Content

Anhang 1: Mitarbeiterteil eines mustergültigen fiktiven Geschäftsberichts in:

Christian Scholz, Thomas Sattelberger

Human Capital Reporting, page 191 - 199

HCR10 als Standard für eine transparente Personalberichterstattung

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-4220-5, ISBN online: 978-3-8006-4221-2, https://doi.org/10.15358/9783800642212_191

Series: HRM Competence

Bibliographic information
Anhang Anhang 1: Mitarbeiterteil eines mustergültigen fiktiven Geschäftsberichts . Geschäftsbericht der GoodShape AG1 2010 1 fiktiv 182 Anhang Kurzprofil Die GoodShape AG ist ein junges, weltweit agierendes Unternehmen im Bereich Fitness undWellness für Jung und Alt. Unsere Motivation für Gesundheit und Balance in jedem Alter spiegelt sich nicht nur in unserer Unternehmensphilosophie, unseren Werten und unserer Unternehmenskultur wider, sondern auch unsere GoodShapes (unsere Mitarbeiter undMitarbeiterinnen) sind Spiegelbild dieser Kultur. Dochwir wissen: Zufriedene Kunden könnenwir nur durch zufriedene und kompetente GoodShapes halten. HCR10 Kennzahlentabelle Kennzahlen 2010 2009 2008 Allgemein Umsatz (in Mio. €) 16.126 12.017 8.295 Ergebnis je Aktie (unverwässert) (€) 5,43 3,74 2,89 Ergebnis je Aktie (verwässert) (€) 5,38 3,71 2,68 Dividende je Aktie(€) 2,90 2,30 2,18 Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 2.418 2.115 2.286 Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen 1.706 1.574 1.642 Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 1.673 1.549 1.597 Gesamtkapitalrendite (in %) 12,7 11,4 7,1 Eigenkapitalrendite nach Steuern (in %) 5,7 5,5 5,4 Mengengerüst Mitarbeiterzahl (Köpfe) 48.307 46.973 45.028 Mitarbeiterzahl (FTE) 46.544 45.640 43.475 Teilzeitquote 7,3% 7,1% 6,9% Personalstruktur Frauenanteil 54% 54% 52% Personalkosten Personalaufwand gesamt 4.189 Mio. € 4.062 Mio. € 3.847 Mio. € External Workforce Costs 400 Mio. € 390 Mio. € 377 Mio. € Aus- und Weiterbildung Teilnehmerzahl 45.001 42.547 41.677 Teilnehmertage pro Mitarbeiter 12 10 9 Ausbildungsquote 7,2% 7,2% 6,9% Motivation Commitment-Index 97,3% 96,7% 96,6% Ungesteuerte Fluktuationsquote 1,2% 1,5% 1,4% Arbeitsumfeld Gesundheitsquote 96,4% 95,9% 95,7% Anhang 1 183 Wer wir sind Unser GoodShape-Team ist über den ganzen Globus verteilt für unsere Kunden da. Wir haben nicht nur Standorte in Europa, sondern sind auch in Amerika und Asien vertreten. Wir wachsen weltweit, was sich nicht nur in unseren Mitarbeiterzahlen zeigt, sondern durch sie erst möglich wird. Im Jahr 2010 waren durchschnittlich 48.307 GoodShapes (Headcount) für uns on Tour (2009: 46.973, 2008: 45.028). Die Anzahl der weiblichen GoodShapes ist über die letzten drei Jahre konstant gestiegen, während die Zahl der männlichen GoodShapes teilweise sogar rückläufig war. Gerade in Deutschland fanden wir viele neue GoodShapes, da wir dort in den letzten drei Jahren mehrere GoodShape Center eröffnet haben. Durch die Eröffnungweiterer GoodShape Center und Parks wird die Anzahl unserer GoodShapes in den nächsten Berichtsjahren weiterhin steigen. Unsere (wo)manpower (Headcount) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 10.023 11.331 2009 10.412 12.885 2010 10.963 13.511 Europa 2008 6.928 7.594 2009 7.922 7.844 2010 7.471 8.028 Amerika 2008 2.267 2.399 2009 1.846 2.338 2010 2.011 2.468 Asien 2008 2.383 2.103 2009 1.550 2.176 2010 1.666 2.189 Die Zahl der Full Time Equivalents (FTE) verhielt sich ähnlich wie die Kopfzahl unserer GoodShapes, da wir lediglich einen geringen Anstieg unserer Teilzeitquote verbuchten. Ein FTE entspricht stets einer Vollzeitstelle, ungeachtet der tariflich oder außertariflich geregelten Wochenarbeitszeit (welche je nach Land zwischen 35 und 42 Stunden proWoche liegt). Teilzeitmitarbeiter werden anteilsmäßig berücksichtigt (50% Teilzeitstelle = ½ FTE). Bei einer Teilzeitquote von insgesamt 7,3% im Jahr 2010 (2009: 7,1%, 2008: 6,9%), befanden sich mehr weibliche als männliche Goodshapes in Teilzeit (Teilzeitquote Frauen 2010: 4,2%, 2009: 4,1%, 2008: 4,0%). In Europa sind die Zahlen der letzten drei Jahre annähernd ausgeglichen, teilweise befanden sich dort sogar mehr männliche als weibliche GoodShapes in Teilzeit. Wir bieten verschiedene Teilzeitprogramme an (Altersteilzeit, Jobsharing). Unsere (wo)manpower (FTE) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 9.982 11.152 2009 10.322 12.743 2010 10.645 13.331 Europa 2008 6.749 7.188 2009 7.732 7.602 2010 7.253 7.802 Amerika 2008 2.043 2.184 2009 1.649 2.208 2010 1.853 2.232 Asien 2008 2.171 2.006 2009 1.329 2.055 2010 1.448 1.980 184 Anhang Diese wurden 2010 von 60% der angesprochenen Zielgruppen in Anspruch genommen (2009: 58%, 2008: 55%). Zusätzlich bieten wir ein sogenanntes Lebensarbeitszeitkonto an. Mithilfe dieses Programms besteht für unsere GoodShapes die Möglichkeit, ihren Vorruhestand oder Sabbaticals eigenständig zu planen. Sie können sowohl Überstunden ansammeln als auch Stunden auf das Konto als „Prämien“ für besondere Leistungen gutschreiben lassen. GoodShapes in Teilzeit Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 687 771 2009 739 758 2010 769 915 Europa 2008 270 253 2009 298 274 2010 284 291 Amerika 2008 420 476 2009 415 524 2010 421 537 Asien 2008 104 126 2009 125 202 2010 141 168 Was wir sind Die Gesundheits- und Fitness-Branche ist eine frauendominierte Branche. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in unserem Unternehmen weltweit mehr als die Hälfte unserer GoodShapes weiblich sind. Die starke Frauenquote vom letzten Geschäftsjahr von insgesamt 54% konnte auch im Berichtsjahr 2010 bestätigt werden. Im Jahr 2008 betrug der Frauenanteil noch 52%, es konnte also in den letzten beiden Jahren eine Steigerung erzielt werden. Auch auf der Führungskräfteebene und im Topmanagement sind unsere weibli-chen GoodShapes stark vertreten: ImManagement arbeiten derzeit 60%, im Topmanagement sogar 65% Frauen (2009: 56%/55%, 2008: 56%/58%). Seit 2007 veranstalten wir halbjährlich einen „Women in GoodShape“-Tag. Hierbei handelt es sich um einen betriebsinternen Wellness- und Fitnesstag, der ausschließlich für unsere weiblichen GoodShapes gedacht ist. Es gibt besondere Rabatt- und Gutscheinaktionen, es werden bestimmte Kurse angeboten und die Frauen haben die Möglichkeit, sich zu entspannen und verwöhnen zu lassen. Um den Anreiz für die männlichen Mitarbeiter zu steigern sowie neue Mitarbeiter zu akquirieren, ist ein ebensolcher Tag, der „Men in GoodShape“- Tag, in Planung. Mitte des kommenden Geschäftsjahres soll dieses Ereignis zum ersten Mal durchgeführt werden. Unsere womanpower Diese Wellness-/Fitnesstage dienen einerseits der Motivation unserer GoodShapes, denn wer lässt sich nicht gerne verwöhnen? Andererseits sind sie dazu gedacht, dass die Mitarbeiter in die Rolle unserer Kunden schlüpfen können und somit den Service testen, wie auch im Nachhinein kreative Verbesserungsvorschläge einreichen können. Wir sind ein vergleichsweise junges Unternehmenmit einemDurchschnittsalter von 35,8 Jahren im Jahr 2010. Über die letzten Jahre fand insgesamt gesehen eine Verjüngung unserer GoodShape AG statt, was unter anderem auf die steigen- Anhang 1 185 de Zahl der GoodShapes in Ausbildung und die hohe Übernahmequote unserer jungen Azubis zurückzuführen ist (2009: 35,9; 2008: 37,3). Damit wirken wir dem allgemeinen Trend