10 Der Arbeitslohn im Detail in:

Gerhard C. Girlich

Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung, page 110 - 135

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3831-4, ISBN online: 978-3-8006-3933-5, https://doi.org/10.15358/9783800639335_110

Series: Vahlen Praxis

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Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 112 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 113 10 Der Arbeitslohn im Detail 10.1 Übersicht Der wichtigste Bestandteil der Lohnbuchhaltung ist eindeutig der Arbeitslohn. Sowohl die einzubehaltenden Steuern (Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) als auch die Sozialversicherungsbeiträge werden auf Grundlage des Arbeitslohns ermittelt. Wir werden uns daher in diesem Kapitel ausschließlich mit dem Begriff „Arbeitslohn“ beschäftigen. Lassen Sie uns zuerst einmal den Begriff definieren: Definition: Arbeitslohn Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis zufließen. Es ist unerheblich, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form die Einnahmen gewährt werden (vgl. § 8 Abs. 1 EStG und § 14 Abs. 1 SGB IV). Beispiel: Umfang des Arbeitslohns Frau Nova ist für die A-GmbH tätig. Laut Arbeitsvertrag erhält sie ein monatliches Gehalt von 2.000 € und einen Firmenwagen zur Verfügung gestellt, den sie auch privat nutzen kann. Sowohl die Bar- als auch die Sachzuwendung (= private Nutzung des Firmenwagens) stellen bei Frau Nova Arbeitslohn dar (vgl. § 8 Abs. 1 EStG). Sie müssen aber den Arbeitslohn von den nicht steuerbaren Zuwendungen des Arbeitgebers abgrenzen. Hierzu zählen Aufmerksamkeiten und Annehmlichkeiten im überwiegend betrieblichen Interesse. Beispiel: Nicht steuerbare Arbeitgeberzuwendungen Frau Nova ist für die A-GmbH tätig. Anlässlich ihres 50. Geburtstags erhält Frau Nova einen Blumenstrauß im Wert von 20 €. Bei dem Blumenstrauß handelt es sich nicht um Arbeitslohn, sondern um eine Aufmerksamkeit, die Frau Nova nicht versteuern muss (vgl. R 19.6 Abs. 1 LStR). Liegt Arbeitslohn vor, ist noch zu prüfen, ob er eventuell steuerfrei, d. h. vom Arbeitnehmer nicht zu versteuern ist. Denn nur für steuerpflichtigen Arbeitslohn hat der Arbeitgeber Steuern und grundsätzlich Sozialversicherungsbeiträge einzubehalten. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 114 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 115 10 Der Arbeitslohn im Detail114 Arbeitslohn Aufmerksamkeiten Annehmlichkeiten im überwiegend betrieblichen InteresseGeldlohn Sachlohn steuerpflichtig steuerfrei Pauschalversteuerung Versteuerung nach Tabelle Versteuerung von Arbeitslohn Beim steuerpflichtigen Arbeitslohn ist noch danach zu unterscheiden, ob die Lohnsteuer nach Tabelle oder pauschal erhoben wird. Beispiel: Pauschal versteuerter Arbeitslohn Frau Nova ist für die A-GmbH tätig. Laut Arbeitsvertrag erhält sie ein monatliches Gehalt von 2.000 € und eine Monatskarte für den ÖPNV. Sowohl die Bar- als auch die Sachzuwendung (= Monatskarte) stellen bei Frau Nova Arbeitslohn dar (vgl. § 8 Abs. 1 EStG). Für den Barlohn ist die Lohnsteuer anhand der Lohnsteuertabelle zu ermitteln. Die Lohnsteuer für die Monatskarte kann hingegen mit 15 % pauschal ermittelt werden (vgl. § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG). In beiden Fällen fallen zusätzlich noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an. Sozialversicherungsbeiträge werden hingegen nur für den Barlohn fällig, nicht aber für die Monatskarte (vgl. § 1 Abs. 1 Nr. 3 SvEV). Beachten Sie: Steuerfreier und pauschal versteuerter Arbeitslohn sind grundsätzlich sozialversicherungsfrei (im Detail § 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung). Sonderfall: Künftiges Dienstverhältnis Auch Einnahmen im Hinblick auf ein künftiges Dienstverhältnis können Arbeitslohn darstellen. Beispiel: Künftiges Dienstverhältnis Die B-AG möchte Ingenieure an sich binden und unterstützt daher den Studenten Technicus mit 500 € im Monat. Im Gegenzug musste sich Technicus verpflichten, nach dem Studium bei der B-AG anzufangen. Liegt Arbeitslohn vor? Die B-AG leistet die Zahlungen im Hinblick auf das zukünftige Arbeitsverhältnis. Es liegt daher Arbeitslohn vor. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 114 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 115 10.2 Das gehört nicht zum Arbeitslohn 115 10.2 Das gehört nicht zum Arbeitslohn Nicht zum Arbeitslohn gehören Aufmerksamkeiten und Annehmlichkeiten im überwiegend betrieblichen Interesse. In der Fachsprache wird von „nicht steuerbaren Zuwendungen“ gesprochen. Für Sie in der Lohnbuchhaltung bedeutet das, dass Sie weder Steuer noch Sozialversicherung einbehalten müssen. Allen nicht steuerbaren Zuwendungen ist gemeinsam, dass sie lediglich in der Finanzbuchhaltung des Arbeitgebers als Betriebsausgabe erfasst werden (z. B. im Buchungskonto „Freiwillige soziale Aufwendungen, lohnsteuerfrei“). In der Lohnbuchhaltung werden diese Zuwendungen hingegen nicht erfasst. 10.2.1 Aufmerksamkeiten Aufmerksamkeiten sind Sachleistungen, die zu keiner ins Gewicht fallenden Bereicherung führen. Dabei werden zwei Fallgruppen unterschieden: Sachgeschenke aus persönlichem Anlass Getränke, Genussmittel Sachzuwendungen aus einem persönlichen Anlass heraus sind nur dann eine Aufmerksamkeit und damit nicht steuerbar (vgl. R 19.6 Abs. 1 LStR), wenn •• es sich um ein Sachgeschenk handelt, dessen Bruttokosten maximal 40 Euro betragen haben und •• das Sachgeschenk anlässlich eines persönlichen Ereignisses oder im Rahmen einer Betriebsveranstaltung überreicht wird. Beachten Sie: Geldzuwendungen gehören immer zum Arbeitslohn (vgl. R 19.6 Abs. 1 Satz  3 LStR). Sachzuwendungen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 116 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 117 10 Der Arbeitslohn im Detail116 Beispiel: Aufmerksamkeit – Sachgeschenk Der Arbeitgeber schenkt seinem Arbeitnehmer anlässlich dessen Geburtstags eine CD im Wert von 38 € (Ladenverkaufspreis). Liegt Arbeitslohn vor? Nach R 19.6 Abs. 1 LStR gehören Sachleistungen anlässlich eines persönlichen Ereignisses des Arbeitnehmers bis zu einem Bruttowert von 40 € als sogenannte Aufmerksamkeiten nicht zum Arbeitslohn. In der Lohnbuchhaltung ist grundsätzlich vom Bruttowert auszugehen, und zwar unabhängig davon, ob der Arbeitgeber zum Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht. Getränke und Genussmittel sind nur dann Aufmerksamkeiten und damit nicht steuerbar, wenn sie dem Arbeitnehmer zum Verzehr im Büro zur Verfügung gestellt werden (vgl. R 19.6 Abs. 2 S. 1 