10 Die ersten 100 Tage im Job in:

Bettina Stackelberg

Karrierestart für Hochschulabsolventen, page 156 - 166

Selbstbewusst. Erfolgreich. Authentisch.

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4247-2, ISBN online: 978-3-8006-4248-9, https://doi.org/10.15358/9783800642489_156

Series: Vahlen Praxis

Bibliographic information
Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 161 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 160 10 Die ersten 100 Tage im Job So. Sie haben sich beworben. Sie haben Gespräche geführt. Sie haben den Vertrag unterschrieben: Und irgendwann ist es dann so weit: Der erste Tag im neuen Job! Die Bewerbung war erfolgreich, die Hürden sind genommen, endlich können Sie durchstarten. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht haben Sie ja zwiespältige Gefühle: Einerseits scharren Sie mit den Hufen, weil Sie endlich loslegen wollen – voller Energie, Motivation und gesunder Naivität. Andererseits haben Sie ordentlich Muffensausen, weil viel Unbekanntes und Neues auf Sie zukommt. Der erste „richtige“ Job ist eben doch etwas ganz anderes als ein Praktikum – ernsthafter, wenn möglich auch länger andauernd. Vielleicht strotzen Sie vor Selbstbewusstsein und meinen, die Welt hat auf Sie gewartet und jetzt wird alles gut. Oder Sie sind voller Ängste und Unsicherheit, weil so vieles noch unbekannt ist. Trösten Sie sich: Jeder hat bisher seine ersten 100 Tage geschafft! Sie schaffen das auch. Hier ein paar Ideen dafür, wie Ihr Start gelingen kann. 10.1 Vieles ist neu … und anders! Auch wenn Sie durch Jobs oder Praktika Unternehmen schon von innen gesehen haben – Sie hatten immer den Status „Student“. Jetzt sind Sie ein neuer Mitarbeiter und für den gelten andere Regeln. Außerdem werden Sie feststellen, dass Uni- und Berufsalltag zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Achten Sie deshalb auf Folgendes: Teamwork und knallhartes Zeitmanagement In der Uni haben Sie zwar mit anderen Kommilitonen Seminare besucht und zusammen in Kleingruppen für die Prüfungen gelernt, Sie haben mit anderen geredet, gearbeitet oder gefeiert. Und doch waren Sie im Grunde völlig auf sich allein gestellt. Sie konnten bis zu einem gewissen Grad Ihren Studienalltag nach Ihrem eigenen Rhythmus gestalten: Sie konnten oft aufstehen, wann Sie wollten, lernen, wenn es Ihnen passte, Pause machen, wenn Sie keine Lust mehr hatten. Es gab wenig Regulative von außen, höchstens mal feste Termine für Seminare oder Sprechstunden mit Dozenten bzw. Abgabetermine für Arbeiten. Ein typisches Studentenleben eben – und das ist bzw. war gut so. Sie haben es hoffentlich in vollen Zügen genossen. Und nun ist es vorbei: Der Unternehmensalltag läuft ziemlich anders. Sie sind jetzt ein kleiner Teil eines großen Gefüges, Sie müssen zum Teamplayer werden. Eine schöne Ergänzung zum einsamen Wolf, aber auch ungewohnt und neu. 10 Die ersten 100 Tage im Job Werden Sie zum Teamplayer Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 163 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 162 10 Die ersten 100 Tage im Job162 Jetzt ist ein knackiges Zeitmanagement gefragt. Es geht nicht mehr nur nach Ihrem Biorhythmus oder Ihren Vorlieben. Es gibt Termine, Meetings, Deadlines, die Termine der anderen Mitwirkenden etc. Es gilt nun, sich gut abzustimmen und sich mit seinem Rhythmus dem der anderen anzupassen. Es gilt nun vor allem, effektive Arbeit zu leisten. Und wenn der Chef das Paper morgens um 9 Uhr auf seinem Tisch haben will und Sie am Vorabend nicht fertig geworden sind – tja, dann ist Frühschicht angesagt. Ob nun müde oder nicht, ob eigentlich Nachtigall oder nicht, jetzt wird von Ihnen Disziplin, Konzentration und Professionalität verlangt. Und Sie werden außerdem merken, dass der Takt meist deutlich höher ist. Das Berufsleben ist schneller, gedrängter, dichter als das Studentenleben. Hat ja auch seine Vorteile, weil Sie endlich mit Biss und Speed arbeiten können und nicht mehr so vor sich hindümpeln müssen wie im Studium. Ist aber eben doch sehr anders und gewöhnungsbedürftig. Geschriebene und ungeschriebene Gesetze und Spielregeln In Teams gibt es Spielregeln, offizielle und ungeschriebene. Achten Sie darauf, diese Regeln möglichst bald kennenzulernen. Die