Gedächtnis der Personaler – seien Sie also individuell und im rechten Maße anders. Stärken konkret belegen Seien Sie individuell Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 47 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 46 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse46 Übung Stärken 3 – … das heißt konkret? Also – werden Sie konkret, und zwar folgendermaßen: •• Ihre Stärke: Sie können gut motivieren. Nennen Sie ein konkretes Beispiel, eine konkrete Situation: •• Ihre Stärke: Sie sind kreativ. Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: Sie sind sehr kommunikativ. Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: Sie sind sehr belastbar. Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: . Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: . Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: . Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: . Konkretes Beispiel: •• Ihre Stärke: . Konkretes Beispiel: Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 47 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 46 3.1 Meine Stärken 47 So – jetzt haben Sie also ein fundiertes Selbst- und Fremdbild über Ihre Stärken. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich ein so allumfassendes Bild wollte und nicht nur Ihre beruflichen Stärken. Wo es doch um Ihren Karrierestart geht und es da völlig unwichtig ist, ob Sie z. B. gut kochen können. Wenn Sie nicht Koch werden wollen, haben Sie sicher recht. Ich habe das aber aus gutem Grund getan: Ich möchte Ihnen den Blick öffnen für das „Gesamtpaket“, das Sie zu bieten haben. Ich behaupte nämlich jetzt mal ganz frech: Wir können uns nie genug unserer Stärken und Ressourcen bewusst sein! Allzu oft sind wir es uns nämlich zu wenig! Wir stellen viel zu schnell unser Licht unter den Scheffel, stapeln tief, vergleichen uns mit anderen und meinen dann viel zu schnell (durch unseren Tunnelblick), dass alle anderen besser, höher qualifiziert und fähiger sind. Oder wir meinen allzu schnell, dass diese oder jene Stärke „doch gar nichts Besonderes“ sei, das könne doch jeder. Ja, es gibt auch das andere Extrem – auch unter Absolventen. Die „Hoppla, jetzt komm ich, die Welt hat auf mich gewartet!“-Beglücker. Die sich allzu sehr ihrer Stärken und viel zu wenig ihrer Schwächen bewusst sind. Ich vermute aber, dass solche Absolventen dieses Buch gar nicht lesen – sie wissen doch schon alles, nicht wahr? Falls doch der eine oder andere mal reinblättert, sei ihm gesagt: Hüten Sie sich vor guten Personalern! Die zerpflücken nämlich Überheblichkeit, Arroganz und „Ich muss nix mehr lernen!“-Haltungen ganz schnell und holen Sie auf den Boden der Tatsachen zurück. Also zurück zu der vermutlich größeren Leserschaft, den Zauderern und Tiefstaplern: Selbstbewusstes Auftreten im Bewerbungsgespräch oder im ersten Job kann nur dann funktionieren, wenn Sie sich Ihrer selbst auch wirklich bewusst sind! Sie strahlen es aus – ein funktionierendes genauso wie ein schwaches Selbstbewusstsein. Daher: Seien Sie sich Ihrer Stärken bewusst und seien Sie auch angemessen stolz darauf! Ja, ich sage es noch einmal: Seien Sie stolz darauf – eine Haltung, die ziemlich verpönt ist in unserer Gesellschaft. Ich spreche nicht vom grundlosen oder überheblichen, die anderen abwertenden Stolz. Sondern vom gesunden Stolz, der zu einem gesunden Selbstbewusstsein gehört. Sie wirken mit gesundem Stolz auf sich und Ihre Stärken selbstbewusster nach außen und außerdem bringt er auch noch einen weiteren Vorteil mit sich: Wenn Sie stolz auf Ihre Stärken sind, wenn Sie sich ihrer sicher sind, dann sind Sie viel unabhängiger von der Meinung anderer. Sicherlich ist konstruktives Feedback von den richtigen Menschen unglaublich wertvoll und hilfreich, keine Frage! Das sollten Sie auch stets suchen, einfordern und gegebenenfalls natürlich auch befolgen. Die Fremdsicht auf sich selbst ist wichtig, oft sehen wir unsere blinden Flecke nicht. Mit unserer eigenen Sicht kommen wir oft nur bis zu einem bestimmten Punkt – dahinter ist der Spiegel von außen wichtig. Machen Sie sich Ihr „Gesamtpaket“ bewusst Gesunder