LStR). Beispiel: Aufmerksamkeit – Getränke Der Arbeitgeber stellt seinen Arbeitnehmern kostenlos jeden Tag Wasser und Saft zur Verfügung. Liegt Arbeitslohn vor? Nach R 19.6 Abs. 2 S. 1 LStR gehört die Bereitstellung von Getränken und Genussmitteln als Aufmerksamkeit nicht zum Arbeitslohn. Die Bereitstellung von Speisen anlässlich eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes ist nur dann eine Aufmerksamkeit und damit nicht steuerbar, wenn dies im ganz überwiegend betrieblichen Interesse an einer günstigen Gestaltung des Arbeitsablaufes erfolgt und die Bruttokosten pro Mitarbeiter 40 Euro nicht überschreiten. Beispiel: Aufmerksamkeit – Arbeitsessen Da sich eine Besprechung bis in den späten Abend hinzieht, lässt der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer eine Pizza (je Arbeitnehmer 10 €) kommen. Liegt Arbeitslohn vor? Nach R 19.6 Abs. 2 S. 2 LStR gehören anlässlich eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes bereitgestellte Speisen als Aufmerksamkeit nicht zum Arbeitslohn. 10.2.2 Annehmlichkeiten im überwiegend betrieblichen Interesse Für Annehmlichkeiten gibt es leider keine einheitliche Definition – vielmehr wurden durch die Rechtsprechung und die Finanzverwaltung bestimmte Arbeitgeberzuwendungen zu „Zuwendungen im überwiegend betrieblichen Interesse“ deklariert. Für Sie in der Lohnbuchhaltung bedeutet das, dass Sie im Einzelfall entscheiden müssen, ob eine nicht steuerbare Zuwendung oder Arbeitslohn vorliegt. Nicht steuerbare Zuwendungen können sein: •• Verbesserung der Arbeitsbedingungen z. B. Dusch- und Badeanlagen (vgl. H 19.3 „Nicht zum Arbeitslohn gehören Nr. 7“ LStH) Getränke Speisen Beispiele Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 116 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 117 10.2 Das gehört nicht zum Arbeitslohn 117 •• Gestellung einheitlicher bürgerlicher Kleidung (vgl. H 19.3 „Nicht zum Arbeitslohn gehören Nr. 6“ LStH) •• übliche Betriebsveranstaltungen (vgl. R 19.5 LStR) Eine übliche Betriebsveranstaltung liegt vor, wenn – i.d.R. alle Arbeitnehmer teilnehmen können, – maximal zwei Veranstaltungen pro Jahr stattfinden, – übliche Zuwendungen gewährt werden. Auch Geschenke anlässlich der üblichen Betriebsveranstaltung sind grundsätzlich kein Arbeitslohn (H 19.5 „Geschenke“ LStH). Praxishinweis: Eine nur Führungskräften eines Unternehmens offenstehende Abendveranstaltung ist – mangels Offenheit des Teilnehmerkreises – keine steuerbegünstigte Betriebsveranstaltung (BFH vom 15.01.2009 – VI R 22/06). •• Betriebsfeier für einzelne Arbeitnehmer z. B. Jubiläum, Verabschiedung (vgl. R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 und 4 LStR), Teilnahme an geschäftlich veranlassten Bewirtungen (vgl. R 8.1 Abs. 8 Nr. 1 LStR) – Essen im Rahmen einer üblichen Betriebsveranstaltung – Essen im Rahmen eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes (vgl. R 19.6 Abs. 2 S. 2 LStR) – Essen im Rahmen einer Bewirtung nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG •• Vorsorgeuntersuchungen (vgl. H 19.3 „Nicht zum Arbeitslohn gehören Nr. 15“ LStH und BFH v. 11.03.2010, VI R 7/08) z. B. Übernahme der Kosten einer durch den Arbeitgeber angeordneten Kur bei einem Piloten (BFH v. 11.03.2010, VI R 7/08) •• Fort- und Weiterbildungen (vgl. R 19.7 LStR) Beispiel: Fortbildungsveranstaltung Der Arbeitgeber schickt einen Mitarbeiter der Buchhaltung auf ein halbtägiges Seminar über Rechtsänderungen im Steuerrecht. Liegt Arbeitslohn vor? Nach R 19.7 LStR gehören Fortbildungsveranstaltungen, die für die berufliche Tätigkeit des Arbeitnehmers bei diesem Arbeitgeber relevant sind, zu den Annehmlichkeiten im überwiegend betrieblichen Interesse. Es liegt kein Arbeitslohn vor. •• Schadenersatzleistungen Soweit der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist, den Schaden zu begleichen, sind diese Leistungen nicht steuerbar; sonst liegt steuerbarer und steuerpflichtiger Arbeitslohn vor (vgl. H 19.3 „Nicht zum Arbeitslohn gehören Nr. 14“ LStH). Weitere Beispiele finden Sie in R 19.3 LStR und H 19.3 LStH. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 118 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 119 10 Der Arbeitslohn im Detail118 10.3 Steuerfreier Arbeitslohn Wenn Sie aufgrund der Überprüfung der Arbeitgeberzuwendungen festgestellt haben, dass eindeutig Arbeitslohn vorliegt, bedeutet dies noch lange nicht, dass Sie auch Steuer und Sozialversicherung einzubehalten haben. Vielmehr ist nun zu prüfen, ob es in den §§ 3, 3b EStG eine Vorschrift gibt, nach der der Arbeitslohn steuerfrei ist. Steuerfreiheit bedeutet, dass Sie weder Lohnsteuer noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer einzubehalten haben. Auch führt die Steuerfreiheit meist zu einer Freistellung in der Sozialversicherung (vgl. § 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung). Zu den wichtigsten Befreiungsvorschriften zählen dabei folgende Rechtsnormen: •• Reisekostenerstattung (Tz. 3.2) •• Kindergärten (Tz. 3.6) •• Gesundheitsförderung (Tz. 3.7) •• Mitarbeiterbeteiligung (Tz. 3.8) •• Trinkgelder (Tz. 3.11) •• Zukunftssicherungsleistungen (Tz. 3.12) •• Zuschläge (Tz. 3.13) 10.3.1 Versicherungsleistungen Folgende Lohnersatzleistungen sind steuerfrei: •• Krankengeld •• Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung •• Übergangsgeld •• Mutterschaftsgeld •• Arbeitslosengeld •• Kurzarbeitergeld •• Winterausfallgeld •• Arbeitslosenhilfe •• Existenzgründerzuschüsse Sie unterliegen aber zumeist dem Progressionsvorbehalt. Befreiungsvorschriften Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 118 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 119 10.3 Steuerfreier Arbeitslohn 119 Beispiel: Progressionsvorbehalt Jutta Jaguar (Single; 30 Jahre alt) hat im Jahr 2010 Einkünfte aus Vermietung in Höhe von 20.000 €. Daneben hat sie 5.000 € Mutterschaftsgeld erhalten. An Sonderausgaben (SoA) und außergewöhnlichen Belastungen (agB) kann sie 5.000 € geltend machen. Ermittlung des fiktiven zu versteuernden Einkommens: Einkünfte aus Vermietung 20.000 € + Mutterschaftsgeld 5.000 € – SoA, agB – 5.000 € = fiktives zu versteuerndes Einkommen 20.000 € Ermittlung des Steuersatzes: Gemäß Grundtabelle müsste Jutta hierauf 2.850 € Einkommensteuer bezahlen, was einem Steuersatz von 14,25 % entspräche. Ermittlung des tatsächlichen zu versteuernden Einkommens: Einkünfte aus Vermietung 20.000 € – SoA, agB – 5.000 € = zu versteuerndes Einkommen 15.000 € Gemäß Grundtabelle müsste Jutta hierauf eigentlich 1.542 € Einkommensteuer bezahlen. Ermittlung der tatsächlichen Einkommensteuer: Aufgrund des