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9.5 Trends, Aufgaben und Literatur in:

Andreas Huber, Klaus Laverentz

Logistik, page 238 - 241

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3642-6, ISBN online: 978-3-8006-4183-3, https://doi.org/10.15358/9783800641833_238

Series: Vahlens Kurzlehrbücher

Bibliographic information
Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 228 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 229 9 Nationales und internationales Verkehrsträgermanagement228 ●● Innerhalb des Segments Aviation geht es primär um die Bereitstellung der Infrastruktur und um Airportmanagement, d. h. die Rahmenbedingungen zur Durchführung des Flugbetriebs (Teilsegment Airport) sowie um die Voraussetzungen zur Abfertigung des Flugbetriebs sowie aller Dienstleistungen für die boden- und luftseitige Abfertigung (Teilsegment Handling). ●● Das Segment Non-Aviation umfasst Dienstleistungen, die nicht unmittelbar dem Flugbetrieb zuzuordnen sind, z. B. Gastronomie, Hotellerie, Kongresszentren, landseitige Verkehrsanbindung, etc. Insgesamt stellen diese Entwicklungen neue wirtschaftliche und strategische Anforderungen an ein Airportmanagement. Denkbare Entwicklungsgestaltungen von Flughafenbetreibern bestehen darin, Kapitalverflechtungen, Allianzbildung und Kooperationen zwischen verschiedenen Flughäfen herzustellen. Zur Messung der Leistungsstrukturen von Flughäfen werden Passagierzahlen, Flugbewegungen, die durchschnittliche Anzahl von Sitzen pro Flug, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-Off Weight/MTOW), Frachtaufkommen und Serviceleistungen unterschieden. Kostenstrukturen von Flughäfen können über Entgeltsysteme für Flughafeneinrichtungen und Flughafendienstleistungen erfasst werden, die für deren Benutzer die Kostenstrukturen darstellen. Flughafenerlöse lassen sich einteilen nach Verkehrseinnahmen, d. h. Erlösen aus dem Aviationsbereich und den Bodenverkehrsdiensten, und kommerziellen Einnahmen, d. h. Einnahmen aus dem Non-Aviation-Bereich. Im Aviationsbereich fallen z. B. Lande- und Passagierentgelte an, Abstellentgelte sowie Emission und Lärmentgelte. Im Zusammenhang mit Bodenverkehrsdiensten werden Vorfeldabfertigungsentgelte und Verkehrsabfertigungsentgelte veranschlagt. 9.5 Trends, Aufgaben und Literatur 9.5.1 Trends Folgende allgemeine Trends lassen sich für das nationale und internationale Verkehrsträgermanagement beziehungsweise für außerbetriebliche Transportsysteme in der Logistik angeben: } Î Tr en d s }Î In der Verkehrsträgerlogistik werden die einzelnen Subsysteme Landverkehr, Wasserverkehr und Luftverkehr zunehmend als Netzwerk und als Konkurrenzbeziehungsgefüge mit vergleichbaren Strukturen sowie spezifischen Managementfunktionen wahrgenommen, da zur Sicherung der Mobilität intermodale Verkehrskonzepte angeboten werden. }Î Verkehrsträgersysteme des Land-, Wasser- und Luftverkehrs zeichnen sich zunehmend durch Kapazitätsanpassungsentwicklungen aus. Dies betrifft sowohl die infrastrukturbezogenen Systeme (Vergleiche Stra- ßen-, Schienen- und Luftverkehrswegeausweitung; effiziente Streckenführungen, Erweiterungsinvestitionen und Maßnahmen der effektiven Zusammenführung der Infrastruktur/Telematik) als auch transportmit Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 228 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 229 9.5 Trends, Aufgaben und Literatur 229 telbezogene Systeme (Kapazitätsentwicklungen, wie EuroCombi/GigaLiner, Hochgeschwindigkeitszüge, Schiffsgrößenentwicklung, Großraumflugzeuge/A380). }Î Innovationsentwicklungen betreffen sowohl die Transportstreckenführung (Vergleiche Begradigungsmaßnahmen, Stations management in der Trassenführung/Netz21; Innovationstechnologien; Automatische Kupplung/TRANSPACT, modulare Zugkonzepte, Transrapid). Im Hinblick auf die vorbezeichneten Trends zeichnen sich weiterhin integrierte und ganzheitliche Sichtweisen ab, die eine vernetzte Optimierung von nationalen und internationalen Verkehrsträgersystemen als komplexes System ermöglichen. 9.5.2 Aufgaben Zur Bearbeitung der Aufgaben ist es sinnvoll, einen Problem-Lösungs-Ansatz zu formulieren sowie die Entwicklungspotenziale für den jeweiligen Bereich der Verkehrsträgerlogistik zu berücksichtigen: } X A u fg ab en }X [1] Charakterisieren Sie Problemlagen, Zielsetzungen und Lösungsansätze von außerbetrieblichen Transportsystemen unter Berücksichtigung von verkehrswirtschaftlichen Aspekten. }X [2] Erläutern Sie vergleichend die spezifischen Systemeigenschaften von Straßen- und Schienenverkehr sowie charakteristische Managementfunktionen von Unternehmen dieser beiden Bereiche des Landverkehrs. }X [3] Diskutieren Sie die Problematiken neuerer Entwicklungstendenzen der Hochseeschifffahrt, wie Ausflaggung, globaler Arbeitsmarkt, Containerisierung und Sicherheitsstandards. }X [4]  Unter dem Gesichtspunkt eines zunehmenden Wettbewerbs im Luftverkehr, gewinnt die Bedeutung effizienter Strukturen von Fluggesellschaften im Airlinemanagement ein grundsätzliches Gewicht: Vergleichen Sie, ausgehend von dieser allgemeinen Wirtschaftlichkeits- überlegung, Geschäftsmodelle sogenannter ,Network Carrier‘ mit der Version ,Low Cost Carrier‘. Leiten Sie daraus Anpassungsprozesse für ein zukünftiges Airline- und Cargomanagement ab. }X [5] Beschreiben Sie kurz das klassische Leistungsspektrum eines Logistikdienstleisters unter Berücksichtigung folgender Aspekte: Entwicklungsstufen der Logistikdienstleistung, Arten von Logistikunternehmen, Transport- versus Speditionsorientierung, Berücksichtigung von Verkehrsmärkten sowie Kooperationen im Speditionsbereich. Stichworte zu konkreten Lösungshinweisen für die Aufgaben von Kapitel  9 finden Sie auf Seite 237/238. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 230 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 231 9 Nationales und internationales Verkehrsträgermanagement230 9.5.3 Literatur Zur Vor- und Nachbereitung der Inhalte von Kapitel  9 können ergänzend folgende Lehrwerke und Internetadressen als Quellen herangezogen werden: Kummer, Sebastian (2010): Einführung in die Verkehrswirtschaft, Kapitel 3: Verkehrsmedien und -träger, Kapitel 4: Verkehrsinfrastruktur und Kapitel 5: Verkehrsobjekte, Seiten 83–214 Aberle, Gerd (2009): Transportwirtschaft, Einzelwirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Grundlagen, Kapitel III: Leistungsstrukturen, Kostenstrukturen und Preisbildung in der Verkehrswirtschaft, Seiten 230–317 Biebig, Peter u. a. (2008): Seeverkehrswirtschaft, Kompendium. Kapitel  2: Märkte und Preise, Seiten 111–247 Sterzenbach, Rüdiger u. a. (2009): Luftverkehr, Betriebswirtschaftliches Lehrund Handbuch, Kapitel VIII: Flughäfen, Kapitel X: Strategien und Geschäftsmodelle, Seiten 159–201, 221–270 Folgende Internetadressen stellen ergänzende Informationsquellen dar: www.deutschebahn.com www.nordcapital.com www.dnjv.org www.konzern.lufthansa.com Weitere Hinweise zur Literatur und zur vertiefenden Lektüre finden Sie im Literaturverzeichnis. Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 230 Vahlens Kurzlehrbücher – Huber/Laverentz – Logistik, 1. Aufl. Herstellung: Frau Deuringer Status: Imprimatur Stand: 23.11.11 Seite: 231 Lösungshinweise zu den Aufgaben 1. Einführung in die Logistik Aufgabe 1 S. Abschnitt 1.1.2.; Eingangsobjekte: Portionierte Teigstücke für Brötchen, gebackene Brote und Kuchen, alles unverkauft; System-Ressourcen: Z. B. Verkaufsraum, Ver käufer, Regale, Backofen, Kasse, etc.; Systemorganisation: Z. B. Anordnung der Ressourcen, Reihenfolge der Abwicklungen, etc.; Prozesse: Z. B. Austausch der Waren am Morgen, Nachversorgung mit gebackenen Brötchen, Verkauf du Abrechnung; Ausgangsobjekte: Verkaufte und gebackene Ware, Retoure der unverkauften Ware. Aufgabe 2 S. Abschnitt 1.1.2.; Beispiele für Leistungskennzahlen: Anzahl verkaufter Brote pro Tag, Anzahl verkaufter Brötchen (vorgebacken) pro Tag, Anzahl Betriebskosten, etc.; Beispiele für Qualitätskennzahlen: Anzahl Kundenbeschwerde pro Tag, Anzahl nicht verkaufsfähiger selbstgebackener Brötchen, etc. Aufgabe 3 S. Abschnitt 1.2.2.; Sicherstellen der logistischen Qualität; wichtig für das Unternehmen, weil der Markt logistische Leistungen als Teil des Angebots versteht. Maxi mierung der logistischen Effizienz bei vorgegebener Qualität; wichtig für das Unternehmen, weil die Logistik einen großen Teil der Unternehmenskosten beeinflussen kann. Sicherstellung der Anpassungsfähigkeit der logistischen Prozesse und Sys teme; wichtig für das Unternehmen, weil das Systemumfeld sich schnell wandelt und die Erreichung der Ziele 1 und 2 ansonsten gefährdet wäre. Aufgabe 4 S. Abschnitt 1.3.3.; Voraussetzungen: Z. B. Logistikanteil an der Wertschöpfung genügend hoch, keine Dominanz eines Kernbereiches, etc.; Vorteile: Z. B. bessere Synchronisierung, stärkere Orientierung am Kundennutzen, Bestandssenkungen, Synergieeffekte.

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Zusammenfassung

Der perfekte Einstieg in die Logistik

Das Lehrbuch behandelt den klassischen Lehrstoff der Logistik und berücksichtigt gleichzeitig auch aktuelle Entwicklungen. Ziel des Buches ist es, den theoriebezogenen und praxisrelevanten Stoff der Logistik zu verzahnen.

Das Lehrbuch erläutert die wichtigsten Logistik-Themen:

* Unternehmenslogistik

* Beschaffungslogistik

* Produktionslogistik

* Distributionslogistik

* Entsorgungslogistik.

Neben Supply Chain Management werden auch logistische Supportsysteme, wie IT-Management, Marketingmanagement und Controlling dargestellt.

"In der Gesamtbeurteiiung liegt für den Logistikinteressierten ein gelungenes Werk mit einer soliden Darstellung des Stoffes unter Berücksichtigung der innovativen Logistikthemen vor. Darüber hinaus bietet das Buch Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, sich an den beschriebenen Ansätzen zu orientieren und damit eine ?passende" Logistik zu implementieren bzw. fortzuentwickeln." in: Der Betriebswirt 02/12