Stolz, gesundes Selbstbewusstsein Unabhängig von der Meinung anderer Suchen Sie konstruktives Feedback Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 49 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 48 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse48 Ja, konstruktives Feedback ist wichtig. Konstruktives Feedback ist nämlich wohlmeinend. Und viele Meinungsäußerungen anderer über meine (vermeintlichen) Stärken sind eben nicht wohlmeinend. Wenn ich mich traue, selbstbewusst zu meinen Stärken zu stehen, dann ecke ich damit bei so manchem Zeitgenossen an: Bei Neidern, die sich eben nicht trauen, zu ihren Stärken zu stehen. Bei Neidern, die diese Stärke auch so gerne hätten. Bei gewohnheitsmäßigen Tiefstaplern, die das infam und arrogant finden. Bei den Hardlinern, die mich erst einmal verunsichern wollen. Oder auch einfach bei Menschen, die es anders sehen: die meinen, das sei gar keine Stärke oder ich hätte diese Stärke gar nicht. Ja, das kann passieren. Wenn Sie den Mund aufmachen und sich zeigen, ist zeitweise der Spot auf Sie gerichtet. Und wo Licht ist, ist auch Schatten. Wenn Sie dies also scheuen, dann dürfen Sie den Scheinwerfer nicht anknipsen. Dann dürfen Sie sich aber auch nicht beschweren, wenn keiner sieht, welche Stärken Sie haben. Und wenn dann im Zweifelsfall ein anderer den Job bekommt. Zu diesem Thema gibt es mehr im Kapitel über gelungene Eigen-PR. Wie gesagt: Wenn Sie sich Ihrer Stärken sicher sind, kann es Ihnen eher egal sein, ob das die anderen auch so sehen. Sie wissen, Sie haben diese Stärken. Punkt. Da gibt es erst mal nichts dran zu rütteln. Das ist gut und das macht unabhängiger von der Meinung anderer. Es reißt Sie nicht gleich in den Abgrund, wenn z. B. ein wichtiger Personaler diese eine Stärke partout nicht sehen will oder gar in Abrede stellt. Und so laufen Sie weniger Gefahr, sich ständig nach den anderen auszurichten, und plagen sich nicht mehr so viel mit Fragen herum wie „Was könnte denen gefallen?“ oder „Ob denn meine Stärken reichen?“. Klar, diese Fragen kommen immer wieder und das ist auch normal. Sie machen Ihnen das Leben aber dann nicht immer wieder zur Hölle. Sie kommen also gelassener, selbstbewusster, entspannter und gesünder durch den Bewerbungsprozess (und durchs Leben!). Wie Sie nun die Stärken, die Sie herausgefunden haben, wirkungsvoll und adressatengerecht platzieren können – darüber erfahren Sie mehr im Kapitel über gelungene Eigen-PR. 3.2 Meine Werte Sie fragen sich vielleicht, was denn Ihre Werte und Wertvorstellungen in einem Kapitel über Ihre Potenziale zu suchen haben. Werte sind ja schließlich etwas, was mich weit über meinen Beruf hinaus bestimmt und leitet. Werte und Normen sind so etwas wie Fixsterne in unserem Leben. Sie geben uns Orientierung, wir können uns immer wieder – egal von wel- Werte und Normen als Fixsterne Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 49 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 48 3.2 Meine Werte 49 chem Standpunkt aus und zu welchem Zeitpunkt – danach ausrichten. Werte haben Bestand: „Eine Freude, die von außen kommt, wird uns auch wieder verlassen. Jene Werte aber, die im Innern wurzeln, sind zuverlässig und dauernd.“ So schrieb schon Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr.–65 n. Chr.), römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller. Keine Sorge, ich halte Ihnen jetzt keinen philosophischen Vortrag über Tugenden und Werte. Nein, Werte haben für mich einen ganz handfesten Nutzen für die Berufswahl: Werte sind Fixsterne, nach denen ich mich immer wieder ausrichten kann. Werte sind Wegweiser im Leben, Werte stehen auch stets hinter meinen Zielen und Visionen. Nur wenn ich langfristig in einer Umgebung, einer Firma und mit Menschen arbeite, die mit meinen Werten in Übereinstimmung zu bringen sind, werde ich glücklich. Übung: Wie finde ich meine Werte? Hier finden Sie einige Leitfragen, die Ihnen helfen, Ihre Werte zu finden. Beschäftigen Sie sich nur mit einer oder mit mehreren Fragen, ganz wie Sie mögen: •• Welcher Mensch hat Sie bislang ganz besonders beeindruckt im Leben? Wofür steht