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2.2 Systematisierung und Standardisierung logistischer Objekte in:

Andreas Huber, Klaus Laverentz

Logistik, page 46 - 51

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3642-6, ISBN online: 978-3-8006-4183-3, https://doi.org/10.15358/9783800641833_46

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 34 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 35 2 Bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik 34 (a) Lösungsmenge: Festlegung des Variablenvektors (x1, x2, … , xn) einschließlich Wertebereich, der alle möglichen Lösungs-Kombinationen enthält (b) Restriktionen: ri(x1, x2, … , xn) der Lösungsmenge mit i = 1, … , m (c) Zielfunktion: Z(x1, x2, … , xn), die optimiert, also minimiert oder maximiert werden soll Abhängig von der mathematischen Ausprägung der Lösungsmenge, der Restriktionen und der Zielfunktion können die Optimierungsmodelle beispielsweise in linear/nicht linear, stochastisch/deterministisch, einkriteriell/multikriteriell, etc. gegliedert werden. In der Logistik werden Optimierungsmodelle beispielsweise bei Kürzeste-Wege-Problemen, Transport- und Umlade-Aufgaben und bei Fragen der knotenorientierten Tourenplanung verwendet. Das Ziel jeder logistischen Planung (und Steuerung) sollte die Erfüllung der 7 R sein, nämlich die internen und externen Kunden mit den richtigen Objekten, in der richtigen Menge, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort, mit den richtigen Informationen versehen und zum richtigen (logistischen) Preis zur Verfügung zu stellen. 2.2 Systematisierung und Standardisierung logistischer Objekte 2.2.1 ABC und XYZ Analysen Die am weitesten verbreiteten Methoden zur Systematisierung logistischer Objekte sind die ABC-Analyse und die XYZ-Analyse. Die ABC-Analyse ist ein allgemeines Verfahren, eine Menge von Elementen nach einem quantifizierbaren Kriterium in die drei Untermengen A, B und C zu unterteilen. In der Logistik wird diese Methode an vielen Stellen angewendet, z. B. wird die Menge der Fertigprodukte nach dem Kriterium ,Zugriffshäufigkeit‘ in die Gruppen A = Produkte mit häufigem Zugriff, B = Produkte mit mittlerem Zugriff, C = Produkte mit seltenem Zugriff eingeteilt. Durchgeführt wird diese Einteilung, um die A-Produkte wegeminimal im Lager zu platzieren und die B- und C-Produkte gestaffelt auf die Restplätze einzulagern. Auch an anderen Stellen im Unternehmen wird die ABC-Analyse verwendet, etwa im Verkauf, wenn die Kunden nach Umsatz in wichtig (A), weniger wichtig (B) oder geringwichtig (C) gegliedert werden, um beispielsweise Kundenbindungsmaßnahmen gezielter durchzuführen. Bei den logistischen Objekten, speziell bei den Materialien, ist eine ABC-Klassi fi zierung nach Verbrauchswert üblich. Der Verbrauchswert wird als die verbrauchte Stückzahl in einer Periode multipliziert mit dem Einstandspreis definiert, wobei der Einstandspreis neben dem Einkaufspreis auch Kosten für Transport, Versicherungen, etc. enthält. Diese Klassifizierung unterstützt die Disposition, die im Allgemeinen eine große Anzahl an Materialien planen, steuern und kontrollieren muss. Die ABC-Analyse ermöglicht dabei ein selektives Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 34 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 35 2.2 Systematisierung und Standardisierung logistischer Objekte 35 Vorgehen. Die für das Unternehmen im Sinne des Verbrauchswerts wichtigen Teile (A-Materialien) sollten mit einer größeren Aufmerksamkeit behandelt werden, als die mit geringerem Verbrauchswert (B- und C-Materialien), weil Maßnahmen im A-Bereich größere finanzielle Auswirkungen zeitigen. Das reicht von der Feinjustierung der Bestandshöhe, der Bestellmenge und des Bestellzeitpunkts bis hin zur genauen Marktbeobachtung oder der Suche nach Substitutionsgütern. Die ABC-Analyse nach Verbrauchswert umfasst folgende fünf Schritte: (1) Berechnung des Verbrauchswerts