3 Wichtige Schritte bei Firmengründung in:

Gerhard C. Girlich

Buchführung in der Praxis, page 29 - 46

Kontenrahmen, Umsatzsteuer, Anlagevermögen, Betriebsausgaben, Gewinnberechnung

1. Edition 2011, ISBN print: 978-3-8006-3926-7, ISBN online: 978-3-8006-3927-4, https://doi.org/10.15358/9783800639274_29

Series: Vahlen Praxis

Bibliographic information
Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 31 3 Wichtige Schritte bei Firmengründung Stellen Sie sich vor, Sie gründen eine Firma (z. B. einen Baustoffhandel). Welche Verpflichtungen kommen dann auf Sie zu? Zum einen müssen Sie als Gewerbetreibender Ihr Gewerbe bei der Gemeinde anmelden bzw. als Freiberufler beim Finanzamt. Zum anderen müssen Sie sich ein geeignetes Buchhaltungsprogramm (z. B. DATEV) besorgen und sich Gedanken zur Organisation Ihrer Buchführung machen. Lassen Sie uns die einzelnen Schritte an Hand der Betriebsgründung von Bertram Bauer besprechen, der in Ansbach im Jahr 2010 einen Baustoffhandel eröffnet hat. Hierzu ein Kurzprofil: Allgemeine Angaben: Firmenname Bertram Bauer e. K. Firmenzweck Baustoffhandel Adresse Residenzstr. 23 in 91522 Ansbach Gewinnermittlungsart Doppelte Buchführung bzw. BVV Kontenplan Standartkontenrahmen SKR04 Erstes Buchungsjahr 2010 (Wirtschaftsjahr = Kalenderjahr) Steuerliche Angaben: Finanzamt Ansbach Steuernummer 203/111/11111 USt-ID-Nr. DE123456770 Umsatzsteuerpflicht Soll-Besteuerer 3.1 Fragebogen zur Gewerbeanmeldung Nachdem das Finanzamt von der Firmengründung des Bertram Bauer erfahren hat, schickt das Finanzamt Ansbach einen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ . CD-Tipp Den jeweiligen Fragebogen für die Gründung eines Einzelunternehmens, einer Kapitalgesellschaft oder einer Personengesellschaft finden Sie auf der beigefügten CD-ROM zum Praxis-Buch. Ebenso finden Sie auf der CD-ROM Infobroschüren zur Existenzgründung; herausgegeben durch das Finanzministerium Bayerns bzw. Baden-Württembergs. Öffnen Sie auf der CD-ROM das Kapitel 3 – Gründung: Hier stehen Ihnen die Informationen in den Rubriken Fragebögen und Infobroschüren zur Verfügung. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 32 3 Firmengründung32 2011FsEEU011NET 2011FsEEU011NET Mai 2011 Eingangsstempel oder -datumAn das Finanzamt 1 2 Steuernummer Fragebogen zur steuerlichen Erfassung 3 Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit 4 Beteiligung an einer Personengesellschaft / -gemeinschaft Bitte beantworten Sie nur die Fragen zu Abschnitt 1, Abschnitt 2 nur Textziffer 2.7, Abschnitt 3 und Abschnitt 8 1. Allgemeine Angaben 1.1 Steuerpflichtige(r) / Beteiligte(r) Name Vorname 5 Ggf. Geburtsname 6 Ausgeübter Beruf 7 Geburtsdatum TTMMJJJJ Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 8 Postleitzahl 9 Wohnort Postleitzahl 10 Ort (Postfach) Postfach Identifikationsnummer11 Identifikationsnummer Religion Religionsschlüssel: Evangelisch = EV Römisch-Katholisch = RK nicht kirchensteuerpflichtig = VDKommunikationsverbindungen 12 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 13 Telefax: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 14 E-Mail 15 Internetadresse Familienstand 16 Verheiratetseitdem TTMMJJJJ Verwitwet seit dem TTMMJJJJ Geschieden seit dem TTMMJJJJ Dauernd getrennt lebend seit dem TTMMJJJJ 1.2 Ehegatte Name Vorname 17 Ggf. Geburtsname 18 Ausgeübter Beruf 19 Geburtsdatum TTMMJJJJ Falls von den Zeilen 8 und 9 abweichend: Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 20 Postleitzahl 21 Wohnort Identifikationsnummer22 Identifikationsnummer Religion Religionsschlüssel: Evangelisch = EV Römisch-Katholisch = RK nicht kirchensteuerpflichtig = VD 1.3 Bankverbindung(en) für Steuererstattungen / Lastschrifteinzugsverfahren (LEV) Alle Steuererstattungen sollen an folgende Bankverbindung erfolgen (bitte entweder Kto.Nr., BLZ oder IBAN, BIC angeben): 23 Kontonummer Bankleitzahl IBAN 24 25 BIC Geldinstitut (Name, Ort) 26 Kontoinhaber(in) (Steuerpflichtige/r) 27 Ggf. abweichende(r) Kontoinhaber(in) 28 Ansbach 203/111/11111 X Bauer Bertram Kaufmann 01.01.1960 Residenzstr. 