dieser Mensch für Sie insbesondere? Welche Werte repräsentiert dieser Mensch für Sie? •• Welche Verhaltensweisen von Menschen ärgern, nerven oder verletzen Sie ganz besonders? Welche Menschen bringen Sie ganz besonders auf die Palme? Welche Ihrer Werte werden hier massiv verletzt? •• Wofür stehen Sie? Welche Antworten auf diese Frage wünschen Sie sich von Ihrer Familie, Ihren Freunden? •• Welche dieser Werte sprechen Sie ganz besonders an? •– Disziplin •– Gehorsam •– Leistung •– Pflichterfüllung •– Treue •– Authentizität •– Zuverlässigkeit •– Fleiß •– Bescheidenheit •– Pünktlichkeit •– Anpassungsfähigkeit •– Wertschätzung •– Respekt •– Offenheit •– Gleichbehandlung •– Autonomie Werte stehen hinter Zielen und Visionen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 51 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 50 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse50 •– Genuss •– Abenteuer •– Spannung •– Abwechslung •– Kreativität •– Selbstverwirklichung •– Macht •– Unabhängigkeit •– Neugier •– Anerkennung •– Ordnung •– Ehre •– Idealismus •– Integrität •– Vertrauen •– Achtsamkeit •– Beziehung •– Status Wenn Sie mögen, dann denken Sie doch noch ein bisschen mehr nach über Ihre Werte. Das schärft die Gedanken und bietet auch interessanten Gesprächsstoff mit anderen philosophisch Interessierten! •• Kann ein Mensch zum Beispiel gleichzeitig die sich scheinbar so ausschließenden Werte wie „Freiheit“ und „Sicherheit“ haben und wenn ja: Wie kann das funktionieren? •• Welche Werte sind Ihrer Meinung nach in der künftigen Berufswelt besonders wichtig? •• Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass „Freiheit“ der am meisten diskutierte Wert ist? •• Wie können Unternehmenswerte zum Beispiel deren Produkte oder Dienstleistungen prägen? •• Wie können wir mutiger werden und nicht immer nur politisch korrekte Werte unser eigen nennen? •• Was entgegnen Sie einer Aussage wie: „Werte sind spießbürgerlich und altmodisch“? •• Und noch eine sehr wichtige Frage zum Schluss – seien Sie bitte besonders achtsam und ehrlich bei der Beantwortung: Sind diese Werte, die Sie herausgefunden haben, wirklich Ihre ganz individuellen, Ihre persönlichen Werte? Oder sind das politisch korrekte Werte, wie sie von der Gesellschaft oder Ihrer Familie erwartet werden („So hat man zu sein“)? Natürlich dürfen Sie die Werte Ihrer Familie auch teilen – streichen Sie jedoch die Werte, die eigentlich nicht wirklich Ihre sind. Gedanken über Werte Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 51 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 50 3.2 Meine Werte 51 Manche Werte und Normen waren und sind für Ihre Eltern gut und richtig, aber nicht für Sie. Leben Sie Ihr eigenes Leben, mit Ihren eigenen Visionen und Zielen, mit Ihren eigenen Werten. Was fangen Sie mit all den Werten an, die Sie für sich herausgefunden haben? Langfristig können Ihre Werte Ihnen eine gute Richtschnur sein: Bewege ich mich mit diesem Job eher zu meinen Werten hin oder von ihnen weg? Passt diese Veränderung zu meinen Werten? Bleibe ich mir und meinen Werten mit dieser oder jener Entscheidung treu oder verrate ich sie? So manch seltsames Bauchgefühl, wenn es um potenzielle Kunden oder Aufträge ging, konnte ich mir dann gut erklären, als ich den Zusammenhang mit meinen Werten erkannte. Als ich sah: Wenn ich diesen Auftrag annehme, bringt mir das zwar gutes Geld, ich verrate aber meine Überzeugungen und das tut mir nicht gut. Noch ein wichtiger Bereich, in dem Sie Ihre Werte mit in die Waagschale werfen sollten: Passen die Werte des Unternehmens, bei dem Sie sich gerade bewerben, zu Ihren eigenen Werten? Jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, hat eigene Unternehmenswerte, Leitbilder oder Ähnliches. Diese klingen meist sehr beeindruckend und nachvollziehbar, sind jedoch auf den zweiten Blick allzu oft recht banale, allgemeingültige und somit wenig aussagekräftige Worthülsen. Kommen Sie z. B. auf Anhieb drauf, für welche Unternehmen diese beiden Leitbilder stehen? •• Wir schaffen Werte für unsere Kunden, wir hören ihnen zu und erfüllen ihre Anforderungen. Wir