je Material, wobei im Allgemeinen als Bezugszeitraum das vergangene Jahr gewählt wird (2) Sortierung der Materialien absteigend nach ihrem Verbrauchswert, beginnend mit dem höchsten Verbrauchswert (3) Ermittlung des prozentualen Anteils am Gesamtverbrauchswert für jedes Material (4) Kumulation der prozentualen Anteile (5) Bildung der ABC-Gruppen durch Definition der Gruppengrenzen Eine gängige Einteilung anhand des kumulierten Verbrauchswerts in Prozent ist folgende: A-Teile umfassen die ersten 80 % des kumulierten Wertes, B-Teile umfassen die nächsten 15 % des kumulierten Wertes, C-Teile umfassen die letzten 5 % des kumulierten Wertes. Bei einer solchen ABC-Einteilung ist häufig zu beobachten, dass die A-Teile anzahlmäßig etwa 20 % der Teile umfassen, das bedeutet, dass 20 % der Teile 80 % des Verbrauchswerts liefern (80/20-Regel). Für die B-Teile, Teile-Anzahl ca. 30 %, und C-Teile, Teile-Anzahl ca. 50 %, gelten analoge Beobachtungen. Diese Zusammenhänge stellen keine strengen Gesetzmäßigkeiten dar, sondern werden durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt, z. B. Wahl der Bezugsgrö- ße, Wertverteilung über die Materialien, Wahl der Gruppengröße, etc. Neben der besprochenen Art der ABC-Einteilung nach prozentualen Anteilen am Gesamtwert können auch Gruppenbildungen anhand von absoluten Werten der einzelnen Elemente vorgenommen werden. Wenn Kumulationen keinen Sinn machen, beispielsweise bei der Umschlaghäufigkeit der Materialien, kann A- Teile C- Teile B- Teile Mat. Nr. x711 n213 b498 f338 Bezeichnung Motor Klemme Dübel Schraube Periodenverbrauch 12 20.000 5 5 Einzelpreis (€) 1000 0,5 0,1 0,06 Verbrauchswert (€) 12.000 10.000 0,5 0,3 % 13% 11% 0,...% 0,...% %kumuliert 13% 24% 99,.. % 100% Abbildung 2.6: ABC-Sortierung nach Verbrauchswert Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 36 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 37 2 Bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik 36 eine ABC-Aufteilung etwa so aussehen: A-Teile sind Materialien mit einer Umschlaghäufigkeit U ≥ 4, für B-Teile gilt 1 ≤ U < 4 und die C-Gruppe wird mit Umschlaghäufigkeiten U < 1 definiert. Die Umschlaghäufigkeit ist der Verbrauch des Materials pro Zeitperiode (z. B. Jahr), dividiert durch den durchschnittlichen Lagerbestand. Eine Umschlaghäufigkeit von 3 bedeutet also, dass der gesamte Lagerbestand des Materials dreimal im Jahr vollständig aus dem Lager entnommen und wieder aufgefüllt wird. Die XYZ-Analyse ist eine spezielle Art der ABC-Analyse auf Basis von absoluten Werten. Hier werden die Teile nach dem Kriterium der Vorhersagbarkeit ihres Verbrauchs in die Gruppen X, Y und Z eingeteilt. X-Teile besitzen eine hohe Vorhersagbarkeit. Ihre Verbräuche haben höchstens gelegentliche, geringe Abweichungen vom Prognosewert. Solche Verbrauchsverläufe sind bei stetigem Verbrauch mit geringen Schwankungen zu finden. Y-Teile haben eine mittlere Vorhersagbarkeit, d. h., dass zwar häufigere Abweichungen, aber keine großen Ausreißer vorzufinden sind. Z-Teile zeichnen sich durch eine niedrige Vorhersagbarkeit aus. Hier ist ein sporadischer und/oder unregelmäßiger Verbrauch vorherrschend. Die XYZ-Analyse liefert eine erste Aussage darüber, welches Bereitstellungsverfahren für ein bestimmtes Material geeignet ist. Beispiele sind: (a) Just-in-Time Anlieferung (eher für X-Teile geeignet), (b) Bevorratung (kann bei Y- und manchmal bei Z-Teilen sinnvoll sein) sowie (c) Beschaffung erst im Bedarfsfall (eher bei Z-Teilen). Für weiterführende Untersuchungen wird häufig die ABC- mit der XYZ-Analyse verbunden. So sind etwa die AX-Teile von besonderem Interesse, weil sie einerseits einen hohen Verbrauchswert haben, andererseits besonders gut in ihrem Verbrauch prognostizierbar sind. Abbildung 2.7: Lorenzkurve: Graphische Darstellung der ABC-Analyse Kumulierter Verbrauchswert in % 100% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 90% 80% 10% 20% 30% 40% 