Tools und Tricks für Freiberufler in:

Martin Buttenmüller, Claudia Kilian

Durchstarten als Freiberufler, page 192 - 220

Selbstbestimmt und erfolgreich arbeiten

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4245-8, ISBN online: 978-3-8006-4246-5, https://doi.org/10.15358/9783800642465_192

Series: Vahlen Praxis

Bibliographic information
Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 199 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 198 11 Tools und Tricks für Freiberufler Ob Selbstmanagement, Marketing oder Finanzierung: Wir stellen Ihnen hier einige sehr nützliche Tools vor, die sich in der Praxis schon oft bewährt haben. Nutzen Sie dieses Kapitel als Ideengeber und Handlungsanleitung, wie Sie Ihre Ziele noch besser erreichen können. 11.1 Tools für das Abwesenheitsmanagement Als Freiberufler werden Sie in der Regel allein arbeiten. Aber was passiert, wenn Sie unterwegs sind? Ein Anrufbeantworter, der tagsüber bei einem Anruf anspringt, macht keinen sehr professionellen Eindruck – viele weigern sich, auf ABs zu sprechen, und legen wieder auf. Dabei kann jeder Anruf ein Kunde und ein Auftrag sein – gehen Sie deshalb kein Risiko ein und sorgen Sie dafür, dass ein Mensch ans Telefon geht, wenn jemand anruft. Die einfachste Variante ist das Umstellen auf das Mobiltelefon. Dazu hier das Beispiel der sehr verbreiteten Fritz!Box als Telefonanlage: Das Bedienen der Fritz!Box-Telefonanlage kann direkt über die Telefonanlage über ein mit dem Computer verbundenes Kabel oder auch online über die etwas unhandliche Internet-Adresse http://fritz.box/cgi-bin/webcm vorgenommen werden (der Link funktioniert nur, wenn eine funktionierende Fritz!Box angeschlossen ist; siehe Abbildung 5). Grundsätzlich können Sie unmittelbar auf Ihr Mobiltelefon umleiten oder auf jeden anderen Apparat. Sitzen Sie zum Beispiel tageweise beim Kunden, spricht nichts dagegen, auf die dortige Festnetznummer umzuleiten. Sind Sie zwar häufiger im Büro, benötigen aber länger, um zum Telefon zu gelangen (weil Sie öfters in einem anderen Raum arbeiten), bietet sich die verzögerte Umleitung an. Damit haben Sie Zeit, das Telefon zu erreichen. Und es ist auch nicht so tragisch, wenn Sie über die Mittagessenszeit vergessen, das Telefon umzustellen – wer es länger läuten lässt, wird nach einigen Sekunden auf Ihr Mobiltelefon umgeleitet. Die Fritz!Box-Anlage hat alles, was Sie für das Abwesenheitsmanagement benötigen. Einziger Nachteil: Sie können (auch wenn Sie über die angegebene Website Zugriff nehmen) nicht von unterwegs Änderungen durchführen: Sie müssen über Kabel oder WLAN mit dem Telefongerät verbunden sein. Doch was tun Sie, wenn Sie von einem Termin zurückkommen und direkt nach Hause fahren, um von dort aus weiter zu arbeiten (weil Sie vielleicht Ihr Kind nebenher betreuen müssen). Natürlich könnten Sie dann die Anrufe auch von dort über das Mobiltelefon entgegennehmen. Professioneller ist es jedoch, auf das Festnetz umzuschalten: Das schaf- Fritz!Box Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 201 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 200 11 Tools und Tricks für Freiberufler200 fen Sie über die Website des Telefonanbieters, zum Beispiel die Deutsche Telekom (siehe Abbildung 6): Unter www.telekom.de, „Anrufschaltung und Komfortdienste“ und „Weiterleitung einrichten“ sowie durch die Eingabe Ihrer Telekom-Zugangsdaten erreichen Sie Ihr Online-Tool. Klicken Sie auf „Weiterleitung bearbeiten“, und Sie erhalten untenstehende Website, mit der Sie nun bequem umstellen können. Grundsätzlich bieten die Telefondienstleister natürlich auch die Möglichkeit, das Mobiltelefon in Reichweite der Telefonanlage als Festnetztelefon zu nutzen. Das hat theoretisch den Charme, dass Sie gar nichts umstellen müssen, sondern die Umstellung des Telefons auf das Mobiltelefon automatisch funktioniert. In der Regel ist aber die Sprachqualität nicht so gut, als dass man Lust hätte, die ganze Zeit in Handyqualität zu telefonieren. Wenn Sie eher wenige, dafür aber wichtige Anrufe erhalten, empfiehlt sich der Einsatz eines Callcenters. Hierbei ist das Prinzip, dass Sie dem Anrufer vorspiegeln, dass ein Mitarbeiter Ihres Kleinunternehmens den Anruf entgegennimmt. Am Beispiel des Anbieters Telias zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen: Gehen Sie auf www.telias.de, klicken Sie auf „Produkte“ und scrollen Sie so weit nach unten, bis Sie die Angebote „Basic“, „Business“ und „Premium“ sehen. Das Prinzip ist dabei: Je weniger Verpflichtung, desto teurer das einzelne Annehmen der Gespräche: Sie wählen also entweder den Basic-Tarif ohne Grundgebühr, dafür kostet aber die Annahme jeweils etwa 1 Euro. Wenn Sie bereit sind, eine Grundgebühr zu bezahlen, verringert sich der Preis entsprechend. Versuchen Sie es auf Telekom- Tool Callcenter Telias Abbildung 6: Das Tool der Fritz!Box für die Umleitung beim Verlassen des Arbeitsplatzes sowie für Grundeinstellungen beim Läuten des Telefons. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 201 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 200 11.1 Tools für das Abwesenheitsmanagement 201 jeden Fall mit dem Basic-Tarif – wenn Sie nicht umstellen, fallen also keine Kosten an. Auf diese Weise können Sie die Kosten unmittelbar auf Null drehen, wenn es Ihnen doch zu teuer wird. Verschiedene Leitungen nutzen Durch intelligente Nutzung können Sie die Kosten erheblich senken. Geben Sie zum Beispiel immer die gleiche Telefonnummer an die Kunden heraus und lenken Sie diese bei Abwesenheit an das Callcenter (also zum Beispiel Telias) um. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Anrufer immer einen Menschen, der sich unter Ihrem Firmennamen meldet, als Ansprechpartner bekommen. Für Dienstleister, Freunde und Verwandte nehmen Sie eine oder mehrere der anderen Telefonnummern, die Ihnen Ihr Telefondienstleister (Telekom, E+, Vodafone …) zur Verfügung stellt. Bei dieser Gruppe ist es nicht weiter tragisch, wenn diese auf Ihrem Mobiltelefon oder dem Anrufbeantworter landen. Geben Sie bei den Stammdaten ein, welches Unternehmen Sie betreiben und in welcher Branche Ihre Kunden zu finden sind. Diese Informationen poppen auf dem Bildschirm des Callcenter-Mitarbeiters automatisch auf, wenn ein von Ihnen weitergeleiteter Anruf eingeht. Auch die Art und Weise, wie er sich melden soll, hinterlegen Sie ihm: „Redaktion Meier, mein Name ist Bettina Müller, was kann ich für Sie tun?