Progressionsvorbehalts wird die Einkommensteuer auf eine andere Weise ermittelt. Maßgebend ist der Steuersatz, der mithilfe des fiktiven zu versteuernden Einkommens ermittelt wurde, und das tatsächliche zu versteuernde Einkommen: 14,25 % von 15.000 € = 2.138 € Ergebnis: Das Mutterschaftsgeld ist steuerfrei (wäre das Mutterschaftsgeld steuerpflichtig, müsste Jutta 2.850 € an ESt zahlen), aber es beeinflusst indirekt die Höhe der Einkommensteuer (ohne diese Berücksichtigung müsste Jutta 1.542 € ESt zahlen), sodass Jutta tatsächlich 2.138 € zahlen muss. 10.3.2 Reisekostenerstattungen Steuerfrei sind die Reisekostenerstattungen, die beim Arbeitnehmer Werbungskosten wären. Für die Berechnung der Reisekosten siehe Kapitel 12. Beispiel: Versteuerung einer Reisekostenerstattung Ein Arbeitnehmer hat eine eintägige Dienstreise mit einer Abwesenheit von zwölf Stunden getätigt. Für seine Verpflegungsmehraufwendungen erstattet ihm der Arbeitgeber für diese Dienstreise 20 €. Ermitteln Sie die für den Arbeitnehmer günstigste lohnsteuerliche Regelung. Nach § 3 Nr. 16 EStG sind die Pauschbeträge nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG – in unserem Fall also 6 € – steuerfrei. Damit liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn in Höhe von 14 € liegt vor. Von diesen 14 € können weitere 6 € nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 EStG mit 25 % pauschal besteuert werden (zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer). Die verbleibenden 8 € unterliegen dem normalen Lohnsteuerabzug lt. Lohnsteuerkarte. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 120 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 121 10 Der Arbeitslohn im Detail120 10.3.3 Steuerfreie Nebentätigkeiten Aufwandsentschädigungen für bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten für eine begünstigte Einrichtung sind bis 2.100 Euro steuerfrei. Begünstigt sind unter anderem: •• Übungsleiter im Sportverein (Ein Arbeitnehmer liegt grundsätzlich dann vor, wenn der Übungsleiter mehr als sechs Stunden in der Woche tätig wird.) •• Lehr- und Vortragstätigkeit aller Art •• Prüfungstätigkeit Nicht begünstigt sind hingegen Vereinsvorsitzende, Kassierer oder Platzwart. Eine Tätigkeit wird nur nebenberuflich ausgeübt, wenn sie – bezogen auf das Kalenderjahr – nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs in Anspruch nimmt. Der Freibetrag wird nur gewährt, wenn die Tätigkeit im Dienst oder im Auftrag einer der in § 3 Nr. 26 EStG genannten juristischen Personen erfolgt (z. B. Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände, Industrie- und Handelskammern, Handwerks-, Rechtsanwalts-, Steuerberater-, Wirtschaftsprüfer-, Ärztekammern, Universitäten oder Träger der Sozialversicherung; Körperschaften, Personenvereinigungen, Stiftungen und Vermögensmassen, die nach der Satzung oder dem Stiftungsgeschäft und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen). Nicht zu den begünstigten Einrichtungen gehören beispielsweise Berufsverbände (Arbeitgeberverband, Gewerkschaft) oder Parteien. Praxishinweis: Zur Vertiefung vgl. Verfügung des Landesamtes für Steuern vom 29.07.2008. Eine nebenberufliche Tätigkeit für eine begünstigte Einrichtung, die nicht unter § 3 Nr. 26 EStG fällt, ist ggf. nach § 3 Nr. 26a EStG steuerfrei. Begünstigt sind demnach •• Mitglieder des Vorstands, Kassierer, •• Bürokräfte, •• Reinigungspersonal, •• Platzwart, Aufsichtspersonal. Nicht begünstigt sind hingegen Amateursportler. Praxishinweis: Zur Vertiefung vgl. BMF-Schreiben vom 25.11.2008 (Az.: IV C4 – S 2121/07/0010) und BMF-Schreiben vom 14.10.2009 (Az.: IV C 4 – S 2121/07/0010). „Nebenberuf“ Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 120 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 121 10.3 Steuerfreier Arbeitslohn 121 10.3.3 Werkzeuggeld Als „Werkzeuggeld“ wird die Erstattung von Aufwendungen bezeichnet, die dem Arbeitnehmer durch die betriebliche Nutzung eigener Werkzeuge entstehen. Folgendes ist steuerfrei ersetzbar: •• Abschreibung •• übliche Instandhaltungskosten •• Kosten für die Beförderung zum Betrieb Beispiel: Werkzeuggeld Der Arbeitgeber erstattet seinem Arbeitnehmer für die Benutzung eigener Werkzeuge monatlich 20 €. Liegt Arbeitslohn vor? Nach R 3.30 LStR sind die 20 € steuerfreier Arbeitslohn – ohne Einzelnachweis –, wenn sie der steuerlichen Abschreibung der Werkzeuge entsprechen. 10.3.4 Berufskleidung vom Arbeitgeber Steuerfrei ist sowohl die Gestellung als auch die Übereignung von Berufskleidung. Steuerpflichtig ist hingegen der Ersatz von bürgerlicher Kleidung. 10.3.5 Sammelbeförderung Soweit der Arbeitgeber ein Beförderungsmittel stellt und die Sammelbeförderung notwendig ist, ist diese steuerfrei. Beispiel: Sammelbeförderung Da die Baustelle des Bauunternehmers Ein&Sturz GmbH & Co. KG mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen ist, die Arbeiten aber Punkt 08:00  Uhr beginnen müssen, holt die Firma ihre Arbeiter mit einem Bus von verschiedenen Sammelpunkten ab und bringt sie zur Baustelle. Die Sammelbeförderung erfolgt ausschließlich aus betrieblichen Gründen des Arbeitgebers (vgl. R 3.32 Nr. 1 und 3 LStR) und mit einem vom Arbeitgeber gestellten Fahrzeug. Sie ist daher steuerfrei. 10.3.6 Arbeitgeberleistungen für Kindergärten Es muss sich um eine zusätzliche Arbeitgeberleistung handeln, egal ob es ein eigener oder ein fremder Kindergarten ist. Begünstigt sind nur Leistungen für nicht schulpflichtige Kinder. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 122 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 123 10 Der Arbeitslohn im Detail122 10.3.7 Arbeitgeberleistungen zur Gesundheitsförderung Maßnahmen des Arbeitgebers für die betriebliche Gesundheitsförderung können sein (vgl. im Detail §§ 20, 20a SGB V): •• Förderung gesunder Ernährung •• Stressbewältigung •• Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastung •• Raucherentwöhnungskurse •• therapeutische Maßnahmen zur Vorbeugung körperlicher Gebrechen •• Seminare zur Reduzierung des Alkohol-, Nikotin- und anderen Suchtmittelmissbrauchs Seit 2008 sind bis zu 500 Euro lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Hierunter fallen sowohl Barzuschüsse, die die Arbeitnehmer für extern durchgeführte Maßnahmen verwenden (vgl. BT-Drucks. 16/10189 vom 02.09.2008), als auch Sachzuwendungen. Die Bezuschussung von Beiträgen zu Fitnessstudios und Sportvereinen ist nicht möglich. Beachten Sie: Die Leistung muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Entgeltumwandlungen sind nicht begünstigt. Die Steuerfreiheit greift rückwirkend zum 01.01.2008 (§ 52 Abs. 4c EStG). 