60%50% 90% 100%80%70% A B C Anzahl Teile in % A B C Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 36 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 37 2.2 Systematisierung und Standardisierung logistischer Objekte 37 2.2.2 Stücklisten und Teileverwendungslisten Neben der Einteilung der Materialien nach ihren ABC- und XYZ-Eigenschaften ist eine weitere Struktur naheliegend: Die Struktur der Verwendung. Sie klärt, welche Materialien in welchen anderen Materialien verwendet werden. Die oberste Stufe dieser Struktur bilden die Fertigprodukte, die andere Teile verwenden, aber selber nicht in andere Teile einfließen. Eine gängige Form, diese Zusammenhänge darzustellen, ist die Strukturstückliste nach Fertigungsstufen. Sie berücksichtigt nicht nur materialwirtschaftliche, sondern auch fertigungstechnische Aspekte und wird daher auch in beiden Bereichen verwendet. Der Kopf der Stückliste bildet in unserem Beispiel das Fertig-Erzeugnis ,Fahrrad‘. Eine Stufe tiefer sind alle Teile aufgezählt (Rahmen, Rad, Lenker, K-Schraube), die in der Fertigungsstufe ,Erstellen des Fahrrads‘ benötigt werden. In der dritten Stufe werden, derselben Logik folgend, alle Teile angezeigt, die zur Erstellung der zweiten Stufe erforderlich sind. Die zusammengehörenden Teile werden über Graphen verbunden (beispielsweise Rahmen, Grundrahmen, Aufhängung und K-Schraube). Bei jedem Material ist die Menge (M) angegeben, mit der es in das direkt übergeordnete Teil einfließt (M=2 bei ,Aufhängung‘ bedeutet, dass zwei Aufhängungen für die Produktion eines Rahmens benötigt werden). Die Vorlaufzeit (VZ) gibt an, mit welchem zeitlichen Vorlauf die eingehenden Materialien zur Verfügung stehen müssen, damit die Produktion des Kopfteils rechtzeitig abgeschlossen werden kann. VZ=1 bei ,Fahrrad‘ heißt im Beispiel, dass man durchschnittlich 1 Arbeitswoche benötigt, um ein Fertigungslos von Fahrrädern zu erstellen. Die eingehenden Materialien müssen deshalb eine Woche vor Fertigstellung bereitliegen. Diese Zahl ist im Rahmen von bestimmten Produktionsplanungssystemen relevant, um eine Fertigung terminlich zu planen. Es gibt weitere Arten der Stückliste, wie z. B. die Baukastenstückliste (zusammengesetzte Stückliste), Dispositionsstückliste (Aufbau unterstützt die Disposition), die Variantenstückliste (vereinfacht den Umgang mit Produkten, die in verschiedenen Varianten auftreten) oder die Konstruktionsstückliste (enthält M = Menge VZ = Vorlaufzeit in Perioden (z.B. Wochen) Fahrrad Rahmen LenkerRad K-Schraube Grund rahmen Aufhängung K- Schraube Rohling M=1 VZ=2 M=2 VZ=1 M=1 VZ=1 M=5 VZ=3 M=1 VZ=2 M=4 VZ=3 M=1 VZ=2 M=2 VZ=1 VZ=1 Abbildung 2.8: Strukturstückliste nach Fertigungsstufen Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 38 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 39 2 Bereichsübergreifende Prozesse der Unternehmenslogistik 38 konstruktive Elemente für die Weiterentwicklung von Produkten). Stücklisten, die in der Prozessindustrie (z. B. Chemie, Pharma, Kosmetik, etc.) verwendet werden und im Allgemeinen Gemische angeben, werden Rezepturen genannt. Sie folgen im Großen und Ganzen der gleichen Logik wie Stücklisten, weisen aber einige Besonderheiten auf. Neben der Logistik und der Produktion verwendet auch das Rechnungswesen Informationen aus Stücklisten. Hier dienen sie als Grundlage für die Vor- und Nachkalkulation. Stücklisten geben zu einem bestimmten Produkt alle Materialien an, die in diesem Produkt enthalten sind. Teileverwendungslisten bieten die inverse Darstellung: zu einem bestimmten Material werden alle Produkte/höherstufige Materialien angegeben, in die das Material einfließt. Hier wird für jedes Material angegeben, in welchen höherwertigen Teilen es in welcher Menge vorkommt. Benötigt wird die Teileverwendungsliste beispielsweise in Situationen, in denen es zu Lieferverzögerungen oder Qualitätsproblemen im Materialbereich kommt. Anhand der Liste können die