messen uns am Erfolg unserer Kunden durch unsere Produkte und Dienstleistungen. Wir sorgen für eine zeitgemäße Führungskultur. Wir pflegen Fairness, Toleranz und Chancengleichheit! Wir orientieren uns an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Wir achten die Würde des Menschen. •• Wir machen unsere Kunden stark – und verschaffen ihnen Vorteile im Wettbewerb. Wir treiben Innovationen voran – und gestalten die Zukunft. Wir steigern den Unternehmenswert – und sichern uns Handlungsfreiheit. Wir fördern unsere Mitarbeiter – und motivieren zu Spitzenleistungen. Wir tragen gesellschaftliche Verantwortung – und engagieren uns für eine bessere Welt. Klingt beeindruckend – Sie können diese beiden Leitbilder mit Sicherheit 100 %ig unterschreiben, nicht wahr!? Das können Sie deshalb, weil sie so schwammig und wenig aussagekräftig sind. Nutzen Sie zum Beispiel genau dies für ein Bewerbungsgespräch. Fragen Sie nach, werden Sie konkreter: Fragen Sie, woran Sie es im Arbeitsalltag merken würden, dass dieses Unternehmen sein Leitbild lebt? Glauben Sie mir: So mancher Personaler würde sich freuen, einmal so eine Frage zu hören! Endlich mal etwas anderes als die 08/15-Fragen nach Aufstiegschancen, Gehalt oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Werte des Unternehmens Oft schwammige Unternehmensleitbilder Fragen Sie nach Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 53 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 52 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse52 Ach ja – die beiden Unternehmen mit den oben zitierten Leitbildern sind MAN und Siemens! Hätten Sie das gewusst? Wie sieht eigentlich Ihr eigenes Leitbild aus? Schreiben Sie doch jetzt, nachdem Sie Ihre Werte genauer kennen, mal eins in zwei oder drei Sätzen. Konkret, knackig und auf den Punkt gebracht. Übung: Werterad Zeichnen Sie in das Rad für jeden Ihnen wichtigen Wert eine Speiche und beschriften Sie die Speichen außerhalb des Kreises mit Ihren Werten. Nun machen Sie eine aktuelle Bestandsaufnahme, wie sehr Sie im Augenblick Ihre Werte leben: Die Speichen entsprechen einer Skala von 0 bis 10. 0 ist im Kreismittelpunkt und bedeutet: Ich lebe diesen Wert momentan überhaupt nicht. 10 liegt am Kreisrand und bedeutet: Ich lebe diesen Wert zu 100 %. Auf diese Weise sehen Sie sehr deutlich, wie viel Platz Ihre Werte momentan in Ihrem Leben haben. Das kann eine reine Bestandsaufnahme sein, vielleicht dient das Werterad Ihnen aber auch dazu, Dinge in Ihrem Leben zu verändern, damit Ihre Werte wieder wirksamer werden. Um mit dem Rad zu arbeiten, können Sie sich folgende Fragen stellen: •• Zeichnen Sie je Wert möglichst spontan auf der Skala den Punkt ein, wo Sie sich gerade befinden (von 0 bis 10). •• Bei welchen Werten sind Sie mit Ihrer Beurteilung zufrieden? •• Bei welchen Werten finden Sie Ihre Beurteilung bedenklich? •• Wenn Sie nicht zufrieden sind mit dem „Wert Ihres Wertes A“ – was wollen Sie tun? Was können Sie ändern, damit dieser Wert wieder mehr Platz in Ihrem Leben hat? •• Entwickeln Sie hierfür einen konkreten Maßnahmenplan: Was tun Sie wann, wo, wie lange, mit welcher Hilfe? Hierbei können Sie wieder die SMARTe Zielformel anwenden (S = spezifisch, M = messbar, A = attraktiv (attainable), R = rea listisch, T = terminiert). Woran merken Sie, dass Sie dieses Ziel erreicht haben? •• Wiederholen Sie die Arbeit mit dem Werterad von Zeit zu Zeit. Vielleicht kommen neue Werte dazu. Vielleicht verändert sich die Beurteilung Ihrer Werte. Überprüfen Sie hin und wieder, wo Sie stehen (dies kann auch gut auf Ihrem „inneren einsamen Berg“ stattfinden oder immer dann, wenn Sie sich eine Auszeit gönnen für ein Zwischenresümee, für eine aktuelle Standortbestimmung). Absolventin fragt: Ich war bisher Forscherin mit Leib und Seele. Es hat mir bis zum Schluss Spaß gemacht und ich würde es sicher auch weiterhin tun. Darauf waren auch sämtliche Praktika während meines Studiums ausgerichtet. Doch nach einer Krankheit meines Sohnes vor eineinhalb Jahren war da irgendwie das Gefühl: Ich möchte und kann mehr tun, als einer Handvoll Menschen auf der Welt mit einer