offiziellen Regeln sind leicht zu erkennen, machen Sie sich mit der Unternehmensstruktur und Organigrammen vertraut, erfragen Sie, wer wofür zuständig ist und welche Abteilung mit wem zusammenarbeitet. Für die ungeschriebenen Gesetze brauchen Sie Fingerspitzengefühl, Achtsamkeit und Neugier. Jede Firma hat andere Gesetze, die sich im Laufe von vielen Jahren unbewusst etabliert haben. Sie werden mit der Zeit merken: Der offizielle Chef ist unter Umständen gar nicht der „richtige“ – manchmal gibt es eine graue Eminenz im Hintergrund, die das Sagen hat. Es gibt Allianzen und Seilschaften, deren Zusammenhalt sich Ihnen nicht auf Anhieb erschließt. Es gibt Traditionen, Rituale, viel „Das haben wir immer schon so gemacht“ oder „So was gibt’s bei uns nicht!“, Geschichten und Gerüchte, offizielles Wissen und das aus der Kaffeeküche. Zuerst einmal ist es für Sie wichtig, überhaupt zu erkennen, dass es solche Regeln gibt. Und dass die informellen meist sehr viel mächtiger und komplexer sind als die offiziellen. Sie müssen weder gleich mitspielen noch sich sofort dagegen auflehnen – beides wäre unklug. Beobachten Sie erst einmal, fahren Sie Ihre Antennen aus und seien Sie sensibel. Erspüren Sie quasi die good or bad vibrations, finden Sie Gesetzmäßigkeiten heraus, schauen Sie, wer besonders gut mit wem kann, wo Informationen fließen und wo nicht, wer immer das erste Wort hat und wer das letzte, wer in Koalition mit wem ist, wer besonders oft Thema in der Kaffeeküche ist etc. Bleiben Sie auf jeden Fall erst einmal freundlich und unverbindlich, lassen Sie sich nicht gleich vereinnahmen von einer Front („Bist du auf unserer Seite?“), distanzieren Sie sich aber auch nicht zu sehr. Gehen Sie Gutes Zeitmanagement entwickeln Höherer Takt Erkennen, dass es ungeschriebene Gesetze gibt Nicht vereinnahmen lassen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 163 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 162 10.2 Fettnäpfchen und wie Sie sie umgehen  können 163 geschickt vor und posaunen Sie nicht gleich heraus, dass Sie die Spielregeln erkannt und verstanden haben. Ruhig Blut! 10.2 Fettnäpfchen und wie Sie sie umgehen  können Hoppla, jetzt komm ich! Denken Sie: „Bahn frei – hier komme ich!“? Seltsam! Weil Sie mit dieser Denke eigentlich schon im Bewerbungsgespräch hochkant hätten rausfliegen sollen. Diese Haltung ist nämlich bei vielen Personalern ein absolutes K.-o.-Kriterium. Ja, sicher: Sie sind top ausgebildet und auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie haben vielleicht sogar mehr Auslandserfahrung als so manch einer der neuen Kollegen. Und grenzenlos viele geniale neue Ideen und uferlos viel Energie bringen Sie ja sowieso mit. Stimmts? Ja, mag sicher stimmen. Ist nur extrem ungeschickt, wenn Sie sich das auch nur im Ansatz anmerken lassen. Machen Sie sich bitte eines klar: In Ihrem neuen (ersten!) Job heißt es für Sie erst einmal: Ganz hinten anstellen! Alle anderen waren vor Ihnen da, haben mehr Ahnung vom Unternehmen und wahrscheinlich sind auch die meisten älter als Sie. Sie haben also erst mal gar nichts bzw. nicht viel zu sagen! Bedenken Sie dies bitte, schauen Sie ganz genau hin und hören Sie zu. An passender Stelle ist es natürlich sinnvoll, Ihr Wissen anzubringen, neue Ideen anzusprechen oder Feedback zu geben. Aber eben nicht sofort und ungefragt und ständig! Das Unternehmen hat lange vor Ihnen existiert und wird wahrscheinlich auch noch nach Ihnen existieren. Es hat nicht auf Sie gewartet als den Erlöser, auch wenn Sie mit Sicherheit einen Mehrwert für das Unternehmen darstellen (sonst wären Sie nicht eingestellt worden!). Selbstbewusstsein ist immer gut, gerade am Anfang ist aber ein gerüttelt Maß an Bescheidenheit äußerst hilfreich und angebracht. Zeigen Sie, dass Sie es verstanden haben: Sie sind der Neue, Sie wollen lernen und angemessen auftreten. Ich muss alles wissen! Fragen sind verboten Tun Sie mir einen Gefallen und fragen Sie Ihre neuen Kollegen Löcher in den Bauch! Wenn Sie der irrigen Meinung sind, sofort reibungslos funktionieren zu müssen, dann ist das erstens unrealistisch, zweitens elend anstrengend und drittens auch unprofessionell. Wenn Sie nämlich nicht fragen und stattdessen mit einem „irgendwie wird’s schon