23 91522 Ansbach RK 0981 16-0 01.01.1990 Bauer Berta Angestellte 01.01.1965 EV 111111 76550000 Sparkasse Ansbach Abbildung 15: Seite 1 des Fragebogens Anmerkungen Seite 1: Auf der ersten Seite müssen Sie lediglich Ihre persönlichen Angaben machen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 33 3.1 Fragebogen zur Gewerbeanmeldung 33 2011FsEEU012NET 2011FsEEU012NET Steuernummer 31 Personensteuererstattungen (z.B. Einkommensteuer) sollen an folgende Bankverbindung erfolgen: (Bitte entweder Kto.Nr., BLZ oder IBAN, BIC angeben) 32 Kontonummer Bankleitzahl IBAN 33 34 BIC Geldinstitut (Name, Ort) 35 Kontoinhaber(in) (Steuerpflichtige/r) 36 Ggf. abweichende(r) Kontoinhaber(in): 37 38 Betriebssteuererstattungen (z.B. Umsatz-, Lohnsteuer) sollen an folgende Bankverbindung erfolgen: (Bitte entweder Kto.Nr., BLZ oder IBAN, BIC angeben) 39 Kontonummer Bankleitzahl IBAN 40 41 BIC Geldinstitut (Name, Ort) 42 Kontoinhaber(in) (Steuerpflichtige/r) 43 Ggf. abweichende(r) Kontoinhaber(in): 44 Möchten Sie am Lastschrifteinzugsverfahren, dem für beide Seiten einfachsten Zahlungsweg, teilnehmen? 45 Ja, die ausgefüllte Teilnahmeerklärung ist beigefügt. 1.4 Steuerliche Beratung46 Nein Ja Firma: 47 oder Name Vorname 48 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 49 Postleitzahl 50 Ort Postleitzahl 51 Ort (Postfach) Postfach Kommunikationsverbindungen 52 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 53 Telefax: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 54 E-Mail 55 mit Empfangsvollmacht (Bitte fügen Sie in diesem Fall eine gesonderte Vollmacht bei!) 1.5 Empfangsbevollmächtigte(r) für alle Steuerarten Firma: 56 oder Name Vorname 57 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 58 Postleitzahl 59 Ort Postleitzahl 60 Ort (Postfach) Postfach 203/111/11111 222222 Sparkasse Ansbach X 111111 76550000 Sparkasse Ansbach X X Datev Dieter Residenzstr. 21 91522 Ansbach X 76550000 Abbildung 16: Seite 2 des Fragebogens Anmerkungen Seite 2: In den Zeilen 38 bis 45 geben Sie an, auf welches Konto Sie eventuelle Steuererstattungen (z. B. Umsatzsteuer, Lohnsteuer) erhalten möchten und ob Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen wollen. Vergessen Sie bitte nicht, die Teilnahmeerklärung für das Lastschriftverfahren mit dem Fragebogen zusammen abzugeben. In den Zeilen 46 bis 55 geben Sie an, ob Sie steuerlich beraten werden und von wem. Vergessen Sie nicht, mit dem Fragebogen eine Empfangsvollmacht für Ihren Steuerberater abzugeben, da ansonsten die Steuerbescheide bei Ihnen landen. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 34 3 Firmengründung34 2011FsEEU013NET 2011FsEEU013NET Steuernummer Kommunikationsverbindungen 61 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 62 Telefax: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 63 E-Mail Zuständigkeit der / des Empfangsbevollmächtigten 64 Feststellungs- / Festsetzungs-und Erhebungsverfahren nur Feststellungs- / Festsetzungsverfahren nur Erhebungsverfahren 1.6 Bisherige persönliche Verhältnisse Falls Sie innerhalb der letzten 12 Monate zugezogen sind:65 Zugezogen am TTMMJJJJ Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 66 Postleitzahl 67 Wohnort Postleitzahl 68 Ort (Postfach) Postfach Waren Sie (oder ggf. Ihr Ehegatte) in den letzten drei Jahren für Zwecke der Einkommensteuer steuerlich erfasst? 69 Nein Ja Finanzamt 70 Steuernummer 2. Angaben zur gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit 2.1 Art des ausgeübten Gewerbes / der Tätigkeit (Ggf. den Schwerpunkt angeben!) 