5 Einführung in die Umsatzsteuer in:

Gerhard C. Girlich

Buchführung in der Praxis, page 54 - 76

Kontenrahmen, Umsatzsteuer, Anlagevermögen, Betriebsausgaben, Gewinnberechnung

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3926-7, ISBN online: 978-3-8006-3927-4, https://doi.org/10.15358/9783800639274_54

Series: Vahlen Praxis

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Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 57 5 Einführung in die Umsatzsteuer Als Nächstes müssen wir uns kurz über die wichtigste betriebliche Steuer unterhalten: Die Umsatzsteuer ist nicht nur die größte Einnahmequelle des Staates, sondern auch die Steuer, mit der Sie in der Buchhaltung am häufigsten zu tun haben. Wer wenn nicht Sie – als BuchhalterIn – sehen alle Rechnungen und müssen beurteilen, ob alles gesetzeskonform abläuft. Praxis-Hinweis Bitte erschrecken Sie nicht, aber die Umsatzsteuer ist eine sehr formalistische Steuer. 5.1 Die Umsatzsteuer in der Bundesrepublik Deutschland Der offizielle Name der Steuer ist Umsatzsteuer; lediglich der Volksmund spricht von Mehrwertsteuer . Fakt ist: Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer meinen ein und dieselbe Steuer. Die Umsatzsteuer (USt) ist mit einem Anteil von ca. 30 % am gesamten Steueraufkommen die wichtigste Steuer in Deutschland. Gemäß Art. 106 Grundgesetz (GG) steht diese Steuer sowohl dem Bund, als auch den Bundesländern zu. Einen kleinen Anteil am USt-Aufkommen erhalten die Gemeinden. Die Umsatzsteuer ist im Umsatzsteuergesetz (UStG), in der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV) und dem Umsatzsteueranwendungserlass (USt-AE) geregelt. Praxis-Tipp Im Internet finden Sie die Gesetze auf folgender Seite: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ustg_1980/ Da das Gesetz und die Durchführungsverordnung sehr allgemein gehalten sind, werfen sie mehr Fragen auf, als sie klären. Es gibt daher noch weitere Möglichkeiten, um sich über die Umsatzsteuer zu informieren : • In den Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF ), die im Bundessteuerblatt (BStBl I) veröffentlicht werden, nimmt das BMF zu offenen Fragen Stellung. Hierbei handelt es sich aber lediglich um die Auffassung der Finanzverwaltung, ohne dass diese für die Gerichte bindend ist. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 58 5 Einführung in die Umsatzsteuer58 Praxis-Tipp Im Internet finden Sie die BMF-Schreiben auf folgender Seite: http://www.bundessteuerblatt.de. • In Kommentaren und Aufsätzen zum Umsatzsteuergesetz versuchen verschiedene Autoren (meistens Wissenschaftler) Antworten auf die offenen Fragen zu geben. Die in den Kommentaren und Aufsätzen dargestellte Meinung ist aber für niemanden verbindlich. • Wenn zwischen der Verwaltung und den Bürgern Differenzen bestehen, müssen die Gerichte (Finanzgerichte, Bundesfinanzhof) über den Fall befinden. Deren Entscheidungen sind Einzelfallentscheidungen und auch nur für den Einzelfall bindend. 5.2 Das System der Umsatzsteuer Lassen Sie uns das System der Umsatzsteuer an Hand des folgenden Schaubildes erarbeiten (siehe Abbildung 40). Reifenhändler Werkstatt Kunde Verkauf von Reifen für 1.000 € zzgl. USt Finanzamt Verkauf von Reifen für 2.000 € zzgl. USt Umsatzsteuer Vorsteuer Abbildung 40 : Das System der Umsatzsteuer Zu Umsatzsteuer: Ein Unternehmer unterliegt grundsätzlich mit all seinen Umsätzen der Umsatzsteuer , d. h. 19 % bzw. 7 % des Nettoumsatzes muss er an das Finanzamt abführen. Zu Vorsteuer: Wenn ein Unternehmer eine Rechnung bezahlt hat, in der Umsatzsteuer ausgewiesen wurde, erhält er grundsätzlich die bezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt zurück. Diese Erstattung wird als Vorsteuer bezeichnet. Mit der Umsatzsteuer soll grundsätzlich nur der Endverbraucher belastet werden, d. h. der (private) Käufer der Waren. Eine Belastung der Produzenten soll vermieden werden, da sich sonst die Produkte unnötig verteuern würden. Die einzelnen Elemente der Umsatzsteuer können folgendermaßen beschrieben werden: Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 59 5.2 Das System der Umsatzsteuer 59 • Für jeden Umsatz eines Unternehmers ist eine Rechnung mit Umsatzsteuer zu stellen. • Bei einer Abrechnung durch eine Privatperson darf keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden. • Ist der Verkäufer ein Unternehmer, ist die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. • Ist der Verkäufer kein Unternehmer, ist grundsätzlich keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. • Ist der Abnehmer ein Unternehmer, kann er sich die Umsatzsteuer, die er bezahlt hat, vom Finanzamt zurückholen. Die bezahlte Umsatzsteuer nennt man Vorsteuer. • Ist der Abnehmer eine Privatperson, kann er sich die Umsatzsteuer nicht zurückholen (= Belastung des Endverbrauchers). Praxis-Hinweis Nur so genannte Regelbesteuerer müssen Umsatzsteuer in Rechnung stellen und können Vorsteuer geltend machen. Als Nächstes schauen wir uns die Regelungen des Umsatzsteuergesetzes etwas näher an. Betrachten Sie zur Unterstützung die Abbildung 41. Leistungen eines Unternehmers im Rahmen seines Unternehmens: – Lieferung im Rahmen eines Leistungsaustausch – sonstige Leistung im Rahmen eines Leistungsaustausch – unentgeltliche Wertabgabe Ist der Ort der Leistung im Inland ? JA NEIN Ist die Leistung steuerfrei nach §4 UStG? JA NEIN – Steuersatz 7% oder 19% – Bemessungsgrundlage nicht steuerbar ⇒ Keine Ust steuerfrei ⇒ Keine Ust Abbildung 41 : Regelung des Umsatzsteuergesetzes Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 60 5 Einführung in die Umsatzsteuer60 5.3 Wer muss Umsatzsteuer bezahlen? In Deutschland müssen grundsätzlich nur Unternehmer Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Es stellt sich also die Frage: Wer ist Unternehmer? Eine Antwort hierauf gibt Abbildung 42. Abbildung 42 : Wer ist Unternehmer? Unternehmer im Sinne des UStG ist jeder, der • seine Tätigkeit selbstständig ausführt, d. h. in keinem Angestelltenverhältnis beschäftigt ist und • seine Tätigkeit mit Wiederholungsabsicht, d. h. nachhaltig, ausübt und • sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt, d. h. nach außen auftritt und Werbung für sich macht und • seine Tätigkeit mit Einnahmeerzielungsabsicht ausübt. Praxis-Beispiel: Unternehmer Liegt in den folgenden Fällen ein Unternehmer vor ? • Klaus Kleinlich verkauft ab und zu auf dem Flohmarkt seine ausrangierten Kleidungsstücke und seine alten Spielsachen. • Carin Comp verkauft über e-Bay regelmäßig die alten Spielsachen ihrer Kinder. Sie ist auch immer bereit, Kindersachen ihrer Freundinnen zu versteigern. Da Klaus Kleinlich nicht regelmäßig auf Flohmärkten Gegenstände verkauft, liegen keine Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr und keine Nachhaltigkeit vor. Kleinlich ist daher kein Unternehmer. Carin Comp wird unternehmerisch tätig. Ihre Verkäufe über e-Bay überschreiten die Privatsphäre, da sie regelmäßig, nachhaltig und mit Wiederholungsabsicht erfolgen. Die Unternehmereigenschaft wäre auch dann gegeben, wenn Frau Comp nur ihre eigenen Sachen verkaufen würde. Zum Unternehmen eines Unternehmers gehören alle Betätigungen, welche die oben aufgeführten Eigenschaften aufweisen (§ 2 Abs. 1 Satz 2 UStG). Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 61 5.3 Wer muss Umsatzsteuer bezahlen? 61 Praxis-Beispiel: Umfang eines Unternehmens Wie viele Unternehmen im Sinne des UStG liegen hier vor ? Richard Regen betreibt in Hamburg als e. K. eine Textilfabrik, in Dortmund eine Unternehmensberatung zusammen mit einem Partner als GdbR, in Freising als Einzelunternehmer eine Milchfabrik und in Rostock eine Schiffswerft in der Rechtsform einer GmbH. Alle gewerblichen oder beruflichen Tätigkeiten, die ein Unternehmer nachhaltig und selbstständig ausübt, gehören zum Unternehmen. Sofern die unternehmerische Tätigkeit in unterschiedlichen Rechtsformen ausgeübt wird (GdbR, GmbH, AG, KG, Einzelunternehmer etc.) und jede Rechtsform unternehmerfähig ist, liegt jeweils ein eigenständiges Unternehmen vor. Sowohl der Einzelunternehmer Regen als auch die GdbR und die GmbH sind unternehmensfähig. Damit ergibt sich Folgendes: Unternehmer Umfang des Unternehmens Einzelunternehmer Richard Regen e. K. Textilfabrik in Hamburg Milchfabrik in Freising GdbR in Dortmund Unternehmensberatung GmbH Schiffswerft in Rostock Tabelle 2: Eigenständige Unternehmen Aber nicht jeder Unternehmer in Deutschland muss Umsatzsteuer bezahlen. Es wird zwischen einem Kleinunternehmer und dem Regelbesteuerer unterschieden: 1. Regelbesteuerer Das sind alle Unternehmer, die keine Kleinunternehmer sind. Sie sind zur Zahlung der Umsatzsteuer verpflichtet und berechtigt, Vorsteuer vom Finanzamt zu verlangen. 2. Kleinunternehmer Jeder Unternehmer, der • im vorangegangenen Kalenderjahr einen Bruttoumsatz von maximal 17.500 Euro hatte und • im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich einen Bruttoumsatz von maximal 50.000 Euro haben wird, ist Kleinunternehmer und damit nicht verpflichtet, Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Er ist allerdings auch nicht berechtigt, Vorsteuer geltend zu machen oder Umsatzsteuer auszuweisen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 62 5 Einführung in die Umsatzsteuer62 Abbildung 43: Regelbesteuerer oder Kleinunternehmer? Praxis-Beispiel: Kleinunternehmer Elfi Eifrig gründet zum 01.07.2011 ein Schreibbüro. Sie geht davon aus, dass sie im Jahr 2011 einen Umsatz von 7.000 Euro erwirtschaften wird . Tatsächlich hat sie einen Umsatz von 20.000 Euro. Für 2012 erwartet sie einen Umsatz von 30.000 Euro; tatsächlich kommt sie nur auf einen Umsatz von 10.000 Euro. Für 2013 geht sie von einem Umsatz von 15.000 Euro aus. Die Frage, ob ein Kleinunternehmer oder ein Regelbesteuerer vorliegt, ist jedes Jahr zum 01.01. neu zu stellen. Maßgebend ist der voraussichtliche Umsatz im laufenden Jahr und der tatsächliche Umsatz im vorangegangen Jahr. Entgegen der allgemeinen Regelung, ist im Jahr der Existenzgründung (Erstjahr) allein der voraussichtliche Umsatz maßgebend; es gilt hier aber die Grenze von 17.500 Euro. Bei Beginn der Tätigkeit während des Jahres, ist der Umsatz in einen Jahresbetrag umzurechnen (siehe Tabelle 3). Jahr Tatsächlicher Umsatz Vorjahr Voraussichtlicher Umsatz laufendes Jahr am 01.01. Kleinunternehmer 11 – 14.000 Euro ja 12 20.000 Euro 30.000 Euro nein 13 10.000 Euro 15.000 Euro ja Tabelle 3 : Beispiele für Kleinunternehmer Der Kleinunternehmer kann aber auf sein Privileg verzichten und sich als Regelbesteuerer behandeln lassen. An diese Wahl ist er fünf Jahre gebunden. Das folgende Beispiel zeigt Ihnen die Folgen auf. Praxis-Beispiel: Option zum Regelbesteuerer Sarah Schuh eröffnet am 01.01.2011 einen kleinen Schuhladen . Sie erwartet in 2011 einen Umsatz von 10.000 Euro. Tatsächlich hat sie einen Umsatz von 15.000 Euro. Für die Einrichtung des Schuhladens und den Einkauf der Schuhe hat sie in 01 40.000 Euro zzgl. 7.600 Euro USt ausgegeben. In den folgenden Jahren Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 63 5.3 Wer muss Umsatzsteuer bezahlen? 