gehen“ Hinten anstellen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 165 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 164 10 Die ersten 100 Tage im Job164 vor sich hin wurschteln, dann kann das Ergebnis nicht dasselbe sein, wie wenn Sie die Kollegen vorher fragen. Es bedeutet im Gegenteil oft deutlich mehr Arbeit: Nacharbeit, Von-vorne-Anfangen, Terminverschiebungen usw. Sie fangen an! Sind komplett neu – sowohl in der Arbeitswelt als auch in Ihrem konkreten Job. Da können Sie noch nicht alles wissen, noch nicht mal ansatzweise. Fragen bedeutet nicht, dumm zu sein – im Gegenteil. Jean-Jacques Rousseau hat einmal gesagt: „Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.“ Sicher, Sie kommen sich anfangs sicher blöd vor, wegen jeder Kleinigkeit fragen zu müssen. Sie wissen nicht, wo das Kopierpapier liegt, wer der Ansprechpartner im Einkauf ist, wo Sie Büromöbel ordern, geschweige denn, wie der Stand des aktuellen Großprojekts ist. Sie haben das Gefühl, eigentlich nichts zu wissen und den lieben langen Tag nur „dumm“ fragen zu müssen. Ja! Sie müssen. Und sicher fallen Sie damit auch hin und wieder Ihren Kollegen auf die Nerven. Macht aber nichts – die haben auch mal angefangen und mussten fragen. Außerdem ist es einfach eine lästige, aber bekannte Wahrheit, dass die Neuen am Anfang unter Umständen erst mal mehr Arbeit machen, als dass sie Erleichterung bringen. Eine gute Einarbeitung dauert eben seine Zeit und am Anfang können Sie in vielen Branchen bzw. Arbeitsgebieten wirklich kaum oder ganz wenig unterstützen. Je schneller Sie sich durchgefragt haben, desto schneller müssen Sie dann auch nicht mehr fragen – weil Sie eben wissen, wer der Ansprechpartner ist und wo das Kopierpapier liegt. Ehrgeiz zu haben, ist das eine – von Anfang an perfekt sein zu wollen, das andere. Und davon rate ich Ihnen dringend ab – es ist extrem anstrengend und auch Ressourcen verschwendend. Sie kennen ja das gute alte Pareto-Prinzip: Mit 20 % Ihres Aufwandes erreichen Sie schon 80 % der Ergebnisse. Um etwas 100 %ig Perfektes abliefern zu wollen, müssen Sie ungleich mehr Kraft aufwenden. Sie müssen also nicht perfekt sein, nie und schon gar nicht am Anfang. Es reicht, einen gesunden Ehrgeiz an den Tag zu legen, ständig dazulernen zu wollen, voranzukommen und möglichst alle Fragen nur einmal zu stellen. Also: Fragen Sie! Machen Sie sich viele Notizen, damit Sie Ihre Kollegen vielleicht nicht ständig unterbrechen müssen, sondern dann gleich mehrere Fragen gesammelt anbringen können. Alle sind nur für mich da Man kann natürlich auch zu viel fragen. Vielleicht sind Sie der irrigen und recht arroganten Meinung, die ganze Abteilung sei jetzt erst mal ausschließlich dafür da, Sie einzuarbeiten. Der Arbeitsalltag steht still, alle Projekte sind auf Eis gelegt, die Telefone auf AB gestellt und jetzt Sie müssen nicht perfekt sein Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 165 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 164 10.2 Fettnäpfchen und wie Sie sie umgehen  können 165 kümmern sich alle um den Neuen, um Sie. Wenn Sie das erwarten: Willkommen in der Arbeitswelt! Schluss mit den Träumen! Wünschenswert wäre es natürlich, wenn es einen konkreten Einarbeitungsplan für Sie gäbe. Dann würden Sie gut an der Hand genommen und Sie müssten nicht sofort komplett alleine agieren. Leider ist das mit dem Einarbeitungsplan nicht immer der Fall. Die Kollegen wissen zwar Bescheid und es steht auch fest, welche Aufgaben Sie künftig übernehmen sollen. Trotzdem haben aber alle gut zu tun, es gibt Termine und Deadlines, Projekte und Aufgaben, Telefonate und Meetings. Beim besten Willen und allem Verständnis für unerfahrene Neue: Ihre Kollegen können nicht ständig Gewehr bei Fuß stehen, um Ihre Fragen zu beantworten oder Ihnen die Wünsche von den Augen abzulesen. Schauen Sie gut zu, hören Sie genau hin und finden Sie so schnell heraus, was Sie schon alleine tun können und wann eine gute Gelegenheit ist, Ihre Fragen loszuwerden. Oder wo Sie vielleicht in besonders turbulenten Zeiten wie z. B. bei Projektende auch schon unterstützen können – und sei es durch Kaffeekochen oder Mappen-Zusammenstellen. Damit helfen Sie konkret, sitzen nicht untätig herum und signalisieren