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Guido Neubeck, Jeannette Hahn, 10.3 Ausweis in:

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dirk Fischer, Guido Neubeck, Holger Reichmann (Ed.)

Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie, page 158 - 159

1. Edition 2012, ISBN print: 978-3-8006-3947-2, ISBN online: 978-3-8006-3948-9, https://doi.org/10.15358/9783800639489_158

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Vahlen – Deloitte Press – Fischer, Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 148 10 Gewährleistungsrückstellungen148 10.3 Ausweis Der Ausweis der Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt unter den Sonstigen Rückstellungen (§ 266 Abs. 3 B. Nr. 3 HGB). Sofern sie einen erheblichen Umfang haben und nicht gesondert (in der Bilanz oder im Anhang) ausgewiesen werden, sind sie im Anhang nach § 285 Nr. 12 HGB zu erläutern. Im Einzelfall ist auch eine Angabepflicht nach § 285 Nr. 3 HGB zu nicht in der Bilanz erscheinenden Geschäften zu prüfen. 10.3 Ausweis Vahlen – Deloitte Press – Fischer, Rechnungslegung in der Automobilzulieferindustrie – Herstellung: Frau Deuringer Stand: 22.05.12 Status: Druckdaten Seite 149 11 Vereinbarung zum flexiblen Übergang in die Rente von WP/StB Jeannette Hahn und Fabian Kinalzik 11.1 Ansatz Die Ausgestaltung der individuellen Altersteilzeitregelung kann auf Einzelvereinbarungen, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen beruhen. Gesetzliche Grundlage für derartige Altersteilzeitregelungen ist das 1996 verabschiedete Altersteilzeitgesetz (AltTZG), welches älteren Arbeitnehmern einen gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in die Rente erleichtern soll. Das AltTZG sieht eine Förderung von Altersteilzeit(ATZ)-Verträgen durch die Bundesagentur für Arbeit für Mitarbeiter vor, die ihre Arbeitszeit ab Vollendung des 55. Lebensjahres und bis zum 31.12.2009 vermindern wollten (§ 1 Abs. 2 AltTZG). An den Erhalt der Fördergelder war die Einstellung eines sonst arbeitslosen Arbeitnehmers auf die durch Altersteilzeit frei gewordene Stelle geknüpft. Für solche Fälle erstattet die Bundesagentur für Arbeit dem Arbeitgeber für maximal sechs Jahre den an den Mitarbeiter geleisteten Mindestaufstockungsbetrag von 20 Prozent des Regelarbeitsentgelts für die Altersteilzeitarbeit sowie die zusätzlichen Bei- 11 Vereinbarung zum flexiblen Übergang in die Rente 11.1 Ansatz Zusammenfassung Auch nach dem Auslaufen der branchenunabhängigen Förderung der Bundesarbeitsagentur von Vereinbarungen zur Erleichterung des Übergangs in die Rente (Altersteilzeitregelung) bleiben solche Vereinbarungen insbesondere für viele Unternehmen der Automobilindustrie relevant. Grund hierfür sind die von den Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie vereinbarten Verträge zum flexiblen Übergang in die Rente und ähnliche individuelle Vereinbarungen mit Arbeitnehmern. Mit dem Abschluss dieser Vereinbarungen ergibt sich eine Ansatzpflicht für Rückstellungen unabhängig von der Wahl des Altersteilzeitmodells. Zu unterscheiden sind hier das Gleichverteilungs- und das Blockmodell . Das Gleichverteilungsmodell sieht hier eine Rückstellung für die häufig gewährten Aufstockungsbeträge vor, während beim Blockmodell zusätzlich eine Rückstellung für den Erfüllungsrückstand zu berücksichtigen ist. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen und einer Abzinsung mit einem von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitabhängigen durchschnittlichen Zinssatz. Auf Grund diverser steuerlicher Abweichungen sind regelmäßig latente Steuern zu beachten.

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Zusammenfassung

Antworten auf Bilanzierungsfragen bei Automobilzulieferunternehmen

Dieses Werk liefert Ihnen einen Überblick über die besonderen Herausforderungen in der Bilanzierung von Geschäftsvorfällen von Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Dabei bilden die Beantwortung von Fragestellungen zur handelsrechtlichen Rechnungslegung, insbesondere zur handelsbilanziellen Abbildung von Eintrittsgeldern, Forschungs- und Entwicklungskosten, Werkzeugkosten, Verlusten im Auftragsbestand und Gewährleistungsrückstellungen, den Schwerpunkt der Ausführungen. Zudem werden Abweichungen, die sich zu den International Financial Reporting Standards (IFRS) und zum Bilanzsteuerrecht ergeben, dargestellt. Auf Grund der aktuellen Diskussionen zu Standardentwürfen des IASB wurden zudem Beiträge zur zukünftigen Umsatzrealisierung nach IFRS und zur zukünftigen Leasing-Bilanzierung nach IFRS aufgenommen.

Alle Kapitel dieses Buches wurden prozessorientiert, von der Auftragsanbahnung bis zur Auftragsabwicklung, angeordnet. Zu Beginn jedes Kapitels wird eine prägnante Zusammenfassung vorangestellt. Im Anschluss wird systematisch auf Fragen des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises (einschließlich von Anhangangaben) eingegangen.