63 hat sie immer einen Umsatz von 16.000 Euro und für den Einkauf der Schuhe gibt sie immer 10.000 Euro zzgl. 1.900 Euro USt aus. Fabian Fuchs eröffnet am 01.01.2011 eine kleine Fabrik. Er liefert seine Produkte ausschließlich an Regelbesteuerer. Für 2011 erwartet er einen Umsatz von 10.000 Euro. Tatsächlich hat er einen Umsatz von 15.000 Euro. Für die Einrichtung der Fabrik und den Einkauf der Materialien hat er in 2011 40.000 Euro zzgl. 7.600 Euro USt ausgegeben. In den folgenden Jahren hat er immer einen Umsatz von 16.000 Euro und für den Einkauf der Materialien gibt er immer 10.000 Euro zzgl. 1.900 Euro USt aus. Analyse von Sarah Schuh: Sarah Schuh ist in 2011 Kleinunternehmerin, da ihre voraussichtlichen Jahresumsätze i.  H.  v. 10.000  Euro die maßgebliche Grenze von 17.500  Euro nicht übersteigen. Auch in den folgenden Jahren erreichen ihre Umsätze die Grenzbeträge nicht. Sie muss deshalb keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und kann auch keine Vorsteuer geltend machen. Sollte Sarah Schuh auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichten, so müsste sie die Umsatzsteuer aus ihren Umsätzen abführen, könnte jedoch die Vorsteuer aus ihren Einkäufen dagegen rechnen: Die Umsatzsteuer ist aus der erhaltenen Gegenleistung herauszurechnen und beträgt 19/119 der Einnahmen von 15.000 Euro (= 2.394,96 Euro) bzw. 16.000 Euro (= 2.554,62 Euro). Damit ergibt sich das Bild aus Tabelle 4. Jahr Umsatzsteuer Vorsteuer Zahllast 2011 2.395 Euro 7.600 Euro –5.205 Euro 2012 2.555 Euro 1.900 Euro +655 Euro 2013 ff 2.555 Euro 1.900 Euro +655 Euro Tabelle 4 : Die Berechnungen bei der Kleinunternehmerregelung Der Vorsteuererstattung des Jahres 2011 stehen Zahllasten von jährlich 655 Euro gegenüber. Sara Schuh ist an ihre Optionswahl fünf Jahre lang gebunden. Somit könnte sie im 6. Jahr wieder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen; der erzielte Vorsteuerüberhang würde dann bei –2.585 Euro liegen. Analyse von Fabian Fuchs: Fabian Fuchs ist in 2011 Kleinunternehmer, da sein voraussichtlicher Jahresumsatz i. H. v. 10.000 Euro die maßgebliche Grenze von 17.500 Euro nicht übersteigt. Auch in den folgenden Jahren erreichen seine Umsätze die Grenzbeträge nicht. Er muss deshalb keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und kann auch keine Vorsteuer geltend machen. Sollten Fabian Fuchs auf die Anwendung der Kleinunternehmerreglung verzichten, so müsste er die Umsatzsteuer aus seinen Umsätzen abführen, könnten jedoch die Vorsteuer aus seinen Einkäufen dagegen rechnen: Da Fabian Fuchs seine Produkte nur an andere Unternehmer verkauft, könnte er den Preis für seine Produkte um 19 % erhöhen, da seine Kunden die ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt wiederbekommen würden. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 64 5 Einführung in die Umsatzsteuer64 Damit wäre er mit der Umsatzsteuer überhaupt nicht belastet, könnte aber die volle Vorsteuer geltend machen. Für ihn brächte die Option zum Regelbesteuerer einen Vorteil von 15.200 Euro (7.600 Euro + 1.900 Euro x 4 Jahre). Auch Fabian Fuchs ist an seine Option fünf Jahre lang gebunden. Zum 01.01.2016 würde er wieder Kleinunternehmer werden, es sei denn, er übt sein Optionsrecht dann erneut aus. Praxis-Hinweis Wie wird vom Optionsrecht Gebrauch gemacht? Wenn ein Unternehmer von seinem Optionsrecht Gebrauch macht, braucht er keinen speziellen Antrag beim Finanzamt zu stellen, er gibt einfach die Umsatzsteuer- Voranmeldungen ab. 5.4 Für welche Umsätze fällt Umsatzsteuer an? Praxis-Hinweis Die nachfolgende Aufstellung ist nicht vollständig, sondern soll einen ersten Überblick über die steuerpflichtigen Umsätze bringen. In der Bundesrepublik Deutschland unterliegen nur steuerbare und steuerpflichtige Umsätze der dt. Umsatzsteuer , d. h. liegt ein nicht steuerbarer oder ein steuerfreier Umsatz vor, muss der Unternehmer keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Abbildung 44: Umsatzsteuer für steuerbare, steuerpflichtige Umsätze 5.4.1 Steuerbarkeit von Umsätzen Zur Steuerbarkeit von Umsätzen : • Befindet sich der Leistungsort im Inland (genaue Definition in § 1 Abs. 2 UStG), liegt ein steuerbarer Umsatz vor. Es ist zu prüfen, ob der Umsatz steuerpflichtig ist. • Befindet sich der Leistungsort im Ausland, so liegt grundsätzlich ein nicht steuerbarer Umsatz vor; folglich ist keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 65 5.4 Für welche Umsätze fällt Umsatzsteuer an? 65 Detaillierte Regelungen über den Leistungsort finden Sie in den §§ 3 bis 3g UStG. CD-Tipp Auf der CD-ROM zum Praxis-Buch finden Sie in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter Leistungsort das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 04.09.2009 zur Neuregelung des Leistungsortes in der Umsatzsteuer als PDF-Datei. 