außerdem, dass Sie anpacken wollen und sich auch nicht zu schade zum Kaffeekochen sind. Finden Sie also den richtigen Mittelweg heraus zwischen zu wenig und zu viel Fragen. Entwickeln Sie ein Gespür dafür, wann Sie mit der Fragerei nerven und im Weg stehen und wann sich Ihre Kollegen dafür gut Zeit nehmen können. Seien Sie selbstbewusst genug, um eine gewisse Fürsorge einzufordern und dafür zu sorgen, dass Ihre Fragen beantwortet werden. Und seien Sie dezent und klug genug, um zu merken: Die Welt des Unternehmens dreht sich nicht um den Neuen, der Arbeitsalltag muss reibungslos weitergehen. Ich schlag mich auf die Gewinnerseite! Ich habe im vorigen Kapitel über die ungeschriebenen, verdeckten Spielregeln in Unternehmen gesprochen. Davon, dass das alles neu für Sie sein wird und dass Sie möglichst schnell dahinterkommen sollten, wie das Spiel läuft. Vielleicht sind Sie ja ein Naturtalent und sehen schon bald, nach welchen heimlichen Gesetzen alles so läuft in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie haben schnell herausbekommen, wer das Sagen hat, wer der Meinungsführer und wer besonders beliebt ist. Meist hat so jemand in der Abteilung oder im Team dann auch ein Gefolge – Fans, Trittbrettfahrer, Füßeküsser, wie immer Sie diese „Jünger“ nennen wollen. Wenn Sie dies also herausgefunden haben: Machen Sie um Himmels willen nicht den Fehler, sich diesem Gefolge gleich anschließen zu wollen. Mittelweg finden Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 167 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 166 10 Die ersten 100 Tage im Job166 Erstens – das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung – ist es ungemein opportunistisch und nicht die feine Art, sich von vornherein aus Eigennutz mit den Stärkeren verbünden zu wollen. Zweitens ist es unklug! Sie wissen noch viel zu wenig über die Hintergründe: Sie kennen die Geschichte nicht, die hinter solch einer Lagerbildung steht. Sie wissen nicht, ob der vermeintliche Liebling auch wirklich das Sagen hat. Und überhaupt: Solche Spielchen sollten Sie eigentlich während Ihres gesamten Berufslebens lassen. Hin und wieder taktisch klug sein, herausfinden, wer der wirkliche Entscheidungsträger ist und vorrangig dem Ihr Projekt vorstellen – in Ordnung. Aber alle anderen Spielchen kosten nur Energie und Kapazität, sind nie fair und können auch ganz schnell nach hinten, also gegen Sie selbst losgehen. Kapieren Sie die Spielregeln, durchschauen Sie die ungeschriebenen Gesetze, aber spielen Sie nicht gleich mit. Schlagen Sie sich nicht gleich auf irgendeine Seite, bleiben Sie erst einmal beobachtend, freundlich und unverbindlich. Dafür hat jeder Verständnis und nur so können Sie schnell viel lernen. Machen Sie auch nicht den Fehler und rotten sich sofort mit den anderen Neuen zusammen! Das ist zwar mal für ein Mittagessen oder für einen Jour-fixe-Austausch zwischendurch in Ordnung, sollte aber nicht übertrieben werden. Es wäre doch schade, wenn Sie sich dadurch gleich in ein Ghetto verbannen und so den Anschluss an die alten Hasen verpassen würden. Und noch etwas: Wenn ich Ihnen davon abrate, sich sofort auf eine Seite zu schlagen, so heißt dies nicht, dass Sie nie Position beziehen sollen! Selbstverständlich können und sollen Sie Ihre eigene Meinung haben und die auch offen und mutig aussprechen. Wenn Sie der Meinung sind, dass jemand z. B. unfair behandelt wird, können Sie durchaus eingreifen. Aber bitte nicht voreilig und überstürzt, ohne den Hintergrund und die Geschichte zu kennen. Der erste Eindruck trügt hier oft. Also: Beobachten Sie, wägen Sie ab, hören Sie auch die andere Seite und dann greifen Sie ein und positionieren sich. So beweisen Sie Rückgrat und Selbstbewusstsein und bleiben sich selbst treu. Überstunden – nein danke! Keiner macht gern Überstunden. Und keiner sollte je ständig zu viele Überstunden machen müssen. Sie sind allerdings der Neue. Also halten Sie bitte erst mal den Ball flach und meckern Sie nicht gleich los, wenn Sie mal länger bleiben müssen. Auch wenn Unternehmen heute noch so modern daherkommen, es gilt schon auch noch der Spruch: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Am Anfang haben Sie also keine so großen Sprünge zu machen und sollten auch nicht zu sehr