10.3.7 Kundenbindungsprogramme Wenn Bonuspunkte im Rahmen eines Kundenbindungsprogramms (z. B. Miles & More) für Dienstleistungen als Sachprämie ausgezahlt werden, ist dies bis zu 1.080 Euro steuerfrei. Beachten Sie: Der 1.080 € übersteigende Betrag kann vom Prämienanbieter pauschal versteuert werden (§ 37a EStG). 10.3.8 Mitarbeiterbeteiligung Die Überlassung von Mitarbeiterbeteiligungen ist bis zu einem Höchstbetrag von 360 Euro im Jahr steuerfrei. Die Überlassung muss grundsätzlich allen Beschäftigten offenstehen. Beachten Sie: Die Vermögensbeteiligung muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden – es ist keine Entgeltumwandlung möglich. Bis zu 500 € frei Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 122 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 123 10.3 Steuerfreier Arbeitslohn 123 10.3.9 Privatnutzung betrieblicher PCs und Telekommunikationsgeräte Die Nutzung des betrieblichen Telefons, Internetzugangs oder PCs für private Kommunikation etc. ist steuerfreier Arbeitslohn. 10.3.10 Durchlaufende Posten Wenn der Arbeitnehmer auf Rechnung des Arbeitgebers Ausgaben gemacht hat und eine Einzelabrechnung vorlegen kann, ist die Erstattung durch den Arbeitgeber steuerfrei. Beispiel: Durchlaufende Gelder Der Arbeitnehmer kauft für seinen Arbeitgeber das Buch „Steuern 2010“ für 19,90 €. Nach Vorlage der Originalrechnung überweist der Arbeitgeber diesen Betrag auf das Konto seines Arbeitnehmers. Liegt Arbeitslohn vor? Jede Geldzuwendung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer ist Arbeitslohn. Da der Arbeitnehmer aber den Betrag lediglich für den Arbeitgeber „vorgeschossen“ hat, liegt steuerfreier Arbeitslohn vor. 10.3.11 Trinkgelder Seit 01.01.2002 sind Trinkgelder in unbegrenzter Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. 10.3.12 Zukunftssicherungsleistungen des Arbeitgebers Bei den Aufwendungen des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung ist zwischen den Aufwendungen zu unterscheiden, die sofort, und denen, die erst später zu Arbeitslohn führen: Aufwendungen für die Zukunftssicherung Kein Zufluss von Arbeitslohn Zufluss von Arbeitslohn • Pensionszusagen (lohnsteuerpflichtig ist später die Werksrente/Pension) • Unterstützungskasse (lohnsteuerpflichtig ist später die Werksrente/Pension) • Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Sozialversicherung • Beiträge zu Pensionskassen und Pensionsfonds • Beiträge zu Direktversicherungen Zukunftssicherungsleistungen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 124 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 125 10 Der Arbeitslohn im Detail124 Ein sofortiger Zufluss von Arbeitslohn liegt bei den im Schaubild aufgeführten Aufwendungen nur vor, wenn der Arbeitnehmer gegenüber einem Dritten (z. B. gesetzliche Rentenversicherung, Pensionskasse) einen unentziehbaren Rechtsanspruch erwirbt. Ansprüche gegenüber dem eigenen Arbeitgeber (z. B. Pensionszusage) führen erst bei Auszahlung der Werksrente etc. zu Arbeitslohn. Bei den Aufwendungen, die sofort zu Arbeitslohn führen, ist zwischen den steuerfreien und den steuerpflichtigen Zuwendungen zu unterscheiden: Steuerfrei sind damit die Zahlungen des Arbeitgebers in die gesetzliche Sozialversicherung (§ 3 Nr. 62 EStG) und für einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung (§ 3 Nr. 63 EStG). Beachten Sie: Arbeitgeberbeiträge für einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung sind nur beim ersten Dienstverhältnis steuerfrei. Zufluss von Arbeitslohn • Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Sozialversicherung • Beiträge zu Pensionskassen und Pensionsfonds • Beiträge zu Direktversicherungen steuerfrei nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG bis 4 % der BBG der RV zzgl. 1.800 Euro Altzusagen Pauschalierung mit 20 % nach § 40b EStG a. F. Wahlrecht Neuzusagen Altersvorsorgeaufwendungen Steuerfreier Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Sozialversicherung •• bei Pflichtversicherten: Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung •• bei nicht gesetzlich Krankenversicherten: 50 % der geleisteten Beträge; max. Pflichtanteil der gesetzlichen Versicherung •• bei beherrschenden GmbH-Geschäftsführern: keine steuerfreie Zahlung möglich Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 124 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 125 10.3 Steuerfreier Arbeitslohn 125 Direktversicherungen Bei den Direktversicherungen ist zwischen Neuzusagen (= Zusagen ab dem 01.01.2005) und Altzusagen zu unterscheiden: •• Bei Altzusagen hatte der Arbeitnehmer ein Wahlrecht, ob er die Beiträge zur Direktversicherung weiterhin pauschal versteuern oder von der Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 63 EStG Gebrauch machen wollte. Das Wahlrecht musste bis zum 30.06.2005 ausgeübt worden sein. Beachten Sie: Bei Altverträgen findet der Zusatzbeitrag von 1.800  € keine Anwendung. Der Zusatzbeitrag löst aber keine Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung aus. •• Bei Neuzusagen kommt nur noch die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 63 EStG infrage. Beispiel: Neuzusage Der Arbeitgeber von Arbeitnehmerin Biene (ein Arbeitsverhältnis) zahlt für sie seit Januar 2008 monatlich 400 € in eine Direktversicherung ein. Liegt Arbeitslohn vor? Da Biene mit der Direktversicherung einen unentziehbaren Rechtsanspruch gegenüber einem Dritten (= Versicherungsgesellschaft) hat, liegt Arbeitslohn vor. Da der Arbeitgeber des ersten Arbeitsverhältnisses (hier gibt es auch keine weiteren) Beiträge für die Arbeitnehmerin Biene leistet, ist folgender Betrag im Jahr 2011 steuerfrei: 4 % der BBG RV = 4 % von 66.000 € = 2.904 € + Zusatzbetrag, da Neuzusage 1.800 € = insgesamt steuerfrei 4.704 € Von den insgesamt geleisteten 4.800 € sind damit 4.704 € steuerfrei; der Rest (= 96 €) ist steuerpflichtig. 10.3.13 Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit Steuerfrei sind die Zuschläge für tatsächlich geleistete •• Nachtarbeit: grundsätzlich 25 % (grundsätzlich die Zeit von 20:00 Uhr bis 6:00 Uhr), •• Sonntagsarbeit: grundsätzlich 50 %, •• Feiertagsarbeit: grundsätzlich 125 % oder 150 %. Beachten Sie: Bei Nachtarbeit sind die Besonderheiten des § 3b Abs. 3 EStG zu beachten. Praxishinweis: Es sind Einzelaufzeichnungen zu führen; ein pauschaler Zuschlag ist in der Regel nicht möglich. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 126 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 127 10 Der Arbeitslohn im Detail126 Bemessungsgrundlage ist hierbei der Grundlohn. Dieser ist aber auf 50 Euro gedeckelt. Beachten Sie: In der Sozialversicherung ist auch der Grundlohn Bemessungsgrundlage für die Zuschläge (max. aber 25 €). Beispiel: Nachtzuschlag Der Arbeitnehmer Nachtschwärmer erhält für eine 38-Stunden-Woche einen monatlichen Lohn von 4.000 €. Am 14.05.2010 muss er auch von 22:00 Uhr bis 04:00 Uhr arbeiten. Hierfür erhält er einen Zuschlag von 60 €. Liegt steuerfreier Arbeitslohn vor? Die Arbeitszeit von 22:00 Uhr bis 04:00 Uhr ist für Nachtschwärmer Nachtarbeit. Ein steuerfreier Zuschlag von 25 % auf den Grundlohn wäre möglich. Da die Nachtarbeit vor 0:00 Uhr beginnt, kann der Arbeitgeber für die Zeit von 0:00  Uhr bis 04:00  Uhr sogar einen steuerfreien Zuschlag von 40 % auf den Grundlohn bezahlen. Der maßgebende Grundlohn beträgt: 4.000 €/(38 Std. × 4,35 Wochen/Monat) = 24,20 € Stundenlohn Der steuerfreie Zuschlag am 14.05.09 für die Zeit von 22:00 bis 0:00  Uhr beträgt: 24,20 € × 25 % × 2 Std. = 12,10 €. Der steuerfreie Zuschlag am 15.05.09 für die Zeit von 0:00 bis 04:00  Uhr beträgt: 24,20 € × 40 % × 4 Std. = 38,72 €. Der steuerfreie Zuschlag beträgt also insgesamt: 12,10 € + 38,72 € = 50,82 € Damit muss Nachtschwärmer 9,18 € (60,00 € – 50,82 €) versteuern. 10.4 Sachlohn 10.4.1 Übersicht Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis zufließen (= Arbeitslohn) Bargeld (= Barlohn) Sachzuwendungen (= Sachlohn) Bewertung des Sachlohns Bar- und Sachlohn Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 126 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 127 10.4 Sachlohn 127 Zum Arbeitslohn zählen nicht nur alle Geldzuwendungen des Arbeitgebers, sondern auch alle Sachzuwendungen (z. B. Überlassung eines Pkws, einer Wohnung, eines Präsentkorbs). Bei Sachlohn stellt sich aber die Frage, was dieser wert ist, d. h. wie er zu bewerten ist. Bei Sachlohn ist der Geldwert maßgebend. Deshalb wird bei Sachlohn auch von „geldwerten Vorteilen“ gesprochen. Für die Ermittlung des Geldwerts gibt es drei verschiedene Bewertungsverfahren (siehe folgende Abbildung). Besondere Bewertungsvorschriften Rabatt-Freibetrag Pkw-Überlassung Amtliche Sachbezugswerte Einzelbewertung Bewertung von Sachlohn Besondere Bewertungsvorschriften Wenn Sachlohn zu bewerten ist, muss zuerst geprüft werden, ob es hierfür eine besondere Bewertungsvorschrift gibt. Dies ist der Fall •• bei der Überlassung von Waren und Dienstleistungen aus dem Sortiment des Arbeitgebers (= Rabatt-Freibetrag, § 8 Abs. 3 EStG) und •• bei der Pkw-Gestellung (§ 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG). Amtliche Sachbezugswerte Greift keine besondere Bewertungsvorschrift, so ist noch zu prüfen, ob die Bewertung nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) zu erfolgen hat (§ 8 Abs. 2 Sätze 6 und 7 EStG). Dies ist z. B. bei der Überlassung von Mahlzeiten bzw. Unterkünften der Fall. Einzelbewertung Liegt keine besondere Bewertungsvorschrift und keine Bewertung nach den amtlichen Sachbezugswerten vor, erfolgt eine Einzelbewertung. Bei verbilligter Überlassung ist der Unterschiedsbetrag zwischen geldwertem Vorteil und Zuzahlung anzusetzen (R 8.1 Abs. 1 Satz 3 LStR). Geldwert maßgebend Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 128 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 129 10 Der Arbeitslohn im Detail128 Beispiel: Zuzahlung Der Arbeitnehmer Huber kauft von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen (geldwerter Vorteil: 10.000 €). Er muss 4.000 € dafür bezahlen. Als Arbeitslohn muss Huber die Differenz zwischen dem geldwerten Vorteil und der Zuzahlung versteuern; hier 6.000 €. 10.4.2 Personalrabatte Für die Anwendung von § 8 Abs. 3 EStG –Personalrabatte – müssen alle der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: •• Die Zuwendung muss aufgrund des Dienstverhältnisses erfolgen. •• Bei den Zuwendungen muss es sich um Waren oder Dienstleistungen handeln, die nicht überwiegend für den Arbeitnehmer hergestellt werden. •• Es darf keine Pauschalierung nach § 40 EStG vorgenommen worden sein. Der Arbeitslohn ermittelt sich dann nach folgendem Schema: Bruttopreis an Letztverbraucher – 4 % Pauschalabschlag = Geldwert – Zuzahlung des Arbeitnehmers = Sachbezug Der geldwerte Vorteil bleibt außer Ansatz, wenn der (jährliche) Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro greift. Praxishinweis: Eine Barlohnumwandlung, um den Rabattfreibetrag zu erhalten, ist nicht möglich (BFH vom 06.03.2008 – VI R 6/05). Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils beim Erwerb von Kraftfahrzeugen vom Arbeitgeber in der Automobilbranche vgl. BMF v. 18.12.2009, Az.: IV C 5 – S 2334/09/10006. Rabattfreibetrag Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 128 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 129 10.4 Sachlohn 129 10.4.3 Private Pkw-Nutzung3 Überlassung eines Pkws durch den Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer für Dienstreisen (Auswärtstätigkeit) für private Fahrten (z. B. Urlaub) für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitstätte für Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung kein Arbeitslohn Arbeitslohn Pkw-Nutzung Die Überlassung eines Pkws durch den Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer stellt nur dann Arbeitslohn dar, wenn der Pkw für Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung eingesetzt wird. Wie aber wird dieser Sachlohn/geldwerte Vorteil bewertet? Die Bewertung hängt davon ab, •• ob ein Fahrtenbuch geführt und •• für welche Fahrten der überlassene Pkw genutzt wird. Eine Zusammenfassung der Bewertungsvorschriften zur Pkw-Gestellung zeigt Ihnen die folgende Abbildung: 1%-Methode Fahrtenbuch-Methode Bewertung Pkw-Gestellung 1 % x Bruttolistenpreis x Monate anteilige Kosten x gefahrene Kilometer lt. Fahrtenbuch Privatfahrten 0,03 % x Bruttolistenpreis x Entfernungskilometer x Monate anteilige Kosten x gefahrene Kilometer lt. Fahrtenbuch Fahrten Wohnung–Arbeit anteilige Kosten x gefahrene Kilometer lt. Fahrtenbuch 0,002 % x Bruttolistenpreis x Entfernungskilometer x Fahrten Familienheimfahrten Bewertung Pkw-Nutzung 3 Umfassende Darstellung der Rechtslage durch Schröder in NWB 10/2009, S. 710 Bewertung Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 130 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 131 10 Der Arbeitslohn im Detail130 Beachten Sie: Bei Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung ist eine Familienheimfahrt stets lohnsteuerfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 5 i. V.m. § 9 Abs. 2 Satz 7 EStG). Beispiel: Pkw-Gestellung Der Arbeitnehmer