71 2.2 Anschrift des Unternehmens Bezeichnung 72 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 73 Postleitzahl 74 Ort Postleitzahl 75 Ort (Postfach) Postfach ggf. abweichender Ort der Geschäftsleitung Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 76 Postleitzahl 77 Ort Kommunikationsverbindungen 78 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 79 Telefax: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 80 E-Mail 81 Internetadresse 203/111/11111 0981 16-0 Baustoffhandel Bertram Bauer e.K. Residenzstr. 23 91522 Ansbach 0981 16-0 Abbildung 17: Seite 3 des Fragebogens Anmerkungen Seite 3: In den Zeilen 71 bis 81 geben Sie an, welcher Tätigkeit Ihr Unternehmen nachgeht, und wo es seinen Sitz hat. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 35 3.1 Fragebogen zur Gewerbeanmeldung 35 2011FsEEU014NET 2011FsEEU014NET Steuernummer 2.3 Betriebstätten Werden in mehreren Gemeinden Betriebstätten unterhalten?91 Nein 92 Ja lfd. Nr. 0 0 1 Bezeichnung 93 Anschrift, Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz Postleitzahl 94 Ort 95 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer 96 lfd. Nr. 0 0 2 Bezeichnung 97 Anschrift, Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz Postleitzahl 98 Ort 99 Telefon: Vorwahl international Vorwahl national Rufnummer Bei mehr als zwei Betriebstätten:100 X Gesonderte Aufstellung ist beigefügt. 2.4 Kammerzugehörigkeit (Handwerks- / Industrie- und Handelskammer)101 Ja Nein 2.5 Handelsregistereintragung 102 Ja, seit TTMMJJJJ Bitte Handelsregisterauszug beifügen! Nein Eine Eintragung ist beabsichtigt. 103 Antrag beim Handelsregister gestellt am104 TTMMJJJJ beim Amtsgericht 105 Registernummer 106 2.6 Gründungsform (Bitte ggf. die entsprechenden Verträge beifügen!) 107 Neugründung zum TTMMJJJJ 108 Übernahme (z.B. Kauf, Pacht, Vererbung, Schenkung) zum TTMMJJJJ X Verlegung zum TTMMJJJJ X Umwandlung / Einbringung / Verschmelzung zum TTMMJJJJ Vorheriges Unternehmen: Firma 109 oder Name Vorname 110 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 111 Postleitzahl 112 Ort Finanzamt Steuernummer 113 ggf. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 114 203/111/11111 X X X X Ansbach X 01.12.2010 Abbildung 18: Seite 4 des Fragebogens Anmerkungen Seite 4: In den Zeilen 91 bis 100 geben Sie an, ob Sie nur eine Betriebsstätte haben oder ob sich Ihr Unternehmen über mehrere Geschäfte verteilt. Diese Angabe ist unter anderem für die Ermittlung der Gewerbesteuer wichtig. Die Höhe der Gewerbesteuer hängt von den Hebesätzen der einzelnen Gemeinden ab. Erstreckt sich Ihr Unternehmen über mehrere Betriebsstätten kommen verschiedene Hebesätze zur Anwendung. Diese Berechnung geschieht in der Praxis im Rahmen der so genannten Gewerbesteuerzerlegung . Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 36 3 Firmengründung36 2011FsEEU015NET 2011FsEEU015NET Steuernummer 2.7 Bisherige betriebliche Verhältnisse Ist in den letzten Jahren schon ein Gewerbe, eine selbständige (freiberufliche) oder eine land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt worden oder waren Sie an einer Personengesellschaft oder zu mehr als 1% an einer Kapitalgesellschaft beteiligt? 121 Nein Ja Art der Tätigkeit / Beteiligung Ort 122 123 Dauer vom bis TTMMJJJJ TTMMJJJJ 124 Finanzamt Steuernummer 125 ggf. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 3. Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen (Einkommensteuer, Gewerbesteuer) 3.1 Voraussichtliche Einkünfte aus im Jahr der Betriebseröffnung im Folgejahr Steuerpflichtiger Ehegatte Steuerpflichtiger Ehegatte EUR EUR EUR EUR Land- und Forstwirtschaft126 Gewerbebetrieb127 Selbständiger Arbeit128 Nichtselbständiger Arbeit129 Kapitalvermögen130 Vermietung und Verpachtung131 Sonstigen Einkünften (z. B. Renten)132 3.2 Voraussichtliche Höhe der Sonderausgaben133 Steuerabzugsbeträge134 4. Angaben zur Gewinnermittlung Gewinnermittlungsart135 Einnahmenüberschussrechnung 136 Vermögensvergleich (Bilanz) Eröffnungsbilanz liegt bei. wird nachgereicht. 