auf Ihre „Rechte“ pochen. Genauso ungeschickt ist es schließlich, im Bewerbungsgespräch als Erstes nach dem Gehalt und dem Weihnachtsgeld zu fragen. Lassen Sie die Spielchen Und doch: Position beziehen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 167 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 166 10.3 Tipps für noch viel mehr als 100 Tage 167 Also: Zeigen Sie, dass Sie engagiert sind und sich ordentlich reinknien wollen – dass Sie richtig Lust aufs Arbeiten haben. Das wird erwartet und auch sehr gern gesehen bei Neuen. So können Sie sofort Duftmarken setzen und einen guten ersten Eindruck hinterlassen, der ja bekanntlich so wichtig ist. Schauen Sie nicht ständig auf die Uhr, lassen Sie nicht Schlag 17 Uhr den Stift fallen und bieten Sie vielleicht sogar hin und wieder an, Ihre Kollegen zu entlasten und letzte Kopierarbeiten selbst zu übernehmen. Sie sind nicht der Arbeitssklave oder der Azubi des Teams, zweifelsohne. Aber es wird Ihnen auch kein Zacken aus der Krone brechen, wenn Sie mal ein bisschen mehr tun und länger arbeiten. Auch hier gilt: Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Rechte im Blick haben und gegebenenfalls auch für sie einstehen und kämpfen. Wenn Sie also monatelang ständig viele Überstunden machen müssen, dies dann beim Chef auch mehrfach angesprochen haben und nur zu hören bekommen: „Das ist hier so und Sie müssen eben spuren!“ – dann sollten Sie sich vielleicht überlegen, ob Sie nicht nach der Probezeit die Arbeitsstelle wechseln wollen. Dann ist es irgendwann einmal Ihre Entscheidung, ob Sie sich ausbeuten lassen wollen oder nicht. In gut funktionierenden Unternehmen, Teams oder Abteilungen hat man in der Regel das Zeitmanagement einigermaßen im Griff. Klar, es gibt immer Spitzenzeiten, Quartalsenden und Deadlines, wo von allen Mehrarbeit und Überstunden erwartet werden. Aber danach muss es auch wieder gut damit sein, ruhiger laufen und einen Ausgleich geben. Wenn ständig derart im schnellen Takt mit Überstunden malocht wird, ist dies auf Dauer weder effektiv noch gesund. Achten Sie ruhig vom ersten Arbeitstag an darauf, ob die Arbeitsatmosphäre eher lediglich eine schnelle, motivierte ist oder eher zum Burn-out führen wird. 10.3 Tipps für noch viel mehr als 100 Tage So, jetzt heißt es für mich allmählich, Sie Ihren Weg ins Berufsleben finden zu lassen und mich zu verabschieden. Da es aber nach den ersten 100 Tagen für Sie natürlich noch lange weitergehen wird, kommen jetzt abschließend auch dafür noch ein paar Ideen von mir. Sie dürfen auch wieder gehen! Sie haben die Probezeit bestanden, das Unternehmen möchte Sie gerne weiterbeschäftigen. Gratulation, das haben Sie klasse gemacht. Offensichtlich erfüllen Sie die Ansprüche der Firma, offensichtlich sind Sie nicht in größere Fettnäpfchen getreten, haben kein Projekt in den Sand ge- Zeigen Sie Engagement Lassen Sie sich aber nicht ausnutzen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 169 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 168 10 Die ersten 100 Tage im Job168 setzt und auch kein Tafelsilber geklaut. Darauf, auf Ihre Leistung, können Sie stolz sein. Ein erster großer Erfolg. Wenn es Ihnen dort in der Firma gefällt, steht jetzt einer erfolgreichen Zukunft dort nichts mehr im Wege. Und wenn es Ihnen nicht gefällt? Wenn Sie merken: Das ist nicht das, was Sie sich erhofft haben – Sie haben etwas anderes erwartet und fühlen sich eigentlich nicht wirklich wohl in der Firma. Was ist dann? Ich gratuliere Ihnen schon mal sehr herzlich! Nicht dazu, dass Sie sich unwohl fühlen. Aber dazu, dass Sie es sich eingestehen. Bitte behalten Sie diese Fähigkeit für den Rest Ihres Berufslebens bei! Genau wie die Bewerbung eine gegenseitige Bewerbung ist, so ist auch die Probezeit eine Probezeit für beide Seiten. Sie müssen sich beweisen und das Unternehmen muss sich beweisen. Und für beide Seiten gilt: Sie haben die Wahl – Sie dürfen sich dafür, aber auch dagegen entscheiden. Wenn Sie also im Laufe der Probezeit merken, dass Sie sich immer unwohler fühlen, dass sich die Situation auch nach klärenden Gesprächen mit den Beteiligten nicht ändert – wenn Sie schlechter schlafen, Ihre Laune leidet, Sie bedrückt durch die Gegend laufen: Dann ziehen Sie Ihre Konsequenzen. Love it, change it or leave it! Entweder Sie mögen Ihre Arbeitsstelle oder Sie versuchen etwas zu ändern – und wenn das auch nicht funktioniert: Dann lassen Sie los! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein … Sie wissen schon. Ganz wichtig: Sie dürfen das! Und Sie sollten dann unbedingt mutig sein und loslassen. Auch wenn Sie erst am Anfang Ihrer Laufbahn stehen und noch keine riesengroßen Ansprüche stellen können: Sie haben von Anfang an das Recht, sich wohlzufühlen! Und wenn dies trotz mehrfacher Bemühungen nicht funktioniert, dann seien Sie bitte selbstfürsorglich genug und sorgen Sie dafür, dass es Ihnen wieder besser geht. Wenn Sie gesund, motiviert und engagiert durchs Berufsleben kommen wollen, dann achten Sie bitte vom ersten Tag an auf Ihre Bedürfnisse und treten Sie für sie ein. Und fangen Sie damit nicht erst nach dem ersten Burn-out mit Mitte 40 an. Machen Sie sich bewusst: Dann sollte es eben nicht sein. Dann war dieser Job noch nicht der richtige für Sie. Dann wartet der bessere noch da draußen auf Sie. Sie dürfen Ansprüche stellen, auch als blutiger Anfänger. Sich wohlzufühlen und gut arbeiten zu können, ist ein Mindestanspruch, den jeder stellen darf. Wenn Sie sich dann dafür entscheiden zu gehen, sind Sie kein Verlierer, war dies kein Scheitern – sondern eine selbstbewusste, mutige und gute Entscheidung. Klar, bei der ersten Schwierigkeit das Handtuch zu werfen, gilt nicht. Sie müssen sich schon ein bisschen durchbeißen können und sollten nicht denken, dass Ihnen jetzt alles und jeder 24 Stunden lang immer Ziehen Sie die Konsequenzen Erkennen Sie die Warnzeichen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 169 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 168 10.3 Tipps für noch viel mehr als 100 Tage 169 gefallen muss. Die Härten des Berufslebens werden Ihnen nie zur Gänze erspart bleiben, daran können Sie nur wachsen und reifen. Aber es gibt eine Grenze zwischen „normalem“ Erschöpftsein, Motivationstiefs oder leisen (Selbst-)Zweifeln auf der einen und massivem Unwohlsein, Ängsten, Schlaflosigkeit und depressiven Schüben auf der anderen Seite. Unterscheiden Sie hier bitte genau! Und trainieren Sie diese Fähigkeit gleich von Anfang an. Wenn Sie nämlich stets achtsam bleiben, ob es Ihnen noch gut geht oder nicht mehr, dann ersparen Sie sich später den Burn-out – garantiert! Der innere einsame Berg – reloaded Ich kenne einige Männer und Frauen, die bei mir ins Coaching kamen, nachdem sie längere Zeit wegen Burn-out ausfielen und die dann ihr Leben neu einrichten wollten. Gut so – es ist nie zu spät dazu. Ich finde es nur immer wieder traurig, dass es dazu oft erst jahrzehntelanges Leid, Krankheit, Stress, kriselnde Ehen, Schlaflosigkeit, Perspektivlosigkeit, Jobs, die keinen Spaß machen, Ängste, Zweifel und enormen Druck braucht. Diese Menschen sind Anfang Dreißig bis Mitte Vierzig. Machen Karriere, steigen die Erfolgsleiter immer weiter nach oben, werden befördert, machen sich vielleicht selbstständig, verdienen gutes Geld – und merken dann erst mit dem großen Paukenschlag, der großen Vollbremsung, dass sich schon eine ganze Zeitlang etwas in ihr Leben eingeschlichen hat, was ihnen nicht guttut. Dass all die gerade erwähnten Symptome im Laufe der Zeit immer deutlicher zutage traten, dass es immer schwerer wurde, sich zu motivieren und gute Arbeit zu leisten. Diese Menschen wurden öfter mal krank, stritten sich immer mehr mit ihrem Partner oder zogen sich immer mehr zurück, die Ängste nahmen zu – aber sie wollten bzw. konnten nicht hinsehen. Weil „Hinsehen“ bedeutet, irgendwann mal Konsequenzen zu ziehen. Und diese Vorstellung macht vielen Angst – weil sich dann ihr ganzes Leben umkrempeln würde, kein Stein mehr auf dem anderen bliebe, sie vieles ändern müssten. Außerdem haben diese Menschen ja auch so selten Zeit, über sich selbst nachzudenken. Vielmehr: Sie nehmen sich diese Zeit nicht. Sie sind ständig in Eile, auch im Urlaub werden Mails gecheckt und Telefonate geführt. Auf den Stress sind sie fatalerweise oft sogar stolz, denn – wie mir ein Manager im Coaching einmal sagte: „Stress gehört zum richtigen Erfolg eben dazu!