Schnorrer benutzt zulässigerweise den betrieblichen Pkw auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (220 Arbeitstage; 30 Entfernungskilometer) und für Privatfahrten. Dem Arbeitgeber entstanden für den Pkw folgende Aufwendungen: •• Brutto-AfA (1/8 v. 20.000 €) 2.500 € (vgl. H 8.1 [9–10] „Gesamtkosten“ LStH) •• laufende Kosten 3.500 € Die Jahresfahrleistung beträgt 20.000 km. Davon entfallen auf die Privatfahrten (laut ordnungsgemäßem Fahrtenbuch) 6.000 km und auf Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte 9.000 km. Der Bruttolistenneupreis betrug 23.400 €. Da hier ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch vorliegt, ist der geldwerte Vorteil entweder mit der Pauschal- oder der Fahrtenbuchmethode zu ermitteln: a) 1 %-Methode Privatfahrten: 1 % × 23.400 € × 12 Monate = 2.808 € Fahrten Wohnung – Arbeit: 0,03 % v. 23.400 € × 30 km × 12 Monate = 2.527,20 € = insgesamt 5.335,20 € b) Fahrtenbuchmethode (Abschreibung + lfd. Kosten)/20.000 km = Kosten pro km = (2.500 € + 3.500 €)/20.000 km = 0,30 €/km Privatfahrten: 6.000 km × 0,30 €/km = 1.800 € Fahrten Wohnung – Arbeit: 9.000 € × 0,30 €/km = 2.700 € = insgesamt 4.500,00 € Der Arbeitnehmer muss als Sachlohn 4.500,00 € versteuern und der Sozialversicherung unterwerfen. Bei den Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte besteht noch die Möglichkeit einer Pauschalierung nach § 40 Abs. 2 S. 2 EStG in Höhe der Entfernungspauschale: 220 Arbeitstage × 0,30 € × 30 km = 1.980 €. Soweit sich der Arbeitgeber für eine Pauschalierung entscheidet, entfällt die Sozialversicherungspflicht. 10.4.3.1 Abgrenzung zur verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) Bei Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH stellt sich immer wieder die Frage, ob die private Nutzung des Firmen-Pkws eine verdeckte Gewinnausschüttung oder einen geldwerten Vorteil darstellt. Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist nichts anderes als Einkünfte aus Kapitalvermögen, wie zum Beispiel Zinsen oder Dividenden. Ist die private Nutzung im Anstellungsvertrag ausdrücklich gestattet, liegt keine vGA, sondern ein geldwerter Vorteil vor (u. a. BFH vom 23.04.2009 – VI R 81/06 und BFH vom 23.04.2009 – VI B 118/08). Geldwerter Vorteil Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 130 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 131 10.4 Sachlohn 131 Ist die private Nutzung im Anstellungsvertrag ausdrücklich ausgeschlossen, wird der Firmen-Pkw aber dennoch für Privatfahrten genutzt, liegt grundsätzlich eine vGA vor (u. a. BFH vom 23.01.2008 – I R 8/06 und BFH vom 23.04.2009 – VI B 118/08). 10.4.3.2 Ansatz von Privatfahrten als Arbeitslohn Ein geldwerter Vorteil ist grundsätzlich immer anzusetzen, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Pkw zur dauerhaften Nutzung überlässt – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Rechtsprechung zum Ansatz als Arbeitslohn: Die allgemeine Lebenserfahrung spricht dafür, dass ein vom Arbeitgeber dauerhaft überlassener Pkw vom Arbeitnehmer auch privat genutzt wird (BFH vom 28.08.2008 – VI R 52/07 und BFH v. 22.12.2009 – VI B 79/09). Diesen Anscheinsbeweis kann der Arbeitgeber aber entkräften, indem er ein schriftliches Nutzungsverbot ausspricht und dieses überwacht (BFH vom 07.11.2006 – VI R 19/05, BStBl. 2007 II, S. 116). 10.4.3.3 Ansatz Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte als Arbeitslohn Der Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte setzt voraus, dass der Arbeitnehmer auch eine Arbeitsstätte im steuerlichen Sinne hat. Rechtsprechung zum Begriff „Arbeitsstätte“: •• Sucht ein Arbeitnehmer mindestens einmal wöchentlich den Betriebssitz seines Arbeitgebers auf, so ist der Betriebssitz eine (regelmäßige) Arbeitsstätte (vgl. BFH vom 04.04.2008 – VI R 85/04). •• Der Betrieb eines Kunden ist keine regelmäßige Arbeitsstätte, auch wenn der Arbeitseinsatz länger dauert (BFH vom 10.07.2008 – VI R 21/07). Wenn der Arbeitnehmer eine Arbeitsstätte im steuerlichen Sinne hat, ist der Zuschlag bei der Pauschalmethode grundsätzlich immer anzusetzen. Ob der Arbeitnehmer den Pkw auch tatsächlich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzt, ist nach Verwaltungsmeinung nicht maßgebend. Vielmehr wird auf die abstrakte mögliche Nutzung abgestellt.4 Gegenteilige Rechtsprechung hierzu: Wenn der Arbeitnehmer durch eine Jahres-Bahnfahrkarte nachweist, dass er den Pkw nicht für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt hat, unterbleibt ein Ansatz als Arbeitslohn (BFH vom 28.08.2008 – VI R 52/07)4. 4 Keine Anwendung des Urteils über den entschiedenen Urteilsfall hinaus (Nichtanwendungsschreiben des BMF vom 12.03.2009) vGA Pauschalmethode Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 132 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 133 10 Der Arbeitslohn im Detail132 Wird hingegen die Fahrtenbuchmethode angewandt, lässt sich anhand des Fahrtenbuchs zweifelsfrei feststellen, ob der Arbeitnehmer auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte getätigt hat oder nicht. Diese Feststellung ist bei der Ermittlung des Arbeitslohns auch maßgebend. Der Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte fällt nach Verwaltungsmeinung auch bei gelegentlicher Nutzung oder bei Nutzung für Teilstrecken an.5 6 Gegenteilige Rechtsprechung hierzu: Nach Meinung des Bundesfinanzhofs ist bei gelegentlichen Fahrten, also zum Beispiel bei nur einer Fahrt pro Woche, nicht der pauschale Monatswert anzusetzen. Stattdessen ist ein geldwerter Vorteil für jede tatsächlich durchgeführte Fahrt zu versteuern:6 •• bei gelegentlichen Fahrten: 0,002 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer •• bei Teilstrecken nur die tatsächlich gefahrene Teilstrecke mit monatlich 0,03 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer 10.4.3.4 Pauschalmethode Maßgebend ist immer der auf volle 100 Euro abgerundete Bruttolistenpreis. Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist stets von der kürzesten Straßenverbindung auszugehen. Auch bei gebrauchten Pkws oder bei der Überlassung von Kombinationsfahrzeugen ist der geldwerte Vorteil mit dem Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung anzusetzen. Rechtsprechung zum Begriff „Bruttolistenneupreis“: •• Ein geldwerter Vorteil entsteht auch bei der Nutzung von Kombinationsfahrzeugen, Geländewagen, Pick-ups und Wohnmobilen (BFH vom 13.02.2003 – X R 23/01, BStBl. 