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8. Fazit und Ausblick in:

Marc Diederichs

Risikomanagement und Risikocontrolling, page 241 - 242

3. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4222-9, ISBN online: 978-3-8006-4223-6, https://doi.org/10.15358/9783800642236_241

Series: Finance Competence

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7.8 … zum Guten Schluss! 221 8. Fazit und Ausblick Die Öffentlichkeit, Investoren und nicht zuletzt der Staat sind aufgrund zahlreicher Unternehmenskrisen und Insolvenzen der jüngeren Vergangenheit für die Risiken unternehmerischen Handelns sensibilisiert worden. Mangelhafte Kontroll- und Überwachungsmechanismen und ein unzureichendes Risikobewusstsein begründen die Vertrauensverluste und die Skepsis. Diese Fakten verdeutlichen, dass die in der Unternehmenspraxis bestehenden Systeme hinsichtlich ihrer Struktur, Geschlossenheit und Systematik immer noch Defizite aufweisen. Vor dem Hintergrund, dass das bewusste und kontrollierte Eingehen von Risiken die notwendige Voraussetzung für langfristige Erfolge und die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen bildet, ist die Tatsache durchaus kritisch. Daher ist ein konsequentes Risikomanagement und Risikocontrolling stärker in den Fokus zu rücken. Das Thema "Risikomanagement und Risikocontrolling" kann damit keineswegs als abgeschlossen gelten. Aufgrund der verschärften gesetzlichen Pflichten und der Urteile in Haftungsfragen bei Unternehmenszusammenbrüchen, wird es auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Zudem werden Unternehmen durch eine risikoorientierte Unternehmenssteuerung und verbesserte Informationspolitik verstärkt versuchen, bei Investoren, in der Öffentlichkeit und beim Gesetzgeber verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Abstrafungen seitens des Kapitalmarktes, negative Pressemitteilungen oder zusätzliche gesetzgeberische Eingriffe können nicht im Interesse der Unternehmen liegen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Risikomanagement und Risikocontrolling in nahezu allen Unternehmen Einzug gehalten und sich als wichtige Corporate Governance Bausteine etabliert haben. Vollständigkeitshalber sei angemerkt, dass Risikomanagement- und Risikocontrolling- Systeme kein Allheilmittel gegen Unternehmenskrisen sind. Vor allem kriminelle Energie, Machtmissbrauch und Raffgier werden weiterhin Schieflagen verursachen. Neue gesetzliche Regelungen, die letztlich nur die potentielle Schuldfrage klären und möglicherweise für Unsicherheit und Investitionszurückhaltung sorgen, helfen nicht, zukünftig Insolvenzen auszuschließen. Wirtschaftlicher Erfolg wird auch nicht allein dadurch bestimmt, dass Risiken von Seiten der Unternehmen vermieden werden. So dürfen Risikomanagement- und Risikocontrolling- Systeme die Entscheidungsfreiheit des Managements angesichts möglicher Risiken nicht derart einengen, dass wirtschaftliche Erfolge gefährdet werden. Sie müssen zu einer risikoorientierten Unternehmenssteuerung beitragen. Literaturverzeichnis Ackoff, Russell L.: Management-Misinformations-Systeme, in: Management. Aufgaben und Instrumente, hrsg. von Erwin Grochla, Düsseldorf, Wien 1974, S. 370-381. Adam, Dietrich: Kurzlehrbuch Planung, 2. Aufl., Wiesbaden, 1983. 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References

Zusammenfassung

Risikomanagement und Risikocontrolling

Dieses Standardwerk beschäftigt sich mit Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten bei der Einrichtung und Weiterentwicklung von Risikomanagement- und Risikocontrolling-Systemen. Es bietet sowohl für den lösungssuchenden Praktiker als auch für den Wissenschaftler einen großen Fundus an wertvollem Wissen und liefert zahlreiche Anregungen und Hilfestellungen sowie in der Unternehmenspraxis erprobte Lösungen und Instrumente.

Aus dem Inhalt:

- Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings

- Anforderungskatalog an das Risikomanagement und die risikoorientierte Lageberichterstattung seitens des Gesetzgebers und des Wirtschaftsprüfers

- Internes Kontrollsystem (IKS), COSO und Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

- Prozessschritte des Risikomanagements und Vorstellung praxiserprobter Instrumente zu deren Unterstützung

- Gestaltung einer Risikomanagement-Organisation, Abgrenzung von Risikomanagement und Interner Revision sowie Anforderungen an den Risikomanager

- Empfehlungen zum Aufbau einer chancen- und risikoorientierten Berichterstattung (Balanced Chance und Risk Card)

- Risikomanagement im DAX30

Der Autor:

Dr. Marc Diederichs leitet das Konzernrisikomanagement der Aurubis AG, Hamburg. Davor war er verantwortlich für das Corporate Risk & Insurance Management der Beiersdorf AG, Hamburg. Neben seiner beruflichen Laufbahn veröffentlicht der Autor Beiträge in Fachzeitschriften und Fachbüchern, leitet Seminare und hält Vorträge zu den Themen Risikomanagement und Risikocontrolling.

"Dr. Diederichs gelingt es auf konstruktive und anschauliche Weise, die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten des Risikomanagements sowie des Risikocontrollings herauszustellen. Er bietet damit Praktikern und Wissenschaftlern ein Standardwerk, welches durch seine anschauliche Struktur sowie seine unkomplizierte Ausdrucksweise besticht. Mit zahlreichen Abbildungen und präzisen Begriffserklärungen ist es eine verständliche Lektüre, die einen breiten Überblick über das Themenfeld liefert."

Antonia Köhler, ZfCM - Zeitschrift Controlling & Management, 6/2012, S.450

"Diederichs Ansatz des Risikomanagements und des Risikocontrollings, vor allem die hier vorgeschlagenen Aufgaben und Instrumente, können in verschiedenen Branchen angewandt werden. Selbstverständlich müssen Aufgaben und Instrumente hier entsprechend konkretisiert und angepasst werden, aber auch hierzu gibt das Buch Hinweise... Das Buch kann daher jedem empfohlen werden, der sich in Theorie und Praxis mit Risikomanagement und Risikocontrolling beschäftigt."

Peter Bömelburg, Zeitschrift Die Wirtschaftsprüfung, 15-2011, zur Vorauflage