“ Ja, vielleicht. Aber sicher nicht als Dauerbegleiter und schon gar nicht als schickes Merkmal meines Erfolgs. Um also nicht erst in der Burn-out-Klinik aufzuwachen, rate ich Ihnen folgendes: Bitte gehen Sie regelmäßig auf Ihren inneren einsamen Berg. Ja, genau auf den. Sie kennen ihn ja schon von anderer Stelle hier im Buch. Sehen Sie hin Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 171 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 170 10 Die ersten 100 Tage im Job170 Klinken Sie sich regelmäßig aus für ein paar Tage – das kann z. B. ein gutes Ritual zu Jahresbeginn sein. Und schauen Sie sich Ihr Leben an, wie es gerade läuft. Wie es Ihnen geht. Was Sie freut. Was Ihnen Spaß macht. Was Sie anstrengt. Ob Sie noch brennen für Ihre Sache. Ob Sie noch neugierig sind oder eher gelangweilt. Ob Sie noch Sinn in Ihrer Aufgabe sehen oder nicht. Ich weiß es aus eigener Erfahrung: Wir nehmen uns vor, achtsam zu bleiben und vor lauter Karriere, Berufung und Arbeit uns selbst nie aus den Augen zu verlieren. Und doch ist es verdammt schwer, sich immer daran zu erinnern und schwupp, sind Jahre ins Land gegangen. Und es schleicht sich fast unmerklich Routine ein, Unlust, Stress, Anspannung, Langeweile oder das Gefühl, unsere innere Ausrichtung verloren zu haben. Sie haben die Wahl: Werden Sie krank, kündigen Sie irgendwann innerlich und machen Dienst nach Vorschrift, seien Sie frustriert, zynisch und resigniert – oder nehmen Sie immer wieder Ihr Leben selbst in die Hand und ändern was! Love it, change it or leave it. Wenn Sie sich regelmäßig wieder ausrichten und neue Weichen stellen, dann leben Sie gesünder, erfüllter und erfolgreicher. Dann müssen Sie keine künstliche Grenze mehr ziehen zwischen Work und Life, dann sind Sie in Balance. Dann ist die Arbeit auch keine Arbeit mehr, gemäß dem asiatischen Sprichwort: „Wähle einen Beruf, den Du liebst und Du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten!“ Liebe Leser, jetzt habe ich erst mal alles gesagt, was ich Ihnen zu sagen hatte. Ich hoffe, ich war nie zu oberlehrerhaft, nur manchmal streng und meist ermutigend. Mir ist es nämlich wichtig, dass Sie jetzt mit großem Spaß, viel Klarheit und Energie rausgehen und Ihre Karriere starten. Mir ist es wichtig, dass Sie selbstbewusst zu all Ihren Fähigkeiten stehen und die Welt das auch wissen lassen. Kennen Sie die Worte von Marianne Williamson, die Nelson Mandela in seiner Antrittsrede zitiert hat? „Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?“ Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht sicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Sehen Sie sich Ihr Leben an Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 171 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Stackelberg, Karrierestart für Hochschulabsolventen Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 170 10.3 Tipps für noch viel mehr als 100 Tage 171 Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.“15 Also, seien Sie brillant, großartig, talentiert, phantastisch. Leben Sie Ihr Leben, lieben Sie Ihre Arbeit und lassen Sie es krachen! Autoreninformation Dr. Nico Rose Dr. Nico Rose hat an der WWU Münster Psychologie studiert und wurde einige Jahre später an der EBS Business School in Oestrich-Winkel in BWL promoviert. Er hat acht Jahre Berufserfahrung, u. a. als Personaler in deutschen und internationalen Konzernen sowie als Unternehmensberater. Seit 2008 ist er außerdem als Coach und Trainer aktiv. Gemeinsam mit seiner Frau ist er Inhaber von EXCELLIS – der Beratung für Menschen, die den Unterschied machen. 2010 wurde er mit dem deutschen Coaching Award (Kategorie U-35) ausgezeichnet. Daniel Rehn Dipl. Online-Journalist (FH) mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Online-PR. Seit 1. September 2010 ist er als strategischer Berater Mitglied im Team von talkabout communications in München. Bereits im Studium mit Spaß am Thema an seiner Positionierung (im Web) und seinem Netzwerk gearbeitet zu haben, ist das Beste, was ihm nach eigener Aussage passieren konnte. Ansonsten gilt für ihn: Wenn nicht schlafend, dann online. Blog: danielrehn.wordpress.com – Twitter: @danielrehn – XING: http://www.xing.com/profile/Daniel_Rehn. 15 Marianne Williamson: „A Return To Love: Reflections on the Principles of A Course in Miracles“ (1992).