der „Vergreisung der Unternehmen“ entgegen und entziehen uns erfolgreich der Demographiefalle. Demographie unserer GoodShapes Alter männlich weiblich 2008 <20 256 302 20-25 739 537 26-30 769 867 31-35 2.543 3.212 36-40 2.881 3.383 41-45 1.125 1.743 46-50 832 895 51-55 409 212 56-60 180 95 61-65 177 70 >60 112 15 2009 <20 376 452 20-25 739 887 26-30 919 1.567 31-35 2.443 3.113 36-40 2.981 3.184 41-45 1.146 1.841 46-50 842 945 51-55 499 562 56-60 180 245 61-65 197 68 >60 92 17 2010 <20 396 482 20-25 788 967 26-30 989 1.567 31-35 2.543 3.113 36-40 3.089 3.484 41-45 1.208 1.941 46-50 876 945 51-55 499 562 56-60 196 285 61-65 267 98 >60 112 47 Was wir investieren Insgesamt investierten wir im Berichtsjahr ca. 4.189 Mio. € in die Entlohnung unserer GoodShapes (2009: 4.062 Mio. €, 2008: 3.847 Mio. €). Das sind umgerechnet etwa 90.000 € je GoodShape (2009: 89.000 €, 2008: 88.500 €). Investition in unsere GoodShapes (in Mio. €) Wir betrachten diese Ausgaben als eine wertvolle und äußerst vorteilhafte Investition, von der das Unternehmen langfristig gesehen in vielerlei Hinsicht profitieren wird. Denn unsere Good- Shapes sind unser entscheidender Erfolgsfaktor. Neben unseren GoodShapes tragen weitere Personengruppen zu unserem Erfolg bei. Dies sind vor allem externe Berater und Zeitarbeiter, die Investitionen in die Unterstützung unserer GoodShapes (EWC in Mio. €) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 82 59 2009 74 62 2010 76 62 Europa 2008 64 48 2009 66 50 2010 69 47 Amerika 2008 45 40 2009 57 37 2010 59 38 Asien 2008 27 12 2009 29 15 2010 32 17 186 Anhang uns in Zeiten größter Nachfrage unterstützen. Zeitarbeiter werden bei uns nicht dauerhaft eingeplant, sondern lediglich angefordert, um Produktionsspitzen auszugleichen. Externe Berater unterstützen uns bei der Strategiegestaltung und bei der Wirtschaftsprüfung. Die Investitionen in externe Workforce beliefen sich 2010 auf 236 Mio. € für männliche und 164 Mio. € für weibliche Unterstützung (2009: m: 226Mio. €/w: 164Mio. €; 2008: m: 218Mio. €/w: 159 Mio. €). Wie wir besser werden In jedem Jahr wird den GoodShapes die Chance geboten, an unterschiedlichen attraktiven Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Das Angebot reicht von Weiterbildungen zum Fitnesstrainer über Lehrgänge zu homöopathischen Behandlungsmethoden bis hin zu Seminaren über effektive Mitarbeiterführung für unsere GoodShapes imManagement und mit Führungsambitionen. Diese Angebote werden von unseren GoodShapes genutzt: Im Jahr 2010 haben insgesamt 45.001 Mitarbeiter die GoodShapes in Entwicklungsmaßnahmen Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 9.843 10.769 2009 10.012 12.285 2010 10.515 12.979 Europa 2008 6.373 6.985 2009 7.346 7.295 2010 7.179 7.754 Amerika 2008 1.898 1.965 2009 1.210 1.897 2010 1.493 1.885 Asien 2008 2.097 1.747 2009 986 1.516 2010 1.221 1.975 Möglichkeit, sich weiterzubilden, wahrgenommen – das entspricht 93% unserer GoodShapes – das ist mehr als in den beiden Jahren 2009 (42.547 oder 91%) und 2008 (39.677 oder 88%). Die Weiterbildungsmaßnahmen sind elementar für unsere Organisationsentwicklung und ein wichtiger Punkt, der uns immer wieder zum ersten Platz im Ranking des zukunftsfähigsten Arbeitgebers verhilft. Wir machen keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, auch nicht bei der Weiterbildung. Daher gelten in allen Regionen für alle GoodShapes gleiche Bedingungen und der gleiche Rechtsanspruch auf Weiterbildung. Im Dreijahresüberblick wurden immer mehr Tage zur Weiterbildung zur Verfügung gestellt und auch wahrgenommen. Die GoodShape AG profitiert von der wachsenden Produktivität und dem gestiegenen Wissensstand