“ Nun wird der Anrufer nach Ihnen fragen – kein Problem für den Callcenter-Mitarbeiter, denn Sie haben vor dem Verlassen Ihres Arbeitsplatzes hinterlassen, was er sagen soll: „Herr Meier ist beim Mittagessen und wird gegen 15 Uhr wieder zurück sein.“ Auch wie das Angebot an den Kunden ist, können Sie definieren. So kann der Callcenter-Mitarbeiter versuchen, den Anruf an Ihr Mobiltelefon weiterzuleiten, oder einen Rückruf anbieten. Wenn Sie bei größeren Aufträgen im Team mit anderen Freiberuflern arbeiten, kann es vorkommen, dass nach diesen gefragt wird. „Ist Herr Martinsen zu sprechen?“ Hinterlegen Sie für solche Fälle die Namen, Abbildung 7: Das Weiterleitungs-Tool der Deutschen Telekom. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 203 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 202 11 Tools und Tricks für Freiberufler202 Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Freiberufler, mit denen Sie häufig zusammenarbeiten, in der „Mitarbeiterliste“. In diesem Fall wird der Callcenter-Mitarbeiter an die gewünschte Person weiterverbinden – ganz so, als säße sie im gleichen Raum wie Sie, während sie im Zweifel 500 Kilometer entfernt arbeiten kann. Weitere Anbieter von Callcenter-Lösungen Andere Anbieter verfügen über ein breiteres Angebotsspektrum. So ist es zum Beispiel unter www.e-buero.de möglich, dass die Callcenter-Mitarbeiter Termine vereinbaren und hinterlegte Informationen preisgeben. Andere Anbieter wie www.anwaltssekretariat.de und www.kanzleifon.de spezialisieren sich auf Branchen (in den beiden Beispielen sind das die Rechtsanwälte). 11.2 Mit Google Kunden finden Die Suchmaschine Google ist der Platzhirsch unter den Suchmaschinen in Deutschland. Der Marktanteil beträgt annähernd und stabil 90 Prozent. Google ist dabei nicht nur nützlich bei der Suche nach Informationen, sondern auch für die Suche nach Kunden. In der Abbildung 9 sehen wir das Suchergebnis für die Abfrage „Freiberufler gesucht Marketing“. Offensichtlich versucht ein Marketing-Entscheider, einen freiberuflichen Mitarbeiter zu gewinnen. Wenn Sie nun Freiberufler im Marketingbereich wären, könnte es doch recht nützlich sein, in den Suchergebnissen (im Bild beginnen diese nach der dritten Position) ganz oben zu erscheinen und damit die Aufmerksamkeit des Suchenden zu wecken. Über und rechts neben den Suchergebnissen Abbildung 8: Abwesenheitsmanagement mit einem Callcenter. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 203 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 202 11.2 Mit Google Kunden finden 203 sehen Sie kleine Textanzeigen. Auch hier wäre es alternativ oder additiv doch recht nützlich, wenn unser Angebot so zielgenau beim Bedarf eines möglichen Kunden platziert wird. Doch wie schaffen Sie das? Die Website in den Suchergebnissen gut auffindbar machen Versuchen Sie, in den Suchergebnissen möglichst weit vorne zu stehen. Dazu überlegen Sie sich Suchbegriffe, mit denen Ihre Zielgruppe suchen würden. Im Beispiel oben war das „Freiberufler gesucht Marketing“. Prüfen Sie mit einem Ranking-Check (zum Beispiel unter www.rankingcheck.de: unter „Tipps und Tools“ auf „Suchmaschinen-Ranking“ gehen und dort Website und Suchbegriffe eingeben), ob Sie unter den ersten zehn Ergebnissen, also auf der ersten Ergebnisseite aufgeführt werden. Bereits ab der Nummer  11 (also der zweiten Ergebnisseite) sinkt die Wahrnehmung der Suchenden dramatisch. Wenn Sie nicht in der Top Ten sind, steht Ihnen ein Bündel von Maßnahmen zur Verfügung, mit denen Sie Stück für Stück „Boden gutmachen“. Beginnen Sie dabei mit den Maßnahmen, die Sie an der eigenen Website (zum Teil unter Mithilfe Ihres Webmasters) durchführen können: •• Prüfen Sie Ihre Website-Texte auf die richtige Keyword-Dichte, die bei etwa fünf Prozent liegen sollte. Ist das relevante Keyword-Paar zum Beispiel „Freiberufler“ und „Marketing“, sollte jedes dieser Wörter in verschiedenen Kombinationen und Zusammenhängen ungefähr jedes zwanzigste Wort ausmachen. •• Prüfen Sie, ob die Seitentitel (Buttons, auf die Sie klicken und zu anderen Seiten gelangen können) aussagekräftig sind. Mit „Home“ Zu den Top Ten gehören Keywords Abbildung 9: Die Suchmaschine Google bietet viele Möglichkeiten für Freiberufler, mit geringem finanziellem Aufwand Kunden zu finden. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 205 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 204 11 Tools und Tricks für Freiberufler204 und „Zusammenfassung“ kann eine Suchmaschine nichts anfangen, mit „Online-Marketing“ oder „Suchmaschinenoptimierung“ dagegen schon. •• Die URLs (also die Internet-Adresse der Haupt- und Unterseiten) sollen mit aussagekräftigen Begriffen belegt sein, zum Beispiel „www. marketing-freiberufler.de“, „www.online-marketing.de“ u.  Ä.). Auf diese Weise stufen die Suchmaschinen die Texte als sehr relevant für den Suchenden ein. •• Sprechen Sie Ihren technischen Website-Verantwortlichen auf das Thema „meta-tags“ und „Überschriften im Quelltext“ an. Hier sollten die Seiten gut beschrieben sein, damit die Suchroboter das Thema einer Seite gut einordnen können. Außerhalb Ihrer Website können Sie zu einem besseren Ranking beitragen, indem Sie dafür Sorge tragen, dass andere Websites auf Ihre Website verlinken. Konkret erreichen Sie dies, indem Sie Linkpartnerschaften anbieten. Erstellen Sie dafür einen Bereich „Partner“ auf Ihrer Website, in dem Sie Ihre Linkpartner auflisten können. Neben der Anzahl solcher verweisenden Websites ist auch deren Qualität und Relevanz für Ihr Thema wichtig. Handlungsbedarf oder nicht? Richten Sie sich die Google-Toolbar ein (einfach in die Google-Suche „Google“ und „Toolbar“ eingeben und auf „herunterladen“ klicken). Klicken Sie in Ihrem Browser dann auf „Page-Rank“ – ist dieser schlechter als 4, werden Sie in Suchmaschinen schlecht gefunden und müssen etwas unternehmen. Anzeigen in Suchmaschinen In Abbildung 9 haben Sie bereits gesehen, dass bei einer Suche nicht nur die Suchergebnisse erscheinen. Oberhalb und rechts davon sehen Sie die Google-Anzeigen. Nutzen Sie unter www.google.adwords.de die Chance, hier mit kleinen Budgets gezielt potenzielle Kunden anzusprechen. Voraussetzung ist lediglich ein Google-Konto, das Sie unter der gleichen Adresse kostenlos anlegen können: •• Definieren Sie Keywords, die sehr speziell auf Ihr Angebot hinweisen und damit die Streuverluste minimieren. •• Wenn Ihr Angebot häufig mit ähnlich klingenden anderen Angeboten verwechselt wird, schließen Sie die betreffenden Keywords aus. •• Nutzen Sie die Möglichkeit, das Erscheinen der Anzeigen zeitlich einzugrenzen. So können Sie zum Beispiel „von 9 bis 16 Uhr“ als Zeitraum definieren, wenn Interessenten in der Regel von ihrem Arbeitsplatz aus recherchieren. Linkpartner Nicht teuer V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 205 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand : 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 204 11.2 M it G o o g le K u n d en fin d en 205 A bbildung 10: So sehen G oogle-A dW ords-K am pagnen aus. Bereits m it einem Budget von einem Euro pro Tag können Sie einm al testen, ob Sie zum Zuge kom m en. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 207 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 206 11 Tools und Tricks für Freiberufler206 •• Nehmen Sie auch eine regionale Eingrenzung vor, wenn sich Ihre Kunden in bestimmten Regionen oder Städten ballen oder aus logistischen Gründen in der Nähe Ihres Standorts wohnen müssen. •• Teilen Sie auch kleine Budgets in unterschiedliche Kampagnen und Gruppen auf. Damit können Sie den Erfolg unterschiedlicher Anzeigentexte und Keyword-Gruppen testen. Die Platzierung Ihrer Anzeige hängt wesentlich davon ab, wie viel Sie bereit sind, für einen Klick zu bezahlen, sowie von einem „Qualitätsfaktor“, der misst, wie relevant Ihre Anzeige für den Suchenden ist. Testen Sie, wie sich die Klickraten verändern, wenn Sie das Budget variieren. Wichtig ist vor allem die Conversion-Rate Bei Suchmaschinenanzeigen ist vor allem die Wandlung („Conversion“) wichtig. Definieren Sie dazu die gewünschten Handlungen („Im Shop kaufen“, „Kontaktformular benutzen“), die Besucher vornehmen sollen, und messen Sie mittels eines von Google bereitgestellten Codes (das macht für Sie Ihr Website-Betreuer), wie hoch die Wandlung ist. Bei der laufenden Optimierung Ihrer Kampagne muss, damit diese ein Erfolg wird, die „Conversion-Rate“ (Zahl der Wandler im Verhältnis zur Zahl der Anzeigenklicker) immer höher werden. 11.3 Effizient arbeiten mit dem Dashboard Gerade bei der Online-Arbeit ist es wichtig, so effizient wie möglich zu arbeiten. In der Praxis ist es aber häufig so, dass Freiberufler täglich viele Male die gleiche Internetadresse suchen und aufrufen. Das kann Sie täglich eine halbe Stunde Zeit kosten, die Sie mit einem Dashboard ganz einfach sparen können. Und noch dazu kostenlos. Nutzen Sie ein Dashboard, wie es Anbieter wie www.google.com oder www.netvibes.com kostenlos zur Verfügung stellen. Mit diesen können Sie viele Internetressourcen an einem Ort bündeln und effizient den Überblick darüber behalten, was auf den für Sie wichtigen Websites passiert. Sie wechseln mit einem Klick zwischen den verschiedenen Websites hin und her, ohne diese jedes Mal extra aufrufen zu müssen. Wer etwas tiefer in die Funktionen einsteigt, kann seine Inhalte sogar als Website darstellen und für Dritte sichtbar machen. Dies kann interessant sein, wenn Sie zum Beispiel als PR-Berater für ein Unternehmen tätig sind und für dieses Informationen zusammentragen und zur Verfügung stellen möchten. Ebenfalls sehr interessant sind die sogenannten „Widgets“ und „Gadgets“. Das sind Programme, die nach Ihren Vorgaben das Internet absuchen und Ihnen die gesuchten Inhalte automatisch und gut aufbereitet darstellen. Dazu müssen Sie sich nur einmal die Mühe machen, die Websites und die gewünschten Stichworte einzutragen, und schon haben Sie innerhalb weniger Sekunden den Überblick, was passiert – jeden Tag. Kostenloses Tool V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 207 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 206 11.3 Effizien t arb eiten m it d em D ash b o ard 207 A bbildung 11: A rbeiten m it dem D ashboard spart Zeit – und N erven. V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 209 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 208 11 To o ls u n d Tricks fü r Freib eru fler 208 A bbildung 12: Ein Inform ationsschaukasten, den m an zum Beispiel m it dem netvibes-D ashboard leicht herstellen kann, bietet eine bequem e und schnelle Ü bersicht über das, w as auf den für Sie relevanten W ebsites passiert. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 209 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 208 11.4 Mit Twitter und Facebook eine Zeitung herausbringen 209 Bei Interesse klicken Sie einfach auf die Überschrift, und Sie sind direkt beim Artikel. 11.4 Mit Twitter und Facebook eine Zeitung herausbringen Wenn Sie als Freiberufler anfangen oder noch nicht lange im Geschäft sind, haben Sie ein Problem: Niemand kennt Sie, niemand wird von allein darauf kommen, Sie wegen eines Auftrags anzusprechen. Ändern Sie das, indem Sie eine eigene Online-Zeitung herausbringen – und das in wenigen Minuten täglich. Melden Sie sich dazu einfach unter www.paper. li an. Dabei handelt es sich um eine Website, mit der man aus Beiträgen in Twitter und Facebook eine Tageszeitung erstellen kann. Damit spart man sich den aufwendigsten Teil eines Herausgebers: Die Erstellung der Inhalte. Suchen Sie sich ein Thema heraus, für das Sie Ihre Kompetenz zeigen möchten. Als IT-Dienstleister möchten Sie vielleicht Ihre Kompetenz für bestimmte Programme oder IT-Themen zeigen. Als PR-Berater suchen Sie sich ein Thema aus dem Bereich der Kommunikation, und als Lektor zeigen Sie durch ein Texterthema Ihre Kompetenz auf diesem Gebiet. Loggen Sie sich dann auf www.paper.li ein und registrieren Sie sich. Geben Sie dann die „Jasmin-Meier-Zeitung“ heraus und bestücken Sie diese mit Texten, Bildern und Videos Ihrer Freunde auf Facebook und der Leute, denen Sie auf Twitter folgen. Die Verteilung an die Leser erfolgt über Ihre Kontakte, Follower und Gruppen in Twitter, Facebook, XING und wo immer Sie noch aktiv sind. Die Herausgabe dieser Online-Zeitung können Sie auch jederzeit als Nachweis nennen, wenn Sie sich um einen Auftrag bewerben. Laden Sie Entscheider von Unternehmen, die potenzielle Auftraggeber sein können, ein, Abonnent zu werden. Bevor Sie eine solche Zeitung erstellen, überlegen Sie sich, wie Sie sie für Ihre Geschäftszwecke einsetzen können. Einen Zweck haben wir schon herausgearbeitet: Sie können Ihre Internetzeitung bei Erstkontakten als Referenz nennen: „Übrigens gebe ich auch zum Thema (…) eine Online- Zeitung heraus. Wenn Sie nichts dagegen habe, schicke ich Ihnen den Link dazu.