5.4.2 Steuerpflicht Ein steuerbarer Umsatz unterliegt nur dann der dt. Umsatzsteuer, wenn er nicht steuerfrei ist. Die Steuerbefreiungen sind abschließend in den §§ 4 ff. UStG geregelt. Folgende Umsätze sind unter anderem steuerfrei: • Lieferungen in das EU-Ausland (innergemeinschaftliche Lieferungen, § 4 Nr. 1b i. V. m., § 6a UStG) (siehe Abbildung 45) Abbildung 45 : Lieferung in EU-Länder • Lieferungen in das Nicht-EU-Ausland (Ausfuhrlieferungen, § 4 Nr. 1a i. V. m., § 6 UStG) (siehe Abbildung 46) Abbildung 46 : Lieferungen in Nicht-EÜ-Länder • Kreditgewährung (§ 4 Nr. 8 UStG) • Verkauf von Immobilien (§ 4 Nr. 9a UStG) • Vermietung und Verpachtung von Immobilien (§ 4 Nr. 12a UStG); auf diese Steuerfreiheit kann der Unternehmer aber verzichten. • Tätigkeit als Arzt, Heilpraktiker (§ 4 Nr. 14 UStG) Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 66 5 Einführung in die Umsatzsteuer66 Praxis-Hinweis Die obige Aufstellung hat nur Beispielscharakter; sie ist keinesfalls abschließend. Praxis-Beispiel: Umsätze Rudi Reifen (Regelbesteuerer) betreibt in Hamburg eine Autowerkstatt mit einem Pannendienst; daneben vermietet er einige Objekte an Privatpersonen . Im Jahr 2011 erbringt er folgende Leistungen: • Am 05.05.2011 repariert er das Auto eines Kunden in der Hamburger Innenstadt und das Auto eines Firmenkunden im Hamburger Freihafen. • Am 07.07.2011 versendet er per Post Reifen an einen Händler nach China und nach Österreich. • Am 08.08.2011 repariert er das Auto eines Kunden in Kopenhagen. Gleichzeitig verkauft er dem Kunden einen Satz Winterreifen, die er zufällig dabei hatte. • Vermietung einer Eigentumswohnung mit Stellplatz an eine 4-köpfige Familie in Bremen. • Vermietung eines Kfz-Stellplatzes an einen älteren Herrn in Hameln. Der Leistungsort ist, je nachdem ob eine Warenlieferung oder eine Dienstleistung vorliegt, unterschiedlich zu beurteilen. Der Ort der Warenlieferung richtet sich nach § 3 UStG, für die Dienstleistungen ist der Ort nach § 3 a ff UStG zu bestimmen: Umsatz am Umsatzart Leistungsort 05.05.2011 Dienstleistung Hamburger Innenstadt bzw. Freihafen (dieser gilt i. S. d. UStG nicht als Deutschland; Umsätze im Freihafen sind grundsätzlich nicht steuerbar) 07.07.2011 Lieferung Hamburg (Leistungsort ist, wo die Lieferung beginnt) 08.08.2011 Reparatur: Reifen: Dienstleistung Lieferung Kopenhagen (Ort der Reparatur) Kopenhagen (Da Rudi Reifen bei Beginn seiner Reise noch nicht wusste, dass er an einen Kunden Reifen verkaufen würde, liegt der Leistungsort dort, wo er die Reifen verkauft, also in Kopenhagen) ETW Dienstleistung Bremen (Leistungsort ist dort, wo das Grundstück liegt) Stellplatz Dienstleistung Hameln (Leistungsort ist dort, wo das Grundstück liegt) Tabelle 5: Bestimmung des Leistungsortes Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 67 5.5 Wie viel Umsatzsteuer ist zu bezahlen? 67 Praxis-Hinweis Bei der Leistung am 08.08.2011 handelt es sich um zwei getrennte Umsätze, die gesondert zu beurteilen sind. Eine Prüfung der Steuerfreiheit erfolgt nur bei steuerbaren Umsätzen (siehe Tabelle 6). Umsatz Steuerfrei Begründung Reparatur in Hamburg Nein Es greift keine Befreiungsvorschrift. Reifen nach China Ja Ausfuhrlieferung, da Versendung ins Drittland (§ 4 Nr. 1a i. V. m. § 6 UStG) Reifen nach Österreich Ja Innergemeinschaftliche Lieferung, da Versendung in einen EU-Staat (§ 4 Nr. 1b i. V. m. § 6a UStG) Vermietung ETW mit Stellplatz Ja Die Vermietung des Grundstücks ist nach § 4 Nr. 12a UStG steuerfrei. Die Vermietung des Stellplatz ist eine unselbstständige Nebenleistung und damit ebenfalls steuerfrei, da sie zusammen mit der Wohnung erfolgt. Vermietung Stellplatz Nein Es liegt eine selbstständige Leistung vor, die nicht zusammen mit einer Wohnungsvermietung erfolgt. Da es sich um die Vermietung von Plätzen für das Abstellen von Fahrzeugen handelt, ist die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 12 S. 2 UStG ausgeschlossen. Tabelle 6 : Liegt Steuerfreiheit vor? Abbildung 47 fasst zusammen: Abbildung 47 : Wann greift die deutsche Umsatzsteuer? 5.5 Wie viel Umsatzsteuer ist zu bezahlen? Die Höhe der Umsatzsteuer wird durch die Bemessungsgrundlage und den Steuersatz bestimmt (siehe Abbildung 48). Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 68 5 Einführung in die Umsatzsteuer68 Abbildung 48 : Brutto- und Nettoumsatz 5.5.1 Bemessungsgrundlage (= Netto) Gemäß § 10 UStG ist die Bemessungsgrundlage das Entgelt : Definition: Entgelt ist alles, was der Leistungsempfänger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abzüglich der Umsatzsteuer (§ 10 Abs. 1 Satz 2 UStG). 5.5.2 Steuersatz Der Regelsteuersatz beträgt in der Bundesrepublik Deutschland derzeit 19 %, der ermäßigte Steuersatz 7 %. Die Umsätze, für die der ermäßigte Steuersatz Anwendung findet, sind abschließend in § 12 Abs. 2 UStG und in der Anlage zu § 12 UStG aufgeführt. Als Beispiele sind zu nennen: • Verkauf der meisten Lebensmittel (nicht aber die Umsätze von Restaurants) • Verkauf von Büchern und Zeitungen • Verkauf von Wolle 5.5.3 Höhe der Umsatzsteuer Beim Regelsteuersatz beträgt die Umsatzsteuer 19 % des Nettoumsatzes bzw. 19/119 des Bruttoumsatzes. Beim ermäßigten Steuersatz beträgt die Umsatzsteuer hingegen 7 % des Nettoumsatzes bzw. 7/107 des Bruttoumsatzes. Praxis-Beispiel: Umsatzsteuerhöhe Wie viel Umsatzsteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden? • Verkauf von Kartoffeln für 1.000 Euro brutto. • Verkauf eines Fernsehers für 1.000 Euro netto. • Verkauf von Büchern für 1.000 Euro netto. • Verkauf eines Schrankes für 1.000 Euro brutto. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 69 5.6 Wann entsteht die Umsatzsteuer? 