unseres Personals, sodass in den nächsten Jahren eine weitere Erhöhung der Fortbildungstage geplant ist. Wir bilden über unsere Bedürfnisse aus, weil wir darin eine gesellschaftliche Verantwortung sehen. Teilnehmertage an Entwicklungsmaßnahmen Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 9 9 2009 10 10 2010 12 12 Europa 2008 9 9 2009 10 10 2010 12 12 Amerika 2008 9 9 2009 10 10 2010 12 12 Asien 2008 9 9 2009 10 10 2010 12 12 Anhang 1 187 Während der letzten drei Jahre ist die Zahl der Auszubildenden in unserem Unternehmen noch stärker angestiegen als in den Vorjahren. Im Jahr 2008 betrug die Ausbildungsquote noch 6,9%, während sie im Jahr 2009 auf 7,2% gesteigert und auch im Berichtsjahr gehalten werden konnte. GoodShapes in Ausbildung (in Deutschland) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 3,1% 3,8% 2009 3,2% 4,0% 2010 3,1% 4,1% Im Jahr 2008 habenwir die Initiative „GoodShape – GoodStart“ eingeführt, ein Programm, das unsere GoodShapes in Ausbildung in jeder Phase ihrer Ausbildung unterstützt. Die Teilnehmer dieses Programms haben dieMöglichkeit, im Rahmen ihrer Ausbildung in alle Teilbereiche unseres Unternehmens „reinzuschnuppern“ und somit die GoodShape AGwie auch das gesamte Team als Ganzes kennenzulernen. Außerdem ist es möglich, einenMonat in einer unserer ausländischen Filialen zu arbeiten, sodass die GoodShapes in Ausbildung einen umfassenden Einblick in unser Unternehmen gewinnen können. Umweiterhin konkurrenzfähig zu sein, ist es wichtig, heute schon für kompetente GoodShapes sowie GoodShapes im Management von morgen zu sorgen. Daher versuchenwir, bereits sehr junge Talente auf uns aufmerksam zumachen und langfristig an uns zu binden. Wie motiviert wir sind Die Zufriedenheit unserer GoodShape ist einer der wichtigsten Erfolgstreiber. Gute Leistungen werden bei der GoodShape AG angemessen honoriert und anerkannt. Unsere GoodShapes sind dementsprechend sehr zufrieden mit ihrem Arbeitgeber und können sich mit der GoodShape AG identifizieren (Zufriedenheitsquote 2010: 99%, 2009: 98,9%, 2008: 98,9%). Dies zeigt auch unser überdurchschnittlich hoher Commitment-Index, der im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr sogar deutlich gesteigert werden konnte (2010: 97,3%, 2009: 96,7%, 2008: 96,6%). Wir führen regelmäßig (halbjährlich) GoodShape-Umfragen durch, um den Aspekt der Mitarbeiterzufriedenheit immer im Auge zu haben. Im Anschluss an diese GoodShapebefragungen wird jeweils einWorkshop unter Leitung des HR-Managements durchgeführt, um eventuelle Defizite aufdecken und zeitnah verbessern zu können. Ebenfalls positiv wirkt sich unser Work-Life-Balance-Programm auf den Commitment-Index aus. Unser flexibles Arbeitszeitprogramm, das jungen Familien die Elternteilzeit ermöglicht, wird erfreulicherweise nicht nur von unseren weiblichen, sondern auch von unseren männlichen Mitarbeitern Commitment-Index unserer GoodShapes (in %) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 96,2 97,2 2009 96,3 97,4 2010 96,9 97,9 Europa 2008 96,3 97,2 2009 96,4 97,3 2010 97,0 97,7 Amerika 2008 96,4 96,6 2009 96,4 96,7 2010 96,9 97,9 Asien 2008 96,6 96,3 2009 96,7 96,4 2010 97,3 96,9 188 Anhang ausgiebig genutzt. Die Ergebnisse der Mit-arbeiterbefragungen sowie der hohe Commitment-Index sprechen für sich: Unsere GoodShapes sind stolz, ein Teil unserer GoodShape AG zu sein. Der hohe Commitment-Index unserer GoodShapes weist bereits darauf hin, dass die ungesteuerte Fluktuationsrate als die arbeitnehmerseitige Kündigung sehr gering ausfällt. Im Jahr 2010 können wir eine äußerst niedrige Fluktuation von nur 1,2% vorweisen. Die Quote konnte somit im Vergleich zu den letzten