“ Ihr Gesprächspartner wird zumindest so neugierig sein, einen Blick darauf zu werfen. Damit haben Sie schon viele Vorteile erreicht: •• Sie haben sich von anderen Dienstleistern, mit denen Sie im Wettbewerb stehen, abgehoben – schließlich gibt nicht jeder eine Online-Zeitung heraus. Solche Alleinstellungsmerkmale sind vor allem wichtig, wenn Sie viele Wettbewerber haben. •• Sie zeigen Ihre Qualität und können unter Umständen höhere Preise verlangen als andere. •• Selbst wenn der Interessent Ihnen jetzt keinen Auftrag gibt, wird er vielleicht doch Ihre Online-Zeitung abonnieren. Dadurch halten Sie Wenig zeitintensiv Zeiutung als Referenz V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 211 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 210 11 To o ls u n d Tricks fü r Freib eru fler 210 A bbildung 13: D er D ienstleister für W erbung K ai-U w e Lehanka m acht m it seiner Zeitung auf seine K om petenz auf diesem G ebiet aufm erksam . Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 211 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 210 11.5 Mit Skype Freiberuflerteams koordinieren 211 automatisch Kontakt und werden vielleicht für einen späteren Auftrag noch einmal angesprochen. Damit das alles so klappt, gibt es natürlich verschiedene Voraussetzungen. Die wichtigste dabei ist, über eine relevante Zahl an Kontakten bei Twitter, Facebook und auch XING zu verfügen. Sonst haben Sie keine Möglichkeit, Ihre Zeitung bekannt zu machen. Einzige Ausnahme: Sie tun sich mit jemandem zusammen, der eine eigene Fanpage (Facebook) oder Gruppe (XING) zu Ihrem Thema betreibt. In diesem Fall geben Sie die Zeitung gemeinsam heraus, und der Fanpage- bzw. Gruppenbetreiber sorgt für die Öffentlichkeit. 11.5 Mit Skype Freiberuflerteams koordinieren Skype ist ein Tool, das vor allem für kostenloses Telefonieren bekannt ist. Was Sie benötigen, ist eine Anmeldung unter www.skype.com – das war’s. Und wer es mit Video mag und einen entsprechend schnellen Internetanschluss hat, kann seine Gesprächspartner auch sehen. Geschickte Freiberufler nutzen Skype, um mit anderen Freiberuflern und Dienstleistern zu kooperieren und virtuelle Teams zu bilden. Die beteiligten Personen vereinbaren dabei, sich bei Arbeitsantritt sofort in Skype einzuloggen und den Status auf „Online“ (= gesprächsbereit) oder „Beschäftigt“ (= nicht ansprechbar) zu stellen. Skype zeigt auch automatisch an, wenn jemand nicht anwesend ist. Auf diese Weise können Sie optimal untereinander kommunizieren: •• Sie rufen nur dann an, wenn Sie sehen, dass der Angerufene gesprächsbereit ist. Sie sparen sich vergebliche Anrufe und stören nicht unnötig. •• Sie können externe Anrufe direkt weiterleiten oder zusagen, dass eine Person gesprächsbereit ist. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie gegenüber einem Kunden als Team auftreten und er unter einer Telefonnummer verschiedene Personen verlangt. •• Sie können über die Chatfunktion Informationen „abladen“ und wissen durch den angezeigten Status, wer das sofort zur Kenntnis nimmt und wer nicht. •• Wenn nötig, können Sie kurzfristig eine Telefon-, Video- oder Chatkonferenz zusammenrufen. Vor allem bei einem weit verstreuten Team ist das ein großer Vorteil. •• Wie bei E-Mails können Sie Bild- und Videodateien übermitteln. Sie können auch Kunden in die Skype-Kommunikation integrieren. Damit haben Sie den Vorteil, dass diese die schnelle und unkomplizierte Kommunikation schätzen lernen werden. Diese Integration wird Ihnen bei der nächsten Auftragsvergabe helfen – schließlich wird der Kunde Schnelle Kommunikation Kunden einbinden V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 213 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand : 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 212 11 To o ls u n d Tricks fü r Freib eru fler 212 A bbildung 14: Skype erm öglicht Team w ork und einfach K om m unikation. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 213 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 212 11.6 Die eigene Website als Portal? 213 wenig Lust haben, den Anbieter zu wechseln, wenn er sich einmal an die schnelle und unkomplizierte Kommunikation gewöhnt hat. 11.6 Die eigene Website als Portal? Das Prinzip ist leicht nachzuvollziehen: Eine Website bündelt die Angebote vieler Freiberufler und ermöglicht es damit Kunden, bequem und schnell die geeigneten Kandidaten für einen Auftrag zu finden. Tatsächlich kann es für Sie als Freiberufler sinnvoll sein, sich in solchen Portalen listen zu lassen. Aber wäre es nicht besser, wenn ein Interessent alles, was er für seinen Auftrag benötigt, auf Ihrer Website fände? Richten Sie deshalb das Feld „Partner“ ein und überlegen Sie, welche Anbieter ein Interessent für einen typischen Auftrag benötigen könnte. Nehmen wir einmal an, Sie bieten als Freiberufler die klassische Pressearbeit für ein Unternehmen, also die Platzierung von Texten und Fotos in Publikationen, an. Überlegen Sie, welche Dienstleistungen ein Interessent noch nachfragen könnte: •• einen Texter, der die Texte für die Pressearbeit erstellt •• einen Fotografen, der die Fotos für die Pressearbeit erstellt Das sind in diesem engen Ausschnitt erst zwei mögliche Partner. Gehen Sie aber davon aus, dass Sie es bei den Interessenten mit Entscheidern für Marketing und/oder Öffentlichkeitsarbeit zu tun hat, die für ihr gesamtes Spektrum Leute suchen, dann sieht das schon nach sehr viel mehr aus: •• ein Grafiker, der Flyer und Kataloge erstellt •• ein Drucker, der Flyer und Kataloge druckt •• ein Webdesigner, der Arbeiten rund um die Website erledigt •• ein Dienstleister, der CDs und DVDs herstellen kann •• ein Dienstleister, der Videos erstellen und als Clip bereitstellen kann •• ein Lektor, der Texte verfeinern kann •• ein Eventmanager, der die Veranstaltungen organisiert •• ein freiberuflicher Marketingmanager, der Projekte koordiniert Die Partner müssen Sie mit Ihrem Angebot natürlich ebenfalls aufnehmen. Wichtig dabei ist, dass auch ein Link gesetzt wird: Dadurch verbessern alle ihre Chancen in den Suchmaschinen, denn jeder Link, der auf eine Website verweist, erhöht in den „Augen“ einer Suchmaschine die Relevanz und die