69 Die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist das Entgelt. Entgelt ist alles was der Unternehmer für seine Leistung erhält abzüglich der darin enthaltenen Umsatzsteuer, kurz der Nettoverkaufspreis . Beispiele zeigt Tabelle 7. Ware Bruttoverkaufspreis Entgelt Steuersatz Umsatzsteuer Kartoffel 1.000 Euro 935 Euro 7 % 65 Euro Fernseher 1.190 Euro 1.000 Euro 19 % 190 Euro Bücher 1.070 Euro 1.000 Euro 7 % 70 Euro Schrank 1.000 Euro 840 Euro 19 % 160 Euro Tabelle 7 : Berechnung der Umsatzsteuerhöhe und des Nettoverkaufspreises 5.6 Wann entsteht die Umsatzsteuer? Die Umsatzsteuer entsteht entweder bei Ausführung der Leistung (Soll- Besteuerung ) oder bei Zahlung des vereinbarten Entgelts (Ist-Besteuerung ) – siehe Abbildung 49. Abbildung 49 : Soll- und Ist-Besteuerung 5.6.1 Soll-Besteuerung (§ 13 und § 16 UStG): Bei der Soll-Besteuerung entsteht Umsatzsteuer mit der Ausführung der Leistung. Umsatzsteuer auf Anzahlungen entsteht mit Erhalt der Zahlung. Das bedeutet für Sie, dass die Umsatzsteuer an das Finanzamt zu zahlen ist, obwohl Sie vom Kunden noch kein Geld erhalten haben; sie gehen somit gegenüber dem Finanzamt in Vorleistung. Praxis-Beispiel: Soll-Besteuerung Harry Hai betreibt in Stralsund einen Fischladen . Er ist unstrittig Soll-Besteuerer mit monatlichen UStVA. Im Jahr 2011 ereignen sich folgende Umsätze: a) Am 20.02.2011 verkauft er an einen Kunden Krebse für 100 Euro. Der Kunde zahlt aber erst am 15.08.2011. b) Am 14.03.2011 bestellt ein Kunde bei Hai 10 kg Hummer für 2.000 Euro. Am 14.03.2011 leistet er eine Anzahlung i. H. v. 500 Euro. Am 01.05.2011 liefert Hai den Hummer zum Kunden nach Hause. Aber erst am 15.08.2011 zahlt der Kunde den Restbetrag von 1.500 Euro. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 70 5 Einführung in die Umsatzsteuer70 c) Am 15.04.2011 bestellt ein Kunde Scampi für 300 Euro und bezahlt sofort. Die Ware wird aber erst am 20.06.2011 geliefert. Wann und in welcher Höhe entsteht die Umsatzsteuer? Die Umsatzsteuer entsteht bei der Sollbesteuerung mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums (VAZ), in dem die Leistung vom Unternehmer ausgeführt worden ist. Die Höhe und der Zeitpunkt der Zahlung spielt dabei grundsätzlich keine Rolle. a) Die Umsatzsteuer bemisst sich aus dem Entgelt und beträgt 6,54 Euro (7/107 von 100 Euro). Harry Hai muss die Umsatzsteuer in der Voranmeldung für Februar anmelden und an das Finanzamt bezahlen. Die Bezahlung des Kunden im August 2011 ist für die Umsatzsteuer ohne Bedeutung. b) Die Bestellung (Verpflichtungsgeschäft) am 14.03.2011 hat keine umsatzsteuerliche Auswirkung. Obwohl Harry Hai die Lieferung – und damit die Leistung im umsatzsteuerlichen Sinn – erst am 01.05.2011 erbringt, muss er bereits bei Erhalt der Vorauszahlung am 14.03.2011 die Umsatzsteuer aus der Anzahlung in der Voranmeldung anmelden und abführen. Die anzumeldende Umsatzsteuer beträgt im VAZ März 2011 79,83 Euro (19/119 von 500 Euro). Im VAZ der Lieferung (01.05.01) entsteht die Umsatzsteuer i. H. v. 319,33 Euro (19/119 von 2.000 Euro); Harry Hai muss jedoch nur die Umsatzsteuer anmelden und abführen, die nicht bereits durch die Anzahlung entstanden ist (79,83 Euro). In der Voranmeldung für Mai 2011 berücksichtigt Harry Hai deshalb nur 239,50 Euro (319,33 Euro – 79,83 Euro). Die Bezahlung am 15.08.2011 ist unerheblich. c) Hier liegt eine Zahlung am 15.04.2011 in voller Höhe vor Erbringung der Leistung (Lieferung am 20.06.2011) vor. Die Umsatzsteuer entsteht daher bereits i. H. v. 19,63 Euro (7/107 vom erhaltenen Betrag 300 Euro) mit Ablauf des VAZ April 2011. Im VAZ der Lieferung entsteht keine weitere Umsatzsteuer. 5.6.2 Ist-Besteuerung (§ 13 und § 20 UStG) Bei der Ist-Besteuerung entsteht die Umsatzsteuer bei Bezahlung der Leistung. Das bedeutet für Sie, dass die Umsatzsteuer erst an das Finanzamt zu zahlen ist, wenn Sie vom Kunden das Geld erhalten haben; sie gehen somit gegenüber dem Finanzamt in keine Vorleistung. Ist-Besteuerung ist nur auf Antrag (z. B. auf dem Fragebogen zur Gewerbeanmeldung) und unter einer der folgenden Voraussetzungen möglich: • Gesamtbruttoumsatz im Vorjahr unter 250.000 Euro (Für die Zeit vom 01.07.2009 bis 31.12.2011 ist der maßgebende Gesamtbruttoumsatz auf 500.000 Euro angehoben worden) oder • keine Buchführungspflicht oder • Freiberufler Der Zeitpunkt der Steuerentstehung ist nicht zu verwechseln mit dem Zeitpunkt, in dem die Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss. Wann die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen ist, besprechen wir in Kapitel 5.8 „Praktische Umsetzung“. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 71 5.7 Wann kann Vorsteuer in Anspruch genommen werden? 71 Praxis-Beispiel: Ist-Besteuerer Klara Kleintier betreibt einen Fischladen in Wismar und ist unstrittig IST-Besteuerer mit monatlichen UStVA . Im Jahr 2011 ereignen sich folgende Umsätze: a) Am 20.02.2011 verkauft sie an einen Kunden Krebse für 100 Euro. Der Kunde zahlt aber erst am 15.08.2011. b) Am 14.03.2011 bestellt ein Kunde bei Kleintier 10 kg Hummer für 2.000 Euro. Am 14.03.2011 leistet er eine Anzahlung i. H. v. 500 Euro. Am 01.05.2011 liefert Kleintier den Hummer zum Kunden nach Hause. Aber erst am 15.08.2011 zahlt der Kunde den Restbetrag von 1.500 Euro. c) Am 15.04.2011 bestellt ein Kunde Scampi für 300 Euro und bezahlt sofort. Die Ware wird aber erst am 20.06.2011 geliefert. Wann und in welcher Höhe entsteht die Umsatzsteuer? Wird die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten beantragt