beiden Jahren verringert werden (2009: 1,5%, 2008: 1,4%). Wie unser Umfeld aussieht ZufriedeneGoodShapes sind gesunde GoodShapes. Zumindest denkenwir so und die Betrachtung der Gesundheitsquote bestätigt dies. Die Gesundheitsquote konnte über die letzten drei Jahre in allen Regionen konsequent gesteigertwerden (2010: 96,4%, 2009: 95,9%, 2008: 95,7%). Ungesteuerte Fluktuationsquote (in %) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 1,3 1,1 2009 1,3 1,3 2010 1,0 1,1 Europa 2008 1,4 1,3 2009 1,5 1,4 2010 1,3 1,2 Amerika 2008 1,6 1,2 2009 1,8 1,4 2010 1,4 1,0 Asien 2008 1,8 1,5 2009 1,9 1,4 2010 1,5 1,1 Unsere GoodShapes nehmen regelmäßig an Arbeitsschutzschulungen teil, um Unfällen vorzubeugen. Der Aufgabenbereich der GoodShape AG ist fokussiert aufWellness und Fitness, weswegenwir es als selbstverständlich ansehen, ganz besonders auf die physische Gesundheit unserer GoodShapes zu achten. Gesundheitsquote unserer GoodShapes (in %) Jahr männlich weiblich Deutschland 2008 95,7 96,3 2009 95,9 96,6 2010 96,4 97,1 Europa 2008 95,3 95,8 2009 95,5 95,9 2010 96,1 96,3 Amerika 2008 95,4 95,6 2009 95,7 95,8 2010 96,1 96,3 Asien 2008 95,7 95,8 2009 95,9 95,9 2010 96,4 96,5 Unsere GoodShapes nehmen zahlreich an den angebotenen Präventionsmaßnahmen teil. Wir achten besonders auf eine angemessene Körperhaltung derjenigen Good-Shapes, die viel Zeit am Schreibtisch verbringen. Alle unsere Büros sind mit ergonomischen Stühlen ausgestattet. Zusätzlich werden Kurse angeboten, beispielsweise zum dynamischen Sitzen. Zudem bieten wir Hilfestellung in schweren Lebensphasen, indemwir eine psychologische Beratungsstelle sowie Beratungshotline für unsere GoodShapes anbieten. Zusammenfassend blickenwir dank unserermotivierten und einsatzbereitenMitarbeiter in eine aussichtsreiche Zukunft! Dank sei dem GoodShape-Team! Anhang 2: Bewertung des Beispielberichts Aufbauend auf dem oben dargestellten beispielhaften mitarbeiterbezogenen Auszug aus dem Geschäftsbericht der GoodShape AG soll nun eine Bewertung des Berichts anhand der in Kapitel 4 vorgestellten Bewertungslogik erfolgen. Die Abbildung zeigt die Bewertungsmatrix zur Prüfung des Mindestlevels des Geschäftsberichts. Es kommt demnach die erste Bewertungszahl zum Tragen. Reportingbereich Kennzahl Asterisk/Raute 1 Zahl 1,5 2 Jahre 2 Zeit/ Gruppe 2,5 Gruppe, 2 Jahre 3 Matrix Personalkosten Personalaufwand gesamt #! X External Workforce Costs #! X Mengengerüst Mitarbeiterzahl Köpfe #! X Mitarbeiterzahl FTE #! X Teilzeitquote #! X Personalstruktur Geschlechterverteilung #! X Altersstruktur #! X Aus- und Weiterbildung Teilnehmerzahl (Weiterbildung) #! X Teilnehmertage/ -stunden #! X Ausbildungsquote #! X Motivation Commitment-Index #! X Ungesteuerte Fluktuationsquote #! X Arbeitsumfeld Gesundheitsquote #! X Tabelle 24: Bewertungsmatrix für den mitarbeiterbezogenen Auszug des Geschäftsberichts der GoodShape AG Die Tabelle zeigt die Bewertungsmatrix für den mitarbeiterbezogenen Auszug des Geschäftsberichts der GoodShape AG. Den Erwartungen entsprechend erfüllt dieser mit der ersten Bewertungskennzahl (für den Geschäftsbericht) bewertete Geschäftsbericht der GoodShape AG die Anforderungen des HCR10 voll und ganz, da alle Pflichtkennzahlen für Geschäftsberichte in Reportingstufe 3 berichtet wurden: Erfüllungsgrad des HCR10 im GB = 13 × 3 13 × 3 & 100% = 3939 & 100% > 100% Die GoodShape AG erfüllt damit die Anforderungen des HCR10 im Geschäftsbericht und sollte dies in Form eines HCR10 Content Index betonen.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Ein Standard für professionelles Human Capital Reporting (HCR) mit aussagefähigen und quantifizierbaren Informationen