Qualität der Website. Partner angeben Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 215 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 214 11 Tools und Tricks für Freiberufler214 Oder alles aus einer Hand? Wenn Sie den gesamten Bedarf eines Durchschnittsinteressenten ermittelt haben, können Sie natürlich auch den Weg des „alles aus einer Hand“ gehen. In diesem Fall stellen sich die Partner gar nicht selbst dar, sondern Sie integrieren die Angebote der Partner in Ihr eigenes. Das hat für den Kunden den Vorteil, dass er nur einen Ansprechpartner hat. Voraussetzung dafür, dass dies funktioniert, ist, dass Sie das Gesamtangebot glaubwürdig rüberbringen. Denn schließlich kann jeder behaupten, er könne „alles aus einer Hand“ bieten – aber stimmt das auch? Um glaubwürdig zu sein, nutzen Sie dazu Arbeitsproben und Projektbeispiele der Partner und stellen Sie unter der eigenen Marke dar. Versprechen Sie dafür im Gegenzug den Partnern, dass sie bei einem entsprechenden Auftrag mit im Boot sind. Sie selbst können dann für einen Großauftrag nicht nur Ihren eigenen Anteil, sondern ein zusätzliches Stück vom Kuchen für die Koordination der anderen Partner abrechnen. 11.7 Präsentieren mit PowerPoint und Beamer Wenn Sie vor mehreren Entscheidern bei einem Kundenunternehmen präsentieren oder bei einer anderen Gelegenheit einen Vortrag halten möchten, ist der souveräne Umgang mit PowerPoint und Beamer eine Grundvoraussetzung, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die folgenden Hinweise ergehen auf Basis der aktuell am weitesten verbreiteten Version 2007, sind aber mit leichten Veränderungen auch für die Versionen 2003 und 2010 gültig. Abbildung 15: Ein Beispiel für einen Dienstleister, der seine Partner auf seiner Website aufnimmt: Diese teilt er in bestimmte Aufgabenbereiche auf, die zusammen das  vermutete Aufgabenspektrum eines Interessenten ergeben. Zu finden unter www.sitepoint.de/ostrowsky. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 215 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 214 11.7 Präsentieren mit PowerPoint und Beamer 215 Als Erstes gilt es, eine attraktive „Masterfolie“ zu kreieren. Diese bildet das Grundlayout Ihres Vortrags und sorgt dafür, dass Ihre Folien einen stets ähnlichen Aufbau haben. Das ist wichtig, weil ein ständig wechselndes Folienlayout unruhig und unangenehm wirkt und häufig als unprofessionell empfunden wird. Rufen Sie also PowerPoint auf, gehen Sie auf „Ansicht“ und „Folienmaster“ und gestalten Sie eine Folie so, wie Sie sie haben möchten. Dabei gilt das Prinzip „weniger ist mehr“ und „Text kommt vor Bild“. Schließlich sprechen Sie in der Regel vor Businesskunden, die „coole“ Vorträge gewohnt und von Bildern, Animationen etc. eher irritiert werden. Also: Keep it simple und gestalten Sie Ihre ersten Folien wie in Abbildung 16: •• Oben steht immer Ihr Firmenlogo, unten Ihr Firmenname. Wenn Sie kein Logo haben und einfach den Namen Ihres Unternehmens oben verwenden, können Sie unten auch das Thema des gesamten Vortrags („Präsentation meines Unternehmens“) nennen. •• Für den Anfang suchen Sie sich am besten eine in PowerPoint vorgegebene Variante aus, indem Sie direkt nach dem Aufruf einer neuen Folie den Button „Entwurf“ wählen und auf das Layout Ihrer Wahl klicken. •• Schreiben Sie dann bei der leeren Folie in das Überschriftenfeld die Überschrift und – als Normalstruktur – die Aufzählungspunkte und das Wort „Schlussfolgerung“. Diese Folie ist nun Ihre „Masterfolie“, mit der Sie alle Folien gestalten. Masterfolie anlegen Abbildung 16: Einfache Gestaltung, wenig Text: Das macht einen gut strukturierten Eindruck auf Ihr Publikum. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 217 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 216 11 Tools und Tricks für Freiberufler216 •• Gestalten Sie in wenigen Fällen einen Ausbruch aus dem Masterlayout – als Faustregel vielleicht jede zehnte Folie. Dadurch sorgen Sie dafür, dass aus der angenehmen Gleichförmigkeit keine Langeweile entsteht. Die Handhabung des Beamers ist heutzutage kein großes Problem mehr. Geben Sie vor dem Termin Bescheid, dass Sie einen Beamer benötigen. Testen Sie am Tag vorher noch, ob die Fernbedienung für das Auslösen des Folienwechsels funktioniert. Die Präsentation selbst haben Sie in Kopie auf einem Stick bei sich – auf diese Weise sind Sie abgesichert, falls Ihr Laptop plötzlich ausfallen sollte. In diesem Fall stecken Sie den Stick in einen Laptop oder PC vor Ort und präsentieren von diesem Gerät aus. Der eigentliche Anschluss ist trivial: Der Stecker des Beamers passt nur an einen bestimmten Anschluss an Ihrem Laptop. Achten Sie darauf, dass der Laptop an den Strom angeschlossen ist, damit Ihrem Gerät nicht mitten im Vortrag die Energie ausgeht. Sie starten die Präsentation, indem Sie die Datei mit Ihrer Präsentation öffnen, auf „Bildschirmpräsentation“ und „Aus aktueller Folie“ gehen. Dann können Sie mit Ihrer Fernbedienung nach vorne oder zurück navigieren. Fernbedienung vorher testen Prüfen Sie vorher, ob die Fernbedienung richtig arbeitet – es macht einen unprofessionellen Eindruck, wenn Sie für jeden Folienwechsel an das Gerät gehen und diesen manuell auslösen müssen. 11.8 Serienbrieffunktion mit Word Für Ihre Werbung ist die Serienbrieffunktion von Word in Verbindung mit Excel eine große Arbeitserleichterung: Sie können mit überschaubarem Aufwand fast beliebig viele Briefe ausdrucken – nur das Budget für das Porto setzt Ihnen Grenzen. Grundsätzlich können Sie auch ohne Excel einen Serienbrief verschicken. Es ist aber in den meisten Fällen sinnvoll, die Adressdaten in Excel zu pflegen und sie später in Word zu integrieren. Das ist gar nicht schwierig. Neben den genannten Programmen benötigen Sie nur noch einen Drucker und eine gut gefüllte Druckerpatrone. Ach ja, und einen Text sollten Sie auch schon vorbereitet haben, aber das war es dann wirklich. Zeit sparen V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 217 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand : 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 216 11.8 Serien b rieffu n ktio n m it W o rd 217 A bbildung 17: D ie W ord-Serienbrieffunktion – w enn Sie es einm al begriffen haben, ist es ganz einfach und sehr nützlich. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 219 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 218 11 Tools und Tricks für Freiberufler218 Kopieren Sie Ihren Text in das Dokument: PLATZ FÜR DIE ANSCHRIFT 18. November 2012 „Man kann nicht nicht kommunizieren“ Sehr geehrte ..., (Hier folgt die Anrede mit „Frau“ oder „Herr“, ggf. Titel und Nachname) sicher kennen Sie das oben genannte berühmte Zitat des Philosophen Paul Watzlawick. Auch Ihr Unternehmen kommuniziert in vielfältigster Weise mit seinem Umfeld, zum Beispiel über Ihre Website, Ihre Flyer, Ihre Anzeigen und durch Berichte in der Presse. Und diese Kommunikation muss organisiert werden. Ich schreibe Sie heute an, weil ich Sie auf mein Angebot als freiberuflicher Marketing- und PR-Berater aufmerksam machen möchte. Ich organisiere für Sie Ihre Kommunikation und wickle für Sie Teilaufgaben oder komplette Projekte ab. Informieren Sie sich bitte weiter auf meiner Website www.meinewebsite.de oder rufen Sie mich einfach an – ich kann bestimmt etwas für Sie tun! Ihr Diplom-Volkswirt Martin Buttenmüller Wie Sie sehen, gibt es hier vor allem zwei Variablen: Das Anschriftenfeld und die Anrede. Aber wenn Sie möchten, können Sie natürlich noch weitere Textteile variabel gestalten und für unterschiedliche Zielgruppen mit Wenn-dann-Befehlen eingeben. Aber für unser Beispiel sollen diese Felder genügen (und in der Praxis genügen sie meist auch). •• Gehen Sie jetzt im Word-Dokument auf „Sendungen“, „Seriendruck starten“ und „Empfänger auswählen“, suchen Sie Ihre Adressdatei und bestätigen Sie. Gehen Sie dann auf „Empfängerliste bearbeiten“ und prüfen Sie noch einmal, ob Sie die richtige Datei gewählt haben. Sie haben hier noch einmal die Möglichkeit, verschiedene Veränderungen vorzunehmen, aber das überspringen wir jetzt einmal. •• Gehen Sie dann im Word-Dokument auf die erste Zeile für den Platzhalter in der Anschrift, gehen Sie auf „Seriendruckfeld einfügen“ und wählen Sie die jeweiligen Spaltenbezeichnungen aus, also zum Beispiel „Firma“ in der ersten Zeile, „Titel“, „Vorname“, „Nachname“ in der zweiten Zeile, „Straße“ in der dritten Zeile, und nach einer Leerzeile kommt schließlich „PLZ“ und „Ort“ in der letzten Zeile des Adressfeldes. So, das wäre geschafft. Jetzt geht es nur noch um die Anrede in Ihrem Brief. Diese variiert natürlich je nach Geschlecht, also „Sehr geehrte Textvariablen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 219 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 218 11.9 Nützliche Tools rund um XING 219 Frau Maier“ oder „Sehr geehrter Herr Maier“, und leider müssen wir auch noch eine Lösung für „geehrte“ und „geehrter“ finden. Aber das schaffen Sie: •• Löschen Sie den bisherigen Platzhalter „Sehr geehrte“ raus und setzen Sie den Cursor an diese Stelle. Klicken Sie dann auf „Regeln“ und wählen Sie „Wenn-Dann-Sonst“. Der Name ist hier Programm: Hier können Sie formulieren, zum Beispiel „Wenn Spalte F1 = Herr, dann „Sehr geehrter Herr“, ansonsten „Sehr geehrte Frau“. Dahinter setzen Sie dann wie beim Adressfeld das Feld, in dem der Nachname steht (über „Seriendruckfeld einfügen“). «Vorname» «Nachname» «Straße» «Hausnummer» «Postleitzahl» «Ort» 18. November 2012 „Man kann nicht nicht kommunizieren“ Sehr «Wenn-dann-Feld», •• Sie können auf „Vorschau Empfänger“ klicken und oben rechts davon mit den Pfeiltasten einige Dokumente aufrufen und prüfen, ob alles korrekt ist. Wenn ja, klicken Sie auf „Fertig stellen und zusammenführen“, drucken eine Seite aus (auswählen „1 bis 1“) und schauen sie sich an. •• Und wenn damit auch alles o. k. ist, einfach ausdrucken, eintüten und weg damit. Briefumschlag und Porto leicht gemacht Verwenden Sie Briefumschläge mit Fenster. Entsprechend müssen Sie natürlich das Textfeld auf das Papier drucken. Auf diese Weise sparen Sie sich das Drucken von Etiketten. Die Deutsche Post verkauft auch bereits frankierte Briefumschläge mit Fenster, sodass Sie sich auch das lästige Briefmarkenkleben sparen können. 11.9 Nützliche Tools rund um XING XING ist nach wie vor das erfolgreichste Businessnetzwerk mit weltweit mehr als elf Millionen Mitgliedern, davon etwa fünf Millionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. XING bietet eine Reihe von Anwendungen, die Sie als Freiberufler für Ihren beruflichen Erfolg nutzen sollten. Für die meisten Funktionen müssen Sie Premium-Mitglied sein – das kostet etwas mehr als fünf Euro im Monat und ist gut investiertes Geld. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 221 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 220 11 Tools und Tricks für Freiberufler220 Gehen Sie auf www.xing.com und suchen Sie nach „Mein Netzwerk“. Dort finden Sie „Mitglieder finden“ und „Expertensuche“. Hier finden Sie viele Ansätze für die Recherche nach interessanten Ansprechpartnern. •• Unter „Ich suche“ tragen XING-Mitglieder ein, wen oder was sie suchen. Geben Sie in das entsprechende Suchfeld ein, was Sie anbieten, zum Beispiel „Autor“, „IT-Beratung“ oder „Eventmanagement“. Die Suchergebnisse zeigen Personen, die das suchen, was Sie anbieten – potenzielle Kunden, mit denen Sie sich näher beschäftigen sollten. •• Nutzen Sie auch über die Orts- oder Postleitzahlangabe die Möglichkeit, Kunden kennenzulernen. Wenn Sie in einem kleineren Ort tätig sind, suchen Sie zum Beispiel mit der Postleitzahlenangabe und dem Status „Unternehmer“ nach Inhabern von Unternehmen. Dies ist besonders interessant, wenn Sie nicht auf bestimmte Branchen festgelegt sind, zum Beispiel als Grafiker oder Event-Manager. •• Wenn die Zahl der ausgeworfenen Ergebnisse mit 300 angegeben wird, suchen Sie nach Möglichkeiten, die Suchergebnisse mit weiteren Kriterien einzuschränken. Denn 300 Ergebnisse ist das Maximum an Treffern, das XING anzeigt. Verfeinern Sie die Suche zum Beispiel mit der Branchenangabe. •• Wenn Sie schon ein Unternehmen im Visier Ihrer Bemühungen haben, können Sie auch abfragen, welche Mitarbeiter bei XING registriert sind. Auf diese Weise finden Sie die richtige Kontaktperson heraus. Dieses Verfahren ist auch dann nützlich, wenn Sie nicht über XING kontaktieren, sondern anrufen möchten, weil Sie nicht nach dem „Verantwortlichen für …“ fragen müssen, sondern in der Zentrale des Unternehmens direkt nach einer Person fragen können. •• Schauen Sie auch nach, was frühere Kollegen heute so machen. Dazu nutzen Sie das Feld „Firma zuvor“ und geben nacheinander Ihre früheren Arbeitgeber an. Vielleicht finden Sie ja einen Ex-Kollegen, der heute ein prima Auftraggeber sein könnte und den Sie unter Bezugnahme auf alte Zeiten leicht kontaktieren können? Sie haben nun eine interessante Person gefunden und möchten sie kontaktieren. Wie machen Sie das? Schließlich wissen Sie aus eigener Erfahrung, dass niemand „dumm von der Seite angequatscht“ werden möchte. Die Lösung: Sie nutzen das Kontaktformular und beziehen sich auf die gemeinsame Schnittmenge zwischen Ihnen und Ihrer Zielperson. •• „Hallo Robert, schönen Gruß von deinem Ex-Kollegen aus dem Gehlen-Verlag. Wollen wir uns kontakten?