Veröffentlichung weiterzuhelfen. Als ich dieses Frühjahr nach der Labortätigkeit mit dem Schreiben meiner Doktorarbeit begann, habe ich mir im Freibad den Kopf freigeschwommen und mich gefragt, was mir immer Spaß gemacht hat. Und es hat seit meiner frühesten Schulzeit mit Menschen-Helfen zu tun. Da könnte ich in vielen verschiedenen Jobs auch mein Wissen und Können weiter anwenden, aber es ist immer ein deutlicher Bruch zu vorher. (…) Ihr eigenes Leitbild Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 53 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 52 3.3 Meine Qualifikationen und Erfahrungen 53 Coach Bettina Stackelberg antwortet: Ich bin sehr berührt und angetan von dem, was Sie schreiben. Genau das ist es, was ich meine mit „Wofür brennen Sie?“! Herzliche Gratulation dafür – Sie haben es gefunden. Sie haben das gefunden, was viele Ihr ganzes Berufsleben lang nicht finden. Oder höchstens ahnen – was nie die Kraft und Eindeutigkeit hat wie dieses ganz klare und genaue Wissen. Großartig! Was wäre jetzt die Alternative? Zu wissen, wofür Sie eigentlich brennen und aus Sorge vor einer Niederlage lieber brav weiter in der Forschung arbeiten!? Meinen Sie, das würde auf Dauer gut gehen? Ich glaub nicht. Vielleicht können Sie die Forschung und das konkrete „Helfenwollen“ irgendwie verbinden? Wenn Sie derart klar sind, finden Sie kreative Wege. Da bin ich sicher. Ja – es ist ein Bruch zu vorher, ganz klar. Aber, liebe Fragestellerin, Sie wissen ganz genau, warum Sie jetzt welchen anderen Weg einschlagen wollen, nicht wahr? Diese hundertprozentige Klarheit wird man ganz sicher Ihrer Kommunikation anmerken, ob schriftlich oder mündlich. Davon bin ich zutiefst überzeugt! Sehen Sie, Sie haben mir in ganz wenigen Sätzen die Sache derart deutlich, eindrücklich und berührend vor Augen geführt. Warum sollte Ihnen das mit einem Anschreiben nicht gelingen? Und: Wenn Sie es gut formulieren und das Unternehmen oder die Institution findet es trotzdem weiterhin schräg oder einen nicht zu entschuldigenden Bruch im Lebenslauf … so what? Dann ist das nicht die richtige Firma für Sie, oder? 3.3 Meine Qualifikationen und Erfahrungen – auch mal quergedacht! Qualifikationen Qualifikationen, also Fachkenntnisse und Fertigkeiten, die mittels Zeugnissen oder Ausbildungsabschlüssen nachgewiesen werden, können Sie wahrscheinlich noch nicht in großem Umfang bieten. Woher auch? Schließlich stehen Sie in der Regel noch nicht jahrelang im Berufsleben – es sei denn, Sie haben vor dem Studium schon eine Lehre absolviert. Also gilt es jetzt, aus den (wenigen) Qualifikationen, die Sie vorzuweisen haben, ein stimmiges und aussagekräftiges Paket zu schnüren. Und dies, ohne Ihr Licht unter den Scheffel zu stellen, aber auch ohne künstliches Mehr-daraus-machen-als-es-ist. Der erfahrene Personaler weiß, was Sie in Ihrem Alter und mit Ihrem Studienverlauf normalerweise vorweisen können. Und wie schon mehrfach erwähnt: Er möchte einen authentischen, realistischen Eindruck von Ihnen bekommen. Wenn Sie also meinen, Ihren Lebenslauf ein wenig aufplustern zu müssen und aus einem zweiwöchigen Ferienjob am Strand von Mallorca einen Studienaufenthalt in Spanien machen zu müssen – so könnte das der berühmte Schuss in den Ofen sein. Seien Sie sicher – der 3.3 Meine Qualifikationen und Erfahrungen Stimmiges Paket Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 55 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 54 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse54 Personaler fragt nach! Ferienjob ist Ferienjob und Studienaufenthalt ist Studienaufenthalt. Punkt. Tragen Sie also zusammen, welche Qualifikationen Sie vorzuweisen haben. Und wenn Sie z. B. noch in der Schule oder zu Beginn des Studiums ein Praktikum gemacht haben, zu dem es keine Unterlagen gibt: Fragen Sie nach und bitten Sie im Nachhinein noch um ein Zeugnis. Was ist nun, wenn Sie, sagen wir, ein sehr interessantes halbjähriges Praktikum bei einem spannenden Forschungsprojekt Ihrer Fachrichtung machen wollen – und Sie stehen beim Bewerbungsgespräch vor dem Luxusproblem „Sie sind überqualifiziert“? Hier kann