2003 II S. 472). Das Ministerium der Finanzen des Saarlandes begrenzt aber in solchen Fällen den Bruttolistenpreis auf 80.000 Euro (Erlass vom 29.01.2003). •• Kein geldwerter Vorteil ist grundsätzlich für ein Fahrzeug anzusetzen, das aufgrund seiner objektiven Beschaffenheit und Einrichtung typischerweise so gut wie ausschließlich zur Beförderung von Gütern bestimmt ist, z. B. Werkstattwagen (BFH vom 18.12.2008 – VI R 34/07). •• Der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung ist auch dann anzusetzen, wenn der Arbeitgeber den Pkw gebraucht erworben hat (BFH vom 18.12.2007 – XI B 178/06). 5 BMF-Schreiben vom 23.10.2008 – IV C 5 – S 2334/08/10010 6 BFH vom 04.04.2008 – VI R 68/05 Nichtanwendungserlass des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom 23.10.2008 – IV C 5 – S 2334/08/10010) Fahrtenbuchmethode Grundlagen Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 132 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 133 10.4 Sachlohn 133 Wird dem Arbeitnehmer der Pkw nur gelegentlich (= max. fünf Tage im Kalendermonat) zur Privatnutzung oder für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte überlassen, ist der geldwerte Vorteil mit 0,001 % des Bruttolistenpreises zu bewerten.7 Zum Nachweis der Fahrtstrecke müssen die Kilometerstände festgehalten werden. Beispiel: Kurzzeitige Überlassung Dem Arbeitnehmer Kurzweilig wird von seinem Arbeitgeber für ein verlängertes Wochenende im Juli (= 4 Tage) ausnahmsweise ein Pkw überlassen. Er fährt damit 1.000 km privat. Der Bruttolistenneupreis betrug 23.400 €. Statt der Bewertung nach § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG erfolgt bei einer gelegentlichen Pkw-Gestellung (max. 5 Tage im Monat) die Bewertung aus Billigkeitsgründen wie folgt: 0,001 % × 23.400 € × 1.000 km = 234 €. Als geldwerter Vorteil sind maximal die entstandenen Kosten anzusetzen. Liegt der nach § 8 Abs. 2 EStG ermittelte geldwerte Vorteil darüber, sind die entstandenen Kosten als geldwerter Vorteil anzusetzen.8 Rechtsprechung zur Nutzung mehrerer Fahrzeuge: •• Nutzt ein Arbeitnehmer mehrere Pkws nebeneinander und befinden sich in seiner Privatsphäre Personen, die diese Pkws auch nutzen können, so ist für jeden einzelnen Pkw ein geldwerter Vorteil anzusetzen (analog BMF vom 21.01.2002, BStBl I 2002 S. 148, Tz. 9 und 10).8 •• Bei der Nutzung mehrerer Pkws nacheinander ist auf den im Monat überwiegend genutzten Pkw abzustellen (BMF, Merkblatt für Arbeitgeber vom 01.12.1995, A. II. 1. Buchstabe b, BStBl. 1995 I, S. 719). 10.4.3.5 Fahrtenbuchmethode Die Fahrtenbuchmethode setzt ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch voraus. Rechtsprechung zum Fahrtenbuch: •• Die erforderlichen Angaben müssen sich dem Fahrtenbuch selbst entnehmen lassen. Ein Verweis auf ergänzende Unterlagen ist grundsätzlich nicht möglich (BFH vom 16.03.2006, BStBl II S. 625). •• Weisen die Fahrtenbücher inhaltliche Unregelmäßigkeiten auf, kann dies die Richtigkeit der Kilometerangaben infrage stellen (BFH-Urteil in BFHE 212, 546, BStBl. 2006 II S. 625). 7 Vgl. auch BMF vom 28.05.1996, BStBl. 1996 I S. 654, Abschn. I, 3 Buchstabe b; für die umsatzsteuerlichen Auswirkungen vgl. BMF vom 27.08.2004, BStBl. 2004 I S. 864, Tz. 4.2.2.3. 8 Anders: FG Münster vom 29.04.2008 – 6 K 2405/07 E Gelegentliche Nutzung Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 134 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 135 10 Der Arbeitslohn im Detail134 •• Nachträgliche Computerausdrucke zur Unterstützung der handschriftlichen Aufzeichnungen sind zulässig (FG Berlin-Brandenburg v. 14.04.2010, Az.: 12 K 12047/09, Revision eingelegt). •• Kleine Mängel bei den Aufzeichnungen im Fahrtenbuch führen nicht zu dessen Verwerfung (BFH vom 10.04.2008, VI R 38/06). •• Abweichungen der Streckenlängen von den Ergebnissen eines Routenplaners führen bei einer Quote von 1,5 % nicht zur Verwerfung des Fahrtenbuchs; im großstädtischen Verkehr sind sogar größere Abweichungen möglich (FG Düsseldorf vom 07.11.2008). •• In die Gesamtkosten des Pkws gehen auch die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Aufwendungen ein und erhöhen damit den geldwerten Vorteil. Gleichzeitig stellen diese Aufwendungen Werbungskosten dar (BFH v. 18.10.2007, VI R 57/06).9 Nach Verwaltungsmeinung hingegen gehen diese Aufwendungen nicht in die Gesamtkosten mit ein und stellen keine Werbungskosten dar (R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 LStR). 10.4.3.6 Zuzahlungen9 Ein Nutzungsentgelt mindert den geldwerten Vorteil.10 Rechtsprechung zum Begriff „Zuzahlung“: •• Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten sind Werbungskosten, selbst wenn der Arbeitslohn nach der Pauschalmethode ermittelt wird (BFH vom 18.10.2007 – VI R 59/06). Der BFH sieht in der Zuzahlung den Erwerb eines Nutzungsrechts, für welches AfA vorzunehmen ist; lediglich die AfA stellt nach Meinung des BFH Werbungskosten dar. •• Bei der Fahrtenbuchmethode können selbst getragene Kraftfahrzeugkosten als Werbungskosten (= Aufwendungen zum Erwerb des Nutzungsvorteils) angesetzt werden, nicht aber bei der pauschalen 1 %-Methode (BFH vom 18.10.2007 – VI R 57/06).10 Nach Meinung des BFH sind die vom Arbeitnehmer getragenen Kosten aber bei der Ermittlung der Gesamtkosten zu berücksichtigen. 10.4.4 Sachbezugsbewertung Sachbezüge, für die die Sozialversicherungsentgeltverordnung pauschale Werte vorgibt, sind mit diesen Werten anzusetzen. Die SvEV gilt für folgende geldwerte Vorteile: •• freie Verpflegung (§ 2 Abs. 1 SvEV) vgl. R 8.1 Abs. 7 und 8 LStR 9 Keine Anwendung des Urteils über den entschiedenen Urteilsfall  hinaus (Nichtanwendungsschreiben des BMF vom 06.02.2009, IV C 5 – S 2334/08/1003) 10 Nichtanwendungsschreiben des BMF vom 06.02.2009 (IV C 5 – S 2334/08/10003) Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 134 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 135 10.4 Sachlohn 135 Die einzelnen Mahlzeiten sind mit einem festen Wert anzusetzen. Jeder einzelne Tag ist mit 1/30 anzusetzen (§ 2 Abs. 6 SvEV): Frühstück: pro Tag 1,56 € Mittagessen: pro Tag 2,83 € Abendessen: pro Tag 2,83 € Abgabe von Mahlzeiten Arbeitgeber = Restaurant Arbeitgeber ≠ Restaurant Bewertung nach § 8 Abs. 3 EStG mit 96 % des Bruttopreises • Abgabe in der betriebseigenen Kantine (R 8.1 Abs. 7 Nr. 1 LStR) • Abgabe in einer Gaststätte, an die der Arbeitgeber Zuschüsse leistet (R 8.1 Abs. 7 Nr. 2 LStR) Bewertung mit dem Sachbezugswert • Mahlzeiten anlässlich Auswärtstätigkeit (R 8.1 Abs. 8 Nr. 2 LStR) Bewertung von Mahlzeiten Rechtsprechung zu Mahlzeiten: Mahlzeiten anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung sind mit dem tatsächlichen Wert und nicht mit dem Wert laut Sozialversicherungsentgeltverordnung anzusetzen (BFH vom 