137 Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen (nur bei Land- und Forstwirtschaft) Liegt ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr vor? 138 Nein Ja, Beginn TTMMJJJJ 5. Freistellungsbescheinigung gemäß § 48b Einkommensteuergesetz - EStG - ( Bauabzugsteuer ) Das Merkblatt zum Steuerabzug bei Bauleistungen steht Ihnen im Internet unter www.bzst.de zum Download zur Verfügung. Sie können es aber auch bei Ihrem Finanzamt erhalten. 139 Ich beantrage die Erteilung einer Bescheinigung zur Freistellung vom Steuerabzug bei Bauleistungen gemäß § 48b EStG. 6. Angaben zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer Zahl der Arbeitnehmer (einschließlich Aushilfskräfte) Insgesamt a) davon Familienangehörige b) davon geringfügig Beschäftigte140 Beginn der Lohnzahlungen141 TTMMJJJJ Anmeldungszeitraum (voraussichtliche Lohnsteuer im Kalenderjahr)142 monatlich (mehr als 4 000 EUR) vierteljährlich (mehr als 1 000 EUR) jährlich (nicht mehr als 1 000 EUR) 203/111/11111 X 10.000 100.000 X X 10 1 4 X Abbildung 19: Seite 5 des Fragebogens Anmerkungen Seite 5: In den Zeilen 126 bis 134 geben Sie an, mit welchen Einkünften Sie in diesem und in dem folgenden Jahr rechnen. Je mehr Sie hier angeben, desto höher ist die Einkommensteuer-Vorauszahlung , die das Finanzamt festsetzt. Aber Vorsicht: Geben Sie bewusst Ihre Einkünfte zu niedrig an und müssen Sie am Ende des Jahres eine Einkommensteuer-Nachzahlung leisten, droht Ihnen unter Umständen ein Steuerstrafverfahren. In den Zeilen 140 bis 142 geben Sie an, wie viele Mitarbeiter Sie beschäftigen. Abhängig von der voraussichtlichen Lohnsteuerzahlung müssen Sie monatlich, quartalsweise oder einmal im Jahr eine Lohnsteuer-Anmeldung abgeben. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 37 3.1 Fragebogen zur Gewerbeanmeldung 37 2011FsEEU016NET 2011FsEEU016NET Steuernummer Die für die Lohnberechnung maßgebenden Lohnbestandteile werden zusammengefasst im Betrieb / Betriebsteil: Bezeichnung 151 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 152 Postleitzahl 153 Ort 7. Angaben zur Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer 7.1 Summe der Umsätze (geschätzt) im Jahr der Betriebseröffnung im Folgejahr EUR EUR 154 7.2 Geschäftsveräußerung im Ganzen (§ 1 Abs. 1a Umsatzsteuergesetz - UStG -) Es wurde ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert geführter Betrieb erworben: 155 Nein Ja (siehe Eintragungen zu Tz. 2.6 Übernahme) 7.3 Kleinunternehmer-Regelung 156 Der auf das Kalenderjahr hochgerechnete Gesamtumsatz wird die Grenze von 17 500 EUR voraussichtlich nicht überschreiten.Es wird die Kleinunternehmer-Regelung (§ 19 Abs. 1 UStG) in Anspruch genommen. In Rechnungen wird keine Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen und es kann kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Hinweis: Angaben zu Tz. 7.7 und 7.8 sind nicht erforderlich; Umsatzsteuer-Voranmeldungen sind grundsätzlich nicht abzugeben. 157 Der auf das Kalenderjahr hochgerechnete Gesamtumsatz wird die Grenze von 17 500 EUR voraussichtlich nicht überschreiten.Es wird auf die Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung verzichtet. Die Besteuerung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes für mindestens fünf Kalenderjahre (§ 19 Abs. 2 UStG); Umsatzsteuer-Voranmeldungen sind monatlich in elektronischer Form abzugeben. 