viel dahinterstecken: Ihr Gegenüber hat Sorge, dass Sie zu teuer sind. Oder er glaubt, dass Sie schneller wieder weg sind, als er bis drei zählen kann, weil das Praktikum Sie nicht ausfüllt. Er könnte natürlich auch befürchten, dass es mit einer erfahrenen und qualifizierten Kraft wie Ihnen schnell Kompetenz- oder Hierarchieprobleme gibt. Bestenfalls sagt er Ihnen das ganz ehrlich, oder Sie haben einfach das Gefühl, dass einer dieser Punkte hinter der Aussage stecken könnte. Fragen Sie nach! Und versuchen Sie, seine Sorgen zu entkräften. Erklären Sie ihm, warum Sie unbedingt dieses Praktikum wollen, was konkret Sie daran so interessiert. Legen Sie persönliche Begeisterung und Überzeugungskraft an den Tag! Dann versteht er auch, dass Sie dieses Praktikum wirklich als Bereicherung Ihres Lebenslaufs ansehen und nicht nur als Verlegenheits- oder Durchgangslösung. Punkten Sie mit dem, was Sie alles einzubringen bereit sind: Fach- oder Spezialwissen aus dem Studium, Begeisterungsfähigkeit und Lernbereitschaft. Noch eine Ermutigung, wenn Sie Sorge haben, zu wenig Qualifikationen zu haben: Wie gesagt, ein erfahrener Personaler weiß, was Sie zum jetzigen Zeitpunkt vorweisen können und was nicht. Weit vor Qualifikationen und praktischen Erfahrungen legen viele Unternehmen bei Bewerbern Wert auf Persönlichkeit und Kommunikationsfähigkeit! Also: Nur Mut – gehen Sie es selbstbewusst an! Erfahrungen – auch mal quergedacht! Noch einmal zurück zu dem Punkt, den ich bereits bei den Qualifikationen erwähnt habe: Sie haben noch keine oder lediglich durch Praktika erworbene geringe Berufserfahrung. Und Sie sollen natürlich Ihren Lebenslauf nicht mit solch unprofessionellen Anmerkungen versehen wie „Hobbys: Wandern und Kochen“ – das ist eher Schülerniveau. Aber apropos Hobby: Natürlich interessiert das Kochen nicht, wenn Sie sich in einer Bank bewerben und Qualifikationen zusammentragen Problem Überqualifikation Gründe, die dahinterstecken Bedenken entkräften Persönlichkeit und Kommunikationsfähigkeit wichtig Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 55 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 54 3.4 Und was ist mit den Schwächen? 55 das Wandern ist unwichtig für eine Karriere als Journalist – es sei denn, Sie wollen eine Artikelserie über die schönsten Wanderwege schreiben. Haben Sie eine Idee, wie Ihre Hobbys Ihnen in der Bewerbung trotzdem nützen können? Denken Sie doch mal quer. Und erinnern Sie sich zum Beispiel an den berühmten TV-Spot für Vorwerk: Der Bankbeamte argwöhnt, dass die Dame, die ihm gegenübersitzt, „nur“ Hausfrau ist. Dem kommt sie schlagfertig zuvor und antwortet: „Ich arbeite in der Kommunikationsbranche und im Organisationsmanagement. Außerdem gehören Nachwuchsförderung und Mitarbeitermotivation zu meinen Aufgaben. Kurz gesagt: Ich führe ein sehr erfolgreiches kleines Familienunternehmen!“ Welche Qualifikationen hinter Ihren Hobbys stecken Ein bisschen Fußball ist nicht interessant? Wenn Sie seit vielen Jahren eine Jugendmannschaft trainieren, ist das sehr wohl interessant. Sie zeigen damit doch so vieles, was für die Berufswelt wichtig ist: Kontinuität und Durchhaltevermögen, Teamgeist, Führungskompetenzen, soziales Engagement und Organisationstalent. Das klingt doch schon anders als „ein bisschen Fußball“, nicht wahr? Sie haben die große Examensfeier im Institut organisiert und haben in Ihrer Stadt online und offline ein großes Netzwerk? Das kann doch unter Umständen interessant sein für Eventveranstaltungen von Unternehmen in der jeweiligen Stadt. Selbst wenn Sie bei den Pfadfindern waren (und darüber eigentlich gar nicht mehr gerne reden, seit Sie „groß“ sind), kann das zu Ihrem Vorteil werden und sagt einiges über Ihre soziale Einstellung und über Ihren Teamgeist aus. Nur bitte bedenken Sie wie immer dabei eines: Es muss echt sein und echt klingen! Ein guter Personaler kommt Ihnen schnell auf die Spur, wenn Sie diese Hobbys gar nicht wirklich hatten, sondern sich das alles nur werbewirksam aus den einschlägigen Bewerbungsbüchern zusammengelesen haben. Bleiben Sie authentisch! 