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2.6 Trends, Aufgaben und Literatur in:

Andreas Huber, Klaus Laverentz

Logistik, page 77 - 80

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3642-6, ISBN online: 978-3-8006-4183-3, https://doi.org/10.15358/9783800641833_77

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 64 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 65 2.6 Trends, Aufgaben und Literatur 65 Quelle und einer Senke, nennt man Relation. Die Anzahl der Relationen in einem Netz mit Umschlagpunkt reduziert sich, wenn die Anzahl der Quellen (N) mindestens drei und die Anzahl der Senken (M) mindestens zwei beträgt oder umgekehrt. Die Anzahl der Relationen reduziert sich umso deutlicher, je größer die Anzahl von Quellen und Senken ist. Mit der Anzahl der Relationen reduzieren sich im Allgemeinen auch die Trans portwege. Dagegen stehen die Aufwendungen für die Unterhaltung des Umschlagpunkts. Beispiele für den Einsatz von Umschlagpunkten sind: ●● Deutsche Paket-Post: Pakete einer Region werden jeweils zu dem regionalen Paketzentrum gefahren, dort nach Empfängerregionen sortiert und über Nacht mit LKW zu den entsprechenden Paketzentren der Empfängerregion transportiert. Dort werden die Pakete sortiert und feinverteilt. ●● Cross-Docking am Hafen: Container werden vom Schiff entladen, die Ware wird empfängergerecht sortiert und mit LKW zum Empfänger verbracht. Umschlagpunkte wie Lager bilden in einem Logistiksystem die Knotenpunkte eines Netzes. 2.6 Trends, Aufgaben und Literatur 2.6.1 Trends Die Prozessorientierung der Logistik wirkt sich insbesondere bei den bereichs- übergreifenden Aktivitäten aus, weil hier die verschiedenen, gütertransformierenden Bereiche aufgerufen sind, im Sinne eines Systems zu handeln. N Quellen M Senken N * M Relationen (nur eine Richtung) Umschlagpunkt N + M Relationen (nur eine Richtung) Ohne Umschlagpunkt Mit Umschlagpunkt Abbildung 2.29: Einsatz von Umschlagpunkten Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 66 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 67 2 Bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik 66 } Î Tr en d s }Î Die gemeinsame Planung eines Unternehmens ist in erheblichem Maße durch die Entwicklungen in der IT vorangetrieben worden und wird auch in der Zukunft als Motor für weitere Fortschritte dienen. Durch die Schnelligkeit der Prozessoren und dem Arbeitsspeicherwachstum können immer mächtigere Planungswerkzeuge eingesetzt werden. Zudem stehen den Unternehmen Enterprise Ressource Planning Pakete (ERP) zur Verfügung, die eine gemeinsame Planungssicht auf alle Bereiche erlauben. Diese technisch mögliche Integration wird in der Zukunft von den Unternehmen auch organisatorisch nachvollzogen werden müssen. }Î Die Bestandsreduzierung wird allgemein als eine der großen Herausforderungen der Logistik auch in der Zukunft gesehen. Hier wirken insbesondere die bereichsübergreifenden Prozesse der Bestandsdispo sition, unterstützt von der Standardisierung der Abwicklungen und der Reduzierung der Produktkomplexität. }Î Die Automatisierung im Lager- und innerbetrieblichen Transportbereich wird weiter zunehmen. Dazu werden auch neue Identifikationssysteme, wie RFID eingesetzt. In diesem Logistikbereich finden einige wichtige Innovationen statt. 2.6.2 Aufgaben Für die Bearbeitung der Aufgaben sollten zunächst grundlegende Begriffe und Dimensionen einer bereichsübergreifenden Logistik aufgezeigt werden. Im Anschluss daran, können spezielle Aspekte für die konkrete Umsetzung in Einzelschritten skizziert werden. } X A u fg ab en }X [1] Berechnen Sie den Prognosewert Vpn+1 mittels der exponentiellen Glättung 1. Ordnung, wenn α = 0,3, Vn = 58 und Vpn = 60 ist. }X [2] Für die Übernahme der Bestandsverantwortung des Handelsartikels 4711, der eine Wiederbeschaffungszeit von einem Monat hat, ist folgende Aufgabe zu leisten: Die Geschäftsleitung gibt eine Lieferbereitschaft von 97,72 % vor. Beschreiben Sie den Weg, den Sicherheitsbestand zu berechnen. Ihnen stehen sowohl die monatlichen Absatzzahlen Ai als auch die entsprechenden Prognosen Api der letzten zwei Jahre zur Verfügung. }X [3] Für den oben erwähnten Handelsartikel 4711 soll eine (s, q)-Bestellstrategie eingerichtet werden. Beschreiben Sie die Vorgehensweise unter Berücksichtigung der erforderlichen Einzelschritte. }X [4] In einem manuellen, chaotisch geführten Palettenlager soll eine effiziente Lagerung eingeführt werden. Beschreiben Sie die Vorgehensweise im Hinblick auf konzeptionelle Überlegungen sowie deren praktische Umsetzung. Stichworte zu konkreten Lösungshinweisen für die Aufgaben von Kapitel  2 finden Sie auf Seite 232. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 66 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 67 2.6 Trends, Aufgaben und Literatur 67 2.6.3 Literatur Zur Vor- und Nachbereitung der Inhalte von Kapitel  2 können ergänzend folgende Lehrwerke und Internetadressen als Quellen herangezogen werden: Schulte, Gerd (2001): Material- und Logistikmanagement, Kapitel 2 Die Standardisierung und Klassifizierung des Materialsortimentes, Seiten 60–111 Gudehus, Timm: (2010): Logistik. Grundlagen, Strategien, Anwendungen, Kapitel 11 Bestands- und Nachschubdisposition, Seiten 323–407 Gleißner, Harald u. a. Logistik (2008): Grundlagen, Übungen, Fallbeispiele. Kapitel 5 Lager-, Umschlags- und Kommissioniersysteme, Seiten 87–137 Pfohl, Hans-Christian (2010): Logistiksysteme. Betriebswirtschaftliche Grundlagen, Kapitel B.2 Lagerhaltung (Lagerbestände), Seiten 87–111 Folgende Internetadressen stellen ergänzende Informationsquellen dar: www.bvl.de www.logistik-fuer-unternehmen.de www.dslv.org Weitere Hinweise zur Literatur und zur vertiefenden Lektüre finden Sie im Literaturverzeichnis. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 68 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 69 3 Beschaffungslogistik 3.1 Ziele und Aufgaben der Beschaffungslogistik 3.1.1 Definition und Aufgaben der Beschaffungslogistik Beschaffungslogistik beinhaltet alle Aufgaben der Versorgung eines Unternehmens mit notwendigen Ausstattungselementen, wie Sachgüter u. a. bzgl. Art, Menge, Zeit und Qualität zur nachgelagerten Leistungserstellung. Unterscheiden lassen sich dabei Beschaffungsarten nach Einzelbeschaffung im Bedarfsfall, nach Vorratsbeschaffung auf Lager und nach fertigungssynchroner Beschaffung für die Verarbeitung. Ziel ist es, die Beschaffungskette als Prozess zu optimieren und Zulieferunternehmen (Lieferanten) im Sinne eines integrierten Beschaffungsmanagements einzubeziehen. Beschaffungslogistik zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Eine Vielfalt an Beschaffungsobjekten und Lieferanten, hohe Beschaffungsunsicherheit und lange Beschaffungszeiten. Diese machen die Beschaffungslogistik auch zu einem strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Sinkende Fertigungstiefe und globale Einkaufsvolumina gestalten das Beschaffungsmanagement zu einem Netzwerk aus, das sich deshalb sowohl lokal als auch global ausdifferenziert. Durch Liberalisierungstendenzen auf dem Weltmarkt, standardisierte Technologien, niedrige Transportkosten in Verbindung mit hohen Währungsund Finanzierungsrisiken sowie großen Distanzen, ergeben sich gegenwärtig neue Herausforderungen. Beschaffungslogistik umfasst alle unternehmensbzw. marktbezogenen Tätigkeiten, um ein Unternehmen mit nicht durch eigene Produktion hergestellten Gütern oder Material zu versorgen. Mit Beschaffung werden demgegenüber umfassende Versorgungsprozesse bezeichnet, die weit über die Aufgaben der Beschaffungslogistik hinausgehen. Das Beschaffungsmanagement erfüllt Funktionen, wie Disposition und Lagermanagement sowie Planung, Steuerung und Kontrolle des Material- und Informationsflusses. Dem- Lernziele Kapitel 3 } } Le rn zi el e }} Überblick über wesentliche Ziele und Aufgaben der strategischen und operativen Beschaffungslogistik sowie Komponenten des Lieferantenbzw. Einkaufsmanagements und der elektronischen Beschaffungslogistik. }} Verständnis für Strategien der Beschaffungslogistik und deren Anwendung im Lieferanten- und elektronischen Logistikmanagement in Abgrenzung zu operativen Vorgängen des Einkaufsmanagements und operativen Prozessen der elektronischen Beschaffungslogistik. }} Einsicht in konzeptionelle Zusammenhänge und Abgrenzungen zwischen strategischer und operativer Beschaffungslogistik auf der Basis eines systemtheoretischen Ansatzes zur Abbildung komplexer Sachverhalte.

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Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Logistik

Das Lehrbuch behandelt den klassischen Lehrstoff der Logistik und berücksichtigt gleichzeitig auch aktuelle Entwicklungen. Ziel des Buches ist es, den theoriebezogenen und praxisrelevanten Stoff der Logistik zu verzahnen.

Das Lehrbuch erläutert die wichtigsten Logistik-Themen:

* Unternehmenslogistik

* Beschaffungslogistik

* Produktionslogistik

* Distributionslogistik

* Entsorgungslogistik.

Neben Supply Chain Management werden auch logistische Supportsysteme, wie IT-Management, Marketingmanagement und Controlling dargestellt.

"In der Gesamtbeurteiiung liegt für den Logistikinteressierten ein gelungenes Werk mit einer soliden Darstellung des Stoffes unter Berücksichtigung der innovativen Logistikthemen vor. Darüber hinaus bietet das Buch Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, sich an den beschriebenen Ansätzen zu orientieren und damit eine ?passende" Logistik zu implementieren bzw. fortzuentwickeln." in: Der Betriebswirt 02/12