7.4 Organschaft (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG) Ich bin Organträger folgender Organgesellschaft: Firma 158 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 159 Postleitzahl 160 Ort Postleitzahl 161 Ort (Postfach) Postfach Rechtsform 162 Beteiligungsverhältnis (Bruchteil) 163 / Finanzamt Steuernummer 164 ggf. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 165 Hinweis: Weitere organschaftliche Verbindungen bitte in einer Anlage (formlos) mitteilen. 7.5 Steuerbefreiung Es werden ganz oder teilweise steuerfreie Umsätze gem. § 4 UStG ausgeführt: 166 Nein Ja Art des Umsatzes / der Tätigkeit (§ 4 Nr. UStG) 7.6 Steuersatz Es werden Umsätze ausgeführt, die ganz oder teilweise dem ermäßigten Steuersatz gem. § 12 Abs. 2 UStG unterliegen: 167 Nein Ja Art des Umsatzes / der Tätigkeit (§ 12 Abs. 2 Nr. UStG) 203/111/11111 50.000,00 600.000,00 X X X Abbildung 20: Seite 6 des Fragebogens Anmerkungen Seite 6: In den Zeilen 156 bis 157 geben Sie an, ob Sie Kleinunternehmer sind und ob Sie zum Regelbesteuerer optieren wollen. Näheres hierzu lesen Sie in Kapitel 5.3 „Wer muss Umsatzsteuer bezahlen“. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 38 3 Firmengründung38 2011FsEEU017NET 2011FsEEU017NET Steuernummer 7.7 Soll- / Istversteuerung der Entgelte Ich berechne die Umsatzsteuer nach171 vereinbarten Entgelten (Sollversteuerung). 172 vereinnahmten Entgelten. Ich beantrage hiermit die Istversteuerung, weil 173 der Gesamtumsatz für das Gründungsjahr voraussichtlich nicht mehr als 250.000 EUR(bis 31. Dezember 2011: 500.000 EUR) betragen wird. 174 ich von der Verpflichtung, Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmenregelmäßig Abschlüsse zu machen, nach § 148 der Abgabenordnung befreit bin. 175 ich Umsätze aus einer Tätigkeit als Angehöriger eines freien Berufs im Sinne von§ 18 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes ausführe. 7.8 Dauerfristverlängerung 176 Ich beabsichtige, die Dauerfristverlängerung für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung zu nutzen. Mir ist bekannt, dass beimonatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen eineSondervorauszahlungzu berechnen undzuentrichtenist. Hinweis: Der Antrag auf Dauerfristverlängerung und die Anmeldung der Sondervorauszahlung sind auf elektronischem Weg zu übermitteln. 7.9 Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 177 Ich benötige für die Teilnahme am innergemeinschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr eine Umsatzsteuer- Identifikationsnummer (USt-IdNr.). 178 Ich habe bereits für eine frühere Tätigkeit folgende USt-IdNr. erhalten: USt-IdNr.179 Vergabedatum: TTMMJJJJ 8. Angaben zur Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft Bezeichnung der Gesellschaft / Gemeinschaft 180 Straße Haus-Nr. Haus-Nr.-Zusatz 181 Postleitzahl 182 Ort Postleitzahl 183 Ort (Postfach) Postfach Finanzamt Steuernummer 184 (Fügen Sie bitte eine Kopie des Gesellschaftsvertrags bei!) Hinweis: Die mit diesem Fragebogen angeforderten Daten werden aufgrund der §§ 85, 88, 90, 93 und 97 der Abgabenordnung erhoben. 185 Ort, Datum Unterschrift des / der Steuerpflichtigen und ggf. des Ehegatten bzw. des / der Vertreter(s) oder Bevollmächtigten X 203/111/11111 X X Abbildung 21: Seite 7 des Fragebogens Anmerkungen Seite 7: In der Zeile 176 geben Sie an, ob Sie von der Möglichkeit der Dauerfristverlängerung bei den Umsatzsteuer-Voranmeldungen Gebrauch machen möchten und die Umsatzsteuer-Voranmeldung einen Monat später abgeben. Näheres in Kapitel 5.8 „Praktische Umsetzung“. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 39 3.2 Einrichtung der Firma in DATEV 39 Anmerkungen Seite 8: Hier kennzeichnen Sie, welche Anlagen Sie mit dem Fragebogen abgeben. 