3.4 Und was ist mit den Schwächen? Ach wirklich – Sie haben auch Schwächen? Sagen Sie bloß! Wie bereits erwähnt, sind wir deutlich fitter darin, unsere Schwächen aufzuzählen als uns mit unseren Stärken zu beschäftigen. Daher hatte das Kapitel „Stärken“ höhere Priorität bei mir als das Kapitel über die Schwächen. Aber ich möchte sie natürlich nicht unerwähnt lassen. Wie machen Sie also im Bewerbungsprozess mit Ihren Schwächen? Ich empfehle Ihnen, hier mit Ihren Schwächen genauso umzugehen wie Sie es im normalen Leben auch tun sollten: selbstbewusst, souverän und gelassen. Ich sprach ja davon, dass wir besser vorankommen und uns auch besser fühlen, wenn wir im Ressourcen- und Fülledenken sind und nicht im Mangeldenken. Wenn ich mir also meiner selbst bewusst Hobbys sinnvoll nutzen Authentisch und ehrlich bleiben Gelassener Umgang mit Schwächen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 57 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 56 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse56 bin, mich mit mir auskenne, meine Stärken gut kenne – dann kann ich auch souveräner zu meinen Schwächen stehen, ohne gleich im Boden zu versinken. Beides kann zunächst nebeneinander stehen bleiben. Ich kann stolz auf meine Stärken sein und dies auch sagen und andererseits zu meinen Schwächen stehen, ohne mich auf die faule Haut zu legen, ohne zu sagen „So bin ich eben!“. Selbstverständlich können und sollen Sie daran arbeiten! Aber in der richtigen Reihenfolge: Erst die Stärken stärken, dann die Schwächen schwächen. Es sei denn, es herrscht akuter Bedarf, eine Schwäche schnell auszumerzen, weil dies z. B. ein Stellenangebot erfordert. Und selbst wenn Sie an Ihren Schwächen noch nicht genügend gearbeitet haben: Wenn Sie souverän und selbstbewusst Ihre Stärken benennen und begründen können, dann fallen automatisch Ihre Schwächen nicht mehr ganz so schwer ins Gewicht. Viel weniger jedenfalls, als wenn Sie sich hauptsächlich über Ihre Schwächen definieren würden: Dann nämlich würden Sie kleinlaut aufzählen, was alles noch nicht klappt, woran Sie noch arbeiten „müssen“, was Sie noch lernen „müssen“ – und das alles möglichst noch in unterwürfigem, unsicherem Ton und ohne Blickkontakt. Spätestens dann ist der Personaler hellhörig geworden und schwenkt den Scheinwerfer ganz sicher auf Ihre Schwächen. Und das wollen Sie doch nicht, oder? Sie wollen aber natürlich auch nicht, dass der Personaler von Ihnen denkt: Der zählt zwar souverän seine Schwächen auf, macht aber nicht den Eindruck, dass er daran etwas ändern will. Das wirkt dann schnell wieder aufgesetzt bzw. aus dem Bewerbungsbuch auswendig gelernt und wenig durchdacht. Nein, ein „So bin ich eben“-Eindruck darf auf keinen Fall entstehen – dann sind Sie raus! Sie müssen deutlich machen, dass Sie sich bewusst mit Ihren Schwächen auseinandergesetzt haben. Also hier noch ein paar ganz konkrete Tipps, wie Sie mit der Frage nach Ihren Schwächen gut umgehen können: •• Sie sind kein Hellseher – deshalb können Sie nicht wissen, welche Antworten dem Personaler besonders gut gefallen. Also: Geben Sie am besten eine ehrliche Antwort! Nur darauf können Sie sich gut vorbereiten. Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken dazu und holen Sie sich von guten Freunden Feedback ein (nicht von Ja-Sagern, sondern von Menschen, die zu offener, konstruktiver Kritik in der Lage sind!). •• Nennen Sie am besten vor allem Schwächen, die man auch zu Stärken uminterpretieren kann! (Wenn Sie solche haben! Nie flunkern, um einen guten Eindruck zu machen. Das merkt der Personaler!). – „Ich bin oft ziemlich detailverliebt.“ – „Ich mag keine Ablage – das muss immer erst alles weg, bevor ich vom Schreibtisch aufstehe!“ Sich mit Schwächen auseinandersetzen Umgang mit der Frage nach Schwächen Ehrliche Antwort Schwächen als Stärken Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 57 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 56 3.4 Und was ist mit den Schwächen? 57 – „Ich bin manchmal zu ehrlich und engagiere mich immer sehr!“ – „Ich beiße mich manchmal gehörig fest und höre nicht eher auf, bevor ich eine Lösung habe.