“ •• „Sehr geehrter Herr Müller, ich komme auf Sie zu, weil Sie in Ihrem Profil unter ‚Ich suche‘ das Stichwort ‚Eventmanager‘ angegeben haben. Vielleicht schauen Sie einmal auf mein Profil? Gerne möchte ich mich mit Ihnen kontakten.“ Kunden finden Kontaktaufnahme V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 221 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand : 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 220 11.9 N ü tzlich e To o ls ru n d u m X IN G 221 A bbildung 18: D ie X IN G -Suchfunktion bietet zahlreiche M öglichkeiten, nach potenziellen K unden, D ienstleistern und G eschäftspartnern zu suchen. V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 223 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand : 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 222 11 To o ls u n d Tricks fü r Freib eru fler 222 A bbildung 19: M it der richtigen Begründung w erden die m eisten K ontaktanfragen bestätigt. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 223 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 222 11.9 Nützliche Tools rund um XING 223 •• „Sehr geehrter Herr Müller, ich sehe, dass Sie auch als PR-Berater in Hamburg tätig sind. Vielleicht ergibt sich ja einmal eine Möglichkeit, bei einem Projekt zusammenzuarbeiten.“ •• „Hallo Frau Zimmermann, Sie sind ja auch in der Gruppe ‚IT-Dienstleister‘. Ich fand Ihren letzten Beitrag zum Thema ‚Joomla-Software‘ sehr interessant. Sollen wir uns direkt kontakten?“ Wenn Sie das Kontaktformular abschicken, erhält der Empfänger eine Nachricht, dass Sie ihn kontaktieren möchten, sowie Ihren Text. In der Regel wird er zumindest kurz Ihr Profil besuchen und sich kundig machen, was Sie aktuell tun und was Ihr Hintergrund (Ausbildung, Tätigkeitsschwerpunkte, was Sie suchen und anbieten) ist. Damit haben Sie schon Ihr erstes Ziel erreicht: Die Person kennt Sie und Ihr Angebot und kann bei eigenem Bedarf auf Sie zukommen oder Sie bei Gelegenheit empfehlen. Und wenn die Kontaktansprache seriös und glaubwürdig war, wird man die Anfrage auch bestätigen. Bleibt nur noch die Frage, was uns Kontakte eigentlich bringen. Man könnte ja mit seinem Profil auch so gefunden werden. Oder? •• Zunächst ist, so angreifbar das auch sein mag, die Zahl Ihrer Kontakte ein Ausweis für den Grad Ihrer Vernetzung. Wenn Sie zum Beispiel als Journalist arbeiten, zeigen viele Kontakte, dass Sie viele Möglichkeiten für die Recherche und zur Gewinnung von Interviewpartnern haben. Viele Kontakte sind auch ein Indiz dafür, dass Sie sich oft und gerne in sozialen Netzwerken bewegen und offen für diese moderne Art der Kommunikation sind. Das mag stimmen oder auch nicht – die meisten Leute denken so. •• XING hält Sie über Kontakte auf dem Laufenden. Das kann zum Beispiel interessant sein, wenn ein bisheriger Ansprechpartner bei einem Kundenunternehmen einen neuen Arbeitgeber einträgt. Vielleicht gibt es die Chance, dass er Sie dort empfiehlt und Sie damit einen neuen Auftraggeber finden? •• Umgekehrt erfahren Ihre Kontakte, wenn sich bei Ihnen etwas tut. Nutzen Sie dazu die Statusmeldung, die Sie regelmäßig erneuern. Auch wenn Sie neue Kontakte generieren, werden Ihre bisherigen Kontakte darüber informiert. Der Nutzen für Sie: Die Kontaktpartner vergessen Sie nicht, sondern werden immer wieder an Ihre Existenz erinnert und verfolgen Ihre Aktivitäten. Und besteht einmal ein konkreter Bedarf, hat man Sie „auf dem Schirm“ und wird von Ihnen (hoffentlich) ein Angebot erbitten. •• Last but not least bietet jede Kontaktaufnahme die Chance, dass Sie jemanden mit aktuellem Bedarf kennenlernen. Wozu Kontakte? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 225 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 224 11 Tools und Tricks für Freiberufler224 XING-Gruppen nutzen Bisher haben Sie einen der beiden wesentlichen Gründe für Businessnetzwerke kennengelernt: Man kann nützliche Personen finden oder von diesen gefunden werden. Der zweite Grund sind die Gruppen in XING: Hier finden sich Gleichgesinnte zusammen, um über bestimmte Themen zu diskutieren. Schnuppern Sie einmal rein, indem Sie oben auf der XING- Seite auf „Gruppen“ und „Gruppen finden“ klicken. Hier sehen Sie zunächst ein Suchfeld, mit dem Sie eine für Sie interessante Gruppe suchen können. Geben Sie zum Beispiel einfach mal „Neukundengewinnung“ ein. Es erscheint eine Liste mit Gruppen, die sich mit dem Thema beschäftigt. Erfahrungsgemäß bringt es wenig, sich mit sehr kleinen Gruppen zu beschäftigen. Klicken Sie deshalb auf den Haken neben „Relevanz“ und wählen Sie „Mitglieder-Anzahl“. Sie sehen, dass sich erstaunlich viele Mitglieder mit Themen wie „Vertrieb und Verkauf“ oder „Akquisition und Kundengewinnung“ beschäftigen. Werden Sie per einfachem Antrag Mitglied und begründen Sie Ihr Interesse kurz damit, dass Sie als Freiberufler naturgemäß viel Interesse an dem Thema haben. Nach kurzer Zeit werden Sie freigeschaltet und können sich einmal anschauen, welche Rubriken es gibt und ob für Sie interessante Themen dabei sind. Stellen Sie gerne auch einmal eine Frage – je konkreter, desto besser, zum Beispiel: „Ich habe auf einer Fachmesse einen Vertriebsleiter kennengelernt, der gesagt hat, er würde sich demnächst melden. Das war vor einer Woche, und er hat sich noch nicht gerührt. Soll ich mich nun selbst melden oder noch warten?“ Weniger dagegen können die Gruppenmitglieder mit sehr allgemeinen Fragen wie „Ich finde keine Kunden, was tun?