Der Standard HCR10 beschreibt, wie sich personalwirtschaftlich relevante Tatbestände in der Berichterstattung der Unternehmen niederschlagen sollen. Durch eine derartige Standardisierung erfolgt eine Vereinfachung im Prozess der Berichterstattung. Vor allem aber werden die „HR-Metrics“ durch ihre Strukturäquivalenz lesbar, verstehbar und damit vergleichbar.

Zum Inhalt

* Der erste Abschnitt dieses Buches betont die Aktualität und Relevanz einer Standardisierung des Human Capital Reportings. Die derzeitige Ausgangslage sowie Ziele und Trends, denen sich das HCR gegenüber sieht, werden verdeutlicht.

* Die Systematik des HCR10, welche unmissverständlich klar macht, welche Kennzahlen einen Bericht über Personal (sei es im Geschäfts-, im Nachhaltigkeits- oder im Personalbericht) aussagekräftig machen wird im zweiten Abschnitt vorgestellt.

* Der dritte Abschnitt widmet sich der konkreten Ausgestaltung des HC-Reportings. Anhand von illustrativen Beispielen wird verdeutlicht, wie die Berichterstattung der einzelnen geforderten Kennzahlen aussehen kann.

* Wer bei der Erstellung eines Berichts welche Aufgaben übernehmen und welche Daten liefern sollte, wird im vierten Abschnitt erörtert. Zudem wird diskutiert, welchen Nutzen ein dem HCR10 entsprechendes Reporting für diverse Interessengruppen wie Personalleiter, Aufsichtsräte, Wirtschaftsprüfer oder Bewerber hat.

* Im abschließenden fünften Abschnitt wird eine Vision für das HC-Reporting in Deutschland formuliert.

Über die Autoren

Prof. Dr. Christian Scholz ist Inhaber des Lehrstuhls für Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes. Thomas Sattelberger leitet als Vorstand das Personalressort bei der Deutschen Telekom AG.

Dieses Buch ist Pflichtlektüre für HR-Verantwortliche, die sich mit Personal-Controlling und -Reporting befassen – einem wichtigen Thema in großen Unternehmen, aber auch in KMU. Das Buch richtet sich bewusst aber auch an Aufsichtsräte, Vorstände, Wirtschaftsprüfer und Analysten: Sie sollen die hohe Berichtsqualität des HCR10 einfordern und nutzen.