19.11.2008 – VI R 80/06; ebenso: BFH vom 06.02.1987 – VI R 24/84; vgl. auch BMF vom 13.07.2009 – IV C 5 – S 2334/08/10013). •• freie Unterkunft (§ 2 Abs. 3 SvEV) vgl. R 8.1 Abs. 5 LStR Mit 204 Euro pauschal festgelegter Wert. Dieser Wert verringert sich bei Belegung der Unterkunft mit mehreren Beschäftigten. Beachten Sie: Bei Wohnungen erfolgt die Bewertung mit der ortsüblichen Miete abzüglich der Zuzahlungen des Arbeitnehmers (§ 8 Abs. 2 Satz 1 EStG). Sonstige Sachbezüge Sonstige Sachbezüge sind mit 96 % ihres ortsüblichen Endpreises anzusetzen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 136 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 137 10 Der Arbeitslohn im Detail136 Soweit alle sonstigen Sachbezüge in einem Monat 44 Euro nicht überschreiten, bleiben sie komplett außer Ansatz. Überschreitet die Summe der Sachbezüge die Freigrenze von 44 Euro, sind alle zu versteuern. Beispiel: Freigrenze Der Arbeitnehmer Birthday erhält von seinem Arbeitgeber anlässlich seines Geburtstags einen Blumenstock im Wert von 45 €. Da der Blumenstock einen Wert von über 40 € hat, liegt keine Aufmerksamkeit vor, sondern Arbeitslohn i.S.d. § 8 Abs. 1 EStG. Der Blumenstock ist mit 96 % des ortsüblichen Endpreises zu bewerten: 96 % von 45 € = 43,20 €. Da der geldwerte Vorteil unter der 44-Euro-Grenze liegt, unterbleibt eine Besteuerung. Beachten Sie: Nach § 37b EStG bzw. § 40 EStG pauschal versteuerte Sachbezüge bleiben bei der Überprüfung der Freigrenze außen vor (vgl. BMF-Schreiben vom 29.04.2008, BStBl. 2008 I, S. 566). 10.4.5 Darlehen Der geldwerte Vorteil bemisst sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem marktüblichen Zins und dem Zins, den der Arbeitnehmer zahlt. Hier findet die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG Anwendung. Nicht unter die Regelung fallen •• Reisekostenvorschüsse und •• vorschüssiger Auslagenersatz (vgl. hierzu Rz. 2 des BMF-Schreibens vom 01.10.2008) Die bisherige Freigrenze von 2.600 Euro gilt, entgegen den Lohnsteuerrichtlinien 2008, weiterhin (vgl. BMF vom 01.10.2008). 10.4.6 Warengutscheine Auf dem Warengutschein müssen Art und Menge der Waren konkret bezeichnet werden. Die Angabe eines Höchst- oder Geldbetrags ist schädlich. Es liegt Barlohn vor, wenn Tankstellenkarten ausgegeben werden und die Mitarbeiter den 44 Euro übersteigenden Betrag selbst tragen müssen. Praxishinweis: Für Details zu Tankkarten/Tankgutscheinen vgl. OFD-Verfügung vom 24.04.2008 – S 2334 – 281 – StO 212. Freigrenze Inhalt Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 136 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 137 10.4 Sachlohn 137 Beispiel: Warengutscheine Der Arbeitnehmer Fleißig erhält von seinem Arbeitgeber einen Warengutschein für die Drogerie Douglas. Auf dem Gutschein steht: „Gutschein für ein Parfüm. Begrenzt auf 40 €“. Da auf dem Gutschein ein Geldbetrag vermerkt ist, liegt Barlohn vor. Der Gutschein ist in vollem Umfang lohnsteuerpflichtig. 10.4.7 Bonuspunkte zur Kundenbindung Stammen Bonuspunkte aus dienstlichen Einkäufen und werden sie für private Einkäufe verwendet, stellen sie grundsätzlich Arbeitslohn dar. •• Bonuspunkte werden in Geld ausgezahlt: Zufluss von (Bar-)Arbeitslohn bei Einkauf bzw. Gutschrift •• Bonuspunkte für Dienstleistungen werden als Sachprämie ausgezahlt: Steuerfrei bis zu 1.080 Euro (§ 3 Nr. 38 EStG); der 1.080 Euro übersteigende Betrag kann vom Prämienanbieter pauschal versteuert werden (§ 37a EStG). •• Bonuspunkte für Wareneinkäufe werden als Sachprämie ausgezahlt: Zufluss von Arbeitslohn zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Bonuspunkte (Vgl. hierzu auch Finanzministerium Saarland vom 24.10.2005 NWB Nr. 28 Fach 6, S. 4951) Beachten Sie: Nach der Verfügung der OFD Hannover vom 09.01.2009 (S 2297 a – 1 StO 214) sollen Lohnsteueraußenprüfer verstärkt auf solche Sachverhalte achten. Auszahlungsmöglichkeiten Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 138 Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Crashkurs Lohn- und Gehaltsabrechnung Hersteller: Frau Deuringer Stand: 05.05.2011 Status: Druckdaten Seite 139 11 Reisekosten 11.1 Grundlagen Im Rahmen der Reisekostenabrechnung sind folgende Punkte zu beachten: •• Alles, was der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Rahmen der Reisekostenerstattung zahlt, ist nach § 3 Nr. 13 bzw. 16 EStG steuerund sozialversicherungsfreier Arbeitslohn, soweit die gesetzlichen Höchstgrenzen eingehalten werden. Es sollte daher zuerst geprüft werden, in welcher Höhe eine Reisekostenerstattung erfolgen kann. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit einer Pauschalierung in Höhe von 25 %. Hierdurch tritt Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung ein. •• Die Reisekostenabrechnung kann im Rahmen der Lohnbuchhaltung oder durch ein separates Reisekostenabrechnungsprogramm abgewickelt werden. •• Der Arbeitnehmer sollte die Reisekostenabrechnungen auf speziellen Vordrucken vornehmen. •• Auch bei Reisekostenabrechnungen sollte auf die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs für den Arbeitgeber geachtet werden. 11.2 Wann liegt eine Dienstreise vor? Eine Auswärtstätigkeit (Dienstreise) liegt vor, wenn der Arbeitnehmer •• vorübergehend •• außerhalb seiner Wohnung und an keiner seiner regelmäßigen Arbeitsstätten •• beruflich tätig wird. Beachten Sie: Die „Dreimonatsfrist“ ist zum 01.01.2008 weggefallen. 11.2.1 Erläuterungen zu „vorübergehend“ „Vorübergehend“ bedeutet im Reisekostenrecht, dass der Arbeitnehmer nach Beendigung seiner Auswärtstätigkeit zu seiner regelmäßigen Arbeitsstätte zurückkehren kann. Der Zeitraum kann dabei sehr kurz, aber Behandlung Abwicklung Rückkehr maßgebend

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Zusammenfassung

Alles sicher im Griff.

Der schnelle Einstieg

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- Basiswissen: Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Lohnsteuerrecht

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- Sonderfälle: geringfügig Beschäftigte, Rentner, Studenten

- Arbeitslohn: steuerfreier und pauschal zu versteuernder Arbeitslohn, Sachlohn, Zuwendungen

- Reisekostenabrechnungen: schnell und sicher buchen

- Betriebsprüfungen der Sozial- und Finanzverwaltung: so prüft der Fiskus

- Alle Lohnbestandteile sicher im Griff

Der Autor

Gerhard C. Girlich, Diplom Finanzwirt (FH), ist in der bayerischen Finanzverwaltung tätig. Er unterrichtet seit mehreren Jahren an verschiedenen Bildungseinrichtungen Steuerrecht und Buchführung und ist Autor von zahlreichen Büchern und Fachpublikationen.