“ anfangen. Werden Sie auch Mitglied bei Gruppen, die sich mit Ihrer Branche beschäftigen. Wenn Sie zum Beispiel PR-Berater sind, ist vielleicht die Gruppe „Pressearbeit, PR und Medienkommunikation“ für Sie interessant, und als IT-Dienstleister werden Sie sich in der „IT-Connection“ vermutlich gut aufgehoben fühlen. Last but not least gibt es auch Foren, in denen Aufträge ausgeschrieben werden. Dazu gehört an erster Stelle der „Freiberufler Projektmarkt“ (Sie finden sie bei der Gruppensuche). Hier können Sie sich mit Ihrem Angebot vorstellen, aber wichtiger ist, dass Auftraggeber ihren Bedarf an Freiberuflern bekannt geben und zur Bewerbung auffordern. Das ist natürlich sehr nützlich, hat aber den Nachteil, dass Sie meist mit anderen Freiberuflern im scharfen Wettbewerb stehen. Vor diesem Hintergrund können Sie zwei Strategien fahren: •• 1. Strategie: Sie bewerben sich auf alle Angebote, die „irgendwie“ für Sie infrage kommen. Das ist im Zweifel eine Frage von Sekunden. Damit verlieren Sie nicht viel, haben aber dennoch eine kleine Chance, dass sich ein potenzieller Auftraggeber bei Ihnen meldet. Dann erst beschäftigen Sie sich intensiver mit dem Angebot. Mitglied werden Aufträge finden Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 225 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 224 11.9 Nützliche Tools rund um XING 225 •• 2. Strategie: Sie schauen sich die Angebote intensiver an und achten vor einer Reaktion vor allem darauf, die „harten“ Kriterien der Ausschreibung zu erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel eine geforderte Ausbildung, die gewünschte räumliche Nähe, ein genannter Zeitrahmen oder finanzielle Rahmenbedingungen. Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, überlegen Sie sich ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen, zum Beispiel Erfahrung genau in Projekten wie dem ausgeschriebenen oder Spezialkenntnisse, die viele andere nicht haben werden. Das kostet Zeit, wird aber zu einer höheren Erfolgsquote führen. Das Prinzip im „Freiberufler Projektmarkt“ ist dabei, dass nur die Ausschreibung, niemals aber die Bewerbungen der Freiberufler öffentlich sind. Senden Sie deshalb Ihre Interesse-Bekundung (am besten mit Link auf Ihre Website) als XING-Mail direkt an den Ausschreibenden. Erwarten Sie nicht in jedem Fall eine Rückmeldung – auf manche Ausschreibungen bewerben sich Hunderte von Freiberuflern, und es wäre viel verlangt, wenn der Ausschreiber auf jede Bewerbung antworten müsste. Mit XING-Mitgliedern treffen Letztlich machen auch soziale Netzwerke wie XING reale Treffen nicht überflüssig. Sie erleichtern diese sogar. XING bietet dazu ein kostenlo- Events Abbildung 20: In Gruppen wie dem „Freiberufler Projektmarkt“ gibt es reelle Chancen, Aufträge zu erhalten. V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 227 V erlag Fran z V ah len PR A X IS Butten m ü ller/K ilian, D u rch starten als Freiberu fler, H ersteller: Frau H ilgendorff Stand: 05.03.2012 Statu s: D ruckd aten Seite 226 11 To o ls u n d Tricks fü r Freib eru fler 226 A bbildung 21: Für fast jede Region und fast jedes Them a gibt es auf X IN G Events. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 227 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler, Hersteller: Frau Hilgendorff Stand: 05.03.2012 Status: Druckdaten Seite 226 11.9 Nützliche Tools rund um XING 227 ses Tool auf der Hauptseite unter „Events“ an. Sie können Events nach Datum, Region oder Thema suchen und herausfinden, wo sich Gleichgesinnte, nützliche Projektpartner oder auch potenzielle Kunden treffen: Nehmen Sie zumindest gelegentlich an solchen Treffen teil und versuchen Sie, nützliche Kontakte zu knüpfen. Wie unterscheiden Sie nun nützliche von weniger nützlichen Events? Für die Auswahl gibt es natürlich kein Patentrezept, aber einige Leitlinien, an die Sie sich halten können. Dazu gehört, dass ein Event ein Thema haben muss, das über pauschale Angaben wie „Netzwerken“ oder „Treffen von Gleichgesinnten“ hinausgeht. Dazu sollte es eine Person geben, die das Thema kurz umreißt und an deren Profil Sie erkennen können, dass sie auch wirklich Experte ist und das Thema glaubwürdig vertreten kann. Hüten Sie sich dagegen vor Events wie „Die sieben Geheimnisse der Verkaufsmillionäre“ oder „Das Verkaufsnetzwerk Ominosa – jeden Tag 10 gute Kontakte“. Sie können davon ausgehen, dass man Ihnen einfach Geld aus der Tasche ziehen will und im Gegenzug nichts als unseriöse Versprechungen, die sich so gut wie nie erfüllen, bietet. Wie wäre es mit einem eigenen Event? Simone Baumgarten ist Journalistin zum Thema Gesundheitsmanagement und seit einigen Jahren sehr aktiv bei XING: Sie hat über 300 Kontakte, ist Mitglied in mehr als 50 Gruppen und moderiert auch eine eigene Gruppe, der mittlerweile über 1.000 Mitglieder beigetreten sind. Sie überlegt nun, dass sie an ihrem Arbeitsort Frankfurt gerne ein Event organisieren möchte, um Kontakt zu potenziellen Auftraggebern zu erhalten. Sie tut sich mit Frank Scherer, der in XING ebenfalls gut vernetzt ist, zusammen und veranstaltet in einem Business-Center ein Abend-Event mit dem Thema „Gesundheit 2.0 – wie sich Unternehmen der Gesundheitsbranche im Internet zielgerichtet präsentieren“. Dazu laden die beiden ihre bisherigen Kunden und Interessenten, ihre XING-Kontakte und die Mitglieder ihrer Gruppen ein. Sie planen mit etwa 50 Interessenten und Kosten in Höhe von etwa 500 Euro für den Raum, ein sparsames Catering sowie einen Flyer, den sie extra für die Veranstaltung herstellen lassen. Nach der Veranstaltung nutzen sieben Personen die Möglichkeit, Kontakt mit den beiden aufzunehmen, wodurch zwei Aufträge entstehen, die die Kosten für das Event schon nach einem Monat mehr als decken. Und was ist mit Facebook? Viele werden fragen: Und wie kann ich Facebook nutzen? Grundsätzlich ist der Unterschied zu XING, dass die meisten Menschen bei Facebook auch oder nur privat unterwegs sind. Das heißt keineswegs, dass Sie hier keine Geschäfte generieren können. Farbberater, Karriereberater, Betreuer von Home-Computern und ähnliche Anbieter können hier durchaus Kunden finden. Auch grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich in Facebook zu bewegen und seine Kontakte zu pflegen. Aber in den meisten Fällen sind Sie bei XING am besten aufgehoben, weil es ein Businessnetzwerk ist und alle auf der Suche nach Geschäftskontakten sind. Eher privat

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References

Zusammenfassung

Wie Freiberufler erfolgreich Durchstarten.

Buttenmüller/Kilian, Durchstarten als Freiberufler

2012.

ISBN 978-3-8006-4245-8

Freiberuflich – darauf kommt es an

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