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Daniel Fischer, 12.4 Ausweis in:

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dirk Fischer, Guido Neubeck, Holger Reichmann (Ed.)

Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie, page 178 - 179

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3947-2, ISBN online: 978-3-8006-3948-9, https://doi.org/10.15358/9783800639489_178

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Vahlen – Deloitte Press – Fischer, Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 169 12.4 Ausweis 169 basiert (Re-ED R 73). Veränderungen der Relation der Einzelveräußerungspreise nach Vertragsabschluss sind nicht mehr zu berücksichtigen (Re-ED R 80). Insofern sind absolute Abweichungen vom ursprünglich zugrunde gelegten Gesamtentgelt pro rata im Zeitpunkt der Änderung zu erfassen, sofern keine Einzelzuordnung möglich ist (Re-ED R 76 i. V. m. Re-ED R 79). 12.4 Ausweis Im Rahmen der Bilanz sollen künftig neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich Vermögenswerte und Schulden aus Kundenverträgen ausgewiesen werden (Re-ED R 104 i. V. m. Re-ED R IE16). Auf Kundenverträgen basierende Vermögenswerte und Schulden reflektieren die bereits von einer der Vertragsparteien erbrachten Leistungen. Vorauszahlungen des Kunden begründen demnach eine Schuld, während erfüllte Leistungsverpflichtungen einen Vermögenswert des Unternehmens darstellen. Erst wenn zu einem späteren Zeitpunkt aus der fortdauernden Leistung des Unternehmens ein unbedingter Zahlungsanspruch entsteht, sind die korrespondieren Vermögenswerte in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umzuqualifizieren (Aktivtausch). Für das Verständnis der Abschlussadressaten sollen eine Reihe von Anhangangaben offengelegt werden. Hervorzuheben ist die Pflicht zur Erstellung einer Überleitungsrechnung betreffend die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden aus Kundenverträgen jeweils vom Anfang bis zum Ende der Berichtsperiode (Re-ED R 117). Von besonderer Bedeutung für den Abschlussadressaten sind Erläuterungen zur Ermessensausübung des Managements. Entsprechend Re-ED R 124-127 ist daher umfangreich über die Methodenwahl, Schätzungen und sonstige Ermessenausübungen zu berichten. 12.4 Ausweis Vahlen – Deloitte Press – Fischer, Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 171 13 IFRS Leasing – Nutzungsrechtansatz von WP/StB Dr. Sylvia Heller314 315 314 Es handelt sich hierbei um einen gemeinsamen Standardentwurf mit dem FASB. 315 Im Folgenden werden die im ED L enthaltenen Regelungen dargestellt. Sofern die bisherigen Diskussionen in den IASB-Sitzungen nach Veröffentlichung des ED L (Stand November 2011), die zu dem 2. Standardentwurf führen sollen, vom ED L abweichen, werden diese ergänzend dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass der Inhalt der dargestellten Diskussionen vom IASB noch nicht beschlossen wurde und sich in der Zukunft noch ändern kann. 13 IFRS Leasing – Nutzungsrechtansatz Zusammenfassung Das IASB hat mit der Veröffentlichung des Standardentwurfes zu Leasingverhältnissen (ED/2010/9 Leases, im Folgenden kurz ED L)314 im August 2010 einen weiteren Schritt zu einer vollständigen Neuregelung der Leasingbilanzierung sowohl für Leasingnehmer als auch für Leasinggeber vollzogen. Die geplanten Regelungen werden für Unternehmen sämtlicher Branchen, insbesondere auch der Automobilzuliefererindustrie, gravierende Änderungen mit sich bringen. So sehen die Regelungen eine Darstellung sämtlicher Leasing-/Mietverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers vor. Derzeit betrifft dies ausschließlich Leasingverhältnisse, die nach IAS 17 (Leasingverhältnisse) als Finanzierungsleasing zu klassifizieren sind. Durch die Bilanzierung eines zum Barwert der Leasingzahlungen bewerteten Nutzungsrechts und einer damit korrespondierenden Leasingverbindlichkeit wird eine sog. Off-Balance-Darstellung auch bei bisher als operativ klassifizierten Leasingverhältnissen nicht mehr möglich sein. Dies wird sowohl für Leasingverhältnisse, die ab dem Zeitraum der Gültigkeit der Neuregelungen eingegangen werden, als auch für zum Zeitpunkt des Übergangs auf die Neuregelungen bestehende Leasingverhältnisse gelten. Die Diskussionen im IASB dauern derzeit noch an. Die Veröffentlichung eines zweiten Standardentwurfes wird für das zweite Halbjahr 2012 und die eines endgültigen Standards, der u. a. IAS 17 (Leasingverhältnisse) und IFRIC 4 (Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält) ersetzen wird, wird nicht vor 2013 erwartet.315 Der Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung wurde bislang noch nicht festgelegt.

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Zusammenfassung

Antworten auf Bilanzierungsfragen bei Automobilzulieferunternehmen

Dieses Werk liefert Ihnen einen Überblick über die besonderen Herausforderungen in der Bilanzierung von Geschäftsvorfällen von Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Dabei bilden die Beantwortung von Fragestellungen zur handelsrechtlichen Rechnungslegung, insbesondere zur handelsbilanziellen Abbildung von Eintrittsgeldern, Forschungs- und Entwicklungskosten, Werkzeugkosten, Verlusten im Auftragsbestand und Gewährleistungsrückstellungen, den Schwerpunkt der Ausführungen. Zudem werden Abweichungen, die sich zu den International Financial Reporting Standards (IFRS) und zum Bilanzsteuerrecht ergeben, dargestellt. Auf Grund der aktuellen Diskussionen zu Standardentwürfen des IASB wurden zudem Beiträge zur zukünftigen Umsatzrealisierung nach IFRS und zur zukünftigen Leasing-Bilanzierung nach IFRS aufgenommen.

Alle Kapitel dieses Buches wurden prozessorientiert, von der Auftragsanbahnung bis zur Auftragsabwicklung, angeordnet. Zu Beginn jedes Kapitels wird eine prägnante Zusammenfassung vorangestellt. Im Anschluss wird systematisch auf Fragen des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises (einschließlich von Anhangangaben) eingegangen.