2011FsEEU018NET 2011FsEEU018NET Steuernummer Anlagen:191 Teilnahmeerklärung für das LEV (Tz. 1.3) 192 Empfangsvollmacht (Tz. 1.4/1.5) 193 Aufstellung über Betriebstätten (Tz. 2.3) 194 Handelsregisterauszug (Tz. 2.5) 195 Verträge bei Übernahme bzw. Umwandlung (Tz. 2.6) 196 Eröffnungsbilanz (Tz. 4) 197 Weitere organschaftliche Verbindungen (Tz. 7.4) 198 Gesellschaftsvertrag (Tz. 8) 199 Finanzamt 203/111/11111 X X X Ansbach Mozartstr. 25 91522 Ansbach Abbildung 22: Seite 8 des Fragebogens 3.2 Einrichtung der Firma in DATEV Als Nächstes müssen Sie Ihre Firma in DATEV anlegen . Hierzu besorgen Sie sich über Ihren Steuerberater das Programm „DATEV Rechnungswesen compact“ oder das Programm „DATEV Rechnungswesen Einzelplatz pro“. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 40 3 Firmengründung40 3.2.1 Der Hauptbildschirm Nachdem Sie das Programm installiert haben, rufen Sie das Programm auf – der Eröffnungsbildschirm wird angezeigt (siehe Abbildung 23). Abbildung 23 : DATEV-Eröffnungsbildschirm Alle Befehle können bei DATEV compact über die Hauptmenüleiste aufgerufen werden. Einige Befehle können Sie auch über die Auswahlleiste oder über Tastaturkürzel starten. • Über den Hauptmenüpunkt Bestand rufen Sie zentrale Funktionen wie z. B. Neuanlage einer Firma, Datenimport und -export auf. • Über den Hauptmenüpunkt Buchen öffnen Sie die Maske zur Eingabe der Buchungssätze. • Über den Hauptmenüpunkt Stammdaten können Sie die Angaben zur aktuellen Firma ändern sowie den Kontenplan aufrufen. • Über den Hauptmenüpunkt Auswertungen lassen Sie sich verschiedene Buchungsübersichten wie beispielsweise Sachkonto, Summen- und Saldenliste oder Umsatzsteuer-Voranmeldung anzeigen. 3.2.2 Firmen-Neuanlage Bei DATEV gibt es zwei Möglichkeiten, eine neue Firma anzulegen (siehe Abbildung 24). Abbildung 24 : Die zwei Möglichkeiten der Firmen-Neuanlage Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 41 3.2 Einrichtung der Firma in DATEV 41 Alternative 1: Einspielen der Daten von der CD des Steuerberaters 1. Aktivieren Sie zuerst den Hauptmenüpunkt Bestand. 2. Im sich öffnenden Untermenü wählen Sie den Befehl Bestands- Manager aus. 3. Anschließend gehen Sie auf Mandant (siehe Abbildung 25). Abbildung 25 : Der Bestands-Manager 4. Im Bestands-Manager aktivieren Sie die Schaltfläche Einspielen. 5. Im Fenster Ordner suchen wählen Sie die entsprechende Datei aus. Um das Programm besser kennenzulernen, werden wir im Muster-Beispiel von Bertram Bauer den schwierigeren Weg beschreiten: die Alternative 2 . Alternative 2: Neuanlage über den Mandanten-Assistenten 1. Aktivieren Sie den Hauptmenüpunkt Bestand. 2. Wählen Sie den Befehl Neu aus (siehe Abbildung 26) – der Mandanten- Assistent wird eingeblendet. Abbildung 26 : So aktivieren Sie den Mandanten-Assistenten Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 42 3 Firmengründung42 Auf der ersten Seite des Mandanten-Assistenten geben Sie den Berater- Nummer, die Mandanten-Nummer und das erste Buchungsjahr ein. Alle Informationen erhalten Sie von Ihrem Steuerberater (siehe Abbildung 27). Wenn Sie mit Debitoren (= Forderungen an Kunden) und Kreditoren (= Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten) arbeiten wollen, d. h. mit „OPOS“ (= offene Posten Buchhaltung), müssen Sie statt des „nein“ das Kästchen mit „ja“ ankreuzen. Sie können die Angaben aber auch nachträglich über den Menüpunkt Stammdaten und den Befehl Mandantendaten ändern. Abbildung 27 : Die ersten Daten für einen neuen Mandanten eingeben Auf der zweiten Seite des Mandanten-Assistenten geben Sie die persönlichen Daten und die Rechtsform ein (siehe Abbildung 28). Abbildung 28 : Name, Adresse und Rechtsform des neuen Mandanten Auf der dritten Seite geben Sie unter anderem an, ob Sie nur mit den vom Steuerberater zur Verfügung gestellten Buchungskonten arbeiten oder auch eigene (= individuelle) Buchungskonten erstellen wollen (siehe Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 43 3.2 Einrichtung der Firma in DATEV 43 Abbildung 29). Nehmen Sie hier nur eine Einstellung nach Rücksprache mit Ihrem Steuerberater vor. Abbildung 29 : Kontenbeschriftungen, Kontenfunktionen und Anlagespiegelfunktionen Auf der vierten Seite des Mandanten-Assistenten geben Sie an, welcher Branche Ihr Unternehmen angehört (siehe Abbildung 30). Abbildung 30 : Branche wählen Um den richtigen Branchenschlüssel zu finden, klicken Sie bitte auf die Pfeiltaste nach unten. Eine Suchmaske wird eingeblendet (siehe Abbildung 31). Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 44 3 Firmengründung44 Abbildung 31 : Suche des Branchenschlüssels Hier geben Sie in das Feld Suchen nach Ihre Branche ein. Durch das Klicken auf das Feld OK übernehmen Sie den gefundenen Branchenschlüssel und beenden diese Ansicht. Auf der fünften Seite des Mandanten-Assistenten geben Sie an, ob Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung selbst erstellen wollen oder ob Sie den Weg über das DATEV-Rechenzentrum gehen möchten (siehe Abbildung 32). Abbildung 32 : Wer macht die Umsatzsteuer-Voranmeldung? Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 45 3.3 Organisation der Buchhaltung 45 Auf der sechsten und letzten Seite geben Sie noch die Steuernummer und die USt-ID-Nummer ein (siehe Abbildung 33). Abbildung 33 : Eingabe der Steuernummer und der USt-ID-Nummer Sollte Ihnen wie hier ein Fehler bei der Firmenanlage unterlaufen sein, können Sie die Angaben nachträglich noch über den Menüpunkt Stammdaten ändern. So ändern Sie ganz einfach die Firmenstammdaten: 1. Aktivieren Sie den Hauptmenüpunkt Stammdaten. 2. Wählen Sie den Befehl Mandantendaten – es öffnet sich der Mandanten-Assistent. Jetzt können Sie Ihre Stammdaten ändern. 3.3 Organisation der Buchhaltung Nachdem Sie die Firma in DATEV angelegt haben, müssen Sie sich noch Gedanken zu einer vernünftigen Buchhaltungsorganisation machen. Denn der größte Unterschied zwischen Theorie und Praxis besteht in den Buchungsbelegen. Während in der Theorie der Sachverhalt in verbaler Form beschrieben wird, müssen Sie in der Praxis den Sachverhalt erst ermitteln, d. h. an Hand der Buchungsbelege müssen Sie herausfinden, was passiert ist, wann es passiert ist und welche Folgen (Verbindlichkeit, Forderung, Aufwand, Ertrag usw.) sich für das Unternehmen ergeben. Erst anschließend können Sie den Beleg verbuchen. Wenn Sie einen Beleg erhalten , führen Sie die folgenden fünf Schritte aus: 1. Zuerst ermitteln Sie den Sachverhalt. 2. Anschließend formulieren Sie den Buchungssatz. 3. Vermerken Sie den Buchungssatz mit roter oder grüner Farbe auf dem Beleg (Kontieren). Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 46 3 Firmengründung46 4. Im nächsten Schritt verbuchen Sie den Beleg. 5. Zuletzt heften Sie den Beleg ab. In Kapitel 9 werden wir uns detailliert mit der Behandlung der Buchungsbelege auseinandersetzen. Als Nächstes müssen wir uns mit dem Abheften der Belege beschäftigen . Im Laufe eines Wirtschaftsjahres werden Sie viele Belege erhalten, das Wichtigste dabei ist, diese Belege ordentlich abzulegen, sodass Sie jeden Beleg auch jederzeit wiederfinden können. Eine umfassende Buchhaltung sollte aus den Ordnern Kassenordner, Bankbelege, ER-Ordner, AR-Ordner, Dauerunterlagen sowie Personalordner bestehen – Abbildung 34 bietet einen grafischen Überblick. Abbildung 34 : Die Buchhaltung muss gut organisiert sein – diese Ordner helfen, den Überblick zu bewahren • Kassenordner : Bestehend aus dem Kassenbuch (eins für jeden Monat) und den Kassenbelegen , die chronologisch hinter das jeweilige Kassenbuch geheftet sind. • Ordner für Bankbelege : Bestehend aus den Bankkontoauszügen , die chronologisch geordnet werden. Für jedes Bankkonto ist ein eigener Ordner zu führen. • Ordner für Eingangsrechnungen (ER ): In diesem Ordner werden alle ER abgelegt, d. h. alle Rechnungen, die Sie erhalten. Hierbei sollten die Rechnungen alphabetisch abgelegt werden. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 47 3.3 Organisation der Buchhaltung 47 • Ordner für Ausgangsrechnungen (AR ): In diesem Ordner werden alle AR abgelegt, d. h. alle Rechnungen, die Sie stellen. Hierbei sollten die Rechnungen alphabetisch abgelegt werden. • Ordner für Dauerunterlagen : In diesem Ordner werden alle Verträge (Arbeitsverträge, Mietverträge, Leasingverträge etc.), die Vorjahresbilanzen, die USt-VA und die LSt- Anmeldungen aufbewahrt, sowie die Summen- und Saldenlisten und (soweit vorhanden) die Umbuchungslisten. • Personalordner : In diesem Ordner wird die Lohnbuchhaltung aufbewahrt. Alternativ können Sie auch die Eingangsrechnungen (ER) und die Ausgangsrechnungen hinter die Bankauszüge abheften und damit auf eigene ER- und AR-Ordner verzichten. Diese Methode ist v. a. für Unternehmer geeignet, die ihren Gewinn mit Hilfe der EÜR ermitteln, da bei dieser Gewinnermittlung nur tatsächlich vereinnahmte und verausgabte Beträge relevant sind. Unternehmer, die ihren Gewinn mit Hilfe des BVV ermitteln, sollten bei dieser Methode nur daran denken, alle offenen ER/AR am Monatsende zu buchen, um bei einer Soll-Versteuerung eine korrekte USt-VA und im Dezember eine korrekte Versteuerung der Betriebseinnahmen/-ausgaben zu gewährleisten . Praxis-Hinweis Alle Belege sind 10 Jahre aufzubewahren. Verlag Franz Vahlen PRAXIS Girlich, Buchführung in der Praxis Hersteller: Frau Deuringer Stand: 02.12.2011 Status: Druckdaten Seite 49 4 Einführung in die Einkommensteuer Bevor wir uns weiter mit der doppelten Buchführung beschäftigen, sollten wir uns kurz darüber unterhalten, was mit dem im Rahmen der Buchhaltung ermittelten Gewinn steuerlich passiert. Nach der Durchsicht dieses Kapitels können Sie die folgenden Fragen beantworten: • Welche Steuer haben Sie auf den ermittelten Gewinn zu bezahlen? • Wie hoch werden die Steuern liegen? 4.1 Wer muss Einkommensteuer bezahlen? Bei der persönlichen Steuerpflicht (=  Wer muss Einkommensteuer bezahlen?) sind grundsätzlich zwei Arten der Einkommensteuerpflicht zu unterscheiden (siehe Abbildung 35). unbeschränkte Steuerpflicht (§ 1 Abs. 1 EStG) beschränkte Steuerpflicht (§ 1 Abs. 4 EStG) Versteuerung aller in- und ausländischen Einkünfte Versteuerung nur der inländischen Einkünfte Abbildung 35 : Die zwei Arten der Einkommensteuerpflicht Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland wohnen oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt (= sich mehr als 6 Monate im Inland aufhalten) in der Bundesrepublik Deutschland haben sind mit ihrem Welteinkommen in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Der Steuerpflichtige muss alle seine in- und ausländischen Einkünfte in Deutschland versteuern. Personen, die weder in der Bundesrepublik Deutschland wohnen noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben, sind mit den Einkünften in Deutschland beschränkt einkommensteuerpflichtig, die sie in Deutschland erzielen.

Chapter Preview

References

Zusammenfassung

Buchführung in der Praxis

Dieser aktuelle Ratgeber liefert einen praxisorientierten Einstieg in die Grundlagen der doppelten Buchführung. Ausgehend von einem Unternehmensgründer werden die theoretischen Grundlagen kurzweilig vermittelt. Durch die zahlreichen Praxisbeispiele und Schaubilder ist das Werk besonders anschaulich.

Buchführung auf den Punkt gebracht:

– Zahlreiche Übungen und Beispiele aus der Buchführungspraxis

– Von Einzelbelegen zum vorläufigen Jahresergebnis: So berechnen Sie Einnahmen und Ausgaben

– Auf CD-ROM: Excel-Tools zu Abschreibung, Gewinn- und Verlustermittlung, AfA-Tabellen und DATEV-Kontenrahmen