“ – „Ich bin ein totaler Frühaufsteher. Das nervt meinen Partner immer sehr, der ist nämlich Langschläfer.“ •• Gerne dürfen Sie Ihr Gegenüber auch mal überraschen. Sie glauben gar nicht, wie dankbar Personaler oft sind, wenn mal etwas Unerwartetes und besonders Originelles kommt, was aus der Masse heraussticht! Und Achtung: Sehr vielen Personalern entlockt die vermeintlich witzige Antwort „Schokolade!“ auf die Frage nach Ihren Schwächen lediglich ein sehr müdes Lächeln – wenn sie nicht gleich entnervt und gelangweilt mit den Augen rollen. Allzu hören Sie inzwischen diese „kreative“ Antwort. Bauen Sie auf Ihre Menschenkenntnis, ob der Personaler für etwas Witziges überhaupt zu haben ist – und wenn, dann finden Sie was Neues. Bitte! Statt Schokolade dürfen es bei den Frauen zumindest vielleicht Schuhe sein und bei Männern Uhren – um bei den gängigen Klischees zu bleiben). •• Vermeiden Sie unbedingt und auf jeden Fall Standardfloskeln aus 1001 Bewerbungsratgebern! Immer, ein für alle Mal, bitte! Ehrlich, echt und authentisch muss Ihre Antwort klingen – sonst wird der Personaler hellhörig. Er ist nicht nur genervt davon, die auswendig gelernte Standardphrase zum tausendsten Mal zu hören. Schlimmer, er wird hellhörig und misstrauisch – und hakt nach und fühlt Ihnen auf den Zahn. Darauf sind Sie nämlich nicht vorbereitet und dann fängt das Gestottere an. Und das wär schade. •• Der wichtigste Tipp am Schluss: Egal, welche Schwäche Sie nennen: Haben Sie auf jeden Fall eine aussagekräftige, schlüssige Antwort parat auf die Frage: „Und was unternehmen Sie dagegen?“ Sie sollen sich nämlich nicht auf die faule Haut legen und schulterzuckend sagen: „So ist das eben – nicht zu ändern!“ Schwächen sind menschlich – und nichts Menschliches ist dem Personaler fremd oder irritiert ihn nachhaltig. Wenn allerdings ein potenzieller Mitarbeiter signalisiert, dass er nicht bereit ist, an sich zu arbeiten – dann wird es schnell eng! So jemanden möchte sich ein Unternehmen sicher nicht ins Haus holen, da wäre Ärger vorprogrammiert. Also: Was tun Sie dagegen? Überraschen Sie Keine Standardfloskeln Was tun Sie dagegen? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 59 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 58 3 Ihr Einsatz bitte! Potenzialanalyse58 Übung: Schwächen •• Ihre Schwäche: Zu erkennen an folgender Situation: Was haben Sie daraus gelernt, was tun Sie dagegen? •• Ihre Schwäche: Zu erkennen an folgender Situation: Was haben Sie daraus gelernt, was tun Sie dagegen? •• Ihre Schwäche: Zu erkennen an folgender Situation: Was haben Sie daraus gelernt, was tun Sie dagegen?

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Zusammenfassung

Selbstbewusst starten.

Sie haben die Uni hinter sich, die letzten Prüfungen sind geschrieben und jetzt scharren Sie mit den Füßen: Sie wollen endlich loslegen und selbstbewusst ins Berufsleben starten!

Dabei hilft Ihnen dieses Buch und zwar mit ungewöhnlichen Ideen. Sie finden hier viele Tipps und Infos für die gelungene Bewerbung und das gute Bewerbungsgespräch.

Klare Vorteile:

* Standort- und Potenzialanalyse: So klappt der Start ins Berufsleben

* Authentisch bleiben: Auf Dauer können Sie sich nicht verstellen!

* Ratgeber, der Mut macht und bei der Jobauswahl wirklich hilft.

"Erfrischend. [...] Stackelberg berichtet auch von ihren langjährigen Erfahrungen als Trainerin, von besonderen Erlebnissen mit Bewerbern und vergisst auch die Sicht des Personalmanagers nicht. Klar, dass dabei viele brauchbare Tipps herauskommen, selbstverständlich auch für die Bewerbungsunterlagen, die richtigen Formulierungen bei Anschreiben und Lebenslauf sowie fürs Vorstellungsgespräch. Selbst die ersten hundert Tage im Job werden nicht vergessen. Die lockere und unprätentiöse Sprache macht das Buch im Übrigen sehr unterhaltsam." in: WISU-KARRIERE 5/2012

Autorin:

Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein®, unterstützt als Coach mit Leidenschaft, Empathie und Know-how Menschen dabei, selbstbewusster zu werden. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ratgeber "Selbstbewußtsein" (2009) und "Angstfrei arbeiten" (2010).