Produkte, die von diesen Unregelmäßigkeiten betroffen sind, gefunden und die entsprechenden Produktionsaufträge umgeplant werden. Speziell bei nachträglich erkannten Qualitätsmängeln können Auslieferungen gestoppt bzw. ausgelieferte Ware vom Markt genommen werden. Aber auch bei Weiterentwicklungen eines Produkts, bei denen ein Bauteil geändert werden muss, hilft die Teileverwendungsliste bei der Beurteilung, ob diese Änderung verträglich ist mit allen anderen Produkten, in denen dieses Bauteil verarbeitet wird. 2.2.3 Standardisierung der Materialien Die Standardisierung ist ein allgemeines Verfahren in einer Menge von verschiedenartigen Elementen eine Vereinheitlichung einzuführen. Diese Vereinheitlichung bezieht sich immer auf bestimmte Merkmale der Elemente. So können etwa Schrauben bezüglich ihrer Merkmale Legierung, Maße oder Farbe vereinheitlicht werden. Der Umfang der Standardisierung wird unter anderem von der Anzahl der vereinheitlichten Merkmale und der Anzahl der Elemente, die von der Standardisierung betroffen sind, definiert. In der Logistik hat die Standardisierung eine hohe Bedeutung und wird an vielen Stellen eingesetzt, beispielsweise im Transport (z. B. Ladehilfsmittel, Verpackungen, etc.), im Lager (z. B. Fördermittel, Lagerregale, etc.), bei der Struktur von Logistiksystemen (z. B. Prozesse, IT-Systeme, etc.). Standardisierungen werden sowohl auf nationaler Aufhängung Fahrrad Ersatzteil x Roller Vierrad M=3 M=2 M=4 M=2 Abbildung 2.9: Teileverwendungsliste Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 38 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 39 2.3 Prozesse und Verfahren der Bestandsdisposition 39 (z. B. DIN) als auch auf internationaler Ebene (z. B. ISO) angeboten. Weiterhin stellen einige Branchenverbände diese ihren Mitgliedern zur Verfügung (z. B. VDI-Richtlinien). Man unterscheidet zwischen der Typung, d. h. der Standardisierung von Fertigprodukten, und der Normung, d. h. der Standardisierung von Materialien. Eine neue Normung innerhalb der Materialien einzuführen bedeutet immer einen Aufwand, da die Teile, die noch nicht dem Standard entsprechen, geändert werden müssen. Das führt zu Mehrarbeit in der Pflege der Materialstammdaten, der Stücklisten und der Teileverwendungslisten, aber auch in der Konstruktion, der Beschaffung, der Produktion und der Lagerbestandsführung. Vorteile, die durch die Mehrfachverwendung der genormten Materialien entstehen, sind: (a)  Tendenzielle Verbesserung der Bedarfsprognosen, weil sich Unter- und Überschätzungen besser ausgleichen. Das bedeutet geringere Sicherheitsbestände, daher auch geringere Lagerkosten und eine Erhöhung der Liquidität. (b) Vereinfachtes Handling bei Transport, Lagerung, Produktion und Qualitätsprüfung, dadurch sinken die Komplexitätskosten. (c) Senkung der Stückkosten durch größere Bestell- oder Produktionsmengen. Dadurch können auch die Fertigproduktkosten gesenkt werden, was zu einer Stärkung der Wettbewerbssituation führt. 2.3 Prozesse und Verfahren der Bestandsdisposition 2.3.1 Bestände und ihre Funktion Sieht man von den Kunden- bzw. Lieferantenretouren ab, so repräsentieren die von den Lieferanten zu beschaffenden Sachgüter die Eingangsobjekte des logistischen Systems ,Unternehmenslogistik‘ und die an den Kunden ausgelieferten Produkte die Ausgangsobjekte. Eingangsobjekte Ausgangsobjekte Unternehmenslogistik Bedarfsstelle Transport Lager Bestand in Arbeit Lagerbestand Abbildung 2.10: Bestandsnetz

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Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Logistik

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Das Lehrbuch erläutert die wichtigsten Logistik-Themen:

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Neben Supply Chain Management werden auch logistische Supportsysteme, wie IT-Management, Marketingmanagement und Controlling dargestellt.

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