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Selbstbewusst starten.

Sie haben die Uni hinter sich, die letzten Prüfungen sind geschrieben und jetzt scharren Sie mit den Füßen: Sie wollen endlich loslegen und selbstbewusst ins Berufsleben starten!

Dabei hilft Ihnen dieses Buch und zwar mit ungewöhnlichen Ideen. Sie finden hier viele Tipps und Infos für die gelungene Bewerbung und das gute Bewerbungsgespräch.

Klare Vorteile:

* Standort- und Potenzialanalyse: So klappt der Start ins Berufsleben

* Authentisch bleiben: Auf Dauer können Sie sich nicht verstellen!

* Ratgeber, der Mut macht und bei der Jobauswahl wirklich hilft.

"Erfrischend. [...] Stackelberg berichtet auch von ihren langjährigen Erfahrungen als Trainerin, von besonderen Erlebnissen mit Bewerbern und vergisst auch die Sicht des Personalmanagers nicht. Klar, dass dabei viele brauchbare Tipps herauskommen, selbstverständlich auch für die Bewerbungsunterlagen, die richtigen Formulierungen bei Anschreiben und Lebenslauf sowie fürs Vorstellungsgespräch. Selbst die ersten hundert Tage im Job werden nicht vergessen. Die lockere und unprätentiöse Sprache macht das Buch im Übrigen sehr unterhaltsam." in: WISU-KARRIERE 5/2012

Autorin:

Bettina Stackelberg, die Frau fürs Selbstbewusstsein®, unterstützt als Coach mit Leidenschaft, Empathie und Know-how Menschen dabei, selbstbewusster zu werden. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ratgeber "Selbstbewußtsein" (2009) und "Angstfrei arbeiten" (2010).