und vom Finanzamt genehmigt, so entsteht die Umsatzsteuer erst mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums (VAZ), in dem der Unternehmer das Entgelt für seine Leistung erhalten hat. a) Die Umsatzsteuer i. H. v. 6,54 Euro (7/107 von 100 Euro) entsteht mit Ablauf des VAZ August 2011 bei Bezahlung des Kunden. Der Zeitpunkt der Lieferung spielt für die Entstehung der Steuer keine Rolle. b) Auch bei der IST-Besteuerung ist die Umsatzsteuer bei Anzahlungen bereits im VAZ der Anzahlung anzumelden und abzuführen. Die Umsatzsteuer für März 2011 beträgt daher 79,83 Euro (19/119 von 500 Euro). Für die Lieferung entsteht die Umsatzsteuer auf den Restbetrag erst bei Bezahlung im VAZ August 2011 i. H. v. 239,50 Euro (19/119 von 1.500 Euro). c) Die Umsatzsteuer i. H. v. 19,63 Euro (7/107 von 300 Euro) entsteht mit Ablauf des VAZ April 2011. 5.7 Wann kann Vorsteuer in Anspruch genommen werden? Voraussetzung für den Vorsteuerabzugs ist, dass • eine ordnungsgemäße Rechnung mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer vorliegt und • die Leistung für das Unternehmen erfolgte und • die Leistung von einem anderen Unternehmer erbracht wurde und • die Leistung erbracht wurde oder die Leistung bezahlt wurde. Das wichtigste Kriterium ist dabei eine ordnungsgemäße Rechnung. Deshalb müssen wir uns hiermit genauer befassen: 5.7.1 Was macht eine ordnungsgemäße Rechnung aus? Wie sieht eine ordnungsgemäße Rechnung aus (§ 14 Abs. 1 und Abs. 4 UStG)? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 72 5 Einführung in die Umsatzsteuer72 • Name, Anschrift des leistenden Unternehmers, sowie seine Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer • Name und Anschrift des Leistungsempfängers • Rechnungsdatum und Leistungszeitpunkt (ggfs. der Zeitpunkt der Vereinnahmung der Anzahlungen) • Rechnungsnummer • Menge und Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. Art und Umfang der sonstigen Leistung • das Entgelt und der darauf entfallende Umsatzsteuerbetrag; wobei das Entgelt nach den Steuersätzen und den einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselt sein muss. Im Voraus vereinbarte Entgeltsminderungen (z. B. Skonto) müssen auf der Rechnung mit ausgewiesen werden. • Steuersatz und die Höhe der Umsatzsteuer bzw. einen Hinweis auf die Steuerfreiheit. • Hinweis darauf, dass der Rechnungsempfänger die Rechnung zwei Jahre lang aufzubewahren hat, wenn es sich um eine Werklieferung bzw. sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück handelt. Praxis-Hinweis Achtung – Dies gilt nur, wenn der Rechnungsempfänger die Rechnung für private Zwecke erhält (z. B. Reparatur der Hausfassade am privaten Einfamilienhaus). Ein Muster für eine ordnungsgemäße Rechnung zeigt Abbildung 50. Abbildung 50 : So sieht eine ordnungsgemäße Rechnung aus Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 73 5.7 Wann kann Vorsteuer in Anspruch genommen werden? 73 So wie in der Beispielsrechnung könnte eine ordnungsgemäße Rechnung in der Praxis aussehen: Ausnahme: Kleinbetragsrechnungen (§ 33 UStDV) Bei Rechnungen mit einem Rechnungsbetrag bis 150 Euro reicht es aus , wenn • der Name und die Anschrift des leistenden Unternehmers, • der Umfang der Leistung (Menge, Art), • Ausstellungsdatum, • der Bruttobetrag, • der Steuersatz und/oder Steuerbefreiung auf der Rechnung vermerkt ist. Ausnahme: Fahrausweise (§ 34 UStDV) Bei Fahrausweisen reicht es aus, wenn • der Name und die Anschrift des Unternehmers, der die Beförderung durchführt, • das Ausstellungsdatum, • der Bruttobetrag, • der Steuersatz (falls nicht der ermäßigte Steuersatz) auf dem Fahrausweis vermerkt ist. Damit gilt der Fahrausweis als Rechnung. Auch wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und Sie eine ordnungsgemäße Rechnung vorlegen, kann das Finanzamt eine Vorsteuererstattung ganz oder teilweise verweigern, wenn • der Unternehmer nur steuerfreie Umsätze tätigt oder • es sich um einen Kleinunternehmer handelt oder • nichtabziehbare Geschenke vorliegen. Praxis-Hinweis Bitte beachten Sie, dass es sich bei der obigen Darstellung um eine vereinfachte Darstellung handelt. Detailliert können Sie die Regelungen in § 15 Abs. 1a, 2, 3 und 4 UStG nachlesen. Praxis-Beispiel: Ordnungsgemäße Rechnungen Liselotte Luchs betreibt in Jena (Lichtstraße 54) einen Brillenladen . Mit ihrem Mann und den drei Kindern wohnt sie in der Dunkelgasse 34 in Jena. Im Januar des Jahres 01 erhält sie folgende Rechnungen (siehe Abbildung 51): Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 74 5 Einführung in die Umsatzsteuer74 Abbildung 51 : Rechnungen aus dem Monat Januar Welche Rechnungen berechtigen Liselotte Luchs einen Vorsteueranspruch geltend zu machen? Ein Vorsteuerabzug ist nur aus Rechnungen möglich, welche den Vorgaben des § 14 UStG entsprechen. a) Die Rechnung enthält alle erforderlichen Angaben; Liselotte Luchs kann einen Vorsteuerabzug i. H.  v. 38 Euro geltend machen. Gemäß § 14 Abs. 4 UStG reicht es nämlich aus, entweder die Steuernummer oder die USt-ID-Nr. auf der Rechnung zu vermerken. b) Der kleine Schreibfehler von US statt USt ändert nichts daran, da für jeden erkennbar ist, dass es sich hierbei nur um die offen ausgewiesene Umsatzsteuer handeln kann. Allerdings ist die Rechnung an die Privatadresse von Liselotte Fuchs gerichtet. Somit liegt keine ordnungsgemäße Rechnung vor; ein Vorsteuerabzug ist zu verwehren. Desweiteren fehlt die Rechnungsnummer. c) Diese Rechnung ist nicht vollständig. Zwar ist das Entgelt ausgewiesen, nicht jedoch der Steuerbetrag. Die Umsatzsteuer hätte gesondert aufgeführt werden müssen (zzgl. 19 % USt = 76,- Euro), die Angabe des Bruttobetrages hilft hier nicht weiter. Ebenso fehlt der Zeitpunkt der Lieferung. Es ist kein Vorsteuerabzug möglich. d) In der Rechung wurde die Umsatzsteuer nicht gesondert ausgewiesen. Damit ist kein Vorsteuerabzug möglich. Auch handelt es sich nicht um eine Kleinbetragsrechnung, da der Gesamtbetrag (178,50 Euro) die maßgebliche Grenze von 150 Euro übersteigt. Desweiteren fehlt auch hier die Rechnungsnummer. Es wäre nicht notwendig die Steuernummer und die USt-ID-Nr. auf der Rechnung zu vermerken, es reicht eine der beiden Nummern (§ 14 Abs. 4 UStG). Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 75 5.7 Wann kann Vorsteuer in Anspruch genommen werden? 75 5.7.2 Sonderfall: Vorsteuerpauschalen Als Einnahmen-Überschussrechner können Sie alternativ zum regulären Vorsteuerabzug einen nach Durchschnittssätzen ermittelten Vorsteueranspruch geltend machen . Vorausgesetzt, der von Ihnen im Vorjahr erzielte Umsatz überschreitet nicht 61.536 Euro (§§ 69 Abs. 3 UStDV) und Ihr Unternehmen zählt zu einer Gruppe von Unternehmern, bei denen hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Besteuerungsgrundlagen annähernd gleiche Verhältnisse vorliegen. Ob Ihr Unternehmen einer Gruppe von Unternehmen angehört, für welche eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen möglich ist, können Sie der Anlage zu § 69 und 70 UStDV entnehmen. Hierzu zählen unter anderem: Bäckerei 5,4 % des Umsatzes Bau- und Möbeltischlerei 9,0 % des Umsatzes Elektroinstallation 9,1 % des Umsatzes Friseure 4,5 % des Umsatzes Schlosserei und Schweißerei 7,9 % des Umsatzes Schuhmacherei 6,5 % des Umsatzes Eisdielen 5,8 % des Umsatzes CD-Tipp Die Anlagen zu §§ 69 und 70 UStDV finden Sie auf der CD-ROM zum Buch in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter Vorsteuerpauschale. Liegen bei Ihnen die Voraussetzungen für eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen vor, können Sie bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung beim Finanzamt beantragen, nach den festgesetzten Durchschnittssätzen besteuert zu werden; d. h. die Vorsteuer wird pauschal mit einem bestimmten Prozentsatz des Umsatzes angesetzt (z. B. werden bei einer Bäckerei 5,4 % des Umsatzes als Vorsteuer angesetzt). Wollen Sie den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt widerrufen, ist dies nur mit Wirkung vom Beginn eines Kalenderjahres an möglich. Der Widerruf ist spätestens bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung des Kalenderjahres, für das er gelten soll, zu erklären. Eine erneute Besteuerung nach Durchschnittssätzen ist dann allerdings frühestens nach Ablauf von fünf Kalenderjahren möglich (§ 23 Abs. 3 UStG). Die Vorsteuerpauschalierung erfasst sämtliche Vorsteuerbeträge, die mit der Tätigkeit der Unternehmer in den in der genannten Anlage bezeichneten Berufs- und Gewerbezweigen zusammenhängen. Ein weiterer Vorsteuerabzug ist grundsätzlich ausgeschlossen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 76 5 Einführung in die Umsatzsteuer76 5.8 Praktische Umsetzung Grundsätzlich muss jeder Unternehmer während des Jahres Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben und am Ende des Jahres „zur Kontrolle“ noch mal eine Umsatzsteuerjahreserklärung. Der Abgabezeitpunkt der Umsatzsteuer-Voranmeldung kann auf Antrag um ein Monat nach hinten verlagert werden. Abbildung 52: Abgabetermine für die Umsatzsteuer-Voranmeldung 5.8.1 Umsatzsteuer-Voranmeldungen (USt-VA) Während des Jahres ist die entstandene Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen und eine Abrechnung darüber zu erstellen (= Umsatzsteuer- Voranmeldung ). Es ist sicherlich nicht sinnvoll, nach jedem Umsatz die entstandene Umsatzsteuer sofort an das Finanzamt abzuführen, sondern die Umsatzsteuer von mehreren Umsätzen zusammenzufassen und die Umsatzsteuer in bestimmten Zeitabständen an das Finanzamt zu überweisen. Wann die Umsatzsteuer zu bezahlen und die Voranmeldung beim Finanzamt abzugeben ist, hängt von der Zahllast (Umsatzsteuer abzgl. Vorsteuer) im vorangegangenen Kalenderjahr ab: • Abführungszeitpunkt: spätestens 10 Tage nach Ablauf des Kalendermonats, wenn die Zahllast 6.136  Euro überstiegen hat (monatliche Voranmeldungen). • Abführungszeitpunkt: spätestens 10 Tage nach Ablauf des Kalendervierteljahres, wenn die Zahllast unter 6.136 Euro, aber über 512 Euro gelegen hat (quartalsweise Voranmeldungen). • Keine Voranmeldung, wenn die Zahllast nicht mehr als 512  Euro betragen hat und das Finanzamt Sie von der Abgabe von Voranmeldungen befreit hat (formloser Antrag). Etwas anders sieht es bei Existenzgründern aus. Diese Unternehmer müssen, und zwar unabhängig von der Zahllast, ihre Umsatzsteuer- Voranmeldungen in den ersten zwei Jahren monatlich abgeben. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 77 5.8 Praktische Umsetzung 77 CD-Tipp Das Formular zur Umsatzsteuer-Voranmeldung steht Ihnen auf der CD-ROM zum Buch in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter UST-VA als PDF-Datei zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie im gleichen Ordner eine Anleitung für die korrekte Ausfüllung des Formulars. Praxis-Tipp Da zum Zeitpunkt der Drucklegung (im Herbst 2011) online nur Formulare bis zum Kalenderjahr 2011 vom Bundesfinanzministerium zur Verfügung gestellt werden können, bitten wir Sie, sich ggf. aktuell im Online-Angebot des Bundesfinanzministerium zu informieren: Suchen Sie beispielsweise das Formular für die Dauerfristverlängerung für ein Folgejahr, so gehen Sie online auf das Web-Angebot unter https://www.formularebfinv.de. Über die Formularsuche können Sie direkt nach einem bestimmten Formular wie z. B. Dauerfristverlängerung suchen. Die zur Verfügung stehenden Formulare werden eingeblendet. 5.8.2 Dauerfristverlängerung (DV) Der Termin für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung kann unter folgender Bedingung um einen Monat verschoben werden (Dauerfristverlängerung ): • Unternehmer muss monatliche VA abgeben: Der Unternehmer gibt einen Antrag (amtlicher Vordruck) auf Dauerfristverlängerung ab und leistet eine Sondervorauszahlung i. H. v. 1/11 der Zahllast des Vorjahres. Diese Sondervorauszahlung wird mit der USt-VA des Dezembers verrechnet. Die Sondervorauszahlung ist jedes Jahr neu zu berechnen und auf amtlichem Vordruck anzumelden. • Unternehmer muss quartalsweise UStVA abgeben: Der Unternehmer gibt einen Antrag (amtlicher Vordruck) auf Dauerfristverlängerung ab und muss keine Sondervorauszahlung leisten. Die Dauerfristverlängerung gilt, bis sie vom Finanzamt widerrufen wird. CD-Tipp Das Formular zur Dauerfristverlängerung in 2011 steht Ihnen auf der CD-ROM zum Buch in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter Dauerfristverlängerung als PDF-Datei zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie im gleichen Ordner eine Anleitung für die korrekte Ausfüllung des Formulars. 5.8.3 Umsatzsteuerjahreserklärung (USt-JE) Unabhängig davon, wie oft ein Unternehmer Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben muss, ist er verpflichtet, bis zum 31.05. des Folgejahres Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 78 5 Einführung in die Umsatzsteuer78 zusammen mit seiner Einkommensteuererklärung bzw. Körperschaftssteuererklärung eine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben. CD-Tipp Das Formular zur Umsatzsteuerjahreserklärung steht Ihnen auf der CD-ROM zum Buch in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter UST-JE als PDF-Datei zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie im gleichen Ordner eine Anleitung für die korrekte Ausfüllung des Formulars und die Anlage UR zur Umsatzsteuererklärung 2010. 5.8.4 Zusammenfassende Meldung (ZM) Quartalsweise sind dem Bundeszentralamt für Steuern die ausgeführten innergemeinschaftlichen Lieferungen mitzuteilen . Hierzu sind für alle innergemeinschaftlichen Lieferungen • die USt-ID-Nr. des Leistungsempfängers und • der Rechnungsbetrag aufzuführen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Erwerber der Waren im anderen EU- Staat einen innergemeinschaftlichen Erwerb versteuert. CD-Tipp Das Formular zur Zusammenfassenden Meldung sowie eine Erläuterung zur den Änderungen ab 2010 finden Sie auf der CD-ROM zum Buch in Kapitel 5 – Umsatzsteuer unter ZM als PDF-Dateien. Praxis-Hinweis Die in diesem Kapitel dargestellten Grundlagen stellen die Grundsystematik des deutschen Umsatzsteuerrechts dar. Sonderfälle, wie z. B. die Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach § 13b UStG und der unberechtigte Steuerausweis nach § 14c UStG, wurden bewusst ausgespart. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 79 6 Die doppelte Buchführung 6.1 Die Bilanz Im zweiten Kapitel haben wir gesehen, dass es einen Unterschied zwischen Inventar und Bilanz gibt: Abbildung 53: Bilanzgleichung Definition: Bilanz Eine Bilanz ist eine Vermögensaufstellung in horizontaler Form, in der die einzelnen Vermögensposten in Gruppen zusammengefasst werden, ohne dass sich aus der Bilanz die exakte Anzahl der Wirtschaftsgüter ergibt. Praxis-Beispiel: Bilanz Theo Tee betreibt in Trier einen Teeladen. Am 31.12.09 macht er eine Aufstellung über seinen Besitz und seine Schulden : • Kassenbestand: 1.120 Euro • Darlehen bei der Deutschen Bank: 9.800 Euro • Konto bei der Postbank: 1.080 Euro • Konto bei der Dresdner Bank: 1.310 Euro • Bestand an Brombeertee (lt. Inventur): 1.100 Euro • Bestand an Himbeertee (lt. Inventur): 1.280 Euro • Bestand an Pfirsichtee (lt. Inventur): 1.970 Euro • Forderung an Kunden Kaffee: 1.100 Euro • Forderung an Kunden Kakau: 1.040 Euro • Forderung an Kunden Milch: 1.210 Euro Achten Sie bei der Erstellung der Bilanz darauf, dass die einzelnen Wirtschaftsgüter zu Gruppen zusammengefasst werden: • Bilanzposten „Bank“: Konto Postbank, Konto Dresdner Bank • Bilanzposten „Waren“: Brombeertee, Himbeertee, Pfirsichtee • Bilanzposten „Forderungen“: Kunde Kaffee, Kunde Kakau, Kunde Milch

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Zusammenfassung

Buchführung in der Praxis

Dieser aktuelle Ratgeber liefert einen praxisorientierten Einstieg in die Grundlagen der doppelten Buchführung. Ausgehend von einem Unternehmensgründer werden die theoretischen Grundlagen kurzweilig vermittelt. Durch die zahlreichen Praxisbeispiele und Schaubilder ist das Werk besonders anschaulich.

Buchführung auf den Punkt gebracht:

– Zahlreiche Übungen und Beispiele aus der Buchführungspraxis

– Von Einzelbelegen zum vorläufigen Jahresergebnis: So berechnen Sie Einnahmen und Ausgaben

– Auf CD-ROM: Excel-Tools zu Abschreibung, Gewinn- und Verlustermittlung, AfA-Tabellen und DATEV-Kontenrahmen